Varizellen Impfung – Von Windpocken zu Gürtelrose

Als ich Kind war, haben fast alle Leute um mich herum in ihrem Leben mal die Windpocken gehabt. Schließlich heißen die Dinger Windpocken, weil sie so einfach übertragen werden. Normalerweise war das eine super Sache, denn man brauchte ein paar Tage lang nicht zur Schule gehen, und dann war der Fall durch. Okay, man hatte einen mehr oder weniger juckenden Hautausschlag, aber der war eigentlich gut zu ertragen.

Als ich mit 19 Jahren Windpocken bekam, war mein Hautausschlag deutlich heftiger als der jüngerer Kinder (mehr so wie ein Streußelkuchen), aber auch der war nach ein paar Tagen weg. Mein Sohn, der mit 5 Jahren die Windpocken bekam, hatte gerade mal zwei Pusteln, sodass ich mich schon gefragt habe, ob das überhaupt die richtigen Windpocken sind. Was soll ich sagen, sie waren es, und er hat jetzt eine lebenslange Immunität gegen eine Erkrankung, von der er nicht einmal gemerkt hat, dass er sie hatte.

Das hat sich jetzt geändert, denn seit Juli 2004 gibt es eine Impfung gegen Windpocken (Varizellen) für Kinder über 12 Monate. Zur Grundimmunisierung werden inzwischen zwei Impfungen empfohlen. Die erste im Alter von 11 – 14 Monaten, die zweite dann mit 15 – 23 Monaten. Und hurra! Nachdem die Impfung von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen wurde, sank die Zahl der an Windpocken Erkrankten drastisch.

Ist die Varizellen Impfung also wirksam? Die Antwort ist: Ja. Durch den Impfstoff wurde die Zahl der Neuerkrankungen deutlich gesenkt.

Die wichtigere Frage ist aber: Hat sich durch die Varizellen Impfung eine Verbesserung in der Gesundheit unserer Kinder und der übrigen Mitglieder unserer Gesellschaft ergeben? Und auch hier ist die Antwort sehr einfach. Es ist ein glattes Nein!

Verschiebung der Erkrankungslast

Und wie komm ich jetzt zu dieser Aussage? Das werde ich Ihnen erklären. Ja, unsere Kinder bekommen jetzt bis auf einige wenige keine Windpocken mehr, und wie ich schon ausgeführt habe, sind Windpocken eine im Grunde genommen gutartige Erkrankung, die für die allermeisten Personen ohne Folgeschäden bleibt. Ausgenommen hiervon sind nur Schwangere, junge Säuglinge und Personen mit einem geschädigten Immunsystem, bei denen es schwerere Verläufe geben kann.

Jetzt kommt jedoch ein sehr großes ABER. Das Virus, das die Windpocken verursacht, verbleibt bei Infizierten im Körper und kann bei Reaktivierung eine zweite Erkrankung – nämlich die Gürtelrose (Herpes Zoster) – auslösen. Tatsächlich wird seit Einführung der Varizellen Impfung ein Anstieg von Herpes Zoster Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen verzeichnet. Viele Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass dieser Anstieg in direktem Zusammenhang zur Impfung steht (1).

Ich selbst hatte gerade vor ein paar Wochen einen Patienten, der im Alter von 26 Jahren an einer Gürtelrose erkrankte. Ich muss dazu anmerken, dass die Gürtelrose eigentlich eine Erkrankung ist, die bei älteren Menschen auftritt, die nicht mehr häufig Kontakt zu Kindern haben.

Wie genau lässt sich nun dieser Zusammenhang erklären?

Auch Gedächtniszellen brauchen mal eine kleine Erinnerung

Der menschliche Körper aktiviert das eigene Immunsystem, wenn eine Infektion vorliegt. Zusätzlich erfolgt eine Vermehrung der T-Gedächtnis-zellen. Diese speichern die körpereigene Immunreaktion ab.

Bei einer erneuten Infektion mit dem Erreger erfolgt die Reaktion des Körpers schneller als zuvor. Grund hierfür sind die T-Gedächtniszellen, welche die jeweiligen Informationen rasch an das Immunsystem übermitteln.

