Eine Grippeimpfung während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für eine Fehlgeburt auf das Achtfache

Grippeimpfung

Die meisten Schwangeren wissen, dass sie während der Schwangerschaft auf Alkohol, Zigaretten und andere offensichtlich giftige Substanzen verzichten sollten, um das in ihnen wachsende Kind nicht zu gefährden. Aber wie sieht es eigentlich mit der Grippeimpfung aus?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen gesunden Schwangeren die Grippeimpfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat (1).

„Schwangere mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sollten sich bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel gegen Grippe impfen lassen.
Die Grippeimpfung für Schwangere bietet nachweislich einen wirksamen Schutz für Mutter und Kind.“

Ich muss zugeben, da bin ich erstmal geplättet. Eine Impfung, die nach Cochrane Database keine Wirksamkeit zeigt, bietet einen wirksamen Schutz für Mutter und Kind. Ob die das bei Cochrane nicht wissen?? Tatsache ist, diese Datenbank ist absolut die Quelle für unvoreingenommene (das heißt nicht von der Pharmaindustrie gesponserte) Studien.

Fakt ist, dass keine RCTs (randomisierte Kontrollstudien) durchgeführt wurden, um diese Behauptung zu beweisen. Und das obwohl eigentlich in der Medizin immer genau auf diese Studien so gepocht wird.

Barbara Loe Fisher, die Präsidentin des National Vaccine Information Centers (NVIC) führt hierzu aus (2):

Seit den 70-ger Jahren wurde die Grippeimpfung für Schwangere im zweiten und dritten Trimester empfohlen, aber erst 2006 empfahl die CDC die Grippeimpfung für alle Schwangeren. Durch diese Empfehlung wurde die bewährte Regel aufgehoben, dass auf jegliche Giftstoffe während einer Schwangerschaft verzichtet werden sollte, die auf die Entwicklung des Embryos oder Fetus eine negative Wirkung haben könnten, und diese einfach durch die Annahme ersetzt, dass Impfungen sicher sind.

Da wundert es einen dann doch, dass wir überhaupt Schiedsstellen für Impfschäden brauchen, die an Betroffene sogar große Beträge auszahlen. Und überhaupt, wer kann den betroffen sein, wenn die Impfstoffe doch so sicher sind. Obwohl… ich muss schon sagen, der Hinweis im Beipackzettel, dass der Impfstoff Formaldehyd enthält, macht mir jetzt doch so ein bisschen Sorgen (3). Ich bin nicht sicher, dass ich mir das tatsächlich injizieren lassen möchte. Und auch Polysorbat 80, das als Emulgator eingesetzt wird, ist ja nicht wirklich gesund und kann zudem noch die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Nimmt es da das Formaldehyd vielleicht gleich mit?

Die Grippeimpfung hat keine wissenschaftliche Grundlage

In ihrem Beitrag führt Frau Fisher 10 Fakten über die Grippeimpfung an, die beweisen, dass eine Sicherheit für die Anwendung bei Schwangeren einfach nicht gegeben ist. So wurden in den USA keine Studien zur Sicherheit durchgeführt, bevor die Impfungen ihre Zulassung erhielten. Es fehlen auch Daten zu entzündlichen oder anderen biologischen Reaktionen, die den Schwangerschaftsverlauf beeinträchtigen könnten.

Es wird Schwangeren im Prinzip zugemutet, dass sie den Empfehlungen einfach blind vertrauen sollen. In Amerika, wo Impfungen noch deutlich vehementer vertreten werden als hierzulande, besteht die höchste Mütter- und Säuglingssterblichkeit in der Welt (4).

Die Grippeimpfung könnte für eine höhere Rate an Fehlgeburten verantwortlich sein

Schon 2009 erschienen im Internet erste Berichte über Fehlgeburten nach einer Grippeimpfung mit dem H1N1 Schweinegrippenvirus (5). Dutzende Frauen führten ihre stattgehabten Fehlgeburten auf die kurz zuvor durchgeführte Impfung zurück. Der Impfstoff war nie an schwangeren Frauen getestet worden. Da aber Fehlgeburten durch viele Faktoren ausgelöst werden können, wurde angenommen, dass es sich um einen Zufall handelte und die Sache nicht weiterverfolgt.

Im September erschien aber nun eine Studie in der angesehenen Zeitschrift Vaccine, die diese Frage wieder zur Diskussion stellt (6). In der Studie wurde aufgezeigt, dass Frauen, die den pH1N1 Impfstoff zwei Jahre hintereinander bekamen, ein fast 8-fach erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt in den nächsten 28 Tagen aufwiesen. Diese Risikoerhöhung zeigte sich speziell in der Gruppe, die die Impfung während des ersten Trimenons erhielt. Insgesamt 485 Schwangere im Alter von 18 – 44 Jahren, die in der Grippesaison 2010/11 sowie 2011/12 eine Fehlgeburt erlitten, wurden mit 485 Schwangeren verglichen, die ihre Kinder austrugen.

In der Fehlgeburtengruppe waren 17 Schwangere zweimal hintereinander geimpft worden – einmal in den 28 Tagen vor der Fehlgeburt und einmal im Jahr zuvor. Im Vergleich dazu waren aus der Kontrollgruppe nur vier Schwangere zweimal hintereinander geimpft worden. Selbstverständlich handelt es sich zu diesem Zeitpunkt nur um einen Zusammenhang und keine Kausalität, aber Amanda Cohn, Impfberaterin der CDC stellt fest:

„Ich glaube, es ist wichtig, dass Frauen verstehen, dass es einen möglichen Zusammenhang gibt, und dass dieser Zusammenhang weiter untersucht werden muss. Wir müssen Klarheit darüber haben, ob es die Grippeimpfung war, oder ob diese Frauen von Haus aus eher zu Fehlgeburten neigen.“

In Deutschland hat diese Studie bisher keine Schlagzeilen gemacht, aber auch die CDC zeigt sich unbeeindruckt und empfiehlt weiterhin eine Grippeschutzimpfung zu jeder Zeit der Schwangerschaft.

Zu bedenken ist, dass hierzulande gerade Frauen mit chronischen Erkrankungen dazu angehalten werden, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen. Und das mit dem Hinweis, dass sie damit sich und ihrem ungeborenen Baby etwas gutes tun.

