Archiv der Kategorie: Ernährung

Alles, was Sie über Präbiotika wissen müssen

Probiotika sind für viele Menschein ein Begriff. Wir wissen, dass diese Bakterien vielen Nahrungsmitteln zugesetzt werden, und die Nahrungsmittelindustrie weist immer wieder darauf hin, dass durch diese Maßnahme ihre Produkte super gesund sind (darüber kann man natürlich streiten). Probiotika unterstützen unser Verdauungssystem, sorgen für die Produktion von Enzymen, Vitaminen und Neurotransmittern sowie ein gut funktionierendes Immunsystem.

Alles, was Sie über Präbiotika wissen müssen weiterlesen

Warum Diäten einfach nicht funktionieren

Man kann wohl behaupten, dass Übergewicht heutzutage ein Problem ist. Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös) (1). Viele – wenn nicht sogar alle – dieser Übergwichtigen haben mehr als eine Diät ausprobiert. Sie nehmen einige Kilos ab, nur um diese nach einiger Zeit wieder zuzunehmen – häufig sogar noch mehr (Jo-Jo Effekt).

Und es hilft dann auch nicht gerade weiter, wenn sie von anderen als faul und verfressen angesehen werden. Die gängige Meinung ist diese: Wir wissen doch alle, warum man zu dick wird: Zu viele Kalorien rein – zu wenige Kalorien raus, oder anders gesagt „zu viel Essen, zu wenig Sport oder wenigstens Bewegung“. Stimmt doch, oder? Warum Diäten einfach nicht funktionieren weiterlesen

Fett ist gesund – aber es muss das richtige sein

Abnehmen – Qualität ist wichtiger als Quantität

Eigentlich sollte inzwischen klar sein, dass Abnehmen nicht einfach eine Mathegleichung ist – Kalorien rein < Kalorien raus = Gewichts-abnahme. Leider sehen es die meisten Menschen aber immer noch so und werden in dieser Annahme sowohl von ihren Ärzten als auch von den Medien und der Nahrungsmittelindustrie bestärkt. Immer wieder hören wir das Mantra: Essen Sie weniger und treiben Sie mehr Sport und schon haben Sie Ihr Wunschgewicht. Ach ja, und nicht zu vergessen, essen Sie viel Vollkorngetreide und Pflanzenöle, denn die gehören zu einer gesunden Ernährung unbedingt dazu.

Und – merken Sie was? Das funktioniert nicht. Wenn es das nämlich täte, dann müssten die meisten Menschen eigentlich rank, schlank und fit sein. Und – sind sie das? Die Antwort ist wohl offensichtlich. Abnehmen – Qualität ist wichtiger als Quantität weiterlesen

Ist Fleisch wirklich ungesund?

Wenn Sie Fleisch essen, sorgen Sie dafür, dass Ihre Arterien verkalken, Sie Ihr Risiko für Krebserkrankungen wie auch Typ 2 Diabetes erhöhen und können mal generell damit rechnen, ein paar Jahre weniger zu leben. Sicher haben Sie alle diese Sprüche schon in der einen oder anderen Form gehört.

Oh ja, ich vergaß – die Fleischproduktion ist der größte Klimakiller (all die furzenden Kühe), und die wachsende Weltbevölkerung kann nicht mit Fleisch ernährt werden (dafür nimmt man besser Soja).

Und – glauben Sie das? Falls ja, dann sind Sie nicht der Einzige. Viele Menschen halten diese Aussagen für völlig richtig – sowohl diejenigen, die Fleisch essen, als auch die, die darauf verzichten. Ist Fleisch wirklich ungesund? weiterlesen

Calcium für starke Knochen – das Ende eines Mythos

 

