Was Tiefenentspannung für Ihre Gesundheit tun kann

TiefenentspannungFür die meisten Menschen ist Stress ein ständiger Begleiter, aber eigentlich sollte es so gar nicht sein. Stress ist eigentlich nur als kurzfristige Antwort des Körpers oder Geistes auf äußere Einflüsse vorgesehen. Er sollte niemals konstant im Hintergrund (und für manche auch im Vordergrund) ablaufen und so unsere Lebensqualität über eine längere Zeit beeinflussen.

Dummerweise befinden sich aber die meisten Menschen in einem Hamsterrad, und der Stress ist immer da und simmert auch unter der Oberfläche von eigentlich positiven Erfahrungen weiterhin vor sich hin. Dieser chronische Stress – ob Sie ihn nun wahrnehmen oder nicht – führt letztendlich zum körperlichen und geistigen Zusammenbruch. Die Folgen sind chronische Krankheiten Depressionen oder ein Burn out.

Für eine Tiefenentspannung ist im modernen Leben kein Platz, und viele Leute zucken schon beim Gedanken daran zusammen. Wir haben einfach zu viel auf unserer To do Liste: die Kinder, manchmal mehr als ein Job, lange Arbeitswege, und dann sind da ja auch noch die alltäglichen Besorgungen und gesellschaftliche Verpflichtungen. Einige Leute wissen nicht einmal mehr wie das geht, einfach mal zurückzutreten und sich vollkommen zu entspannen, mal völlig abzuschalten und sich einen inneren Rückzugsort zu erschaffen. Diese Form der Tiefenentspannung kann tatsächlich heilen und einige der schädlichen Effekte von chronischem Stress umkehren.

Die Stressreaktion

Chronischer Stress hat auf einem biologischen Level sehr schädliche Auswirkungen. Inzwischen weiß man, dass er zu vorzeitiger Alterung auch auf zellulärer Ebene führt.

Steht der Körper unter Stress so schüttet er Hormone und Neurotransmitter (Nervenbotenstoffe) aus, die dafür sorgen, dass das nackte Überleben gewährleistet ist. Nicht lebenswichtige Körperfunktionen – wie zum Beispiel die Fortpflanzung oder die Verdauung – werden einfach mal abgestellt (wer hat Zeit, sich fortzupflanzen, wenn er von einem Säbelzahntiger gejagt wird?). In unserer Entwicklungsgeschichte war dieser Zustand typischerweise eine Fight or Flight Antwort (also abhauen oder kämpfen), die von Cortisol und Adrenalin ausgelöst wurde. Und ganz wichtig – sie hielt jeweils nur für kurze Zeit an.

Akuter Stress gegen chronischen Stress

Ein kurzzeitiger Stress ist gut für den Körper (Eustress). Dieser tritt zum Beispiel bei einem HIIT Training auf und sorgt dafür, dass der Körper zum Beispiel mehr Muskeln aufbaut (wer fliehen will, braucht Muskeln).

Chronischer Stress ist aber eine ganz andere Sache. Stress, der über einen langen Zeitraum besteht (ohne Atempause), verursacht ernsthafte Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, des Verdauungssystems, des Immunsystems und häufig auch eine Infertilität (Unfruchtbarkeit). Denn anstatt sich auf die Aufrechterhaltung all dieser Körperfunktionen konzentrieren zu können, ist Ihr Körper in einem konstanten Fluchtmodus. Und das bedeutet, eine Vielzahl körperlicher Funktionen wird einfach mal vernachlässigt.

Was genau ist Tiefenentspannung

Und wie sieht richtige Entspannung nun aus? Müssen Sie auf einer Yogamatte sitzen und Ohm singen?

Nun, auf jeden Fall sieht sie nicht so aus, dass Sie sich auf Ihr Sofa fläzen und das Dschungelcamp gucken (sorry). Und auch ein stundenlanger digitaler Treff mit Ihren Facebook „Freunden“ gehört nicht dazu.

Tiefenentspannung bezeichnet einen meditativen Zustand, in dem alle Spannungen sowohl auf körperlicher wie geistiger Ebene losgelassen werden. Das heißt, das Gehirn darf mal total abschalten und muss sich nicht mehr mit der nächsten Aufgabe auf Ihrer To do List oder den offenen Rechnungen auseinander setzten.

Was kann Tiefenentspannung für Ihre Gesundheit tun?

Seit Jahrtausenden werden Entspannungstechniken von Völkern auf der ganzen Welt angewendet. Hierzu gehören zum Beispiel die Meditation, Gebete oder auch Yogaübungen. Sie alle können Menschen in einen tiefenentspannten Zustand versetzen. Und in Studien wurde immer wieder aufgezeigt, dass sie sehr positive Auswirkungen auf Körper und Geist haben.

  • Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen

Es überrascht sicherlich niemanden zu hören, dass chronischer Stress das Herz-Kreislaufsystem sehr belastet. Ein Grund hierfür ist, dass die normale physiologische Antwort auf Stress in einer Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz besteht, um den Körper auf eine Fluchtreaktion vorzubereiten. Auf lange Sicht führt Stress jedoch zu einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle.

In Studien wird immer wieder nachgewiesen, dass Meditationstechniken zum Schutz gegen Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle eingesetzt werden können (1).

 

 

  • Stärkung des Immunsystems

Wenn Ihr Körper ständig den Eindruck hat, dass er eine lebensgefährliche Bedrohung abwenden muss, dann verzichtet er verständlicherweise darauf, sich um längerfristige Angelegenheiten – wie ein funktionsfähiges Immunsystem – zu kümmern. Es ist absolut kein Zufall, dass Menschen, die ständig gestresst sind, auch häufig unter Infektionskrankheiten leiden (2).

In einer Untersuchung an HIV-infizierten Erwachsenen wurde nachgewiesen, dass eine tägliche Achtsamkeitsmeditation den Abfall der CD4+ T-Lymphozyten (also der T Helferzellen) deutlich reduzierte (3). Das bedeutet, dass die Zerstörung dieser Zellen durch das HI-Virus verlangsamt wird, da das Immunsystem besser arbeitet.

 

  • Förderung der Fertilität

Immer mehr Paare bleiben ungewollt kinderlos. Um es noch einmal zu sagen, wenn Sie ständig unter Strom stehen, denkt Ihr Körper nicht an die Fortpflanzung, denn die ist für Ihr kurzfristiges Überleben nun wirklich nicht wichtig. Viele Leute merken auch, dass sie eigentlich gar keine Lust mehr auf Sex haben, wenn sie gestresst sind. Bei Frauen, die langfristigen Stress haben, kann es zu einem Aussetzen der Menstruation kommen. Studien zeigen auch auf, dass Frauen mit einem hohen Stressniveau eher unfruchtbar sind (4).

 

  • Höhere Widerstandsfähigkeit gegen Stress

Viele Menschen berichten, dass sie sich nach einer Meditation oder anderen Entspannungstechniken wesentlich ruhiger und ausgeglichener fühlen und eine bessere Kontrolle über ihre Reaktion auf Stressauslöser haben. Die Tiefenentspannung führt zu einer gesteigerten geistigen Gesundheit und einer Reduzierung von Depressionen, Stimmungsschwankunen und sonstigem emotionalen Stress.

 

  • Tiefenentspannung stellt die epigenetische Uhr zurück

In einer gerade neu erschienen Studie wurden Biomarker des biologischen Alterns bei Langzeit Meditierern und Meditationsunerfahrenen gemessen. Es stellte sich heraus, dass die epigenetische Uhr bei den Meditierern deutlich langsamer läuft als bei den Nicht-Meditierern – will heißen: Sie altern langsamer (5). Na, wenn das keine Motivation ist…

Techniken zur Tiefenentspannung

Es ist extrem wichtig, dass Sie die Tiefenentspannungs Technik finden, die genau zu Ihnen passt. Nicht jeder hat Lust auf tägliche Gebete oder Yoga, und es macht natürlich überhaupt keinen Sinn, sich zu etwas zu zwingen – das verursacht nur noch mehr Stress.

Hier sind einige Techniken, die zu einer Tiefenentspannung führen können:

  • Yoga
  • Meditation
  • Tai-Chi
  • Qi-Gong
  • Progressive Muskelrelaxation
  • Geführte Bilder
  • Biofeedback
  • Tiefe Atemübungen (eigentlich auch eine Form der Meditaion)

Egal, wofür Sie sich letztendlich entscheiden, wichtig ist, dass Sie die Übungen täglich wiederholen. Nur so kommen Sie tatsächlich in den Genuss der gesundheitlichen Vorteile. Sie müssen auch keine Stunden damit verbringen. 5 – 10 Minuten reichen aus. Und wenn Sie das sogar mehrmals pro Tag schaffen – super!

 

 

(1) Stress reduction in the secondary prevention of cardiovascular disease: randomized, controlled trial of transcendental meditation and health education in Blacks.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23149426

(2) https://www.aerzteblatt.de/archiv/35552/Psychoneuroimmunologie-Stress-erhoeht-Infektanfaelligkeit

(3) Mindfulness meditation training effects on CD4+ T lymphocytes in HIV-1 infected adults: a small randomized controlled trial.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18678242

(4) Preconception stress increases the risk of infertility: results from a couple-based prospective cohort study—the LIFE study  https://academic.oup.com/humrep/article/29/5/1067/2913997/Preconception-stress-increases-the-risk-of

(5) Epigenetic clock analysis in long-term meditators.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28889075

Geröstete Kürbiskerne

KürbiskerneDas schöne am Herbst ist, dass es jetzt wieder Kürbisse jeder Form und Größe gibt. Nicht nur, dass man Kürbissuppe, Kürbispommes und Kürbismus machen kann, aber es gibt auch wieder geröstete Kürbiskerne.

