Wie effektiv ist die COVID-19 Impfung wirklich?

Seit nunmehr zwei Monaten sind Impfstoffe gegen COVID-19 auf dem Markt, und die Hersteller geben bekannt, dass die Effektivität dieser Impfungen wirklich traumhaft ist. Sie liegt angeblich für BioNTech/Pfizer und für Moderna Impfstoffe bei 95 Prozent und beim AstraZeneca Impfstoff bei 70 Prozent (1), weshalb dieser dann auch als absolut zweite Wahl heruntergespielt wird.

Aber was besagen diese Zahlen eigentlich? Wer aufmerksam gelesen hat, dem ist der Begriff „angeblich“ aufgefallen. Spoiler Alert: Bei der Effektivität von 95 Prozent handelt es sich mal wieder um eine Zahlenspielerei der Pharmaindustrie, die nur als Werbeaussage gesehen werden sollte. Ich habe schon früher darüber berichtet wie Statistiken dazu benutzt werden, Medikamente mit geringer Wirkung deutlich besser dastehen zu lassen. Und das ist bei diesen Impfstoffen nicht anders.

Relatives Risiko – Eine Zahl ohne Aussagewert

Im Aufklärungsbogen des RKI zur COVID-19 Impfung mit mRNA Impfstoffen (und um solche handelt es sich bei den BioNTech und Moderna Impfstoffen) (2) wird gesagt, „dass die Studiendaten zeigen: Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, war bei den gegen COVID-19 geimpften Personen um 95 % bzw. 94 % geringer als bei den nicht geimpften Personen. Das bedeutet: Wenn eine mit einem COVID19-Impfstoff geimpfte Person mit dem Erreger in Kontakt kommt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.“

Klingt toll, ist aber leider nur die halbe Wahrheit und damit schon eher eine Täuschung des Impfprobanden. Denn genau darum handelt es sich hier – um Probanden. Denn die Sicherheitsstudien zu diesen Impfungen sind noch lange nicht abgeschlossen. Wir befinden uns gerade in einer weltweiten Feldstudie. Personen, die sich impfen lassen, nehmen also an einem medizinischen Experiment teil und sind darüber in der Regel nicht aufgeklärt.

Aber kommen wir zurück zu den Zahlen. Wieso können die Hersteller behaupten, dass ihre Impfungen so eine hohe Effektivität haben?

 

COVID-19 Impfung
Videointerview zur Effektivität des BioNTech/Pfizer Impfstoffes

 

Nun, dazu muss man wissen, dass die Studiengruppe bei BioNTech aus 44.000 Teilnehmern bestand, die in eine Verumgruppe (diese erhielt den mRNA-Impfstoff und eine Plazebogruppe (= Kontrollgruppe ohne mRNA-Impfstoff) aufgeteilt wurde. Man sammelte bis zu einer Anzahl von 170 Probanden symptomatische Fälle und verglich die Aufteilung dieser Fälle zwischen Verum- und Plazebogruppe. Dabei stellte sich heraus, dass 8 Probanden der Verum- und 162 Probanden der Kontrollgruppe Symptome einer COVID-19 Erkrankung aufwiesen.

Und genau diese 170 Probanden sind diejenigen, auf die sich die Studienergebnisse beziehen. Es werden also bei der Effektivität Aussagen für eine Probandengruppe von 170 Teilnehmern gemacht und die Ergebnisse für die tatsächlichen 44.000 Teilnehmer unter den Teppich gekehrt. Das kann man natürlich machen, ist aber nicht ganz redlich.

Berechnet wird hier zunächst das sogenannte relative Risiko. Um diese Zahl zu erhalten, teilt man die positiven Fälle der Verumgruppe durch die positiven Fälle der Plazebogruppe. Das Ergebnis ist 0,0492 Prozent. Um die Effektivität zu berechnen, werden diese 0,0492 von 1 abgezogen, und man erhält 95,08 Prozent. Also genau die Effektivität, die BioNTech für den Impfstoff angibt. Also doch alles richtig gemacht?