Sicher haben Sie auch davon gehört, dass Calcium für gesunde Knochen ein absolutes Muss ist. Mediziner jedenfalls wissen das, und so kommt es, dass Leute über 50 – speziell wenn es sich bei ihnen auch noch um Frauen handelt – gerne auf Calcium Supplemente gesetzt werden. Der Gedankengang ist folgender: Älter Menschen haben ein höheres Risiko für Knochenbrüche – sei es durch eine bestehende Osteoporose oder weil sie einfach leichter stürzen. Da Knochen ja aus Calcium besteht, ergibt es Sinn, Calcium zuzuführen, damit die Knochen gestärkt und somit diese Frakturen verhindert werden. Hört sich in der Theorie erstmal gut an, wirkt in der Praxis aber nicht. Calcium für starke Knochen – das Ende eines Mythos weiterlesen

Gesunde Fette können Schmerzen lindern

Die meisten Menschen haben ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu Fett. Zu lange ist uns erzählt worden, dass Fett dick macht und zu Herz-Kreislauferkrankungen führt. Lebensmittel, die viel Fett enthalten, gelten meist als nicht besonders gesund, während fettreduzierte Lebensmittel immer noch als gesündere Alternative angepriesen werden.
Tatsächlich brauchen wir aber mehr gesunde Fette in unserer Ernährung und weniger Fette, die Schmerzen verursachen können.  Der Grund, warum die richtigen Fette Schmerzen lindern können, liegt in ihrer antientzündlichen Wirkung. Zwar brauchen wir sowohl Omega-3 als auch Omega-6 Fette, aber auf das richtige Verhältnis kommt es an. Essen wir zu viele Omega-6 Fette, so führt das zu einer Entzündungsreaktion im Körper. Eine weitere Sorte von Fetten, die Entzündungen hervorrufen können, sind die Transfette. Diese Fette wollen Sie eigentlich überhaupt nicht in Ihrer Nahrung haben, denn sie fördern nicht nur Entzündungen, sondern haben eine ganze Reihe gesundheitsschädigender Auswirkungen.

Gesunde Fette können Schmerzen lindern weiterlesen

Vier Lügen, mit denen die Nahrungsmittelindustrie Sie über den Tisch zieht

Wenn es um Umsatzsteigerungen geht, greift die Nahrungsmittelindustrie gerne mal zu dem einen oder anderen Trick (man kann es auch als Lüge bezeichnen), um Ihre Produkte in ein besseres Licht zu rücken.

Ärgerlich ist dabei, dass durchaus auch Verbraucher, die auf ihre Gesundheit achten und sich nicht von Junkfood ernähren möchten, auf diese Schönfärberei hereinfallen.

Ich möchte hier nur einmal vier Beispiele dafür anfügen, wie die Nahrungsmittelindustrie versucht, Sie hinters Licht zu führen. Vier Lügen, mit denen die Nahrungsmittelindustrie Sie über den Tisch zieht weiterlesen

Die sechs besten Nahrungsmittel gegen Arthritis

Eine Arthritis führt bei ganz alltäglichen Bewegungen zu zum Teil sehr starken Schmerzen. So wird das Aufstehen, Anziehen, Einkaufen – ja, sogar das Sitzen – für manche Menschen absolut zur Qual. Wäre es nicht nett, diese grundlegenden Dinge ohne Schmerzen tun zu können?

Wenn Sie bestimmte Nahrungsmittel essen, dann können Sie tatsächlich eine Menge gegen Arthritis Schmerzen tun.

Nahrungsmittel, die Sie bei Arthritis nicht essen sollten

Doch zunächst einmal drei Dinge, die Sie unbedingt vermeiden sollten, da sie Ihre Gelenke und das Knorpelgewebe schädigen (Ihr Gehirn übrigens auch – nur so nebenbei).

  • Künstliche Farbstoffe, Geschmacksstoffe oder Süßstoffe.
  • Genmodifizierte Nahrungsmittel:  sie sind so schwer verdaulich, dass sie Löcher in den Darm machen (Leaky Gut), sodass Giftstoffe und fremde Proteine in Ihren Körper gelangen können und dort Schaden anrichten.
  • Herbi- und Pestizide (kaufen Sie besser Bio-Lebensmittel

Nahrungsmittel, die gegen Arthritis Schmerzen helfen

1. Bio Ingwer

Ingwer hat eine starke antientzündliche Wirkung. In einer Studie zeigte sich, dass Ingwer bei Patienten mit Osteoarthritis in der Lage ist, die Schmerzen zu verbessern (1). Eine weitere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Ingwer die Produktion von entzündungsauslösenden Cytokinen blockieren kann (2). Machen Sie sich einfach einen Ingwer Tee, raspeln Sie frischen Ingwer in Pfannengerichte oder Eintöpfe oder geben Sie gemahlenen Ingwer zu Backwaren und Pfannkuchen.

