12 Gründe warum Sie einen leckenden Darm haben könnten

Jede Krankheit beginnt im Darm (Hippocrates)

darmHippocrates hatte Recht, der Darm ist das Tor zur Gesundheit. Wenn Ihr Darm gesund ist, haben Sie gute Chancen auch sonst gesund zu sein.

Heute möchte ich mich mit einem Syndrom beschäftigen, dass unter dem Namen „Leaky Gut“ zusammengefasst wird, und das vielen Menschen eine Menge Ärger bereitet, ohne dass sie überhaupt wissen, dass sie es haben.

Leaky gut, oder in medizinischem Hochdeutsch vermehrte intestinale Permeabilität (= vermehrte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut), ist ein Syndrom, das viele Mediziner für einen Mythos halten. Das verwundert schon sehr, denn eine PubMed Suche ergibt 5119 Ergebnisse für Studien, die nachweisen, dass dieses Syndrom nicht nur absolut real ist, sondern dass es auch vielfältige Auswirkung auf unsere Gesundheit hat.

Im Normalfall lässt die Darmschleimhaut nur sehr kleine Moleküle durch, um lebenswichtige Nährstoffe aufzunehmen. Tatsächlich ist die Regulierung der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut eine der wichtigsten Aufgaben der Darmwandzellen. Diese Regulierung erfolgt über sogenannte Tight Junctions, das sind Verbindungen der Epithelzellen der Darmschleimhaut, die eine Barrierefunktion ausüben. Die Tight Junctions werden durch ein Protein namens Zonulin reguliert. Wird Zonulin aktiviert, öfnnen sich die Tight Junctions.

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Durch die Öffnung der Tight Junctions folgt, wie man sich nicht schwer vorstellen kann, eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand, also ein Leaky Gut. Wenn der Darm durchlässig ist, gelangen Dinge in den Blutstrom, die dort eigentlich nicht hingehören. Das sind zum Beispiel Giftstoffe, Mikroben, unverdaute Nahrungsmittel und alles, was sich sonst noch so in Ihrem Darm tummelt. Ihr Immunsystem erkennt nun diese „Eindringlinge“ als Krankheitserreger und greift sie an. Handelt es sich bei diesen „Eindringlingen“ zum Beispiel um unverdaute Nahrungsmittel, dann werden Sie nach einiger Zeit eine Allergie auf diese Nahrungsmittel entwickeln. Und wenn Sie dann statt der betroffenen Nahrungsmittel etwas anderes essen, gelangt dies ebenfalls unverdaut in Ihren Blutstrom, und dann weiten sich die Nahrungsmittelallergien aus. So einfach ist das!

Im Lauf der Jahre entwickeln sich aufgrund des durchlässigen Darms dann ernsthafte Beschwerden. So werden besonders die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht. Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Erkrankungen gelten als unheilbar. Wenn man die Ursache versteht, sind sie aber tatsächlich gut zu behandeln.

Was verursacht einen Leaky Gut?

Die Hauptschuldigen sind Nahrungsmittel, Infektionen und Toxine

  1. Gluten: Ist der Nahrungsbestandteil, der mit Abstand am häufigsten einen Leaky Gut auslöst. Das Gliadin Molekül führt zu einer Freisetzung von Zonulin und damit wie oben erklärt zu einer Öffnung der Tight Junctions. Eine 2006 erschienene Studie zeigt auf, dass dieser Effekt nicht nur bei Zöliakie Patienten auftritt, sondern auch bei einer gesunden Kontrollgruppe (1). Also in anderen Worten, Gluten löst – zumindest vorübergehend – bei jedem Menschen einen Leaky Gut aus.
  2. Lectine und Phytate: Sie kommen ebenfalls in Getreide aber auch in Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Es handelt sich um Antinährstoffe, die die Nährstoffaufnahme verhindern, sich an die Darmschleimhaut anheften und zu Entzündungen führen. Durch richtige Zubereitung können diese Stoffe zum Teil inaktiviert werden. Wenn Sie Nahrungsmittel konsumieren, die diese Substanzen enthalten, so sollten Sie sie auf jeden Fall einweichen und ankeimen oder fermentieren, um den Schaden für die Darmschleimhaut möglichst gering zu halten.
  3. Milchprodukte: Das Milchprotein Casein weist eine große strukturelle Ähnlichkeit zu Gluten auf und kann vom Immunsystem fälschlicherweise mit diesem verwechselt werden. Dies gilt insbesondere für das in Kuhmilch größtenteils vorkommende A1-Casein (2). Das A2-Casein aus Ziegen- oder Schafmilch und einigen Kuhrassen schneidet besser ab.
  4. Alkohol: Schon Alkohol in Maßen (wie auch immer man das definiert) stört die Zonulinproduktion und verändert die Integrität der Darmschleimhaut. Dies führt zu einer Schwächung der Tight Junctions (3).
  5. Zucker: Darf in dieser Sammlung natürlich nicht fehlen. Zucker richtet im gesamten Körper Schaden an, aber vor allem im Darm. Zucker sorgt für vermehrtes Wachstum von Hefen, Pilzen und schlechten Bakterien, die den Darm schädigen.
  6. Infektionen: Die häufigsten infektiösen Ursachen sind Candidabefall, Darmparasiten und eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO = Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Sie alle verursachen schwere Schäden in der Darmschleimhaut.
  7. Antibiotika: Längerfristige oder häufige Anwendung von Antibiotika kann sich schädlich auf die Darmflora auswirken, denn Antibiotika unterscheiden nicht zwischen guten und schlechten Bakterien sondern töten einfach alle ab. Dies kann dazu führen, dass die schlechten Bakterien die Oberhand gewinnen und es im Darm zu Entzündungen kommt. Um dies zu verhindern sollten Sie, wenn Sie Antibiotika wirklich einnehmen müssen, immer auch Probiotika einnehmen.
  8. NSAR: Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac sind häufig verwendete Schmerzmittel, die auch entzündungshemmend wirken. Sie sind jedoch schwer abzubauen, irritieren den Dünndarm und führen so zum Leaky Gut. Dieser Effekt tritt bei längerer Anwendung von NSAR auf (4). Unter Aspirin tritt keine erhöhte Permeabilität auf.
  9. Antazida: Medikamente, die die Magensäure hemmen und bei Sodbrennen und Reflux eingesetzt werden. Diese führen bei Langzeitanwendung häufig zu SIBO und Darmentzündungen. Beides Ursachen für einen Leaky Gut.
  10. Steroide: Wie zum Beispiel Prednisolon werden bei chronischen Entzündungen und Schmerzen verschrieben, um die Entzündungsreaktion im Körper abzuschwächen. Gleichzeitig erhöhen sie jedoch den Cortisolspiegel, was zu einer Schädigung der Darmwand führt.
  11. Stress: Chronischer Stress beeinflusst die Darmgesundheit (5). Genau wie bei der Einnahme von Steroiden kommt es auch hierbei zu einer Erhöhung der Cortisolkonzentration. Außerdem schwächt Stress das Immunsystem.
  12. Toxine: Umweltgifte wie zum Beispiel Quecksilber, Pestizide und BPA aus Plastik verursachen Entzündungen im Darm und öffnen die Tight Junctions. Leiden Sie außerdem noch unter Verstopfung, so haben die Toxine noch mehr Zeit ihre schädliche Wirkung zu entfalten.

