Vanille Chia-Pudding

Vanille Chia PuddingWenn es schon Pudding sein muss, dann doch bitte einer, der mehr zu bieten hat als nur eine Menge Zucker und Stabilisatoren. Die Lösung ist ganz einfach und der Pudding ist schnell gemacht und wirklich super lecker.

Chia Samen

Wenn man auf das herkömmliche Puddingpulver verzichten möchte, sind Chia Samen einfach die Lösung. In Flüssigkeit eingeweicht, quellen sie sehr schnell auf und verwandeln die Flüssigkeit in eine gelartige Masse – also genau richtig für Pudding.

Die Samen bieten Proteine, gesunde Fette, Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und Antioxidantien. Ihre hohe Konzentration des Omega-3 Fettes α-Linolsäure (ALA) hat sie vor allem bei Vegetariern und Veganern so bekannt gemacht. Chia Samen enthalten bis zu 40 Prozent Fett und davon sind 60 Prozent Omega-3-FS.

Ein Hinweis – Chia Samen verhalten sich wie Leinsamen, das heißt, damit unser Körper die Nährstoffe aufnehmen kann, müssen die Samen gemahlen sein.

Chia Samen können die Konzentrationen der Omega-3-FS ALA und Eicosapentaensäure (EPA) im Blut erhöhen. Sie erhöhen aber nicht die Konzentration von Docosahexaensäure (DHA), das heißt, es ist nicht möglich mit Chia Samen die tierische FS DHA zu ersetzen.

Bemerkenswert ist der Ballaststoffgehalt der Samen, der bei einer Menge von 2 EL ca. 10 g beträgt. Da die meisten Menschen eine zu Ballaststoff-arme Ernährung haben, ist das ein klarer Pluspunkt.

Kokosmilch

Kokosmilch enthält mittelkettige Triglyceride (MCTs), die vom Körper schnell in Energie umgewandelt werden können und nicht als Fett gespeichert werden. Sie hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (FS).

Wer jetzt glaubt, dass sie dann doch ungesund sein muss, weil gesättigte FS den Cholesterinspiegel anheben und Herzerkrankungen verursachen, der irrt. Man weiß, dass die FS der Kokosnuss tatsächlich den Cholesterinspiegel anheben, dieser Effekt tritt jedoch auf, weil nicht nur das LDL sondern auch das HDL Cholesterin (das sogenannte „gute“) ansteigt. Dem HDL wird eine cardioprotektive (herzschützende) Wirkung nachgesagt, und so haben Volksgruppen, deren Ernährung viele Kokosprodukte beinhaltet, auch tatsächlich sehr selten Herz-Kreislauferkrankungen. Eine Tatsache, die die American Heart Association (AHA) gerne ignoriert.

Außerdem sorgt der hohe Fettgehalt der Kokosmilch dafür, dass sie lange satt macht und hilft so beim Abnehmen.

Eigelb

Wie Eigelb? Aber das ist doch so schädlich und eine wahre Cholesterinbombe. Immerhin haben Menschen jahrzehntelang tatsächlich Eiweiß-Omelettes (also ohne Eigelb) gegessen (oder runtergewürgt), damit sie ihrem Herzen etwas gutes tun. Vereinzelt soll es auch heute noch Individuen geben, die sich auf diese Art quälen.

Stellt sich heraus, das ist absoluter Quatsch!

Eier sind selbstverständlich Bestandteil einer gesunden Ernährung: Sie enthalten viele Mikronährstoffe, Vitamine (D, B, K), Mineralstoffe und Jod. Ihr hoher Eiweißgehalt unterstützt die Sättigung und so hilft das Frühstücksei sogar beim Abnehmen. Die Nährstoffe befinden sich dabei sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß, wobei der größere Anteil im Eidotter zu finden ist.

Das ebenfalls im Ei enthaltene Lecithin schützt nicht nur die Leber und Dickdarmschleimhaut, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung, sondern stärkt auch die Nerven und hilft bei Stress. Lecithin verhindert übrigens auch die Aufnahme des Cholesterins aus dem Eigelb in die Darmwand.

Honig

Honig enthält unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und Natrium. Diese Stoffe sind echte Hilfen für unser Immunsystem. Die Glukoseoxydase des Honigs ist ein Enzym, das zu Wasserstoffperoxid umgewandelt wird und dann eine desinfizierende Wirkung hat. So trägt es zur Heilwirkung des Honigs bei. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich das flüssige Gold bewährt. Merke: Für unseren Körper ist Honig trotzdem Zucker (und führt zur Aktivierung derselben Stoffwechselwege wie Tafelzucker), aber wenigstens besitzt er einige gesunde Nährstoffe.

Durch die in ihm enthaltenen Flavonoide hat Honig eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Flavonoide helfen auch im Kampf gegen Viren. Wichtig: Diese Eigenschaften hat der Honig nur, solange er nicht auf über 40° C erhitzt wird! Deshalb wird er bei diesem Rezept auch erst zugegeben, wenn der Pudding schon abgekühlt ist.

Übrigens: Honig aus Ihrer Region ist ein Bestandteil der natürlichen Behandlung bei Heuschnupfen, da er praktisch eine Desensibilisierung gegen die bei Ihnen vorkommenden Pollen einleitet.

Klingt gut? Dann jetzt das Rezept für einen leckeren Pudding.

Zutaten:

  • 4 Eigelb (von glücklichen, freilaufenden Hennen)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Chiasamen gemahlen
  • 1 – 2 EL kaltgeschleuderter Honig (ich kaufe meinen direkt beim Imker)
  • 1/2 TL Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Kokosmilch in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen.
  2. Eigelb in eine Schüssel geben.
  3. Die heiße Milch langsam über das Eigelb geben und dabei kräftig rühren.
  4. Diese Mischung wieder in den Topf geben und weiterhin umrühren.
  5. Vanillepulver untermischen.
  6. Herd auf niedrigste Temperatur stellen und Mischung simmern lassen – nicht kochen. Dabei immer wieder umrühren.
  7. Nach ca. 10 Minuten hat die Mischung sich verdickt. Nehmen Sie sie vom Herd und lassen Sie sie 15 Minuten abkühlen.
  8. Chia Samen und Honig dazugeben und den Pudding auf zwei Schälchen verteilen.
  9. Im Kühlschrank 1 Stunde lang kalt stellen.

 

 

 

Ist Bio Lachs seinen Preis wert?

„Bio-Lachs“ wird in Aquakulturen aufgezogen

Bio-LachsFür Menschen, die sich gesund ernähren wollen, hat die Bezeichnung „Bio-Lachs“ einen guten Klang. Lachs ist doch schließlich der Liebling von Ernährungsberatern und Ärzten – und dafür gibt es auch gute Gründe. Dieser Kaltwasser Fisch enthält große Mengen hochwertiges Protein, gesunde Fettsäuren und Vitamine. Na, und wenn er dann noch „Bio“ ist, dann geht’s eigentlich doch gar nicht mehr besser, oder?

Tja, und da liegt – Sie haben es schon vermutet – auch der Knackpunkt. Ein Lachs, der die Bezeichnung „Bio“ trägt, ist definitionsgemäß kein Lachs aus Wildfang. Den darf man nämlich nicht mit dem Bio-Siegel versehen. Stellen Sie sich das mal vor, so ein Fisch, der artgerecht lebt und nur frisst, was so ein Lachs eben frisst (und nicht einmal Getreide!). Ich meine, das geht doch nicht, das kann doch einfach nicht „Bio“ sein. Nun, unsere „Bio“-Wächter sehen das jedenfalls so.

Dummerweise ist aber der „Bio-Lachs“ nicht so gesund wie er klingt. Und ich erkläre Ihnen auch gleich, warum das so ist.

Gibt es einen Unterschied zwischen konventioneller und biologischer Aquakultur?

In der EU gibt es Standards, die bestimmen, unter welchen Umständen aus einem Lachs ein „Bio-Lachs“ wird. Und da ist – wie gesagt – eine ganz große Vorbedingung, dass der Fisch in einer Aquakultur aufgezogen werden muss.

