Vanille Chia-Pudding

Wenn es schon Pudding sein muss, dann doch bitte einer, der mehr zu bieten hat als nur eine Menge Zucker und Stabilisatoren. Die Lösung ist ganz einfach und der Pudding ist schnell gemacht und wirklich super lecker.

Chia Samen

Wenn man auf das herkömmliche Puddingpulver verzichten möchte, sind Chia Samen einfach die Lösung. In Flüssigkeit eingeweicht, quellen sie sehr schnell auf und verwandeln die Flüssigkeit in eine gelartige Masse – also genau richtig für Pudding.

Die Samen bieten Proteine, gesunde Fette, Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und Antioxidantien. Ihre hohe Konzentration des Omega-3 Fettes α-Linolsäure (ALA) hat sie vor allem bei Vegetariern und Veganern so bekannt gemacht. Chia Samen enthalten bis zu 40 Prozent Fett und davon sind 60 Prozent Omega-3-FS.

Ein Hinweis – Chia Samen verhalten sich wie Leinsamen, das heißt, damit unser Körper die Nährstoffe aufnehmen kann, müssen die Samen gemahlen sein.

Chia Samen können die Konzentrationen der Omega-3-FS ALA und Eicosapentaensäure (EPA) im Blut erhöhen. Sie erhöhen aber nicht die Konzentration von Docosahexaensäure (DHA), das heißt, es ist nicht möglich mit Chia Samen die tierische FS DHA zu ersetzen.

Bemerkenswert ist der Ballaststoffgehalt der Samen, der bei einer Menge von 2 EL ca. 10 g beträgt. Da die meisten Menschen eine zu Ballaststoff-arme Ernährung haben, ist das ein klarer Pluspunkt.

Kokosmilch

Kokosmilch enthält mittelkettige Triglyceride (MCTs), die vom Körper schnell in Energie umgewandelt werden können und nicht als Fett gespeichert werden. Sie hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (FS).

Wer jetzt glaubt, dass sie dann doch ungesund sein muss, weil gesättigte FS den Cholesterinspiegel anheben und Herzerkrankungen verursachen, der irrt. Man weiß, dass die FS der Kokosnuss tatsächlich den Cholesterinspiegel anheben, dieser Effekt tritt jedoch auf, weil nicht nur das LDL sondern auch das HDL Cholesterin (das sogenannte „gute“) ansteigt. Dem HDL wird eine cardioprotektive (herzschützende) Wirkung nachgesagt, und so haben Volksgruppen, deren Ernährung viele Kokosprodukte beinhaltet, auch tatsächlich sehr selten Herz-Kreislauferkrankungen. Eine Tatsache, die die American Heart Association (AHA) gerne ignoriert.

Außerdem sorgt der hohe Fettgehalt der Kokosmilch dafür, dass sie lange satt macht und hilft so beim Abnehmen.

Eigelb

Wie Eigelb? Aber das ist doch so schädlich und eine wahre Cholesterinbombe. Immerhin haben Menschen jahrzehntelang tatsächlich Eiweiß-Omelettes (also ohne Eigelb) gegessen (oder runtergewürgt), damit sie ihrem Herzen etwas gutes tun. Vereinzelt soll es auch heute noch Individuen geben, die sich auf diese Art quälen.

Stellt sich heraus, das ist absoluter Quatsch!

Eier sind selbstverständlich Bestandteil einer gesunden Ernährung: Sie enthalten viele Mikronährstoffe, Vitamine (D, B, K), Mineralstoffe und Jod. Ihr hoher Eiweißgehalt unterstützt die Sättigung und so hilft das Frühstücksei sogar beim Abnehmen. Die Nährstoffe befinden sich dabei sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß, wobei der größere Anteil im Eidotter zu finden ist.

Das ebenfalls im Ei enthaltene Lecithin schützt nicht nur die Leber und Dickdarmschleimhaut, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung, sondern stärkt auch die Nerven und hilft bei Stress. Lecithin verhindert übrigens auch die Aufnahme des Cholesterins aus dem Eigelb in die Darmwand.