Wie Sie sehen, führen viele ganz alltägliche Dinge zu einer erhöhten Durchglässigkeit im Darm. Es macht Sinn, gerade bei Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien, Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse), Rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Typ I Diabetes, aber auch bei Schizophrenie und Autismus einen sehr genauen Blick auf den Darm zu werfen. Ein Großteil dieser Erkrankungen ist mit einer Darmsanierung zumindest deutlich zu Verbessern, wenn nicht sogar heilbar.

 

(1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16635908

(2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17666771

(3)http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0107421

(4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3780475

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22314561

Knusprige Grünkohl Chips – der ultimative Fast-Food Snack

Jeder liebt Chips, und wie die Pringle Werbung verspricht „Wetten, dass Sie nicht nur einen essen können“. Bei herkömmlichen Chips ist das keine gute Idee. Aber zum Glück gibt es zu den wirklich ungesunden Chips, die Sie im Supermarkt kaufen können, und die voll mit Transfetten und anderen unappetitlichen Dingen sind, eine tatsächlich gesunde Alternative, die schnell gemacht ist, und die sie nach Herzenslust genießen können (auch gerne mehr als einen).

Grünkohl Chips ist das Zauberwort.

Nicht nur, dass sie mit einigen einfachen Zutaten richtig lecker schmecken, grünes Blattgemüse ist auch so ziemlich das Gesündeste, das Sie Ihrem Körper antun können. Und Grünkohl ist, was Ihre Gesundheit angeht, ein wahres Powergemüse.

Schauen wir uns diese Chips mal genauer an.

Grünkohl

Ein Becher voll Grünkohl (also 240 ml) beinhaltet 684 % der empfohlenen Tagesdosis für Vitamin K, 206 % für Vitamin A und 134 % für Vitamin C. Desweiteren enthält Grünkohl Mineralien wie Eisen und Calcium und Proteine. Auch wichtige Omega-3-Fettsäuren sind in Grünkohl vorhanden, die für den Zellmembranaufbau im Gehirn benötigt werden und  vor Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Autoimmunerkrankungen schützen.

Von den Antioxidantien, die im Grünkohl enthalten sind, sind drei besonders bemerkenswert:

  • Indol-3-Carbinol. I3C kann, toxische und krebsauslösende Substanzen (Karzinogene) wie Dioxine,  Aflatoxine und Amine unschädlich machen und damit die DNA, die zelluläre Erbsubstanz, vor bösartigen Zellveränderungen schützen. Diese Phytochemikalie soll die Fähigkeit haben, Krebs, vor allem hormonbedingten, zu verhindern.
  • Sulforaphan. Sulforaphan wirkt vorbeugend und therapeutisch gegen Hautkrebs (Melanome) und Blutkrebs (Leukämien). Außerdem ist es bei arthritischen Gelenkerkrankungen hilfreich, und es schützt vor Atemwegserkrankungen, weil es freie Radikale abbaut.
  • Lutein und Zeaxanthin. Die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin gewinnen in letzter Zeit zunehmend an Interesse, da sie möglicherweise bei bestimmten Formen von retinalen Degenerationen, und hier insbesondere bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), eine protektive Wirkung besitzen könnten. Die AMD kann zur Erblindung führen.
Kokosöl

Es sind zwei Substanzen in Kokosöl, die es so gesund machen.

  • Laurinsäure. Dieses ist die Hauptfettsäure des Kokosöls. Tatsächlich ist Kokosöl die größte Quelle von Laurinsäure auf der Erde. Diese Säure hat die Eigenschaft, die schützende Lipidmembran von Bakterien und Viren zu durchdringen und somit die Schädlinge von innen heraus zu zerstören. Somit stärkt Laurinsäure das Immunsystem und hilft dem Körper, sich gegen Krankheiten und Schädlinge zu wehren. Laurinsäure wird im Körper in das Monoglycerid Monolaurin umgewandelt. In Studien zeigte sich dies effektiv gegen Antibiotika-resistente Bakterienstämme. Außerdem hat Monolaurin antimykotische (gegen Pilze gerichtete) und antivirale Effekte.
  • Mittelkettige Triglyceride (MCTs). Im Gegensatz zu langkettigen Triglyceriden, die in Pflanzenölen vorkommen, sind diese MCTs leicht verdaulich und können schnell Zellmembranen durchdringen. In der Leber werden sie in Ketonkörper umgewandelt, die dann dem Körper als schnelle Energie zur Verfügung stehen. Sie werden nicht als Fett gespeichert. Außerdem haben sie noch folgende Wirkungen:
Herzgesundheit Verbessern die Hirnfunktion, auch bei Alzheimer-Demenz
Steigern das Immunsystem Unterstützen die Schilddrüse
Sorgen für gesunde, jung-aussehende Haut Können zur Gewichtsreduktion beitragen
Helfen beim Erhalt der Muskelmasse Verzögern den Glykogenabbau in den Muskeln

 

Nun aber endlich zum Rezept:

Zutaten:
  • 6 Becher zerkleinerter krauser Grühnkohl ohne Stämme (je krauser der Grünkohl desto besser werden die Chips)
  • 2TL Kokosöl, Weidebutter oder Ghee
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • Optional: Kümmel, Paprika, Knoblauch, Chili oder ein anderes Gewürz Ihrer Wahl
Zubereitung:
  1. Grünkohl waschen und gut trocknen. Vor dem Backen muss der Kohl komplett trocken sein!
  2. In einer großen Schüssel den Grünkohl mit dem Kokosöl gut mischen. Benutzen Sie dazu am besten Ihre Hände, und massieren Sie das Öl in den Kohl ein bis alle Blätter komplett bedeckt sind.
  3. Fügen Sie das Salz und die Gewürze hinzu und mischen Sie nochmals gut.
  4. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie den Grünkohl in einer Schicht darauf, so dass nichts überlappt.
  5. Bei 150° C ca. 12 – 15 Minuten im Ofen backen bis die Blätter grün und knusprig sind.
  6. Lassen Sie die Chips vor dem Essen komplett abkühlen, dadurch werden sie noch knuspriger.