Inhaltsstoffe der Kürbiskerne

Kürbiskerne haben eine Menge zu bieten. Sie sind reich an Provitamin A, Vitamin B, C und E, Eisen, Kalzium, Magnesium, Selen und Zink. Es kommt aber noch viel besser, denn sie enthalten außerdem:

  • das Glückshormon Serotonin
  • Phytosterole wie Sitosterin und Delta7 Sterole. Phytosterole hemmen die Aktivität der 5-alpha-Reduktase, eines Enzyms, das normalerweise Testosteron in DHT (Dihydrotestosteron) umwandelt, also den DHT-Spiegel erhöht. Wird das Enzym gehemmt, sinkt der DHT-Spiegel. Durch diese Wirkung kann eine Prostatavergrößerung reduziert und Haarausfall bei Männern gestoppt werden
  • L-Arginin, eine Aminosäure, die durchblutungsfördernd wirkt und als Potenzmittel Einsatz findet
  • Phenolglycoside, welche durch Stärkung der Beckenbodenmuskulatur die Entleerung der Blase unterstützen, sodass eine Restharnbildung verhindert wird, die zu einer Blasenentzündung führen kann.
  • Linolsäure erhält die Elastizität der Haut.

Anwendungsgebiete für Kürbiskerne

  • Prostataerkrankungen wie die benigne Prostatahyperplasie (eine gutartige Vergrößerung der Prostata)
  • Blasenschwäche und Reizblase
  • Gelenkentzündungen (Kürbiskerne haben eine entzündungshemmende Wirkung)
  • Haarausfall
  • Nierenerkrankungen wie Entzündungen und Nierensteine. Kürbiskerne wirken auch harntreibend und entwässernd.
  • Unreine Haut
  • Darmparasiten.

Klingt doch gut, oder?

Also, das nächste Mal, wenn es wieder Kürbis gibt, die Kerne nicht einfach wegschmeißen, sondern weiter verarbeiten. Die Kerne aus dem Kürbis herauslösen und in eine Schüssel mit Salzwasser geben. Am besten lässt man sie über Nacht stehen, dann kann man am nächsten Tag das verbliebene Fruchtfleisch ganz einfach entfernen.

Zubereitung

  1. Die Kerne vom Fruchtfleisch befreien und trocken tupfen.
  2. Kerne mit 1 EL Ghee (Butter oder Kokosöl) in eine Schüssel geben und – am besten mit den Händen – gut vermischen
  3. Jetzt ist Kreativität gefragt. Welchen Geschmack sollen die Kürbiskerne bekommen? Ich finde Salz mit Knoblauch sehr lecker. Aber wie wäre es mit Salz und Essig oder Paprika oder Zimt und Vanille oder Kümmel oder, oder, oder.
  4. Je nach Menge die Kerne auf einem Backblech oder einfach auf einem Teller in einer Lage ausbreiten.
  5. Im Ofen bei kleinster Einstellung (ich habe einen Gasherd und stelle ihn demnach auf Stufe 1) 25 – 30 Minuten rösten. Einfach öfter mal reingucken, damit nichts anbrennt.
  6. Hmmmm

 

Süßstoffe verursachen Diabetes

Süßstoffe - Cola ZeroSucht man auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Ernährung Informationen zum Thema Süßstoffe, so trifft man auf diese Aussage (1):

„Süßstoffe können im Rahmen von Gewichtsreduktionsprogrammen sinnvolle Hilfsmittel zur Reduktion der Energieaufnahme darstellen. Sie ermöglichen die Erhaltung des Süßgeschmacks zuckerfreier, energiereduzierter Lebensmittel – insbesondere von Getränken.“

Diese Aussage führt bei mir – wie Sie sich vielleicht vorstellen können- nicht gerade zu Begeisterungsstürmen. Zeigt Sie doch nur einmal mehr, dass die Gesellschaft, die uns mit Handlungsrichtlinien zum Thema Ernährung versorgen soll, aber auch nicht einen Funken Ahnung hat.

Süßstoffe sind also sinnvolle Hilfsmittel bei Gewichtsreduktions-programmen? Wow, wenn das man nicht total im Gegensatz zu Studien steht, die aufzeigen, das Süßstoffe zu einer Gewichtszunahme führen (2). Aber trösten Sie sich, diese Falschinformation bekommen Sie nicht nur von der DGE, auch viele Ärzte sind von Süßstoffen ziemlich angetan. Na ja, die haben vielleicht noch nicht davon gehört, dass Süßstoffe gerne in der Tiermast eingesetzt werden. Auf den Zusammenhang von künstlichen Süßstoffen und Adipositas komme ich noch weiter unten.

Jetzt wurde bei der European Association for the Study of Diabetes in Lissabon eine Studie vorgelegt, in der Forscher der Universität Adelaide in Australien aufdecken, dass künstliche Süßstoffe, die Antwort des Körpers auf Glucose beeinträchtigen kann, was zu einer schlechteren Kontrolle des Blutzuckerspiegels führt (3).

Die Studie wurde an 27 gesunden Probanden durchgeführt. Diese erhielten in Kapseln entweder den Süßstoff Sucralose oder Acesulfam K in einer Menge, die dem Konsum von 1,5 l eines Diät-Softdrinks pro Tag entsprach oder aber ein Placebo.

Es dauerte nur zwei Wochen bis in der Verum Gruppe nachteilige Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel nachweisbar waren. Hierzu gehörte auch eine Verminderung des Darm Peptids GLP-1, das den Anstieg des Blutzuckers nach Nahrungszufuhr begrenzt. Hierzu bemerkte der Hauptautor der Studie, Professor Richard Young:

„Dies weist auf die Möglichkeit hin, dass es bei Menschen, die häufig künstliche Süßstoffe verwenden, nach dem Verzehr zu einer übertriebenen Blutzuckererhöhung kommen kann, die im weiteren Verlauf für einen Typ II Diabetes anfällig macht.“

 

Forschungsergebnisse weisen immer wieder darauf hin, dass Süßstoffe eine Glucoseintoleranz fördern und Diabetes verursachen

Wie nicht anders zu erwarten, wurde natürlich sofort Kritik an dieser Studie laut. Die lautesten Stimmen kamen dabei natürlich aus den Reihen der Nahrungsmittelhersteller. Aber auch Ärztevertreter möchten nicht einfach so über diese Brücke gehen.

Dabei ist diese Studie durchaus nicht die einzige, die zu einem verheerenden Ergebnis für Süßstoffe kommt. So erschien schon 2014 eine Studie in PLoS One, die zu dem Ergebnis kam, dass der tägliche Konsum von Light Getränken, die mit Aspartam gesüßt waren, das Risiko für einen Typ II Diabetes um 67 Prozent erhöhte (egal, ob der Proband dabei eine Gewichtszunahme hatte oder nicht), und das Risiko für ein metabolisches Syndrom (abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz) stieg um 36 Prozent (4).

Ebenfalls 2014 erschien eine weitere Studie in Nature, die aufzeigte, dass der Konsum von Süßstoffen zu einer Glucoseintoleranz durch Veränderung des  Darmmikrobioms führt (5). Bei einer DNA-Analyse des Mikrobioms fanden die Forscher deutliche Unterschiede zwischen den Süßstoff-gefütterten Mäusen und den Kontrolltieren. Einige in der Regel seltene Bakteriengruppen waren bei den mit Süßstoff-gefütterten Mäusen ungewöhnlich stark vertreten, andere unterrepräsentiert. Vor allem Bakterien, die vermehrt Kohlenhydrate abbauen, hatten zugenommen, sodass der Verdacht aufkam, die dabei entstandenen Zucker seien vom Darm resorbiert worden und hätten eine Glucose-Intoleranz provoziert. Auch die Stoffwechselaktivität der Darmflora hatte sich verändert, möglicherweise, weil aus der verzehrten Nahrung größere Energiemengen aufgenommen werden. Die Folge: Trotz des verminderten Kaloriengehalts kommt es aufgrund der besseren Energieausbeute zu Übergewicht.

Noch nicht überzeugt? Dann weiter:

2013 in der Zeitschrift Trends in Endocrinology and Metabolism – Künstliche Süßstoffe können Stoffwechselstörungen hervorrufen, die zu Gewichtszunahme, Adipositas, Metabolischem Syndrom und Typ II Diabetes führen. 2016 kommt eine Studie in Applied Physiology zu dem Ergebnis, dass der Konsum von Aspartam bei fettleibigen Menschen zu einer höhergradigen Glucoseintoleranz führt (7).

Die Glucoseintoleranz bezeichnet einen Zustand, bei dem es dem Körper nicht mehr möglich ist, mit Glucose adäquat umzugehen. Das bedeutet die Zellen verweigern die Aufnahme von Glucose, und der Blutzuckerspiegel steigt langsam an. Als Notlösung geht der Körper dazu über, diese Glucose in Fettzellen zu speichern, was zur Gewichtszunahme führt. Diese Studien besagen also nichts anderes als, dass Personen, die Aspartam konsumieren, höhere Blutzuckerspiegel haben können, die zu einer größeren Insulinausschüttung führen sowie zu Gewichtszunahme, Entzündungen (die systemischen, die Sie nicht merken) und einem erhöhten Risiko für einen Typ II Diabetes.

Na, dann ist doch alles klar.

Künstliche Süßstoffe verändern das Darmmikrobiom

Die oben erwähnte Studie, die feststellte, dass Süßstoffe das Darmmikrobiom verändern, wurde ebenfalls an Menschen durchgeführt (8). In einer – zugegebenermaßen – sehr kleinen Studie an sieben gesunden Freiwilligen, die normalerweise keine künstlichen Süßstoffe konsumierten, wurde der gleiche Effekt festgestellt. Die Probanden konsumierten eine Woche lang die Tageshöchstdosis an Süßstoffen. Vier der Teilnehmer entwickelten daraufhin eine Glucoseintoleranz, und ihr Mikrobiom veränderte sich zu einer Zusammensetzung, von der schon bekannt war, dass sie die Anfälligkeit für Stoffwechselerkrankungen erhöht.

So haben Diabetiker vor allem weniger Bakterien der Spezies Firmicuten und dafür größere Mengen an Bacteroidetes und Proteobacteria als Nicht-Diabetiker. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen einem hohen Bacteroidetes : Firmicuten Quotient und dem Auftreten einer Glucoseintoleranz (also, je mehr Bacteroidetes Sie haben, desto wahrscheinlicher sind sie glucoseintolerant).

Light Getränke rufen womöglich eine stärkere Stoffwechselreaktion hervor als zuckerhaltige Getränke

Die Frage, inwiefern künstliche Süßstoffe den Körper einfach verwirren und damit zu einer überschießenden Reaktion antreiben, wird immer wieder diskutiert.

