Geröstete Kürbiskerne

KürbiskerneDas schöne am Herbst ist, dass es jetzt wieder Kürbisse jeder Form und Größe gibt. Nicht nur, dass man Kürbissuppe, Kürbispommes und Kürbismus machen kann, aber es gibt auch wieder geröstete Kürbiskerne.

Inhaltsstoffe der Kürbiskerne

Kürbiskerne haben eine Menge zu bieten. Sie sind reich an Provitamin A, Vitamin B, C und E, Eisen, Kalzium, Magnesium, Selen und Zink. Es kommt aber noch viel besser, denn sie enthalten außerdem:

  • das Glückshormon Serotonin
  • Phytosterole wie Sitosterin und Delta7 Sterole. Phytosterole hemmen die Aktivität der 5-alpha-Reduktase, eines Enzyms, das normalerweise Testosteron in DHT (Dihydrotestosteron) umwandelt, also den DHT-Spiegel erhöht. Wird das Enzym gehemmt, sinkt der DHT-Spiegel. Durch diese Wirkung kann eine Prostatavergrößerung reduziert und Haarausfall bei Männern gestoppt werden
  • L-Arginin, eine Aminosäure, die durchblutungsfördernd wirkt und als Potenzmittel Einsatz findet
  • Phenolglycoside, welche durch Stärkung der Beckenbodenmuskulatur die Entleerung der Blase unterstützen, sodass eine Restharnbildung verhindert wird, die zu einer Blasenentzündung führen kann.
  • Linolsäure erhält die Elastizität der Haut.

Anwendungsgebiete für Kürbiskerne

  • Prostataerkrankungen wie die benigne Prostatahyperplasie (eine gutartige Vergrößerung der Prostata)
  • Blasenschwäche und Reizblase
  • Gelenkentzündungen (Kürbiskerne haben eine entzündungshemmende Wirkung)
  • Haarausfall
  • Nierenerkrankungen wie Entzündungen und Nierensteine. Kürbiskerne wirken auch harntreibend und entwässernd.
  • Unreine Haut
  • Darmparasiten.

Klingt doch gut, oder?

Also, das nächste Mal, wenn es wieder Kürbis gibt, die Kerne nicht einfach wegschmeißen, sondern weiter verarbeiten. Die Kerne aus dem Kürbis herauslösen und in eine Schüssel mit Salzwasser geben. Am besten lässt man sie über Nacht stehen, dann kann man am nächsten Tag das verbliebene Fruchtfleisch ganz einfach entfernen.

Zubereitung

  1. Die Kerne vom Fruchtfleisch befreien und trocken tupfen.
  2. Kerne mit 1 EL Ghee (Butter oder Kokosöl) in eine Schüssel geben und – am besten mit den Händen – gut vermischen
  3. Jetzt ist Kreativität gefragt. Welchen Geschmack sollen die Kürbiskerne bekommen? Ich finde Salz mit Knoblauch sehr lecker. Aber wie wäre es mit Salz und Essig oder Paprika oder Zimt und Vanille oder Kümmel oder, oder, oder.
  4. Je nach Menge die Kerne auf einem Backblech oder einfach auf einem Teller in einer Lage ausbreiten.
  5. Im Ofen bei kleinster Einstellung (ich habe einen Gasherd und stelle ihn demnach auf Stufe 1) 25 – 30 Minuten rösten. Einfach öfter mal reingucken, damit nichts anbrennt.
  6. Hmmmm

 

Pekannuss Shortbread

Pekannuss ShortbreadIch liebe einfach Shortbread. Dieses Gefühl, wenn die Butter im Mund schmilzt. Shortbread Kekse kann man ganz einfach selber machen. Alles, was man braucht, sind sieben Zutaten.

Ich habe für dieses Rezept Pekannüsse genommen. Sie gehören zur Familie der Walnüsse, schmecken allerdings süßer und aromatischer.

Pekannüsse sind geballte Nährstoff-Päckchen: Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen wirken sich günstig auf die Knochen und auf verschiedene Stoffwechselvorgänge aus. Außerdem enthalten sie das Spurenelement Selen. Dieses bindet beispielsweise Schwermetalle und trägt somit zur Entgiftung des Körpers bei. Der hohe Proteingehalt und verschiedene B-Vitamine sind gut für die Nerven, das Gehirn und die Muskeln. Das ebenfalls reichlich enthaltene Vitamin A schützt Augen und Schleimhäute.

