Avocado Walnuss Brownies

Avocado Walnuss BrowniesAls ich das erste Mal gehört habe, dass jemand Avocados in Brownies Teig mischt, dachte ich – was für eine verrückte Idee. Aber dann habe ich mir überlegt, dass Avocados sicherlich für eine wahnsinnig cremige Konsistenz sorgen. Und was soll ich sagen – sie sind einfach super!

Avocados – voll gesunder Fette

Die Avocado ist – gemeinsam mit der Olive – die fettreichste Frucht. Und wie die Olive ist die Avocado eine gute Quelle für gesunde Fette, wie z.B. die Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure. Studien haben gezeigt, dass diese Fettsäuren den Blutspiegel von LDL (dem „bösen“ Cholesterin) reduzieren, und gleichzeitig den HDL-Spiegel (das „gute“ Cholesterin) erhöhen.

Durch ihren hohen Fettgehalt sorgt die Avocado dafür, dass andere Nährstoffe – vor allem natürlich die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K – vom Körper besser aufgenommen werden können.

Avocados enthalten außerdem eine Vielzahl an wichtigen Nährstoffen, die eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielen. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans, Folsäure reduziert den Homozystein Blutspiegel, Kalium hilft bei der Einstellung des Blutdrucks, Phytosterole reduzieren die Cholesterin Aufnahme, und Ballaststoffe helfen den Blutzucker zu kontrollieren.

 

Es lohnt sich also auf jedem Fall sowohl für Gesunde als auch für Kranke, mehr Avocados zu essen. Da kommen diese Avocado Brownies natürlich gerade recht.

Zutaten:

  • 3 reife Avocados
  • 3 Eier
  • 1/3 Becher (80 ml) Mandelmehl
  • 2 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 1 kleine Banane
  • 1/2 Becher (120 ml) rohes Kakaopulver
  • 1/2 Becher Walnüsse (gehackt)
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 TL Backnatron
  • 2 TL Weinstein
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1/4 TL Chillipulver

Zubereitung:

  1. Ofen auf 170° C vorheizen.
  2. Fetten Sie eine 20 x 20 cm Backform mit Kokosöl ein (oder legen Sie sie mit Backpapier aus)
  3. Verarbeiten Sie alle Zutaten zu einem glatten Teig (am besten im Mixer oder einer Küchenmaschine). Geben Sie die Walnüsse zum Schluss hinzu.
  4. Füllen Sie den Teig in Ihre Backform, und streichen Sie ihn mit einem Spatel glatt.
  5. Backen Sie die Brownies 35 Minuten
  6. Lassen Sie sie vor dem Schneiden etwa 20 Minuten abkühlen.

Optional können Sie die Brownies auch noch mit Schokoguss überziehen.

Für den Guss benötigen sie:

  • 60 g dunkle Schokolade (mindestens 70 % Kakao, je dunkler desto besser)
  • 1 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • 2 – 4 TL Kokosmilch.

Schmelzen Sie die Schokolade, den Honig und das Salz in einem Wasserbad, und rühren Sie langsam die Kokosmilch ein. Verteilen Sie diese Mischung über den Brownies.

Und dann verteilen Sie diese Brownies an Ihre Lieben und erzählen ihnen erst hinterher, dass sie gerade Avocados gegessen haben. Manchmal kann man sich auch über die kleinen Dinge freuen…

 

Ingwer zur Migränetherapie genauso wirksam wie ein Triptan

 

Ingwer bei MigräneUnd wieder ein Schlag ins Kontor der Pharmaindustrie. Da hat man nun schon diese teuren Migränemedikamente entwickelt, die pro Dosis bis zu 10 Euro kosten, und dann wir in einer Studie belegt, dass Ingwer (4,95 Euro/kg) genauso gut wirkt wie Triptane .

Einige Fakten zur Migräne

Zwei von drei Erwachsenen in Deutschland (etwa 66 Millionen) leiden zumindest zeitweilig unter Kopfschmerzen. Das sind rund 47 Millionen Menschen. Von diesen wiederum sind fast 18 Millionen von Migräne betroffen, weitere 25 Millionen von Kopfschmerzen des Spannungstyps, der Rest mit knapp vier Millionen leidet unter anderen Formen wie beispielsweise dem Cluster-Kopfschmerz und vielen weiteren Formen (1).

Zum Cluster Kopfschmerz kann ich (zum Glück) keine eigenen Erfahrungen beitragen – zur Migräne und zum Spannungskopfschmerz schon. Für jemanden, der nie unter Migräne gelitten hat, ist es schwer verständlich, warum Kopfschmerzen zu einem totalen Zusammenbruch führen können.

Der Migräne Kopfschmerz wird durch eine Erweiterung der Hirngefäße hervorgerufen und besteht in einem pochenden, scharfen Schmerz. Ich habe meine Migräne immer so erklärt:

„Stellen Sie sich vor, jemand hat Ihnen ein Schwert durch das Auge in den Schädel gerammt und dreht es mit jedem Pulsschlag einmal um.“

Das gibt einen ungefähren Eindruck davon, welche Stärke eine Migräne entwickeln kann. Die Schmerzen sind dann häufig mit weiteren Symptomen gepaart wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu, erhöhter Empfindlichkeit für Geräusche und Gerüche.

Was hat die Schulmedizin in diesem Fall anzubieten? Eine Menge Medikamente – sowohl verschreibungspflichtig als auch rezeptfrei.

Mit Triptanen kam eine Substanzklasse auf den Markt, die bei Einführung total gefeiert wurde. Endlich gab es Mittel, die den Migräneanfall (meistens?, häufig?) aufhalten konnten. Und die Pharmaindustrie ließ sich das richtig gut bezahlen.

