Diese sieben Nahrungsmittel kurbeln Ihre Gewichtsabnahme an

Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös). Diese Epidemie verdanken wir vor allem dem Konsum von Getreideprodukten, industriell gefertigten Nahrungsmitteln, raffinierten Mehlen und Zucker.

Zum Glück beschließen aber mehr und mehr Menschen, dass es so nicht weitergehen kann und suchen nach Alternativen, die es ihnen ermöglichen, gesund zu werden, Fett abzubauen (denn das ist schließlich das Ziel des Abnehmens) und das Leben zu leben, das sie verdienen (und das besteht nicht darin, die letzten Jahrzehnte in einem Altersheim vor sich hinzuvegetieren).

Warum eine getreidelastige Ernährung dick macht

Der Verzehr von Getreide führt unter anderm durch das darin enthaltene Gluten im Körper zu einer systemischen Entzündungsreaktion (den ganzen Körper betreffend). Das Teuflische daran ist, dass Sie diese Entzündung nicht bemerken. Sie tut nicht weh, sie bekommen keine Schwellung oder Fieber. Trotzdem reagiert Ihr Immunsystem wie bei einer „echten“ Entzündung (zum Beispiel durch einen Splitter im Finger).

Der Körper verbraucht Muskelprotein, um dem Immunsystem die benötigten Bausteine zur Verfügung zu stellen, damit die durch das Getreide verursachte Entzündung bekämpft werden kann. Außerdem fährt er die Produktion des Hormons Cortison hoch, um die Entzündung einzudämmen. Dies führt zu mehr Entzündung und Schmerzen wenn die Muskeln abnehmen (Muskelatrophie) und die Gelenke gestaucht werden.

Viele der Medikamente, die Sie dann gegen diese Schmerzen einnehmen stören die langfristige Heilung und können mit der Zeit sogar den Darm schädigen, was dazu führt, dass Sie noch mehr Schmerzen und Entzündungen haben. Und was noch schlimmer ist, diese Medikamente rauben Ihrem Körper Vitamin B12 und andere wichtige Nährstoffe, die er für die Heilung braucht.

Die resultierenden chronischen Schmerzen führen dazu, dass die betreffende Person sportliche Betätigung (im schlimmsten Fall überhaupt ihrgendwelche Bewegung) vermeidet. Dies macht es wahrscheinlicher, dass es zu einer Gewichtszunahme kommt, was dann eine Aktivität schwerer und schmerzhafter macht. Ein wirklicher Teufelskreis, den Sie nur beenden können, wenn Sie Ihre Ernährung umstellen.

Entgegen der landläufigen Meinung trägt Glutensensitivität sehr viel mehr zur Gewichtszunahme bei als zur Gewichtsabnahme. Die meisten Menschen, die eine Glutenunverträglichkeit haben, finden es fast unmöglich abzunehmen. Was also tun?

Nun, die beste Herangehensweise ist sicherlich eine glutenfreie Ernährung. Ich empfehle wirklich jedem, dies mal für wenigstens vier Wochen auszuprobieren. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es Ihnen nach dieser Zeit deutlich besser geht. Wenn Ihnen dann danach ist, probieren Sie halt, ob Sie nach dieser Zeit eine Veränderung spüren, wenn Sie Brot, Nudeln und Pizza wieder auf den Speiseplan setzen. Wenn die Waage dann gleich wieder ein paar Kilo mehr anzeigt, Sie Verdauungsprobleme bekommen oder die Kopfschmerzen wieder da sind, die ohne Gluten wie durch Zauberei verschwunden waren, dann wissen Sie jedenfalls woran Sie sind.

 

Nahrungsmittel, die bei der Fettverbrennung helfen

 

Allein der Verzicht auf glutenhaltige Nahrungsmittel wird bei den meisten Menschen zu einer Gewichtsabnahme führen. Man kann das Ganze aber noch unterstützen, indem man speziell solche Nahrungsmittel isst, die die Fettverbrennung unterstützen.

Und was bitte sind fettverbrennende Nahrungsmittel? Nun, das sind solche, die in klinischen Untersuchungen gezeigt haben, dass sie auf verschiedene Weise die Fettverbrennung ankurbeln können. Einige von ihnen beschleunigen den Stoffwechsel, einige verhindern, dass Kohlenhydrate als Fett gespeichert werden. Wieder andere führen zur Freisetzung von Hormonen, die dem Körper signalisieren, dass er angesammeltes Körperfett abbauen soll. Einige helfen bei der Blutzuckerregulierung und senken den Insulinspiegel (Insulin räumt nicht nur Zucker aus dem Blutstrom, sondern ist vor allem ein Fettspeicherhormon).

Jeder, der Körperfett abbauen möchte, muss vor allem sehr viele frische Vollkost auf seinen Speiseplan setzen und darf dabei die fettverbrennenden Nahrungsmittel nicht vergessen.

Absolute Power, was die Fettverbrennung angeht, haben:

 

  • Grünes Blattgemüse

Dazu gehören unter anderem Romana Salat, Spinat, Kohlgemüse, Wasserkresse und Grünkohl. Je dunkler das Grün desto besser. Sie haben sehr viele Antioxidantien – was sie zweifelsohne sowieso sehr gesund macht – aber für den Fettabbau punkten sie durch ihren Vitamin C Gehalt. Unser Körper benutzt Vitamin C, um L-Carnitin herzustellen, eine Substanz, die für den Fettabbau sehr wichtig ist. L-Carnitin transportiert gespeichertes Fett zur Leber, wo es dann zu Glykogen umgebaut und als Energie verbrannt wird.  Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das heißt es wird in unserem Körper nicht gespeichert. Um immer ausreichend Vitamin C vorhanden zu haben, sollten Sie täglich zwei große Portionen Blattgemüse essen. Wer gegen diese Menge nicht ankommt – ein Smoothie schrumpft sie gewaltig.