Die Definition der Aquakultur finde ich besonders schön (1):

„Gezielte Aufzucht und Produktion von Wasserorganismen unter kontrollierten Bedingungen mit dem Ziel der Produktionssteigerung über das unter natürlichen Bedingungen mögliche Maß hinaus mit produktionsteigernden Eingriffen von der Eiablage über die Setzlinge bis zur Mast (Besatz, Sortierung, Schutz vor Fraßfeinden, Tiergesundheit).“

Es gibt außerdem Vorgaben zu den Haltungsbedingungen und zum Futter wie bei anderen „Bio“ Tieren auch. Das bedeutet, die Bio-Tiere haben etwas mehr Platz und dürfen zum Beispiel kein gentechnisch verändertes Futter bekommen, damit hören die Unterschiede aber auch schon auf.

Na ja, und durch diese Aktion kommt es dazu, dass „Bio-Lachs“ nicht so gesund ist wie Lachs aus Wildfang, und es kann sogar sein, dass er gegenüber dem Lachs aus konventioneller Aquakultur keine Vorteile mehr aufweist. Sie zahlen also einen hohen Preis für ein relativ ungesundes Produkt.

Was „biologische“ Aufzucht tatsächlich bedeutet

Der „Bio-Lachs“ wird in großen Netzkäfigen gehalten. Während Wildlachs eine sehr abwechslungsreiche Ernährung aus Insekten, kleinen Fischen, Tintenfischen und Garnelen hat, bekommen sowohl konventionell als auch biologisch aufgezogene Lachse ein kommerzielles „Lachsfutter“, das sehr getreide- und Sojaöl-lastig ist und außerdem noch Hefen enthält. Und ganz ehrlich, die Tatsache, dass „Bio-Lachse“ dann mit „Bio-Getreide“ gefüttert werden, ändert nichts daran, dass diese Ernährung für die Fische deutliche negative Effekte hat.

Lachse aus Aquakultur – weniger Nährstoffe, höhere Verschmutzung

Diese unnatürliche Ernährung führt bei beiden – konventionellen und „Bio-Lachsen“ – dazu, dass sie wesentlich ungesündere Fettsäureprofile haben als Wildlachse. Auch die Kulturlachse enthalten noch Omega-3 Fettsäuren (wenn auch deutlich weniger als Wildlachs), die Vorteile dieser Fette werden aber durch die mit ihnen auftretenden höheren Konzentrationen an Omega-6 Fettsäuren (sehr viel höher als bei Wildlachs) zunichte gemacht. Zur Erinnerung – Omega-6 Fettsäuren haben eine entzündliche Wirkung, Sie wollen also nicht zu viele davon in Ihrem Körper haben.

Noch bedenklicher ist allerdings, dass die Lachse aus Aquakultur (egal welcher Art) sehr viel höhere Konzentrationen von schädlichen Polychlorierten Biphenylen (PCBs) enthalten als Wildlachs.

Polychlorierte Biphenyle sind giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermitteln und Kunststoffen verwendet wurden. PCB zählen inzwischen zu den zwölf als dreckiges Dutzend bekannten organischen Giftstoffen, welche durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden. Nicht wirklich etwas, was man im Essen haben möchte.

Und dann kommt noch hinzu, dass die Lachse aus Aquakultur eine synthetische Variante des Stoffes Astaxanthin bekommen. Dieses antioxidative Carotenoid gibt dem Lachs seine leuchtend rote Farbe. In der natürlichen Diät wird Astaxanthin aus Krebstieren und Algen aufgenommen. Durch das synthetische Produkt, soll die Farbe der Lachse aus Aquakultur derjenigen von Lachsen aus Wildfang angeglichen werden, die eine natürliche, gesunde Ernährung haben. Schließlich könnte man sonst schon an der Fleischfarbe sehen, dass mit diesen Lachsen wohl etwas nicht in Ordnung ist.

Weitere Risiken, die Aquakulturen mit sich bringen

Eine Aquakultur (auch wenn es eine biologische ist) bringt es mit sich, dass eine große Menge Fische auf mehr oder weniger beschränktem Raum gehalten werden. Absinkendes Futter und Fäkalien verschmutzen den Meeresboden unter den Gehegen. Durch die Haltung vieler Tiere auf engem Raum können sich Krankheiten unter ihnen schnell verbreiten. Daher werden Antibiotika und Pestizide eingesetzt. Der Boden unter den Käfigen ist oft hoch belastet mit den Rückständen aus den Zuchten.

Die Gehege werden normalerweise in der Nähe von Migrationsrouten platziert. So kann es passieren, dass Wildlachse sich mit parasitischen Fischläusen und Viren anstecken können, die bei Fischen aus Aquakulturen häufig auftreten. Die gezüchteten Arten, die nach ihrer Resistenz ausgewählt werden, überleben diese Situation häufig durch den intensiven Einsatz von Antibiotika und Impfungen, aber im umliegenden natürlichen Lebensraum werden die freien lokalen Arten voll davon betroffen. Tatsächlich ist es durch Krankheiten, die durch Aquakulturen in Norwegen, Schottland und Irland verbreitet wurden, zu einer Dezimierung der atlantischen Wildlachs-Bestände gekommen.

Eine Sache sollte Ihnen klar geworden sein: „Bio-Lachs“, der häufig genauso viel kostet wie Wildlachs, ist nicht viel besser als konventionell erzeugter Lachs in Bezug auf die Gesundheit der Konsumenten und den Umweltschutz.

Achtung: Wildlachsbetrug!

Wildlachs ist ohne Zweifel optimal was Nährstoffe und Geschmack angeht. Sie sollten aber aufpassen, dass Sie nicht über den Tisch gezogen werden. Die Oceana Gruppe hat eine Untersuchung herausgebracht, die diesen Betrug aufdeckt (2). Die Forscher untersuchten 82 Proben von angeblichem „Wildlachs“ aus Restaurants und Supermärkten und stellten fest, dass 43 % dieser Proben falsch deklariert waren, da es sich bei ihnen häufig um Lachs aus Aquakulturen handelte.

69 % der falsch deklarierten Fische waren Lachse aus atlantischer Aquakultur, bei den übrigen wurden minderwertige Pazifik Lachse – wie Ketalachse – als Sockeye oder Königslachs ausgegeben.

Dieses Problem trat vor allem in Restaurants und bei kleineren Geschäften auf. Überraschenderweise war der Lachs in den großen Supermarktketten richtig ausgezeichnet. Wenn Sie dieses Risiko umgehen wollen, sollten Sie frischen Lachs von April – September kaufen – in diesem Zeitraum ist in Alaska Fangsaison.

Eine weiter Option besteht darin, einfach Alaska Wildlachs in der Dose zu kaufen. Da in Alaska Aquakulturen verboten sind, muss jeder Lachs, der von dort stammt, definitionsgemäß aus Wildfang stammen.

 

(1) http://www.bfr.bund.de/cm/343/lebensmittelsicherheit_bei_aquakulturen_eine_herausforderung_im_zeichen_der_globalisierung.pdf

(2) http://usa.oceana.org/publications/reports/oceana-reveals-mislabeling-americas-favorite-fish-salmon?_ga=2.125502346.1261806430.1495812887-1620288860.1495812852

Chiapudding mit Rhabarber und Erdbeeren

Diesen Pudding kann man vielseitig verwenden. Er passt sowohl als Frühstück als auch als Dessert, und an warmen Tagen gibt er ein erfrischendes Mittagessen ab.

Wenn man Pudding hört, denkt man natürlich als erstes an Süßspeisen und etwas nicht so wirklich gesundes, aber das trifft für diesen Pudding nun überhaupt nicht zu. Im Gegenteil: Er besteht aus sehr gesunden Zutaten.

Chiasamen

Werden nicht umsonst als Superfood bezeichnet. Mit der wichtigste Grund für den Verzehr von Chiasamen ist ihr hoher Omega-3-Fettsäurengehalt. Sie bestehen zu 18 Prozent aus der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Zudem sind sie sehr ballaststoffreich (34 Prozent). und machen sehr lange satt. Außerdem unterstützen sie die Verdauung und geben Energie. Der Calcium-Gehalt von Chiasamen übertrifft den von Milch um das Fünffache und liegt bei 630 mg pro 100 g Chiasamen. Außerdem enthalten sie etwa doppelt so viel Eiweiss wie Getreide, nämlich über 20 Prozent bei einem Kohlenhydratgehalt von nicht einmal 5 Prozent (also, wer braucht schon Getreide?). Interessant ist am Aminosäureprofil der Chiasamen, dass sie hohe Anteile der Aminosäure Tryptophan enthalten, die den Serotonin-Spiegel und somit die Laune anheben kann.