Triptane können während der Migräneattacke die erhöhte Nervenaktivität in verschiedenen Gehirnzentren normalisieren und erweiterte Kurzschlüsse zwischen den Arterien und Venen des Gehirns (Anastomosen) wieder verengen. Außerdem blockieren sie die Freisetzung von Nervenbotenstoffen (Neuropeptiden und Neurotransmittern), die eine lokale neurogene Entzündung an den Blutgefäßen des Gehirns auslösen können

Als Goldstandard gilt immer noch Sumatriptan, das 1993 als erstes Triptan auf den Markt gebracht wurde. Diese Substanz bewirkt bei vielen Patienten eine sofortige Schmerzabnahme. Allerdings berichten etwa 40 Prozent der Betroffenen, dass die Migräne innerhalb von 24 Stunden wieder auftritt, sodass eine zweite (oder dritte, oder vierte) Dosis genommen werden muss.

Zu den weniger gravierenden Nebenwirkungen zählen: Übelkeit, Schwindel, Schläfrigkeit und Muskelschwäche/-schmerzen. Sie weisen aber auch einige schwerwiegende Nebenwirkungen auf wie unter anderem: Spasmen der Herzkranzgefäße (mit vermindertem Blutfluss zum Herzen), Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzrhythmusstörungen und epileptische Anfälle.

Das klingt ja nicht so gut, aber im Migräneanfall denkt man da nicht weiter drüber nach.

Sollte man aber, denn es gibt zahlreiche alternative Methoden, die teilweise sogar wirksamer sind als die medikamentöse Therapie. Eine neuere Studie hat Ingwerpulver direkt gegen Sumatriptan getestet (2). Das Ergebnis: Ingwer war genauso effektiv, aber ohne die gravierenden Nebenwirkungen.

Ingwer ist schon lange als Heilmittel bekannt

Als Heilpflanze blickt Ingwer auf eine lange Geschichte zurück. So wurde er bereits in altertümlichen chinesischen Schriften erwähnt. Später fand er sich auch in mittelalterlichen Kräuterbüchern. Er wurde vor allem für Erkrankungen des Magen-Darm Trakts eingesetzt, so zum Beispiel gegen Blähungen und Bauchkrämpfe.

Auch bei Schmerzen und Entzündungen fand Ingwer Verwendung. In vielen Studien wird aufgezeigt, dass er positive Auswirkungen auf chronische Rückenschmerzen, Gelenkentzündungen (Arthritis), schmerzhafte Regelblutungen und Muskelschmerzen hat. Zu den Inhaltsstoffen des Ingwers, die für diese Wirkungen verantwortlich sind, gehören unter anderem Gingerol und Shogaol.

Diese Substanzen entfalten Wirkungen, die für die Therapie von lebensbedrohlichen Erkrankungen genutz werden könnten – vor allem für die Krebstherapie. Wird Ingwer als Nutraceutical (medizinisch wirksames Lebensmittel) eingesetzt, so könnte er einen wirksamen Schutz gegen Diabetes, Herz- und Lebererkrankungen bieten (3).

Es gibt schon einige Studien, die eine positive Wirkung von Ingwer für die Migränetherapie nachweisen. Hierbei wurde allerdings meist eine Kombination von Ingwer mit Mutterkraut getestet (4).

Ingwer gegen Sumatriptan

2014 untersuchten Neurologen im Iran an 100 Probanden, die seit durchschnittlich sieben Jahren an Migräne litten, die Wirksamkeit von Ingwer und Sumatriptan.

Es handelte sich um eine doppel-blind, randomisierte Studie. Dies ist der Goldstandard. Weder der Patient noch der Untersucher weiß, ob der Patient in der Verum- (erhält die Wirksubstanz) oder der Placebogruppe ist. Die Patienten werden zufällig auf die beiden Gruppen aufgeteilt.

Jede Gruppe erhielt 5 gleich aussehende Kapseln mit der Testmedikation (entweder 250 mg Ingwerpulver oder 50 mg Sumatriptan). Die Probanden wurden aufgefordert, eine Kapsel zu nehmen, sobald sie bemerkten, dass ein Migräneanfall im Anzug war.

Die Probanden führten einen Monat lang Buch darüber, wann die Migräne begann, wie stark die Schmerzen waren, bevor sie eine Kapsel nahmen und wie weit die Schmerzen nach 30, 60, 90 und 120 Minuten sowie 24 Stunden später zurückgegangen waren.

Das Ergebnis zeigte, dass Ingwer genauso effektiv war wie Sumatriptan. Die Teilnehmer berichteten, dass die Schmerzen innerhalb von zwei Stunden nach der Einnahme um 90 Prozent geringer waren. In der Ingwergruppe traten bei 4 Prozent der Probanden geringe Nebenwirkungen in Form von Verdauungsbeschwerden auf, während in der Sumatriptangruppe 20 Prozent der Patienten über Schwindel, Schläfrigkeit und Sodbrennen berichteten.

Was bedeutet das für Sie?

Zunächst möchte ich vorausschicken, dass die Dosierung des Ingwerpulvers mit 250 mg eher im niedrigen Bereich lag. Viele klinische Studien benutzen Dosierungen von 1000 mg täglich. Ich würde schon deshalb eher zu einer höheren Dosierung raten, weil ich persönlich immer 100 mg Sumatriptan eingenommen habe.

Eine weitere Überlegung ist, ob eventuell der Einsatz von frischem Ingwer noch zu einer Wirkungsverbesserung führen könnte. Wir wissen bei vielen Pflanzenwirkstoffen, dass sie in frischer Form (also nicht getrocknet und gemahlen) eine deutlich bessere Wirkung zeigen. Die Äquivalenzdosis würde 10 g Ingwer betragen. Das ist wirklich nicht viel.