 

  • Kurkuma

Kurkuma (Gelbwurz) ist das Gewürz, das Curry seine gelbe Farbe verleiht. Es schmeckt absolut lecker in Eintöpfen, Currys, zu Fisch und Fleisch oder in Kurkuma-Latte. Kurkuma wirkt auf zwei Arten fettverbrennend. Zunächst wurde in vielen Studien nachgewiesen, dass es den Blutzuckerspiegel reguliert (1), wodurch der Insulinspiegel gesenkt wird. Und zweitens wirkt es als natürlicher Stoffwechselbeschleuniger.

  • Ingwer

Ingwer kurbelt ebenfalls den Stoffwechsel an. Außerdem wirkt er verdauungsfördernd und antientzündlich. Wie oben schon erwähnt, erhöhen Entzündungen den Cortisolspiegel. Cortison wirkt ebenfalls als Fettspeicherhormon. Indem die Entzündung gehemmt wird, sinkt auch der Cortisonspiegel, wodurch der Körper beginnt, Fett zu verbrennen. In den Studien zum Thema Ingwer als Fettverbrenner wurde frischer Ingwer verwendet. Also gleich mal eine Knolle mitnehmen. Man braucht gar nicht viel davon.

 

  • Nüsse

Auch Nüsse sind an sich schon super gesund, aber zudem eben auch wirklich gute Nahrungsmittel, wenn es um die Fettverbrennung geht. Sie enthalten viele Omega-3 Fettsäuren, die nicht nur antientzündlich wirken, sondern auch Stimmungsschwankungen vorbeugen, die sonst zu Heißhungerattacken führen könnten. Sie enthalten auch sehr viele Antioxidantien, die benötigt werden, um Entzündungen und den Cortisonspiegel zu reduzieren und den Blutzuckerspiegel stabil zu halten (deshalb auch keine Stimmungsschwankungen!).

Nüsse und Samen sind außerdem ein knackiger, befriedigender Snack voller Ballaststoffe, die Sie brauchen, wenn Sie glutenfrei essen (die meisten Ballaststoffe erhält der Durchschittsdeutsche aus Getreide).

Die besten Nüsse sind Macadamia, Walnuss und Kokosnuss. Mandeln sind zwar keine Nüsse aber trotzdem gut. Vor allem Macadamia-Nüsse haben ein optimales Omega 3:6 Verhältnis von 1:1. Besser geht’s nicht. Auch die Öle dieser Nüsse kann man gut an Stelle von Pflanzenölen nehmen, die sehr viele Omega-6 Fettsäuren und andere ungesunde Inhaltsstoffe enthalten.

Übrigens:

  • Erdnüsse sind keine Nüsse sondern Hülsenfrüchte.
  • Die Nüsse sollten natürlich in unbehandelter Form gegessen werden – also nicht in Pflanzenöl geröstet oder in Schokolade gewendet
  • Vor dem Verzehr bitte für mindestens sechs Stunden in Wasser einweichen, damit die enthaltenen Phytate (Antinährstoffe) inaktiviert werden.

 

  • Grapefruit

Wahrscheinlich eins der besten Nahrungsmittel bei einer glutenfreien Diät, denn die Grapefruit beseitigt die Effekte, die Gluten auf Ihren Körper gehabt hat. Grapefruit besitzt mit die höchste Vitamin C Konzentration von allen Obst- und Gemüsesorten. Mit einer Portion erhalten Sie 59 Prozent Ihrer empfohlenen Tagesdosis (zugegeben, die empfohlene Tagesdosis ist sehr niedrig!). Vitamin C unterstützt nicht nur das Immunsystem, der Körper benötigt es auch für die Reparatur und Erneuerung jeder einzelnen Zelle.

Rote und pinke Grapefruit enthalten auch große Mengen des Carotinoids Lycopen. Lycopen ist das stärkste Carotinoid für die Bekämpfung von Schäden, die durch freie Radikale verursacht wurden, die wirklich jede einzelne Körperzelle betreffen. Es wurde sogar nachgewiesen, dass Lycopen das Tumorwachstum bei Krebspatienten bekämpfen kann.

 

  • Innereien

In letzter Zeit hat der Verzehr von Innereien (also Leber, Herz, Niere, Gehirn und Lunge) einen schlechten Ruf aufgrund der Belastung mit Hormonen, Pestiziden und anderen Giftstoffen. Das heißt aber nicht, dass diese Organe gesundheitsschädlich sind – ganz im Gegenteil. Sie sollten beim Kauf nur sehr darauf achten, dass die Tiere, von denen sie stammen, absolut artgerecht gehalten wurden und auch artgerechtes Futter (Gras, kein Getreide!) bekommen haben.

Unter diesen Bedingungen sind Innereien mit die nährstoffreichsten Nahrungsmittel der Welt. Ich gebe hier nur mal zu bedenken, dass Jäger und Sammler immer zuerst die Organe gegessen haben und übrig gebliebenes Muskelfleisch an ihre Hunde verfüttert haben (und die hatten keinen Diabetes oder Herzerkrankungen – also die Jäger meine ich).