Studien zeigen: Der mäßige, aber regelmäßige Verzehr von Pekannüssen bringt positive Effekte bei erhöhtem Blutdruck und Cholesterinspiegel. Außerdem enthalten Pekannüsse viele Ballaststoffe – 100 g liefern fast ein Drittel der täglich empfohlenen Menge von 30 g. Sie sind die Nüsse mit der größten Menge an Antioxidantien und dem höchsten Fettgehalt aller Nüsse (72 % Fett).

Bereits eine Handvoll Pekannüsse reicht aus, um genügend der für das Herz-Kreislauf-System wichtigen ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen. Besonders empfehlenswert sind Pekannüsse nicht nur bei Bluthochdruck, sondern auch bei Diabetes, da sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken

 

Pekannuss Shortbread

Ergibt 24 Kekse

Zutaten:

  • 2 1/2 Tassen Mandelmehl
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • 1/4 TL Backnatron
  • 1 Tasse gehackte Pekannüsse
  • 1/2 Tasse Weidebutter
  • 1 TL kaltgeschleuderter Honig
  • Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Mit einem Stabmixer die Butter und den Honig gut verrühren.
  2. In einer zweiten Schüssel alle trockenen Zutaten sowie die Pekannüsse mischen.
  3. Die Buttermischung unter die trockenen Zutaten geben.
  4. Rollen Sie den Teig in Backpapier und tun Sie ihn für eine Stunde in den Kühlschrank. Die Rolle sollte einen Durchmesser von ungefähr 6 cm haben.
  5. Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und schneiden Sie ihn in etwa 0,5 cm große Scheiben.
  6. Legen Sie die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  7. Bei 170° C ungefähr 15 Minuten backen bis die Kekse leicht golden sind.
  8. Abkühlen lassen und genießen.

Avocado Walnuss Brownies

Avocado Walnuss BrowniesAls ich das erste Mal gehört habe, dass jemand Avocados in Brownies Teig mischt, dachte ich – was für eine verrückte Idee. Aber dann habe ich mir überlegt, dass Avocados sicherlich für eine wahnsinnig cremige Konsistenz sorgen. Und was soll ich sagen – sie sind einfach super!

Avocados – voll gesunder Fette

Die Avocado ist – gemeinsam mit der Olive – die fettreichste Frucht. Und wie die Olive ist die Avocado eine gute Quelle für gesunde Fette, wie z.B. die Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure. Studien haben gezeigt, dass diese Fettsäuren den Blutspiegel von LDL (dem „bösen“ Cholesterin) reduzieren, und gleichzeitig den HDL-Spiegel (das „gute“ Cholesterin) erhöhen.

Durch ihren hohen Fettgehalt sorgt die Avocado dafür, dass andere Nährstoffe – vor allem natürlich die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K – vom Körper besser aufgenommen werden können.

Avocados enthalten außerdem eine Vielzahl an wichtigen Nährstoffen, die eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielen. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans, Folsäure reduziert den Homozystein Blutspiegel, Kalium hilft bei der Einstellung des Blutdrucks, Phytosterole reduzieren die Cholesterin Aufnahme, und Ballaststoffe helfen den Blutzucker zu kontrollieren.

 

Es lohnt sich also auf jedem Fall sowohl für Gesunde als auch für Kranke, mehr Avocados zu essen. Da kommen diese Avocado Brownies natürlich gerade recht.

Zutaten:

  • 3 reife Avocados
  • 3 Eier
  • 1/3 Becher (80 ml) Mandelmehl
  • 2 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 1 kleine Banane
  • 1/2 Becher (120 ml) rohes Kakaopulver
  • 1/2 Becher Walnüsse (gehackt)
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 TL Backnatron
  • 2 TL Weinstein
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1/4 TL Chillipulver

Zubereitung:

  1. Ofen auf 170° C vorheizen.
  2. Fetten Sie eine 20 x 20 cm Backform mit Kokosöl ein (oder legen Sie sie mit Backpapier aus)
  3. Verarbeiten Sie alle Zutaten zu einem glatten Teig (am besten im Mixer oder einer Küchenmaschine). Geben Sie die Walnüsse zum Schluss hinzu.
  4. Füllen Sie den Teig in Ihre Backform, und streichen Sie ihn mit einem Spatel glatt.
  5. Backen Sie die Brownies 35 Minuten
  6. Lassen Sie sie vor dem Schneiden etwa 20 Minuten abkühlen.

