Alle Beiträge von Simone Bendig

2013 stieß ich auf die Paleo-Diät und damit auf einen völlig neuen Lebensstil. Durch die Paleo Ernährung konnte ich meine seit Jahrzehnten bestehende Migräne heilen. Meine ständige Müdigkeit verschwand, und ich habe heute mehr Energie und fühle mich sehr viel gesünder als mit 30 Jahren. Mein Ziel ist es, möglichst vielen Menschen zu zeigen, wie sie ihren Lebensstil ändern können, um ebenfalls optimale Gesundheit zu erreichen.

Höhere Vitamin D Spiegel schützen vor Brustkrebs

Ich habe ja schon häufiger darüber geschrieben wie wichtig Vitamin D für die Gesundheit ist. Die meisten Menschen denken ja bei Vitamin D nur an gesunde Knochen, die Wirkungen dieses Hormons (es handelt sich nämlich gar nicht um ein Vitamin) sind aber vielfältiger. Unter anderem sorgt Vitamin D auch für ein gesundes Immunsystem.

Und damit sind wir auch schon beim Thema. Wenn Sie Ihr Risiko für  Krebserkrankungen senken möchten, dann brauchen Sie unbedingt ein gut funktionierendes Immunsystem.

Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego haben jetzt eine Studie herausgebracht, die Hinweise darauf gibt, dass höhere Vitamin D Spiegel im Blut zu einer Senkung des Risikos an Brustkrebs zu erkranken führen (1).

Die Untersucher führten Daten von zwei randomisierten klinischen Untersuchungen mit 3325 Probanden und einer prospektiven Studie mit 1713 Probanden zusammen, um zu sehen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Risiko von Brustrkebs bei Frauen und den gemessenen 25-Hydroxy Vitamin D Konzentrationen (25(OH)D) im Blut gibt. Dieser Marker stellt die Hauptform von Vitamin D im Blut dar.

Die untersuchten Frauen waren 55 Jahre und älter. Das Durchschnittsalter betrug 63 Jahre. Die Datenerhebung wurde zwischen 2002 und 2017 durchgeführt. Bei Studienbeginn wiesen die Probanden keine Krebserkrankung auf. Der Beobachtungszeitraum betrug durchschnittlich vier Jahre. Die Vitamin D Spiegel im Blut wurden in jährlichen Abständen bestimmt.

Während des Untersuchungszeitraums wurden 77 neu aufgetretene Brustkrebs Erkrankungen diagnostiziert, was einer Inzidenzrate von 512 Erkrankungen pro 100.000 Personen-Jahren entspricht.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass optimale 25(OH)D-Konzentrationen bei mindestens 60 ng/ml liegen. In Deutschland gilt zur Zeit ein Level ab 30 ng/ml als normal. Normal ist eben nicht optimal.

„Unsere Untersuchung zeigt, dass Teilnehmerinnen mit Vitamin D Spiegeln über 60 ng/ml ein um 80 Prozent geringeres Risiko hatten, an Brustkrebs zu erkranken, im Vergleich zu Teilnehmerinnen, deren Spiegel bei unter 20 ng/ml lagen“, sagt Cedric F. Garland. Das Risiko für eine Krebserkrankung scheint mit höheren Vitamin D Blutspiegeln abzunehmen.

Die Hauptautorin Sharon McDonnell, eine Epidemiologin und Biostatistikerin, erklärt: „Wir benutzten eine multivariate Regressionsanalyse, um den Zusammenhang zwischen 25(OH)D- Spiegeln und dem Brustkrebsrisiko zu quantifizieren. Die Ergebnisse wurden in Bezug auf Alter, Body Mass Index (BMI), Raucherstatus und Einnahme von Calciumpräpareten korrigiert. Es scheint wichtig zu sein, die Vitamin D Spiegel deutlich über 20 ng/ml anzuheben, um einer Brustkrebserkrankung vorzubeugen.“

Vitamin D senkt auch das Risiko für andere Krebserkrankungen

Epidemiologische Studien haben schon länger Hinweise darauf geliefert, dass das Brustkrebsrisiko für Frauen mit höheren Vitamin D Spiegeln sinkt. Allerdings können epidemiologische Studien nur einen Zusammenhang aufzeigen – nicht aber Ursache und Effekt.

Da die Studienteilnehmer in dieser Studie Frauen nach der Menopause waren, sollte untersucht werden, ob auch für Frauen vor der Menopause diese Auswirkung von Vitamin D nachgewiesen werden kann.

Immerhin ist es nicht die einzige Krebsart, auf die Vitamin D einen Einfluss zu haben scheint. So konnte Garland zusammen mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder 1980 in einer Studie aufzeigen, dass Vitamin D (das der Körper produziert, wenn er der Sonne ausgesetzt wird) zusammen mit Calcium (dessen Aufnahme in den Körper durch Vitamin D gefördert wird) das Risiko senkt, an Darmkrebs zu erkranken (2). In der Folge gelang es den Brüdern Garland und anderen Kollegen Zusammenhänge zwischen höheren Vitamin D Spiegeln und niedrigeren Raten an Brust-, Lungen-, Blasenkrebs, multiplen Myelomen und Leukämien bei Erwachsenen herzustellen.

Wie Sie Ihre Vitamin D Spiegel erhöhen können

Da bietet sich zunächst einmal das gute, alte Sonnenlicht an. Damit Ihr Körper Vitamin D produzieren kann, ist es ratsam, sich in der Mittagszeit (also genau dann, wenn alle Hautärzte davon abraten), möglichst wenig bekleidet und ohne Sonnenschutz in der Sonne aufzuhalten. Sie müssen allerdings einen Sonnenbrand unbedingt vermeiden. Das bedeutet, das besonders hellhäutige Menschen sich nur 10 – 15 Minuten in der Sonne aufhalten. Wer einen dunkleren Teint hat, der kann das Sonnenbad auf 20 – 30 Minuten ausdehnen.

Alternativ, bzw. in den Wintermonaten (immer wenn die Sonne nicht über mindestens 45° am Himmel steht), müssen Sie Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Die Menge beträgt 5000 – 8000 IE pro Tag (deutlich höher als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung angegeben). Der Erfolg dieser Maßnahme sollte durch die Bestimmung des 25(OH)D Gehalts im Blut überprüft werden. Am besten erfolgt diese Blutentnahme natürlich in den Wintermonaten.

Es wird immer wieder davor gewarnt, hohe Dosen Vitamin D einzunehmen. Mit unerwünschten Wirkungen ist ab Serumspiegeln von über 125 ng/ml zu rechnen. Diese zeigen sich unter anderem in Übelkeit, Verstopfung, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Herzrhythmusstörungen und Nierenschäden.

Sollten Sie Vitamin D3 als Nahrungsergänzungsmittel  einnehmen wollen, so rate ich grundsätzlich zu Tropfen. In Tabletten stecken zu viele schädliche Zusatzstoffe.

Und für alle Anderen – Viel Spaß beim Sonnenbaden!

 

(1) Breast cancer risk markedly lower with serum 25-hydroxyvitamin D concentrations ≥60 vs <20 ng/ml (150 vs 50 nmol/L): Pooled analysis of two randomized trials and a prospective cohort   http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0199265

(2) Do Sunlight and Vitamin D Reduce the
Likelihood of Colon Cancer?http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.878.5659&rep=rep1&type=pdf

Sind Leute, die Statine ablehnen, gefährliche Spinner?

Steve Nissen, ein Cardiologe an der Cleveland Clinic schrieb vor einiger Zeit ein Editorial in Annals of Internal Medicine, in dem er die Leugnung der Wirksamkeit von Statinen als Internetkult mit tödlichen Konsequenzen anprangert (1). Seiner Meinung nach handelt es sich bei Leuten, die solche Artikel schreiben, um Laien, die überhaupt keine Ahnung haben, die aber Patienten dazu verleiten, Ihre lebensnotwendigen Statine abzusetzen.

Tatsache ist, dass es sich bei vielen Leute, die Statinen ihre Wirksamkeit abstreiten, durchaus nicht um Laien handelt.

Nicht alle Kardiologen sind von Statinen überzeugt

So sagt zum Beispiel Dr. Edward Gill, Professor für Kardiologie an der Universität von Colorado, dass Statine nicht den Kalzium Score der Koronararterien vermindern können (ein Risikofaktor für die Entstehung eines Herzinfarktes). Er erklärt: „Fünf randomisierte, kontrollierte Versuche (der Goldstandard) haben gezeigt, dass die Statinbehandlung nicht nur nicht dazu führt, dass das Kalzium in den Koronararterien reduziert wird, sondern es besteht absolut kein Unterschied im Fortschreiten der Verkalkung verglichen mit einem Plazebo (einer Pille ohne Wirkung) (2).

Auch William R. Ware, eremitierter Professor der Universität von West-Ontario, Kanada kam 2009 zu dem Schluss, dass bildgebende Untersuchungen die Cholesterin Theorie der Arterienverkalkung widerlegen. „Entgegen landläufiger Meinung steht das Gesamtcholesterin und das LDL Cholesterin bei asymptomatischen Personen weder mit dem Ausmaß noch mit dem Fortschreiten der Plaquebildung in Zusammenhang wie man sowohl in der Elektronenstrahltomographie als auch in der Koronarangiographie sehen kann (3). Diese Daten werden aber von den Mainstream Kardiologen zum größten Teil ignoriert.