Damit die T-Gedächtniszellen gut funktionieren, brauchen sie ab und zu eine kleine Erinnerung. Solange nicht geimpft wurde, kamen die Menschen durch die jährlichen Neuinfektionen vorwiegend der Kinder immer wieder mit Windpockenviren in Kontakt. Die Gedächtniszellen sagten „Hey, dich kennen wir doch“ und haben sofort wieder Antikörper aktiviert. Und genau dadurch wird verhindert, dass die im Körper verbliebenen Windpockenviren aufmucken und einen Herpes Zoster verursachen können (deshalb eben auch das Auftreten in der älteren Bevölkerung – in Altersheimen sind so selten Kinder).

Durch die zugegebenermaßen gute Wirkung der Varizellen Impfung kommt es nicht mehr zu dieser Aktivierung des Immunsystems, weil es einfach keine Neuerkrankungen an Windpocken mehr gibt (oder jedenfalls nur sehr wenige).

Studien haben gezeigt, dass die Therapie des Herpes Zoster deutlich teurer ist als die Therapie von Windpocken. Auch die Rate an Krankenhaus-einweisungen ist sehr viel höher. Außerdem kommt es bei der Gürtelrose bei etwa 30 % der Erkrankten zu Komplikationen, die die Lebensqualität extrem einschränken können (chronische Schmerzen, Erblindung) und teilweise sogar zum Tode führen.

Gefahren der Varizellen Impfung

Von Impfbeführwortern wird immer wieder gerne ins Feld geführt, dass Impfungen sicher und effektiv sind. Laut Robert-Koch-Institut ist allenfalls mit einer Rötung und Schwellung der Einstichstelle, gegebenenfalls leichtem Fieber zu rechnen.

Aber stopp: Unter weitere Komplikationen werden berichtet (2):

  • Anaphylaktischer Schock (schwere allergische Reaktion, die zum Tode führen kann)
  • Lungenentzündung
  • Auslösung eines Herpes Zoster.

Und ganz interessant wird es bei Impfreaktionen, von denen berichtet wird, für die aber laut RKI ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen werden kann.  Zitiert nach (2):

In Einzelfällen wurde in der medizinischen Fachliteratur über Erkrankungen des Nervensystems (Enzephalitis, Querschnittsmyelitis, Guillain-Barré-Syndrom, Apoplexie, Krampfanfälle), thrombozytopenische Purpura (Hautblutung bei verminderter Blutplättchenzahl mit rascher und folgenloser Abheilung) und allergische Hauterkrankungen (Erythema exsudativum multiforme) berichtet, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Varizellen-Impfung auftraten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung ist bei diesen Beobachtungen fraglich. Es könnte sich in der Mehrzahl dieser Einzelfallberichte um das zufällige zeitliche Zusammentreffen von miteinander nicht ursächlich verbundenen selbstständigen Ereignissen handeln.

Es ist interessant, dass das RKI einen Zusammenhang so klar als nicht gegeben sieht, wo doch die beschriebenen Symptome alle Komplikationen einer Windpockenerkrankung sind (3). Das heißt, wenn nach einer Impfung mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff (also mit genau den Viren, die die Erkrankung auslösen allerdings in abgeschwächter Form), dann Anzeichen dieser Erkrankung beim Impfling auftreten, so steht das in keinem Zusammenhang mit der Impfung, sondern ist nur ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen? Jaaaa, das muss ich zum Glück nicht verstehen! Und Ihnen geht es vielleicht gerade genauso.

In Pediatrics erschien gerade letzten Monat eine Studie, die die Sicherheit der zweiten Windpockenimpfung untersuchte. Die Autoren erklären in der Zusammenfassung, dass es „keine neuen oder unerwarteten Sicherheits-bedenken gegen die zweite Dosis Varizellen Impfstoff gäbe“ (4).

Vielleicht meinen die Autoren damit ja nur, dass die Nebenwirkungen weder neu noch unerwartet sind, aber ansonsten überrascht einen dieses Ergebnis doch ein bisschen. Liest man nämlich die ganze Studie, so stellt sich die Geschichte ganz anders dar.