Ingwer ist sehr vielseitig verwendbar, so zum Beispiel als Tee, Ginger Ale, in Suppen und Dressings. Wenn Sie Ingwer kaufen, achten Sie darauf, dass er frisch aussieht und sich fest anfühlt. Die Schale sollte nicht trocken und runzelig sein. Am besten bewahren Sie frischen Ingwer im Kühlschrank auf. Und dann sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

(1) http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/wer-leidet/

(2) Comparison between the efficacy of ginger and sumatriptan in the ablative treatment of the common migraine. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23657930

(3) Gingerols and shogaols: Important nutraceutical principles from ginger.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26228533

(4) A double-blind placebo-controlled pilot study of sublingual feverfew and ginger (LipiGesic™ M) in the treatment of migraine. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21631494

Wie Östrogene Sie dick machen – und was Sie dagegen tun können

Östrogene in PappbechernEs ist eine traurige Tatsache, dass in der heutigen Zeit hormonelle Störungen schon fast ein Normalzustand sind. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Unsere Umwelt enthält inzwischen eine große Anzahl Toxine – vor allem auch in der Form von Xenoöstrogenen.
  • Unser Körper kann mit den Östrogenen, die er selbst herstellt, nicht mehr richtig umgehen.

Egal welcher dieser Gründe vorliegt, der Effekt ist immer derselbe – es kommt zur sogenannten Östrogen Dominanz. Jetzt werden Sie als erstes denken: Tja, da haben die Männer dann aber mal Pech gehabt. Das ist richtig und falsch, denn Frauen können durch Östrogen Dominanz durchaus auch Probleme bekommen.

Sie möchten gerne ein paar Kilo abnehmen? Sie möchten mehr Muskeln haben? Krebserkrankungen ein Schnäppchen schlagen? Schwanger werden? Ihre Depression loswerden? Nun, dabei kann Ihnen eine Östrogen Dominanz ganz schön in die Quere kommen.

Um es gleich vorweg zu sagen – egal ob Mann oder Frau, wir alle brauchen Östrogen, damit unser Körper richtig funktioniert. Aber – wie bei so vielen Dingen – die Menge macht das Gift. Und auch beim Östrogen gibt es gutes und nicht so gutes.

Zunächst einmal, es gibt zwei Formen von Östrogen – endogenes und Xenoöstrogene.

Endogene Östrogene

Dies sind die Östrogene, die unser Körper selbst herstellt. Wenn in der Produktion oder Elimination dieser Östrogene Schwierigkeiten auftreten, dann haben Sie ein Problem. Es gibt verschiedene Mechanismen wie es dazu kommen kann:

Überproduktion von Östrogen

Hierzu kommt es, wenn zuviel Testosteron in Östrogen umgewandelt wird. Die Gründe sind:

  1. Ein Nährstoffmangel – vor allem Zink, Magnesium, Selen und Vitamin D3 führt zu einer verstärkten Aromatase Aktivität oder verhindern das Abschalten des Enzyms. Die Aromatase ist das Enzym, das für die Umwandlung von Testosteron in Östrogen notwendig ist.
  2. Ist der Körperfettanteil zu hoch steigt die Menge der Aromatase an, da dieses Enzym vom Fettgewebe hergestellt wird.
Störungen in der Eliminierung des Östrogens

In diesem Fall kann die Leber das zirkulierende Östrogen nicht richtig entgiften. Die Hormone des Körpers haben eine bestimmte Lebensdauer. Haben sie ihren Zweck erfüllt, werden sie recycelt oder ausgeschieden. Zustände, die die Leber daran hindern, ihren Job zu tun und das überschüssige Östrogen aus dem Körper zu entfernen, sind zum Beispiel:

  1. Mangel an Leber Cofaktoren für die Phase 2 Elimination. In dieser Phase werden Fremdstoffe oder Stoffwechselprodukte mit endogenen, wasserlöslichen Stoffen verbunden. Zum einen können toxische Stoffe dadurch entgiftet werden, zum anderen gelingt nur so die Ausscheidung aus dem Körper. Beim Menschen und anderen Wirbeltieren erfolgt die Ausscheidung dann über die Nieren, den Schweiß oder die Atmung.
  2. Magen-Darm Erkrankungen.
  3. Ballaststoffarme Ernährung. Mindestens 25 g pro Tag sollten es sein. Die Ballaststoffe helfen dabei, das überschüssige Östrogen aus dem Körper zu entfernen.
Methylierungsstörungen

Die Methylierung ist ein Stoffwechselprozess mit vielen Funktionen, zum Beispiel sorgt sie dafür, dass Gene an- oder abgeschaltet werden. Auch für die Elimination von Giftstoffen ist sie sehr wichtig. Sie ist allerdings relativ störanfällig. Nährstoffmangel, aber auch eine genetische Veranlagung können die Methylierungsfähigkeit negativ beeinflussen und damit zu einem Anstieg des zirkulierenden Östrogens führen.

Verstärkte Aktivität der Aromatase

Die Aromatase ist das Enzym, das die Umwandlung von Testosteron zu Estradiol und von Androstendion zu Estron (Aromatisierung) katalysiert. Dies ist der letzte Reaktionsschritt in der Biosynthese der Östrogene.

Regelmäßiger Alkoholkonsum – vor allem von Bier – kann die Aromatisierung ankurbeln und die Testosteronproduktion herunterfahren. Außerdem ist dann die Leber mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt und hat für die Entgiftung der Östrogene nur noch eingeschränkte Kapazitäten.

 

Xenoöstrogene – Die „anderen“ Östrogene

Der Begriff Xenoöstrogene ist eine Sammelbezeichnung für hormonell aktive Substanzen in der Umwelt. Xenoöstrogene (auch als endokrine Modulatoren oder „Umwelthormone“ bezeichnet) sind Chemikalien synthetischer oder natürlicher Herkunft (zum Beispiel auch Östrogene aus Pflanzen, die sogenannten Phytoöstrogene), die entweder wie körpereigene Hormone wirken (agonistisch) oder deren Wirkung abschwächen können (antagonistisch).

Diese östrogenartigen Substanzen sind in unserer Umwelt sehr häufig anzutreffen. Sie binden an die Östrogenrezeptoren der Zelle und verstärken so die Wirkung der körpereigenen Östrogene. Sie werden mit einer ganzen Reihe gesundheitlicher Probleme in Zusammenhang gebracht. Hierzu zählen unter anderem (1)

  • Krebserkrankungen
  • Adipositas
  • Diabetes
  • Metabolisches Syndrom
  • Unfruchtbarkeit.