Unbequem ist auch ein Fakt, auf den Dr. Ware in seinen Veröffentlichungen hinweist – viele Autopsiestudien zeigen absolut keinen Zusammenhang zwischen dem Cholesteringehalt des Blutserums und dem Ausmaß der Arterienverkalkung zum Zeitpunkt der Autopsie (4).

Statine führen zu Arterienverkalkung und Herzversagen

Das sagt jedenfalls Harumi Okuyama, Professor der Biochemie an der Nagoya City Universität in Japan in einem Artikel, den er 2015 in einer medizinischen Zeitschrift veröffentlichte (5).  Er erklärt: „Seit 2004/2005 wurden keine positiven Effekte von Statinen auf die Reduktion von Todesfällen durch Herz-Kreislauferkrankungen mehr berichtet“ (6). Anmerkung: Im Jahr 2005 verschärfte der amerikanische Kongress die Berichterstattung von medizinischen Studien, was dazu führte, dass Pharmaunternehmen unerwünschte Ergebnisse nicht mehr einfach unter den Tisch fallen lassen konnten.

Von Dr. Nissen wird behauptet, dass Leute sterben, wenn sie ihre Statine absetzen. Dr. Mikael Rabaeus, ein Kardiologe aus Genf, kommt da zu einem ganz anderen Schluss. Er schreibt in seinem 2017 veröffentlichten Artikel, dass das Beenden einer Statintherapie möglicherweise Leben retten kann (7). In seiner Untersuchung führte das Absetzen der Statine keinesfalls zu erhöhten Zahlen von Herzinfarkten und der Gesamtsterblichkeit, weshalb seiner Meinung nach, die Behauptung, dass das Absetzen von Statinen die Sterblichkeitsrate ansteigen lässt oder dass Statine Leben retten nicht aufrecht erhalten werden kann.

Wir stellen also mal fest, dass es sich hier nicht um Laien Blogger, sondern um Mainstream Mediziner handelt, deren Studien in medizinischen Zeitschriften veröffentlicht werden!

Hartnäckig, aber falsch – der Mythos vom zu hohen Cholesterin

Wenn das Cholesterin wirklich die Ursache für Herzinfarkte wäre, dann müsste man ja erwarten, dass Herzinfarkt-Patienten tatsächlich hohe Cholesterinspiegel im Blut aufweisen.  Studien bestätigen das aber einfach nicht.

Eine Untersuchung an 137.000 Patienten mit Herzinfarkt, die von 2000 – 2006 an 541 amerikanischen Kliniken aufgenommen wurden, zeigt auf, dass der mittlere Cholesterinwert lediglich 174 mg/dl betrug. Das ist niedrig – nicht hoch. Das ist sogar deutlich niedriger als der Wert, der allgemein als Grenzwert für den Normalbereich gilt (200 mg/dl) (8).

Weiterhin würde man annehmen, dass für Patienten nach einem Herzinfarkt ein hoher Cholesterinwert die Prognose verschlechtern würde (schließlich macht Cholesterin doch die Arterien dicht). Dummerweise ist auch das nicht der Fall. Eine Studie der Henry Ford Klinik in Detroit zeigte, dass drei Jahre nach einem Infarkt diejenigen Patienten, die den niedrigsten Cholesterinspiegel hatten, auch die höchste Sterblichkeitsrate aufwiesen – und zwar mehr als doppelt so hoch (14,8 vs. 7,1 %) (9).

Zu niedrige Cholesterinspiegel können die Sterblichkeitsrate erhöhen

Eine Population, die hier besonders betroffen ist, sind ältere Menschen. Eigentlich sollte ihnen sowieso kein Statin verschrieben werden, weil Statine das Risiko für eine Demenz erhöhen (eine Tatsache, die von Statin Befürwortern gerne bestritten wird). Ein zweiter Grund ist, dass viele Studien nachweisen, dass ein niedriger Cholesterinspiegel in dieser Bevölkerungsgruppe einen Marker für eine höhere Sterblichkeit – und nicht etwa besseres Überleben – darstellt (10).

Einige Erkrankungen lassen es ratsam erscheinen, den Cholesterinspiegel nicht zu senken. Hierzu gehören die Herzinsuffizienz (kann durch Statine sowohl ausgelöst als auch verschlimmert werden) und Patienten unter Hämodialyse (11).

Primärprävention des Herzinfarktes – Statine bieten keinen Überlebensvorteil

Viele Menschen, die noch keinen Herzinfarkt hatten, bekommen Statine verschrieben, um einen Infarkt zu verhindern (Primärprävention). Sinn scheint das nicht wirklich zu ergeben wie Dr. Kausik K. Ray aus Cambridge in seiner Studie aus dem Jahr 2010 herausfand (12).  Für die Untersuchung wurden 11 Studien an insgesamt 65229 Teilnehmern herangezogen, die ein erhöhtes Cholesterin, aber keine Diagnose einer Herzerkrankung hatten. Das Ergebnis: Eine Statintherapie in diesem Hochrisikokollektiv mit dem Ziel der Primärprävention eines Herzinfarktes zeigte keinen Zusammenhang mit einem statistisch signifikanten Rückgang im Risiko für die Gesamtmortalität.

Dr. Rita Redberg schreibt deshalb 2012 im Journal of the American Medical Association (JAMA), dass gesunde Männer keine Statine einnehmen sollten (13).

Eine Studie, die im British Journal of Clinical Pharmacology erschien, weist darauf hin, dass der Einsatz von Statinen zur Primärprävention zu einer 1 prozentigen Steigerung der Mortalität über einen Einnahmezeitraum von 10 Jahren führt (14). Jetzt kann man sagen, 1 Prozent ist ja nicht viel. Aber eigentlich wollten Sie mit der Einnahme der Tabletten Ihr Leben doch nicht verkürzen, oder?

„Pleiotrope Effekte“ – die antientzündliche Wirkung der Statine

Inzwischen weiß man, dass die Arterienverkalkung im Grunde genommen ein entzündlicher Prozess ist. Es wird angenommen, dass die Wirkung der Statine nicht etwa auf die Senkung des LDL-Cholesterins zurückzuführen ist, sondern auf ihre entzündungshemmende Wirkweise. Ich sage hier, „es wird angenommen“ – angenommen wird dies natürlich nur von den Leuten, die nicht an die Cholesterin-Hypothese der Herzerkrankung glauben. Die anderen sind sehr zufrieden mit der Einsicht, dass es die Cholesterinsenkung ist.

In der Herzchirurgie kann der Einsatz von Statinen tatsächlich eine positive Wirkung entfalten. Wird mit der Herz-Lungen-Maschine gearbeitet, so setzt dieses Verfahren im Körper des Patienten massive entzündliche Mechanismen in Gang. Diese Entzündung kann durch Statine tatsächlich reduziert werden (15), wodurch es zu einer geringeren Sterblichkeitsrate nach Herzoperationen kommen kann. Wohlgemerkt, die Statine führten nicht zu einer Verringerung des Infarktrisikos. Die verminderte Sterblichkeitsrate wird allein auf ihre entzündungshemmende Wirkung  zurückgeführt.

Statine und sekundäre Prävention

Jetzt werden Sie sagen – aber irgendjemand muss doch von Statinen profitieren. Nun, es gibt Studien, die minimale Vorteile für einen sehr kleinen Personenkreis aufzeigen. Sehen wir uns diese Studien einmal genauer an. Vorweggenommen sei die Tatsache, dass es sich bei ihnen um ein „Best Case Scenario“ handelt. Untersucht wurden Männer mittleren Alters, die eine Angina pectoris oder bereits einen Herzinfarkt hatten. Zusammengefasst also Statine zur Sekundärprävention. Diese Gruppe hat tatsächlich einen gewissen Vorteil von einer Statintherapie, und dies sind genau die Studien, auf die die Verfechter dieser Therapie sich berufen (dann allerdings für alle Patienten).

4S Studie mit Simvastatin  (Skandinavien)

Die 4S Studie hatte 4444 Teilnehmer mit bekannter Herzerkrankung (Angina pectoris oder Herzinfarkt in der Vorgeschichte). Sie wurden in eine Studiengruppe und eine Kontrollgruppe aufgeteilt und 5,5 Jahre nachuntersucht (16). In der Statingruppe gab es 182 Todesfälle (8,2 %), in der Plazebogruppe 256 (11,5 %). Laut Untersuchern eine Risikoreduktion von 30 % – allerdings eben nur im relativen Risiko.

Das absolute Risiko unterschied sich aber nur um 3,3 Prozent, denn in der Plazebogruppe überlebten 88,5 Prozent der Teilnehmer und in der Simvastatingruppe 91,8. Der Überlebensvorteil pro Jahr liegt damit bei mageren 0,6 Prozent. Das klingt jetzt schon ganz anders, oder?

Die Long-Term Intervention with Pravastatin in Ischaemic Disease LIPID Pravastatin  Studie

Untersucht wurden 9000 Patienten mit instabiler Angina pectoris oder Herzinfarkt, randomisiert in eine Pravastatin- und eine Kontrollgruppe. Untersuchungszeitraum 6,1 Jahre (17).