Die Autoren fanden für den Zeitraum 2006 – 2014 die zweite Varizellen-Impfung betreffend 14.641 Fälle von Meldungen an das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS, Impfschaden-Datenbank). Das VAERS ist ein freiwilliges Meldesystem von Impfnebenwirkungen in den USA. Man geht davon aus, dass nur 1 – 10 % der tatsächlichen Nebenwirkungsrate gemeldet werden, die Dunkelziffer ist also 10 – 100-fach höher.

Der Studie zufolge wurden 3 % der unerwünschten Wirkungen als schwer eingestuft. Schwere Nebenwirkungen beinhalteten unter anderem Anaphylaxie (83), Meningitis (Hirnhautentzündung) (5), Enzephalitis (Hirnentzündung) (16), Cellulitis (52), Windpocken (6), Herpes Zoster (6) und Tod (7).

Laut amerikanischer CDC (Centers for Disease Control – Seuchenschutz-behörde) starben jedes Jahr rund 100 Personen an den Windpocken bevor die Impfung eingeführt wurde. Dabei muss man allerdings sehen, dass ein Großteil dieser Personen andere schwerwiegende medizinische Probleme hatte. Wenn man nun dagegen rechnet, dass Impfschäden nur sehr lückenhaft erfasst werden und mit weitaus höheren Zahlen gerechnet werden muss, dann sieht die Varizellen-Impfung gar nicht mehr so gut aus. Eigentlich wird es dann eher eine Milchmädchenrechnung.

Es steht außer Frage, dass die Varizellen Impfung zu einem Rückgang von Windpocken geführt hat. Aber die Impfung ist nicht so sicher wie man uns glauben machen möchte. Das zeigen die Zahlen der obigen Studie.

Und wie gesagt, das wirkliche Problem besteht darin, dass die Impfung keine lebenslange Immunität verleiht (so wie es die richtige Erkrankung tut). Es ist also nur logisch anzunehmen, dass wir eine ganze Generation junger Menschen erzeugt haben, die gegen Windpocken geimpft wurden und deren Immunität nach ein paar Jahren nachlässt, sodass es in späteren Jahren zu einer Infektion mit dem Virus kommen kann, die dann erfahrungsgemäß deutlich mehr Komplikationen hat als bei Kleinkindern.

Angeborenes Varizellensyndrom

Die wirkliche Gefahr besteht allerdings für Schwangere und Neugeborene. Beim angeborenen Varizellensyndrom handelt es sich um Schäden bei Neugeborenen, die Folge von Windpocken sind, mit denen sich die Mutter in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft angesteckt hat. Die Übertragung findet also von der Mutter auf das Ungeborene statt. Das angeborene Varizellensyndrom ist selten, aber gefährlich. Fast jedes zweite davon betroffene Kind stirbt daran.

Zum Erscheinungsbild gehören der Häufigkeit nach (5):

  • Vernarbungen und Geschwürbildung der Haut
  • Unterentwicklung der Gliedmaßen
  • Geringes Geburtsgewicht
  • Lähmung mit Muskelschwund einer Gliedmaße
  • Augendefekte (z. B. Grauer Star)
  • Krämpfe oder verlangsamte Bewegungen
  • Verkrümmte oder unterentwickelte Finger
  • Entzündung der Ader-Netzhaut im Auge
  • Rückbildung des Gehirns.

Neugeborene sind vor allem sehr anfällig für schwere Komplikationen der Windpocken. Hat die Mutter selbst eine Windpockeninfektion durchgemacht, dann gibt sie normalerweise Antikörper an ihr Baby ab, sodass in den ersten Monaten ein Schutz gegen das Virus besteht (Nestschutz). Dies geschieht aber eben nur nach Infektion mit dem Wildtyp des Virus und nicht bei geimpften Müttern.

Ohne Impfung reagiert das Immunsystem gesünder

Ganz objektiv betrachtet, wären wir eigentlich besser dran, wenn weiterhin 95 % der Kinder in jungen Jahren Windpocken bekommen würden (es wird nicht umsonst als Kinderkrankheit bezeichnet). Diese Kinder hätten dann eine lebenslange Immunität gegen Windpocken, und die Mädchen bräuchten sich wegen des angeborenen Varizellensyndroms oder einer Windpocken-Erkrankung ihres Neugeborenen keine Gedanken zu machen.