Und das Schlimme daran ist, dass Sie sie nicht vermeiden können. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass Xenoöstrogene die Hauptursache für eine Östrogen Dominanz darstellen.

Wie Sie sehen, spielen Nährstoffmangelzustände häufig eine Rolle. Dies ist auch der Grund dafür, warum eine Funktionsstörung im Östrogenstoffwechsel zuallererst mit einer adäquaten Nahrungsumstellung behandelt werden muss.

Man geht also von zwei Seiten an das Problem heran:

  1. Unterstützung des normalen Östrogenstoffwechsels und der Elimination durch Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel
  2. Vermeidung der Aufnahme von Xenoöstrogenen, die die Funktion von Östrogenen im Körper nachahmen können.

 

Wo sich Xenoöstrogene im Haushalt verstecken

Als erstes sollten Sie sich die Chemikalien in Ihrem Zuhause ansehen. Zugegeben, einige östrogenartige Substanzen werden Sie nicht vermeiden können, aber wenn Sie viele der giftigen Produkte gegen weniger giftige – oder vielleicht sogar ungiftige – austauschen, haben Sie schon eine Menge erreicht. Die Environmental Working Group (EWG) betreibt eine Datenbank mit Inhaltsstoffen, in der Sie Pflege- und Reinigungsmittel nachschlagen können. Leider listen sie nur Produkte, die in Amerika verkauft werden. Für den deutschen Raum, können Sie jedoch die Codecheck Datenbank verwenden, auch wenn ich die nicht ganz so gut finde.

Wenn Sie dort die Produkte eingeben, die Sie zuhause verwenden, werden Sie sich wundern, in wie vielen von ihnen Xenoöstrogene vorhanden sind. Hier nur eine Auswahl der Hauptverdächtigen:

Körpepflege
  • Make up
  • Zahnpasta
  • Körperlotion
  • Sonnencreme
  • Shampoo
  • Seife
  • Parfum
  • Haarpflegemittel
  • Nagellack(-entferner)
Reinigungsmittel
  • Waschmittel
  • Glasreiniger
  • Geschirrspülmittel
  • Allzweckreiniger
  • Lösungsmittel
  • Herdreiniger
  • Fleckentferner
Haushaltsgegenstände
  • Duftkerzen
  • Raumspray
  • Farbe
  • Plastikbehälter
Dinge, die Sie so nicht verdächtigen würden
  • Kassenbons enthalten häufig BPA. Wenn nicht unbedingt nötig, sollten Sie sie nicht in die Hand nehmen.
  • Recycling Papier und Plastiktüten enthalten ebenfalls BPA. Das ist auch ein Grund, warum Sie es unbedingt vermeiden sollten, Ihr Essen in Plastik verpacken zu lassen.
  • Gerüche können viele Partikel enthalten. Parfum zum Beispiel enthält normalerweise eine große Dosis Xenoöstrogene (in Form von Phthalaten), aber auch der neue Wagen, der diesen „neuen“ Geruch hat, ist nicht viel besser. Sie sollten soweit möglich, neue Sachen immer gut auslüften, bevor Sie sie ins Haus bringen (der Wagen bleibt natürlich draußen).

Welche Lebensmittel sind besonders belastet?

Sie können auch viele Giftstoffe vermeiden, wenn Sie die richtigen Nahrungsmittel einkaufen. Dadurch vermindern Sie nicht nur die Belastung durch Toxine, sondern die „richtigen“ Nahrungsmittel haben den Vorteil, dass sie auch gleich bei der Entgiftung mithelfen.

Vermeiden sollten Sie folgende Lebensmittel:

  • Konserven aus Dosen (die Innenschicht der Dosen beinhaltet BPA)
  • konventionell erzeugtes Gemüse (Pestizide und Insektizide)
  • Fette von Tieren aus Massentierhaltung
  • Fleisch aus Massentierhaltung (belastetes Futter)
  • konventionelle Milchprodukte (aber auch Bio-Produkte sollten schnellstmöglich aus Plastikverpackungen entfernt werden)
  • Getränke aus Plastikflaschen
  • Soja (enthält große Mengen Phytoöstrogene)

Aus hormoneller Sicht sind fetthaltige Lebensmittel von Tieren aus Massentierhaltung am schlimmsten, denn im Fettgewebe werden Toxine (und somit auch Xenoöstrogene) gespeichert. Dies geschieht nicht nur in unserem Körper, damit eine Überlastung mit Toxinen vermieden wird, sondern eben auch bei Tieren. Und das bedeutet, dass Tiere, die giftbeladenes Futter bekommen (oder aber auch phytoöstrogenhaltiges Futter wie Soja), diese Stoffe im Fettgewebe anreichern.

Essen Sie Produkte, die aus diesen Tieren hergestellt wurden (auch Milchprodukte), so setzen Sie sich den gleichen Substanzen aus, denen auch die Tiere ausgesetzt waren. Das ist halt der Nachteil, wenn man am oberen Ende der Nahrungskette sitzt.

Auf der anderen Seite werden besonders fetthaltige Nahrungsmittel, die in Plastik verpackt sind, die im Plastik vorhandenen Xenoöstrogene aufnehmen. Das klingt auch nicht besonders lecker.

Und noch ein paar grundlegende Vorsichtsmaßnahmen

Eigentlich versteht es sich nach diesen Ausführungen ja von selbst, aber trotzdem: Essen Sie nicht aus Plastikbehältern, denn diese geben Schadstoffe an das Essen ab. Besonders unangenehm wird es, wenn Sie diese Behälter auch noch erhitzen (und das gilt auch für die BPA freien Varianten, denn diese sind keinen Deut besser als BPA Plastik). Benutzen Sie stattdessen Behälter aus Glas oder Edelstahl.

Auch Küchenutensilien aus Aluminium – obwohl sehr beliebt – sind gesundheitlich sehr bedenklich. Sie enthalten zwar keine östrogenartigen Substanzen, aber führen häufig zu Fettablagerungen (der Körper muss mit dem toxischen Aluminium ja irgendwo hin) und damit zu einer Zunahme der Aromatisierung.