Innereien enthalten große Mengen an qualitativ-hochwertigen Aminosäuren, gesunden Fetten, Eisen, B-Vitaminen (besonders B12), CoQ10 und die fettlöslichen Vitamine A, D und K, die für die Aufnahme von Mineralien wichtig sind.

Mich kann man mit Innereien eigentlich jagen, aber selbstgemachte Leberwurst esse ich inzwischen sehr gerne. Herz aus dem Slow-Cooker geht auch. Wo es absolut aufhört sind Nieren. Ich habe einmal in meinem Leben Steak and Kidney-Pie gegessen (uuuah – schüttel!!!).

 

  • Grüner Tee

Grüner Tee vereint gleich mehrere Vorteile in sich. Erstens ist er ein super guter Ersatz für Softdrinks und andere ungesunde Getränke, zweitens enthält er viele Antioxidantien und drittens beschleunigt sein Catechin-Gehalt den Stoffwechsel ohne dass man zittrig wird (2).

 

Wenn Sie diese sieben Fettverbrenner in eine Ernährung voller frischer Gemüse, Früchte und gesunder Proteine einbringen, werden Sie Ihre Fettpolster schneller los und müssen dabei nicht hungern und sich selbst kasteien. Und genau das ist der Schlüssel zu gesundem und erfolgreichem Abnehmen.

 

(1) Curcumin improves the metabolic syndrome in high-fructose-diet-fed rats: role of TNF-α, NF-κB, and oxidative stress. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27901349

(2) Catechin– and caffeine-rich teas for control of body weight in humans. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24172301

 

Sind Bio-Lebensmittel gesünder?

Jedes Mal wenn Sie in einen Supermarkt gehen, haben Sie Tausende Produkte zur Auswahl. Essen muss schließlich jeder, und so bemühen sich mehr und mehr Konsumenten angesichts von farbenfrohen Verpackungen mit Bildern einer heilen Welt, die richtige Entscheidung für eine gesunde Ernährung zu treffen. Immer wieder werden diese Produkte als völlig neu und mit verbesserem Geschmack, Qualität und Inhaltsstoffen angepriesen.

Leider werden nur allzu oft alle möglichen chemischen Zusatzstoffe in die Produkte eingebracht, um diese „Verbesserungen“ zu erzielen. Geschmacksverstärker wie Salz und Zucker, Konservierungsstoffe, die für eine längere Haltbarkeit sorgen und Farbstoffe, damit diese sogenannten „Nahrungsmittel“ appetitlicher aussehen. Diese Substanzen sind der Traum eines jeden Verkäufers und extrem profitabel für eine Industrie, für die es nur um einen möglichst großen Marktanteil geht.

In dem Versuch, diesem Durcheinander zu entfliehen und sich gesund zu ernähren, wenden sich viele Menschen inzwischen Bio-Lebensmitteln zu. Ein wichtiger Punkt ist allerdings, dass Bio nicht mit gesund gleichgesetzt werden darf.

Es ist der neueste Marketing-Trick, um Menschen anzulocken, die daran interessiert sind, ihrer Familie bessere Nahrungsmittel vorzusetzen. Worte wie „natürlich“ und „Vollkorn“ sind weitere Marketing-Schlagwörter, die versuchen Ihnen Sand in die Augen zu streuen. „Natürlich“ zum Beispiel ist ein völlig unregulierter Begriff und kann alles Mögliche bedeuten. Sie sollten sich dazu mal dieses Video auf YouTube ansehen. Es wäre zum Schreien komisch, wenn es nicht so traurig wäre.

Es gibt Bio-Snacks für Kinder, die voller Zucker stecken. Und ich habe schon in einem anderen Post darauf hingewiesen: Auch wenn die Zutaten dann den Vorteil haben, keine Pestizide und Herbizide zu enthalten, ist ein Zuviel an Zucker (selbst natürlicher Zucker wie Honig) nicht gesund!

Gibt es einen Unterschied zwischen Bio- und konventionell erzeugten Lebensmitteln?

Über diese Frage wurde lange Zeit gestritten. Selbstverständlich waren die Konsumenten von Bio- Lebensmitteln davon überzeugt, dass diese gesünder sind, aber Studien zeigten häufig keine Unterschiede zwischen Bio- und konventionell erzeugten Lebensmitteln. Bis jetzt…

 1. Obst und Gemüse

Im British Journal of Nutrition erschien nun 2014 eine Metaanalyse der Universität Newcastle, die mit dem Wirrwarr aufräumt (1).  Ausgewertet wurden 343 Publikationen aus Fachjournalen mit Peer-Review –Gutachtersystem. Diese größere Datenbasis ermöglicht es, besser geeignete statistische Methoden einzusetzen und so definitivere Schlüsse zu den Unterschieden zwischen biologisch und konventionell angebautem Obst und Gemüse zu ziehen.  Es ist die bisher größte Studie dieser Art zu diesem Thema.

Die Forscher konzentrierten sich auf den Vergleich von Inhaltsstoffen mit gesundheitlicher Bedeutung, darunter:  sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Antioxidantien und Vitamine, chemische Pestizide, Nitrit und Nitrat, giftige Schwermetalle wie Kadmiun, Arsen und Blei sowie Nährstoffe und Spurenelemente. Sie berücksichtigten sowohl Studien, die beide Anbaumethoden verglichen, als auch Feldversuche und Tests, bei denen Lebensmittel aus beiden Anbauformen überprüft wurden.

Hierbei zeigte sich, dass Bio-Gemüse die Nase klar vorn hat.