Ich mache meine Chips übrigens gerne im Dörrgerät, aber das hat ja nicht jeder zuhause. Sollten Sie sich doch in dieser Lage befinden, dann befüllen Sie das Gerät mit dem Grünkohl, schalten es auf 70° C an und trocknen die Chips für ca. 7 Stunden. Auf diese Weise werden sie super kross, ohne dass Sie sich Sorgen machen müssen, dass etwas verkohlen könnte.

 

Wetten, Sie können nicht nur einen essen?

Grippeimpfung – überflüssig und gefährlich

vaccination-1215279_1920Es ist wieder diese Zeit des Jahres, wo Haus- und Kinderärzte ganz unruhig werden, und ihren Patienten ans Herz legen, sich doch auf jeden Fall gegen die Grippe impfen zu lassen, damit sie im besten Fall überhaupt nicht erkranken und wenn sie erkranken, sie wenigstens um die teilweise tödlichen Komplikationen herumkommen. Wenn man ihren Aussagen glauben darf, dann ist die Grippeimpfung das einzige Mittel, das kleine Kinder und Senioren eine Grippeepidemie überleben lässt.

Aber ist das tatsächlich so?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Grippeviren sich sehr schnell verändern. Die WHO muss aber schon im Frühjahr festlegen, wie der Grippeimpfstoff für den Herbst zusammengesetzt sein soll, denn sonst kommt die Pharmaindustrie mit der Produktion nicht mehr hinterher. Mit etwas Pech enthält dieser Impfstoff also Stämme, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell sind.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem.

Im Lancet (keine so ganz unbekannte Medizinische Zeitschrift) stand 2007, dass „kürzlich durchgeführte Mortalitätsuntersuchungen (also Untersuchungen zu tödlich verlaufenden Erkrankungen) keinen Rückgang bei Grippetodesfällen seit 1980 nachweisen konnten, obwohl die Impfraten von 15 % auf 65 % gestiegen waren“ (1). Das ist ja schade, denn gerade die Todesfälle sollen durch die Impfung ja vermieden werden.

In einem weiteren Artikel im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, der 2008 erschienen ist, wurden Statistiken der letzten 20 Jahre untersucht und gefunden, dass es keine Studie gibt, die aufzeigt, dass die Grippeschutzimpfung irgendeinen Mortalitätsvorteil (sprich eine geringere Todesfallrate) aufweist. Ganz im Gegenteil haben sowohl die Grippeinfektionen als auch die Todesfälle bei den über 65-Jährigen zugenommen und nehmen auch noch weiterhin zu, je mehr Menschen sich gegen die Grippe impfen lassen (2).

Auch die Cochrane Database (eine pharmaunabhängige Einrichtung) kommt 2014 in einer Metaanalyse zu dem Schluss, dass Grippeimpfungen einen moderaten Einfluss auf Influenzasymptome und Krankheitstage haben. Auf Komplikationen wie Lungenentzündung und Ansteckungsgefahr scheinen sie überhaupt keine Auswirkung zu haben (3).

Aber Ihr Arzt sagt doch, dass Grippeimpfungen die Grippe verhindern können. Wie kann es sein, dass seine Aussage ganz anders ist als das, was Sie hier lesen. Um das zu erklären, brauchen wir einen kleinen Exkurs.

Wenn aus 1 Prozent 50 Prozent  werden:

1994 wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie veröffentlicht, an der 1838 Probanden über 60 Jahre teilnahmen, die entweder eine Grippeimpfung oder eine Kochsalzlösung injiziert bekamen. Das Fazit der Studie war, dass die Grippeimpfung zu einer 50 prozentigen Reduktion der Erkrankungshäufigkeit führte (4).

Na, das klingt doch super, und dann hat Ihr Arzt ja doch Recht, wenn er Ihnen eine Grippeschutzimpfung geben möchte. Aber halt! Gucken wir uns doch mal genau an, was bei der Studie herausgekommen ist.

  • 3 % der Kontrollgruppe erkrankten an der Grippe
  • 2 % der Impfgruppe erkrankten an der Grippe.

Also erkrankten erstens sowieso nur sehr wenige Menschen an der Grippe. Es bedeutet aber zweitens, die absolute Risikoredukion betrug nur 1 %. Ich würde sagen, dass ist nicht besonders beeindruckend. Wie sind die Autoren der Studie aber nun auf 50 % gekommen? Sie haben einfach ein bisschen mit Zahlen getrickst, und das geht so:

Anstatt geimpfte Probanden mit der Kontrollgruppe zu vergleichen, verglichen sie den Unterschied von 1 % in der Erkrankungshäufigkeit mit den Probanden, die geimpft worden waren und erhielten damit 1:2, was 50 Prozent entspricht. Sie haben sich noch nicht einmal mit dem relativen Risiko zufriedengegeben, wie es sonst gerne gemacht wird, denn da wären sie nur bei einer Risikoreduktion von 33,3 % gelandet (2:3). Was in diesem Artikel gemacht wird, ist also nicht nur falsch sondern schlichtweg unmoralisch. Aber es ist genau die Information, auf die Ihr Arzt sich stützt, wenn er Ihnen eine Grippeimfung empfiehlt. Ähnlich gehen Pharmaunternehmen auch vor, um ihre Medikamente effektiver erscheinen zu lassen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt (kein Organ für neueste medizinische Studien) gibt zu, dass der normale trivalente Grippeimpfstoff bei Risikopersonen, älteren Menschen und Kindern unter 8 Jahren eine bestenfalls moderate Wirksamkeit hat. Für Kinder unter 2 Jahren war er sogar nicht besser als ein Placebowirkstoff (5). Sie halten es für fraglich, ob die derzeit zugelassenen nicht adjuvantierten TIV in höherer Dosierung zur Grundimmunisierung immunologisch naiver Personen (also von Patienten, die noch keine vorherige Grippeschutzimpfung erhalten haben) geeignet sind. Es wird daher zur Anwendung von adjuvantierten trivalenten Influenzaimpfstoffen geraten. Diese beinhalten Hilfsmittel (Adjuvantien), die zu einem verstärkten Anspringen des Immunsystems führen sollen.