Es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass wir manchmal eben doch der Natur ihren Lauf lassen sollten. Wir haben einen Impfstoff gegen eine Krankheit entwickelt, die an und für sich harmlos ist. Es gibt viele Studien, die zeigen, dass das Immunsystem weitaus gesünder reagiert, wenn es mit Kinderkrankheiten fertig werden und sich von ihnen erholen muss. In Folge der Varizellen Impfung stehen wir nun mit steigenden Zahlen von Herpes Zoster schon in jungen Jahren da, und dabei handelt es sich um eine wirklich ernst zunehmende Krankheit, die häufig chronisch verläuft und nicht nur einen Verlust der Lebensqualität bei den Patienten, sondern auch immense Kosten verursacht.

Würde ich die Impfung empfehlen, wenn ich noch kleine Kinder hätte und wüßte, dass sie nächste Woche Windpocken bekommen? Ganz sicher nicht. Ich wäre froh darüber, dass sie zu einem Zeitpunkt infiziert werden, wo ihr Immunsystem gut mit dem Erreger umgehen kann. Ich würde nur sicherstellen, dass sie nährstoffmäßig gut abgedeckt sind (inclusive ordentlicher Mengen an Vitamin C), gesundes Essen bekommen und anständig Flüssigkeit zu sich nehmen (und ich spreche hier nicht von Cola und Fruchtsäften). Und wenn sie dann krank werden, gehen sie halt ein paar Tage nicht zur Schule und ruhen sich gut aus. Und danach brauchen sie sich über Windpocken nie wieder Gedanken zu machen.

Für jede Entscheidung im Gesundheitswesen gilt es Risiken und Vorteile abzuwägen. Was die Varizellen Impfung angeht, sind die Langzeitrisiken meiner Meinung nach zu hoch.

 

(1) The Epidemiology of Herpes Zoster After Varicella Immunization Under Different Biological Hypotheses: Perspectives From Mathematical Modeling.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4832050/

(2) Hinweise für Ärzte zum Aufklärungsbedarf über mögliche unerwünschte Wirkungen bei Schutzimpfungen/Stand: 2007. http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2007/Ausgaben/25_07.pdf?__blob=publicationFile

(3) Windpocken, Herpes zoster (Gürtelrose). https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Varizellen.html

(4) Safety of Second-Dose Single-Antigen Varicella Vaccine. http://pediatrics.aappublications.org/content/139/3/e20162536

(5) http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_windpocken-besonderheiten-bei-schwangeren_645.html

Grippeimpfung – überflüssig und gefährlich

vaccination-1215279_1920Es ist wieder diese Zeit des Jahres, wo Haus- und Kinderärzte ganz unruhig werden, und ihren Patienten ans Herz legen, sich doch auf jeden Fall gegen die Grippe impfen zu lassen, damit sie im besten Fall überhaupt nicht erkranken und wenn sie erkranken, sie wenigstens um die teilweise tödlichen Komplikationen herumkommen. Wenn man ihren Aussagen glauben darf, dann ist die Grippeimpfung das einzige Mittel, das kleine Kinder und Senioren eine Grippeepidemie überleben lässt.

Aber ist das tatsächlich so?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Grippeviren sich sehr schnell verändern. Die WHO muss aber schon im Frühjahr festlegen, wie der Grippeimpfstoff für den Herbst zusammengesetzt sein soll, denn sonst kommt die Pharmaindustrie mit der Produktion nicht mehr hinterher. Mit etwas Pech enthält dieser Impfstoff also Stämme, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell sind.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem.

Im Lancet (keine so ganz unbekannte Medizinische Zeitschrift) stand 2007, dass „kürzlich durchgeführte Mortalitätsuntersuchungen (also Untersuchungen zu tödlich verlaufenden Erkrankungen) keinen Rückgang bei Grippetodesfällen seit 1980 nachweisen konnten, obwohl die Impfraten von 15 % auf 65 % gestiegen waren“ (1). Das ist ja schade, denn gerade die Todesfälle sollen durch die Impfung ja vermieden werden.