Grundlagen einer Ernährung, die keine östrogenen Effekte hat

Die Hauptstrategie einer Ernährung, die den Östrogenhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen soll, besteht darin, eine kohlenhydratarme Diät mit einem höheren Fett- und mäßigem Proteinanteil zu essen. Durch diese Ernährungsweise unterstützen Sie die Gewichtsabnahme (eigentlich Fettabnahme – denn das wollen Sie ja los werden) und verändern Ihre Körperzusammensetzung positiv – im Sinne von mehr Muskel, weniger Fett).

Indem der Insulinspiegel niedrig gehalten wird, kann das freie Östrogen im Blut vermindert werden. Die Leber braucht für die Phase II Entgiftung viele Aminosäuren, die durch die aufgenommenen Proteine zur Verfügung gestellt werden.

Diese Ernährung hat also zwei Angriffspunkte. Sie hilft bei der Entgiftung und sorgt außerdem dafür, dass nicht mehr so viel neues Östrogen produziert wird, indem die Aromatisierung ebenso wie die Aromatase bildenden Fettzellen vermindert werden.

Go Green

Eine Menge Nahrungsmittel können Sie bei Ihren Bemühungen unterstützen. Ganz oben stehen natürlich – eigentlich wie immer – grüne Blattgemüse. Darauf, dass es sich nach Möglichkeit um Bio-Gemüse handeln sollte, hatte ich schon hingewiesen.

Eine zweite wichtige Kategorie sind die Kreuzblütler – also Kohl, Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli etc.. Diese Gemüse enthalten viel Indol-3-Carbinol, das nicht nur für die Entgiftung und die Balance des Hormonhaushalts sorgt, sondern auch antikanzerogene (krebshemmende) Eigenschaften hat, und zwar speziell bei Brustkrebs (2).

Das Indol-3-Carbinol wird in Diindolylmethan (DIM) umgewandelt. Wenn Östrogene im Körper abgebaut werden, entstehen sowohl nützliche als auch schädliche Stoffwechselzwischenprodukte (Metabolite). DIM begünstigt die Bildung von nützlichen Östrogen-Metaboliten, die vorteilhafte antioxidative Eigenschaften aufweisen. Zugleich reduziert DIM potentiell schädliche Östrogen-Metabolite, welche als Risikofaktoren für Übergewicht, Brustkrebs und Gebärmutterkrebs gelten.

 

Bringen Sie mehr Abwechslung auf den Teller

Je mehr unterschiedliche Nahrungsgruppen Sie essen, desto besser, denn jede bringt ihre ganz eigenen Vorteile mit sich.

So sind Nüsse und Samen zum Beispiel ein wichtiger Teil Ihrer Ernährung für balancierte Östrogenspiegel. Sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe sowie einzigartige Pflanzenwirkstoffe, die unter anderem auf die Phase I und II der Leberentgiftung wirken. Zu diesen Nährstoffen gehören Selen, Zink, Magnesium, Folsäure und Vitamin B6.

Auch Gewürze wie Kurkumin und schwarzer Pfeffer unterstützen einen gesunden Östrogenhaushalt.

Lebensmittel mit einem hohen Anteil an tierischen Omega-3 Fettsäuren, also besonders fetthaltige Fische (Lachs, Makrele, Hering), aber auch Fleisch und Milchprodukte von Weidetieren, sind ebenfalls hilfreich. Es konnte gezeigt werden, dass EPA und DHA eine positive Wirkung auf den Östrogenstoffwechsel haben, indem sie zur Bildung des unschädlichen 2-Hydroxyöstrons führen.

Und noch eine Sache zum Schluss: Achten Sie darauf, dass Sie jeden Tag mindestens 25 g (Frauen) bis 35 g (Männer) Ballaststoffe essen. Diese halten nicht nur den Darm gesund, sondern binden auch überschüssiges Östrogen und helfen bei der Ausscheidung.

 

 

 

(1) Endocrine-Disrupting Chemicals: Associated Disorders and Mechanisms of Action https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3443608/

(2) Two likely targets for the anti-cancer effect of indole derivatives from cruciferous vegetables: PI3K/Akt/mTOR signalling pathway and the aryl hydrocarbon receptor.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28596013

Cannabis kehrt Alterungsprozesse im Gehirn um

 

Cannabis PflanzeEine Studie des Instituts für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit der Hebrew University (Israel) hat aufgezeigt, dass die Medikation mit niedrig dosiertem THC – eines der Wirkstoffe der Hanfpflanze (Cannabis) – die Funktion des Gehirns „verjüngen“ kann – jedenfalls im Tierexperiment (1). Sind diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar, so könnte diese Substanz eventuell altersbedingten Demenzen entgegenwirken.

Heilwirkung von Cannabis – keine neue Entdeckung

Schon im Jahr 2737 v. Chr. beschreibt der chinesische Kaiser Shen Nung Hanf als medizinisches Heilmittel (2). Die berühmte Naturforscherin und Heilerin, Hildegard von Bingen (1098-1179), gilt als Pionierin der Heilkunde in Verbindung mit Cannabis. In ihren Schriften lobt sie die Heilkraft der Hanfsamen bei Magenbeschwerden und befürwortet ein aus Hanf gefertigtes Tuch zur Wundbehandlung.

Hanf hat in seiner Geschichte eine Menge Höhen und Tiefen durchlebt. Im 20. Jahrhundert war über lange Strecken sowohl der Anbau als auch der Konsum von Cannabis (Marihuana) verboten. Doch seit Ende der 90-ger Jahre hat sich das Blatt gewendet, und die Forschung in Sachen Cannabis läuft auf Hochtouren.

Inzwischen weiß man, dass Cannabis eine Vielzahl an positiven Effekten für die Gesundheit aufweist. Diese Effekte werden vor allem durch den Inhaltsstoff Cannabidiol (CBD) hervorgerufen, aber wie in dieser Studie gezeigt wurde, hat auch Tetrahydrocannabinol (THC) nicht nur eine berauschende Wirkung.