Absolutes Risiko – die Zahl, auf die es wirklich ankommt

Nein, eigentlich nicht. Die 95-prozentige Effektivität wäre richtig, wenn die Erkrankung 100 Prozent der Menschen betreffen würde. Dazu würden mir jetzt nur die Windpocken einfallen, die wirklich sehr ansteckend sind, aber selbst die liegen nicht bei 100 Prozent.

Bei COVID-19 sieht die Sache ganz anders aus, hier sind nur wenige Menschen von einer Infektion betroffen. Wie viele es in der BioNTech Studie waren, veranschaulicht folgendes Bild

 

Inzidenz COVID-19

 

Bezogen auf die Gesamtheit der Probanden (22.000 je Gruppe) ist der Anteil der symptomatischen Teilnehmer in der Verumgruppe praktisch nicht sichtbar und in der Plazebogruppe nur ein verschwindend kleiner Teil. Und genau hierin liegt das Problem.

Denn um die wirkliche Auswirkung der Impfung beurteilen zu können, muss man sich natürlich die Gesamtanzahl der Probanden ansehen. Und das werde ich jetzt einmal tun.

Die Inzidenz von COVID-19 Symptomen beträgt in der

  • Verumgruppe          8 von 22.000 = 0,000364 (0,0364 Prozent)
  • Plazebogruppe 162 von 22.000 = 0,0074 (0,74 Prozent).

Die absolute Risikoreduktion ist der Unterschied zwischen der Inzidenz in diesen beiden Gruppen, und der beträgt sage und schreibe

0,7 Prozent.

 

Und für eine absolute Risikoreduktion von 0,7 Prozent soll jetzt die gesamte Menschheit an einem medizinischen Experiment mit äußerst fraglichem Ausgang teilnehmen???

Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Wenn Sie ein Medikament haben, das die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Erkrankung von 2/1.000.000 auf 1/1.000.000 absenkt – und damit eine Effektivität von 50 Prozent (bezogen auf das relative Risiko) hat, das aber dabei gravierende Nebenwirkungen hat, würden Sie das nehmen?

 

Studiendesign

Es ist übrigens auch sehr interessant, was in dieser Studie überhaupt untersucht wurde. Der primäre Endpunkt, also das Ziel dieser Studie, war, das Auftreten einer COVID-19 Erkrankung jedweden Schweregrades in den beiden Gruppen zu untersuchen.

Die Symptome waren:

  • Fieber
  • Neu aufgetretener oder verstärkter Husten
  • Neu aufgetretene oder verstärkte Atemnot
  • Frösteln
  • Neu aufgetretene oder verstärkte Muskelschmerzen
  • Neu aufgetretener Geschmacks- oder Geruchsverlust.

Als bestätigter COVID-19 Fall wurden Probanden mit mindestens einem Symptom plus einem positiven PCR-Test gewertet.

Nun nehmen an Medikamentenstudien in der Regel (und auch hier war es nicht anders) gesunde Menschen teil und nicht alte Menschen mit vielen Vorerkrankungen. Und so überrascht es nicht, dass die wirklich wichtigen Fragen nicht geklärt wurden, nämlich:

  • Kann der Impfstoff Leben retten
  • Kann der Impfstoff Infektionen verhindern
  • Wirksamkeit bei Risikogruppen
  • Wirksamkeit nach 3, 6, 12 Monaten
  • Wirksamkeit bei Kindern, Jugendlichen und immungeschwächten Personen.

Die Antwort auf diese Fragen fällt wahrscheinlich nicht so positiv aus wie uns Glauben gemacht werden soll. Oder wie erklären Sie sich, dass die AHA-Regeln auch für Geimpfte weiterhin gelten?

Gravierende Nebenwirkungen

Seit mit der Durchimpfung der Bevölkerung begonnen wurde, reißen die Berichte über gravierende Nebenwirkungen inklusive hunderter Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung nicht ab. Und jeden Tag kommen neue Fälle hinzu.