Optional können Sie die Brownies auch noch mit Schokoguss überziehen.

Für den Guss benötigen sie:

  • 60 g dunkle Schokolade (mindestens 70 % Kakao, je dunkler desto besser)
  • 1 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • 2 – 4 TL Kokosmilch.

Schmelzen Sie die Schokolade, den Honig und das Salz in einem Wasserbad, und rühren Sie langsam die Kokosmilch ein. Verteilen Sie diese Mischung über den Brownies.

Und dann verteilen Sie diese Brownies an Ihre Lieben und erzählen ihnen erst hinterher, dass sie gerade Avocados gegessen haben. Manchmal kann man sich auch über die kleinen Dinge freuen…

 

Kokos-Bananen-Kekse

Kokos-Bananen KekseDiese getreidefreien Kokos-Bananen Kekse sind einfach und super schnell gemacht.

Die verwendeten Zutaten machen sie zu einer gesünderen Alternative als die Kekse aus dem Supermarkt. Aber Vorsicht! Es gibt keine gesunden Kekse.

Die Kokosnuss ist eine deutlich gesündere Alternative zu herkömmlichen Getreidemehlen. Ihr Fruchtfleisch enthält viele Ballaststoffe, mittelkettige Triglyceride und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Natrium, Kupfer, Eisen und Phosphor. Durch ihre gesunden Fette wirkt sie sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Positiv ist auch der deutlich geringere Kohlenhydratanteil (4,6 g gegen 70,9 g), der nicht zu einer Wahnsinns Insulinausschüttung führt (und damit bleibt auch der Heißhunger auf weitere Kohlenhydrate aus).

Bananen enthalten unter anderem die Mineralstoffe Kalium und Magnesium, welche für die Funktion von Muskeln und Nerven sowie für die Energiegewinnung und den Elektrolyt-Haushalt wichtig sind. Außerdem enthalten sie Vitamin B6, das eine Rolle im Eiweißstoffwechsel spielt. Sie eignen sich super als natürliches Süßungsmittel.

Ich habe bei diesem Rezept Honig verwendet, da die Kekse auch für Leute, die Zucker essen, süß schmecken sollten. Wer wenig oder keinen Zucker isst, wird sie womöglich ein wenig zu süß finden. In diesem Fall den Honig einfach weglassen. 

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut mischen.
  2. Den Teig mittels eines Eisportionierers (ein Esslöffel geht auch) auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen (die Menge reicht für ca. 20 Kekse).
  3. Die so geformten Häufchen mit der Hand ein wenig platt drücken.
  4. Ofen auf 170° C vorheizen.
  5. Die Kekse ca. 20 Minuten backen. Nach 10 Minuten wenden, da sie sonst von unten zu braun werden.

Abkühlen lassen und genießen.

Zucchini Chips mit Essig und Salz

Immer wenn ich in England Urlaub gemacht habe, habe ich mich besonders auf die Kartoffelchips mit Essig und Salz gefreut. Man merkt schon, das ist jetzt eine Weile her, denn heute kann man die ja auch hier kaufen.

Nach England fahre ich immer noch, aber die Kartoffelchips esse ich schon lange nicht mehr. Und dafür gibt es gute Gründe – zum Beispiel die krebserregenden Stoffe, die sie beherbergen.

Selbstgemachte Chips sind eine super Alternative.

Sie wissen, was drin ist. Selbst die besseren Chips Varianten – ich spreche hier von Grünkohl oder Roter Bete – beinhalten in der Regel Pflanzenöle. Da diese große Mengen entzündungsauslösende Omega-6 FS enthalten, möchte ich sie lieber nicht essen.

Wenn Sie stärkehaltige Gemüsesorten vermeiden, haben Sie einen kohlenhydratarmen Snack, den Sie sogar im Zuge einer ketogenen Diät (Kohlenhydratanteil 20 – 50 g pro Tag) essen könnten.

Ich persönlich liebe Zucchini. Halt, das stimmt so nicht ganz. Ich liebe eigentlich so ziemlich jedes Gemüse. Aber da die Zucchini so einfach zu verarbeiten ist, bietet sie sich für die Chipsherstellung einfach an. Außerdem wuchert sie gerade in meinem Garten im Hochbeet.