Squalen ist so ein Adjuvans. Es handelt sich dabei um eine natürlich in Tieren, Pflanzen und Menschen vorkommende Substanz. Sie wird in großen Mengen im gesamten Nervensystem und im Gehirn angetroffen. Tatsächlich ist Squalen ein nützliches Antioxidans, wenn es gegessen wird.

Wird Squalen aber als Adjuvans injiziert ist das eine ganz andere Geschichte. Experten berichten, dass durch die durch Squalen ausgelöste überschießende Immunantwort das Immunsystem getriggert wird, Squalen im gesamten Körper anzugreifen – auch wenn es für das Nervensystem lebenswichtig ist. Und tatsächlich hat sich gezeigt, dass Adjuvantien wie Squalen eine langanhaltende, unablässige Immunantwort hervorrufen kann.

Nebenwirkungen von Squalen:

Berühmt, berüchtigt wurde Squalen als wahrscheinlicher Verursacher des „Golfkriegsyndroms“. Vor dem Einsatz wurden amerikanische Soldaten mit squalenhaltigen Impfseren behandelt. Viele von ihnen litten hinterher an Symptomen wie: Chronische Müdigkeit und Schwäche, Hautausschlägen, chronische Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,  Haarausfall, Wundheilungsstörungen, schmerzhafte Schleimhautentzündungen, Benommenheit, epileptischen Anfällen, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Vergesslichkeit, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, erhöhter Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und neurologische Störungen. Auffällig war, dass nur bei Soldaten, die am Golfkriegsyndrom litten, Antikörper gegen Squalen im Blut nachgewiesen werden konnten, während dieses bei gesunden Soldaten nicht der Fall war (6).

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2000 kam zu dem Ergebnis, dass eine einzige Injektion von Squalen bei Ratten zu einer Arthritis führte – einer Autoimmunerkrankung (7).

Im Rahmen der breiten Anwendung der pandemischen H1N1-Impfstoffe kam es in Skandinavien und England zu einem bis zu 17-fachen Anstieg der Fälle von Narkolepsie bei 4- bis 18-Jährigen. Zurückgeführt wird dies auf das im Impfstoff enthaltene AS03 (8). Die Narkolepsie ist eine seltene, lebenslang andauernde neurologische Erkrankung, die zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt und  sich durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Betroffene können bis zu 20 Stunden am Tag schlafen und sind schwer erweckbar.

Im Allgemeinen wird behauptet, dass Grippeimpfungen gut verträglich sind und nur kurzfristige, leichte Nebenwirkungen haben (z. B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle). Die CDC (Centers for Disease Control) führen allerdings als Nebenwirkungen von Grippeimpfungen auch die folgenden Erkrankungen auf:

  • Erkrankungen des Blut- und lymphatischen Systems
  • Cellulitis ähnliche Reaktionen
  • Krämpfe
  • Allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie (lebensbedrohlich!)
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Guillain-Barre Syndrom (aufsteigende Lähmungen durch Schäden an den Myelinscheiden der Nerven).

Sie werden mir zustimmen, dass das alles nicht so wirklich toll klingt. Wir sind aber noch nicht am Ende. Grippeimpfstoffe enthalten nämlich noch ein paar andere wirklich unappetitliche Dinge.

Ein weiteres Adjuvans ist Thiomersal – eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Es besteht zur Hälfte aus Quecksilber und soll in der Konzentration, wie es in Impfstoffen verwendet wird, unschädlich sein. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelagentur sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Verbindung allergisch. Deutliche Symptome entwickelt jedoch nur jeder Zehnte dieser Gruppe. Tatsächlich ist Quecksilber eines der stärksten Gifte, das wir kennen, und es gibt keinen auch nur einigermaßen logischen Grund anzunehmen, dass es sicher ist, diesen Stoff intramuskulär zu injizieren sodass er in die Blutbahn gelangen kann. Aus Impfseren für Kinder wurde es auch inzwischen entfernt, aber in den Seren für Senioren ist es weiterhin vorhanden (z.B. Grippeimpfstoff Chiron). Das Natural News Forensic Food Lab testete 2014 den GKS Grippeimpfstoff Flulaval und fand dabei Quecksilberkonzentrationen in Höhe von 51000 ppb (9). Diese Konzentration ist 25000 mal höher als der von der FDA erlaubte Quecksilber Höchstwert für Trinkwasser von 2 ppb. Und dieses Quecksilber wird ja wie gesagt nicht oral aufgenommen, sodass der Körper noch eine Chance hätte es über Urin oder Fäces auszuscheiden.

Interessant finde ich die Gefahrenhinweise für Thiomersal (10):

 

Gefahr EG/1272/2008
       Piktogramme GHS06   GHS08   GHS09
       Gefahrenhinweise H300 Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310 Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330 Lebensgefahr bei Einatmen.
H373 ** Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

Und wir sollen jetzt ernsthaft glauben, dass dieses Zeug völlig ungefährlich ist? Lebensgefahr bei Hautkontakt, aber injizieren ist in Ordnung?!?

Es gibt zu Thiomersal keine Langzeitstudien am Menschen. In Tierversuchen an Ratten hat man herausgefunden, dass es nur zu einem geringen Grad über die Nieren ausgeschieden wird und sich zum größten Teil im Gehirn anreichert. Es wird immer wieder darüber diskutiert in wieweit Thiomersal für Autismus, ADHS aber auch Multiple Sklerose und Alzheimer verantwortlich ist (11). Whistleblower von den CDC behaupten, dass dementsprechende Hinweise in Untersuchungen von Lobbyisten der Pharmaindustrie sofort unterdrückt werden.

Nur kurz erwähnen möchte ich noch zwei weitere Komponenten, die häufig in Grippeimpfstoffen zu finden sind: Formaldehyd und Antibiotika.

Wie inzwischen bekannt ist, ist Formaldehyd krebserregend, und dazu müssen Sie es nicht in größeren Mengen aufnehmen (was Sie aber womöglich sowieso schon tun, wenn Sie die falschen Kosmetika verwenden). Zusammenhänge zwischen bei Kindern immer häufiger auftretenden Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebsfällen etc. und Formaldehyd in Impfungen werden nicht gesucht. Und selbst wenn man sie suchte, würden Spätfolgen dieser Art grundsätzlich nicht als Impfschäden anerkannt. Denn wer kann schon beweisen, dass die Impfungen aus der Kindheit Jahre später zu diesem oder jenem Gesundheitsproblem führten?