Die Sterblichkeitsrate in der Statingruppe betrug 11 %, diejenige in der Plazebogruppe 14,1 % über den Untersuchungszeitraum. Laut Untersuchern eine Reduktion um 22 Prozent – aber auch hier handelt es sich wieder um das relative Risiko. Der Unterschied im absoluten Risiko betrug wiederum nur 3,1 Prozent über 6,1 Jahre – oder 0,5 Prozent pro Jahr. Sie verstehen jetzt vielleicht, wie man schlechte Ergebnisse mit statistischen Tricks schön färben kann. Und damit wissen Sie schon eine ganze Menge mehr als die meisten Ärzte.

Drs. David Diamond und Uffe Ravnskov erklären in ihrem Artikel in Expert Review of Clinical Pharmacology wie genau durch diese statistischen Tricks die Wirksamkeit der Statine überbewertet und die gravierenden Nebenwirkungen heruntergespielt wurden (18). Fragen Sie mal Ihren Arzt, der wird Ihnen auch erzählen, dass die Wirksamkeit der Statine wissenschaftlich belegt ist.

Und Dr. Nissen von der Cleveland Clinic – ist der auch durch geschönte Statistiken getäuscht worden? Man weiß es nicht. Bedenklich sind allerdings sein Interessenskonflikte. Er erhält nämlich Forschungsgelder von unter anderem Amgen (Repatha – PCSK9 Hemmer), Pfizer (Sortis – Atorvastatin), Astra Zeneca (Crestor – Rosuvastatin), Eli Lilly (Livazo – Pitavastatin).

Wir haben da ja so ein Sprichwort: „Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.“

Noch Fragen?

 

 

(1) http://annals.org/aim/article-abstract/2645554/statin-denial-internet-driven-cult-deadly-consequences

(2) Does statin therapy affect the progression of atherosclerosis measured by a coronary calcium score?  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20425242

(3) The mainstream hypothesis that LDL cholesterol drives atherosclerosis may have been falsified by non-invasive imaging of coronary artery plaque burden and progression.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19560285

(4) Serum Lipid Levels and the Severity of Coronary and
Cerebral Atherosclerosis in Adequately Nourished Men,
60 to 69 Years of Age http://circ.ahajournals.org/content/circulationaha/27/2/229.full.pdf

(5)Statins stimulate atherosclerosis and heart failure: pharmacological mechanisms.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25655639

(6) A Critical Review of the Consensus Statement from the European Atherosclerosis Society Consensus Panel 2017  https://www.karger.com/Article/FullText/486374

(7) Recent Flaws In Evidence-Based Medicine: Statin Effects In Primary Prevention And Consequences Of Suspending The Treatment  https://www.jcbmr.com/index.php/jcbmr/article/view/18/37

(8) Lipid levels in patients hospitalized with coronary artery disease: An analysis of 136,905 hospitalizations in Get With The Guidelines  https://www.ahjonline.com/article/S0002-8703%2808%2900717-5/abstract

(9) Low admission LDL-cholesterol is associated with increased 3-year all-cause mortality in patients with non ST segment elevation myocardial infarction.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19437396

(10) Lack of an association or an inverse association between low-density-lipoprotein cholesterol and mortality in the elderly: a systematic review  https://bmjopen.bmj.com/content/6/6/e010401.full

(11) Effects of hemodialysis on serum lipids and phospholipids of end-stage renal failure patients.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15543934

(12) Statins and All-Cause Mortality in High-Risk Primary Prevention  https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/416105#ira05004f1

(13) Healthy men should not take statins.  https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/1148381

(14) Statins for primary prevention: at what coronary risk is safety assured?  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2014585/?tool=pubmed

(15) Effect of Dose and Timing of Preoperative Statins on Mortality After Coronary Artery Bypass Surgery  https://www.annalsthoracicsurgery.org/article/S0003-4975(17)30016-4/fulltext

(16) Reducing the risk of coronary events: evidence from the Scandinavian Simvastatin Survival Study (4S).  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7572690

(17) Prevention of Cardiovascular Events and Death with Pravastatin in Patients with Coronary Heart Disease and a Broad Range of Initial Cholesterol Levels  https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJM199811053391902

(18) Safety, life-saving efficacy of statins have been exaggerated, says scientist  https://www.sciencedaily.com/releases/2015/02/150220110850.htm

 

Alles, was Sie über Präbiotika wissen müssen

Probiotika sind für viele Menschein ein Begriff. Wir wissen, dass diese Bakterien vielen Nahrungsmitteln zugesetzt werden, und die Nahrungsmittelindustrie weist immer wieder darauf hin, dass durch diese Maßnahme ihre Produkte super gesund sind (darüber kann man natürlich streiten). Probiotika unterstützen unser Verdauungssystem, sorgen für die Produktion von Enzymen, Vitaminen und Neurotransmittern sowie ein gut funktionierendes Immunsystem.
Aber kennen Sie auch Präbiotika? Bei diesen handelt es sich praktisch um das Futter für unsere Probiotika. Wissenschaftler untersuchen, in welcher Form Präbiotika dazu beitragen unsere Gesundheit zu verbessern und Krankheiten zu behandeln. Eins ist auf jeden Fall ganz klar: Wenn Sie mehr Präbiotika essen, dann haben Sie einen gut funktionierenden Darm. Und wer einen gut funktionierenden Darm hat, dem geht es insgesamt gut.
Wie wirken Präbiotika?
Präbiotika sind Ballaststoffe, also eine spezielle Art von Kohlehydraten, die von menschlichen Enzymen nicht verdaut werden können. Aber nicht jede Faser ist ein Präbiotikum. Genau genommen gibt es zwei verschiedene Sorten von Ballaststoffen – lösliche Ballaststoffe, die von Darmbakterien fermentiert werden können, und unlösliche Ballaststoffe, die nicht fermentiert werden. Nur die löslichen Ballaststoffe, die fermentiert werden, werden als Präbiotika bezeichnet. Sie sorgen für das Wachstum nützlicher Bakterien, die den Darm gesund halten. Ohne mich jetzt wiederholen zu wollen, aber wenn Ihr Darm nicht gesund ist, dann sind Sie es auch nicht. Oder wie Hippokrates sagte: Jede Krankheit beginnt im Darm.
Welche Nahrungsmittel enthalten Präbiotika?
Präbiotika kommen in Pflanzen vor. So zum Beispiel in Äpfeln, Bananen, Spargel, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Topinambur und Chikoréewurzeln. Auch einigen Joghurts, Müslis und Broten werden Präbiotika in Form von Galacto-Oligosacchariden (GOS), Fructo-Oligosacchariden (FOS) und Inulin zugesetzt. Ich persönlich würde zu den Pflanzenquellen tendieren, da ich auf industriell gefertigte Lebensmittel verzichte.
Übrigens enthält auch Muttermilch Oligosaccharide. So stellt die Natur sicher, dass im Darm des Babies das Wachstum gesunder Bifidobakterien angeregt und das Wachstum von krankmachenden Keimen verhindert wird. Das weiß inzwischen auch die Nahrungsmittelindustrie, sodass Säuglingsnahrung jetzt mit präbiotischen Fasern angereichert wird. Sie zieht trotzdem mit Muttermilch nicht gleich.
Warum Sie Präbiotika essen sollten
Zunächst einmal natürlich, damit es Ihren Darmbewohnern gut geht – denn nur mit adäquater Ernährung sind Ihre guten Darmbakterien in der Lage, die pathogenen Bakterien in Schach zu halten. Die nützlichen Bakterien sorgen auch dafür, dass Ihr Immunsystem gut funktioniert (der größte Teil Ihres Immunsystems sitzt im Darm), Ihre Blutfette sich in einem gesunden Rahmen bewegen und Ihr Gehirn gut funktioniert. Alles durchaus erstrebenswert.
Neuere Studien zeigen, dass Präbiotika womöglich in der Prophylaxe und Therapie des Typ II Diabetes eine Rolle spielen könnten (1). Sie scheinen ebenfalls das Auftreten Herz-Kreislauferkrankungen und eines metabolischen Syndroms positiv zu beeinflussen (2). Und außerdem sorgt ein gesundes Darmmikrobiom, das durch Präbiotika ausreichend ernährt wird für eine erhöhte Knochendichte und -stärke (3).
Vielleicht können Präbiotika sogar beim Abnehmen helfen. In einer Studie, die 2017 im American Journal of Chlinical Nutrition erschien, wurde berichtet, dass Kinder, die Präbiotika aßen, nach einer Mahlzeit ein höheres Sättigungsgefühl hatten (4).  Dieser Effekt führte bei älteren Kindern zu einer Reduktion der aufgenommenen Kalorien.
Es kommt aber noch besser. Ebenfalls 2017 erschien in Frontiers in Behavioural Neuroscience eine Studie, die aufzeigte, dass eine präbiotische Ernährung vor den negativen Auswirkungen von Stress auf den zirkadianen Rhythmus, den Schlaf und das Darmmikrobiom schützt und den Schlaf positiv beeinflusst (5).
Es laufen im Moment viele Forschungsprojekte. So wird zum Beispiel untersucht, wie Präbiotika für die Therapie von entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn) eingesetzt werden können. Auch ihre Auswirkungen auf die Zusammensetzung des  Darmmikrobioms werden untersucht, da man hofft, durch Einflussnahme auf das Mikrobiom Erkrankungen behandeln zu können, die durch einen falschen Lebensstil verursacht wurden (also praktisch alle chronischen Erkrankungen).
Und nur mal so als Denkanstoß: Es gibt auch Studien, die nachweisen, dass unsere heutige ballaststoffarme Ernährung zu einem Aussterben unserer nützlichen Darmbakterien führt (6). Nach vier Generation mit ballaststoffarmer Ernährung waren laut Aussage der Forscher fast drei Viertel der nützlichen Darmbakterienarten verschwunden. Denken Sie mal darüber nach, was mit Ihnen passiert, wenn in Ihrem Darm pathogene Bakterien und Pilze (vor allem Candida) das Zepter übernehmen.
Praktische Durchführung
Sie sehen also, wenn Sie gesund bleiben (oder werden) wollen, führt an Präbiotika kein Weg vorbei. Um genug Ballaststoffe mit der Nahrung aufzunehmen, sollten Sie viel Gemüse und Obst essen. Klar, auch Getreide enthält Präbiotika. Ich würde Ihnen trotzdem nicht raten, diese zu konsumieren, da die Nachteile einer getreidereichen Ernährung die Vorteile der Präbiotika ganz klar untergraben.
30 g Ballaststoffe pro Tag sollten es mindestens sein, wenn man eine Kalorienaufnahme von 2000 kcal/Tag zugrunde legt. Sind Sie Spitzensportler und vertilgen 6000 kcal pro Tag, dann brauchen Sie entsprechend mehr. Essen Sie viel industriell gefertigte Lebensmittel, dann wird es schon problematische auf diese Menge zu kommen – und so zeigt sich auch, dass 75 % der Frauen und 68 % der Männer diesen Wert nicht erreichen. Die Zufuhr liegt bei 25 g (Männer) bzw. 23 g (Frauen) pro Tag – und damit weit unter dem, was Jäger und Sammler täglich konsumiert haben (ca. 120 – 150 g/Tag).
Wir haben also einiges aufzuholen.
Angeblich soll es ja viele Leute geben, die Gemüse und Obst gar nicht mögen. Die sollten dann wahrscheinlich über Präbiotika in Kapselform nachdenken. Diese sind aber immer nur zweite Wahl. Es bleibt dabei, unser Körper erkennt Nährstoffe aus richtigen Lebensmitteln auf jeden Fall besser als isolierte Nährstoffe in Kapselform. Außerdem bekommen Sie als Beigabe zu Ihren pflanzlichen, ballaststoffreichen Nahrungsmitteln auch gleich noch Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe dazu, die sich ebenfalls positiv auf Ihre Gesundheit auswirken.