2. Sauerkirschen

Kirschen enthalten viele Anthocyanine. Diese sind auch verantwortlich für ihre dunkelrote Farbe. 2013 wurde eine Studie veröffentlicht, die aufzeigte, dass Patienten, die Sauerkirschensaft trinken weniger Arthritis Schmerzen und Steifigkeit aufweisen (3). Kirschen helfen übrigens auch bei einer Arthritis, die durch Gicht hervorgerufen wird. Sauerkirschen bekommt man das ganze Jahr über – sei es als Saft oder auch als Tiefkühlprodukt. Sie machen sich auch richtig gut im morgendlichen Smoothie.

3. Knoblauch

Knoblauch hat viele gesundheitliche Wirkungen. Er beugt Krebserkrankungen vor und wirkt antientzündlich. In einer Zwillingsstudie wurde nachgewiesen, dass die Personen, die am meisten Knoblauch aßen, deutlich weniger Symptome einer Osteoarthritis aufwiesen (4).

4. Fenchel

Fenchel mit seinem Lakritzgeschmack (auch als Anis bekannt) wurde schon von den alten Griechen und Römern als Medizin eingesetzt. Er macht sich sehr gut in Salaten, kann aber auch gebraten gegessen werden. Fenchel reduziert Entzündungen in Gelenken und Geweben dramatisch (5).

 5. Rote Beete Blätter

Ja, tatsächlich die Blätter und nicht die Rote Beete Knollen. Die Blätter stecken voller Phytonährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die Entzündungen im gesamten Körper reduzieren. Sie enthalten auch sehr viel Vitamin K, das eine starke antientzündliche Wirkung hat. Zwei Tassen voll enthalten ungefähr 4700 mg Kalium, das einen zu hohen Blutdruck senken kann. Man kann sie im Salat essen oder kurz mit etwas Knoblauch in Weidebutter anbraten.

6. Spinat 

Letztes Jahr erschien eine Studie, die zeigte, dass Kämpferol (aus Spinat) Entzündungen hemmt und das Fortschreiten einer Osteoarthritis verhindert (also einer Arthritis durch Verschleiß) (6). Kämpferol vermindert auch die Effekte von entzündlichen Cytokinen, die bei der Rheumatoiden Arthritis vorhanden sind (der Autoimmun Arthritis (7)). Also, wie wäre es mal wieder mit Spinat mit Ei?

Bauen Sie diese Lebensmittel vermehrt in Ihren Speiseplan ein zusammen mit anderen möglichst unbehandelten Lebensmitteln vorwiegend aus dem pflanzlichen Bereich.

 

(1)Effects of a ginger extract on knee pain in patients with osteoarthritis.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11710709

(2) Effect of Ginger Supplementation on Proinflammatory Cytokines in Older Patients with Osteoarthritis: Outcomes of a Randomized Controlled Clinical Trial.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27559855

(3) Randomized double-blind crossover study of the efficacy of a tart cherry juice blend in treatment of osteoarthritis (OA) of the knee.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23727631

(4) Dietary garlic and hip osteoarthritis: evidence of a protective effect and putative mechanism of action  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3018463/

(5) Suppression of the nuclear factor-kappaB activation pathway by spice-derived phytochemicals: reasoning for seasoning.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=fennel+and+arthritis

(6) Kaempferol Alleviates the Interleukin-1β-Induced Inflammation in Rat Osteoarthritis Chondrocytes via Suppression of NF-κB.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28806392

(7)Kaempferol inhibits the migration and invasion of rheumatoid arthritis fibroblast-like synoviocytes by blocking activation of the MAPK pathway.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29268189