In England wurde extra eine IT Firma beauftragt, eine AI Lösung zu entwickeln, um Impfreaktionen zu erfassen, die in großem Maße auftreten würden (3).

Die amerikanische Arzneimittelbehörde hat folgende Liste möglicher Nebenwirkungen der Impfung erstellt:

https://www.fda.gov/media/143557/download

 

Ich bin mir sicher, dass sich viele Menschen finden lassen, die bereit sind, für eine absolute Risikoreduktion von 0,7 Prozent diese Risiken auf sich zu nehmen (Ironie off). Und wer sich dann besser fühlt und an eine Effektivität von 95 Prozent glauben will, der soll das dann auch unbedingt tun.

Ich halte es allerdings für absolut unredlich, über die Einführung von Privilegien für Geimpfte zu diskutieren (die eigentlich Grundrechte sind), und die Menschen in Deutschland noch weiter zu spalten.

 

 

(1) BioNTech, Moderna, AstraZeneca: Die Corona Impfstoffe im Vergleich  https://www.mdr.de/brisant/corona-impfstoff-biontech-moderna-100.html

(2)  Aufklärungsmerkblatt Zur Schutzimpfung gegen COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) – mit mRNA-Impfstoffen –  https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-COVID-19/Aufklaerungsbogen-de.pdf?__blob=publicationFile

(3) https://pharmaphorum.com/news/mhra-looks-to-ai-to-hunt-for-covid-19-vaccine-side-effects/

6 Gedanken zu „Wie effektiv ist die COVID-19 Impfung wirklich?“

  1. Wahrscheinlich erklärt das hier, der Link, warum Statistiken so schön unterschiedlich ausgewertet werden und warum zwei Menschen aus einer Statistik völlig unterschiedliches schließen:

    https://www.xing-news.com/reader/news/articles/3880380?cce=em5e0cbb4d.%3AIOSMMEdzkp8Wr8DosuU_AB&link_position=digest&newsletter_id=73398&toolbar=true&xng_share_origin=email

    Es erklärt vor allem, warum Herr Wieler und die Journaille uns Menschen sagen dürfen, was wir zu tun und zu lassen haben?

  2. Oh, hatte gerade Post vom Leiter einer Versuchsanstalt an einer Uni, der die Auswertung der Statistik in Frage stellt. Aber er hatte offensichtlich nicht den Mumm oder die Zeit, seine Kritik hier direkt anzubringen? Schick ich mal per Mail? Wobei der Wert einer Statistik momentan wohl ungefähr so glaubhaft ist wie gerade die Umfragen, die gemacht werden, nach denen wohl noch immer 40 Prozent der Menschen Lockdown wollen…