Wie entfaltet Cannabis seine Wirkung?

Man muss wissen, dass unser Körper über eigene Endocannabinoide verfügt, zum Beispiel PEA – Palmitoylethanolamid. Das Endocannabinoidsystem hat eine Entzündungshemmende Wirkung. Damit sie ihre Wirkung entfalten können, besetzen die Endocannabinoide an der Zelloberfläche vorhandene Rezeptoren. Dieselben Rezeptoren können auch von CBD und THC besetzt werden. So sorgen sie dafür, dass Schmerzen gelindert, Muskelkrämpfe gelöst und zum Beispiel auch die bei Chemotherapie häufig auftretende Übelkeit vermindert wird. Aber sie können noch viel, viel mehr.

Cannabis als anti-aging Substanz

Wie beim Menschen kommt es auch bei Mäusen mit zunehmenden Alter zu einem kognitiven Abbau. Da aber im Gegensatz zum Menschen, Mäuse nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung von ca. 2 Jahren haben, tritt bei ihnen dieses kognitive Defizit sehr schnell auf – nämlich schon im Alter von 12 Monaten.

Die Bonner Forscher gingen von der Hypothese aus, dass Cannabinoide eine Wirkung auf homöostatische Mechanismen entfalten, die das Fortschreiten der Alterung bestimmen – das heißt, dass sie einen anti-aging Effekt haben.

Diesen Effekt untersuchten sie, indem sie den Mäusen im Alter von zwei, zwölf oder 18 Monaten jeweils über einen Zeitraum von vier Wochen eine geringe Menge THC verabreichten, die keine berauschende Wirkung hatte.

 

Danach testeten sie das Lernvermögen und die Gedächtnisleistungen der Tiere – darunter zum Beispiel das Orientierungsvermögen und das Wiedererkennen von Artgenossen.

Die Mäuse der Kontrollgruppe, die nur ein Placebo verabreicht bekommen hatten, zeigten natürliche altersabhängige Lern- und Gedächtnisverluste. Die kognitiven Funktionen der mit Cannabis behandelten Tiere waren hingegen genauso gut wie die von zwei Monate alten Kontrolltieren.

„Die Behandlung kehrte den Leistungsverlust der alten Tiere wieder komplett um“,

Studienautor Prof. Dr. Andreas Zimmer.

 

Hirnalterung durch Mangel an Cannabinoid 1 Rezeptor (CB1)

Erklären lässt sich der Effekt über die Entdeckung der Forscher, dass das Gehirn viel schneller altert, wenn Mäuse keinen funktionsfähigen Rezeptor für das THC  (CB1) besitzen. Prof. Zimmer erklärt hierzu:

„Mit steigendem Alter verringert sich die Menge der im Gehirn natürlich gebildeten Cannabinoide. Wenn die Aktivität des Cannabinoid-Systems abnimmt, dann stellen wir ein rasches Altern des Gehirns fest.“

THC wirkt ähnlich wie die körpereigenen Cannabinoide, die wichtige Funktionen im Gehirn erfüllen. Sie docken an die Cannabinoid Rezeptoren an, die dann Signalketten auslösen. Dieses System ist auch der Grund für die berauschende Wirkung von THC in Cannabis-Produkten, wie Haschisch oder Marihuana.

THC setzt die molekulare Uhr zurück

Die Wissenschaftler untersuchten das Gehirngewebe und die Genaktivität der behandelten Tiere und machten eine erstaunliche Entdeckung. Die molekulare Struktur entsprach nicht mehr der von alten Tieren, sondern ähnelte vielmehr derjenigen von Jungtieren. Sogar die Zahl der Verknüpfungen der Nervenzellen im Gehirn nahm wieder zu. Eine ausreichende Menge an Verknüpfungen ist eine wichtige Voraussetzung für das Lernvermögen.

 „Es sah so aus, als hätte die THC-Behandlung die molekulare Uhr wieder zurückgesetzt.“

Und beim Menschen?

Zugegeben, das ist ein Lichtblick am Ende eines sehr dunklen Tunnels, denn bisher stehen wir – was eine Therapie angeht – der Demenz recht hilflos gegenüber. Zum jetzigen Zeitpunkt muss man eigentlich sagen, dass Vorbeugung deutlich effektiver ist als Heilung.

Nach diesem ersten sehr erfolgreichen Tierversuch müssen weitere Untersuchungen folgen, die zeigen müssen, ob das menschliche Gehirn genauso oder ähnlich auf zugeführtes THC reagiert.

Sollten sich die Effekte, die bei den Mäusen auftraten, allerdings bei Menschen wiederholen lassen, dann wäre das natürlich unglaublich. Und ein weiterer Skalp am Gürtel von Cannabis.

(1) Cannabis kehrt Alterungsprozess im Gerhirn um.  https://www.uni-bonn.de/neues/128-2017/

(2) http://www.hanfkultur.com/hanf-und-seine-lange-geschichte/

HIIT zum Abnehmen und für ein längeres Leben

HIIT SprinterInzwischen haben die meisten wahrscheinlich von HIIT gehört und wissen, dass sich hinter diesem Akronym das High-Intensity Interval Training verbirgt. Häufig ist es ja so, dass Menschen, die mehr Sport treiben wollen, sofort beim Joggen oder Radfahren hängen bleiben, weil sie der Meinung sind, dass nur ein Sport, der über längere Zeit ausgeübt wird, auch Ergebnisse bringt.

Und was soll ich sagen – und sage ich den betreffenden Personen auch immer wieder… das ist total falsch! Wer wirklich etwas für sich tun will, der lässt das klassische Ausdauertraining bleiben und legt lieber 2 – 3 High-Intensity Trainingseinheiten pro Woche ein.

Hier kommen zwei Gründe, warum auch Sie das tun sollten.

HIIT verlängert das Leben

Im Journal of the American Medical Association Internal Medicine wurde 2015 eine Studie veröffentlicht, die feststellte, dass HIIT die Mortalitätsrate (Sterberate) deutlich mehr senkt als „klassisches“ Ausdauertraining – eben genau jenes Joggen, Radfahren, Schwimmen (1).