Honig

Honig enthält unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und Natrium. Diese Stoffe sind echte Hilfen für unser Immunsystem. Die Glukoseoxydase des Honigs ist ein Enzym, das zu Wasserstoffperoxid umgewandelt wird und dann eine desinfizierende Wirkung hat. So trägt es zur Heilwirkung des Honigs bei. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich das flüssige Gold bewährt. Merke: Für unseren Körper ist Honig trotzdem Zucker (und führt zur Aktivierung derselben Stoffwechselwege wie Tafelzucker), aber wenigstens besitzt er einige gesunde Nährstoffe.

Durch die in ihm enthaltenen Flavonoide hat Honig eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Flavonoide helfen auch im Kampf gegen Viren. Wichtig: Diese Eigenschaften hat der Honig nur, solange er nicht auf über 40° C erhitzt wird! Deshalb wird er bei diesem Rezept auch erst zugegeben, wenn der Pudding schon abgekühlt ist.

Übrigens: Honig aus Ihrer Region ist ein Bestandteil der natürlichen Behandlung bei Heuschnupfen, da er praktisch eine Desensibilisierung gegen die bei Ihnen vorkommenden Pollen einleitet.

Klingt gut? Dann jetzt das Rezept für einen leckeren Pudding.

Zutaten:

  • 4 Eigelb (von glücklichen, freilaufenden Hennen)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Chiasamen gemahlen
  • 1 – 2 EL kaltgeschleuderter Honig (ich kaufe meinen direkt beim Imker)
  • 1/2 TL Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Kokosmilch in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen.
  2. Eigelb in eine Schüssel geben.
  3. Die heiße Milch langsam über das Eigelb geben und dabei kräftig rühren.
  4. Diese Mischung wieder in den Topf geben und weiterhin umrühren.
  5. Vanillepulver untermischen.
  6. Herd auf niedrigste Temperatur stellen und Mischung simmern lassen – nicht kochen. Dabei immer wieder umrühren.
  7. Nach ca. 10 Minuten hat die Mischung sich verdickt. Nehmen Sie sie vom Herd und lassen Sie sie 15 Minuten abkühlen.
  8. Chia Samen und Honig dazugeben und den Pudding auf zwei Schälchen verteilen.
  9. Im Kühlschrank 1 Stunde lang kalt stellen.

 

 

 

Chiapudding mit Rhabarber und Erdbeeren

Diesen Pudding kann man vielseitig verwenden. Er passt sowohl als Frühstück als auch als Dessert, und an warmen Tagen gibt er ein erfrischendes Mittagessen ab.

Wenn man Pudding hört, denkt man natürlich als erstes an Süßspeisen und etwas nicht so wirklich gesundes, aber das trifft für diesen Pudding nun überhaupt nicht zu. Im Gegenteil: Er besteht aus sehr gesunden Zutaten.

Chiasamen

Werden nicht umsonst als Superfood bezeichnet. Mit der wichtigste Grund für den Verzehr von Chiasamen ist ihr hoher Omega-3-Fettsäurengehalt. Sie bestehen zu 18 Prozent aus der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Zudem sind sie sehr ballaststoffreich (34 Prozent). und machen sehr lange satt. Außerdem unterstützen sie die Verdauung und geben Energie. Der Calcium-Gehalt von Chiasamen übertrifft den von Milch um das Fünffache und liegt bei 630 mg pro 100 g Chiasamen. Außerdem enthalten sie etwa doppelt so viel Eiweiss wie Getreide, nämlich über 20 Prozent bei einem Kohlenhydratgehalt von nicht einmal 5 Prozent (also, wer braucht schon Getreide?). Interessant ist am Aminosäureprofil der Chiasamen, dass sie hohe Anteile der Aminosäure Tryptophan enthalten, die den Serotonin-Spiegel und somit die Laune anheben kann.

Ich persönlich liebe Chiasamen, weil sie aufquellen und damit Nahrungsmitteln, denen sie zugesetzt werden, so eine puddingartige Konsistenz verleihen, aber wenn Sie sie nicht mögen, können Sie sie natürlich auch einfach im Smoothie oder in Säften verstecken.

Rhabarber

Rhabarber enthält u. a. Vitamin K (Blutgerinnung) und Vitamine des B-Komplexes (gut für Haut, Haare und Nerven). Er wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Verdauung und gibt dem Pudding seinen säuerlichen Geschmack. Den sauren Geschmack verdankt er Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Außerdem enthält er viel Kalium, das sich positiv auf die Zellen und Nerven auswirkt. Die in ihm enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung.