Die Zucchini enthält Mineralstoffe wie Kalzium, das für die Knochen wichtig ist, sowie Spurenelemente wie Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird. In Zucchini findet sich zudem Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das der Körper zum Beispiel für das Sehen braucht. Allerdings sollte sich Ihre Begeisterung hierüber in Grenzen halten – unser Körper ist nicht besonders gut in der Umwandlung von Provitamin A in Vitamin A (also doch lieber Leber essen). Auch Vitamin C ist in Zucchini enthalten.

Zum Olivenöl muss ich wohl nicht viel sagen. Reich in einfach ungesättigten Fettsäuren ist es das Öl der Mediterranen Diät, der ja bekanntermaßen große Vorteile für das Herz-Kreislaufsystem zugesprochen werden.

Apfelessig ist ein ganz besonderer Saft. Hier finden Sie 10 Gründe, warum er in Ihrer Ernährung nicht fehlen sollte.

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Zucchini
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • Himalaya- oder Meersalz

Zubereitung:

  1. Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Ich benutze dafür einen Gemüsehobel, wenn Sie eine Küchenmaschine haben, geht die natürlich auch.
  2. Olivenöl und Essig in einer großen Schüssel vermengen und die Zucchini hinzufügen.
  3. Alle Zutaten gut mischen (ich benutze dazu die Hände).
  4. Zucchini Scheiben in einer Lage auf den Sieben eines Dörrgerätes verteilen.
  5. Die Zucchini mit Salz bestreuen.
  6. Dörrgerät auf 60° C einschalten. Es dauert je nach Gerät zwischen 12 und 16 Stunden bis die Chips gut durchgetrocknet sind.

Richtig getrocknet, sind sie sehr knusprig und extrem lecker!

Vanille Chia-Pudding

Vanille Chia PuddingWenn es schon Pudding sein muss, dann doch bitte einer, der mehr zu bieten hat als nur eine Menge Zucker und Stabilisatoren. Die Lösung ist ganz einfach und der Pudding ist schnell gemacht und wirklich super lecker.

Chia Samen

Wenn man auf das herkömmliche Puddingpulver verzichten möchte, sind Chia Samen einfach die Lösung. In Flüssigkeit eingeweicht, quellen sie sehr schnell auf und verwandeln die Flüssigkeit in eine gelartige Masse – also genau richtig für Pudding.

Die Samen bieten Proteine, gesunde Fette, Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und Antioxidantien. Ihre hohe Konzentration des Omega-3 Fettes α-Linolsäure (ALA) hat sie vor allem bei Vegetariern und Veganern so bekannt gemacht. Chia Samen enthalten bis zu 40 Prozent Fett und davon sind 60 Prozent Omega-3-FS.

Ein Hinweis – Chia Samen verhalten sich wie Leinsamen, das heißt, damit unser Körper die Nährstoffe aufnehmen kann, müssen die Samen gemahlen sein.

Chia Samen können die Konzentrationen der Omega-3-FS ALA und Eicosapentaensäure (EPA) im Blut erhöhen. Sie erhöhen aber nicht die Konzentration von Docosahexaensäure (DHA), das heißt, es ist nicht möglich mit Chia Samen die tierische FS DHA zu ersetzen.

Bemerkenswert ist der Ballaststoffgehalt der Samen, der bei einer Menge von 2 EL ca. 10 g beträgt. Da die meisten Menschen eine zu Ballaststoff-arme Ernährung haben, ist das ein klarer Pluspunkt.

Kokosmilch

Kokosmilch enthält mittelkettige Triglyceride (MCTs), die vom Körper schnell in Energie umgewandelt werden können und nicht als Fett gespeichert werden. Sie hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (FS).

Wer jetzt glaubt, dass sie dann doch ungesund sein muss, weil gesättigte FS den Cholesterinspiegel anheben und Herzerkrankungen verursachen, der irrt. Man weiß, dass die FS der Kokosnuss tatsächlich den Cholesterinspiegel anheben, dieser Effekt tritt jedoch auf, weil nicht nur das LDL sondern auch das HDL Cholesterin (das sogenannte „gute“) ansteigt. Dem HDL wird eine cardioprotektive (herzschützende) Wirkung nachgesagt, und so haben Volksgruppen, deren Ernährung viele Kokosprodukte beinhaltet, auch tatsächlich sehr selten Herz-Kreislauferkrankungen. Eine Tatsache, die die American Heart Association (AHA) gerne ignoriert.