Die Studie lief von 2006 bis 2014 und untersuchte 204.542 Erwachsene im Alter von 45 – 75 Jahren. Die Teilnehmer wurden zu ihrer sportlichen Aktivität befragt, und es wurde festgehalten wie häufig und mit welchem Schweregrad sie Sport betrieben (mäßig bis sehr kraftvoll). Die so erhaltenen Daten wurden dann mit den Mortalitätsraten der Probanden verglichen.

Die Ergebnisse sprechen für sich. Im Vergleich moderate sportliche Aktivität zu keine sportliche Aktivität, konnten die Teilnehmer ihr Risiko für einen frühen Tod deutlich reduzieren, und zwar wie folgt:

  •  10 – 149 Min. pro Woche 34 Prozent Reduktion
  • 150 – 299 Min. pro Woche 47 Prozent Reduktion
  • über 300 Min. pro Woche 54 Prozent Reduktion.

Das ist ja schon sehr beachtlich, aber noch besser schnitten die Teilnehmer ab, die nicht nur Ausdauertraining betrieben, sondern einen Teil ihres Trainings als HIIT durchführten. Für diese Probanden ergab sich folgendes Bild in Bezug auf die zusätzliche Reduktion der Sterblichkeit gegenüber der mäßig trainierenden Gruppe. Bei Anteil des HIIT am Gesamttraining:

  • ≤ 30 Prozent – 9 Prozent Reduktion
  • > 30 Prozent – 13 Prozent Reduktion.

Dieser Zusammenhang bestand sowohl für Männer als auch für Frauen und über alle Kategorien hinweg wie Body Mass Index (BMI), Volumen der sportlichen Betätigung und bestehende Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauferkrankungen.

HIIT ist das beste Trainingsregime, wenn es um schnelles Abnehmen geht

Ich muss hier gleich vorwegschicken, dass ich kein Freund vom schnellen Abnehmen bin. Außerdem sollte Ihnen klar sein, dass Sie auch mit HIIT nicht schnell abnehmen, wenn Sie sich nach dem Training die Pizza und das Bier schmecken lassen.

Wenn Sie aber eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, qualitativ hochwertigem tierischen Eiweiß und wenig Kohlenhydraten haben, dann kann HIIT eine angestrebte Gewichtsreduktion deutlich ankurbeln. Für die Gewichtsabnahme gilt: 80 Prozent macht die Ernährung aus und 20 Prozent der Sport. Oder anders ausgedrückt:

„Sie können eine schlechte Ernährung nicht einfach wegtrainieren.“

Es gibt diverse Studien, die aufzeigen, dass HIIT dem Ausdauertraining in Puncto Gewichtsabnahme überlegen ist (2) und zu einer Leistungssteigerung bei aerobem Training – also dem heißgeliebten Cardiotraining – führt (3).

Und überlegen Sie mal, was nach so einem langen Cardiotraining passiert. Richtig – Sie kriegen wahnsinnigen Hunger. Ich darf Ihnen versichern, dass das beim HIIT nicht passiert. Ist Ihnen übrigens schon mal aufgefallen, dass Sprinter deutlich weniger Fett am Körper haben als Marathonläufer? Sehen Sie.

Warum HIIT  das beste Training zum Abnehmen ist

Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Sehen wir uns mal verschiedene an:

Physiologische Gründe

HIIT beansprucht Ihren Körper deutlich mehr als klassisches Cardiotraining, da Sie einen ständigen Wechsel zwischen größtmöglicher Anstrengung und Pausen (eventuell mit niedriger Anstrengung) haben. Durch die Phasen mit größtmöglicher Anstrengung wird Ihr Stoffwechsel für 48 Stunden in einen höheren Gang geschaltet (4).

In Studien konnte auch immer wieder gezeigt werden, dass HIIT eine bestehende Insulinresistenz (Risikofaktor für Typ II Diabetes) verbessern kann und eine günstige Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel hat (5). Dadurch kommt es zu einer Abnahme der Fettspeicherung und Freisetzung von abdominellem Fett (also dem Fett um die Mitte).

Fast jedes Workout kann in ein HIIT umgewandelt werden

Egal, welches Cardiotraining Sie zur Zeit verfolgen, Sie können ganz leicht ein HIIT daraus machen. Wie? Indem Sie Ihr Grundtraining mit Phasen durchsetzen, in denen Sie sprinten. Wichtig ist nur, dass Sie in diesen kurzen Phasen wirklich alles geben.

Übrigens ist HIIT nicht nur Training für gut Trainierte wie immer wieder behauptet wird. Natürlich sieht das HIIT eines übergewichtigen 70-gers anders aus als dasjenige eines gut trainierten 20-jährigen. Für jemanden, der jahre- oder jahrzehntelang nie Sport getrieben hat, ist ein Sprint womöglich schon 30 Sekunden schnelles Gehen. Wichtig ist, dass Sie an Ihre persönliche Grenze gehen.

HIIT benötigt nur wenig Zeit

Das ist für viele Menschen vielleicht sogar der wichtigste Punkt. HIIT spart einfach Zeit. Ein 10-minütiges HIIT ist mindestens so effektiv wie 45 Minuten Ausdauertraining (6). Das heißt im günstigsten Fall brauchen Sie gerade einmal 30 Minuten pro Woche. Und damit ist ein „ich habe keine Zeit dafür“ auch keine Ausrede, die ich gelten lasse. Außerdem brauchen Sie für ein HIIT nicht einmal Equipment. Ihr eigener Körper reicht für ein sehr effektives Training aus.

Wie Sie HIIT in Ihren Tagesablauf integrieren

Es ist total einfach. Das Programm besteht aus einem 2-minütigem Aufwärmen. Für den Anfang dauern die Sprintelemente 30 Sekunden, gefolgt von 90 Sekunden Pause (mit moderater Bewegung). Diesen Zyklus wiederholen Sie 5 – 7 mal.