Mehr Antioxidantien, weniger Schwermetall

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe unterschied sich zwischen biologisch und konventionell erzeugtem Gemüse beträchtlich. So enthielten die Biogemüse zwischen 18 und 69 Prozent mehr Polyphenole und andere als Antioxidantien wirkende Pflanzeninhaltsstoffe.

Antioxidantien gelten als potenziell vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Krebs und einige neurodegenerative Krankheiten. Die Biofrüchte enthielten zudem mehr Carotinoide und mehr Vitamin C.

Diese höheren Werte vor allem in den Antioxidantien sind biologisch leicht zu erklären: Pflanzen bilden diese sekundären Inhaltstoffe meist als Reaktion auf Stress durch Schädlinge, Wassermangel oder andere negative Einflüsse. Da im Bioanbau weniger rigoros gegen Schädlingen und Krankheiten vorgegangen wird und weniger stark gedüngt wird, müssen die Pflanzen ihre Selbstschutzmechanismen benutzen.

 

Weniger Schwermetalle und Pestizide

Ebenfalls deutlich fielen die Unterschiede bei schädlichen Substanzen wie Schwermetallen und Pestizidrückständen aus.

Die Bio-Feldfrüchte enthielten im Durchschnitt 48 Prozent weniger Cadmium, das sich in den Organen anreichern kann und zur chronischen Vergiftung führt. Bei Blei und Arsen konnten die Wissenschaftler allerdings keine Unterschiede feststellen.

Nicht ganz unerwartet enthielten konventionell angebaute Feldfrüchte zudem rund viermal mehr Pestizid-Rückstände als die biologisch erzeugten. Bei Früchten waren die Unterschiede dabei am größten, bei Gemüsen etwas geringer.

Außerdem ergaben die Analysen um 30 Prozent höhere Nitratwerte und um 87 Prozent höherer Nitritwerte bei konventionellen Feldfrüchten (durch den verwendeten Dünger). Höhere Nitritwerte in Lebensmitteln können schädlich sein, da im menschlichen Körper diese Stickstoffverbindung zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden kann.

Auch ein bis 2009 laufendes Projekt der EU, das Quality Low Input Food (QLIF), das die Vorteile von biologisch erzeugten Nahrungsmitteln untersuchte, kam zu diesem Resultat (2). Sie fanden bei Obst und Gemüse, die auf benachbarten Feldern biologisch bzw. konventionell angebaut wurden folgende Unterschiede in den Inhaltsstoffen:

  • Biologisch angebaute Obst und Gemüse enthielten 40 % mehr Antioxidantien
  • Sie enthielten auch höhere Mengen an Vitaminen und Mineralien wie zum Beispiel Eisen und Zink.

 

2. Fleisch

Es wird immer wieder gerne angeführt, dass Bio-Fleisch auch nicht anders schmeckt als das Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung. In einem Bericht habe ich sogar gefunden, dass Bio-Fleisch auch zäh sein kann (OMG!). Da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Als ob das ein Qualitätsmerkmal sein sollte, das Bio- von konventionellem Fleisch unterscheidet.

Massenhafter Einsatz von Antibiotika

Es geht nicht darum, ob ein Fleisch mehr Wasser enthält, zäher ist oder nicht so schön in der Pfanne brutzelt. Es wird Zeit, dass wir uns ernsthaft Gedanken darüber machen, was die Tiere, die wir essen, gegessen haben. Wenn man sieht, dass Tiere mehr Antibiotika bekommen als Menschen, dann sollte uns das sehr beunruhigen. 1238 t Antibiotika wurden im Jahr 2014 an Landwirte abgegeben (3).

Man will uns glauben machen, dass das kein Problem ist, da ja zwischen der Anwendung des Antibiotikums am Tier und dem Verkauf des Fleisches Wartezeiten eingehalten werden müssen, sodass das Antibiotikum nicht mehr im Fleisch nachzuweisen ist. Das geht aber am wahren Problem vorbei. Dies besteht nämlich darin, dass wir immer mehr Antibiotikaresistenzen haben.

Im Fokus der aktuellen Resistenzdebatte stehen ESBL/AmpC-bildende Keime, da sie ein besonderes Problem in der Humanmedizin darstellen. ESBL (Extended-Spektrum Beta-Laktamasen) und AmpC bezeichnen Enzyme, die ein breites Spektrum von Antibiotika einschließlich der Cephalosporine der dritten Generation unwirksam machen, so dass die Keime gegen diese Antibiotika resistent sind.

Wenn Sie Fleisch kaufen, dass mit resistenten Keimen belastet ist, so kann es bei unsachgemäßer Handhabung zum Beispiel durch Verunreinigung von Küchenutensilien zu einer Keimübertragung auf andere Lebensmittel (beispielsweise Salat, der nicht gekocht wird) kommen. Nisten sich diese Keime in Ihrem Körper ein, und brauchen Sie dann ein Antibiotikum, gegen dass diese Erreger resistent sind, dann haben Sie ein Problem.

Tiere in biologischer Landwirtschaft bekommen deutlich weniger Antibiotika und haben damit auch weniger resistente Keime. Das ist ein Punkt, den ich für immens wichtig halte.

Ein Bio-Siegel bedeutet zumindest, dass die Häufigkeit des Antibiotika-Einsatzes – anders als bei konventionellen Tieren – eingeschränkt ist. So erlaubt die EU-Öko-Verordnung maximal 3 Antibiotika-Gaben innerhalb von 12 Monaten. Falls ein Tier nicht älter als ein Jahr alt wird, ist nur eine Gabe erlaubt. Gleichlautend sind etwa die Richtlinien von Demeter. Neuland – kein Bio-Verband aber getragen von Umwelt- und Tierschutzverbänden – erlaubt Antibiotika „ausnahmsweise und nach Indikation durch den Tierarzt“. Das Fleisch eines behandelten Tier darf nicht mehr als Neuland-Fleisch verkauft werden (4).