Es gibt keine Studien zur Sicherheit der Grippeschutzimpfung bei Schwangeren

Es wird in den Beipackzetteln damit geworben, dass „die Daten“ zeigen, dass die Impfstoffe auch für Schwangere und Stillende sicher seien. Tatsache ist, dass es sich dabei um epidemiologische Studien handelt, denn kein Hersteller hat seine Grippeimpfstoffe in einer randomisierten Kontrollstudie an Schwangeren getestet.

Die Arbeitsgruppe um Jennifer A. Hutcheon von der Universität British Columbia in Vancouver rechnet zu diesem Thema vor, dass für mögliche Einflüsse einer Grippeimpfung auf den Fötus Studien mit ein bis zweieinhalb Millionen Frauen nötig seien (7). Allein schon dann, wenn das bakterielle Scheidenmilieu krankhaft verändert ist (Vaginose) oder wenn die Mutter raucht, werden die Ergebnisse so massiv verzerrt, dass eine vernünftige Einschätzung der Vorteile und damit auch der Nachteile für den Fötus gar nicht möglich ist.

Haben Sie jemals von solchen Studien gehört? Ich nicht. Und ganz ehrlich – würden Sie daran teilnehmen wollen, wenn Ihnen erklärt werden müsste, dass getestet werden soll, ob der Grippeimpfstoff in der Schwangerschaft sicher angewendet werden kann? Sehen Sie.

Das Fazit ist: Die Fakten zur Grippeimpfung sind eigentlich überhaupt nicht bekannt, aber trotzdem wird damit geworben, dass die Impfung sicher ist und eigentlich nur Vorteile mit sich bringt. Ich muss hier einfach nochmal Impfen-Info zitieren, weil ich das schlicht unglaublich finde:

„Die Sicherheit der Impfstoffe wurde sowohl für Schwangere als auch für Ungeborene in verschiedenen Studien bestätigt: Es konnte keine erhöhte Zahl von schweren Reaktionen auf Grund einer Grippeimpfung festgestellt werden. Weder die Anzahl der Frühgeburten oder Kaiserschnitte war erhöht, noch gab es Unterschiede im Gesundheitszustand der Säuglinge nach der Geburt.

Bei einer ärztlich diagnostizierten schweren Allergie gegen Hühnereiweiß, die sehr selten vorkommt, sollte in einer Umgebung geimpft werden, in der eine klinische Überwachung und Behandlung nach der Impfung möglich sind.“

Auf Normaldeutsch: Eine schwere Allergie gegen Hühnereiweiß kann zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. Komisch, irgendwie haben wir da unterschiedliche Auffassungen von Sicherheit. Ist ja toll, wenn in einer Umgebung geimpft wird, in der dann auch die Wiederbelebungsversuche für die Patientin mit dem anaphylakischen Schock durchgeführt werden können. Ich hätte jetzt gedacht, dass es für den Feten schon echt bedenklich wird, wenn seine Mutter eine Reaktion auf einen Impfstoff zeigt, die tödlich enden kann….

Schwangere sollten nicht geimpft werden

Ärztliches Handeln sollte eigentlich immer unter dem Grundsatz stehen „Primum non nocere“ (lat. erstens nicht schaden), und unter diesen Grundsatz sollte auch die Impfung bei Schwangeren fallen.

Bis vor einigen Jahren wurden Schwangere nur in Extremfällen geimpft, weil das Risiko für das sich entwickelnde Baby als zu hoch eingestuft wurde. Erst in neuerer Zeit, wird diese Regel ganz offensichtlich verletzt.

Studien haben aufgezeigt, dass die Aktivierung des Immunsystems einer Schwangeren, das Risiko ihres Babies Autismus oder in späteren Jahren eine Schizophrenie zu entwickeln stark erhöht (8).

Und wenn wir die Sache mit den Impfungen ganz falsch verstanden haben?

Impfungen werden gegeben, damit der Körper zur Bildung von Antikörpern gegen krankheitsverursachende Keime angehalten wird, ohne dass es vorher zu einer zellvermittelten Immunreaktion (in Form von T-Zellen) kommt. Diese Theorie geht auf die Annahme zurück, dass der humorale Arm des Immunsystems (die Antikörper) den wichtigeren Teil in der Immunantwort darstellt.

Es gibt aber Studien, die zeigen, dass Menschen, die aufgrund eines genetischen Defekts keine Antikörper produzieren können, sich genauso schnell von Infektionen erholen wie Personen, die Antikörper bilden (9). Und was noch besser ist, auch ohne Antikörper sind sie gegen eine erneute Infektion geschützt.

Dies beweist die wichtige Rolle des zellvermittelten Immunsystems (T1) und deutet an, dass das humorale Immunsystem (T2) nur eine untergeordnete Rolle in der natürlichen Abwehr der „durch Impfung vermeidbaren“ Infektionen darstellt. Sowohl dieser Punkt als auch die Erkenntnis, dass Impfungen nicht zu einer lebenslangen Immunität führen, rückt die zellvermittelte Immunität in ein ganz neues Licht. Und hinzu kommt, dass Studien inzwischen Belege dafür finden, dass die übermäßige Stimulation von T2 durch Impfungen dazu führt, dass das Immunsystem auf lange Sicht verletzt werden kann, was zum Beispiel Krankheiten wie Krebs Vorschub leisten kann.

Wenn Sie das Risiko einer Grippeerkrankung minimieren wollen

Was können Sie aber nun außer einer Grippeimpfung, die in den meisten Fällen eh keine Wirkung hat, tun, damit Sie eine Erkrankung vermeiden.

Das Allerwichtigste ist, dass Sie einen optimalen Vitamin D Spiegel haben. Also gehen Sie an die frische Luft (das ist sowieso gesund), am besten wenn die Sonne scheint (und ohne Sonnenschutz, aber unter Vermeidung eines Sonnenbrandes). Na ja, und im Winter (Sonne steht zu tief) dann eben doch mal ein paar Vitamin D Tropfen.

Auch Vitamin C bietet guten Schutz gegen Grippeerkrankungen – und eine Vielzahl anderer Dinge. Aber bitte nehmen Sie mehr ein als die absolut realitätsfremde empfohlene Tagesdosis von 80 mg. 1 – 3 g pro Tag können es schon sein. Und verteilen Sie die Einnahme über den Tag, denn Vitamin C ist wasserlöslich und wird schnell im Urin ausgeschieden.