 

(1) Resistant starch can improve insulin sensitivity independently of the gut microbiota  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5294823/

(2) Gut microbiota as a potential target of metabolic syndrome: the role of probiotics and prebiotics.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29090088

(3)  Prebiotics and Bone.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29101657

(4) Prebiotic supplementation improves appetite control in children with overweight and obesity: a randomized controlled trial  https://academic.oup.com/ajcn/article/105/4/790/4633966

(5) Dietary Prebiotics and Bioactive Milk Fractions Improve NREM Sleep, Enhance REM Sleep Rebound and Attenuate the Stress-Induced Decrease in Diurnal Temperature and Gut Microbial Alpha Diversity  https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnbeh.2016.00240/full

(6) Diet-induced extinctions in the gut microbiota compound over generations   https://www.nature.com/articles/nature16504

Mehr jugendliche Raucher durch E-Zigaretten

Die Diskussion um E-Zigaretten geht in die nächste Runde. Ich kann es schon nicht mehr hören, wenn von Verfechtern dieser Technologie behauptet wird, dass sie ein sehr gutes Mittel sind, Raucher bei einem Rauchstopp zu unterstützen. Ein Rauchstopp fängt im Kopf an, und er bedeutet auch, dass man mit liebgewordenen Ritualen brechen muss – zum Beispiel der Zigarette zum Kaffee oder zum Bier. Was E-Zigaretten tun ist, sie ersetzen eine Sucht mit einer anderen. Im Kopf der Raucher findet kein Umdenken statt – außer dass sie der Meinung sind, dass die E-Zigarette ein harmloser Ersatz für „richtige“ Zigaretten ist. Im Gegenteil werden einige Raucher sogar dazu verleitet, mehr zu rauchen, weil die E-Zigarette ja nicht schädlich ist.

Diese Meinung werden wir sicherlich in nächster Zeit revidieren. Es häufen sich inzwischen Meldungen, dass die E-Zigarette nicht so harmlos ist wie sie tut.

Entsprechend bedenklich ist natürlich auch die Darstellung der E-Zigarette in der Öffentlichkeit. Die Hersteller versprechen Rauchgenuss ohne die Nebenwirkungen des Tabaks. Also eigentlich mehr so wie ein Räucherstäbchen. Daran kann doch nichts schlimmes sein.

Verführen E-Zigaretten zum Rauchen?

Das haben sich wahrscheinlich auch viele Jugendliche gedacht, die vorher noch  nie geraucht hatten, aber nun probeweise mal zur E-Zigarette griffen. Ist ja schließlich kein Tabak drin und die verschiedenen Geschmacksrichtungen sind doch eigentlich ganz lecker.

In Großbritannien wurde im Zeitraum von Juni 2015 – April 2016 eine Studie an 499 Schulkindern mit einem Durchschnittsalter von 14,1 Jahren durchgeführt. Dabei wurde bestätigt, was auch in anderen Ländern schon beobachtet wurde: Eine beträchtliche Anzahl Kinder, die E-Zigaretten rauchten, hatten vorher nie zu einer Zigarette gegriffen. Um genau zu sein, waren es mehr als die Hälfte – nämlich 52,6 Prozent der untersuchten Kinder (1).

Entgegen landläufiger Meinung enthalten viele E-Zigaretten sehr wohl Nikotin – und teilweise in nicht unbeträchtlicher Menge. Wie viel genau ist nicht bekannt, da die Zutaten des Liquids durch Eigentumsrechte geschützt sind und nicht preisgegeben werden müssen.  Inzwischen weiß man aber, dass E-Zigaretten als Einstiegsdroge wirken können (sowohl durch das enthaltene Nikotin als auch über die mit dem Rauchen verbundenen Rituale) und dazu führen können, dass diese Kinder, die vorher nie geraucht hatten, später zu Rauchern werden. Dieser Tatsache sollten sich alle – auch und vor allem die Ärzte – bewusst sein, die sich vor Begeisterung über E-Zigaretten zur Raucherentwöhnung gar nicht wieder einkriegen.

Stiftung für eine rauchfreie Welt

In die gleiche Kerbe haut übrigens auch eine gemeinnützige Organisation, die von einem ehemaligen WHO Mitarbeiter ins Leben gerufen wurde. Die Foundation for a Smoke-Free World hat sich auf die Fahne geschrieben,  „die globalen Bemühungen zur Reduzierung von Gesundheitsrisiken und Todesfällen durch Zigarettenrauchen voranzubringen mit dem Ziel, das Rauchen weltweit so schnell wie möglich auszumerzen.“ (2)

Hört sich gut an, oder? Ich persönlich – und das sage ich als Ex-Raucher – wäre absolut für eine rauchfreie Welt. Jetzt kommt aber das große ABER:

Der Stiftungsgründer, Derek Yach, erklärte im Lancet genau, wie er dieses Ziel erreichen möchte (3). Nach seiner Sicht der Dinge liegt der beste Ansatz in der Schadensbegrenzung, und hier haben E-Zigaretten und Tabakerhitzer wie Iqos einen festen Stellenwert.

Nicht nur, dass der Ansatz einer rauchfreien Welt voller E-Zigaretten und Tabakerhitzer jetzt ein bisschen merkwürdig anmutet, wirklich bedenklich werden diese Aussagen, wenn man sich ansieht, wer diese Stiftung  finanziell unterstützt. Es handelt sich dabei um ein sehr bekanntes Unternehmen – Philip Morris – nicht nur Vertreiber von Zigaretten, sondern auch des Iqos Systems. Sowas nennt man dann wohl Produktvielfalt.

Ich hoffe nur, dass hier niemand glaubt, dass sich ein Unternehmen wie Philip Morris tatsächlich Gedanken über „gesunde“ Alternativen zum Zigarettenrauchen macht. Tatsächlich dürfte die Foundation for a Smoke-Free World nur ihre Form der Schadensbegrenzung sein. Ja, sie verlieren vielleicht ein paar Tabakraucher, aber eine bessere Werbung für die Iqos Zigarette kann man sich jetzt kaum vorstellen. Das Ziel ist es schließlich, Kunden zu halten und Gewinne für die Aktionäre zu erwirtschaften.

Lassen Sie sich also keinen Sand in die Augen streuen. E-Zigaretten sind keine „gesunde“ Alternative zum Tabakrauchen. Es ist berechtigt, dass sie in öffentlichen Gebäuden und Restaurants genauso verboten sind wie „richtige“ Zigaretten. Der Schaden, der durch E-Zigaretten verursacht wird, ist noch gar nicht abzuschätzen, weil sie nicht lange genug auf dem Markt sind. Es wäre aber dumm anzunehmen, dass die Inhalation eines Chemiecocktails in unserem Körper keine Probleme verursacht. Es ist an der Zeit, die rosarote Brille abzusetzen und vor allem Jugendliche über die Gefahren von E-Zigaretten aufzuklären – vor allem, was das Risiko einer Suchtentwicklung angeht.