Hormone

In der deutschen Schweinemast erhalten die Sauen nach Einschätzung des Bunds für Umwelt- und Naturschutz immer öfter systematisch Sexualhormone. Die Hormone schalten den Sexualzyklus der Tiere gleich und führen dazu, dass unnatürlich viele Ferkel geboren werden. Hormonell wirksame Substanzen, unter ihnen die als krebserregend und erbgutschädigend geltenden Steroide, gelangen mit der Gülle aufs Feld und ins Trinkwasser (5).

Eventuell kann es auch zum Verkauf von hormonbelastetem Fleisch kommen, wenn Muttersäue geschlachtet werden. Zwar gibt es vorgeschriebene Wartezeiten nach der letzten Hormongabe bis zur Schlachtung, beziehungsweise Höchstmengen für Hormon-Rückstände im Fleisch. Kontrollen auf diese Rückstände sind aber viel zu lückenhaft.

Bei Bio-Fleisch ist der Einsatz von Hormonen generell verboten. Wer also Bedenken hat, sollte auf konventionell erzeugtes Schweinefleisch lieber verzichten.

Ganz anders sieht es übrigens in den USA aus (nur falls wir doch noch ein Freihandelsabkommen abschließen), dort werden Tiere mit Hormonen gemästet. Ganz ehrlich, von mir aus können die Amerikaner ihr Fleisch gerne für sich behalten.

Futtermittel

Ein weiterer Aspekt, der vielen Kunden in Deutschland nicht bewusst ist: die Herkunft der Futtermittel. Ein Teil einer Bullenmastration besteht aus Sojaschrot und wird aus Lateinamerika, vor allem Brasilien, Argentinien, Paraguay und Bolivien angekauft. Dieses Sojaschrot ist meist gentechnisch verändert, wurde in Monokultur unter hohem Einsatz von Pestiziden angebaut und hat in den jeweiligen Ländern die Rodung zahlreicher Wälder und die Umwandlung von Grasland zu Ackerland zur Folge (6).

Problem: Für den Verbraucher in Deutschland ist nicht ersichtlich, mit welchen Futtermitteln sein Rind gefüttert wurde. „Wenn das Produkt nicht direkt an den Verbraucher geht, muss es nicht gekennzeichnet werden.“ Während das Futter, das der Landwirt erhält, also noch markiert ist, fehlt beim Fleisch ein entsprechender Hinweis. Verbraucher, die ausschließen wollen, dass gentechnisch verändertes Futter für die Produktion ihres Rindfleisches verwendet wurde, sollten deshalb auf Fleisch mit dem „Ohne-Gentechnik-Siegel“, Neuland- oder Bio-Zertifikat zurückgreifen.

Wenn Sie konventionell produziertes Rindfleisch im Supermarkt kaufen, müssen Sie davon ausgehen, dass gentechnisch verändertes Sojaschrot verwendet wurde.

Tiere in der biologischen Landwirtschaft leben und fressen artgerecht. Der Einsatz von Tiermehl ist streng verboten und BSE somit kein Thema. Das gentechnikfreie Futter muss auf den Höfen selbst ökologisch erzeugt worden sein. Pflanzenschutzmittel und synthetische Düngemittel sind verboten. Bio-Futtermitteln aus der Region dürfen zugekauft werden, ebenso darf eine geringe Menge an nicht ökologischem Futter verwendet werden. Die Tiere nehmen über das Futter deutlich weniger Pestizide auf als bei konventioneller Viehhaltung. Daher ist ihr Fleisch auch weniger damit belastet (7).

Mehr ungesättigte Fettsäuren

In Studien wird immer wieder festgestellt, dass die Fettzusammensetzung von Weidetieren (= biologische Landwirtschaft) und solchen, die Kraftfutter (Getreide, Soja) (= Massentierhaltung) erhalten, deutliche Unterschiede aufweist.

So zeigte eine Studie, die 2006 im Asia Pacific Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, dass die Konzentration von Gesamt-Omega-3-Fettsäuren und langkettigen Omega-3-Fettsäuren bei Weidetieren signifikant höher lag als bei Tieren aus Massentierhaltung (8).

Im Fleisch von Tieren, die über lange Zeit mit Kraftfutter ernährt wurden, fanden sich zudem größere Mengen 18:1 Transfette. In diesem Fleisch fanden sich auch vermehrte Fettablagerungen (also wie beim Menschen bei getreidereicher Diät).

Nur die Weiderinder erreichten mehr als 30 mg langkettige Omega-3-Fettsäuren pro 100 g Muskelfleisch, was der Menge entspricht, die die Food Standard Australia and New Zealand als Minimum für ein Lebensmittel ansieht, dass als Omega-3-Quelle in Betrachtet gezogen werden sollte.

Einige Studien kommen zu dem Schluss, dass das Fleisch von Weidetieren mehr Vorläufer der Vitamine A und E, sowie Krebs bekämpfende Antioxidantien wie Glutathion und Superoxid Dismutase enthalten als das Fleisch aus Massentierhaltung (9).