In Impfstoffen finden sich gelegentlich auch Rückstände von Antibiotika, wie zum Beispiel Gentamycin, Streptomycin oder auch Neomycin. Diese Antibiotika können schwere Schäden an Nieren und Gehör auslösen und dürfen auch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden. Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Nebenwirkungen an den Nieren und am Innenohr kommen. Zwar sind in Impfseren nur Spuren dieser Antibiotika vorhanden, trotzdem sollte man auch die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern im Auge behalten, die immer häufiger Schlagzeilen macht.

So, das ist jetzt ein sehr langer – aber wie ich finde- wichtiger Post geworden. Zum Abschluss möchte ich nur sagen: Ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen, sondern beuge lieber auf natürliche Weise vor mit Vitamin C und Vitamin D. Es gibt absolut keine Nebenwirkungen außer dass ich seit über 3 Jahren nicht einmal mehr eine Erkältung gehabt habe.

 

(1)Simonson, et al (2007). Lancet Infect Dis 7: 658-66

(2)Eurich, D. et al (2008). Am j Respir Crit Care Med 178: 527-33

(3)Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jul 7;(7):CD001269. doi: 10.1002/14651858.CD001269.pub4

(4)Govaert, M.E. et al (1994). J.A.M.A. 272: 1661-65.

(5)http://www.aerzteblatt.de/archiv/149561

(6)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014480099922955

(7)http://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)65077-8/abstract

(8)https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/narkolepsie/narkolepsie-studien-europa.html

(9)http://www.naturalnews.com/045418_flu_shots_influenza_vaccines_mercury.html

(10)https://www.chemie.uni-hamburg.de/claks/gefahrstoffe/54-64-8.htm

(11)http://www.prnewswire.com/news-releases/new-study-verifies-mercury-in-flu-shots-is-toxic-118432874.html

 

Schokoladen-Kaffee-Kuchen

img_20161113_145815Wir hatten mal wieder einen Geburtstag zu feiern, und da durfte ein Kuchen natürlich nicht fehlen. Dieser Kuchen ist schön saftig und kam bei meinem Sohn so gut an, dass er gleich angeregt hat, diesen doch öfter mal zu machen.

Es handelt sich dabei um einen einfachen Rührkuchen.

Sie brauchen:

  • 4 Eier (von glücklichen Hühnern)
  • 1/2 Becher (120 ml) Kokosmilch ohne Zusätze (20 % Fett)
  • 1/4 Becher natives Kokosöl
  • 120 ml gebrühter Kaffee oder Espresso
  • 1 EL Imkerhonig
  • 1 TL Vanillextrakt
  • 1/2 Becher Mandelmehl
  • 1/2 Becher + 1 EL Kokosmehl)
  • 1/2 TL Backnatron
  • 1 Prise Meersalz oder Himalayasalz
  • 1 Becher dunkle Schokotropfen (mindestens 70 % Kakao)
  • 1/2 Becher Kokosraspel

Heizen Sie den Ofen auf 180° C auf.

Geben Sie die Eier, Kokosmilch, Kokosöl, Kaffee, Honig und Vanille in eine Schüssel und rühren Sie sie gut durch. Ich benutze dafür meinen Stabmixer.

Geben Sie dann nach und nach Mandel- und Kokosmehl, Backnatron, Salz und die Schokolade hinzu und verrühren Sie alles.

Den Teig geben Sie in eine gefettete Springform (20 cm Durchmesser) und verteilen Sie ihn gleichmäßig. Verteilen Sie die Kokosraspel auf dem Teig.

Backen Sie den Kuchen 40 Minuten und lassen Sie ihn danach abkühlen (wenn Sie können). Guten Appetit!

Getreidefreies Shortbread

img_20161113_121716Lieben Sie auch Butterkekse? Ich kann mich noch erinnern, dass meine Uroma immer extra Butter auf Leibnitz Butterkekse geschmiert hat. Sooo lecker!

Aber wer Shortbread kennt, weiß, dass dieses Butterkeksen mit extra Butter in nichts nachsteht. Und noch dazu ist es ganz einfach und schnell herzustellen.

Zutaten:

  • 300 g Mandelmehl
  • 250 g Butter von Weidetieren
  • 2 EL Xylitol oder alternativ 2 EL Imkerhonig
  • Prise Salz.

Die Butter sollte einige Zeit bei Raumtemperatur gestanden haben, damit sie schon etwas weich wird. Sie können sie aber auch schmelzen (aber bitte nicht in der Mikrowelle).

Xylitol ist Birkenzucker. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich tatsächlich um original Birkenzucker handelt. Es gibt auch Xylitol, das aus Mais hergestellt wird. Dieses sollten sie auf gar keinen Fall verwenden.

Zubereitung:

Sie verrühren die Zutaten entweder mit einem Stabmixer oder in der Küchenmaschine, formen aus dem Teig eine Kugel und rollen diese auf einem mit Backpapier belegten Backblech etwa 1 cm dick aus. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Sie können Kekse ausstechen, den Teig zu Shortbread Fingern verarbeiten oder einfach  einen großen oder mehrere kleine Kreise aus dem Teig formen. Wichtig ist, dass Sie den Teig einschneiden, bevor Sie ihn in den Ofen tun, damit Sie hinterher das Shortbread besser schneiden können. Außerdem sollten Sie den Teig mit einer Gabel einpieksen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden.

Nun kommt das Shortbread bei 140° C für ca. 45 Minuten in den Ofen.

 

Die nicht so süße Seite der künstlichen Süßstoffe

colaWir wissen inzwischen, dass ein hoher Zuckerkonsum nicht gesund ist, weshalb viele Menschen heutzutage auf Süßstoffe ausweichen. Dies wird im Allgemeinen als eine gute Alternative angesehen. Besonders für übergewichtige Menschen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung praktisch den Konsum von Süßstoffen zur Gewichts-reduktion. In einer Fachinformation führen sie hierzu aus:

„Strategien zur Prävention und Behandlung von Übergewicht richten sich auf eine Reduktion der Energiezufuhr und eine Erhöhung des Energieverbrauchs. Der Konsum von an sich kalorienarmen bzw. kalorienreduzierten Lebensmitteln bietet eine Möglichkeit, die Energiezufuhr zu reduzieren und somit das Gewicht zu steuern.“(1)

Und weiter: „Süßstoffe können folglich die Blutglucosekontrolle, die Kariesprophylaxe und bei bewusstem Einsatz die Gewichtskontrolle unterstützen“.