 

 

(1) More than half of adolescent E-Cigarette users had never smoked a cigarette: findings from a study of school children in the UK.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=29870832

(2) https://www.smokefreeworld.org/our-vision

(3) Foundation for a smoke-free world  https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(17)32602-8/fulltext

Schnelles Erdbeereis mit nur drei Zutaten – und es ist sogar vegan

Bei den Temperaturen, die wir hier in letzter Zeit hatten, kriegt man so richtig Lust auf Eis. Zum Glück konnte ich bei uns im Garten auch schon die ersten Erdbeeren ernten, sodass einem Erdbeereis also nichts mehr im Wege stand.

Ich bin ein absoluter Eis-Junkie, mache aber inzwischen um das Eis im Supermarkt einen großen Bogen, da es doch zu viele bedenkliche Zutaten enthält. Also bin ich dazu übergegangen, mein Eis selbst herzustellen, was bei „Milchspeiseeis“ mit Früchten auch ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen ist.

Wer das Glück hat, eine gute Eismaschine zu besitzen, der kann natürlich die Zutaten einfach in das Gerät tun, sich zurücklehnen und darauf warten, dass das Eis fertig  wird. Da bei meiner Eismaschine nach dem dritten Einsatz das Rührwerk gebrochen war, habe ich mich darauf verlegt, mein Eis per Handarbeit herzustellen.

Mit Erdbeeren als Zutat wird aus dem Eis dann auch eine wirklich gesunde Köstlichkeit. Als erstes ist hier natürlich der Vitamin C Gehalt der Erdbeeren zu nennen. In 100 g Beeren stecken satte 60 mg. Auf die Farbe kommt es an, denn je roter die Erdbeeren sind, desto höher ist der Vitamin C Gehalt.

Außerdem enthält kaum eine Frucht so viel Folsäure wie Erdbeeren. Folsäure kann vom Körper nicht hergestellt werden, ist aber für viele Körperfunktionen wichtig – so zum Beispiel für die Blutbildung  als Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen und in der Schwangerschaft für eine gesunde Entwicklung des Embryos.

Außerdem stecken in Erdbeeren auch die Vitamine A, E und K sowie Jod, Magnesium, Eisen und Phosphor.

Übrigens für Diejenigen, die es ganz genau wissen wollen: Die Erdbeere ist eigentlich gar keine Beere, sondern eine Nuss – genau genommen gehört sie zu den Sammelnussfrüchten. Die rote Frucht ist in Wahrheit nur eine Scheinfrucht, während die eigentlichen Früchte der Erdbeere die kleinen, grünen Körner an der Oberfläche sind.

So, jetzt habe ich genug über Erdbeeren erzählt, kommen wir also zum Rezept.

Zutaten:

  • 300 g Erdbeeren
  • 250 ml Kokosmilch
  • Stevia (nur ganz wenig)

Zubereitung:

  1. Frische Erdbeeren zunächst in der Tiefkühltruhe einfrieren. TK Erdbeeren können einfach aus der Tüte entnommen werden.
  2. Alle Zutaten in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben.
  3. Mixen bis eine glatte Masse entsteht.
  4. In Schüsseln füllen und sofort servieren.

Wer sich jetzt fragt, warum ich die frischen Erdbeeren erst einfriere, um sie dann in den Mixer zu geben. Ich müsste sonst die Eismischung in die Tiefkühltruhe tun, damit sie dort fest wird. Dabei kristallisiert sie aber schnell aus, wenn man nicht ständig wieder durchrührt (was sonst ja die Eismaschine macht). Das passiert nicht, wenn man gefrorene Erdbeeren nimmt. Dann bekommt man ein richtig cremiges Erdbeereis.

Und wer wirklich keine Erdbeeren mag (oder sie womöglich nicht verträgt), der kann natürlich auch andere Früchte für dieses Rezept verwenden.

 

 

Warum Diäten einfach nicht funktionieren

Man kann wohl behaupten, dass Übergewicht heutzutage ein Problem ist. Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös) (1). Viele – wenn nicht sogar alle – dieser Übergwichtigen haben mehr als eine Diät ausprobiert. Sie nehmen einige Kilos ab, nur um diese nach einiger Zeit wieder zuzunehmen – häufig sogar noch mehr (Jo-Jo Effekt).

Und es hilft dann auch nicht gerade weiter, wenn sie von anderen als faul und verfressen angesehen werden. Die gängige Meinung ist diese: Wir wissen doch alle, warum man zu dick wird: Zu viele Kalorien rein – zu wenige Kalorien raus, oder anders gesagt „zu viel Essen, zu wenig Sport oder wenigstens Bewegung“. Stimmt doch, oder?

Ich kann Ihnen sagen, dieser wirklich schwachsinnige Anahme ist wahrscheinlich für mehr verpatzte Diäten verantwortlich als McDonalds. Und ich erkläre Ihnen auch warum.

Warum Diäten nicht funktionieren

Schuld ist Mutter Natur (natürlich, immer die Frauen). Aber wirklich, die Natur hat uns mit einem ganz einfachen Messinstrument ausgestattet, das uns sagt, wie viel wir essen sollten. Und dieses Messinstrument ist bekannt unter dem Namen Hunger. Und wie andere Gefühle auch verleiht uns der Hunger ein Ziel und eine Richtung. Hunger motiviert uns zum essen, so wie Angst uns dazu bringt, bestimmte Dinge zu vermeiden.

Hunger ist für die Gewichtsabnahme ein immens wichtiger Faktor. Es gibt mehr als genug Studien, die aufzeigen, dass Abnehmen nur erfolgreich sein kann, wenn der Betreffende keinen Hunger hat (2). Der Erfolg einer Diät hängt nicht davon ab, dass Sie sich streng überwachen, sich selbst kasteien  oder Sie entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen müssen (z. B. Weight Watchers). Der Erfolg Ihrer Diät hängt einfach davon ab, ob Sie Hunger haben oder nicht. Hunger ist der Feind einer erfolgreichen Diät, denn er bringt Sie dazu, dass Sie mehr essen, als sie wollen. Und überlegen Sie mal, ohne Hunger wäre eine Diät total einfach.

Hunger ist ein nicht zu unterschätzender Gegner, denn die Natur hat dafür gesorgt, dass die Regulation des Hungergefühls praktisch homöostatisch wirkt. Das bedeutet, je magerer Sie werden, desto mehr Hunger haben Sie (3). Für unsere Vorfahren war diese Regulation sehr sinnvoll, denn sie brachte sie dazu, loszugehen und etwas Essbares zu jagen. Wenn heutzutage Ihre Jagd aber dann darin besteht, die Kühltruhe zu öffnen und eine Pizza herauszunehmen, dann haben Sie ein Problem.

Verlust der Willenskraft

Hunger ist aber nur ein Faktor der Gleichung warum Diäten so häufig in die Hose gehen. Der zweite Faktor ist der Verlust der Willenskraft.

Warum geben wir dem Hungergefühl nach und stopfen uns mit Sachen voll, von denen wir genau wissen, dass wir sie eigentlich nicht essen sollten?

Es ist der gleiche Grund, der dazu führt, dass wir Dinge immer auf den nächsten Tag verschieben, zu spät ins Bett gehen oder impulsive Entscheidungen treffen. Einige Psychologen bezeichnen es als Ego Depletion. Die zentrale These des Ego-Depletion-Modells ist, dass die Fähigkeit zur Selbstkontrolle von der Willenskraft eines Menschen abhängt, die von einer allgemeinen Selbstregulations-Ressource gespeist wird. Die Ressource wird durch aufeinanderfolgende psychische Aufgabenstellungen, die ebenfalls Willenskraft erfordern, verringert oder gar aufgezehrt, und zwar unabhängig von sonstigen Einflussfaktoren wie etwa körperlicher Erschöpfung. Die Theorie besagt letztlich, dass die Willenskraft eines Menschen begrenzt ist, und wenn dieser für eine Aufgabe Willenskraft aufwenden muss,  dann steht für die nächste Aufgabe weniger zur Verfügung (4).

Tatsächlich haben die meisten Menschen ziemlich viel Willenskraft, aber wir sind eben keine Maschinen. Wenn unsere Willenskraft aufgebraucht ist, übernehmen primitive Instinkte das Ruder (5).

Das ist der Grund dafür, warum am Ende des Tages alle Dämme brechen und gefuttert wird, was gerade greifbar ist. Nach einem stressigen Arbeitstag kommen Sie nach Hause und sind zu erschöpft, darüber nachzudenken, was Sie kochen sollten. Also, Kühlschrank auf und raus mit der tiefgefrorenen Fertigmahlzeit. Ihre Willenskraft ist schon lange aufgebraucht, denn Sie haben den ganzen Tag Entscheidungen treffen müssen. Da kommt Ihnen Futter für die Seele in Form von Fetten und Kohlehydraten (sprich Pizza, Nudeln mit Käse etc.) gerade recht.

„Bewegen Sie sich mehr“ – oder lieber doch nicht?