Ich persönlich liebe Chiasamen, weil sie aufquellen und damit Nahrungsmitteln, denen sie zugesetzt werden, so eine puddingartige Konsistenz verleihen, aber wenn Sie sie nicht mögen, können Sie sie natürlich auch einfach im Smoothie oder in Säften verstecken.

Rhabarber

Rhabarber enthält u. a. Vitamin K (Blutgerinnung) und Vitamine des B-Komplexes (gut für Haut, Haare und Nerven). Er wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Verdauung und gibt dem Pudding seinen säuerlichen Geschmack. Den sauren Geschmack verdankt er Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Außerdem enthält er viel Kalium, das sich positiv auf die Zellen und Nerven auswirkt. Die in ihm enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung.

Übrigens bei Rhabarber immer dran denken, er gehört zu den sehr Oxalat-haltigen Gemüsen. Das bedeutet, das Kochwasser sollte weggeschüttet und nicht weiter verwendet werden (denn darin befinden sich nach dem Kochen die Oxalate).

Kokosmilch

Für mich einfach die Alternative, wenn es milchfrei sein soll. Durch den hohen Fettgehalt trägt die Kokosmilch dazu bei, dass der Pudding lange satt macht, und sie verleiht ihm eine cremige Konsistenz.

Kokosmilch enthält viele mittelkettigen Triglyceride, auch MCTs (Middle Chain Triglycerides) genannt. Die besondere Eigenschaft der MCTs ist, dass sie im Körper schneller als Energie verbrannt werden als andere Arten von Fettsäuren, die eher dazu führen, dass die Fettpölsterchen wachsen.

 

Zutaten

  • 720 ml Kokosmilch
  • 3/4 Becher Chiasamen
  • 1 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 750 g Rhabarber
  • 1 – 1,5 Becher Erdbeeren
  • 1 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 60 ml Wasser
  • als Topping Kokosraspel und/oder Cacao Nibs

Zubereitung

  1. Die ersten drei Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und in den Kühlschrank tun
  2. Rhabarber schälen und kleinschneiden und mit den Erdbeeren in einem Topf bei mittlerer Hitze kochen bis der Rhabarber weich wird (ca. 8 – 10 Minuten)
  3. Dann kommen alle Zutaten in den Mixer und werden gemixt bis sie glatt verrührt sind.
  4. Den Pudding für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit er gut durchkühlt.
  5. Topping der Wahl drauf und einfach nur genießen.

Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

Jedes Mal wenn Sie in einen Supermarkt gehen, haben Sie Tausende Produkte zur Auswahl. Essen muss schließlich jeder, und so bemühen sich mehr und mehr Konsumenten angesichts von farbenfrohen Verpackungen mit Bildern einer heilen Welt, die richtige Entscheidung für eine gesunde Ernährung zu treffen. Immer wieder werden diese Produkte als völlig neu und mit verbesserem Geschmack, Qualität und Inhaltsstoffen angepriesen.

Leider werden nur allzu oft alle möglichen chemischen Zusatzstoffe in die Produkte eingebracht, um diese „Verbesserungen“ zu erzielen. Geschmacksverstärker wie Salz und Zucker, Konservierungsstoffe, die für eine längere Haltbarkeit sorgen und Farbstoffe, damit diese sogenannten „Nahrungsmittel“ appetitlicher aussehen. Diese Substanzen sind der Traum eines jeden Verkäufers und extrem profitabel für eine Industrie, für die es nur um einen möglichst großen Marktanteil geht.

In dem Versuch, diesem Durcheinander zu entfliehen und sich gesund zu ernähren, wenden sich viele Menschen inzwischen Bio-Lebensmitteln zu. Ein wichtiger Punkt ist allerdings, dass Bio nicht mit gesund gleichgesetzt werden darf.

Es ist der neueste Marketing-Trick, um Menschen anzulocken, die daran interessiert sind, ihrer Familie bessere Nahrungsmittel vorzusetzen. Worte wie „natürlich“ und „Vollkorn“ sind weitere Marketing-Schlagwörter, die versuchen Ihnen Sand in die Augen zu streuen. „Natürlich“ zum Beispiel ist ein völlig unregulierter Begriff und kann alles Mögliche bedeuten. Sie sollten sich dazu mal dieses Video auf YouTube ansehen. Es wäre zum Schreien komisch, wenn es nicht so traurig wäre.

Es gibt Bio-Snacks für Kinder, die voller Zucker stecken. Und ich habe schon in einem anderen Post darauf hingewiesen: Auch wenn die Zutaten dann den Vorteil haben, keine Pestizide und Herbizide zu enthalten, ist ein Zuviel an Zucker (selbst natürlicher Zucker wie Honig) nicht gesund!

Gibt es einen Unterschied zwischen Bio- und konventionell erzeugten Lebensmitteln?

Über diese Frage wurde lange Zeit gestritten. Selbstverständlich waren die Konsumenten von Bio- Lebensmitteln davon überzeugt, dass diese gesünder sind, aber Studien zeigten häufig keine Unterschiede zwischen Bio- und konventionell erzeugten Lebensmitteln. Bis jetzt…

 1. Obst und Gemüse

Im British Journal of Nutrition erschien nun 2014 eine Metaanalyse der Universität Newcastle, die mit dem Wirrwarr aufräumt (1).  Ausgewertet wurden 343 Publikationen aus Fachjournalen mit Peer-Review –Gutachtersystem. Diese größere Datenbasis ermöglicht es, besser geeignete statistische Methoden einzusetzen und so definitivere Schlüsse zu den Unterschieden zwischen biologisch und konventionell angebautem Obst und Gemüse zu ziehen.  Es ist die bisher größte Studie dieser Art zu diesem Thema.

Die Forscher konzentrierten sich auf den Vergleich von Inhaltsstoffen mit gesundheitlicher Bedeutung, darunter:  sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Antioxidantien und Vitamine, chemische Pestizide, Nitrit und Nitrat, giftige Schwermetalle wie Kadmiun, Arsen und Blei sowie Nährstoffe und Spurenelemente. Sie berücksichtigten sowohl Studien, die beide Anbaumethoden verglichen, als auch Feldversuche und Tests, bei denen Lebensmittel aus beiden Anbauformen überprüft wurden.

Hierbei zeigte sich, dass Bio-Gemüse die Nase klar vorn hat.

Mehr Antioxidantien, weniger Schwermetall

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe unterschied sich zwischen biologisch und konventionell erzeugtem Gemüse beträchtlich. So enthielten die Biogemüse zwischen 18 und 69 Prozent mehr Polyphenole und andere als Antioxidantien wirkende Pflanzeninhaltsstoffe.

Antioxidantien gelten als potenziell vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Krebs und einige neurodegenerative Krankheiten. Die Biofrüchte enthielten zudem mehr Carotinoide und mehr Vitamin C.

Diese höheren Werte vor allem in den Antioxidantien sind biologisch leicht zu erklären: Pflanzen bilden diese sekundären Inhaltstoffe meist als Reaktion auf Stress durch Schädlinge, Wassermangel oder andere negative Einflüsse. Da im Bioanbau weniger rigoros gegen Schädlingen und Krankheiten vorgegangen wird und weniger stark gedüngt wird, müssen die Pflanzen ihre Selbstschutzmechanismen benutzen.

 

Weniger Schwermetalle und Pestizide

Ebenfalls deutlich fielen die Unterschiede bei schädlichen Substanzen wie Schwermetallen und Pestizidrückständen aus.

Die Bio-Feldfrüchte enthielten im Durchschnitt 48 Prozent weniger Cadmium, das sich in den Organen anreichern kann und zur chronischen Vergiftung führt. Bei Blei und Arsen konnten die Wissenschaftler allerdings keine Unterschiede feststellen.

Nicht ganz unerwartet enthielten konventionell angebaute Feldfrüchte zudem rund viermal mehr Pestizid-Rückstände als die biologisch erzeugten. Bei Früchten waren die Unterschiede dabei am größten, bei Gemüsen etwas geringer.

Außerdem ergaben die Analysen um 30 Prozent höhere Nitratwerte und um 87 Prozent höherer Nitritwerte bei konventionellen Feldfrüchten (durch den verwendeten Dünger). Höhere Nitritwerte in Lebensmitteln können schädlich sein, da im menschlichen Körper diese Stickstoffverbindung zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden kann.