Künstliche Süßstoffe sind sehr viel süßer als normaler Zucker (teilweise einige 100-fach), ohne aber die Energie oder Kalorien zu liefern. Nun ist unser Körper aber darauf eingestellt, einen süßen Geschmack mit verwertbaren Kalorien in Beziehung zu setzen und den Stoffwechsel dementsprechend einzustellen (zum Beispiel mit der Freisetzung von Insulin). Eine Studie an der Yale University legt jetzt dar, dass die fehlende Übereinstimmung beim Konsum von künstlichen Süßstoffen zu einer Stoffwechselstörung führt (9).

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein mit einem künstlichen Süßstoff gesüßtes Getränk, eine größere Stoffwechselreaktion hervorrufen kann als ein Getränk, das eine höhere Anzahl Kalorien hat. Tatsächlich richtet sich die Stoffwechselreaktion nach der Süße. Das bedeutet, wenn Sie etwas Süßes essen, setzt Ihr Gehirn Dopamin frei, das das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Gleichzeitig wird das Hormon Leptin ausgeschüttet (ein natürlicher Appetitzügler), das Ihrem Gehirn die Rückmeldung gibt, dass Sie „voll“ sind, wenn eine bestimmte Anzahl Kalorien aufgenommen wurden. Essen Sie jedoch etwas Süßes, das keine Kalorien hat, dann wird zwar immer noch das Belohnungssystem eingeschaltet, aber es wird kein Leptin freigesetzt, um es wieder zu deaktivieren, da ja keine Kalorien ankommen (10). Dies erklärt auch, warum künstliche Süßstoffe einen Heißhunger auf Süßigkeiten auslösen können. Ihr Körper erwartet aufgrund der Süße Kalorien, aber wenn diese nicht kommen, signalisiert er weiterhin, dass er noch mehr braucht (und am besten etwas mit hohem Zuckergehalt).

Und nun?

Ich kann Ihnen versichern, Diabetes ist keine Krankheit, die man haben möchte. Ich halte die hier vorgestellten Studien für überzeugend genug, allein in Bezug auf das Diabetesrisiko auf künstliche Süßstoffe zu verzichten.

Sollte Ihnen das nicht ausreichen, dann kann ich Ihnen nur meinen Post zu Süßstoffen wärmstens ans Herz legen. Hier finden Sie noch viele andere Gründe, warum Sie sie nicht konsumieren sollten.

Wie jedem klar sein sollte, kommen künstliche Süßstoffe natürlich nicht nur in Getränken vor, sondern in einer ganzen Reihe von kalorienreduzierten Nahrungsmitteln. Und da inzwischen viele Menschen auf die Low carb Schiene umschwenken, finden sie sich natürlich auch in diesen Produkten (wo wollen Sie Süße herkriegen, wenn Sie Kohlenhydrate nicht verwenden dürfen?).

Noch besser ist es, wenn Sie Ihre Geschmacksknospen einfach umtrainieren und so Ihre Vorliebe für Süßigkeiten verlieren. Als ehemaliger Zucker Junkie, der früher Zucker mit Kaffee getrunken hat, kann ich Ihnen versichern, dass das relativ schnell geht. Wenn Sie Cold Turkey gehen, ist nach einigen Tagen der Heißhunger einfach verflogen.

Wie das geht? Essen Sie fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, oder trinken Sie Wasser mit etwas Zitronen- oder Limettensaft. Der saure Geschmack nimmt Ihnen die Lust auf Süßes. Auch schwarzer Kaffee hat diesen Effekt (aber nehmen Sie das jetzt bitte nicht zum Anlass, becherweise Kaffee zu trinken).

 

 

(1) http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/suessstoffe-in-der-ernaehrung/

(2) Low-calorie sweetener use and energy balance: Results from experimental studies in animals, and large-scale prospective studies in humans.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27129676

(3) https://www.easd.org/virtualmeeting/home.html#!resources/impact-of-artificial-sweeteners-on-glycaemic-control-in-healthy-humans

(4) Low-Dose Aspartame Consumption Differentially Affects Gut Microbiota-Host Metabolic Interactions in the Diet-Induced Obese Rat  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4197030/

(5) Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota  https://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/pdf/nature13793.pdf

(6) Artificial sweeteners produce the counterintuitive effect of inducing metabolic derangements  http://www.cell.com/trends/endocrinology-metabolism/fulltext/S1043-2760(13)00087-8

(7) Aspartame intake is associated with greater glucose intolerance in individuals with obesity.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27216413

(8) https://www.scientificamerican.com/article/sugar-substitutes-linked-to-obesity1/

(9) Integration of Sweet Taste and Metabolism Determines Carbohydrate Reward.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28803868

(10) http://www.medicaldaily.com/why-sugar-substitutes-are-not-helping-you-lose-weight-421382

Eine Grippeimpfung während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für eine Fehlgeburt auf das Achtfache

Grippeimpfung

Die meisten Schwangeren wissen, dass sie während der Schwangerschaft auf Alkohol, Zigaretten und andere offensichtlich giftige Substanzen verzichten sollten, um das in ihnen wachsende Kind nicht zu gefährden. Aber wie sieht es eigentlich mit der Grippeimpfung aus?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen gesunden Schwangeren die Grippeimpfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat (1).

„Schwangere mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sollten sich bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel gegen Grippe impfen lassen.
Die Grippeimpfung für Schwangere bietet nachweislich einen wirksamen Schutz für Mutter und Kind.“

Ich muss zugeben, da bin ich erstmal geplättet. Eine Impfung, die nach Cochrane Database keine Wirksamkeit zeigt, bietet einen wirksamen Schutz für Mutter und Kind. Ob die das bei Cochrane nicht wissen?? Tatsache ist, diese Datenbank ist absolut die Quelle für unvoreingenommene (das heißt nicht von der Pharmaindustrie gesponserte) Studien.

Fakt ist, dass keine RCTs (randomisierte Kontrollstudien) durchgeführt wurden, um diese Behauptung zu beweisen. Und das obwohl eigentlich in der Medizin immer genau auf diese Studien so gepocht wird.

Barbara Loe Fisher, die Präsidentin des National Vaccine Information Centers (NVIC) führt hierzu aus (2):

Seit den 70-ger Jahren wurde die Grippeimpfung für Schwangere im zweiten und dritten Trimester empfohlen, aber erst 2006 empfahl die CDC die Grippeimpfung für alle Schwangeren. Durch diese Empfehlung wurde die bewährte Regel aufgehoben, dass auf jegliche Giftstoffe während einer Schwangerschaft verzichtet werden sollte, die auf die Entwicklung des Embryos oder Fetus eine negative Wirkung haben könnten, und diese einfach durch die Annahme ersetzt, dass Impfungen sicher sind.

Da wundert es einen dann doch, dass wir überhaupt Schiedsstellen für Impfschäden brauchen, die an Betroffene sogar große Beträge auszahlen. Und überhaupt, wer kann den betroffen sein, wenn die Impfstoffe doch so sicher sind. Obwohl… ich muss schon sagen, der Hinweis im Beipackzettel, dass der Impfstoff Formaldehyd enthält, macht mir jetzt doch so ein bisschen Sorgen (3). Ich bin nicht sicher, dass ich mir das tatsächlich injizieren lassen möchte. Und auch Polysorbat 80, das als Emulgator eingesetzt wird, ist ja nicht wirklich gesund und kann zudem noch die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Nimmt es da das Formaldehyd vielleicht gleich mit?

Die Grippeimpfung hat keine wissenschaftliche Grundlage

In ihrem Beitrag führt Frau Fisher 10 Fakten über die Grippeimpfung an, die beweisen, dass eine Sicherheit für die Anwendung bei Schwangeren einfach nicht gegeben ist. So wurden in den USA keine Studien zur Sicherheit durchgeführt, bevor die Impfungen ihre Zulassung erhielten. Es fehlen auch Daten zu entzündlichen oder anderen biologischen Reaktionen, die den Schwangerschaftsverlauf beeinträchtigen könnten.

Es wird Schwangeren im Prinzip zugemutet, dass sie den Empfehlungen einfach blind vertrauen sollen. In Amerika, wo Impfungen noch deutlich vehementer vertreten werden als hierzulande, besteht die höchste Mütter- und Säuglingssterblichkeit in der Welt (4).

Die Grippeimpfung könnte für eine höhere Rate an Fehlgeburten verantwortlich sein

Schon 2009 erschienen im Internet erste Berichte über Fehlgeburten nach einer Grippeimpfung mit dem H1N1 Schweinegrippenvirus (5). Dutzende Frauen führten ihre stattgehabten Fehlgeburten auf die kurz zuvor durchgeführte Impfung zurück. Der Impfstoff war nie an schwangeren Frauen getestet worden. Da aber Fehlgeburten durch viele Faktoren ausgelöst werden können, wurde angenommen, dass es sich um einen Zufall handelte und die Sache nicht weiterverfolgt.

Im September erschien aber nun eine Studie in der angesehenen Zeitschrift Vaccine, die diese Frage wieder zur Diskussion stellt (6). In der Studie wurde aufgezeigt, dass Frauen, die den pH1N1 Impfstoff zwei Jahre hintereinander bekamen, ein fast 8-fach erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt in den nächsten 28 Tagen aufwiesen. Diese Risikoerhöhung zeigte sich speziell in der Gruppe, die die Impfung während des ersten Trimenons erhielt. Insgesamt 485 Schwangere im Alter von 18 – 44 Jahren, die in der Grippesaison 2010/11 sowie 2011/12 eine Fehlgeburt erlitten, wurden mit 485 Schwangeren verglichen, die ihre Kinder austrugen.

In der Fehlgeburtengruppe waren 17 Schwangere zweimal hintereinander geimpft worden – einmal in den 28 Tagen vor der Fehlgeburt und einmal im Jahr zuvor. Im Vergleich dazu waren aus der Kontrollgruppe nur vier Schwangere zweimal hintereinander geimpft worden. Selbstverständlich handelt es sich zu diesem Zeitpunkt nur um einen Zusammenhang und keine Kausalität, aber Amanda Cohn, Impfberaterin der CDC stellt fest:

„Ich glaube, es ist wichtig, dass Frauen verstehen, dass es einen möglichen Zusammenhang gibt, und dass dieser Zusammenhang weiter untersucht werden muss. Wir müssen Klarheit darüber haben, ob es die Grippeimpfung war, oder ob diese Frauen von Haus aus eher zu Fehlgeburten neigen.“

In Deutschland hat diese Studie bisher keine Schlagzeilen gemacht, aber auch die CDC zeigt sich unbeeindruckt und empfiehlt weiterhin eine Grippeschutzimpfung zu jeder Zeit der Schwangerschaft.