Wow! Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Sowohl das übliche Mantra, „iss weniger und bewege dich mehr, dann nimmst du ab“ (absoluter Schwachsinn!!), als auch die Einschätzung, dass Süßstoffe zur Blutzuckerkontrolle beitragen, ist nicht nur falsch sondern schlichtweg gefährlich. Leider zeigt sich immer wieder, dass die Empfehlungen der DGE am besten ignoriert werden sollten.

Tatsächlich zeigen Forschungsergebnisse, die in Applied Physiology, Nutrition and Metabolism veröffentlicht wurden, dass der Verzehr von Aspartam bei adipösen Personen zu größerer Glucoseintoleranz führt (2).

Glucoseintoleranz bezeichnet einen Zustand, bei dem der Körper nicht mehr in der Lage ist, große Mengen Zucker zu verwerten, und ist ein Vorläufer vom Typ II Diabetes. Glucoseintoleranz führt außerdem nicht zu Gewichtsverlust sondern im Gegenteil zu Gewichtszunahme, weil der Zucker, der vom Körper nicht verwertet werden kann, dann in den Fettzellen landet.

Wenn Sie künstliche Süßstoffe essen, wird eine Kaskade negativer Stoffwechseleffekte in Ihrem Körper in Gang gesetzt. Eine Studie, die in PLOS One veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass der regelmäßige Konsum von süßstoffhaltigen Softdrinks mit Markern für das Metabolische Syndrom assoziiert ist (3). Hierzu gehören:

  • Abdominelle Adipositas (der Bierbauch, das Holstengeschwür)
  • Insulinresistenz
  • beeinträchtigte Glucosetoleranz
  • Hyperlipidämie (zu hohe Fettwerte im Blut)
  • Bluthochdruck.

Erschreckend waren die Resultate der Studie, dass die tägliche Aufnahme von Aspartam in Diätgetränken das Risiko für einen Typ II Diabetes um  67 % und das Risiko für ein metabolisches Syndrom um 36 % erhöhte, und dies unabhängig davon, ob die Probanden zunahmen oder nicht!

Ein Grund für das erhöhte Diabetesrisiko könnte in der Tatsache liegen, dass Süßstoffe durch Veränderung des Darmmikrobioms zu einer Glucoseintoleranz beitragen(4).

Laut Susan Swithers, Professorin für Verhaltensneurowissenschaften an der Purdue University, scheint es durch den Konsum von künstlichen Süßstoffen zu einer Stoffwechselstörung zu kommen, die sich darin äußert, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist, auf den Konsum von nichtkalorischen Süßstoffen mit einer gelernten Antwort zu reagieren, die normalerweise die Blutzucker und Energie Homöostase regulieren würde (5).

Und es kommt noch besser. Eine armenische Forschergruppe untersuchte, wie sich Hitze auf Aspartam in Softdrinks auswirkt. Die Untersucher kamen zu dem Schluss, dass die Sicherheit der Softdrinks nicht garantiert werden kann, da sie häufig in prallem Sonnenlicht oder auf heißem Asphalt gelagert werden (6). Wird Aspartam auf über 30° C erhitzt, so bildet sich freies Methanol. Im Körper wird Methanol in Ameisensäure und das Nervengift Formaldehyd umgewandelt (7).

Schon seit einiger Zeit wird vermutet, dass künstliche Süßstoffe nachteilige neurologische Wirkungen haben können. 2014 erschienen die Ergebnisse einer 10 jährigen Studie zu Ernährungsgewohnheiten und Gesundheit. Die Probanden füllten einen Ernährungsfragebogen aus und gaben an, ob sie während der 10 Jahre, die die Studie lief, jemals als depressiv diagnostiziert worden waren. Diejenigen, die mehr als vier Dosen Diät Softdrinks tranken, hatten ein fast 30 % höheres Risiko, an Depressionen zu erkranken, als diejenigen, die keine Diätgetränke konsumierten (8).

Die Forscher nehmen an, dass Aspartam Neurotransmitter wie Dopamin und Serotonin verändern kann. Das sind übrigens keine neuen Erkenntnisse. Schon 1987 gingen Wissenschaftler davon aus, dass Aspartam das Gehirn schädigen könnte(9). Dies wurde auf den Anstieg an Phenylalanin im Blut und wahrscheinlich auch im Gehirn zurückgeführt. Phenylalanin kann neurotoxisch wirken und die Synthese der inhibitorischen Monoamin-Neurotransmitter beeinflussen, wodurch es zum Beispiel vermehrt zu Krampfanfällen kommen kann.

Und es kommt noch besser. Sucralose, ein weiterer künstlicher Süßstoff, wird mit Tumoren des Hämatopoetischen Systems (vor allem Leukämien) in Verbindung gebracht. Diese Studienergebnisse wurden zuerst 2012 auf einer Krebskonferenz in London vorgestellt und erschienen dann 2016 im Journal of Occupational and Environmental Health (10). Bei der Untersuchung handelt es sich um eine Tierversuchstudie, in der Mäusen verschiedene Konzentrationen Sucralose gefüttert wurden. Es zeigte sich, dass besonders bei den männlichen Mäusen dosisabhängig Tumoren auftraten. Das Leukämierisiko stieg signifikant bei Dosierungen von 2000 bis 16000 ppm.

Aspartam wiederum wird mit der Entstehung von Hirntumoren in Verbindung gebracht. Im Tierversuch fanden sich extrem hohe Zahlen an Hirntumoren bei mit Aspartam gefütterten Ratten im Gegensatz zur Kontrollgruppe, in der keine Hirntumore auftraten. Aufgrund der Ergebnisse, dass Aspartam mutagene Eigenschaften hat, und es mit dessen Einführung in den US Getränkemarkt zu einem plötzlichen Anstieg in der Inzidenz und der Malignität von Hirntumoren kam, steht es für die Forscher außer Zweifel, dass Aspartam als kanzerogen einzustufen ist (11).

Tatsächlich gibt es Wissenschaftler, die dazu raten, anstatt von künstlichen Süßstoffen doch lieber Zucker zu verwenden. Sie können sich vorstellen, dass ich Ihnen dazu nicht raten möchte. Ich würde Ihnen vorschlagen zum Süßen geringe Mengen von Stevia, Zimt oder Vanille zu nehmen.

Und übrigens, wenn Sie sich abgewöhnen, alles zu süßen, werden Sie feststellen, dass sich Ihre Geschmacksknospen rekalibrieren, und auf einmal Sachen süß schmecken, die Sie vorher nie als süß empfunden haben. Und das ist die gesündeste Alternative.