Außerdem sorgt der hohe Fettgehalt der Kokosmilch dafür, dass sie lange satt macht und hilft so beim Abnehmen.

Eigelb

Wie Eigelb? Aber das ist doch so schädlich und eine wahre Cholesterinbombe. Immerhin haben Menschen jahrzehntelang tatsächlich Eiweiß-Omelettes (also ohne Eigelb) gegessen (oder runtergewürgt), damit sie ihrem Herzen etwas gutes tun. Vereinzelt soll es auch heute noch Individuen geben, die sich auf diese Art quälen.

Stellt sich heraus, das ist absoluter Quatsch!

Eier sind selbstverständlich Bestandteil einer gesunden Ernährung: Sie enthalten viele Mikronährstoffe, Vitamine (D, B, K), Mineralstoffe und Jod. Ihr hoher Eiweißgehalt unterstützt die Sättigung und so hilft das Frühstücksei sogar beim Abnehmen. Die Nährstoffe befinden sich dabei sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß, wobei der größere Anteil im Eidotter zu finden ist.

Das ebenfalls im Ei enthaltene Lecithin schützt nicht nur die Leber und Dickdarmschleimhaut, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung, sondern stärkt auch die Nerven und hilft bei Stress. Lecithin verhindert übrigens auch die Aufnahme des Cholesterins aus dem Eigelb in die Darmwand.

Honig

Honig enthält unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und Natrium. Diese Stoffe sind echte Hilfen für unser Immunsystem. Die Glukoseoxydase des Honigs ist ein Enzym, das zu Wasserstoffperoxid umgewandelt wird und dann eine desinfizierende Wirkung hat. So trägt es zur Heilwirkung des Honigs bei. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich das flüssige Gold bewährt. Merke: Für unseren Körper ist Honig trotzdem Zucker (und führt zur Aktivierung derselben Stoffwechselwege wie Tafelzucker), aber wenigstens besitzt er einige gesunde Nährstoffe.

Durch die in ihm enthaltenen Flavonoide hat Honig eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Flavonoide helfen auch im Kampf gegen Viren. Wichtig: Diese Eigenschaften hat der Honig nur, solange er nicht auf über 40° C erhitzt wird! Deshalb wird er bei diesem Rezept auch erst zugegeben, wenn der Pudding schon abgekühlt ist.

Übrigens: Honig aus Ihrer Region ist ein Bestandteil der natürlichen Behandlung bei Heuschnupfen, da er praktisch eine Desensibilisierung gegen die bei Ihnen vorkommenden Pollen einleitet.

Klingt gut? Dann jetzt das Rezept für einen leckeren Pudding.

Zutaten:

  • 4 Eigelb (von glücklichen, freilaufenden Hennen)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Chiasamen gemahlen
  • 1 – 2 EL kaltgeschleuderter Honig (ich kaufe meinen direkt beim Imker)
  • 1/2 TL Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Kokosmilch in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen.
  2. Eigelb in eine Schüssel geben.
  3. Die heiße Milch langsam über das Eigelb geben und dabei kräftig rühren.
  4. Diese Mischung wieder in den Topf geben und weiterhin umrühren.
  5. Vanillepulver untermischen.
  6. Herd auf niedrigste Temperatur stellen und Mischung simmern lassen – nicht kochen. Dabei immer wieder umrühren.
  7. Nach ca. 10 Minuten hat die Mischung sich verdickt. Nehmen Sie sie vom Herd und lassen Sie sie 15 Minuten abkühlen.
  8. Chia Samen und Honig dazugeben und den Pudding auf zwei Schälchen verteilen.
  9. Im Kühlschrank 1 Stunde lang kalt stellen.

 

 

 

Chiapudding mit Rhabarber und Erdbeeren

Diesen Pudding kann man vielseitig verwenden. Er passt sowohl als Frühstück als auch als Dessert, und an warmen Tagen gibt er ein erfrischendes Mittagessen ab.

Wenn man Pudding hört, denkt man natürlich als erstes an Süßspeisen und etwas nicht so wirklich gesundes, aber das trifft für diesen Pudding nun überhaupt nicht zu. Im Gegenteil: Er besteht aus sehr gesunden Zutaten.