Bio-Fleisch ist bekömmlicher für Mensch und Tier

Ob ein Lebensmittel für den Menschen gesund ist oder nicht, hängt nicht nur vom Lebensmittel selbst, sondern auch von den Bedingungen ab, unter denen es erzeugt wurde. Für die Gesundheit ist daher nicht nur wichtig, dass Lebensmittel Nährstoffe liefern und frei von Schadstoffen sind. Entscheidend ist außerdem, dass bei der Erzeugung Umwelt und Ressourcen geschont werden. Denn der Mensch kann nur in einer gesunden Umwelt gesund bleiben. Hier ist die biologische Landwirtschaft klar im Vorteil. Bei der Produktion der Lebensmittel werden ökologische, ethische und soziale Aspekte berücksichtigt. Der Tierschutz hat bei der Fleischproduktion einen hohen Stellenwert.

3. Milch und Milchprodukte

Wie das Fleisch enthalten auch Bio-Milch und Milchprodukte deutlich mehr Omega-3 Fettsäuren. Eine Studie, die in PLOS ONE veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass im Jahresdurchschnitt Bio-Milch 25 % weniger Omega-6 Fettsäuren und 62 % mehr Omega-3 Fettsäuren enthält als konventionelle Milch (10).

Der Omega-6/Omega-3 Quotient von Bio-Milch beträgt 4,1 und liegt damit im gesunden Bereich (1:1 – 4:1), während er bei konventioneller Milch mit 8,56 deutlich zu hoch liegt (11). Diese Milch hat eine klare proentzündliche Wirkung.

Außerdem enthält Biomilch signifikant höhere Anteile an Eisen, Vitamin E und einigen Carotinoiden (12).

Um das ganze auf ein noch ganz anderes Level zu stellen, lassen Sie mich noch anmerken, dass durchaus diskutiert wird, ob homogenisierte Milch an sich eigentlich gesund ist. In homogenisierter Milch werden die Fettmoleküle kaputt gemacht, um sie alle auf eine Größe zu bringen. So setzt sich keine Rahmschicht mehr oben auf der Milch ab.

Das ist gut für die Produzenten, denn sie können den Rahm für andere Milchprodukte benutzen und so einen höheren Profit machen. Einige Wissenschaftler behaupten aber, dass homogenisierte Milch ein Enzym namens Xanthin Oxidase in größerer Menge enthält, das zu Arterienverkalkung und Herzerkrankungen führen kann (13).

Die bessere Wahl ist eindeutig nicht-homogenisierte Milch (die ich persönlich noch nirgendwo gesehen habe) oder Rohmilch. Und letztere ist natürlich die beste Alternative überhaupt. ich verspreche Ihnen, wenn Sie Rohmilch probiert haben, trinken Sie keine Milch aus dem Supermarkt mehr – bio oder konventionell.

 

Gesünder leben mit Bio-Nahrungsmitteln

Die Leute sagen häufig, dass ihnen Bio einfach viel zu teuer ist. Das muss aber nicht unbedingt so sein.

Kaufen Sie direkt vom Bauern auf dem Markt. Es lohnt sich, mit den Landwirten tatsächlich ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, wie sie Obst und Gemüse anbauen. Womöglich bekommen Sie dabei sogar wertvolle Tipps, wie Sie selbst einen Gemüsegarten starten können. Einige von ihnen haben durchaus ungespritzte Ware, die sie aber nicht als Bio verkaufen dürfen, weil sie keine Zertifizierung abgeschlossen haben.

Sie können auch auch nach einer SoLaWi in Ihrer Gegend Ausschau halten. Was ist das? Das bedeutet Solidarische Landwirtschaft. Es sind Bauern, die Ernteanteile verkaufen. Das heißt, Sie zahlen monatlich einen festen Betrag und bekommen dafür einen Anteil von der eingebrachten Ernte (natürlicherweise im Sommer mehr, im Winter weniger). Häufig haben Sie bei SoLaWis die Möglichkeit, auf dem Hof auch mal mitzuhelfen.

Sie werden feststellen, dass Sie eine völlig andere Beziehung zu Ihrem Essen (tierischen und pflanzlichen Ursprungs) bekommen, wenn Sie wissen, wer die Nahrung für Sie produziert hat.

 

 

 

(1) https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/div-classtitlehigher-antioxidant-and-lower-cadmium-concentrations-and-lower-incidence-of-pesticide-residues-in-organically-grown-crops-a-systematic-literature-review-and-meta-analysesdiv/33F09637EAE6C4ED119E0C4BFFE2D5B1

(2) http://www.qlif.org/

(3) http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2015/32/einsatz_von_antibiotika_in_der_landwirtschaft_ruecklaeufig__antibiotikaresistenzen_stagnieren-195493.html

(4) Bioland ändert Richtlinie.  http://www.taz.de/!5277599/

(5) https://www.boell.de/de/2016/01/13/fleischatlas-regional-vorwort?utm_campaign=ds_fleischatlas_regional

(6) http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/soja-als-futtermittel/

(7) http://www.oeko-fair.de/index.php/cat/1406/title/Ist_Biofleisch_gesuender_

(8) Effect of feeding systems on omega-3 fatty acids, conjugated linoleic acid and trans fatty acids in Australian beef cuts: potential impact on human health. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16500874

(9) A review of fatty acid profiles and antioxidant content in grass-fed and grain-fed beef. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20219103

(10) Organic Production Enhances Milk Nutritional Quality by Shifting Fatty Acid Composition: A United States–Wide, 18-Month Study. http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0082429

(11) Gibt es Unterschiede in der Zusammensetzung von Biomilch und in konventionellen Betrieben produzierter Milch http://www.tll.de/ainfo/pdf/bmil0907.pdf

(12) https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/div-classtitlehigher-pufa-and-span-classitalicnspan-3-pufa-conjugated-linoleic-acid-span-classitalicspan-tocopherol-and-iron-but-lower-iodine-and-selenium-concentrations-in-organic-milk-a-systematic-literature-review-and-meta-and-redundancy-analysesdiv/A7587A524F4235D8E98423E1F73B6C05

(13) http://www.realmilk.com/health/milk-homogenization-and-heart-disease/

Süßkartoffel-Pommes – lecker und nährstoffreich

Die meisten Menschen essen gerne Pommes. Allerdings sind die originalen Pommes aus Kartoffeln wegen des schnellen Blutzuckeranstiegs ungünstig und enthalten außerdem – wenn Sie die fertigen Pommes kaufen – auch noch Pflanzenöle, die, wenn sie erhitzt werden, Transfette bilden.