Zu bedenken ist, dass hierzulande gerade Frauen mit chronischen Erkrankungen dazu angehalten werden, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen. Und das mit dem Hinweis, dass sie damit sich und ihrem ungeborenen Baby etwas gutes tun.

Es gibt keine Studien zur Sicherheit der Grippeschutzimpfung bei Schwangeren

Es wird in den Beipackzetteln damit geworben, dass „die Daten“ zeigen, dass die Impfstoffe auch für Schwangere und Stillende sicher seien. Tatsache ist, dass es sich dabei um epidemiologische Studien handelt, denn kein Hersteller hat seine Grippeimpfstoffe in einer randomisierten Kontrollstudie an Schwangeren getestet.

Die Arbeitsgruppe um Jennifer A. Hutcheon von der Universität British Columbia in Vancouver rechnet zu diesem Thema vor, dass für mögliche Einflüsse einer Grippeimpfung auf den Fötus Studien mit ein bis zweieinhalb Millionen Frauen nötig seien (7). Allein schon dann, wenn das bakterielle Scheidenmilieu krankhaft verändert ist (Vaginose) oder wenn die Mutter raucht, werden die Ergebnisse so massiv verzerrt, dass eine vernünftige Einschätzung der Vorteile und damit auch der Nachteile für den Fötus gar nicht möglich ist.

Haben Sie jemals von solchen Studien gehört? Ich nicht. Und ganz ehrlich – würden Sie daran teilnehmen wollen, wenn Ihnen erklärt werden müsste, dass getestet werden soll, ob der Grippeimpfstoff in der Schwangerschaft sicher angewendet werden kann? Sehen Sie.

Das Fazit ist: Die Fakten zur Grippeimpfung sind eigentlich überhaupt nicht bekannt, aber trotzdem wird damit geworben, dass die Impfung sicher ist und eigentlich nur Vorteile mit sich bringt. Ich muss hier einfach nochmal Impfen-Info zitieren, weil ich das schlicht unglaublich finde:

„Die Sicherheit der Impfstoffe wurde sowohl für Schwangere als auch für Ungeborene in verschiedenen Studien bestätigt: Es konnte keine erhöhte Zahl von schweren Reaktionen auf Grund einer Grippeimpfung festgestellt werden. Weder die Anzahl der Frühgeburten oder Kaiserschnitte war erhöht, noch gab es Unterschiede im Gesundheitszustand der Säuglinge nach der Geburt.

Bei einer ärztlich diagnostizierten schweren Allergie gegen Hühnereiweiß, die sehr selten vorkommt, sollte in einer Umgebung geimpft werden, in der eine klinische Überwachung und Behandlung nach der Impfung möglich sind.“

Auf Normaldeutsch: Eine schwere Allergie gegen Hühnereiweiß kann zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. Komisch, irgendwie haben wir da unterschiedliche Auffassungen von Sicherheit. Ist ja toll, wenn in einer Umgebung geimpft wird, in der dann auch die Wiederbelebungsversuche für die Patientin mit dem anaphylakischen Schock durchgeführt werden können. Ich hätte jetzt gedacht, dass es für den Feten schon echt bedenklich wird, wenn seine Mutter eine Reaktion auf einen Impfstoff zeigt, die tödlich enden kann….

Schwangere sollten nicht geimpft werden

Ärztliches Handeln sollte eigentlich immer unter dem Grundsatz stehen „Primum non nocere“ (lat. erstens nicht schaden), und unter diesen Grundsatz sollte auch die Impfung bei Schwangeren fallen.

Bis vor einigen Jahren wurden Schwangere nur in Extremfällen geimpft, weil das Risiko für das sich entwickelnde Baby als zu hoch eingestuft wurde. Erst in neuerer Zeit, wird diese Regel ganz offensichtlich verletzt.

Studien haben aufgezeigt, dass die Aktivierung des Immunsystems einer Schwangeren, das Risiko ihres Babies Autismus oder in späteren Jahren eine Schizophrenie zu entwickeln stark erhöht (8).

Und wenn wir die Sache mit den Impfungen ganz falsch verstanden haben?

Impfungen werden gegeben, damit der Körper zur Bildung von Antikörpern gegen krankheitsverursachende Keime angehalten wird, ohne dass es vorher zu einer zellvermittelten Immunreaktion (in Form von T-Zellen) kommt. Diese Theorie geht auf die Annahme zurück, dass der humorale Arm des Immunsystems (die Antikörper) den wichtigeren Teil in der Immunantwort darstellt.

Es gibt aber Studien, die zeigen, dass Menschen, die aufgrund eines genetischen Defekts keine Antikörper produzieren können, sich genauso schnell von Infektionen erholen wie Personen, die Antikörper bilden (9). Und was noch besser ist, auch ohne Antikörper sind sie gegen eine erneute Infektion geschützt.

Dies beweist die wichtige Rolle des zellvermittelten Immunsystems (T1) und deutet an, dass das humorale Immunsystem (T2) nur eine untergeordnete Rolle in der natürlichen Abwehr der „durch Impfung vermeidbaren“ Infektionen darstellt. Sowohl dieser Punkt als auch die Erkenntnis, dass Impfungen nicht zu einer lebenslangen Immunität führen, rückt die zellvermittelte Immunität in ein ganz neues Licht. Und hinzu kommt, dass Studien inzwischen Belege dafür finden, dass die übermäßige Stimulation von T2 durch Impfungen dazu führt, dass das Immunsystem auf lange Sicht verletzt werden kann, was zum Beispiel Krankheiten wie Krebs Vorschub leisten kann.

Wenn Sie das Risiko einer Grippeerkrankung minimieren wollen

Was können Sie aber nun außer einer Grippeimpfung, die in den meisten Fällen eh keine Wirkung hat, tun, damit Sie eine Erkrankung vermeiden.

Das Allerwichtigste ist, dass Sie einen optimalen Vitamin D Spiegel haben. Also gehen Sie an die frische Luft (das ist sowieso gesund), am besten wenn die Sonne scheint (und ohne Sonnenschutz, aber unter Vermeidung eines Sonnenbrandes). Na ja, und im Winter (Sonne steht zu tief) dann eben doch mal ein paar Vitamin D Tropfen.

Auch Vitamin C bietet guten Schutz gegen Grippeerkrankungen – und eine Vielzahl anderer Dinge. Aber bitte nehmen Sie mehr ein als die absolut realitätsfremde empfohlene Tagesdosis von 80 mg. 1 – 3 g pro Tag können es schon sein. Und verteilen Sie die Einnahme über den Tag, denn Vitamin C ist wasserlöslich und wird schnell im Urin ausgeschieden.

Ausreichend Schlaf und ein gutes Stressmanagement hilft Ihrem Immunsystem dabei, sich auf die wirklich wichtigen Sachen konzentrieren zu können.

Selbstverständlich gelten auch die üblichen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, keine Leute anhusten etc.

 

 

 

(1) https://www.impfen-info.de/grippeimpfung/schwangere/

(2) http://www.nvic.org/NVIC-Vaccine-News/November-2013/Vaccination-During-Pregnancy–Is-It-Safe-.aspx

(3) http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Influvac-20162017-Fertigspritze-mit-Kanuele-11556812.html

(4) Recent Increases in the U.S. Maternal Mortality Rate: Disentangling Trends From Measurement Issues.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27500333

(5) http://organichealthadviser.com/archives/shocking-h1n1-swine-flu-vaccine-miscarriage-stores-from-pregnant-women-tell-your-doctors-that-vaccines-and-pregnancy-do-not-mix

(6) Association of spontaneous abortion with receipt of inactivated influenza vaccine containing H1N1pdm09 in 2010–11 and 2011–12  http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0264410X17308666

(7) https://academic.oup.com/aje/article/184/3/227/1739823/Detectable-Risks-in-Studies-of-the-Fetal-Benefits

(8) Maternal immune activation alters fetal brain development through interleukin-6.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17913903

(9) https://academic.oup.com/jid/article/190/5/998/871068/Limited-Contribution-of-Humoral-Immunity-to-the Clearance of Measles Viremia in Rhesus Monkeys

 

Ein ganz normaler Tag im Leben eines späteren Alzheimer Patienten

Alzheimer

Herr Müller ist ein Mensch, der bis spät in die Nacht arbeitet. Dabei kommt es häufig vor, dass er vor dem Zubettgehen noch Heißhunger auf einen kleinen Snack hat – vorzugsweise etwas Süßes, das seinen Insulinspiegel kurz vor dem ins Bett gehen nochmal so richtig in die Höhe treibt. Und weil er immer so beschäftigt ist, geht er meistens auch erst nach Mitternacht schlafen. Er wälzt sich im Bett herum, weil er eine Schlafapnoe hat (Atemaussetzer während des Schlafs, die vor allem – aber nicht nur – bei übergewichtigen Personen häufig anzutreffen sind).

Morgens um 6:30 Uhr wird er durch den Wecker aus dem Schlaf gerissen nach einer Nacht, die wieder einmal viel zu kurz war. Schon beim Aufstehen macht er sich Gedanken über den Tag, der vor ihm liegt, und bekommt den ersten Adrenalinschub, weil er Termine hat, die er unmöglich alle schaffen kann.

Um Kraft für den vor ihm liegenden Tag zu tanken isst er eine große Schale Müsli mit fettarmer Milch, nimmt sich ein Glas Orangensaft (denn Vitamine braucht der Mensch) und spült das ganze dann mit einem Schluck Kaffee (ebenfalls mit fettarmer Milch) hinunter.

Mit diesem Frühstück hat er es geschafft, sich eine ordentliche Portion entzündungsfördernder Milchprodukte einzuverleiben, mit dem Zucker aus dem Müsli und dem Orangensaft einen weiteren Schritt in die Insulinresistenz zu machen und seinen Darm mit dem Gluten aus dem Müsli zu durchlöchern.