Ausreichend Schlaf und ein gutes Stressmanagement hilft Ihrem Immunsystem dabei, sich auf die wirklich wichtigen Sachen konzentrieren zu können.

Selbstverständlich gelten auch die üblichen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, keine Leute anhusten etc.

 

 

 

(1) https://www.impfen-info.de/grippeimpfung/schwangere/

(2) http://www.nvic.org/NVIC-Vaccine-News/November-2013/Vaccination-During-Pregnancy–Is-It-Safe-.aspx

(3) http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Influvac-20162017-Fertigspritze-mit-Kanuele-11556812.html

(4) Recent Increases in the U.S. Maternal Mortality Rate: Disentangling Trends From Measurement Issues.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27500333

(5) http://organichealthadviser.com/archives/shocking-h1n1-swine-flu-vaccine-miscarriage-stores-from-pregnant-women-tell-your-doctors-that-vaccines-and-pregnancy-do-not-mix

(6) Association of spontaneous abortion with receipt of inactivated influenza vaccine containing H1N1pdm09 in 2010–11 and 2011–12  http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0264410X17308666

(7) https://academic.oup.com/aje/article/184/3/227/1739823/Detectable-Risks-in-Studies-of-the-Fetal-Benefits

(8) Maternal immune activation alters fetal brain development through interleukin-6.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17913903

(9) https://academic.oup.com/jid/article/190/5/998/871068/Limited-Contribution-of-Humoral-Immunity-to-the Clearance of Measles Viremia in Rhesus Monkeys

 

Dampfen oder nicht dampfen?

Inzwischen trifft man sie fast überall an: E-Zigaretten oder E-Shishas. Die Umsätze von E-Zigaretten gehen steil nach oben. Für das Jahr 2016 erwartete der Verband des E-Zigarettenhandels ein Umsatzwachstum von 45 Prozent auf 400 Millionen Euro. 2015 lag der Gesamtumsatz der Branche bei 275 Millionen Euro. „Die Zahl der E-Zigarettennutzer wird sich von drei Millionen in 2015 auf 3,5 Millionen erhöhen, der Anteil der Gelegenheitsnutzer im Gesamtverhältnis sinken“, so der Verband.

Vernebelte Flüssigkeiten

E-Zigaretten bestehen aus einem Mundstück, einem Akku, einem elektrischen Vernebler und einer Wechsel-Kartusche, in der sich eine Flüssigkeit („Liquid“) befindet. Das Liquid enthält oft Nikotin und wird mit weiteren Chemikalien wie Propylenglykol, Glycerin und Aromastoffen von Wassermelone bis Kaugummi versetzt. Der beim Erhitzen des Liquids entstehende Dampf kann vom Benutzer durch Zug am Mundstück inhaliert werden, was vom Feeling her dem Zug an einer Zigarette entspricht. Raucher brauchen sich also nicht umgewöhnen und Nichtraucher können schon mal ein paar Probezüge nehmen.

Sicherer als Zigaretten?

Von Befürwortern der E-Zigaretten wird ins Feld geführt, dass sie sicherer sind als herkömmliche Zigaretten und Rauchern einen Rauchstopp erleichtern können. Die Gegner sind der Meinung, dass dieser Benefit meistens nicht gegeben ist (das heißt die Raucher rauchen auch weiterhin Zigaretten, wechseln aber mit E-Zigaretten ab) und dass die Gefahr besteht, dass Jugendliche, die niemals geraucht haben, anfangen, E-Zigaretten zu konsumieren, weil sie angeblich nicht schädlich sind.

Welche Inhaltsstoffe haben E-Zigaretten?

Nikotin

Nikotin ist eine suchterzeugende Substanz, und entgegen den Angaben der Hersteller enthält ein Großteil der Liquids Nikotin. Auch solche, die als nikotinfrei deklariert werden. Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigt auf, dass es im Nikotingehalt von E-Zigaretten der selben Marke und Stärke große Schwankungen gibt (1). Zu dem gleichen Ergebnis kam eine weiter Studie. Untersucht wurde der Nikotingehalt von Nachfüllkartuschen. Im Ergebnis zeigte sich, dass diese häufig signifikant von den Angaben auf der Packung abwichen (2).

Außerdem können erfahrene Nutzer ihre E-Zigarette so nutzen, dass sie mehr Nikotin abgibt. Neuere E-Zigaretten – besonders solche mit einem „Tank“ mit höherer Spannung liefern ebenfalls mehr Nikotin. Dies ist wichtig, denn je mehr Nikotin abgegeben wird, desto größer das Suchtpotential.

Nikotin ist, wie wir alle wissen, ein gefährlicher Stoff. Während der Schwangerschaft schädigt es den Fetus, und es verursacht bleibende Schäden am Gehirn und der Lungenfunktion von Neugeborenen. Außerdem führt die Nikotinexposition zu niedrigem Geburtsgewicht, Früh- und Totgeburten. Sie kann auch einen Plötzlichen Kindstod auslösen (3).

Auch die Gehirnentwicklung von Heranwachsenden wird durch Nikotin geschädigt. Die Entwicklung des menschlichen Gehirns dauert sehr viel länger als bisher angenommen wurde, und Nikotinkonsum im Teenager- und jungen Erwachsenenalter wurde mit anhaltenden kognitiven und Verhaltensauffälligkeiten in Zusammenhang gebracht – inclusive Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeit (4).

Andere Chemikalien

Tatsächlich ist nicht bekannt, welche schädlichen Stoffe sich in E-Zigaretten befinden. Eine Übersicht mehrerer Studien zeigte auf, dass die Konzentrationen von Toxinen im Aerosol von E-Zigaretten sich sowohl zwischen den Herstellern als auch in verschiedenen Produkten des selben Herstellers signifikant unterschieden. Gerade E-Zigaretten mit einer höheren Spannung geben mehr Formaldehyd ab. Diese Substanz wird als Karzinogen (Krebsauslöser) klassifiziert. Einige im Labor untersuchte Liquids enthielten geringe Mengen an giftigen Substanzen wie tabakspezifische Nitrosamine und Diethylenglykol (DEG) (5), in Ausnahmefällen wurden sogar verschreibungspflichtige Medikamente gefunden (Wirkstoffe zur Behandlung von Übergewicht / Impotenz).