In einem weiteren Artikel im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, der 2008 erschienen ist, wurden Statistiken der letzten 20 Jahre untersucht und gefunden, dass es keine Studie gibt, die aufzeigt, dass die Grippeschutzimpfung irgendeinen Mortalitätsvorteil (sprich eine geringere Todesfallrate) aufweist. Ganz im Gegenteil haben sowohl die Grippeinfektionen als auch die Todesfälle bei den über 65-Jährigen zugenommen und nehmen auch noch weiterhin zu, je mehr Menschen sich gegen die Grippe impfen lassen (2).

Auch die Cochrane Database (eine pharmaunabhängige Einrichtung) kommt 2014 in einer Metaanalyse zu dem Schluss, dass Grippeimpfungen einen moderaten Einfluss auf Influenzasymptome und Krankheitstage haben. Auf Komplikationen wie Lungenentzündung und Ansteckungsgefahr scheinen sie überhaupt keine Auswirkung zu haben (3).

Aber Ihr Arzt sagt doch, dass Grippeimpfungen die Grippe verhindern können. Wie kann es sein, dass seine Aussage ganz anders ist als das, was Sie hier lesen. Um das zu erklären, brauchen wir einen kleinen Exkurs.

Wenn aus 1 Prozent 50 Prozent  werden:

1994 wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie veröffentlicht, an der 1838 Probanden über 60 Jahre teilnahmen, die entweder eine Grippeimpfung oder eine Kochsalzlösung injiziert bekamen. Das Fazit der Studie war, dass die Grippeimpfung zu einer 50 prozentigen Reduktion der Erkrankungshäufigkeit führte (4).

Na, das klingt doch super, und dann hat Ihr Arzt ja doch Recht, wenn er Ihnen eine Grippeschutzimpfung geben möchte. Aber halt! Gucken wir uns doch mal genau an, was bei der Studie herausgekommen ist.

  • 3 % der Kontrollgruppe erkrankten an der Grippe
  • 2 % der Impfgruppe erkrankten an der Grippe.

Also erkrankten erstens sowieso nur sehr wenige Menschen an der Grippe. Es bedeutet aber zweitens, die absolute Risikoredukion betrug nur 1 %. Ich würde sagen, dass ist nicht besonders beeindruckend. Wie sind die Autoren der Studie aber nun auf 50 % gekommen? Sie haben einfach ein bisschen mit Zahlen getrickst, und das geht so:

Anstatt geimpfte Probanden mit der Kontrollgruppe zu vergleichen, verglichen sie den Unterschied von 1 % in der Erkrankungshäufigkeit mit den Probanden, die geimpft worden waren und erhielten damit 1:2, was 50 Prozent entspricht. Sie haben sich noch nicht einmal mit dem relativen Risiko zufriedengegeben, wie es sonst gerne gemacht wird, denn da wären sie nur bei einer Risikoreduktion von 33,3 % gelandet (2:3). Was in diesem Artikel gemacht wird, ist also nicht nur falsch sondern schlichtweg unmoralisch. Aber es ist genau die Information, auf die Ihr Arzt sich stützt, wenn er Ihnen eine Grippeimfung empfiehlt. Ähnlich gehen Pharmaunternehmen auch vor, um ihre Medikamente effektiver erscheinen zu lassen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt (kein Organ für neueste medizinische Studien) gibt zu, dass der normale trivalente Grippeimpfstoff bei Risikopersonen, älteren Menschen und Kindern unter 8 Jahren eine bestenfalls moderate Wirksamkeit hat. Für Kinder unter 2 Jahren war er sogar nicht besser als ein Placebowirkstoff (5). Sie halten es für fraglich, ob die derzeit zugelassenen nicht adjuvantierten TIV in höherer Dosierung zur Grundimmunisierung immunologisch naiver Personen (also von Patienten, die noch keine vorherige Grippeschutzimpfung erhalten haben) geeignet sind. Es wird daher zur Anwendung von adjuvantierten trivalenten Influenzaimpfstoffen geraten. Diese beinhalten Hilfsmittel (Adjuvantien), die zu einem verstärkten Anspringen des Immunsystems führen sollen.