Weil er unter Sodbrennen leidet, nimmt er schon seit Jahren einen Protonenpumpenhemmer, um die Magensäure zu reduzieren. Damit verhindert er auch gleichzeitig, das wichtige Nährstoffe wie Zink, Magnesium und Vitamin B12 aufgenommen werden. Außerdem nimmt er – wie die meisten Leute in seinem Alter – ein Statin, um seinen Cholesterinspiegel zu senken. Mit Hilfe dieser Pille hat er es geschafft, sein Gesamtcholesterin unter 150 mg/dl zu senken und wähnt sich vor einem Herzinfarkt geschützt. Leider weiß er nicht, dass zu niedrige Cholesterinwerte zu einer Hirnschrumpfung führen können. Das ist halt Pech.

Und übrigens finden alle diese Aktionen weniger als 12 Stunden nach seinem letzten Betthupferl statt, sodass sein Körper nicht die Chance hatte, den Autophagiemodus anzuschmeißen, der dafür sorgen würde, dass kaputte Zellen – und auch Amyloid Plaques (die Ablagerungen im Gehirn, die wir bei der Alzheimer Erkrankung antreffen) abgebaut werden.

Schon völlig gestresst macht er sich auf den Weg zur Arbeit und produziert dabei größere Mengen Cortisol (Stresshormon), dass dafür sorgt, dass Neuronen im Hippocampus geschädigt werden. Selbstverständlich fährt er mit dem Auto zur Arbeit, womit er Bewegung und auch die Sonneneinstrahlung erfolgreich meidet, was sicherlich zu suboptimalen Vitamin D Spiegeln führt.

Da am späten Vormittag sein Blutzucker auf unterirdische Werte gesunken ist, geht er im Büro schnell mal in die Küche, wo ein netter Kollege eine Dose Haribo hingestellt hat. Zucker und künstliche Farbstoffe sind doch Nervennahrung, oder?

Zum Mittagessen ist mal wieder nicht so richtig Zeit. So gibt es dann nur schnell ein belegtes Brötchen mit nitratversetztem Schinken. Oder er macht sich die Maccharoni mit Käse, die noch in seiner Schreibtischschblade liegen, schnell in der Mikrowelle warm. Ist doch super einfach und so bequem. Nicht mal einen Teller muss man schmutzig machen. Nur ein paar Löcher in die Plastikabdeckung pieksen und fertig. Und so werden durch die Mikrowellen nicht nur der Rest an – zugegeben synthetischen – Vitaminen zerstört, der es bis zu diesem Zeitpunkt noch geschafft hat, in einem absolut toten „Nahrungsmittel“ zu überleben, sondern durch die Hitze werden auch noch die Schadstoffe aus der Plastikverpackung ins Essen abgegeben und dann verspeist. Lecker. Dazu noch eine Cola Zero, die das Microbiom durch künstliche Süßstoffe total kaputt macht.

Das Alles ist mehr als ausreichend, um die Physiologie in Richtung Alzheimer zu steuern. Herr Müller kann es aber noch besser.

Die Zigarette nach dem Essen sorgt dafür, dass die Gewebe nicht richtig mit Sauerstoff versorgt werden – inklusive des Gehirns – und sorgt dafür, dass der Körper mit 100-ten schädlichen Substanzen versorgt wird.

Gegen die schnell einsetzende postprandiale Müdigkeit hilft der Frappuccino, den ein Kollege von Starbucks mitgebracht hat. Ansonsten sitzt Herr Müller an seinem Schreibtisch und starrt den Computerbildschirm an. Wer hat schließlich schon Zeit, immer mal wieder aufzustehen und sich zu bewegen? Und was würden die Kollegen denn denken, wenn er alle 30 Minuten mal 10 Kniebeugen macht.

Endlich wird es Zeit, nach Hause zu fahren. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn er nicht von so vielen Idioten umgeben wäre, die keine Ahnung vom Autofahren haben. Der Stress sorgt für einen viel zu hohen Blutdruck, der seine Blut-Hirn-Schranke ungefähr so löcherig macht wie das Sieb, durch das er die Spaghetti schüttet, die es zum Abendessen geben soll.

Oder sollte man die Zeit fürs Kochen sparen, und einfach unterwegs etwas besorgen? Schließlich kommt er doch bei McDonald’s vorbei. Also eine große Portion Pommes mit vielen Alzheimer verursachenden Advanced Glycation End Products (AGEs), Transfetten, oxidierten wiedererhitzten Ölen und neurotoxischem Acrylamid. Und dazu einen leckeren Burger mit Fleisch von Kühen aus Massentierhaltung, die mit Mais und Soja – und nicht etwa mit Gras und Heu – gefüttert wurden, und das deshalb viele entzündungsfördernde Omega-6 Fettsäuren und nur sehr wenige entzündungshemmende Omega-3 Fettsäuren enthält. Das ganze in einem Brötchen, das den perfekten Glutengehalt hat, um sowohl den Darm als auch die Blut-Hirn-Schranke zu durchlöchern. Oh, und wir wollen natürlich den Ketchup, der voller Zucker steckt, nicht vergessen.

Endlich zuhause. Der schimmelige Geruch wird einfach ignoriert. Herr Müller hat gerade noch genug Energie, sich auf die Couch zu fläzen und sich Filme auf Netflix anzusehen. Aber bloß nichts Anspruchvolles, über das man nachdenken müsste. Er möchte sich bitte einfach nur noch berieseln lassen.

Um den Abend perfekt ausklingen zu lassen, gibt es noch ein (oder mehrere) Gläschen Alkohol. Dann sind die Knabbereien, die es zum Fernsehen gibt, auch nicht so trocken.

Tja, und auf einmal ist es schon wieder nach Mitternacht und wirklich Zeit, endlich ins Bett zu gehen.

(Adaptiert nach Dale Bredesen „The End of Alzheimer’s„)

 

Erkennen Sie sich wieder? Dann sollten Sie ganz dringend etwas an Ihrem Lebensstil ändern. Alzheimer ist eine Erkrankung, die sich rasant ausbreitet, und für die die Schulmedizin keine Lösung hat. Tatsache ist aber, sie ist sowohl vermeid- als auch therapierbar. Dazu gehört jedoch auf jeden Fall, dass Sie nicht in die Fußstapfen von Herrn Müller treten.

 

Warum eine Glutensensitivität Probleme mit der Gallenblase hervorruft

GallenblaseHaben Sie Probleme mit der Fettverdauung – vielleicht Rückenschmerzen oder Übelkeit? Möglicherweise arbeitet Ihre Gallenblase nicht ganz so wie sie soll. Neuere Studien zeigen, dass Entzündungen im Darm eine ganz enge Verbindung zur Funktion der Gallenblase haben.

Ein kleiner Exkurs zur Fettverdauung

Die Leber, Gallengänge und Gallenblase werden zusammen als Gallengangssystem bezeichnet. Die Leber stellt die Gallenflüssigkeit her. Diese wird durch den Gallengang in die Gallenblase transportiert, die sie lagert, bis sie für die Verdauung benötigt wird.
Wenn mit der Nahrung aufgenommenes Fett im Dünndarm ankommt, wird von bestimmten Zellen das Hormon Cholecystokinin freigesetzt, dass zur Kontraktion der Gallenblase und damit zur Entleerung der gespeicherten Galle in den Dünndarm führt.
Die Galle umschießt die Fettmoleküle und bildet sogenannte Micellen. Diese Micellen können von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Ohne Galle können Fette nicht resorbiert werden und werden dann mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Die Bezeichnung dafür ist Steatorrhoe.
Die Galle ist außerdem extrem wichtig für die Aufnahme von Cholesterin und den fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Häufige Erkrankungen der Gallenblase

Symptome einer schlecht funktionierenden Gallenblase können ständig bestehen oder episodisch auftreten. Auch wenn sich die Symptome je nach Erkrankung leicht unterscheiden, so treten normalerweise Schmerzen im Oberbauch auf, die von Symptomen wie Gelbsucht, Übelkeit, Erbrechen und Ausstrahlung der Schmerzen in den Rücken begleitet sein können. Die häufigsten Gallenblasenerkrankungen sind:
Cholestase: Gallenstau. Wie der Name sagt besteht ein Rückstau von Galle in der Leber oder den Gallengängen.
Gallensteine: Das sind Steine, die sich in der Gallenblase aus den Bestandteilen der Galle formen. 15 % der Frauen und 7,5 % der Männer in Deutschland sind von Gallensteinen betroffen. Diese Prävalenz steigt auf 30 % an, wenn zusätzlich eine Leberzirrhose oder ein M. Crohn (entzündliche Darmerkrankung) vorliegt (1). Die Erkrankung findet sich häufig in den westlichen Industrieländern und selten in Ostasien, südlich der Sahara und bei Afroamerikanern.
Cholecystitis: Gallenblasenentzündung. Diese stellt eine Komplikation einer länger bestehenden Cholestase oder von Gallensteinen dar. Das Gewebe der Gallenblase weist durch die Cholestase und eine eingeschränkte Durchblutung eine Entzündung auf.
Cholangitis: eine Entzündung der Gallengänge ebenfalls durch Cholestase oder Gallensteine hervorgerufen. Die Infektion kann sich auch auf die Leber ausbreiten, weshalb sie möglichst schnell erkannt werden sollte.
Gallenstein Pankreatitis: wird der Pankreas-Gallengang durch einen Gallenstein blockiert, so kommt es zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Es handelt sich um eine sehr ernste Komplikation, die schnellstens behandelt werden muss.

Risikofaktoren, die zur Entstehung von Gallenblasenerkrankungen beitragen

Da haben wir die 3 Fs – Fat, Female, over Forty. Das heißt am häufigsten sind übergewichtige Frauen über 40 Jahre betroffen. Wie oben schon angemerkt, sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Begleiterkrankungen wie das Reizdarmsyndrom, Lebererkrankungen, Zystische Fibrose, aber auch einige Medikamente können Gallenblasen-erkrankungen verursachen (2). Auch eine Schwangerschaft, orale Kontrazeptiva (die „Pille“) und der Einsatz von Antibiotika wurden mit einer Cholestase in Verbindung gebracht (3, 4).