Chiasamen

Werden nicht umsonst als Superfood bezeichnet. Mit der wichtigste Grund für den Verzehr von Chiasamen ist ihr hoher Omega-3-Fettsäurengehalt. Sie bestehen zu 18 Prozent aus der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Zudem sind sie sehr ballaststoffreich (34 Prozent). und machen sehr lange satt. Außerdem unterstützen sie die Verdauung und geben Energie. Der Calcium-Gehalt von Chiasamen übertrifft den von Milch um das Fünffache und liegt bei 630 mg pro 100 g Chiasamen. Außerdem enthalten sie etwa doppelt so viel Eiweiss wie Getreide, nämlich über 20 Prozent bei einem Kohlenhydratgehalt von nicht einmal 5 Prozent (also, wer braucht schon Getreide?). Interessant ist am Aminosäureprofil der Chiasamen, dass sie hohe Anteile der Aminosäure Tryptophan enthalten, die den Serotonin-Spiegel und somit die Laune anheben kann.

Ich persönlich liebe Chiasamen, weil sie aufquellen und damit Nahrungsmitteln, denen sie zugesetzt werden, so eine puddingartige Konsistenz verleihen, aber wenn Sie sie nicht mögen, können Sie sie natürlich auch einfach im Smoothie oder in Säften verstecken.

Rhabarber

Rhabarber enthält u. a. Vitamin K (Blutgerinnung) und Vitamine des B-Komplexes (gut für Haut, Haare und Nerven). Er wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Verdauung und gibt dem Pudding seinen säuerlichen Geschmack. Den sauren Geschmack verdankt er Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Außerdem enthält er viel Kalium, das sich positiv auf die Zellen und Nerven auswirkt. Die in ihm enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung.

Übrigens bei Rhabarber immer dran denken, er gehört zu den sehr Oxalat-haltigen Gemüsen. Das bedeutet, das Kochwasser sollte weggeschüttet und nicht weiter verwendet werden (denn darin befinden sich nach dem Kochen die Oxalate).

Kokosmilch

Für mich einfach die Alternative, wenn es milchfrei sein soll. Durch den hohen Fettgehalt trägt die Kokosmilch dazu bei, dass der Pudding lange satt macht, und sie verleiht ihm eine cremige Konsistenz.

Kokosmilch enthält viele mittelkettigen Triglyceride, auch MCTs (Middle Chain Triglycerides) genannt. Die besondere Eigenschaft der MCTs ist, dass sie im Körper schneller als Energie verbrannt werden als andere Arten von Fettsäuren, die eher dazu führen, dass die Fettpölsterchen wachsen.

 

Zutaten

  • 720 ml Kokosmilch
  • 3/4 Becher Chiasamen
  • 1 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 750 g Rhabarber
  • 1 – 1,5 Becher Erdbeeren
  • 1 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 60 ml Wasser
  • als Topping Kokosraspel und/oder Cacao Nibs

Zubereitung

  1. Die ersten drei Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und in den Kühlschrank tun
  2. Rhabarber schälen und kleinschneiden und mit den Erdbeeren in einem Topf bei mittlerer Hitze kochen bis der Rhabarber weich wird (ca. 8 – 10 Minuten)
  3. Dann kommen alle Zutaten in den Mixer und werden gemixt bis sie glatt verrührt sind.
  4. Den Pudding für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit er gut durchkühlt.
  5. Topping der Wahl drauf und einfach nur genießen.

Zitronen-Mohn-Muffins

Heute ist Ostern, und da habe ich meine Mohn Muffins einfach in einer Osterform gebacken. So machen sie sich auch richtig gut im Osternest.

Aber natürlich kann man sie auch als ganz normale Muffins backen. An der Backzeit ändert sich dabei nichts.

Wie immer gilt, dass Nussmehle 1 : 1 austauschbar sind (außer Kokosmehl). Wer also lieber ein anderes Nussmehl nehmen möchte, immer zu!

Da ich keine Bio-Zitronen im Haus hatte und nicht die Schale von gespritzten Zitronen verwenden wollte, habe ich diese einfach durch ätherisches Zitronenöl (100 % ohne Zusätze) ersetzt. Das sind dann praktisch die Inhaltsstoffe der Zitronenschale in konzentrierter Form.