Wie sieht es mit dem gern gegebenen Ratschlag aus, sich einfach mehr zu bewegen, um mehr Kalorien zu verbrennen (wir erinnern uns, Abnehmen ist eine reine Mathematik Aufgabe). Also benutzen Sie die Treppe statt des Aufzugs, oder Sie parken Ihr Auto weiter vom Arbeitsplatz entfernt und gehen ein Stück zu Fuß. Das verbrennt doch zusätzliche Kalorien und ist damit sicherlich  nützlich, oder? Nein, eigentlich nicht.

Wenn Sie statt den Aufzug zu nehmen 11 Stockwerke Treppen steigen, dann verbrennen Sie 19,7 kcal (6).  Das bedeutet, dass Sie wenn Sie 29 Etagen Treppen steigen ungefähr die  Kalorien verbrennen, die Sie mit dem Konsum eines kleinen Apfels aufnehmen. Gehen Sie die Treppe runter, verbrauchen Sie nur halb so viele Kalorien.

Wenn Sie Ihr Auto weiter entfernt von Ihrem Arbeitsplatz abstellen und sagen wir mal 1,5 km laufen, dann verbrennen Sie dadurch 80 kcal (7). Damit erreichen Sie fast die Kalorien, die eine Banane hat.

Dieser extrem kleine Nutzen wiegt die versteckten Kosten nicht auf. Jedesmal wenn Sie eine Treppe sehen oder einen Parkplatz suchen, müssen Sie eine Entscheidung treffen, die Ihre Widerstandskraft schmälert. Immer darüber nachzudenken wie Sie Ihre tägliche aktive Zeit weiter ausbauen können, erfordert eine aufwändige Selbstkontrolle. Und das kombinieren Sie dann mal mit einem stressigen Tag auf der Arbeit und Sie halten das Rezept für ein absolut nicht Diät konformes Abendessen in der Hand. Das Blöde ist, dass dieses kalorienreiche Abendessen, dann wochenlange höhere Aktivität einfach zunichte machen kann.

Noch schlimmer ist die Strategie sich mehr zu bewegen, wenn Sie längerfristig durchgeführt werden soll. Wenn Sie abnehmen, ist Ihr Körper bemüht, Energie zu erhalten. Das heißt, Sie sind eher nicht motiviert, sich zu bewegen, sondern werden im Gegenteil sogar ziemlich faul (8).

Fazit: Im Endeffekt haben Sie mehr davon, ihre Willenskraft nicht ständig auf den Prüfstand zu stellen als sich alltäglich mehr zu bewegen. Allerdings gilt diese Aussage nur, was das Abnehmen betrifft. Ich möchte damit nicht gesagt haben, dass Bewegung nicht gesund ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ein Trainingsplan hilft, Ziele zu erreichen

Ich möchte damit auch nicht gesagt haben, dass sportliche Betätigung während einer Diät schlecht ist. Es sollte sich aber um einen Trainingsplan handeln.

Der Trainingsplan ist der Schlüssel zu einer Umstellung Ihres Lebensstils. Sie müssen schon im Voraus einen Plan haben, was Sie tun wollen, damit Sie nicht ständig neue Entscheidungen treffen müssen. Der Trainingsplan bewahrt Ihr Gehirn vor dem Verlust der Willenskraft. Wie die Amerikaner sagen „Failing to plan is planning to fail“ (wer es versäumt zu planen, der plant zu versagen).

Ausdauertraining wird total überschätzt

Wie sollte Ihr Training am besten aussehen. Da gibt es für mich eigentlich nur eine Antwort: Verlegen Sie sich auf High Intensity Interval Training (HIIT). HIIT hilft Ihnen dabei, einen Muskelabbau zu verhindern (9). Wenn Sie während einer Diät kein ausreichend schweres Training durchführen, werden Sie auf jeden Fall Muskelmasse abbauen (und das wollen Sie ja nicht). Um Kalorien einzusparen wird Ihr Körper aber Muskeln abbauen wollen, da diese mehr Kalorien verbrauchen als Fettgewebe. Je mehr Muskelmasse Sie abbauen, desto langsamer wird Ihr Stoffwechsel und desto weniger können Sie essen.

Wenn Sie hingegen Muskeln aufbauen, erhöht sich Ihr Stoffwechsel. In einer Studie wurde die Ruhestoffwechselrate von Bodybuildern gegen eine Kontrollgruppe mit gleicher Fettmasse gemessen (10). Es zeigte sich, dass die Bodybuilder eine 14 % höhere Ruhestoffwechselrate hatten. Sie verbrannten bei Inaktivität 354 kcal mehr pro Tag als die Kontrollgruppe.

Sie müssen aber nicht gleich zu einem Terminator werden, um diesen Nutzen zu haben. So zeigte eine Studie an 10500 Probanden, dass über einen Zeitraum von 12 Jahren Krafttraining die größten Auswirkungen auf den Taillenumfang hatte – genaugenommen war es doppelt so effektiv wie Ausdauertraining (11).

Der Grund dafür, warum das so ist, besteht darin, dass der kurzfristige Nutzen, ein paar extra Kalorien verbrannt zu haben, nicht den langfristigen Nutzen einer höheren Stoffwechselleistung aufwiegt.

Und wenn Sie Hanteln jetzt total doof finden, dann ist das auch kein Problem. Es gibt andere Möglichkeiten für ein HIIT. Sprints (sei es Laufen, auf dem Fahrrad oder Ruderergometer) können super als HIIT durchgeführt werden. Wichtig ist nur, dass Sie sich ein Training aussuchen, das Sie auf lange Sicht auch durchhalten können.

Und jetzt die gute Nachricht – Essen Sie mehr, nicht weniger!

Wir können festhalten: Weder ein „Bewegen Sie sich mehr“ noch ein „Essen Sie weniger“ ist auf Dauer durchzuhalten. Außerdem bedeutet es für die meisten Leute, dass sie die gleichen Nahrungsmittel essen wie sonst auch, nur eben weniger. Das heißt Sie müssen den ganzen Tag gegen ein Hungergefühl ankämpfen.

Je länger sie die Diät durchhalten, desto größer wird der Hunger. Außerdem verlangsamt sich der Stoffwechsel, was den Kampf noch weiter verschlimmert. Kein Wunder also, dass die meisten Diäten zum Scheitern verurteilt sind.

Was ist also die Lösung?

Essen Sie mehr, nicht weniger! Aber essen Sie die richtigen Lebensmittel. Sie können Unmengen an Gemüse essen. Dazu jeweils gesunde Fette (Kokosöl, Butter, Olivenöl etc.) und gutes Protein (Fisch aus Wildfang, Fleisch von Weidetieren, Eier von glücklichen Hühnern…).  Diese Ernährung versorgt Sie nicht nur mit Nähr- und Ballaststoffen, sondern hält Sie auch satt.

Auf Getreide sollten Sie bei dieser Diät lieber verzichten. Es enthält nicht die Nährstoffdichte von Gemüse und Obst, hat dafür aber eine Menge an Stoffen, die der menschliche Körper nicht gut verträgt (wie Gluten und Trypsininhibitoren, die für eine verminderte Nährstoffaufnahme sorgen).

Bekommt der Körper alle Nährstoffe, die er braucht, dann haben Sie kein Hungergefühl. Und stellen Sie sich mal vor wie einfach es ist, eine Diät durchzuhalten, bei der Sie keinen Hunger haben. Ganz davon abgesehen, dass Ihr Körper dann auch nicht das Überlebensprogramm einschaltet, weil er glaubt, dass gerade eine Hungersnot herrscht (was dazu führt, dass Sie ganz schlecht abnehmen können).

Fazit:

Diäten versagen, weil das Grundprinzip von „Essen Sie weniger, und bewegen Sie sich mehr“ völlig falsch ist. Der Grund für das Versagen liegt weder in einer Willensschwäche noch in einer genetischen Veranlagung (außer in ganz, ganz seltenen Fällen). Um abzunehmen, müssen Sie nicht hungern, vorgefertigte Shakes trinken oder stundenlang Ausdauertraining treiben.

Überdenken Sie stattdessen, was Sie essen. Industriell gefertigte Nahrung hat viele Zusatzstoffe, die null Nährwert dafür aber ein hohes Suchtpotential haben. Essen Sie „richtige“ Nahrungsmittel: Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, gute Fette.

Sportliche Aktivität unterstützt Ihr Abnehmprogramm, weil sie zu einem Erhalt der Muskelmasse beiträgt. Vergessen Sie Ausdauertraining und erstellen Sie sich einen Trainingsplan, der HIIT in Form von Krafttraining und/oder kurzen Cardio-Einheiten beinhaltet.

Und vergessen Sie die Gleichung Kalorien rein kleiner als Kalorien raus, dann nimmt man auf jeden Fall ab. Ihr Körper ist kein Bankkonto sondern ein Chemiebaukasten. Er ist weitaus komplizierter, und nicht alle Kalorien stammen aus gutem Hause.