Natürlich spielen auch Lebensstil Faktoren eine Rolle. So ist zum Beispiel fehlende Bewegung mit einem höheren Risiko für eine Gallenblasen OP vergesellschaftet (5). Gallensteine wurden auch mit einer westlichen Ernährung in Zusammenhang gebracht, die sehr viel verarbeitete Lebensmittel und Zucker enthält (6). Keine Angst, auf die Rolle, die Gluten in der ganzen Geschichte spielt, komme ich auch noch zu sprechen.

Leaky gut – der leckende Darm – beeinflusst das Gallensystem

Wenn die Barrierefunktion des Darms beschädigt ist (Leaky Gut), können Darmbakterien, die sich normalerweise nur im Darmlumen aufhalten sollen, in den Blutstrom gelangen. Das Immunsystem betrachtet diese Mikroben und ihre Stoffwechselprodukte als Eindringlinge und geht sofort zum Angriff über. Das Gallensystem kann insofern betroffen, als die durch die Immunantwort ausgelöste Entzündung die Genexpression und Funktion von wichtigen Transportsystem verändert, die an der Aufnahme der Gallensäuren und deren Sekretion in der Leber beteiligt sind (7).

Das bedeutet: Leaky gut → Mikroben im Blutstrom → Gallenerkrankung.

Die Galle hilft bei der Aufrechterhaltung der Darmbarriere

Aber nicht nur ein Leaky gut und der Eintritt von Bakterien in den Blutstrom können zu Gallenblasenerkrankungen führen. Es funktioniert auch anders herum. So ist zu wenig Galle im Darm ein Auslöser für einen Leaky gut und für eine veränderte Besiedlung mit Darmbakterien.

Also auch: Gallenerkrankung → Leaky gut → verändertes Mikrobiom.

In einer Studie untersuchten Forscher wie sich eine Verletzung der Leber auswirkt. Die untersuchten Tiere zeigten sehr schnell eine vermehrte intestinale Permeabilität (Leaky gut). Bemerkenswert war, dass die Veränderungen in der Funktion der Darmbarriere auftraten, bevor es zu irgendwelchen Veränderungen im Mikrobiom kam (8).

Die Gluten Connection – leckender Darm, leckende Gallengänge?Gluten, ein Protein, das in Getreide vorkommt, führt nachweislich zu einem Leaky gut indem es Zonulin aktiviert und Tight Junctions in der Darmwand aufbricht. Die Öffnungen in der Darmwand erlauben es dann Mikroben, aber auch Nahrungsproteinen, aus dem Darmlumen in den Blutstrom zu gelangen. Leberzellen und die Zellen der Gallengänge haben ebenfalls Tight junctions, die eine permeable Membran bilden, die selektiv bestimmte Stoffe durchlässt (9). Auch diese Tight junctions werden durch Zonulin reguliert. Das bedeutet, auch hier kann Gluten Schaden anrichten.

Und tatsächlich wurde ein Zusammenhang zwischen einer Glutenunverträglichkeit und einem vermehrten Auftreten von Gallensteinen und Biliärer Zirrhose nachgewiesen (10).

Die Darmzotten, die im Dünndarm für die Nährstoffaufnahme zuständig sind, sind bei der Zöliakie typischerweise verkürzt und beschädigt. Dies könnte dazu führen, dass Fettsäuren nicht mehr richtig erkannt werden, es nicht zur Ausschüttung von Cholecystokinin und damit auch nicht zur Kontraktion der Gallenblase kommt. Dieser Zustand kann durch eine glutenfreie Ernährung behoben werden.

Gallenblasenentfernung (Cholecystektomie)

Selbstverständlich sollte eine Gallen OP nach Möglichkeit vermieden werden, da sie einige ungewollte Konsequenzen hat und die Physiologie erheblich verändert. Auch ohne Gallenblase produziert die Leber weiterhin Galle (diese wurde in der Gallenblase ja nur gelagert). Ohne Gallenblase kann es nun zu einem Gallestau in der Leber kommen. Außerdem weiß man inzwischen, dass die veränderte Gallensäuresekretion in den Dünndarm sowohl die Darmflora als auch die Darmfunktion beeinträchtigt (11).

Zu beachten ist auch, dass selbst bei Patienten ohne Gallenblase weiterhin Gallensteine entstehen können (dann eben in der Leber oder den Gallengängen), wenn die zugrunde liegende Ursache nicht abgestellt wird (12).

Gallenblasenerkrankungen funktionell behandeln

Die Schulmedizin hat für Gallenblasenerkrankungen zwei Therapieoptionen – Entfernung der Gallenblase oder eine fettarme Diät. Kurzfristig kann die fettarme Ernährung die Symptome sogar verbessern, aber längerfristig führt sie dazu, dass die Kontraktion der Gallenblase verhindert wird. Wie man sich leicht vorstellen kann, können unter diesen Umständen noch leichter Gallensteine entstehen, was man ja eigentlich verhindert wollte.

Da – wie oben ausgeführt – die beste Behandlung darin besteht, die Ursachen auszuschalten, würde ein funktionelles Vorgehen folgendermaßen aussehen:

Laboruntersuchungen: Hinweise auf eine eingeschränkte Gallenblasenfunktion geben AP, CRP, Bilirubin, LDH, GPT und GGT.

Ändern Sie Ihre Ernährung: Bei vielen Menschen lösen sich Probleme mit der Gallenblase ganz von selbst, wenn sie ihre Ernährung umstellen. Dazu gehört der Verzicht auf entzündungsauslösende Nahrungsmittel wie Gluten, verarbeitete Lebensmittel und Zucker.

Bringen Sie Ihren Darm in Ordnung: Sie haben gesehen, es ist ein bisschen die Frage nach der Henne und dem Ei. Ein Leaky gut und Gallenerkrankungen gehen Hand in Hand. Es ist deshalb wichtig beide in Angriff zu nehmen, um den Zirkel von Darmentzündung → Gallenstau → Gallensäuremangel → Zunahme der Darmentzündung zu unterbrechen.

Regen Sie den Gallenfluss an: Bitterstoffe wie Kurkuma, Löwenzahn, Mariendistel und Ingwer sind bekannt dafür, den Gallenfluss zu stimulieren. Diese Stoffe können sie als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, beim Kochen verwenden oder als Tee trinken.

Lösen Sie die Gallensteine auf: Rote Bete, Taurin, Phosphatidylcholin, Zitrone, Pfefferminze und Vitamin C haben alle eine Wirksamkeit in der Behandlung von Gallensteinen bewiesen (13).

Nehmen Sie Gallensäuren ein: Wenn Sie Probleme mit der Fettverdauung haben, können Sie auch für eine gewisse Zeit Gallensäuren (zum Beispiel Ochsengalle) einnehmen, bis Ihr Gallenfluss sich wieder normalisiert hat.

 

 

1) http://www.gesundheits-lexikon.com/Leber-Gallenblase-Bauchspeicheldruese/Gallensteine-Cholelithiasis/

(2) Thiazide diuretics and the risk of gallbladder disease requiring surgery in women.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15767534/

(3) Severe and Prolonged Cholestasis Caused by Trimethoprim-Sulfamethoxazole: A Case Report.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2671966/

(4) http://www.journal-of-hepatology.eu/article/S0168-8278(00)80139-7/fulltext?refuid=S0190-9622(05)04712-2&refissn=0190-9622

(5) Physical activity reduces the risk of symptomatic gallstones: a prospective cohort study.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20130468/

(6) Role of diet in cholesterol gallstone formation.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17055469/

(7) The role of inflammation in cholestasis – clinical and basic aspects. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3746018/pdf/nihms497411.pdf

(8)Bacterial translocation and changes in the intestinal microbiome in mouse models of liver disease.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3357486/

(9) Regulation of the blood–biliary barrier: interaction between gap and tight junctions in hepatocytes  https://link.springer.com/article/10.1007/s00795-003-0220-5

(10) Gluten sensitivity in patients with primary biliary cirrhosis  http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0002927097001147

(11) Interactions between the intestinal microbiota and bile acids in gallstones patients   http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1758-2229.12319/full

(12) Acute biliary pancreatitis in cholecystectomised patients. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28752146

(13) Phosphatidylcholine-enriched diet prevents gallstone formation in mice susceptible to cholelithiasis  http://www.jlr.org/content/44/12/2297.short

4 häufige Fehler beim Yoga

Yoga

Yogaanfänger bekommen immer wieder zu hören – es gibt kein perfektes Yoga. Egal wie lange man dabei ist, es gibt immer wieder etwas Neues zu lernen. Das macht auch den Charme des Yogatrainings aus. Aber ob Anfänger oder langjähriger Yogateilnehmer, es gibt vier Fehler, die immer wieder gerne gemacht werden.

Fehler # 1: Sie halten die Luft an

Bei Stress – egal ob körperlich oder geistig – neigt man dazu, die Luft anzuhalten, bzw. nur noch sehr oberflächlich zu atmen. Achten Sie mal darauf, wie oft es vorkommt, dass Sie nicht in den Bauch atmen, sondern nur ganz oberflächlich in den Brustkorb, wenn Sie mal wieder durch den Tag hetzen oder den Cretin verfluchen, der Sie im Verkehr schneidet.

Beim Yoga gibt es ein eigenes Training, das sich nur mit der Atmung beschäftigt (das sogenannte Pranayama). In jeder Yogastunde wird der Lehrer Atemarbeit als Teil des Unterrichts einfügen und Sie dazu anleiten, Ihre Bewegungen und Ihre Atmung aufeinander abzustimmen. Die Konzentration auf die Atmung führt dazu, dass Stress abgebaut wird und man seinen Körper und den gegenwärtigen Moment mehr beachtet.

Wenn Sie lernen, wie Sie während des Yogatrainings Ihre Gedanken auf Ihre Atmung fokussieren können, dann fällt es Ihnen auch leichter, diese Gewohnheit in Ihren Alltag einzubauen. Das heißt, das nächste Mal, wenn Sie sich gestresst fühlen, atmen Sie ganz von selbst tief durch

Fehler # 2: Sie fordern sich zu sehr

Natürlich wollen Sie sich fordern, aber Sie sollten sich dabei nicht weh tun. Yoga sollte keine Schmerzen bereiten. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht ein Brennen im Muskel spüren können, weil Sie sich anstrengen. Das ist aber ein ganz anderer Schmerz als derjenige, der durch gerissene Muskelfasern ausgelöst wird.