Übrigens bei Rhabarber immer dran denken, er gehört zu den sehr Oxalat-haltigen Gemüsen. Das bedeutet, das Kochwasser sollte weggeschüttet und nicht weiter verwendet werden (denn darin befinden sich nach dem Kochen die Oxalate).

Kokosmilch

Für mich einfach die Alternative, wenn es milchfrei sein soll. Durch den hohen Fettgehalt trägt die Kokosmilch dazu bei, dass der Pudding lange satt macht, und sie verleiht ihm eine cremige Konsistenz.

Kokosmilch enthält viele mittelkettigen Triglyceride, auch MCTs (Middle Chain Triglycerides) genannt. Die besondere Eigenschaft der MCTs ist, dass sie im Körper schneller als Energie verbrannt werden als andere Arten von Fettsäuren, die eher dazu führen, dass die Fettpölsterchen wachsen.

 

Zutaten

  • 720 ml Kokosmilch
  • 3/4 Becher Chiasamen
  • 1 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 750 g Rhabarber
  • 1 – 1,5 Becher Erdbeeren
  • 1 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 60 ml Wasser
  • als Topping Kokosraspel und/oder Cacao Nibs

Zubereitung

  1. Die ersten drei Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und in den Kühlschrank tun
  2. Rhabarber schälen und kleinschneiden und mit den Erdbeeren in einem Topf bei mittlerer Hitze kochen bis der Rhabarber weich wird (ca. 8 – 10 Minuten)
  3. Dann kommen alle Zutaten in den Mixer und werden gemixt bis sie glatt verrührt sind.
  4. Den Pudding für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit er gut durchkühlt.
  5. Topping der Wahl drauf und einfach nur genießen.

Zitronen-Mohn-Muffins

Heute ist Ostern, und da habe ich meine Mohn Muffins einfach in einer Osterform gebacken. So machen sie sich auch richtig gut im Osternest.

Aber natürlich kann man sie auch als ganz normale Muffins backen. An der Backzeit ändert sich dabei nichts.

Wie immer gilt, dass Nussmehle 1 : 1 austauschbar sind (außer Kokosmehl). Wer also lieber ein anderes Nussmehl nehmen möchte, immer zu!

Da ich keine Bio-Zitronen im Haus hatte und nicht die Schale von gespritzten Zitronen verwenden wollte, habe ich diese einfach durch ätherisches Zitronenöl (100 % ohne Zusätze) ersetzt. Das sind dann praktisch die Inhaltsstoffe der Zitronenschale in konzentrierter Form.

Zutaten:

  • 200 g Mandelmehl
  • 90 g Kokosmehl
  • 1/2 TL Himalaya Salz
  • 1 TL Backnatron
  • 1 (-2) EL kaltgeschleuderter Honig, geschmolzen
  • 2/3 Becher (160 ml) Kokosöl, geschmolzen
  • 4 große Eier
  • 165 ml Kokosmilch (ohne Zusätze, z. B. Aroy D)
  • 2 EL Zitronenextrakt
  • Schale einer Zitrone (alternativ 10 Tropfen Zitronenöl)
  • 1 EL Blaumohn

Zubereitung:

  1. Ofen auf 175° C vorheizen
  2. Mandelmehl, Kokosmehl, Salz und Backnatron in einer großen Schüssel vermischen
  3. Öl und Honig in einem Mixer gut durchmischen (ca. 2 Minuten)
  4. Dann die Eier eins nach dem anderen in den Mixer geben
  5. Nun die restlichen vier Zutaten ebenfalls in den Mixer geben und gut mischen
  6. Formen Sie eine Kuhle in der Mitte der trockenen Zutaten und gießen sie die Mischung aus dem Mixer hinein
  7. Alle Zutaten mit einem Holzlöffel gut verrühren, sodass sich ein glatter Teig formt. Er ist relativ feucht, da das Kokosmehl viel Wasser aufnimmt
  8. Den Teig in die Muffinformen gießen (ca. 12 Stück) und 20 Minuten backen
  9. Aus dem Ofen nehmen, und die Muffins aus der Form entfernen
  10. Vor dem Essen (wenn möglich) erst abkühlen lassen.