 

 

(1) http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html

(2) Eating behaviors as predictors of weight loss in a 6 month weight loss intervention.    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23512619?dopt=Abstract&holding=npg

(3) https://www.researchgate.net/publication/276184146_Appetite_control_and_regulation_of_food_intake_A_review_of_proposed_mechanisms

(4) Stangl, W. (2017). Stichwort: ‚Ego-Depletion‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/6506/ego-depletion-theori/

(5) Self-regulatory depletion enhances neural responses to rewards and impairs top-down control.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24026225

(6) Heart rate, oxygen uptake, and energy cost of ascending and descending the stairs  http://journals.lww.com/acsm-msse/pages/articleviewer.aspx?year=2002&issue=04000&article=00021&type=abstract

(7) Energy expenditure of walking and running: comparison with prediction equations.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15570150

(8) Metabolic and Behavioral Compensations in Response to Caloric Restriction: Implications for the Maintenance of Weight Loss  http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0004377#pone-0004377-g004

(9) A role for high intensity exercise on energy balance and weight control.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9665667

(10) Twenty-four-hour energy expenditure and substrate utilization in body builders.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8279388

(11) Weight training, aerobic physical activities, and long-term waist circumference change in men.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25530447

Strategien zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern (EMFs)

Es wird sicherlich noch eine ganze Weile dauern, bis sich herumgesprochen hat, dass  elektromagnetische Felder (EMFs) für den Menschen alles andere als gesund sind (und wahrscheinlich auch nicht für andere Lebewesen). Umso wichtiger ist es, dass diejenigen, die sich Gedanken über diese Zusammenhänge machen, wissen, wie sie sich vor den schädlichen Auswirkungen dieser Strahlung schützen können.

Machen wir uns nichts vor, es gibt kaum noch Plätze, wo Sie hingehen können, an denen Sie nicht von EMFs umgeben sind. Gerade vorhin fuhr ein Bus der HVV (Hamburger Verkehrs Betriebe) an mir vorbei, der damit warb, dass er freies WLAN an Bord hat. Und ich frage mich immer wieder – wie haben wir eigentlich ohne Smartphone und ständige Online Präsenz überlebt. Und manchmal kommt mir der wirklich dumme Gedanke – deutlich besser als heute.

 

Was passiert in anderen Ländern, um die Bevölkerung vor EMFs zu schützen?

 

Ab September 2018 wird in Frankreich die Nutzung von Handys an Grund- und Mittelschulen komplett verboten (1). Die Schüler sollen nicht einmal in Pausen und der unterrichtsfreien Zeit ihre Handys benutzen dürfen.

In Kalifornien kam ein Leitfaden für Verbraucher heraus, der darüber informiert, wie man sich vor Handystrahlung schützen kann (2). Nur so nebenbei – zu diesem Schritt kam es erst, nachdem vorher alles versucht wurde, diese Schäden unter den Tisch zu kehren.

Auch in Russland gibt es Gesetze, die die Belastung durch WLAN in Kindergärten und Schulen vermindern soll (3). Die Schweiz, Italien, Österreich, Luxemburg, Bulgarien, Polen, Ungarn, Israel und China haben Höchstgrenzen für die Belastung durch Radiofrequenzen festgelegt (4).

Und Deutschland? Na ja, hier ist man sich noch nicht so ganz sicher, ob WLAN Gesundheitsschäden verursachen kann (5). Und an Frankfurter Schulen wird jetzt sogar ein Modellprojekt WLAN gestartet (6).

Ich glaube, dass es inzwischen eigentlich keinen Zweifel mehr daran gibt, dass die Belastung durch elektromagnetische Strahlung zu beträchtlichen Gesundheitsgefahren führt. Und gerade Schulen sollten dieser Tatsache Rechnung tragen, um ihre Schüler zu schützen. Auch ohne WLAN an Schulen ist die Strahlenbelastung bereits hoch genug.

 

14 Strategien, die die Belastung durch EMFs vermindern können

 

Und gerade weil wir konstant von allen Seiten mit EMFs bombardiert werden, ist es so wichtig, die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten. Dafür gibt es einige Möglichkeiten:

  • Betreiben Sie Ihren Router über einen Ein-/Aus-Schalter, dann können Sie ihn einfach abschalten, wenn Sie ihn nicht benötigen. Einen ähnlichen Effekt erzielen Sie durch den Einsatz einer Schaltuhr. Diese kann so eingestellt werden, dass der Router nur zu Zeiten am Netz hängt, wenn er tatsächlich benötigt wird.
  • Benutzen Sie für Ihren Desktop eine LAN Verbindung. Verzichten Sie auch auf kabellose Keyboards, Mäuse und Drucker.
  • Im günstigsten Fall sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung/Ihr Haus verkabelt ist, sodass Sie überhaupt nicht mehr auf WLAN angewiesen sind.
  • Beim Laptop ohne Ethernet Anschluss hilft ein USB Ethernet Adapter weiter, der es Ihnen ermöglicht, das Gerät über ein Kabel an das Ethernet anzuschließen.
  • Auch beim guten alten Telefon ist die Strahlenbelastung deutlich geringer, wenn es sich um ein Modell mit Kabel handelt. Ich gebe zu, das ist ungewohnt, aber die meisten Leute laufen beim Telefonieren sowieso nicht in der Gegend rum, sondern sitzen gemütlich auf dem Sofa. Ansonsten – auch Telefone haben eine Lautsprecherfunktion.
  • Stellen Sie nachts die Sicherung für Ihr Schlafzimmer aus. Hierdurch vermeiden Sie elektrische Felder, die durch die Kabel in den Wänden verursacht werden (und nein – ich bin nicht schizophren. Sie werden gar nicht glauben wie viele Menschen tatsächlich auf diese Felder reagieren).
  • Falls Sie ein Babyphon benutzen, um Ihr Kind zu überwachen, ist es vielleicht sinnvoller, das Baby einfach mit in Ihrem Schlafzimmer schlafen zu lassen (ein netter Nebeneffekt ist häufig, dass das Baby sogar besser schläft).
  • Tauschen Sie Ihr Uhrenradio gegen einen batteriebetriebenen Wecker aus. Wer nachts gerne die Zeit wissen möchte, kann sich auch einen sprechenden Wecker kaufen.
  • Vermeiden Sie es, Ihr Smartphone am Körper zu tragen außer Sie haben den Flugmodus eingeschaltet.
  • Im Prinzip hat ein Smartphone im Schlafzimmer nichts zu suchen, denn Sie sollen dort ja schlafen und nicht Ihre Social Media Accounts checken. Benötigen Sie es als Wecker, dann sollte es sich ebenfalls im Flugmodus befinden.
  • Wenn Sie mit Ihrem Smartphone tatsächlich telefonieren (ich habe schon Leute gesehen, die das tun), dann halten Sie es von Ihrem Kopf fern (sagt selbst Apple). Benutzen Sie stattdessen den Lautsprecher oder Kopfhöhrer
  • Smartphones und Tablets gehören nicht in die Hände von Kleinkindern. Ich gebe zu, es ist praktisch – aber gesundheitsschädlich.
  • Verzichten Sie auf „smarte“ Geräte und Thermostaten, die WLAN benötigen. In diese Kategorie gehören auch die „smart“ TVs. Der Grund, warum sie smart sind, ist, dass sie ein WLAN Signal aussenden. Und dieses Signal können Sie nicht mal abschalten.
  • Und zu guter letzt – verzichten Sie auf Bluetooth Kopfhörer. Klar sind sie praktisch – aber wollen Sie wirklich mit Ihrem Gehirn experimentieren?

 

 

(1)  Können Schüler ohne Smartphone leben?  https://orange.handelsblatt.com/artikel/37912

(2)    https://www.cdph.ca.gov/Programs/CCDPHP/DEODC/EHIB/CDPH%20Document%20Library/Cell-Phone-Guidance.pdf

(3) https://de.scribd.com/document/182641315/RNCNIRP-Russia-Wi-Fi-Regulation-19-06-12-pdf

(4) http://www.parentsforsafetechnology.org/worldwide-countries-taking-action.html

(5) Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) http://www.icems.eu/docs/deutscher_bundestag.pdf

(6) http://www.fr.de/frankfurt/wlan-an-schulen-in-frankfurt-raus-aus-der-kreidezeit-a-1381537

Fett ist gesund – aber es muss das richtige sein

 

Welche Fette sind gut für das Herz und das Gehirn?

Zunächst einmal lohnt es, darauf hinzuweisen, dass Herz und Gehirn von den gleichen Fetten profitieren. In der Schulmedizin haben wir häufig das Dilemma, dass eine Sache, die für einen Körperteil angeblich Vorteile bringt, an anderer Stelle im Körper aber eher nachteilig wirkt. In der Natur ist es viel einfacher. Unser Gehirn braucht Fett. Da unser Gehirn Fett benötigt, kann es für unser Herz nicht schädlich sein (sonst wären wir nicht mehr hier) – es muss halt nur das richtige Fett sein.

Um herauszufinden, welche Fette gute Eigenschaften haben, lohnt ein Blick in medizinische Studien. Dort erfahren wir, dass der Konsum von Nüssen und Olivenöl das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich senkt (2), (3). Nebenbei verlangsamt er auch den Alterungsprozess (4), und in einer kürzlich erschienenen Studie zur Mittlemeerdiät zeigte sich, dass der Verzehr von Olivenöl und Nüssen den kognitiven Verfall verhindern kann (5). Beim Kauf von Olivenöl sollten Sie darauf achten, dass es sich um natives Olivenöl handelt. Und Vorsicht – es wird gerne mit billigeren Ölen gepanscht, geben Sie also lieber ein paar Euro mehr aus. Bei den Nüssen punkten Walnüsse, Pekannüsse, Macadamianüsse, Pistazien, Haselnüsse und Mandeln (bei denen es sich eigentlich nicht um eine Nuss handelt).