Zutaten:

  • 200 g Mandelmehl
  • 90 g Kokosmehl
  • 1/2 TL Himalaya Salz
  • 1 TL Backnatron
  • 1 (-2) EL kaltgeschleuderter Honig, geschmolzen
  • 2/3 Becher (160 ml) Kokosöl, geschmolzen
  • 4 große Eier
  • 165 ml Kokosmilch (ohne Zusätze, z. B. Aroy D)
  • 2 EL Zitronenextrakt
  • Schale einer Zitrone (alternativ 10 Tropfen Zitronenöl)
  • 1 EL Blaumohn

Zubereitung:

  1. Ofen auf 175° C vorheizen
  2. Mandelmehl, Kokosmehl, Salz und Backnatron in einer großen Schüssel vermischen
  3. Öl und Honig in einem Mixer gut durchmischen (ca. 2 Minuten)
  4. Dann die Eier eins nach dem anderen in den Mixer geben
  5. Nun die restlichen vier Zutaten ebenfalls in den Mixer geben und gut mischen
  6. Formen Sie eine Kuhle in der Mitte der trockenen Zutaten und gießen sie die Mischung aus dem Mixer hinein
  7. Alle Zutaten mit einem Holzlöffel gut verrühren, sodass sich ein glatter Teig formt. Er ist relativ feucht, da das Kokosmehl viel Wasser aufnimmt
  8. Den Teig in die Muffinformen gießen (ca. 12 Stück) und 20 Minuten backen
  9. Aus dem Ofen nehmen, und die Muffins aus der Form entfernen
  10. Vor dem Essen (wenn möglich) erst abkühlen lassen.

Als Muffins sieht das Ganze dann so aus:

 

 

Und nun, guten Appetit!

 

 

Banane-Nuss Muffins mit Schokosplittern

Auf vielfachen Wunsch kommt hier wieder ein Muffinrezept. Ich persönlich stehe ja total auf Banane und Nuss und verwende sie deshalb auch gerne in meinen Backwaren. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich eine absolute Banane-Nuss Muffin Sucht habe.

Bitte daran denken, dass Nüsse vor der Verwendung immer einige Stunden gewässert werden müssen. Sie haben einen relativ hohen Phytatgehalt, der beim Essen sonst dazu führen kann, dass der Körper Mineralien nicht mehr richtig aufnehmen kann. So sagt uns die Nuss halt, dass sie eigentlich nicht von uns gegessen werden möchte. Durch das Einweichen werden die Phytate aus der Nuss entfernt und verbleiben im Wasser (das natürlich weggeschüttet wird).

Ich habe für dieses Rezept Pekannüsse verwendet.  Sie gehören zur Familie der Walnüsse, schmecken allerdings süßer und aromatischer. Bereits eine Handvoll Pekannüsse reicht aus, um genügend der für das Herz-Kreislauf-System wichtigen ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen.

Daneben sind Pekannüsse auch reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, unter anderem enthalten sie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte werden Pekannüsse gerne von Astronauten im Weltraum gegessen (kleiner Fun-Fakt, den man auf der nächsten Cocktailparty mal locker anbringen kann).

Gesundheitliche Vorteile von Pekannüssen:

Positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel

Der regelmäßige Verzehr von Pekannüssen, kann einen zu hohen Cholesterinwert senken. Viele Ärzte gehen nach wie vor davon aus, dass ein zu hoher Cholesterinspiegel ein Auslöser für verschiedene Herzerkrankungen ist (auch wenn wir inzwischen wissen, dass das so nicht stimmt und die Geschichte viel komplexer ist und mit Cholesterin eigentlich nicht viel zu tun hat). Aber sei’s drum. Auf jeden Fall besitzen Pekannüsse Vitamin E, Proteine und oxidative Eigenschaften, die das Herz schützen und helfen, das Risiko für einen Bluthochdruck zu verringern.

Pekannüsse und Diabetes

Diese Nüsse besitzen die Eigenschaft den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, was natürlich für Diabetiker ein sehr interessanter Punkt ist.  Aber auch Nicht-Diabetiker werden einen ausgeglicheneren Blutzuckerspiegel durchaus zu schätzen wissen, denn er verhindert Hungerattacken.

Vorbeugung gegen Gallensteine

Studien haben gezeigt, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Pekannüssen, aber auch den von Mandeln und Erdnüssen, das Risiko Gallensteine zu bekommen deutlich verringert werden kann. Ein Effekt, der vor allem bei Männern auftritt.