Als Muffins sieht das Ganze dann so aus:

 

 

Und nun, guten Appetit!

 

 

Banane-Nuss Muffins mit Schokosplittern

Auf vielfachen Wunsch kommt hier wieder ein Muffinrezept. Ich persönlich stehe ja total auf Banane und Nuss und verwende sie deshalb auch gerne in meinen Backwaren. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich eine absolute Banane-Nuss Muffin Sucht habe.

Bitte daran denken, dass Nüsse vor der Verwendung immer einige Stunden gewässert werden müssen. Sie haben einen relativ hohen Phytatgehalt, der beim Essen sonst dazu führen kann, dass der Körper Mineralien nicht mehr richtig aufnehmen kann. So sagt uns die Nuss halt, dass sie eigentlich nicht von uns gegessen werden möchte. Durch das Einweichen werden die Phytate aus der Nuss entfernt und verbleiben im Wasser (das natürlich weggeschüttet wird).

Ich habe für dieses Rezept Pekannüsse verwendet.  Sie gehören zur Familie der Walnüsse, schmecken allerdings süßer und aromatischer. Bereits eine Handvoll Pekannüsse reicht aus, um genügend der für das Herz-Kreislauf-System wichtigen ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen.

Daneben sind Pekannüsse auch reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, unter anderem enthalten sie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte werden Pekannüsse gerne von Astronauten im Weltraum gegessen (kleiner Fun-Fakt, den man auf der nächsten Cocktailparty mal locker anbringen kann).

Gesundheitliche Vorteile von Pekannüssen:

Positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel

Der regelmäßige Verzehr von Pekannüssen, kann einen zu hohen Cholesterinwert senken. Viele Ärzte gehen nach wie vor davon aus, dass ein zu hoher Cholesterinspiegel ein Auslöser für verschiedene Herzerkrankungen ist (auch wenn wir inzwischen wissen, dass das so nicht stimmt und die Geschichte viel komplexer ist und mit Cholesterin eigentlich nicht viel zu tun hat). Aber sei’s drum. Auf jeden Fall besitzen Pekannüsse Vitamin E, Proteine und oxidative Eigenschaften, die das Herz schützen und helfen, das Risiko für einen Bluthochdruck zu verringern.

Pekannüsse und Diabetes

Diese Nüsse besitzen die Eigenschaft den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, was natürlich für Diabetiker ein sehr interessanter Punkt ist.  Aber auch Nicht-Diabetiker werden einen ausgeglicheneren Blutzuckerspiegel durchaus zu schätzen wissen, denn er verhindert Hungerattacken.

Vorbeugung gegen Gallensteine

Studien haben gezeigt, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Pekannüssen, aber auch den von Mandeln und Erdnüssen, das Risiko Gallensteine zu bekommen deutlich verringert werden kann. Ein Effekt, der vor allem bei Männern auftritt.

Gewichtskontrolle

Pekannüsse sind nicht nur reich an Fetten, sie sind ebenso reich an Ballaststoffen und Eiweiß. Durch ihre antioxidative Eigenschaften, können Pekannüsse hilfreich sein, wenn es um die Gewichtskontrolle geht. Sie sättigen langanhaltend und sorgen wie schon gesagt für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel. Beide Faktoren führen dazu, dass der Heißhunger auf Süßes weniger/gar nicht mehr auftritt.

So, genug gelernt. Und nun zum Rezept:

Zutaten:

  • 3 Bananen
  • 3 Eier
  • 2 EL Ahornsirup (oder kaltgeschleuderter Honig)
  • 1 TL Vanilleextrakt (ohne Zucker)
  • 1/2 Becher (120 ml) feine Mandelbutter
  • 1/4 Becher Kokosmehl
  • 1 TL Zimt (ich liebe Zimt, wenn Sie ihn nicht so mögen, nehmen Sie nur 1/4 TL)
  • 1 TL Backnatron
  • Prise Salz
  • 1/2 Becher gehackte Pekannüsse
  • 1/2 Becher Cacao Nibs

Zubereitung:

  1. Ofen auf 170° C vorheizen
  2. Die Bananen, Eier, Ahornsirup, Mandelbutter und Vanilleextrakt in einer großen Schüssel gut verrühren (ich nehme dazu einen Stabmixer).
  3. Dann Kokosmehl, Backnatron, Zimt und Salz unterrühren.
  4. Zum Schluss die Pekannüsse und Cacao Nibs unterheben.
  5. Den Teig mit einem Löffel in Muffinformen umfüllen. Achtung, der Teig ist relativ flüssig! Das ist richtig so, denn Kokosmehl saugt Flüssigkeit auf wie ein Schwamm.
  6. Dann die Muffins 25 Minuten backen. Wenn sie abgekühlt sind, können sie aus der Muffinform entfernt werden.