Auch ein bis 2009 laufendes Projekt der EU, das Quality Low Input Food (QLIF), das die Vorteile von biologisch erzeugten Nahrungsmitteln untersuchte, kam zu diesem Resultat (2). Sie fanden bei Obst und Gemüse, die auf benachbarten Feldern biologisch bzw. konventionell angebaut wurden folgende Unterschiede in den Inhaltsstoffen:

  • Biologisch angebaute Obst und Gemüse enthielten 40 % mehr Antioxidantien
  • Sie enthielten auch höhere Mengen an Vitaminen und Mineralien wie zum Beispiel Eisen und Zink.

 

2. Fleisch

Es wird immer wieder gerne angeführt, dass Bio-Fleisch auch nicht anders schmeckt als das Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung. In einem Bericht habe ich sogar gefunden, dass Bio-Fleisch auch zäh sein kann (OMG!). Da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Als ob das ein Qualitätsmerkmal sein sollte, das Bio- von konventionellem Fleisch unterscheidet.

Massenhafter Einsatz von Antibiotika

Es geht nicht darum, ob ein Fleisch mehr Wasser enthält, zäher ist oder nicht so schön in der Pfanne brutzelt. Es wird Zeit, dass wir uns ernsthaft Gedanken darüber machen, was die Tiere, die wir essen, gegessen haben. Wenn man sieht, dass Tiere mehr Antibiotika bekommen als Menschen, dann sollte uns das sehr beunruhigen. 1238 t Antibiotika wurden im Jahr 2014 an Landwirte abgegeben (3).

Man will uns glauben machen, dass das kein Problem ist, da ja zwischen der Anwendung des Antibiotikums am Tier und dem Verkauf des Fleisches Wartezeiten eingehalten werden müssen, sodass das Antibiotikum nicht mehr im Fleisch nachzuweisen ist. Das geht aber am wahren Problem vorbei. Dies besteht nämlich darin, dass wir immer mehr Antibiotikaresistenzen haben.

Im Fokus der aktuellen Resistenzdebatte stehen ESBL/AmpC-bildende Keime, da sie ein besonderes Problem in der Humanmedizin darstellen. ESBL (Extended-Spektrum Beta-Laktamasen) und AmpC bezeichnen Enzyme, die ein breites Spektrum von Antibiotika einschließlich der Cephalosporine der dritten Generation unwirksam machen, so dass die Keime gegen diese Antibiotika resistent sind.

Wenn Sie Fleisch kaufen, dass mit resistenten Keimen belastet ist, so kann es bei unsachgemäßer Handhabung zum Beispiel durch Verunreinigung von Küchenutensilien zu einer Keimübertragung auf andere Lebensmittel (beispielsweise Salat, der nicht gekocht wird) kommen. Nisten sich diese Keime in Ihrem Körper ein, und brauchen Sie dann ein Antibiotikum, gegen dass diese Erreger resistent sind, dann haben Sie ein Problem.

Tiere in biologischer Landwirtschaft bekommen deutlich weniger Antibiotika und haben damit auch weniger resistente Keime. Das ist ein Punkt, den ich für immens wichtig halte.

Ein Bio-Siegel bedeutet zumindest, dass die Häufigkeit des Antibiotika-Einsatzes – anders als bei konventionellen Tieren – eingeschränkt ist. So erlaubt die EU-Öko-Verordnung maximal 3 Antibiotika-Gaben innerhalb von 12 Monaten. Falls ein Tier nicht älter als ein Jahr alt wird, ist nur eine Gabe erlaubt. Gleichlautend sind etwa die Richtlinien von Demeter. Neuland – kein Bio-Verband aber getragen von Umwelt- und Tierschutzverbänden – erlaubt Antibiotika „ausnahmsweise und nach Indikation durch den Tierarzt“. Das Fleisch eines behandelten Tier darf nicht mehr als Neuland-Fleisch verkauft werden (4).

Hormone

In der deutschen Schweinemast erhalten die Sauen nach Einschätzung des Bunds für Umwelt- und Naturschutz immer öfter systematisch Sexualhormone. Die Hormone schalten den Sexualzyklus der Tiere gleich und führen dazu, dass unnatürlich viele Ferkel geboren werden. Hormonell wirksame Substanzen, unter ihnen die als krebserregend und erbgutschädigend geltenden Steroide, gelangen mit der Gülle aufs Feld und ins Trinkwasser (5).

Eventuell kann es auch zum Verkauf von hormonbelastetem Fleisch kommen, wenn Muttersäue geschlachtet werden. Zwar gibt es vorgeschriebene Wartezeiten nach der letzten Hormongabe bis zur Schlachtung, beziehungsweise Höchstmengen für Hormon-Rückstände im Fleisch. Kontrollen auf diese Rückstände sind aber viel zu lückenhaft.

Bei Bio-Fleisch ist der Einsatz von Hormonen generell verboten. Wer also Bedenken hat, sollte auf konventionell erzeugtes Schweinefleisch lieber verzichten.

Ganz anders sieht es übrigens in den USA aus (nur falls wir doch noch ein Freihandelsabkommen abschließen), dort werden Tiere mit Hormonen gemästet. Ganz ehrlich, von mir aus können die Amerikaner ihr Fleisch gerne für sich behalten.

Futtermittel

Ein weiterer Aspekt, der vielen Kunden in Deutschland nicht bewusst ist: die Herkunft der Futtermittel. Ein Teil einer Bullenmastration besteht aus Sojaschrot und wird aus Lateinamerika, vor allem Brasilien, Argentinien, Paraguay und Bolivien angekauft. Dieses Sojaschrot ist meist gentechnisch verändert, wurde in Monokultur unter hohem Einsatz von Pestiziden angebaut und hat in den jeweiligen Ländern die Rodung zahlreicher Wälder und die Umwandlung von Grasland zu Ackerland zur Folge (6).

Problem: Für den Verbraucher in Deutschland ist nicht ersichtlich, mit welchen Futtermitteln sein Rind gefüttert wurde. „Wenn das Produkt nicht direkt an den Verbraucher geht, muss es nicht gekennzeichnet werden.“ Während das Futter, das der Landwirt erhält, also noch markiert ist, fehlt beim Fleisch ein entsprechender Hinweis. Verbraucher, die ausschließen wollen, dass gentechnisch verändertes Futter für die Produktion ihres Rindfleisches verwendet wurde, sollten deshalb auf Fleisch mit dem „Ohne-Gentechnik-Siegel“, Neuland- oder Bio-Zertifikat zurückgreifen.

Wenn Sie konventionell produziertes Rindfleisch im Supermarkt kaufen, müssen Sie davon ausgehen, dass gentechnisch verändertes Sojaschrot verwendet wurde.

Tiere in der biologischen Landwirtschaft leben und fressen artgerecht. Der Einsatz von Tiermehl ist streng verboten und BSE somit kein Thema. Das gentechnikfreie Futter muss auf den Höfen selbst ökologisch erzeugt worden sein. Pflanzenschutzmittel und synthetische Düngemittel sind verboten. Bio-Futtermitteln aus der Region dürfen zugekauft werden, ebenso darf eine geringe Menge an nicht ökologischem Futter verwendet werden. Die Tiere nehmen über das Futter deutlich weniger Pestizide auf als bei konventioneller Viehhaltung. Daher ist ihr Fleisch auch weniger damit belastet (7).

Mehr ungesättigte Fettsäuren

In Studien wird immer wieder festgestellt, dass die Fettzusammensetzung von Weidetieren (= biologische Landwirtschaft) und solchen, die Kraftfutter (Getreide, Soja) (= Massentierhaltung) erhalten, deutliche Unterschiede aufweist.

So zeigte eine Studie, die 2006 im Asia Pacific Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, dass die Konzentration von Gesamt-Omega-3-Fettsäuren und langkettigen Omega-3-Fettsäuren bei Weidetieren signifikant höher lag als bei Tieren aus Massentierhaltung (8).

Im Fleisch von Tieren, die über lange Zeit mit Kraftfutter ernährt wurden, fanden sich zudem größere Mengen 18:1 Transfette. In diesem Fleisch fanden sich auch vermehrte Fettablagerungen (also wie beim Menschen bei getreidereicher Diät).