Aromastoffe in E-Zigaretten sind ein weiterer Grund zur Besorgnis. Die Stoffe zielen darauf ab, Jugendliche zum Konsum zu verleiten. Aber auch die Frage, ob die Stoffe an sich gefährlich sein könnten, ist noch nicht geklärt. Zwar handelt es sich bei den Stoffen um Substanzen, die für die orale Aufnahme als sicher gelten (und schon das möchte ich mit einem großen Fragezeichen versehen), aber ob sie auch inhalativ sicher sind, ist überhaupt noch nicht untersucht worden.

Beispielhaft sei hier nur das Diacetyl erwähnt, eine Chemikalie, die wie Butter schmeckt und oft zu Nahrungsmitteln wie Popcorn, Caramel oder Milchprodukten hinzugefügt wird. Diese Substanz wird teilweise auch in E-Zigaretten verwendet. Diacetyl kann eine ernste und irreversible Lungenerkrankungen hervorrufen, die sogenannte „Popcorn-Lunge“ (6).

E-Zigaretten und Passivrauchen

E-Zigaretten Dampfer sind häufig der Meinung, dass für sie das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Bars und Restaurants nicht gilt. Es stellt sich also die Frage, ob die E-Zigaretten im Gegensatz zu Zigaretten für Passivraucher (oder -dampfer) kein Gesundheitsrisiko darstellen.

E-Zigaretten sind zwar rauchfrei, setzen andere Personen aber trotzdem Emissionen aus. Zwei Studien haben in diesen Emissionen Formaldehyd, Benzol und tabakspezifische Nitrosamine gefunden. Alle diese Stoffe sind krebserregend. Mit dem ausgeatmeten Aerosol gelangen gesundheitsschädliche Substanzen wie Propylenglykol, lungengängige Partikel, Formaldehyd, Acetaldehyd, flüchtige organische Substanzen und Metalle in die Raumluft (7). Zwar ist die Belastung geringer als durch Zigarettenrauch, aber wenn viele E-Zigaretten gleichzeitig konsumiert werden, steigt die Belastung der Raumluft mit Partikeln auf Werte wie in einer verrauchten Bar (8). Das klingt nun wirklich nicht gut.

Wir können also festhalten, dass dieser Dampf gefährliche Stoffe enthält, die zum Schutz von Nichtrauchern durchaus einer Regulierung bedürfen. Meiner Meinung nach sollten E-Zigaretten überall dort verboten sein, wo es normale Zigaretten auch sind.

Können E-Zigaretten beim Rauchstopp helfen?

Viele Hersteller vermarkten ihre E-Zigaretten als Hilfe zur Tabekentwöhnung. Fundierte wissenschaftliche Untersuchungen gibt es dazu zur Zeit noch nicht wirklich. In einer Metaanalyse wurde festgestellt, dass nikotinhaltige E-Zigaretten Raucher womöglich bei der Entwöhnung unterstützen können (9), allerdings war nicht klar, ob sie so effektiv wie Nikotinpflaster sind. In Anlehnung an den vorigen Absatz, kann ich nur sagen: Nikotinpflaster haben keine Emissionen. Und übrigens beinhaltet eine erfolgreiche Tabakentwöhnung eine Verhaltensänderung (eben nicht den automatischen Griff zur Zigarette).

Tatsächlich sieht es so aus, dass viele Raucher einen dualen Konsum betreiben. Laut einer CDC Erhebung waren 2015 58,8 % der Personen, die E-Zigaretten dampften auch noch Zigarettenraucher (10). Zu denken geben sollte aber vor allem der Aspekt, dass in der Gruppe der 18 – 24 Jährigen ein großer Anteil nur E-Zigaretten raucht. Könnte dies darauf zurückzuführen sein, dass diese als unschädlich angesehen werden? Hier ist offenbar Aufklärung nötig.

Die großen Unbekannten

Darüber hinaus sind die Langzeitfolgen von jahrzehntelanger Nikotinzufuhr in vaporisierter Form bisher nicht bekannt, da es E-Zigaretten erst seit etwa 10 Jahren gibt. Es ist auch unklar, ob Propylenglykol, das ein bekannter Reizstoff für die Atemwege ist, eventuell als Spätfolge zu Lungenproblemen führen könnte. Auch die Auswirkungen auf Herz- oder Krebserkrankungen sind unbekannt.

Allerdings wurden schädliche Effekte auf die Atmungsorgane bereits nach 5-minütigem Rauchen einer E-Zigarette (12) nachgewiesen. Dabei handelte es sich um:

  • ausgeprägte Atemwegseinengungen
  • Absinken des Stickoxids in der ausgeatmeten Luft, dies weist auf Entzündungsvorgänge in den Bronchien hin
  • Reizungen in Rachen und Mundraum
  • trockener Husten.

Es ist also wohl von Spätfolgen auszugehen.

Eine weitere nicht beantwortete Frage ist, wie sich die in den Geräten verwendeten Aromastoffe auf die Gesundheit auswirken. Laut American Lung Association gibt es zur Zeit etwa 7700 verschiedene Aromastoffe in E-Zigaretten. Diese große Auswahl verleitet junge Leute zum Dampfen.

Bisher ist es unbekannt, ob diese Aromastoffe, wenn sie inhaliert werden, Auswirkungen auf die Atemwege haben. Auf diesem Gebiet werden deutlich mehr Untersuchungen benötigt. Man weiß auch nicht, ob die Aromastoffe das Suchtpotential von Nikotin in irgendeiner Weise beeinflussen.

Desweiteren fehlen Untersuchungen zur Klärung der Frage, ob E-Zigaretten tatsächlich zur Raucherentwöhnung geeignet sind. Die FDA hat E-Zigaretten bisher jedenfalls nicht für die Tabakentwöhnung genehmigt (und das will schon etwas heißen).

Übrigens gelten in Deutschland die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, die bisher festgelegt wurden, nur für nikotinhaltige E-Zigaretten. Das heißt, das nur der Hersteller von nikotinfreien Liquids weiß, was er tatsächlich hineingemischt hat. Das halte ich im Hinblick auf die vielen Unbkannten für höchst bedenklich.