Gewichtskontrolle

Pekannüsse sind nicht nur reich an Fetten, sie sind ebenso reich an Ballaststoffen und Eiweiß. Durch ihre antioxidative Eigenschaften, können Pekannüsse hilfreich sein, wenn es um die Gewichtskontrolle geht. Sie sättigen langanhaltend und sorgen wie schon gesagt für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel. Beide Faktoren führen dazu, dass der Heißhunger auf Süßes weniger/gar nicht mehr auftritt.

So, genug gelernt. Und nun zum Rezept:

Zutaten:

  • 3 Bananen
  • 3 Eier
  • 2 EL Ahornsirup (oder kaltgeschleuderter Honig)
  • 1 TL Vanilleextrakt (ohne Zucker)
  • 1/2 Becher (120 ml) feine Mandelbutter
  • 1/4 Becher Kokosmehl
  • 1 TL Zimt (ich liebe Zimt, wenn Sie ihn nicht so mögen, nehmen Sie nur 1/4 TL)
  • 1 TL Backnatron
  • Prise Salz
  • 1/2 Becher gehackte Pekannüsse
  • 1/2 Becher Cacao Nibs

Zubereitung:

  1. Ofen auf 170° C vorheizen
  2. Die Bananen, Eier, Ahornsirup, Mandelbutter und Vanilleextrakt in einer großen Schüssel gut verrühren (ich nehme dazu einen Stabmixer).
  3. Dann Kokosmehl, Backnatron, Zimt und Salz unterrühren.
  4. Zum Schluss die Pekannüsse und Cacao Nibs unterheben.
  5. Den Teig mit einem Löffel in Muffinformen umfüllen. Achtung, der Teig ist relativ flüssig! Das ist richtig so, denn Kokosmehl saugt Flüssigkeit auf wie ein Schwamm.
  6. Dann die Muffins 25 Minuten backen. Wenn sie abgekühlt sind, können sie aus der Muffinform entfernt werden.

Double Chocolate Brownies

Wenn Sie Schokolade lieben, dann sind Brownies ab und zu ein absolutes Muss. Hier ist eine Alternative, die weniger Zucker und dafür mehr Fett enthält. Wenn Sie es sich noch weiter schön reden wollen, Kakao enthält sehr viele Antioxidantien. Sie verstehen was ich meine: Brownies sollten nicht der tägliche Nachtisch sein.

Der Kakao sollte möglichst hochprozentig sein, damit er nur noch wenig Zucker enthält. Alles, was unter 70 % Kakaoanteil geht ist tabu. Ich benutze Rohkakaopulver.

Honig und Banane enthalten genug Zucker, damit das Ganze süß schmeckt. Ich nehme meistens nur einen EL Honig, weil ich finde, dass es sonst insgesamt zu süß wird. Für den Anfang sind 2 EL Honig, aber noch in Ordnung (Sie essen ja nicht die gesamten Brownies).

Wenn Sie insgesamt weniger Zucker essen, kalibrieren sich Ihre Geschmacksknospen neu. Nach ein paar Wochen werden Sie feststellen, dass Nahrungsmittel, die Sie immer noch extra gezuckert haben, auf einmal süß genug sind.

Aber nun zum Rezept.

Zutaten:

  • 2 Becher (480 ml)  Mandelbutter
  • 3 Eier
  • 2 EL kaltgeschleuderter Bio-Honig
  • 1 TL Vanilleextrakt (ich nehme den von Simply Organic, weil er keine Zusatzstoffe und vor allem keinen Zucker enthält)
  • 1/2 Becher Rohkakaopulver
  • 1/2 TL Himalaya Salz
  • 1 TL Backnatron
  • 1/2 Becher Kakao Nibs (mindestens 70 % Kakao)
  • 1 sehr reife Banane

Zubereitung:

  • Ofen auf 170° C vorheizen.
  • Die Mandelbutter und Eier gut verrühren. Am besten nehmen Sie hierzu einen Stabmixer.
  • Honig und Vanilleextrakt hinzufügen und gut vermischen.
  • Dann Salz, Backnatron und sehr langsam das Kakaopulver hinzugeben (sonst staubt es fürchterlich).
  • Zum Schluss noch die Kakaonibs und die Banane unterrühren.
  • Fetten Sie eine 23 x 33 cm große Backform mit Kokosöl (Butter oder Ghee) ein, geben Sie den Teig hinein und backen Sie die Brownies für 35 – 40 Minuten (oder bis ein Holzstück sauber wieder herauskommt).

Warm sind diese Brownies superlecker.