Nur die Weiderinder erreichten mehr als 30 mg langkettige Omega-3-Fettsäuren pro 100 g Muskelfleisch, was der Menge entspricht, die die Food Standard Australia and New Zealand als Minimum für ein Lebensmittel ansieht, dass als Omega-3-Quelle in Betrachtet gezogen werden sollte.

Einige Studien kommen zu dem Schluss, dass das Fleisch von Weidetieren mehr Vorläufer der Vitamine A und E, sowie Krebs bekämpfende Antioxidantien wie Glutathion und Superoxid Dismutase enthalten als das Fleisch aus Massentierhaltung (9).

Bio-Fleisch ist bekömmlicher für Mensch und Tier

Ob ein Lebensmittel für den Menschen gesund ist oder nicht, hängt nicht nur vom Lebensmittel selbst, sondern auch von den Bedingungen ab, unter denen es erzeugt wurde. Für die Gesundheit ist daher nicht nur wichtig, dass Lebensmittel Nährstoffe liefern und frei von Schadstoffen sind. Entscheidend ist außerdem, dass bei der Erzeugung Umwelt und Ressourcen geschont werden. Denn der Mensch kann nur in einer gesunden Umwelt gesund bleiben. Hier ist die biologische Landwirtschaft klar im Vorteil. Bei der Produktion der Lebensmittel werden ökologische, ethische und soziale Aspekte berücksichtigt. Der Tierschutz hat bei der Fleischproduktion einen hohen Stellenwert.

3. Milch und Milchprodukte

Wie das Fleisch enthalten auch Bio-Milch und Milchprodukte deutlich mehr Omega-3 Fettsäuren. Eine Studie, die in PLOS ONE veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass im Jahresdurchschnitt Bio-Milch 25 % weniger Omega-6 Fettsäuren und 62 % mehr Omega-3 Fettsäuren enthält als konventionelle Milch (10).

Der Omega-6/Omega-3 Quotient von Bio-Milch beträgt 4,1 und liegt damit im gesunden Bereich (1:1 – 4:1), während er bei konventioneller Milch mit 8,56 deutlich zu hoch liegt (11). Diese Milch hat eine klare proentzündliche Wirkung.

Außerdem enthält Biomilch signifikant höhere Anteile an Eisen, Vitamin E und einigen Carotinoiden (12).

Um das ganze auf ein noch ganz anderes Level zu stellen, lassen Sie mich noch anmerken, dass durchaus diskutiert wird, ob homogenisierte Milch an sich eigentlich gesund ist. In homogenisierter Milch werden die Fettmoleküle kaputt gemacht, um sie alle auf eine Größe zu bringen. So setzt sich keine Rahmschicht mehr oben auf der Milch ab.

Das ist gut für die Produzenten, denn sie können den Rahm für andere Milchprodukte benutzen und so einen höheren Profit machen. Einige Wissenschaftler behaupten aber, dass homogenisierte Milch ein Enzym namens Xanthin Oxidase in größerer Menge enthält, das zu Arterienverkalkung und Herzerkrankungen führen kann (13).

Die bessere Wahl ist eindeutig nicht-homogenisierte Milch (die ich persönlich noch nirgendwo gesehen habe) oder Rohmilch. Und letztere ist natürlich die beste Alternative überhaupt. ich verspreche Ihnen, wenn Sie Rohmilch probiert haben, trinken Sie keine Milch aus dem Supermarkt mehr – bio oder konventionell.

 

Gesünder leben mit Bio-Nahrungsmitteln

Die Leute sagen häufig, dass ihnen Bio einfach viel zu teuer ist. Das muss aber nicht unbedingt so sein.

Kaufen Sie direkt vom Bauern auf dem Markt. Es lohnt sich, mit den Landwirten tatsächlich ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, wie sie Obst und Gemüse anbauen. Womöglich bekommen Sie dabei sogar wertvolle Tipps, wie Sie selbst einen Gemüsegarten starten können. Einige von ihnen haben durchaus ungespritzte Ware, die sie aber nicht als Bio verkaufen dürfen, weil sie keine Zertifizierung abgeschlossen haben.

Sie können auch auch nach einer SoLaWi in Ihrer Gegend Ausschau halten. Was ist das? Das bedeutet Solidarische Landwirtschaft. Es sind Bauern, die Ernteanteile verkaufen. Das heißt, Sie zahlen monatlich einen festen Betrag und bekommen dafür einen Anteil von der eingebrachten Ernte (natürlicherweise im Sommer mehr, im Winter weniger). Häufig haben Sie bei SoLaWis die Möglichkeit, auf dem Hof auch mal mitzuhelfen.

Sie werden feststellen, dass Sie eine völlig andere Beziehung zu Ihrem Essen (tierischen und pflanzlichen Ursprungs) bekommen, wenn Sie wissen, wer die Nahrung für Sie produziert hat.

 

 

 

(1) https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/div-classtitlehigher-antioxidant-and-lower-cadmium-concentrations-and-lower-incidence-of-pesticide-residues-in-organically-grown-crops-a-systematic-literature-review-and-meta-analysesdiv/33F09637EAE6C4ED119E0C4BFFE2D5B1

(2) http://www.qlif.org/

(3) http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2015/32/einsatz_von_antibiotika_in_der_landwirtschaft_ruecklaeufig__antibiotikaresistenzen_stagnieren-195493.html

(4) Bioland ändert Richtlinie.  http://www.taz.de/!5277599/

(5) https://www.boell.de/de/2016/01/13/fleischatlas-regional-vorwort?utm_campaign=ds_fleischatlas_regional

(6) http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/soja-als-futtermittel/

(7) http://www.oeko-fair.de/index.php/cat/1406/title/Ist_Biofleisch_gesuender_

(8) Effect of feeding systems on omega-3 fatty acids, conjugated linoleic acid and trans fatty acids in Australian beef cuts: potential impact on human health. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16500874

(9) A review of fatty acid profiles and antioxidant content in grass-fed and grain-fed beef. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20219103

(10) Organic Production Enhances Milk Nutritional Quality by Shifting Fatty Acid Composition: A United States–Wide, 18-Month Study. http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0082429

(11) Gibt es Unterschiede in der Zusammensetzung von Biomilch und in konventionellen Betrieben produzierter Milch http://www.tll.de/ainfo/pdf/bmil0907.pdf

(12) https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/div-classtitlehigher-pufa-and-span-classitalicnspan-3-pufa-conjugated-linoleic-acid-span-classitalicspan-tocopherol-and-iron-but-lower-iodine-and-selenium-concentrations-in-organic-milk-a-systematic-literature-review-and-meta-and-redundancy-analysesdiv/A7587A524F4235D8E98423E1F73B6C05

(13) http://www.realmilk.com/health/milk-homogenization-and-heart-disease/

Paprika-Omelette – ein gesunder Start in den Tag

Wenn ich Leuten sage, dass ich kein Getreide esse, kommt immer die Frage: Und was essen Sie dann zum Frühstück?

Nun, es gibt eine ganze Menge andere Dinge, die man zum Frühstück essen kann außer Brötchen, Müsli und Croissants. Da wäre zum Beispiel ein Smoothie für die extra Portion Gemüse oder ein Bulletproof Coffee für die extra Portion Fett und Ketonkörper. Wenn man sich einmal von dem immer gleichen Zuckerfrühstück losgelöst hat, sind die Möglichkeiten wirklich unbegrenzt.

Eine Frühstücksoption, auf die ich immer wieder gerne zurückgreife, sind Omelettes mit verschiedenen Gemüsen. Zum einen helfen sie, Reste aufzubrauchen, zum anderen sind sie durch Rezepte mit unterschiedlichen Gemüsen nie langweilig. Und das Eigelb ist ein wahres Powerhouse (unbegreiflich, dass das so verteufelt wurde).

Eigelb enthält viele wichtige Nährstoffe:

Cholin:

Cholin ist ein B Vitamin, das für die Hirnentwicklung wichtig ist. Es ist ein Vorläufer des Neurotransmitters Acetylcholin, der sowohl für die Reizübertragung am Muskel wie auch für das Erinnerungsvermögen eine Rolle spielt. Außerdem ist Cholin für gesunde Zellmembranen unverzichtbar und hat antientzündliche Eigenschaften.

Bei einem Cholinmangel kommt es zu Gedächtnisstörungen, Lethargie und Konzentrationsstörungen. Ihr Körper kann nur geringe Mengen dieses Vitamins herstellen, sodass Sie es mit der Nahrung zuführen müssen. Ein Eigelb enthält fast 215 mg Choline. Frauen sollten pro Tag 425 mg Cholin mit der Nahrung aufnehmen, Männer 550 mg.