Um Verletzungen zu vermeiden sollten Sie nicht gleich mit den allerschwersten Posen anfangen. Die grundlegenden Yoga Posen können für den Ungeübten anstrengend genug sein. Zudem sind sie wichtige Bausteine für die fortgeschrittenen Posen. Wenn Sie die Grundlagen beherrschen, haben Sie mehr Sicherheit und Erfolg bei den völlig verdrehten Posen, bei denen Sie sich zusammenfalten wie eine Brezel (oder ein Schnürsenkel). Üben Sie regelmäßig, dann werden Sie wissen, wann Sie sich mehr fordern können, und wann Sie es langsamer angehen lassen sollten.

Fehler # 3: Sie vergleichen sich mit anderen

Um es nochmal ganz klar zu sagen – Yoga ist kein Wettkampf. Es kommt überhaupt nicht darauf an, wie die Person neben Ihnen aussieht oder in welche verrückten Posen sie sich verbiegen kann. Das Einzige, was zählt, ist was Sie tun. Wenn Sie darauf achten, was in Ihrem eigenen Körper vorgeht, dann hilft Ihnen das, Verletzungen zu vermeiden und mit jedem Training weitere Fortschritte zu machen.

Außerdem ist Yoga praktisch eine Meditation in Bewegung. Wenn Sie damit beschäftigt sind zu analysieren, welche Person um Sie herum sich so verdrehen kann, dass sie beim Twister jedes Spiel gewinnen könnte, dann werden Sie sehr schnell frustriert sein und sich womöglich sogar minderwertig fühlen, weil Sie weniger flexibel sind. Das Schlimmste ist aber, dass Sie sich nicht mehr auf den Moment konzentrieren. Es ist aber genau die Konzentration auf die unmittelbare Gegenwart, die Sie beim Yoga Training lernen sollen. Hilfreich kann es sein, während des Trainings einfach die Augen zu schließen.

Fehler # 4: Sie lassen die Entspannungsmeditation aus

Shavasana – der Leichnam – ist die Endpose und zugleich Entspannungsmeditation eines jeden Yogatrainings. Sie wissen schon, die Pose, bei der man auf dem Rücken liegt und Arme und Beine von sich streckt.

Es gibt Leute (mich zum Beispiel), für die ist Shavasana der Lieblingsteil der Yogastunde. Und dann sind da andere, die mit dem ruhigen Liegen absolute Probleme haben, sich nicht entspannen können oder meinen, damit nur Zeit zu verschwenden. Ich kann nur sagen, genau für diese Leute ist Shavasana wahrscheinlich der wichtigste Teil der Stunde. Die Entspannungsmeditation führt dazu, dass Sie in einen total relaxten Zustand kommen, der es Ihnen erlaubt, sich die Veränderungen, die während der Yogastunde in Ihrem Körper abgelaufen sind, zu vergegenwärtigen.

Wenn Sie bisher Shavasana immer ausfallen gelassen haben, dann bleiben Sie doch bei der nächsten Stunde einfach mal da. Und wenn Sie nur nicht auf dem Rücken liegen können, dann legen Sie sich einfach anders hin. Ziehen Sie die Beine an, oder drehen Sie sich auf die Seite. Denn wie gesagt – Yoga sollte keinen Stress bedeuten, sondern im Gegenteil zur Stressbewältigung eingesetzt werden.

 

Warum ein niedriger Cholesterinspiegel gefährlich ist

Cholesterinspiegel - Eier Bacon

Ich bin sicher, Sie haben mehr als genug darüber gehört, warum ein hoher Cholesterinspiegel (angeblich) so gefährlich ist. Sie wissen, dass Sie tierische Fette besser meiden sollten, weil sie das böse, böse Cholesterin enthalten.

Immerhin hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung inzwischen ihre Ernährungsrichtlinien dahingegend geändert, dass der Konsum von Eiern jetzt nicht mehr auf maximal drei pro Woche beschränkt wird. Das ist aber so klammheimlich geschehen, dass die meisten Leute es gar nicht mitbekommen haben.

Cholesterinsenkende Medikamente (Statine) befinden sich weiterhin auf einem Siegeszug und werden von den Ärzten ausgegeben wie Vitaminbonbons. Ich habe immer wieder Patienten mit einem Gesamtcholesterinwert unter 150 mg/dl, auf den der Hausarzt des betreffenden Patienten sehr stolz ist, anscheinend ohne sich darüber bewusst zu sein, dass ein niedriger Cholesterinwert durchaus zu sehr gravierenden Erkrankungen – und sogar zu einem erhöhten Risiko früher zu versterben – führen kann.

Welche Wirkungen hat ein zu niedriger Cholesterinspiegel?

  • Verhaltensprobleme: In Studien wird immer wieder gezeigt, dass niedrige Cholesterinspiegel zu einer ganzen Reihe Verhaltensauffälligkeiten führen. Hierzu gehören Verhaltensweisen wie  Aggressivität, Depressivität, Persönlichkeitsstörungen und Suizidalität (Selbstmordgefährdung) (1). In einer Studie wurde bei 8 – 18 jährigen Kindern/Jugendlichen, die einen Selbstmordversuch unternommen hatten, ein deutlich niedrigerer Serumcholesterinwert gemessen als in einer Kontrollgruppe (2). In Amerika wird gerade darüber nachgedacht, ob man die Indikation für Statine auf Kinder ausweiten sollte. Angesichts dieser Studienergebnisse scheint das nicht so eine wirklich gute Idee zu sein (es sei denn, man steht auf Schießereien in Schulen). Es überrascht sicherlich auch niemanden, dass die Statintherapie inzwischen mit dem Auftreten von Verhaltensproblemen in Zusammenhang gebracht wird (3).

 

  • Gedächtnisverlust: Bleiben wir gleich beim Gehirn. Ein niedriger Cholesterinspiegel führt zu Gedächtnisverlust und Demenz (4). In einer Zeit, in der sich viele Menschen Gedanken darüber machen, ob sie wohl in späteren Jahren an Alzheimer erkranken werden, keine schöne Aussicht. Die amerikanische FDA schreibt inzwischen vor, dass Statine eine Warnung auf der Verpackung haben müssen, dass sie das Gedächtnis negativ beeinflussen können.

 

  • M. Parkinson (Schüttellähmung): Der Cholesterinspiegel kann Aufschluss über die Ausprägung einer Parkinson Erkrankung geben. So zeigte sich in Studien, dass ein inverses Verhältnis zwischen dem Cholesterinspiegel und der Schwere der Symptome besteht (5). Es zeigt sich, dass ein höheres Plasma LDL (also das „böse“ Cholesterin) zu einer Verbesserung der Feinmotorik führt (6).

 

  • Hämorrhagischer Schlaganfall: Es gibt Schlaganfälle durch Gefäßverschlüsse (ischämisch) und durch aufgeplatzte Gefäße (hämorrhagisch). Letztere treten gehäuft bei einem zu niedrigen Cholesterinspiegel auf (7). Die Deutsche Schlaganfallgesellschaft wies 2011 auf diesen Zusammenhang hin und mahnte zum vorsichtigen Gebrauch von Statinen bei Patienten, die bereits eine Hirnblutung hatten. Allerdings ist dieser Zusammenhang bereits seit mindestens 23 Jahren bekannt, als im British Medical Journal eine Untersuchung zu diesem Thema veröffentlicht wurde. Ja ja, nicht nur die Mühlen der Justiz mahlen langsam.

 

  • Infektionen: Schon lange ist bekannt, dass eine cholesterinreiche Ernährung zu einer schnelleren Abheilung einer Tuberkulose führt (8). In einer lang angelegten Studie wurde außerdem nachgewiesen, dass Menschen mit einem höheren Cholesterinspiegel seltener wegen Infektionen im Krankenhaus aufgenommen werden müssen (9).  Der Grund hierfür ist, dass Blutfette – und dazu gehört auch Cholesterin – eine Schlüsselrolle im Immunsystem des Körpers spielen, da sie Mikroben und ihre Toxine binden und unschädlich machen (10).

 

  • Krebserkrankungen: Schon seit Jahrzehnten weiß man, dass das Auftreten bestimmter Krebsarten eine inverse Korrelation mit dem Cholesterinspiegel hat (11). Seit den 80-ger Jahren wurde dieser Zusammenhang immer wieder bestätigt. Wenn man bedenkt, dass Personen mit einem LDL von unter 70 mg/dl ein 15-fach erhöhtes Krebsrisiko haben, dann wird einem schon ein bisschen schwindelig bei der Empfehlung der American Heart Association, das bei einem hohen cardiovaskulärem Risiko das LDL unter 70 mg/dl und bei einem sehr hohen Risiko sogar unter 55 mg/dl gesenkt werden sollte (12). Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang eine Studie, die aufzeigte, dass sehr bösartige, Arzneimittel resistente Leukämiezellen (Blutkrebs) durch Zugabe von LDL in ihr Kulturmedium die Resistenz gegen eine Chemotherapie verloren (13). Ist LDL also wirklich so böse, oder sollten wir mit dieser Schwarz-Weiß Malerei vielleicht doch so langsam mal aufhören?

 

  • Langlebigkeit: Untersuchungen haben gezeigt, dass unsere Lebensspanne zu einem großen Teil durch die Länge der Telomere unserer Chromosomen bestimmt wird. Die Telomere sind die Endkappen unserer Chromosomen und schützen diese bestmöglich vor Schäden aller Art (z. B. infolge von oxidativem Stress, freien Radikalen u. a.). Bei jeder Zellteilung werden unsere Telomere naturgemäss kürzer – und wir altern. Wie inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen wurde, leben Menschen mit längeren Telomeren nicht nur länger, sondern sie bleiben auch länger gesund als Menschen mit kürzeren Telomeren. Und was soll ich Ihnen sagen – je höher der Cholesterinspiegel, desto länger sind die Telomere (14). Noch Fragen?