Double Chocolate Brownies

Wenn Sie Schokolade lieben, dann sind Brownies ab und zu ein absolutes Muss. Hier ist eine Alternative, die weniger Zucker und dafür mehr Fett enthält. Wenn Sie es sich noch weiter schön reden wollen, Kakao enthält sehr viele Antioxidantien. Sie verstehen was ich meine: Brownies sollten nicht der tägliche Nachtisch sein.

Der Kakao sollte möglichst hochprozentig sein, damit er nur noch wenig Zucker enthält. Alles, was unter 70 % Kakaoanteil geht ist tabu. Ich benutze Rohkakaopulver.

Honig und Banane enthalten genug Zucker, damit das Ganze süß schmeckt. Ich nehme meistens nur einen EL Honig, weil ich finde, dass es sonst insgesamt zu süß wird. Für den Anfang sind 2 EL Honig, aber noch in Ordnung (Sie essen ja nicht die gesamten Brownies).

Wenn Sie insgesamt weniger Zucker essen, kalibrieren sich Ihre Geschmacksknospen neu. Nach ein paar Wochen werden Sie feststellen, dass Nahrungsmittel, die Sie immer noch extra gezuckert haben, auf einmal süß genug sind.

Aber nun zum Rezept.

Zutaten:

  • 2 Becher (480 ml)  Mandelbutter
  • 3 Eier
  • 2 EL kaltgeschleuderter Bio-Honig
  • 1 TL Vanilleextrakt (ich nehme den von Simply Organic, weil er keine Zusatzstoffe und vor allem keinen Zucker enthält)
  • 1/2 Becher Rohkakaopulver
  • 1/2 TL Himalaya Salz
  • 1 TL Backnatron
  • 1/2 Becher Kakao Nibs (mindestens 70 % Kakao)
  • 1 sehr reife Banane

Zubereitung:

  • Ofen auf 170° C vorheizen.
  • Die Mandelbutter und Eier gut verrühren. Am besten nehmen Sie hierzu einen Stabmixer.
  • Honig und Vanilleextrakt hinzufügen und gut vermischen.
  • Dann Salz, Backnatron und sehr langsam das Kakaopulver hinzugeben (sonst staubt es fürchterlich).
  • Zum Schluss noch die Kakaonibs und die Banane unterrühren.
  • Fetten Sie eine 23 x 33 cm große Backform mit Kokosöl (Butter oder Ghee) ein, geben Sie den Teig hinein und backen Sie die Brownies für 35 – 40 Minuten (oder bis ein Holzstück sauber wieder herauskommt).

Warm sind diese Brownies superlecker.

Super einfache Schokoladen-Mandelbutter Cups

Ich liebe Schokolade und Mandelbutter, und da ist dieses Rezept einfach großartig. Machen Sie es sich mit einem Kaffee und den Butter Cups auf dem Sofa gemütlich, und lassen Sie den Winter einfach vor der Tür stehen.

Zutaten:

1 Becher feine Mandelbutter

1/2 Becher Kokosraspel

1 EL Kokosöl

1 EL kaltgeschleuderter Honig

Prise Salz

1 Becher Schokodrops (mindestens 70 % Kakao)

            1 Becher (amerikanische Maßeinheit) ≈ 240 ml

 

Zubereitung:
  • Mandelbutter, Kokosraspel, Kokosöl, Honig und Salz in einem Mixer (oder mit einem Stabmixer) gut verrühren bis Sie eine glatte Masse erhalten.
  • Geben Sie die Mischung in kleine Muffinförmchen. Füllen Sie diese etwa ein Drittel (pro Förmchen ein gut gehäufter EL).
  • Die Schokodrops schmelzen und auf die Teigmasse in den Muffinförmchen verteilen.
  • Die Butter Cups für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank geben, damit sie fest werden.
  • Bewahren Sie die Butter Cups im Kühlschrank auf, und nehmen Sie sie 5 Minuten vor dem Essen heraus, damit die Schokolade leicht schmelzen kann.