Lutein und Zeaxanthin

Lutein und Zeaxanthin sind Carotinoide. Zeaxanthin ist ein antioxidatives Carotenoid, das in der Retina (Netzhaut) des Auges vorkommt. Da Ihr Körper es nicht selber herstellen kann, müssen Sie es mit der Nahrung aufnehmen. Lutein wird im Maculapigment gefunden. Das Makulapigment unterstützt die zentrale Sehfunktion und optimiert neben der eigentlichen Sehschärfe das Kontrast- und Nachtsehen und mindert die Blendempfindlichkeit.

Die ausreichende Dichte des Makulapigmentes ist entscheidend für eine gesunde Makula (hinterer, zentraler Bereich der Netzhaut), da dieses Pigment stark antioxidativ gegenüber dem schädlichen UV-Licht wirkt und so eine Schädigung der Makula verhindert. Bei unzureichender Dichte des Makulapigments wird die Entwicklung einer altersbedingten Makuladegeneration begünstigt.

Zeaxanthin und Lutein werden auch in hoher Konzentration in der Macula vorgefunden. Man geht davon aus, dass sie zwei wichtige Funktionen erfüllen:

  • Absorption von überschüssiger Photonenenergie
  • Abfangen freier Radikale bevor sie die Fettmembranen schädigen können.

Außerdem sind im Eigelb gesunde Fette (ja, hierzu gehört auch Cholesterin), Proteine und die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K enthalten sowie Vitamin B6, B12, E, Kupfer, Calcium und Folsäure

Selbstverständlich sollten die Eier von freilaufenden Hühnern stammen, die nicht mit Antibiotika und Pestiziden (Arsen) gefüttert werden. Ich bereite mein Omelette aus rohem Eigelb zu. Das sollten Sie nur tun, wenn Sie wissen, dass die Hühner artgerecht gehalten werden (sonst kann es sein, dass die Eier Salmonellen enthalten).

Exemplarisch schreibe ich hier das Rezept für ein Paprika-Omelette auf. Aber werden Sie einfach kreativ. Ersetzen Sie die Paprika durch ein anderes Gemüse (am besten nehmen Sie Gemüse, die gerade Saison haben), oder wechseln Sie die Gewürze. Nur die Eier, die gehören in ein Omelette unbedingt hinein.

Das Rezept ergibt 2 Portionen.

Zutaten

  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 100 g bio Schweinebauch geräuchert, ohne Nitritpökelsalz (man muss ein bisschen suchen, aber es gibt ihn)
  • 6 Eier
  • 250 ml Kokosmilch
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1/2 TL Kümmel gemahlen
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1/4 TL Koriander gemahlen
  • 1 EL Dill
  • Himalaya Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 1 EL Ghee (oder Weidebutter oder Kokosöl)

Zubereitung

  1. Geben Sie die Kräuter und Gewürze mit dem Bauchspeck und dem Fett Ihrer Wahl in eine Pfanne und braten Sie alles bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten an.
  2. Die Paprika würfeln und mit in die Pfanne geben. Ebenfalls etwa 5 Minuten anbraten.
  3. Währenddessen die Eier trennen, das Eiweiß mit der Kokosmilch vermischen und dann ebenfalls in die Pfanne geben.
  4. Das Ganze für 3 – 5 Minuten braten, dabei das Omelette mehrfach wenden, damit die Eier nicht anbrennen.
  5. Zum Schluss das Eigelb unterheben und das Omelette vom Herd nehmen. Das Eigelb sollte nicht erhitzt werden, weil sonst ein Großteil der Nährstoffe verloren geht.

Der Vorteil eines solchen Frühstücks, das ausreichend Fett und Protein enthält, ist, dass Sie für die nächsten 4 – 6 Stunden absolut keinen Hunger, dafür aber eine sehr ausgeglichene Stimmung haben werden.

 

Gefahren einer veganen Ernährung

Wenn wir den Medien glauben sollen, dann ist eine vegane Ernährung das Beste seit der Erfindung von geschnittenem Brot. So betrachtet, könnte man sagen: Und sie ist genauso überflüssig und gefährlich. Ich habe bereits darüber geschrieben, warum ich den Veganismus für keine gute Entwicklung halte.

Natürlich ist es jedem selbst überlassen, für seinen Körper die richtige Ernährung zu finden. Was mich ärgert ist, dass Veganer für sich beanspruchen, die besseren Menschen zu sein (was sie aus ökologischer Sicht absolut nicht sind) und sich gesünder zu ernähren. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Tatsächlich gibt es in der gesamten Menschheitsgeschichte kein Volk, das sich strikt vegan ernährt hat. Warum ist das so? Nun, weil eine vegane Ernährung auf lange Sicht mit dem Leben (und der Fortpflanzung) nicht besonders gut vereinbar ist. Die Vegane Bewegung wurde erst 1944 von Donald Watson gegründet. Das heißt, dass man uns glauben machen will, dass eine Ernährungsform, die erst seit 70 Jahren besteht, für uns besser sein soll als die Ernährung, die wir seit Millionen Jahren hatten und durch die die menschliche Entwicklung erst möglich geworden ist? Irgendetwas stimmt hier doch nicht.

Sicher gibt es immer wieder Menschen, die erzählen, dass sie schon Jahre oder sogar Jahrzehnte vegan leben und sich dabei topfit fühlen. Das mag sein, jeder Mensch ist schließlich anders. Es trifft aber sicher nicht auf die Masse der Veganer zu (und schon gar nicht auf Frauen).

Follow the Money

Wenn wir uns die Beweggründe ansehen, die dazu führen, dass der Veganismus so verherrlicht wird, dann stoßen wir sehr schnell auf Geld. Für die Nahrungsmittelindustrie ist es ein wahnsinnig lukratives Geschäft. Sie können billigst produzierte „Lebensmittel“ mit großem Gewinn verkaufen. Die Medien erhoffen sich eine Steigerung der Auflage. Diäten verkaufen sich einfach gut.

Wirklich interessant wird es aber bei den Beweggründen der Gesundheitsindustrie. Sollten Ärzte es nicht eigentlich besser wissen? Sollte man meinen, aber leider beschränken sich bei den meisten Ärzten die ernährungsphysiologischen Kenntnisse darauf, dass „wer zuviel isst, dick wird“. Und das ist leider genauso falsch wie der Mythos, dass Veganer und Vegetarier gesünder sind.

Aber natürlich profitieren auch die Ärzte und die Pharmaindustrie von einer veganen Ernährungsweise, denn sie macht die meisten Menschen bei längerer Anwendung krank, und nur mit kranken Menschen kann man eine Menge Geld verdienen.

Gefahren einer veganen Ernährung

1. Mangelerscheinungen

Die Hauptgefahr einer veganen Ernährung liegt in der Ausbildung von Nährstoffmangelzuständen. Einige lebenswichtige Nährstoffe kommen nur in tierischen Produkten vor. Diese Nährstoffe sind vor allem für das Wachstum des Fötus und für heranwachsende Kinder essentiell. Aber auch bei Erwachsenen werden diese Mangelzustände zu Krankheitssymptomen führen.

Vitamin A: Extrem wichtig für gesunde Augen, Haut, Knochen, Hormonproduktion und das Immunsystem. Vitamin A spielt eine große Rolle in der Entwicklung des Fötus und in der Verhütung von Geburtsdefekten. Das in Pflanzen (z. B. Karotten) vorkommende Vitamin A ist nur ein Provitamin, das heißt eine Vorstufe von Vitamin A, die von unserem Körper umgewandelt werden muss. Diese Umwandlung gelingt nur sehr unzureichend. „Richtiges“ Vitamin A findet sich in Lebertran, Leber, Butter und Eigelb von Weidetieren und freilaufenden Hühnern.