  3. Sehr guter Beitrag, der mich weiter darin bestärkt den Impfungen auch zukünftig kritisch gegenüberzustehen. Vielen Dank dafür!
    Bin 65 und versuche so gut es geht, mein Immunsystem fit zu halten mit einer guten Ernährung, einigen Ergänzungen viel Bewegung durch großen Haushalt, Garten, Hunde und Enkelkinder! Mit meinen kritischen Anmerkungen bezüglich der Impfung stoße ich fast nur auf Unverständnis, selbst auch in der eigenen Familie. Die meisten fühlen sich durch die Impfung beschützt und hinterfragen nicht, wird doch dafür geworben wie sicher und effektiv die Impfstoffe sind. Nebenwirkungen gelten als „normal“ und werden bagatellisiert. Was ist mit den Nebenwirkungen, die gar nicht erst mit der Impfung in Verbindung gebracht werden??
    Es ist ein Zwiespalt, in dem ich mich befinde. Habe sehr großen Respekt vor der Covid-Erkrankung, gehöre ich doch zur Risikogruppe mit Herzrhythmusstörungen / Bluthochdruck. Aber auch vor der Impfung selbst habe ich riesigen Respekt, denn liest man die Nebenwirkungen wie oben aufgeführt, wird es einem schon echt mulmig. Durch die Hintertür bekommen wir sicher bald die Impfflicht mit dem digitalen Corona-Impfpass aufgedrückt. Ohne Impfpass dann kein Restaurantbesuch, keine Reisen, Kino, Konzerte etc. – eben kein normales Leben mehr! Unter „Freiheit“ verstehe ich was anderes!!
    Da der Druck seitens Politik und Wirtschaft bezüglich Impfung immer mehr wächst, fürchte ich, kommen wir um diese gar nicht mehr herum. Hierzu möchte ich gerne wissen, kann man selbst etwas dafür tun, um die im Artikel aufgeführten Nebenwirkungen (überhaupt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen) so gering wie möglich zu halten? Welcher Impfstoff hat die wenigsten Nebenwirkungen?? mRNA- oder vektorbasierte Impfstoffe?
    Von Seiten der Politik, Medien, Virologen, Wissenschaftlern etc. werden seit 1 Jahr auf allen Kanälen in jeder Talkshow immer die gleichen endlosen Diskussionen geführt. Nur von einem ist nie die Rede: Von unserem Immunsystem und wie wir es gesund halten können. Ich glaube, keiner entscheidet mehr über gesundes Leben oder Krankheit wie unser eigenes Immunsystem!
    Wie wir das erhalten, darüber klären Ärzte wie Sie, Frau Dr. Bendig (Lifestyle Medizin), Dr. Strunz mit seinen täglichen! News (Frohmedizin), Dr. van Helden (Vitamin D), Dr. Schmiedel (Omega 3), Dr. Spitz (Erfolgsrezepte für eine Spitzengesundheit), Dr. Debusmann (Strophanthin) sowie Dr. Kuklinski (Mitochondrien) auf. Für diese Informationen bin ich unendlich dankbar!
    Ich wünsche allen eine gute Gesundheit.

  4. Ja, Menschen wie Sie, Frau Dr. Bendig, ich und ein paar mehr, wünschen sich langsam auch mal etwas mehr Aufklärung, die nicht einseitig auf die Meinungen von Herrn Drosten und Frau Priesemann oder auf den Ethikrat gründet… Ich hörte gestern, angesichts dessen, dass meine „Schwiegermutter“ (bin nicht verheiratet und lebe getrennt) letzten Mittwoch geimpft wurde (und noch lebt!) mit Mitte 80 und Vorerkrankungen, dass mit Folgen vor allem nach der zweiten Impfdosis zu rechnen sei. Persönliche Erfahrungen also, ich werde berichten. Wir sind gerade eine kleine Runde von Leuten, die schon überlegt, in welches Land wir auswandern könnten. Dafür ist Corona gut: wer geht liberal mit seinem Volk um und zwingt es zu nichts? Die Auswahl ist nicht gerade groß 🙁

  5. Danke für Ihren Beitrag. Ich hatte bereits eine Covidinfektion. Symptome sind allerdings erst am Ende der Infektion aufgetreten und diese habe ich seit ca. 5 Wochen, jedoch besser werdend. [Atemnot, Schlafstörungen, Geruchssinn Verlust, Gedächtnisprobleme) Ich bin trotzdem der Meinung, dass die Impfung mehr schadet als nützt. Das Problem, niemand will das zur Kenntnis nehmen und man verliert mit dieser Meinung sogar Freunde. Weiters werden wir, die Ungeimpften, irgendwann vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein und den Druck vermutlich nicht standhalten. Ich habe Angst davor. Ich war immer stolz und glücklich in einem Land wie Österreich zu leben. Momentan habe ich eher das Bedürfnis meine Koffer zu packen und auf eine einsame Insel zu ziehen, wo ich selbst entscheiden kann, wie ich leben möchte und was ich meinem Körper zuführen möchte. Wie wenn wir nicht schon genug Belastungen durch Strahlung, schwermetalle, Pestizide usw. ausgesetzt sind. Schöne neue Welt und keiner will genau hinschauen, was hier abgeht.

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