Ich nehme übrigens Muffinformen aus Silikon, weil sich der Teig aus ihnen gut lösen lässt.

Knusprige Grünkohl Chips – der ultimative Fast-Food Snack

Jeder liebt Chips, und wie die Pringle Werbung verspricht „Wetten, dass Sie nicht nur einen essen können“. Bei herkömmlichen Chips ist das keine gute Idee. Aber zum Glück gibt es zu den wirklich ungesunden Chips, die Sie im Supermarkt kaufen können, und die voll mit Transfetten und anderen unappetitlichen Dingen sind, eine tatsächlich gesunde Alternative, die schnell gemacht ist, und die sie nach Herzenslust genießen können (auch gerne mehr als einen).

Grünkohl Chips ist das Zauberwort.

Nicht nur, dass sie mit einigen einfachen Zutaten richtig lecker schmecken, grünes Blattgemüse ist auch so ziemlich das Gesündeste, das Sie Ihrem Körper antun können. Und Grünkohl ist, was Ihre Gesundheit angeht, ein wahres Powergemüse.

Schauen wir uns diese Chips mal genauer an.

Grünkohl

Ein Becher voll Grünkohl (also 240 ml) beinhaltet 684 % der empfohlenen Tagesdosis für Vitamin K, 206 % für Vitamin A und 134 % für Vitamin C. Desweiteren enthält Grünkohl Mineralien wie Eisen und Calcium und Proteine. Auch wichtige Omega-3-Fettsäuren sind in Grünkohl vorhanden, die für den Zellmembranaufbau im Gehirn benötigt werden und  vor Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Autoimmunerkrankungen schützen.

Von den Antioxidantien, die im Grünkohl enthalten sind, sind drei besonders bemerkenswert:

  • Indol-3-Carbinol. I3C kann, toxische und krebsauslösende Substanzen (Karzinogene) wie Dioxine,  Aflatoxine und Amine unschädlich machen und damit die DNA, die zelluläre Erbsubstanz, vor bösartigen Zellveränderungen schützen. Diese Phytochemikalie soll die Fähigkeit haben, Krebs, vor allem hormonbedingten, zu verhindern.
  • Sulforaphan. Sulforaphan wirkt vorbeugend und therapeutisch gegen Hautkrebs (Melanome) und Blutkrebs (Leukämien). Außerdem ist es bei arthritischen Gelenkerkrankungen hilfreich, und es schützt vor Atemwegserkrankungen, weil es freie Radikale abbaut.
  • Lutein und Zeaxanthin. Die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin gewinnen in letzter Zeit zunehmend an Interesse, da sie möglicherweise bei bestimmten Formen von retinalen Degenerationen, und hier insbesondere bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), eine protektive Wirkung besitzen könnten. Die AMD kann zur Erblindung führen.
Kokosöl

Es sind zwei Substanzen in Kokosöl, die es so gesund machen.

  • Laurinsäure. Dieses ist die Hauptfettsäure des Kokosöls. Tatsächlich ist Kokosöl die größte Quelle von Laurinsäure auf der Erde. Diese Säure hat die Eigenschaft, die schützende Lipidmembran von Bakterien und Viren zu durchdringen und somit die Schädlinge von innen heraus zu zerstören. Somit stärkt Laurinsäure das Immunsystem und hilft dem Körper, sich gegen Krankheiten und Schädlinge zu wehren. Laurinsäure wird im Körper in das Monoglycerid Monolaurin umgewandelt. In Studien zeigte sich dies effektiv gegen Antibiotika-resistente Bakterienstämme. Außerdem hat Monolaurin antimykotische (gegen Pilze gerichtete) und antivirale Effekte.
  • Mittelkettige Triglyceride (MCTs). Im Gegensatz zu langkettigen Triglyceriden, die in Pflanzenölen vorkommen, sind diese MCTs leicht verdaulich und können schnell Zellmembranen durchdringen. In der Leber werden sie in Ketonkörper umgewandelt, die dann dem Körper als schnelle Energie zur Verfügung stehen. Sie werden nicht als Fett gespeichert. Außerdem haben sie noch folgende Wirkungen:
Herzgesundheit Verbessern die Hirnfunktion, auch bei Alzheimer-Demenz
Steigern das Immunsystem Unterstützen die Schilddrüse
Sorgen für gesunde, jung-aussehende Haut Können zur Gewichtsreduktion beitragen
Helfen beim Erhalt der Muskelmasse Verzögern den Glykogenabbau in den Muskeln