Vitamin D: Essentiell für das Wachstum, gesunde Knochen, Schutz gegen Tetanie (neuromuskuläre Übererregbarkeit), Krämpfe, Typ 1 Diabetes, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Krebs, Adipositas, Arthritis und Multiple Sklerose. Es ist wichtig für ein gesundes Immunsystem. Vitamin D ist außerdem notwendig für die Funktion des „Glückshormons“ (Serotonin) und schützt vor Depressionen. Eine ganze Menge Arbeit für ein Vitamin, das eigentlich ein Hormon ist! Natürlich könnte man einen Teil des benötigten Vitamin D auch einfach durch Sonneneinstrahlung bekommen, aber zumindest im Winter ist dies in der nördlichen Hemisphäre praktisch unmöglich. Und außerdem wird uns ja eingetrichtert, dass Sonnenstrahlen absolut zu vermeiden sind, da sie Hautkrebs auslösen können (komisch, dass vor allem Individuen mit Vitamin D Mangel von Hautkrebs betroffen sind). Was bleibt sind Quellen wie Lebertran, Schmalz und andere Produkte vom Schwein, Garnelen, fettiger Fisch und Eigelb von freilaufenden Hühnern.

Vitamin K2: Ich wette, das ist neu für Sie. Jeder kennt Vitamin K aus Pflanzen, das einen Effekt auf die Blutgerinnung hat. Vitamin K2 allerdings ist weniger bekannt. Es sorgt dafür, dass Calcium in Knochen und Zähnen abgelagert wird und verhindert, dass weiche Gewebe (wie Arterien und Nieren) kalzifizieren. Außerdem wird es für die Synthese von Gehirnzellen und für die Fortpflanzung benötigt. Vitamin K2 kommt in bestimmten fermentierten Pflanzen vor (z. B. Sauerkraut und Natto aus Soja), aber die besten Quellen sind Hähnchenleber und vollfetter, abgelagerter Käse.

Vitamin B12: Wird für die Produktion der roten Blutkörperchen benötigt sowie für den Schutz vor Toxinen und für die geistige Gesundheit. Ein Vitamin B12 Mangel kann Verfolgungswahn, Zwangsstörungen, irrationalen Ärger und eine Demenz verursachen. Vitamin B12 kommt nur in tierischen Nahrungsmitteln vor (auch wenn von Veganern immer wieder behauptet wird, es käme auch in Pflanzen vor)! Den höchsten Gehalt an B12 hat Leber. Soll B12 supplementiert werden, muss es übrigens gespritzt werden, da B12 in Tablettenform vom Körper nicht aufgenommen wird (Tabletten können im Magen keinen Intrinsic Factor freisetzen, der für die B12 Aufnahme notwendig ist). Es überrascht nicht, dass ein Vitamin B12 Mangel bei Veganern sehr verbreitet ist. In einer Studie wurde festgestellt, dass 92 % der Veganer diese Mangelerscheinung aufweisen (1).

Zink: Zink ist Co-Faktor in Hunderten von Enzymen und wird für Hormonrezeptoren (Bindungsstellen) und die Produktion von Hormonen wie zum Beispiel Insulin benötigt. Es spielt eine Rolle bei der Zellteilung, in einer funktionierenden Hautbarriere, im Immunsystem, bei der Verdauung, der Glucosetoleranz, einer hohen Stoffwechselrate und beim Geschmackssinn. Zink kann aus pflanzlichen Quellen sehr schwer aufgenommen werden. Die besten Quellen sind rotes Fleisch und Schalentiere.

EPA und DHA: Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure. Diese Omega-3 Fettsäuren sind entscheidend für eine gute Hirnfunktion. Sie kommen vor allem in  Lebertran, Innereien und Meeresfrüchten vor. Hanfsamen als Omega-3 Quelle liefern nur α-Linolensäure. Diese kann zwar theoretisch im Körper in EPA und DHA umgewandelt werden, jedoch beträgt die Umwandlungsrate im Normalfall gerade einmal 1 – 3 Prozent – wenn sie außergewöhnlich gut funktioniert auch mal 5 Prozent (2). Das sind ganz schön viele Hanfsamen für eine ausreichende Versorgung! Die hohen Omega-3 Gehalte von Pflanzen sagen also für den Menschen nichts aus.

Arachidonsäure: Kritisch für gesunde Zellverbindungen in der Haut und im Verdauungstrakt und für die lebensrettende Entzündungsreaktion. Die besten Quellen sind tierische Fette und Innereien. Arachidonsäure kann aus Linolsäure gebildet werden. Stark linolsäurehaltige Pflanzenöle und davon abgeleitete Produkte enthalten selbst kaum die reine Arachidonsäure, jedoch tragen die Baustoffe zu deren Bildung bei und unterdrücken zusätzlich natürliche Gegenspieler der Arachidonsäure (z. B. Omega-3-Fettsäuren).

Aminosäuren: Tierisches Protein enthält alle essentiellen Aminosäuren (AS) im richtigen Verhältnis. Im Prinzip kann unser Körper Taurin, Carnitin, Creatin und Carnosin selbst herstellen, aber die Synthese ist für Kleinkinder und viele Erwachsene sehr schwierig. Diese AS sind für viele Körperfunktionen wichtig so zum Beispiel für Energie und die Hirnfunktion, aber auch für den Muskelaufbau und gesunde Knochen (3, 4). Vorkommen: Fleisch, Meeresfrüchte, Innereien.

Cholesterin: Cholesterin ist ein lebenswichtiges Molekül, das in jeder einzelnen Zellmembran vorkommt. Kleinkinder und Millionen Menschen mit genetischen Defekten können nicht genug des von ihrem Körper fürs Wachstum, die Gehirnfunktion und die geistige Gesundheit benötigten Cholesterins herstellen. Es ist auch beteiligt an der Testosteronsynthese, weshalb es nicht überrascht, dass Veganer deutlich niedrigere Testosteronspiegel haben als Fleischesser. Cholesterin kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor. Entgegen der immer noch weit verbreiteten Propaganda trägt es nicht zu Herzerkrankungen bei (es sei denn, man hat zu wenig Cholesterin).

2. Exzessiver Sojakonsum

Viele Veganer verzichten zwar auf tierische Produkte, nicht aber auf Fleisch und Käse. Diese werden üblicherweise ersatzweise aus Soja und zum Beispiel Cashewnüssen hergestellt. Häufig wird Sojaprotein auch als Eiweißquelle eingesetzt. Tatsächlich ist es so, dass Sojaprotein sehr schwer verdaut werden kann, die Schilddrüsenfunktion behindert und im Körper eine östrogenartige Wirkung entfaltet (durch die im Soja enthaltenen Phytoöstrogene). Außerdem enthält Soja eine hohe Konzentration an Phytinsäure, die die Aufnahme von Nährstoffen behindert, und Trypsin Inhibitoren, die in die Verdauung eingreifen können. Wie ich schon in einem anderen Post ausgeführt habe, ist es in größerer Menge absolut nicht gesund.

3. Die Vegane Ernährung enthält wenig hochwertiges Protein

Pflanzen- und Tierproteine unterscheiden sich gravierend in ihrer Qualität. Pflanzenproteine sind keine kompletten Proteine, das heißt sie enthalten nicht alle vom Körper benötigten Aminosäuren. Wie oben bereits beschrieben, kann unser Körper, wenn er die richtigen Bausteine bekommt, einige lebenswichtige AS selbst herstellen. Kann er das nicht, führt das unter Umständen zu großen Problemen. Die Leber zum Beispiel ist für ihre Entgiftungsfunktion auf hochwertiges Protein angewiesen. Steht dieses nicht zur Verfügung, kann die Phase 2 der Entgiftung (Konjugation von Toxinen und Entfernung aus dem Körper über die Galle oder den Urin) nicht durchgeführt werden. Bei Individuen, die sich über lange Zeit vegan ernähren, werden diese Entgiftungssysteme schwächer und es kommt zur Toxinanhäufung.

4. Es gibt keine Studien, die aufzeigen, dass eine vegane Ernährung gesünder als eine omnivore Ernährung ist.

Veganer führen gerne zu Felde, dass ihre Ernährung gesünder ist. Das ist wissenschaftlich nicht bewiesen.  Tatsächlich gibt es eine randomisierte, kontrollierte Studie (also den Gold Standard) zu diesem Thema, nämlich die A – Z Studie. In dieser wurde die Atkins Diät (Low Carb, High Fat) mit der Ornish Diät (Low Fat, fast-vegan) verglichen (5).