 

(1) Nicotine content of electronic cigarettes, its release in vapour and its consistency across batches: regulatory implications.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24345184

(2) Variable and potentially fatal amounts of nicotine in e-cigarette nicotine solutions. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23407110

(3) https://e-cigarettes.surgeongeneral.gov/documents/2016_SGR_Full_Report_non-508.pdf

(4) https://www.cdc.gov/tobacco/data_statistics/sgr/50th-anniversary/index.htm

(5) U.S. Food and Drug Administration (2009). Evaluation of e-cigarettes.  http://www.fda.gov/downloads/Drugs/ScienceResearch/UCM173250.pdf

(6) Evaluation of electronic cigarette liquids and aerosol for the presence of selected inhalation toxins.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25180080

(7) Background papers to the WHO report on electronic nicotine delivery systems and electronic non-nicotine delivery systems (ENDS/ENNDS).  http://www.who.int/tobacco/industry/product_regulation/eletronic-cigarettes-report-cop7-background-papers/en/

(8) Soule EK, Maloney SF, Spindle TR, Rudy AK, Hiler MM, Cobb, CO: Electronic cigarette use and indoor air quality in a natural setting. Tob Control 2017; 26: 109–12.  http://tobacco.cleartheair.org.hk/wp-content/uploads/2016/02/Ecig-indoor.pdf

(9) http://www.cochrane.org/CD010216/TOBACCO_can-electronic-cigarettes-help-people-stop-smoking-and-are-they-safe-use-purpose)

(10) https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/65/wr/mm6542a7.htm

(11) Electronic cigarettes: human health effects.  http://tobaccocontrol.bmj.com/content/23/suppl_2/ii36.full

(12) Short-term pulmonary effects of using an electronic cigarette: impact on respiratory flow resistance, impedance, and exhaled nitric oxide.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22194587

Das riecht ja gefährlich frisch – warum Sie partümierte Produkte meiden sollten

Die meisten von uns nutzen gerne parfümierte Produkte wie Haushaltsreiniger, Weichspüler, Lufterfrischer oder Duftkerzen. Im Fall von Reinigern, weil sie so schön frisch und sauber riechen, bei den Duftkerzen ist es mehr der heimelige Effekt an kalten Winterabenden.

Was nur wenige bedenken, ist, dass der Duft, den diese Produkte verbreiten, meist einen höchst synthetischen Ursprung hat.

Was steckt wirklich in Reinigern?

Eine Untersuchung einiger parfümierter Verbrauchsgüter ergab, dass die Produkte mehr als 100 flüchtige organische Substanzen (VOCs) abgaben. Darunter fanden sich einige, die als giftig oder gefährlich eingestuft werden (1). Auch Produkte, die als „grün“, „natürlich“ oder „bio“ angepriesen wurden, enthielten nicht weniger VOCs als die konventionellen Produkte.

Per Dampfraum-Analyse Gaschromatographie und Massenspektrometrie wurden 25 Lufterfrischer, Waschmittel, Körperpflegeprodukte  und Reiniger getestet.

Gefunden wurden hunderte Chemikalien, von denen einige – wie zum Beispiel Limonene (Zitrusduft) – mit in der Umgebungsluft vorhandenem Ozon gefährliche sekundäre Schadstoffe bilden, so unter anderem auch Formaldehyd (2). Es wurden 133 verschiedene VOCs gefunden. Am häufigsten traten Limonene, α- und β Pinene (Pinienduft), Ethanol und Aceton auf.

Durchschnittlich wurden 17 VOCs abgegeben. Jedes Produkt emittierte zwischen 1 – 8 giftige oder gefährliche Chemikalien, und fast die Hälfte (44%) bildete mindesten einen von 24 gefährlichen Luftschadstoffen wie Acetaldehyd, 1,4-Dioxan, Formaldehyd oder Methylenchlorid. Laut der US Environmental Protection Agency gibt es für diese gefährlichen Luftschadstoffe keinen sicheren Grenzwert (3).

Von den vorhandenen 133 VOCs, die gefunden wurden, wurde nur Ethanol auf dem Etikett ausgewiesen (bei 2 Produkten), und nur Ethanol und 2-Butoxyethanol erschienen auf dem Datenblatt zur Materialsicherheit (bei 5 bzw. 1 Produkt).

Laut Bundesumweltamt besteht in Deutschland folgende Kennzeichnungspflicht (4):

Wasch- und Reinigungsmittel fallen seit 2005 unter die EU-Detergenzienverordnung 648/2004 EG. Danach sind den Erzeugnissen beigefügte Duftstoffe als solche kenntlich zu machen. Bei den 26 als besonders häufig Allergie auslösend eingestuften Duftstoffen sind ab einer Konzentration von 0,01 Prozent die Namen anzugeben.

Die Inhaltsstoffe vieler anderer Produkte, zum Beispiel zur Raumbeduftung, müssen die Hersteller überhaupt nicht aufführen, falls die Inhaltsstoffe nicht unter die Gefahrstoffverordnung fallen.

Importierte duftstoffhaltige Waren aus Staaten außerhalb der EU unterliegen bei der Produktion den Bestimmungen des Herkunftslandes, wo die gesundheitlichen und ökologischen Anforderungen oft geringer sind. Eine nachträgliche Untersuchung dieser Waren ist schwierig.

Das Problem ist aber natürlich, dass diese Substanzen nicht nur in einem Reiniger oder einer Seife vorkommen, sondern in einer Vielzahl von Produkten. Genauso benutzen Sie nicht nur morgens einmal die Seife zum Händewaschen, sondern kommen jeden Tag ständig mit parfümierten Stoffen in Kontakt. Und selbstverständlich haben die VOCs einen kumulativen Effekt.

In einer Umfrage in amerikanischen Haushalten (5) berichteten 19 % der
Befragten, dass sie Gesundheitsprobleme haben, die sie mit der Verwendung von Lufterfrischern in Zusammenhang bringen. Fast 11 % berichteten von Irritationen, die sie auf parfümierte Waschmittel zurückführten.