Auch fetthaltiger Fisch (und hier natürlich besonders der Wildlachs) überzeugen immer wieder durch ihre entzündungshemmenden Eigenschaften und ihre nachgewiesenen Vorteile für das Herz und das Gerhirn.

Die Avocado ist ebenfalls ein Aushängeschild für gesunde Fette. Die in ihr enthaltenen einfach ungesättigten Fettsäuren führen zu einem signifikanten Anstieg des HDL-Cholesterins und senken das Risiko für ein metabolisches Syndrom (6).

Schokolade ist gut für das Gehirn – es muss nur die richtige sein. Gefragt ist hier nicht die Milka Noisette, sondern eine dunkle Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil (gerne höher). Und sie ist nicht nur gut fürs Gehirn, sondern kann auch gleichzeitig noch den Blutdruck senken (7) und zu einem gesunden Herzen beitragen.

Wir wissen von Völkern, die viel Kokosprodukte konsumieren, dass bei ihnen Herzerkrankungen nur in sehr geringem Ausmaß vorkommen, sodass natürlich auch Kokosöl in dieser Aufzählung nicht fehlen darf.  Gegner weisen gerne darauf hin, dass Kokosöl das Öl mit der größten Konzentration an gesättigten Fettsäuren ist, Tatsache ist aber, dass Studien immer wieder zeigen, dass dieses Öl gesundheitliche Vorteile bringt. Kokosöl führt nachgewiesenermaßen zu einer Reduktion des Bauchfettes (8) (also des gefährlichen Fettes) und wirkt sich damit positiv auf eine Insulinresistenz aus. Und das ist noch nicht alles. Die im Kokosöl enthaltenen mittelkettigen Triglyzeride (MCTs) werden vom Körper in Ketonkörper umgewandelt, die dann als Energiequelle bereitstehen. So werden Ketonkörper zum Beispiel in der Therapie der Alzheimer Demenz eingesetzt (9), aber auch für Athleten bilden sie eine gute Energiequelle (10). Außerdem hat Kokosöl eine starke antimikrobielle Wirkung – diese macht man sich zum Beispiel bei seinem Einsatz beim Ölziehen zunutze.

Tierische Fette, Butter und Ghee gehören ebenfalls in die Kategorie der „guten“ Fette – allerdings nur solche von Tieren, die artgerecht gehalten wurden. Vom Konsum tierischer Fette von Tieren aus Massentierhaltung kann ich nur abraten, da diese sehr hohe Werte von Omega-6 Fettsäuren aufweisen (diese haben eine entzündliche Wirkung). Außerdem speichert das Fettgewebe Schadstoffe, und da möchte man sich gar nicht vorstellen, was im Fett von Tieren aus Massentierhaltung an Pestiziden, Antibiotika und sonstigen unschönen Stoffen alles enthalten ist.

 

Welche Fette Sie unbedingt meiden sollten

Da gibt es natürlich die ganz offensichtlichen wie teilweise hydrierte Öle oder auch hydrierte Öle, die sogenannten Transfette, die das Cholesterinprofil  sowie die Blutzuckerkontrolle verschlechtern und ein erhöhtes Krebsrisiko darstellen. Die Hydrierung von Ölen wird von der Lebensmittelindustrie eingesetzt, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu erhöhen. Dummerweise verkürzt sich mit dem Konsum dieser Lebensmittel die Lebensspanne der Verbraucher.

In die Gruppe der schlechten Fette gehören auf jeden Fall Margarine so wie andere Butterersatzstoffe. Die meisten Pflanzenöle (auch die kaltgepressten) enthalten einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es wird uns immer wieder erzählt wie gesund diese Fettsäuren sind (im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren), Tatsache ist aber, dass ungesättigte Fettsäuren dazu neigen, sehr schnell ranzig zu werden (und da die Öle im Herstellungsprozess häufig desodoriert wurden, können Sie das weder riechen noch schmecken). Der Konsum ranziger Öle führt in unserem Körper zu einer Oxidierung der LDL-Cholesterin Partikel, was in der Folge eine Arterienverklalkung hervorruft (11). Diese Öle machen also genau das, was sie eigentlich verhindern sollen.

Meiner Meinung nach sollte kein Mensch Raps-, Baumwollsamen oder Sojaöl konsumieren (alle drei sind GMOs). Wenn Sie kaltgepresstes Leinsamenöl essen wollen, dann achten Sie darauf, nur kleine Mengen in einer dunklen Flasche zu kaufen und diese immer im Kühlschrank auftzubewahren und schnell zu verbrauchen.

Wie oben schon erwähnt gehören natürlich auch Fette, die Schadstoffe enthalten, in die Liste der „schlechten“ Fette. Die Ernährung von Tieren aus Massentierhaltung besteht aus Getreide und Soja, das mit Herbiziden (unter anderem dem berüchtigten Glyphosat) und Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt wurde. Zum großen Teil handelt es sich dabei auch noch um genetisch veränderte Organismen (GMOs), die weitere gesundheitliche Gefahren mit sich bringen. Die Inhaltsstoffe dieser tierischen Fette lassen sie für den menschlichen Verzehr als gänzlich ungeeignet erscheinen. Nur so nebenbei: Wenn Sie amerikanisches Rindfleisch kaufen, weil Sie vielleicht meinen, das sei ein ganz besonderes Stück Fleisch (so wird es nämlich vermarktet), dann bekommen Sie wahrscheinlich auch noch eine gehörige Portion Antibiotika und Wachstumshormone, die eventuell Krebs auslösen können.

 

Fett ist rehabilitiert

Die meisten Menschen wissen es noch nicht (inklusive der Ärzte), aber Fett ist schon lange nicht mehr der Buhmann. Die richtigen Fette unterstützen Ihre Gesundheit. Dies ist allerdings kein Freifahrtschein, kiloweise Fett zu essen. Achten Sie vor allem auch immer darauf, das richtige Fett für die richtige Zubereitungsform zu wählen. Auch wenn es von den Herstellern so behauptet wird, ist Olivenöl nicht zum Kochen geeignet. Zum Erhitzen sollten Sie immer ein Fett mit einem höheren Anteil gesättigter Fettsäuren nehmen – also zum Beispiel Kokosöl, Butter oder andere tierische Fette – denn diese sind deutlich stabiler und werden beim Kochen nicht ranzig. Für kalte Speisen oder auch zum Träufeln über warme Speisen dürfen Sie dann gerne Olivenöl oder ein anderes hochwertiges kaltgepresstes Öl verwenden.

 

(1) Contribution of omega-3 fatty acids for memory and cognitive function  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25238820

(2) Olive oil intake and risk of cardiovascular disease and mortality in the PREDIMED Study.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24886626

(3) Nut consumption and risk of cardiovascular disease, total cancer, all-cause and cause-specific mortality: a systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27916000

(4) Olive Oil and the Hallmarks of Aging.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26840281

(5) Mediterranean Diet and Age-Related Cognitive Decline: A Randomized Clinical Trial.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25961184

(6) Avocado consumption is associated with better diet quality and nutrient intake, and lower metabolic syndrome risk in US adults: results from the National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) 2001-2008.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23282226

(7) High-cocoa polyphenol-rich chocolate improves blood pressure in patients with diabetes and hypertension.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26089927

(8)  An Open-Label Pilot Study to Assess the Efficacy and Safety of Virgin Coconut Oil in Reducing Visceral Adiposity  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3226242/

(9) Biomarkers, ketone bodies, and the prevention of Alzheimer’s disease.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25468143

(10) The Effects of a Ketogenic Diet on Exercise Metabolism and Physical Performance in Off-Road Cyclists  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4113752/

(11) Association between circulating oxidized low-density lipoprotein and atherosclerotic cardiovascular disease  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5627698/

 

 

Was versteht man unter Lifestyle Medizin?

Konventionelle Medizin hat ihren festen Platz in der Behandlung akuter Ereignisse also Unfälle und Infektionen. Keine Frage, wenn ich einen Verkehrsunfall hätte, würde ich bei entsprechenden Verletzungen die Möglichkeit einer Operation oder einer intensivmedizinischen Versorgung durchaus zu schätzen wissen.

Keine Heilung sondern allenfalls Symptomkontrolle

Wenn es aber um chronische Erkrankungen geht, hat die Schulmedizin in Bezug auf Heilung relativ wenig anzubieten. Sicher, durch Tabletten kann man Symptome unter Kontrolle bringen, sodass sie weniger störend sind oder überhaupt ganz verschwinden. Das Problem ist nur, dass an den Ursachen für diese Symptome nicht gearbeitet wird. Bei vielen Krankheiten wird nicht einmal darüber nachgedacht, was die Ursache sein könnnte (sog. idiopathische Krankheiten). Das ist jedoch ein großer Fehler. Ein genauso großer Fehler wäre es, wenn wir bei unserem Auto eine Warnleuchte einfach überkleben und uns freuen, dass uns die Leuchte nicht mehr irritiert. Dieses Verhalten wird dazu führen, dass der Schaden am Auto zunimmt, und es irgendwann überhaupt nicht mehr funktioniert. Was versteht man unter Lifestyle Medizin? weiterlesen