 

(1)www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/suessstoffe-in-der-ernaehrung/

(2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27216413

(3)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4197030/

(4)http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/pdf/nature13793.pdf

(5)http://www.cell.com/trends/endocrinology-metabolism/abstract/S1043-2760(13)00087-8?_returnURL=http%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS1043276013000878%3Fshowall%3Dtrue

(6)http://arka.am/en/news/business/safety_of_aspartame_sweetened_carbonated_soft_drinks_not_guaranteed_because_of_improper_storage_/

(7)http://www.mpwhi.com/aspartame_methanol_and_public_health.pdf

(8)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3990543/

(9)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3319565

(10)http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/10773525.2015.1106075?journalCode=yjoh20&

(11)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8939194

Gebratene Süßkartoffel mit Spiegeleiern und Räucherlachs

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Wenn sie auf Getreide verzichten, haben die meisten Leute keine Idee, was sie morgens zum Frühstück essen sollen. Jetzt, wo die Tage wieder kälter werden, mache ich mir gerne ein warmes Frühstück.

Dieses Frühstück enthält viel gutes Fett und gesundes Protein. Der Lachs ist reich an Omega-3 FS, die antientzündlich wirken. Bitte kaufen Sie keinen Lachs aus Aquakultur. Dies entspricht einer Massentierhaltung von Fischen, die um nichts besser ist als die Massentierhaltung anderer Tiere. Auch Bio-Lachs kann mit einem Wildlachs nicht mithalten.

Kokosöl enthält viele MCTs (mittelkettige Triglyceride), die vom Körper schnell in Energie umgewandelt werden können, und Eier enthalten ebenfalls leicht verdauliches Fett, die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K und Lecithin.

Die Süßkartoffeln sind sehr reich an Antioxidantien. Sie wirken im Körper vorbeugend gegen Entzündungen. Außerdem sind sie eine exzellente Quelle für Kohlenhydrate insbesondere für Menschen, die Probleme mit dem Blutzuckerspiegel haben. Sie können den Blutzuckerspiegel regulieren und auf diese Weise der Entstehung einer Insulinresistenz vorbeugen Normalerweise esse ich morgens wenig Kohlenhydrate, aber bei Süßkartoffeln mache ich eine Ausnahme.

Ich persönlich brate gerne mit Ghee, weil es einfach super lecker schmeckt. Sie können aber natürlich auch Butter oder Kokosöl verwenden.

Achten Sie darauf, dass Sie die Eier nicht total „zerbraten“. Das Eigelb sollte im wesentlichen fast roh sein, damit das in ihm vorhandene Cholesterin nicht oxidiert. Wie Sie sich vorstellen können, sind Eier aus Massentierhaltung hierfür vielleicht nicht ganz so geeignet, weil sie Bakterien enthalten können.

Nun zu den Zutaten:

1 große Süßkartoffel

2 Eier

80 g Lachs

Ghee (Butter oder Kokosöl)

Prise Salz

optional Zimt

 

Zuerst die Süßkartoffeln schälen, klein schneiden und ca. 15 Minuten im Fett Ihrer Wahl braten. Dann die beiden Eier mit in die Pfanne geben und bei geringer Hitze braten bis das Eiweiß fest, das Eigelb aber noch flüssig ist.

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Süßkartoffeln und Spiegeleier auf den Teller tun und den Räucherlachs dazugeben. Fertig!

Wenn Sie mögen können Sie eine Prise Zimt über die Süßkartoffeln streuen. Auch Zimt ist extrem gut dafür geeignet, dem Insulin hilfreich unter die Arme zu greifen.

 

 

Soja – ein gar nicht mal so gesundes Lebensmittel

tofu-1478701_1920Wer auf seine Gesundheit achtet trinkt keine Milch, sondern wechselt zu Sojamilch. Und wer noch nicht mitgekriegt hat, dass Fleischkonsum zu Krebserkrankungen führt (sagt die WHO, und die muss es ja wissen…), dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.

Ein gewisser Sarkasmus wird Ihnen jetzt sicher nicht entgangen sein, und das ist auch gut so. Wenn Sie mich fragen, werden wir in absehbarer Zeit feststellen, dass Sojaprodukte unserer Gesundheit schaden. Immerhin liegen ja schon etliche Untersuchungen vor, werden aber bisher von der Hype um den ach so gesunden Tofuburger noch ziemlich in den Hintergrund gedrängt.

Wie kann ich das sagen? Schließlich wird in vielen asiatischen Kulturen seit ewigen Zeiten Soja gegessen und gut vertragen.

Jaaa-nein! Erstens wird dort Soja erst seit ca. 3000 Jahren gegessen (nachdem sie herausgefunden hatten, wie man Soja fermentiert), zweitens nicht als Hauptgericht sondern eher als Gewürz (sie begreifen den Mengenunterschied), und außerdem essen Asiaten fermentiertes Soja in Form von Natto, Tempeh und Miso. Die Menge an Soja, die pro Tag konsumiert wird beträgt in China etwa 10 g (2 TL) und in Japan etwa 30 – 60 g (1 – 2 EL). Und dabei handelt es sich, wie gesagt, um fermentiertes Soja. Und jetzt überlegen Sie mal, wieviel Soja hierzulande konsumiert wird. Einige Personen schaffen es auf bis zu 100 g unfermentiertes Soja.

Bei dem hochgelobten Sojaprotein handelt es sich übrigens nicht um ein komplettes Protein. Ihm fehlen die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein.

Weder der Tofu-Fleischersatz noch die Sojamilch und -milchprodukte werden aus fermentiertem Soja hergestellt, und genau das macht sie dann eben zu eher gesundheitsschädlichen Produkten.