Claudia Miller, Allergologin und Immunologin an der Universität von Texas in San Antonio, ist Expertin für chemische Unverträglichkeiten und giftstoffinduzierten Toleranzverlust. Sie hat den Quick Environmental Exposure and Sensitivity Inventory entwickelt, ein Screening-Tool, das chemische Intoleranzen aufdecken kann. Sie erklärt, dass Produkte, die Innenräume frisch halten sollen, dazu führen können, dass bei anfälligen Individuen eine lebenslange chemisch hervorgerufene Erkrankung auftreten kann. Außerdem weist sie darauf hin, dass der wiederholte Kontakt zu kleinen Mengen an Haushaltschemikalien dazu führen kann, dass Symptome bei bisher tolerierten Chemikalien auftreten können (7)

Fazit:

Überlegen Sie sich, ob Sie nicht Ihre Reiniger gegen wirklich natürliche Alternativen austauschen können/wollen. Hier ergibt sich ein ganzes Feld für Backpulver, Essig und ätherische Öle. Das Internet ist voll von Rezepten für Reiniger, Waschmittel und Körperpflegemittel.

 

Duftstoffe in der Raumluft

Die BBC veröffentlichte im letzten Jahr eine Untersuchung zum Schadstoffgehalt in der Raumluft (8). In 6 Haushalten in York wurden 5 Tage lang Luftproben genommen. Gleichzeitig führten die Bewohner über die von ihnen verwendeten Haushaltsprodukte Buch.

Auch die Formaldehydkonzentration wurde in 3 der 6 Haushalte getestet. Das Labor kam zu dem Ergebnis, dass aus je zwei Molekülen Limonene ein Molekül Formaldehyd gebildet wird. Wie oben schon ausgeführt, entsteht das Formaldehyd bei der Reaktion von Duftstoffen (besonders Limonene) mit Ozon. Es ist ein Karzinogen (krebserregender Stoff) und kann Hautirritationen und Atemprobleme hervorrufen.

Was bei der Untersuchung herauskam

 (Quelle: BBC-News)
Der Limonenegehalt in der Raumluft war proportional zur Menge an parfümierten Reinigungsmitteln und Duftkerzen, die in einem Haushalt verwendet wurden. Nicht aufgezeigt sind die Werte für Formaldehyd. Diese korrelierten mit den Werten für Limonene.

Welche Auswirkung haben Pflanzen

 Nun wurde das Experiment weitergeführt und in jeden Haushalt für vier Wochen je vier Pflanzen gestellt. Die Untersuchung wurde im November durchgeführt. Das brachte es mit sich, dass die Haushalte Fenster und Türen meist verschlossen hielten und mehr Duftkerzen benutzten. Hiermit wird erklärt, dass es zu einem Anstieg der Limonene Konzentration in den Haushalten kam.

Interessanterweise stieg die Formaldehydbelastung nicht proportional an.

(Quelle: BBC-News)

Die Formaldehydkonzentration fiel sogar in allen drei Haushalten (im Gegensatz zur ansteigenden Limonenekonzentration) während die Pflanzen sich im Haus befanden. Zugegebenermaßen ist es nur eine kleine Stichprobe, aber das Ergebnis ist überzeugend.

Fazit:

Am besten ist es auf synthetische Duftkerzen zu verzichten. Für den Fall, dass Sie sich dazu nicht durchringen können, sollten Sie über die Anschaffung von Zimmerpflanzen nachdenken.

Pflanzen sorgen für gute Raumluft

Die folgenden Pflanzen sind die Top 9 in der Absorption von Formaldehyd:

  • Osmunda japonica (Japanischer Königsfarn)
  • Selaginella tamariscina
  • Davallia mariesii (Hasenfußfarn)
  • Polypodium formosanum (Tüpfelfarn)
  • Psidium guajava (Echte Guave)
  • Lavandula spp (Lavendel)
  • Pteris dispar
  • Pteris multifida (Spinnenfarn)
  • Pelagonium spp. (Geranie)

Natürlich besteht der beste Schutz vor giftigen/gefährlichen Substanzen in einem Verzicht auf die Produkte, die diese Chemikalien enthalten.

Nur als weitere Überlegung: Fragrance beziehungsweise Parfum kommt in vielen Körperpflegeprodukten vor und unterliegt keiner weiteren Deklarationspflicht, da es sich meist um geschützte Informationen handelt. Im schlimmsten Fall umfasst dieser Begriff 100 verschiedene chemische Substanzen. Fragen Sie sich mal wie viele Giftstoffe Sie alltäglich auf Ihrem Körper verteilen.

Erschreckend, oder?

 

(1) Fragranced consumer products: Chemicals emitted, ingredients unlisted.  http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195925510001125

(2)Walser ML, et al. Photochemical aging of secondary organic aerosol particles generated from the oxidation of d-limonene. J Phys Chem A. 2007;111(10):1907–1913. PMID:17311364.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17311364

(3) https://www.epa.gov/osa/basic-information-about-risk-assessment-guidelines-development

(4) http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/duftstoffe

(5) Prevalence of fragrance sensitivity in the American population.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19326669

(6) The Environmental Exposure and Sensitivity Inventory (EESI): a standardized approach for measuring chemical intolerances for research and clinical applications.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10416289

(7) The compelling anomaly of chemical intolerance.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12000012

(8) http://www.bbc.co.uk/programmes/articles/58KFJzpJb2kyLtDPhhHqnbQ/are-perfumed-products-bad-for-me

 

Grippeimpfung – überflüssig und gefährlich

vaccination-1215279_1920Es ist wieder diese Zeit des Jahres, wo Haus- und Kinderärzte ganz unruhig werden, und ihren Patienten ans Herz legen, sich doch auf jeden Fall gegen die Grippe impfen zu lassen, damit sie im besten Fall überhaupt nicht erkranken und wenn sie erkranken, sie wenigstens um die teilweise tödlichen Komplikationen herumkommen. Wenn man ihren Aussagen glauben darf, dann ist die Grippeimpfung das einzige Mittel, das kleine Kinder und Senioren eine Grippeepidemie überleben lässt.

Aber ist das tatsächlich so?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Grippeviren sich sehr schnell verändern. Die WHO muss aber schon im Frühjahr festlegen, wie der Grippeimpfstoff für den Herbst zusammengesetzt sein soll, denn sonst kommt die Pharmaindustrie mit der Produktion nicht mehr hinterher. Mit etwas Pech enthält dieser Impfstoff also Stämme, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell sind.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem.