Squalen ist so ein Adjuvans. Es handelt sich dabei um eine natürlich in Tieren, Pflanzen und Menschen vorkommende Substanz. Sie wird in großen Mengen im gesamten Nervensystem und im Gehirn angetroffen. Tatsächlich ist Squalen ein nützliches Antioxidans, wenn es gegessen wird.

Wird Squalen aber als Adjuvans injiziert ist das eine ganz andere Geschichte. Experten berichten, dass durch die durch Squalen ausgelöste überschießende Immunantwort das Immunsystem getriggert wird, Squalen im gesamten Körper anzugreifen – auch wenn es für das Nervensystem lebenswichtig ist. Und tatsächlich hat sich gezeigt, dass Adjuvantien wie Squalen eine langanhaltende, unablässige Immunantwort hervorrufen kann.

Nebenwirkungen von Squalen:

Berühmt, berüchtigt wurde Squalen als wahrscheinlicher Verursacher des „Golfkriegsyndroms“. Vor dem Einsatz wurden amerikanische Soldaten mit squalenhaltigen Impfseren behandelt. Viele von ihnen litten hinterher an Symptomen wie: Chronische Müdigkeit und Schwäche, Hautausschlägen, chronische Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,  Haarausfall, Wundheilungsstörungen, schmerzhafte Schleimhautentzündungen, Benommenheit, epileptischen Anfällen, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Vergesslichkeit, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, erhöhter Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und neurologische Störungen. Auffällig war, dass nur bei Soldaten, die am Golfkriegsyndrom litten, Antikörper gegen Squalen im Blut nachgewiesen werden konnten, während dieses bei gesunden Soldaten nicht der Fall war (6).

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2000 kam zu dem Ergebnis, dass eine einzige Injektion von Squalen bei Ratten zu einer Arthritis führte – einer Autoimmunerkrankung (7).

Im Rahmen der breiten Anwendung der pandemischen H1N1-Impfstoffe kam es in Skandinavien und England zu einem bis zu 17-fachen Anstieg der Fälle von Narkolepsie bei 4- bis 18-Jährigen. Zurückgeführt wird dies auf das im Impfstoff enthaltene AS03 (8). Die Narkolepsie ist eine seltene, lebenslang andauernde neurologische Erkrankung, die zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt und  sich durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Betroffene können bis zu 20 Stunden am Tag schlafen und sind schwer erweckbar.

Im Allgemeinen wird behauptet, dass Grippeimpfungen gut verträglich sind und nur kurzfristige, leichte Nebenwirkungen haben (z. B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle). Die CDC (Centers for Disease Control) führen allerdings als Nebenwirkungen von Grippeimpfungen auch die folgenden Erkrankungen auf:

  • Erkrankungen des Blut- und lymphatischen Systems
  • Cellulitis ähnliche Reaktionen
  • Krämpfe
  • Allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie (lebensbedrohlich!)
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Guillain-Barre Syndrom (aufsteigende Lähmungen durch Schäden an den Myelinscheiden der Nerven).

Sie werden mir zustimmen, dass das alles nicht so wirklich toll klingt. Wir sind aber noch nicht am Ende. Grippeimpfstoffe enthalten nämlich noch ein paar andere wirklich unappetitliche Dinge.

Ein weiteres Adjuvans ist Thiomersal – eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Es besteht zur Hälfte aus Quecksilber und soll in der Konzentration, wie es in Impfstoffen verwendet wird, unschädlich sein. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelagentur sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Verbindung allergisch. Deutliche Symptome entwickelt jedoch nur jeder Zehnte dieser Gruppe. Tatsächlich ist Quecksilber eines der stärksten Gifte, das wir kennen, und es gibt keinen auch nur einigermaßen logischen Grund anzunehmen, dass es sicher ist, diesen Stoff intramuskulär zu injizieren sodass er in die Blutbahn gelangen kann. Aus Impfseren für Kinder wurde es auch inzwischen entfernt, aber in den Seren für Senioren ist es weiterhin vorhanden (z.B. Grippeimpfstoff Chiron). Das Natural News Forensic Food Lab testete 2014 den GKS Grippeimpfstoff Flulaval und fand dabei Quecksilberkonzentrationen in Höhe von 51000 ppb (9). Diese Konzentration ist 25000 mal höher als der von der FDA erlaubte Quecksilber Höchstwert für Trinkwasser von 2 ppb. Und dieses Quecksilber wird ja wie gesagt nicht oral aufgenommen, sodass der Körper noch eine Chance hätte es über Urin oder Fäces auszuscheiden.