Beide Probleme lassen sich schnell und einfach mit selbstgemachten Pommes aus Süßkartoffeln aus dem Weg räumen.

Süsskartoffeln sind keine Kartoffeln

Rein botanisch gesehen sind Süsskartoffeln eigentlich gar keine Kartoffeln. Zwar sind sie Knollen, die in der Erde wachsen, damit hören dann die Gemeinsamkeiten mit der Kartoffel aber auch schon auf. Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, während die Süsskartoffel ein Windengewächs ist und damit zu einer ganz anderen botanischen Familie gehört. Im Gegensatz zu Kartoffeln kann man Süßkartoffeln auch roh essen.

In Sachen glykämischer Index und glykämische Last liegt die Süßkartoffel (11GL) vorne. Sie lässt den Blutzuckerspiegel nicht so schnell in die Höhe schießen wie die Kartoffel (15GL) Zudem sorgt der höhere Ballaststoff-, Zucker- und Salzgehalt  dafür, dass man sich von Süßkartoffeln länger satt fühlt.

Caiapo – Positive Wirkung auf Blutzucker und Cholesterin

In der japanischen Provinz Kagawa erkrankte die Bevölkerung so gut wie nie an Blutarmut, Bluthochdruck oder Typ II Diabetes.  Dieses Phänomen wurde natürlich untersucht, und die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Ursache im weit verbreitete Konsum roher Süßkartoffeln lag. In der Schale der Süßkartoffel wurde eine Substanz namens Caiapo entdeckt.

In einer in Diabetes Care veröffentlichten Studie wurde aufgezeigt, dass der Verzehr von Caiapo den HbA1-Wert (Langzeit Blutzuckerwert) signifikant senken kann (1). Auch die Cholesterinwerte der Diabetiker verbesserten sich.

Süßkartoffeln sind wahre Vitaminbomben

Die Süßkartoffel ist voll von Nähr- und Vitalstoffen. Die rosarote bis gelborangene Färbung verdankt sie bestimmten Pflanzenstoffen wie beispielsweise Carotinoiden und Anthocyanen. Anthocyane sind hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale entlarven und somit über eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung verfügen (2).

Süsskartoffeln sind ausserdem eine gute Quelle für Mineralstoffe und Vitamine. Mangan, Folat, Kupfer und Eisen sind reichlich in der orangenen Knolle enthalten. Dazu die Vitamine C, B2, B6 und E sowie Biotin (Vitamin H). Abgerundet wird das Ganze durch hochwertige Ballaststoffe.

Fazit

Süßkartoffeln enthalten Antioxidantien (gegen Entzündungen), sie regulieren Blutzucker- und Cholesterinspiegel, sind ballaststoffreich, versorgen Schwangere mit natürlicher Folsäure, stärken Abwehrkräfte, schützen das Herz, stärken Muskeln und sind mit einem hohen Kaliumgehalt auch noch echte Stresskiller. Und zudem schmecken sie auch noch richtig gut.

Tipp: Wenn Sie Süßkartoffeln kaufen, nehmen Sie keine aus den USA. Laut der Environmental Working Group gehören Süßkartoffeln zum Dirty Dozen (3) – das heißt sie sind extrem pestizidbelastet.

Süßkartoffel-Pommes

Zutaten:
  • 2 große Süßkartoffeln
  • 1 EL Ghee (Butter oder Kokosöl)
  • Himalaya Salz
Zubereitung:
  • Die Süßkartoffeln schälen und in die gewünschte Form schneiden
  • In einer großen Schüssel die Süßkartoffeln mit dem Ghee vermengen (am besten nehmen Sie dafür Ihre Hände)
  • Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie darauf die Süßkartoffeln in einer Lage
  • Im Backofen bei 180° C ca. 20 – 30 Minuten backen (bis Sie Ihnen knusprig genug sind)
  • Vor dem Essen noch mit Himalaya Salz würzen (auch Kümmel oder Zimt sind sehr leckere Optionen).

 

 

 

(1) Efficacy of Ipomoea batatas (Caiapo) on Diabetes Control in Type 2 Diabetic Subjects Treated With Diet.  http://care.diabetesjournals.org/content/27/2/436

(2) http://www.chemie.de/lexikon/Anthocyane.html

(3) https://www.ewg.org/foodnews/list.php

Knusprige Grünkohl Chips – der ultimative Fast-Food Snack

Jeder liebt Chips, und wie die Pringle Werbung verspricht „Wetten, dass Sie nicht nur einen essen können“. Bei herkömmlichen Chips ist das keine gute Idee. Aber zum Glück gibt es zu den wirklich ungesunden Chips, die Sie im Supermarkt kaufen können, und die voll mit Transfetten und anderen unappetitlichen Dingen sind, eine tatsächlich gesunde Alternative, die schnell gemacht ist, und die sie nach Herzenslust genießen können (auch gerne mehr als einen).