 

Nun aber endlich zum Rezept:

Zutaten:
  • 6 Becher zerkleinerter krauser Grühnkohl ohne Stämme (je krauser der Grünkohl desto besser werden die Chips)
  • 2TL Kokosöl, Weidebutter oder Ghee
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • Optional: Kümmel, Paprika, Knoblauch, Chili oder ein anderes Gewürz Ihrer Wahl
Zubereitung:
  1. Grünkohl waschen und gut trocknen. Vor dem Backen muss der Kohl komplett trocken sein!
  2. In einer großen Schüssel den Grünkohl mit dem Kokosöl gut mischen. Benutzen Sie dazu am besten Ihre Hände, und massieren Sie das Öl in den Kohl ein bis alle Blätter komplett bedeckt sind.
  3. Fügen Sie das Salz und die Gewürze hinzu und mischen Sie nochmals gut.
  4. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie den Grünkohl in einer Schicht darauf, so dass nichts überlappt.
  5. Bei 150° C ca. 12 – 15 Minuten im Ofen backen bis die Blätter grün und knusprig sind.
  6. Lassen Sie die Chips vor dem Essen komplett abkühlen, dadurch werden sie noch knuspriger.

Ich mache meine Chips übrigens gerne im Dörrgerät, aber das hat ja nicht jeder zuhause. Sollten Sie sich doch in dieser Lage befinden, dann befüllen Sie das Gerät mit dem Grünkohl, schalten es auf 70° C an und trocknen die Chips für ca. 7 Stunden. Auf diese Weise werden sie super kross, ohne dass Sie sich Sorgen machen müssen, dass etwas verkohlen könnte.

 

Wetten, Sie können nicht nur einen essen?

Schokoladen-Kaffee-Kuchen

img_20161113_145815Wir hatten mal wieder einen Geburtstag zu feiern, und da durfte ein Kuchen natürlich nicht fehlen. Dieser Kuchen ist schön saftig und kam bei meinem Sohn so gut an, dass er gleich angeregt hat, diesen doch öfter mal zu machen.

Es handelt sich dabei um einen einfachen Rührkuchen.

Sie brauchen:

  • 4 Eier (von glücklichen Hühnern)
  • 1/2 Becher (120 ml) Kokosmilch ohne Zusätze (20 % Fett)
  • 1/4 Becher natives Kokosöl
  • 120 ml gebrühter Kaffee oder Espresso
  • 1 EL Imkerhonig
  • 1 TL Vanillextrakt
  • 1/2 Becher Mandelmehl
  • 1/2 Becher + 1 EL Kokosmehl)
  • 1/2 TL Backnatron
  • 1 Prise Meersalz oder Himalayasalz
  • 1 Becher dunkle Schokotropfen (mindestens 70 % Kakao)
  • 1/2 Becher Kokosraspel

Heizen Sie den Ofen auf 180° C auf.

Geben Sie die Eier, Kokosmilch, Kokosöl, Kaffee, Honig und Vanille in eine Schüssel und rühren Sie sie gut durch. Ich benutze dafür meinen Stabmixer.

Geben Sie dann nach und nach Mandel- und Kokosmehl, Backnatron, Salz und die Schokolade hinzu und verrühren Sie alles.

Den Teig geben Sie in eine gefettete Springform (20 cm Durchmesser) und verteilen Sie ihn gleichmäßig. Verteilen Sie die Kokosraspel auf dem Teig.

Backen Sie den Kuchen 40 Minuten und lassen Sie ihn danach abkühlen (wenn Sie können). Guten Appetit!

Getreidefreies Shortbread

img_20161113_121716Lieben Sie auch Butterkekse? Ich kann mich noch erinnern, dass meine Uroma immer extra Butter auf Leibnitz Butterkekse geschmiert hat. Sooo lecker!