Diese Studie zeigt ganz klar, dass die Atkins Diät größere Verbesserungen in so ziemlich allen Gesundheitsmarkern hervorrief, auch wenn nicht alle signifikant waren:

  • Die Atkins Gruppe wies einen höheren Gewichtsverlust auf (10,4 vs. 5,6 Pfund)
  • Die Atkins Gruppe hatte einen größeren Blutdruckabfall
  • Die Atkins Gruppe hatte einen höheren Anstieg im HDL (das „Gute“) Cholesterin
  • Die Atkins Gruppe hatte einen größeren Abfall in den Triglyceriden (den Markern für das Infarktrisiko). Sie fielen um 29,3 mg/dl entgegen nur 14,9 mg/dl in der Ornish Gruppe.
5. Veganismus ist eine Ersatzreligion

Viele Leute vergleichen die vegane Bewegung mit einer Sekte, und ich muss sagen, damit haben sie nicht Unrecht. Ich finde es erschreckend, wenn Ex-Veganer in den Augen ihrer sogenannten Freunde auf einmal zu Verrätern werden, nur weil sie wieder anfangen tierische Produkte zu essen. Es bringt manch einen Veganer dazu, trotz schlechterer Gesundheit einfach weiterzumachen, nur weil er/sie Angst hat sonst geächtet und mit Hass verfolgt zu werden. A propos Hass. Wenn man bedenkt, dass Veganer sich das Wohl der Tiere auf die Fahne schreiben, dann kann man nur feststellen, dass ihnen das Wohl der Menschen wohl nicht so am Herzen liegt (6, 7). Ein bisschen mehr Toleranz wäre sicherlich angebracht.

 

 

(1) Serum Vitamin B12 and Blood Cell Values in Vegetarians, http://www.karger.com/Article/Abstract/176565

(2) Can adults adequately convert alpha-linolenic acid (18:3n-3) to eicosapentaenoic acid (20:5n-3) and docosahexaenoic acid (22:6n-3)?https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9637947

(3) Dietary animal protein intake: association with muscle mass index in older women. http://europepmc.org/abstract/MED/17657359

(4) Relationship between animal protein intake and muscle mass index in healthy women. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19678968

(5) Comparison of the Atkins, Zone, Ornish, and LEARN Diets for Change in Weight and Related Risk Factors Among Overweight Premenopausal Women. http://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/205916

(6) Vegan-Ikonen als Steakesser geoutet – die Hölle bricht los.  http://www.stern.de/genuss/trends/vegan-fleisch-krieg-restaurant-7037374.html

(7) https://www.welt.de/sport/fitness/article137084055/Die-peinliche-Boesartigkeit-vieler-Veganer.html

 

Knusprige Grünkohl Chips – der ultimative Fast-Food Snack

Jeder liebt Chips, und wie die Pringle Werbung verspricht „Wetten, dass Sie nicht nur einen essen können“. Bei herkömmlichen Chips ist das keine gute Idee. Aber zum Glück gibt es zu den wirklich ungesunden Chips, die Sie im Supermarkt kaufen können, und die voll mit Transfetten und anderen unappetitlichen Dingen sind, eine tatsächlich gesunde Alternative, die schnell gemacht ist, und die sie nach Herzenslust genießen können (auch gerne mehr als einen).

Grünkohl Chips ist das Zauberwort.

Nicht nur, dass sie mit einigen einfachen Zutaten richtig lecker schmecken, grünes Blattgemüse ist auch so ziemlich das Gesündeste, das Sie Ihrem Körper antun können. Und Grünkohl ist, was Ihre Gesundheit angeht, ein wahres Powergemüse.

Schauen wir uns diese Chips mal genauer an.

Grünkohl

Ein Becher voll Grünkohl (also 240 ml) beinhaltet 684 % der empfohlenen Tagesdosis für Vitamin K, 206 % für Vitamin A und 134 % für Vitamin C. Desweiteren enthält Grünkohl Mineralien wie Eisen und Calcium und Proteine. Auch wichtige Omega-3-Fettsäuren sind in Grünkohl vorhanden, die für den Zellmembranaufbau im Gehirn benötigt werden und  vor Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Autoimmunerkrankungen schützen.

Von den Antioxidantien, die im Grünkohl enthalten sind, sind drei besonders bemerkenswert:

  • Indol-3-Carbinol. I3C kann, toxische und krebsauslösende Substanzen (Karzinogene) wie Dioxine,  Aflatoxine und Amine unschädlich machen und damit die DNA, die zelluläre Erbsubstanz, vor bösartigen Zellveränderungen schützen. Diese Phytochemikalie soll die Fähigkeit haben, Krebs, vor allem hormonbedingten, zu verhindern.
  • Sulforaphan. Sulforaphan wirkt vorbeugend und therapeutisch gegen Hautkrebs (Melanome) und Blutkrebs (Leukämien). Außerdem ist es bei arthritischen Gelenkerkrankungen hilfreich, und es schützt vor Atemwegserkrankungen, weil es freie Radikale abbaut.
  • Lutein und Zeaxanthin. Die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin gewinnen in letzter Zeit zunehmend an Interesse, da sie möglicherweise bei bestimmten Formen von retinalen Degenerationen, und hier insbesondere bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), eine protektive Wirkung besitzen könnten. Die AMD kann zur Erblindung führen.
Kokosöl

Es sind zwei Substanzen in Kokosöl, die es so gesund machen.

  • Laurinsäure. Dieses ist die Hauptfettsäure des Kokosöls. Tatsächlich ist Kokosöl die größte Quelle von Laurinsäure auf der Erde. Diese Säure hat die Eigenschaft, die schützende Lipidmembran von Bakterien und Viren zu durchdringen und somit die Schädlinge von innen heraus zu zerstören. Somit stärkt Laurinsäure das Immunsystem und hilft dem Körper, sich gegen Krankheiten und Schädlinge zu wehren. Laurinsäure wird im Körper in das Monoglycerid Monolaurin umgewandelt. In Studien zeigte sich dies effektiv gegen Antibiotika-resistente Bakterienstämme. Außerdem hat Monolaurin antimykotische (gegen Pilze gerichtete) und antivirale Effekte.
  • Mittelkettige Triglyceride (MCTs). Im Gegensatz zu langkettigen Triglyceriden, die in Pflanzenölen vorkommen, sind diese MCTs leicht verdaulich und können schnell Zellmembranen durchdringen. In der Leber werden sie in Ketonkörper umgewandelt, die dann dem Körper als schnelle Energie zur Verfügung stehen. Sie werden nicht als Fett gespeichert. Außerdem haben sie noch folgende Wirkungen:
Herzgesundheit Verbessern die Hirnfunktion, auch bei Alzheimer-Demenz
Steigern das Immunsystem Unterstützen die Schilddrüse
Sorgen für gesunde, jung-aussehende Haut Können zur Gewichtsreduktion beitragen
Helfen beim Erhalt der Muskelmasse Verzögern den Glykogenabbau in den Muskeln

 

Nun aber endlich zum Rezept:

Zutaten:
  • 6 Becher zerkleinerter krauser Grühnkohl ohne Stämme (je krauser der Grünkohl desto besser werden die Chips)
  • 2TL Kokosöl, Weidebutter oder Ghee
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • Optional: Kümmel, Paprika, Knoblauch, Chili oder ein anderes Gewürz Ihrer Wahl
Zubereitung:
  1. Grünkohl waschen und gut trocknen. Vor dem Backen muss der Kohl komplett trocken sein!
  2. In einer großen Schüssel den Grünkohl mit dem Kokosöl gut mischen. Benutzen Sie dazu am besten Ihre Hände, und massieren Sie das Öl in den Kohl ein bis alle Blätter komplett bedeckt sind.
  3. Fügen Sie das Salz und die Gewürze hinzu und mischen Sie nochmals gut.
  4. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie den Grünkohl in einer Schicht darauf, so dass nichts überlappt.
  5. Bei 150° C ca. 12 – 15 Minuten im Ofen backen bis die Blätter grün und knusprig sind.
  6. Lassen Sie die Chips vor dem Essen komplett abkühlen, dadurch werden sie noch knuspriger.

Ich mache meine Chips übrigens gerne im Dörrgerät, aber das hat ja nicht jeder zuhause. Sollten Sie sich doch in dieser Lage befinden, dann befüllen Sie das Gerät mit dem Grünkohl, schalten es auf 70° C an und trocknen die Chips für ca. 7 Stunden. Auf diese Weise werden sie super kross, ohne dass Sie sich Sorgen machen müssen, dass etwas verkohlen könnte.

 

Wetten, Sie können nicht nur einen essen?