Grünkohl Chips ist das Zauberwort.

Nicht nur, dass sie mit einigen einfachen Zutaten richtig lecker schmecken, grünes Blattgemüse ist auch so ziemlich das Gesündeste, das Sie Ihrem Körper antun können. Und Grünkohl ist, was Ihre Gesundheit angeht, ein wahres Powergemüse.

Schauen wir uns diese Chips mal genauer an.

Grünkohl

Ein Becher voll Grünkohl (also 240 ml) beinhaltet 684 % der empfohlenen Tagesdosis für Vitamin K, 206 % für Vitamin A und 134 % für Vitamin C. Desweiteren enthält Grünkohl Mineralien wie Eisen und Calcium und Proteine. Auch wichtige Omega-3-Fettsäuren sind in Grünkohl vorhanden, die für den Zellmembranaufbau im Gehirn benötigt werden und  vor Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Autoimmunerkrankungen schützen.

Von den Antioxidantien, die im Grünkohl enthalten sind, sind drei besonders bemerkenswert:

  • Indol-3-Carbinol. I3C kann, toxische und krebsauslösende Substanzen (Karzinogene) wie Dioxine,  Aflatoxine und Amine unschädlich machen und damit die DNA, die zelluläre Erbsubstanz, vor bösartigen Zellveränderungen schützen. Diese Phytochemikalie soll die Fähigkeit haben, Krebs, vor allem hormonbedingten, zu verhindern.
  • Sulforaphan. Sulforaphan wirkt vorbeugend und therapeutisch gegen Hautkrebs (Melanome) und Blutkrebs (Leukämien). Außerdem ist es bei arthritischen Gelenkerkrankungen hilfreich, und es schützt vor Atemwegserkrankungen, weil es freie Radikale abbaut.
  • Lutein und Zeaxanthin. Die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin gewinnen in letzter Zeit zunehmend an Interesse, da sie möglicherweise bei bestimmten Formen von retinalen Degenerationen, und hier insbesondere bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), eine protektive Wirkung besitzen könnten. Die AMD kann zur Erblindung führen.
Kokosöl

Es sind zwei Substanzen in Kokosöl, die es so gesund machen.

  • Laurinsäure. Dieses ist die Hauptfettsäure des Kokosöls. Tatsächlich ist Kokosöl die größte Quelle von Laurinsäure auf der Erde. Diese Säure hat die Eigenschaft, die schützende Lipidmembran von Bakterien und Viren zu durchdringen und somit die Schädlinge von innen heraus zu zerstören. Somit stärkt Laurinsäure das Immunsystem und hilft dem Körper, sich gegen Krankheiten und Schädlinge zu wehren. Laurinsäure wird im Körper in das Monoglycerid Monolaurin umgewandelt. In Studien zeigte sich dies effektiv gegen Antibiotika-resistente Bakterienstämme. Außerdem hat Monolaurin antimykotische (gegen Pilze gerichtete) und antivirale Effekte.
  • Mittelkettige Triglyceride (MCTs). Im Gegensatz zu langkettigen Triglyceriden, die in Pflanzenölen vorkommen, sind diese MCTs leicht verdaulich und können schnell Zellmembranen durchdringen. In der Leber werden sie in Ketonkörper umgewandelt, die dann dem Körper als schnelle Energie zur Verfügung stehen. Sie werden nicht als Fett gespeichert. Außerdem haben sie noch folgende Wirkungen:
Herzgesundheit Verbessern die Hirnfunktion, auch bei Alzheimer-Demenz
Steigern das Immunsystem Unterstützen die Schilddrüse
Sorgen für gesunde, jung-aussehende Haut Können zur Gewichtsreduktion beitragen
Helfen beim Erhalt der Muskelmasse Verzögern den Glykogenabbau in den Muskeln

 

Nun aber endlich zum Rezept:

Zutaten:
  • 6 Becher zerkleinerter krauser Grühnkohl ohne Stämme (je krauser der Grünkohl desto besser werden die Chips)
  • 2TL Kokosöl, Weidebutter oder Ghee
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • Optional: Kümmel, Paprika, Knoblauch, Chili oder ein anderes Gewürz Ihrer Wahl
Zubereitung:
  1. Grünkohl waschen und gut trocknen. Vor dem Backen muss der Kohl komplett trocken sein!
  2. In einer großen Schüssel den Grünkohl mit dem Kokosöl gut mischen. Benutzen Sie dazu am besten Ihre Hände, und massieren Sie das Öl in den Kohl ein bis alle Blätter komplett bedeckt sind.
  3. Fügen Sie das Salz und die Gewürze hinzu und mischen Sie nochmals gut.
  4. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und verteilen Sie den Grünkohl in einer Schicht darauf, so dass nichts überlappt.
  5. Bei 150° C ca. 12 – 15 Minuten im Ofen backen bis die Blätter grün und knusprig sind.
  6. Lassen Sie die Chips vor dem Essen komplett abkühlen, dadurch werden sie noch knuspriger.

Ich mache meine Chips übrigens gerne im Dörrgerät, aber das hat ja nicht jeder zuhause. Sollten Sie sich doch in dieser Lage befinden, dann befüllen Sie das Gerät mit dem Grünkohl, schalten es auf 70° C an und trocknen die Chips für ca. 7 Stunden. Auf diese Weise werden sie super kross, ohne dass Sie sich Sorgen machen müssen, dass etwas verkohlen könnte.

 

Wetten, Sie können nicht nur einen essen?