Aber wer Shortbread kennt, weiß, dass dieses Butterkeksen mit extra Butter in nichts nachsteht. Und noch dazu ist es ganz einfach und schnell herzustellen.

Zutaten:

  • 300 g Mandelmehl
  • 250 g Butter von Weidetieren
  • 2 EL Xylitol oder alternativ 2 EL Imkerhonig
  • Prise Salz.

Die Butter sollte einige Zeit bei Raumtemperatur gestanden haben, damit sie schon etwas weich wird. Sie können sie aber auch schmelzen (aber bitte nicht in der Mikrowelle).

Xylitol ist Birkenzucker. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich tatsächlich um original Birkenzucker handelt. Es gibt auch Xylitol, das aus Mais hergestellt wird. Dieses sollten sie auf gar keinen Fall verwenden.

Zubereitung:

Sie verrühren die Zutaten entweder mit einem Stabmixer oder in der Küchenmaschine, formen aus dem Teig eine Kugel und rollen diese auf einem mit Backpapier belegten Backblech etwa 1 cm dick aus. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Sie können Kekse ausstechen, den Teig zu Shortbread Fingern verarbeiten oder einfach  einen großen oder mehrere kleine Kreise aus dem Teig formen. Wichtig ist, dass Sie den Teig einschneiden, bevor Sie ihn in den Ofen tun, damit Sie hinterher das Shortbread besser schneiden können. Außerdem sollten Sie den Teig mit einer Gabel einpieksen, damit sich beim Backen keine Blasen bilden.

Nun kommt das Shortbread bei 140° C für ca. 45 Minuten in den Ofen.

 

Tigernuss Kekse

p1080845Tigernüsse sind in Deutschland unter diesem Namen eigentlich wenig bekannt. Ich muss zugeben, ich musste mich auch erstmal belesen. Tigernüsse werden auch Erdmandeln oder im Spanischen Chufa genannt und gehören zur Familie der Sauergrasgewächse. Sie wachsen weltweit, haben aber ihren Ursprung im Mittelmeerbereich.

Was macht Tigernüsse so gesund?

  1. Sie enthalten viel resistente Stärke (unlösliche Stärke). Dies ist eine Stärkeart, die unser Körper nicht verdauen kann (womit sie auch nicht den Blutzuckerspiegel erhöht). Sie wird als Präbiotikum eingesetzt, also als Nahrungsquelle für unsere guten Darmbakterien. Und glauben Sie mir, wenn es Ihren Darmbakterien gut geht, dann geht es Ihnen auch gut.
  2. Tigernüsse enthalten viele Ballaststoffe (ganze 26 g/100g), wodurch sie für eine gute Verdauung sorgen. Sollten Sie über ein Müsli nachdenken, so tun Sie einfach 1 – 2 EL Tigernüsse mit hinein.
  3. Tigernüsse sind zwar Knollengewächse, enthalten aber viele gute Fette. Die Fettzusammensetzung der Tigernuss entspricht ungefähr der von Olivenöl (73 % einfach ungesättigtes Fett, 18 % gesättigtes Fett, 9 % mehrfach ungesättigtes Fett).

Nun aber zum Rezept:

Zutaten:

3 – 4 entkernte Medjoul Datteln

1/4 Becher natives Kokosöl

1 großes Ei

1 TL Vanilleextrakt

1 Becher Tigernussmehl (eng gepackt)

1 1/2 TL Zimt

1/2 TL geriebener Ingwer (oder Pulver)

1/2 TL Backnatron

1/4 TL Meersalz

 

Ofen auf ca. 180° C vorheizen.

Die ersten 4 Zutaten in einen Mixer geben und mixen bis sie gut püriert sind. Danach die übrigen Zutaten dazugeben und gut mischen.

Verteilen Sie den Teig esslöffelweise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und drücken Sie die einzelnen Teighaufen leicht mit der Hand platt.

Backen Sie die Kekse ungefähr 10 Minuten, lassen Sie sie 5 – 10 Minuten abkühlen und passen Sie auf, dass sie nicht in den nächsten 10 Minuten alle weg sind.

 

Ergibt 10 – 12 Kekse