    Fazit

Wenn wir bedenken, dass Cholesterin ein unverzichtbarer Bestandteil für tierisches Leben ist (und auch wenn einige Personen, das nicht gerne hören, aber dazu gehören auch wir Menschen) und dass jede einzelne unserer Zellen in der Lage ist, Cholesterin herzustellen, dann sollte uns eigentlich nicht überraschen, dass ein Cholesterinmangel zu gravierenden Erkrankungen führen kann. Ärzte täten also gut daran, grundlegende biologische Fakten in ihre Überlegungen mit einzubeziehen anstatt nur den Werbeversprechen von Pharmareferenten zu glauben. Es wird Zeit, dass dieser Cholesterin Wahnsinn endlich aufhört!

 

 

 

(1) The Importance of Cholesterol in Psychopathology: A Review of Recent Contributions.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5385736/

(2) Total serum cholesterol levels and suicide attempts in child and adolescent psychiatric inpatients.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20047063

(3) Severe irritability associated with statin cholesterol-lowering drugs.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15028853

(4) Serum Cholesterol Levels within the High Normal Range Are Associated with Better Cognitive Performance among Chinese Elderly.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26892577

(5) The serum lipid profile of Parkinson’s disease patients: a study from China.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25340257

(6) Higher Plasma LDL-Cholesterol is Associated with Preserved Executive and Fine Motor Functions in Parkinson’s Disease.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27330838

(7) http://www.dsg-info.de/presse/pressemeldungen/314-cholesterinsenker-kann-zum-risiko-fuer-hirnblutungen-werden.html

(8) A cholesterol-rich diet accelerates bacteriologic sterilization in pulmonary tuberculosis.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15706008

(9) Cohort study of serum total cholesterol and in-hospital
incidence of infectious diseases https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2809530/pdf/9825784.pdf

(10) Low serum LDL cholesterol levels and the risk of fever, sepsis, and malignancy.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18000291

(11) Serum cholesterol and risk of cancer in a cohort of 39,000 men and women.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3290396

(12) http://blog.endokrinologie.net/herz-gefaess-risiko-ldl-cholesterin-3306/

(13) Reversal of P-glycoprotein-mediated multidrug resistance by cholesterol derived from low density lipoprotein in a vinblastine-resistant human lymphoblastic leukemia cell line.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17901905

(14) Leukocyte telomere length is associated with HDL cholesterol levels: The Bogalusa heart study  http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0021915009000689

 

Hüttenkäse mit Fenchel, Apfel und Rucola

Fenchel, FrühstückIch werde immer wieder gefragt, was man denn zum Frühstück essen soll, wenn man auf Getreide verzichtet. Nun, wer nicht jeden Tag einen Grünen Smoothie trinken möchte, der kann sein Gemüse natürlich auch auf andere Weise zu sich nehmen. Zum Beispiel als Salat mit Frischkäse.

Fenchel – nicht nur eine Heilpflanze

Viele Leute kennen Fenchel zunächst einmal als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und Schleimlöser. Berühmt, berüchtigt war früher unser Fenchel-Anis-Kümmel Tee, den Patienten nach Bauchoperationen zu trinken bekamen, um den Darm wieder in Schwung zu bringen. Heutzutage kann man so einen Tee im Supermarkt kaufen.

Tatsächlich kann Fenchel leichte Krämpfe lindern, Schleim lösen, Auswurf fördern sowie Bakterien und Pilze in ihrem Wachstum hemmen.

Diese Wirkungen sind vor allem auf die ätherischen Öle zurückzuführen, die in den Fenchelfrüchten vorkommen: Das Fenchelöl besteht bis zu 70 Prozent aus Anethol und anteilig aus Fenchon. Anethol verleiht dem Fenchel seinen süßlichen, anisartigen Geschmack.

Die Pflanze hat sehr viele Ballaststoffe. Dazu gibt es Provitamin A, die Vitamine E und C und die Mineralstoffe Kalium und Magnesium. In der Küche kann man Fenchel kochen, braten oder dünsten – oder eben auch roh essen.

Ein Apfel am Tag erspart den Arzt

An dieser Volksweisheit ist tatsächlich etwas dran. Äpfel enthalten reichlich Quercetin. Die chemisch zu den Phenolsäuren/Flavonoiden zählende Substanz, senkt das Risiko von oxidativem Stress, hemmt Entzündungen und fängt zudem gefährliche freie Radikale. Diese aggressiven Moleküle entstehen verstärkt in Stresssituationen und können Erbgut oder Zellen schädigen. Und so wundert es nicht, dass zu den positiven Effekten, die der Konsum von Äpfeln bewirkt, zum Beispiel eine verbesserte Gedächtnisleistung und die Vorbeugung der Alzheimer Demenz gehört (1). Sogar das Wachstum von Krebstumoren wird durch den regelmäßigen Verzehr von Äpfeln gebremst (2).

Rucola – Gesundes Grün

Rucola – oder auch Rauke – wurde erst in jüngster Zeit wieder ein beliebter Teil der hiesigen Küche. Dieses Comeback hat sie der Beliebtheit der mediterranen Küche zu verdanken. Rucola enthält Senföle und hat einen scharfen, nussigen Geschmack.

Aus gesundheitlicher Sicht sind  folgende Punkte erwähnenswert:

  • Verdauungsfördernde Wirkung
  • Harntreibende Wirkung
  • Positive Wirkung auf die Schilddrüse, was dem hohen Jodgehalt der Pflanze geschuldet ist
  • Stabilisierung des Immunsystems, da die enthaltenen Senföle eine antibakterielle Wirkung haben.

Es wird übrigens immer wieder vor dem hohen Nitratgehalt von Rucola gewarnt. Ich würde mir hierüber keine Gedanken machen. Sie essen Rucola ja nicht kiloweise. Außerdem besteht ein Unterschied zwischen erhitzten Nitraten (vor allem im Zusammenhang mit tierischen Proteinen zum Beispiel beim Pökeln oder in der Wurstherstellung) und den Nitraten, die üblicherweise in Pflanzen vorkommen (und dort eben nicht zusammen mit tierischem Eiweiß). Für diese Nitrate wurde sogar eine positive Wirkung sowohl auf die Hirnleistung (3) als auch auf einen erhöhten Blutdruck nachgewiesen (4).

So, jetzt aber zum Rezept.

Zutaten:

  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Apfel
  • 1 Bund Rucola
  • 200 g Hüttenkäse
  • 1 EL MCT Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Fenchel waschen und in Stücke schneiden.
  2. Das Kerngehäuse entfernen, und den Apfel würfeln.
  3. Rucola waschen und klein schneiden.
  4. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermengen.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

(1) Research Shows Benefits of Apple Juice on Neuro-transmitter Affecting Memory.  https://www.uml.edu/News/press-releases/2006/research_shows_benefit_of_appl.aspx

(2) Apple intake and cancer risk: a systematic review and meta-analysis of observational studies.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27000627

(3) Dietary nitrate modulates cerebral blood flow parameters and cognitive performance in humans: A double-blind, placebo-controlled, crossover investigation.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26037632

(4) Dietary Nitrate Lowers Blood Pressure: Epidemiological, Pre-clinical Experimental and Clinical Trial Evidence. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4729801/

Schweinenackensteak mit Pastinakenpüree

PastinakenpüreeEigentlich bin ich ja nicht so der Herbsttyp, aber eins muss ich schon sagen: Es gibt im Herbst einfach eine super Auswahl an Gemüse.

So zum Beispiel auch Pastinaken, die eins meiner absoluten Lieblingsgemüse sind und dabei helfen, mich mit dem Herbst doch so ein bisschen auszusöhnen. Und das will schon etwas heißen.

Inhaltsstoffe der Pastinake

Bis ins 18. Jahrhundert gehörte die Pastinake zu den Grundnahrungsmitteln, wurde dann jedoch von der Kartoffel verdrängt. Sie enthält Folsäure und Vitamin E. Der Gehalt an Kalium und Vitamin C ist bei der Pastinake höher als bei der Karotte. Kalium wird unter anderem für die Weiterleitung von Nerven- und Muskelimpulsen gebraucht, Vitamin C zum Beispiel für den Aufbau des Bindegewebes und für das Immunsystem.

Erwähnenswert ist auch der hohe Gehalt an Ballaststoffen. Dieser ist bei der Pastinake viermal so hoch wie bei der Karotte. Die Ballaststoffe (vor allem Inulin und Pektin) ernähren wichtige Bakterien im Dickdarm. Diese zerlegen die cellulosehaltigen Fasern in kleinere Moleküle, die durch die Aufnahme von Wasser aufquellen und dadurch Druck auf die glatte Muskulatur des Darms ausüben. Und schon kommt die Darmperistaltik ordentlich in Bewegung.

 

Was soll ich noch sagen, es ist einfach ein tolles Gemüse.

 

Zutaten:

  • Schweinenackensteak (120 – 180 g pro Person)
  • Pastinaken (200 – 300 g pro Person)
  • Ghee oder Butter für die Pfanne
  • 30 g Butter oder Ghee für das Püree (wer mag, kann auch mehr nehmen)
  • Kokosmilch (ohne Zusätze)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kräuter der Provence

Zubereitung:

  1. Die Pastinaken abwaschen, schälen und klein schneiden
  2. In einen Topf mit kochendem Wasser geben und ca. 15 Minuten kochen (sie sollten weich, aber nicht labberig sein)
  3. Währenddessen das Fett in der Pfanne erhitzen und die Schweinenackensteaks mit Pfeffer, Salz und Kräutern der Provence würzen.
  4. Die Steaks bei mittlerer Hitze von beiden Seiten leicht bräunen.
  5. Das Wasser aus dem Pastinakentopf abgießen.
  6. Butter oder Ghee sowie 1/2 TL Salz und Kokosmilch (Menge nach gewünschter Konsistenz) zugeben, und das Ganze mit einem Stabmixer gut verrühren.
  7. Auf den Tellern anrichten. Fertig!

Zubereitungszeit: unter einer halben Stunde für ein total leckeres Mittag- oder Abendessen. Übrigens nur so nebenbei: Man kann diese Mahlzeit natürlich auch als Frühstück essen (aber das ist vielleicht für die etwas Fortgeschritteneren und nicht die Alternative zum Marmeladenbrötchen).