Im Lancet (keine so ganz unbekannte Medizinische Zeitschrift) stand 2007, dass „kürzlich durchgeführte Mortalitätsuntersuchungen (also Untersuchungen zu tödlich verlaufenden Erkrankungen) keinen Rückgang bei Grippetodesfällen seit 1980 nachweisen konnten, obwohl die Impfraten von 15 % auf 65 % gestiegen waren“ (1). Das ist ja schade, denn gerade die Todesfälle sollen durch die Impfung ja vermieden werden.

In einem weiteren Artikel im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, der 2008 erschienen ist, wurden Statistiken der letzten 20 Jahre untersucht und gefunden, dass es keine Studie gibt, die aufzeigt, dass die Grippeschutzimpfung irgendeinen Mortalitätsvorteil (sprich eine geringere Todesfallrate) aufweist. Ganz im Gegenteil haben sowohl die Grippeinfektionen als auch die Todesfälle bei den über 65-Jährigen zugenommen und nehmen auch noch weiterhin zu, je mehr Menschen sich gegen die Grippe impfen lassen (2).

Auch die Cochrane Database (eine pharmaunabhängige Einrichtung) kommt 2014 in einer Metaanalyse zu dem Schluss, dass Grippeimpfungen einen moderaten Einfluss auf Influenzasymptome und Krankheitstage haben. Auf Komplikationen wie Lungenentzündung und Ansteckungsgefahr scheinen sie überhaupt keine Auswirkung zu haben (3).

Aber Ihr Arzt sagt doch, dass Grippeimpfungen die Grippe verhindern können. Wie kann es sein, dass seine Aussage ganz anders ist als das, was Sie hier lesen. Um das zu erklären, brauchen wir einen kleinen Exkurs.

Wenn aus 1 Prozent 50 Prozent  werden:

1994 wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie veröffentlicht, an der 1838 Probanden über 60 Jahre teilnahmen, die entweder eine Grippeimpfung oder eine Kochsalzlösung injiziert bekamen. Das Fazit der Studie war, dass die Grippeimpfung zu einer 50 prozentigen Reduktion der Erkrankungshäufigkeit führte (4).

Na, das klingt doch super, und dann hat Ihr Arzt ja doch Recht, wenn er Ihnen eine Grippeschutzimpfung geben möchte. Aber halt! Gucken wir uns doch mal genau an, was bei der Studie herausgekommen ist.

  • 3 % der Kontrollgruppe erkrankten an der Grippe
  • 2 % der Impfgruppe erkrankten an der Grippe.

Also erkrankten erstens sowieso nur sehr wenige Menschen an der Grippe. Es bedeutet aber zweitens, die absolute Risikoredukion betrug nur 1 %. Ich würde sagen, dass ist nicht besonders beeindruckend. Wie sind die Autoren der Studie aber nun auf 50 % gekommen? Sie haben einfach ein bisschen mit Zahlen getrickst, und das geht so:

Anstatt geimpfte Probanden mit der Kontrollgruppe zu vergleichen, verglichen sie den Unterschied von 1 % in der Erkrankungshäufigkeit mit den Probanden, die geimpft worden waren und erhielten damit 1:2, was 50 Prozent entspricht. Sie haben sich noch nicht einmal mit dem relativen Risiko zufriedengegeben, wie es sonst gerne gemacht wird, denn da wären sie nur bei einer Risikoreduktion von 33,3 % gelandet (2:3). Was in diesem Artikel gemacht wird, ist also nicht nur falsch sondern schlichtweg unmoralisch. Aber es ist genau die Information, auf die Ihr Arzt sich stützt, wenn er Ihnen eine Grippeimfung empfiehlt. Ähnlich gehen Pharmaunternehmen auch vor, um ihre Medikamente effektiver erscheinen zu lassen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt (kein Organ für neueste medizinische Studien) gibt zu, dass der normale trivalente Grippeimpfstoff bei Risikopersonen, älteren Menschen und Kindern unter 8 Jahren eine bestenfalls moderate Wirksamkeit hat. Für Kinder unter 2 Jahren war er sogar nicht besser als ein Placebowirkstoff (5). Sie halten es für fraglich, ob die derzeit zugelassenen nicht adjuvantierten TIV in höherer Dosierung zur Grundimmunisierung immunologisch naiver Personen (also von Patienten, die noch keine vorherige Grippeschutzimpfung erhalten haben) geeignet sind. Es wird daher zur Anwendung von adjuvantierten trivalenten Influenzaimpfstoffen geraten. Diese beinhalten Hilfsmittel (Adjuvantien), die zu einem verstärkten Anspringen des Immunsystems führen sollen.

Squalen ist so ein Adjuvans. Es handelt sich dabei um eine natürlich in Tieren, Pflanzen und Menschen vorkommende Substanz. Sie wird in großen Mengen im gesamten Nervensystem und im Gehirn angetroffen. Tatsächlich ist Squalen ein nützliches Antioxidans, wenn es gegessen wird.

Wird Squalen aber als Adjuvans injiziert ist das eine ganz andere Geschichte. Experten berichten, dass durch die durch Squalen ausgelöste überschießende Immunantwort das Immunsystem getriggert wird, Squalen im gesamten Körper anzugreifen – auch wenn es für das Nervensystem lebenswichtig ist. Und tatsächlich hat sich gezeigt, dass Adjuvantien wie Squalen eine langanhaltende, unablässige Immunantwort hervorrufen kann.

Nebenwirkungen von Squalen:

Berühmt, berüchtigt wurde Squalen als wahrscheinlicher Verursacher des „Golfkriegsyndroms“. Vor dem Einsatz wurden amerikanische Soldaten mit squalenhaltigen Impfseren behandelt. Viele von ihnen litten hinterher an Symptomen wie: Chronische Müdigkeit und Schwäche, Hautausschlägen, chronische Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,  Haarausfall, Wundheilungsstörungen, schmerzhafte Schleimhautentzündungen, Benommenheit, epileptischen Anfällen, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Vergesslichkeit, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, erhöhter Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und neurologische Störungen. Auffällig war, dass nur bei Soldaten, die am Golfkriegsyndrom litten, Antikörper gegen Squalen im Blut nachgewiesen werden konnten, während dieses bei gesunden Soldaten nicht der Fall war (6).

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2000 kam zu dem Ergebnis, dass eine einzige Injektion von Squalen bei Ratten zu einer Arthritis führte – einer Autoimmunerkrankung (7).