Interessant finde ich die Gefahrenhinweise für Thiomersal (10):

 

Gefahr EG/1272/2008
       Piktogramme GHS06   GHS08   GHS09
       Gefahrenhinweise H300 Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310 Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330 Lebensgefahr bei Einatmen.
H373 ** Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

Und wir sollen jetzt ernsthaft glauben, dass dieses Zeug völlig ungefährlich ist? Lebensgefahr bei Hautkontakt, aber injizieren ist in Ordnung?!?

Es gibt zu Thiomersal keine Langzeitstudien am Menschen. In Tierversuchen an Ratten hat man herausgefunden, dass es nur zu einem geringen Grad über die Nieren ausgeschieden wird und sich zum größten Teil im Gehirn anreichert. Es wird immer wieder darüber diskutiert in wieweit Thiomersal für Autismus, ADHS aber auch Multiple Sklerose und Alzheimer verantwortlich ist (11). Whistleblower von den CDC behaupten, dass dementsprechende Hinweise in Untersuchungen von Lobbyisten der Pharmaindustrie sofort unterdrückt werden.

Nur kurz erwähnen möchte ich noch zwei weitere Komponenten, die häufig in Grippeimpfstoffen zu finden sind: Formaldehyd und Antibiotika.

Wie inzwischen bekannt ist, ist Formaldehyd krebserregend, und dazu müssen Sie es nicht in größeren Mengen aufnehmen (was Sie aber womöglich sowieso schon tun, wenn Sie die falschen Kosmetika verwenden). Zusammenhänge zwischen bei Kindern immer häufiger auftretenden Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebsfällen etc. und Formaldehyd in Impfungen werden nicht gesucht. Und selbst wenn man sie suchte, würden Spätfolgen dieser Art grundsätzlich nicht als Impfschäden anerkannt. Denn wer kann schon beweisen, dass die Impfungen aus der Kindheit Jahre später zu diesem oder jenem Gesundheitsproblem führten?

In Impfstoffen finden sich gelegentlich auch Rückstände von Antibiotika, wie zum Beispiel Gentamycin, Streptomycin oder auch Neomycin. Diese Antibiotika können schwere Schäden an Nieren und Gehör auslösen und dürfen auch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden. Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Nebenwirkungen an den Nieren und am Innenohr kommen. Zwar sind in Impfseren nur Spuren dieser Antibiotika vorhanden, trotzdem sollte man auch die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern im Auge behalten, die immer häufiger Schlagzeilen macht.

So, das ist jetzt ein sehr langer – aber wie ich finde- wichtiger Post geworden. Zum Abschluss möchte ich nur sagen: Ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen, sondern beuge lieber auf natürliche Weise vor mit Vitamin C und Vitamin D. Es gibt absolut keine Nebenwirkungen außer dass ich seit über 3 Jahren nicht einmal mehr eine Erkältung gehabt habe.

 

(1)Simonson, et al (2007). Lancet Infect Dis 7: 658-66

(2)Eurich, D. et al (2008). Am j Respir Crit Care Med 178: 527-33

(3)Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jul 7;(7):CD001269. doi: 10.1002/14651858.CD001269.pub4

(4)Govaert, M.E. et al (1994). J.A.M.A. 272: 1661-65.

(5)http://www.aerzteblatt.de/archiv/149561

(6)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014480099922955

(7)http://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)65077-8/abstract

(8)https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/narkolepsie/narkolepsie-studien-europa.html

(9)http://www.naturalnews.com/045418_flu_shots_influenza_vaccines_mercury.html

(10)https://www.chemie.uni-hamburg.de/claks/gefahrstoffe/54-64-8.htm

(11)http://www.prnewswire.com/news-releases/new-study-verifies-mercury-in-flu-shots-is-toxic-118432874.html