Sehen wir uns einmal an, warum das so ist:

  • Soja enthält große Mengen Phytinsäure. Diese verhindert die Aufnahme vieler Mineralien, unter anderem Calcium, Magnesium, Kupfer, Eisen und Zink. Die Phytinsäure kann durch normale Zubereitungsmethoden wie Einweichen, Keimen lassen und Kochen nicht neutralisiert werden (1). Allein die Fermentation vermindert ihre Konzentration in den Sojabohnen. Vor allem bei Kindern führen Ernährungsformen, die viel Phytinsäure enthalten zu Wachstumsproblemen.
  • Die im Soja enthaltenen Trypsin Inhibitoren behindern die Eiweißverdauung und können eventuell zu Problemen mit der Bauchspeicheldrüse führen (2).
  • Die Phytoöstrogene des Sojas wirken als endokrine Disruptoren und können der Grund für eine Infertilität sein und bei erwachsenen Frauen zu Brustkrebs führen. Außerdem können Phytoöstrogene die Funktion der Schilddrüse empfindlich stören und dadurch eine Schilddrüsenunter-funktion und eventuell sogar Schilddrüsenkrebs verursachen.
  • Soja senkt den Testosteronspiegel (3) (jetzt habe ich die Aufmerksamkeit der Männer). Tatsächlich konsumieren buddhistische Mönche Tofu, um ihre Libido zu unterdrücken.
  • Babies, die mit sojahaltiger Säuglingsnahrung gefüttert werden, entwickeln in späteren Jahren häufiger Autoimmunschilddrüsen-erkrankungen.
  • Die Vitamin B12 Analoge in Soja werden nicht aufgenommen und führen tatsächlich sogar dazu, dass der Körper mehr Vitamin B12 benötigt.
  • Der Verzehr von Sojaprodukten führt dazu, dass der Körper vermehrt Vitamin D3 benötigt. Bei dem Vitamin D, das zur Sojamilch hinzugefügt wird, handelt es sich um Vitamin D2, das toxisch wirkt.
  • Die Herstellung von Sojaproteinisolat (SPI) ist aufwändig. Eine Aufschlämmung von Sojabohnen wird mit einer alkalischen Lösung gemischt, um die Fasern zu entfernen. Dann wird der Brei in einer Säurelösung ausgefällt und getrennt und zum Schluss in einer alkalischen Lösung neutralisiert. Da der Säurewaschgang in Aluminiumtanks vonstatten geht, treten große Mengen Aluminium in das fertige Produkt über. Der daraus resultierende Quark wird bei hohen Temperaturen sprühgetrocknet, um das Proteinpulver herzustellen. Bei der Sprühtrocknung kommt es zur Bildung von Nitriten, die in Nitrosamine umgewandelt Krebs auslösen können (4). Nun folgt ein Hochtemperatur-Hochdruck Extrusionsverfahren des Sojaproteins, um Strukturiertes Pflanzliches Eiweiß (TVP = Textured Vegetable Protein) zu erhalten. Durch die hohen Temperaturen werden die Sojaproteine so denaturiert, dass sie größtenteils keine Wirkung mehr haben. Deshalb müssen Tiere, die mit Soja gefüttert werden als Nahrungsergänzung Lysin zugefüttert bekommen, damit sie normal wachsen.
  • Das in Sojaprodukten enthalte Aluminium entwickelt seine toxischen Effekte im Gehirn, im Nervensystem und an den Nieren. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass bei Alzheimerpatienten größere Mengen Aluminium in den Amyloidplaques im Gehirn zu finden sind.
  • Während der Herstellung von Sojaprodukten kommt es zur Bildung von freier Glutaminsäure (MSG). Glutaminsäure ist ein starkes Nervengift, das bei vielen Menschen zu Kopfschmerzen, Juckreiz und Übelkeit führen kann (Chinarestaurant Syndrom). MSG und andere künstliche Geschmackstoffe werden den Produkten außerdem noch hinzugefügt, um den schlechten Geschmack des Sojas zu kaschieren und ihm einen „Fleischgeschmack“ zu verleihen (5).
  • Wenn Sie kein Bio-Soja kaufen, kann es Ihnen sehr leicht passieren, dass Sie GMO Soja  essen (GMO = Genetically Modified Organisms = genetisch veränderte Organismen). Inzwischen ist der Großteil der Sojabohnen (weit über 90 %) gentechnisch verändert worden, damit er Pestiziden besser standhält. Diese Pflanzen richten im Körper großen Schaden an, nicht zuletzt werden ihnen krebserregende Eigenschaften zugeschrieben. Und sie stecken natürlich voller Pestizide.
  • In Fütterungsversuchen führte die Verwendung von SPI zu erhöhtem Bedarf der Vitamine E, K, D und B12 und führte zu Mangelerscheinungen bei Calcium, Magnesium, Mangan, Molybednum, Kupfer, Eisen und Zink (6).
  • Versuchstiere, die mit SPI gefüttert wurden, entwickelten vergrößerte Organe, vor allem die Bauchspeicheldrüse und die Schilddrüse, und hatten eine vermehrte Fettablagerung in der Leber (7). Nur zur Erinnerung: SPI wird von Menschen, die auf tierisches Protein verzichten, gerne als pflanzlicher Proteinersatz gegessen.

Wenn  ich Ihnen jetzt total den Appetit verdorben habe – super! Sollten Sie aber trotz allem noch Sojaprodukte essen wollen, dann rate ich Ihnen zu den Folgenden:

Tempeh. Ein fermentierter Sojabohnenkuchen mit einer festen Konsistenz und nussigem, pilzähnlichen Geschmack.

Miso. Eine fermentierte Sojabohnenpaste mit einer salzigen, butterähnlichen Textur (wird als Miso Suppe gegessen).

Natto. Fermentierte Sojabohnen mit klebriger Konsistenz und starkem, käseähnlichen Geschmack.

Sojasauce. Nur wenn sie traditionell hergestellt wurde, das heißt aus fermentierten Sojabohnen, Salz und Enzymen. Aber Vorsicht! Viele Sojasaucen, die sie heute kaufen können, wurden in einem künstlichen, chemischen Prozess hergestellt.

Und immer dran denken: Bei Soja ist weniger mehr!

 

(1)Ologhobo, A.D. et al., „Distribution of phosphorus and phytate in some Nigerian varieties of legumes and some effects of processing“, Journal of Food Science 49(1):199-201, January/February 1984.

(2)http://www.westonaprice.org/health-topics/tragedy-and-hype-third-international-soy-symposium/

(3)https://www.sciencedaily.com/releases/2013/10/131010091557.htm

(4)Rackis, et al., ibid., p. 22; „Evaluation of the Health Aspects of Soy Protein Isolates as Food Ingredients“, prepared for FDA by Life Sciences Research Office, Federation of American Societies for Experimental Biology (9650 Rockville Pike, Bethesda, MD 20014), USA, Contract No. FDA 223-75-2004, 1979.

(5)Siehe www/truthinlabeling.org.

(6) Rackis, Joseph, J., „Biological and Physiological Factors in Soybeans“, Journal of the American Oil Chemists‘ Society 51:161A-170A, January 1974.

(7)Rackis, Joseph J. et al., „The USDA trypsin inhibitor study“, ibid.