Im Rahmen der breiten Anwendung der pandemischen H1N1-Impfstoffe kam es in Skandinavien und England zu einem bis zu 17-fachen Anstieg der Fälle von Narkolepsie bei 4- bis 18-Jährigen. Zurückgeführt wird dies auf das im Impfstoff enthaltene AS03 (8). Die Narkolepsie ist eine seltene, lebenslang andauernde neurologische Erkrankung, die zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt und  sich durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Betroffene können bis zu 20 Stunden am Tag schlafen und sind schwer erweckbar.

Im Allgemeinen wird behauptet, dass Grippeimpfungen gut verträglich sind und nur kurzfristige, leichte Nebenwirkungen haben (z. B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle). Die CDC (Centers for Disease Control) führen allerdings als Nebenwirkungen von Grippeimpfungen auch die folgenden Erkrankungen auf:

  • Erkrankungen des Blut- und lymphatischen Systems
  • Cellulitis ähnliche Reaktionen
  • Krämpfe
  • Allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie (lebensbedrohlich!)
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Guillain-Barre Syndrom (aufsteigende Lähmungen durch Schäden an den Myelinscheiden der Nerven).

Sie werden mir zustimmen, dass das alles nicht so wirklich toll klingt. Wir sind aber noch nicht am Ende. Grippeimpfstoffe enthalten nämlich noch ein paar andere wirklich unappetitliche Dinge.

Ein weiteres Adjuvans ist Thiomersal – eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Es besteht zur Hälfte aus Quecksilber und soll in der Konzentration, wie es in Impfstoffen verwendet wird, unschädlich sein. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelagentur sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Verbindung allergisch. Deutliche Symptome entwickelt jedoch nur jeder Zehnte dieser Gruppe. Tatsächlich ist Quecksilber eines der stärksten Gifte, das wir kennen, und es gibt keinen auch nur einigermaßen logischen Grund anzunehmen, dass es sicher ist, diesen Stoff intramuskulär zu injizieren sodass er in die Blutbahn gelangen kann. Aus Impfseren für Kinder wurde es auch inzwischen entfernt, aber in den Seren für Senioren ist es weiterhin vorhanden (z.B. Grippeimpfstoff Chiron). Das Natural News Forensic Food Lab testete 2014 den GKS Grippeimpfstoff Flulaval und fand dabei Quecksilberkonzentrationen in Höhe von 51000 ppb (9). Diese Konzentration ist 25000 mal höher als der von der FDA erlaubte Quecksilber Höchstwert für Trinkwasser von 2 ppb. Und dieses Quecksilber wird ja wie gesagt nicht oral aufgenommen, sodass der Körper noch eine Chance hätte es über Urin oder Fäces auszuscheiden.

Interessant finde ich die Gefahrenhinweise für Thiomersal (10):

 

Gefahr EG/1272/2008
       Piktogramme GHS06   GHS08   GHS09
       Gefahrenhinweise H300 Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310 Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330 Lebensgefahr bei Einatmen.
H373 ** Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

Und wir sollen jetzt ernsthaft glauben, dass dieses Zeug völlig ungefährlich ist? Lebensgefahr bei Hautkontakt, aber injizieren ist in Ordnung?!?

Es gibt zu Thiomersal keine Langzeitstudien am Menschen. In Tierversuchen an Ratten hat man herausgefunden, dass es nur zu einem geringen Grad über die Nieren ausgeschieden wird und sich zum größten Teil im Gehirn anreichert. Es wird immer wieder darüber diskutiert in wieweit Thiomersal für Autismus, ADHS aber auch Multiple Sklerose und Alzheimer verantwortlich ist (11). Whistleblower von den CDC behaupten, dass dementsprechende Hinweise in Untersuchungen von Lobbyisten der Pharmaindustrie sofort unterdrückt werden.

Nur kurz erwähnen möchte ich noch zwei weitere Komponenten, die häufig in Grippeimpfstoffen zu finden sind: Formaldehyd und Antibiotika.

Wie inzwischen bekannt ist, ist Formaldehyd krebserregend, und dazu müssen Sie es nicht in größeren Mengen aufnehmen (was Sie aber womöglich sowieso schon tun, wenn Sie die falschen Kosmetika verwenden). Zusammenhänge zwischen bei Kindern immer häufiger auftretenden Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebsfällen etc. und Formaldehyd in Impfungen werden nicht gesucht. Und selbst wenn man sie suchte, würden Spätfolgen dieser Art grundsätzlich nicht als Impfschäden anerkannt. Denn wer kann schon beweisen, dass die Impfungen aus der Kindheit Jahre später zu diesem oder jenem Gesundheitsproblem führten?

In Impfstoffen finden sich gelegentlich auch Rückstände von Antibiotika, wie zum Beispiel Gentamycin, Streptomycin oder auch Neomycin. Diese Antibiotika können schwere Schäden an Nieren und Gehör auslösen und dürfen auch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden. Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Nebenwirkungen an den Nieren und am Innenohr kommen. Zwar sind in Impfseren nur Spuren dieser Antibiotika vorhanden, trotzdem sollte man auch die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern im Auge behalten, die immer häufiger Schlagzeilen macht.

So, das ist jetzt ein sehr langer – aber wie ich finde- wichtiger Post geworden. Zum Abschluss möchte ich nur sagen: Ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen, sondern beuge lieber auf natürliche Weise vor mit Vitamin C und Vitamin D. Es gibt absolut keine Nebenwirkungen außer dass ich seit über 3 Jahren nicht einmal mehr eine Erkältung gehabt habe.

 

(1)Simonson, et al (2007). Lancet Infect Dis 7: 658-66

(2)Eurich, D. et al (2008). Am j Respir Crit Care Med 178: 527-33

(3)Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jul 7;(7):CD001269. doi: 10.1002/14651858.CD001269.pub4

(4)Govaert, M.E. et al (1994). J.A.M.A. 272: 1661-65.

(5)http://www.aerzteblatt.de/archiv/149561

(6)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014480099922955

(7)http://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)65077-8/abstract

(8)https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/narkolepsie/narkolepsie-studien-europa.html

(9)http://www.naturalnews.com/045418_flu_shots_influenza_vaccines_mercury.html

(10)https://www.chemie.uni-hamburg.de/claks/gefahrstoffe/54-64-8.htm

(11)http://www.prnewswire.com/news-releases/new-study-verifies-mercury-in-flu-shots-is-toxic-118432874.html