Mit steigender Fitness kann die Pause langsam reduziert bzw. die Sprintzeit verlängert werden. Sie können auch einfach mehr Wiederholungen machen.

Sind Sie mit Ihrem Training durch folgt noch ein Cool down mit Dehnübungen.

Sie können das HIIT nach Ihren eigenen Vorlieben ausrichten. Sprintelemente sind beim Cardiotraining für:

  • Gehen – Laufen
  • Joggen – Sprints
  • Schwimmen – Kraulen, Delphin
  • Fahrradfahren – Sprints und/oder höchster Gang
  • Bergauf laufen, Treppensprints usw. usw.

Sie werden sehen, HIIT bringt Ihnen nicht nur einen schnellen Trainingserfolg, sondern es macht auch richtig gute Laune zu wissen, dass man etwas tut, das auf die Lebensqualität wie auch -quantität positive Auswirkungen hat.

 

 

 

(1) Effect of Moderate to Vigorous Physical Activity on All-Cause Mortality in Middle-aged and Older Australians. http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2212268

(2) Diet, exercise or diet with exercise: comparing the effectiveness of treatment options for weight-loss and changes in fitness for adults (18–65 years old) who are overfat, or obese; systematic review and meta-analysis.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4429709/

(3) Metabolic adaptations to short-term high-intensity interval training: a little pain for a lot of gain? https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18362686

(4) https://www.lesmills.com/knowledge/fitness-research/feel-the-afterburn/

(5) The effects of high-intensity interval training on glucose regulation and insulin resistance: a meta-analysis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26481101

(6) https://www.marathonfitness.de/hochintensives-intervalltraining-hiit-high-intensity-interval-training-fettverbrennung-fettabbau/

Studie zeigt: Magnesium hilft, Knochenbrüche zu vermeiden

Magnesium gegen KnochenbrücheEine Osteoporose führt bei älteren Menschen häufig zu Knochenbrüchen und ist einer der Hauptgründe für eine Invalidität bei Senioren. Wie wir alle wissen spielen natürlich Calcium und Vitamin D eine ganz wichtige Rolle für gesunde Knochen. In neueren Untersuchungen stellt sich jetzt jedoch heraus, dass die Supplementierung mit Magnesium genauso wichtig sein könnte.

Wissenschaftlern ist schon seit geraumer Zeit bewusst, dass Magnesium ein essentieller Nährstoff  und Bestandteil für gesunde Knochen ist. Jedoch wurde erst jetzt in einer neuen Studie gezeigt, dass Magnesium das Risiko von Knochenbrüchen reduzieren kann (1). Die Untersuchung, die von den Universitäten in Bristol und Ost-Finnland durchgeführt wurde, hat ergeben, dass dieser Mineralstoff eine Schlüsselrolle in der Vermeidung der Invalidität bei älteren Personen spielen könnte, die durch einen Verlust an gesunder Knochenmasse und -integrität verursacht werden.

Studie zeigt: Je mehr Magnesium im Blut, desto geringer das Risiko für Knochenbrüche

In der Studie wurden 2245 Männer mittleren Alters über eine Zeit von 25 Jahren untersucht. Es zeigte sich, dass diejenigen, die niedrige Magnesium Blutspiegel hatten, ein höheres Risiko für Knochenbrüche aufwiesen – und zwar insbesonders für Schenkelhalsfrakturen (die sogenannte gebrochene Hüfte).

Bei Personen, deren Magnesiumspiegel höher lag reduzierte sich das Risiko für Knochenbrüche um sehr beachtliche 44 Prozent. Von den 22 Männern mit den höchsten Magnesium Blutspiegeln (> 2,3 mg/dl) erlitt nicht einer während der 25-jährigen Beobachtungszeit eine Fraktur.

Interessanterweise fanden die Forscher heraus, dass mit der Nahrung zugeführtes Magnesium keine Auswirkung auf das Frakturrisiko hatte. Zu diesem Ergebnis sind auch schon vorhergehende Studien gekommen. Natürlich hat das mit der Nahrung aufgenommene Magnesium im Prinzip eine Auswirkung auf die Blutspiegel, aber gerade bei älteren Menschen, scheint es häufig Resorptionsstörungen zu geben, die zum Beispiel durch bestimmte Medikamente oder auch Darmerkrankungen ausgelöst werden. Medikamente, die häufig einen Magnesiummangel auslösen, sind zum Beispiel:

  • Protonenpumpenhemmer (bei Sodbrennen)
  • Insulin
  • Wassertabletten (bei Bluthochdruck)
  • Abführmittel
  • Cortison
  • Antibiotika.

Man muss auch bedenken, dass unsere Nahrung nicht mehr den Magnesiumgehalt hat, den sie noch vor 50 Jahren hatte. Die folgende Tabelle, stellt die Ergebnisse von drei Studien gegenüber, die zu verschiedenen Zeiten den Nährstoffgehalt einiger Lebensmittel gemessen haben.

NÄHRSTOFFVERLUSTE VON GEMÜSE UND OBST

Studien aus dem Jahre 1985, 1996 und 2002

Mineralien und Vitamine in mg je 100g Lebensmittel untersuchte Inhaltsstoffe Ergebnis 1985 Ergebnis 1996 Ergebnis 2002 Verlust 1985 -1996 Verlust 1985 – 2002
Brokkoli Calzium
Folsäure
Magnesium
103
47
24
33
23
18
28
18
11
-68 %
-52 %
-25 %
-73 %
-62 %
-55 %
Bohnen Calzium
Folsäure
Magnesium
Vitamin B6
56
39
26
140
34
34
22
55
22
30
18
32
-38 %
-12 %
-15 %
-61 %
-51 %
-23 %
-31 %
-77 %
Kartoffeln Calzium
Magnesium
14
27
4
18
3
14
-70 %
-33 %
-78 %
-48 %
Möhren Calzium
Magnesium
37
21
31
9
28
6
-17 %
-57 %
-24 %
-75 %
Spinat Magnesium
Vitamin C
62
51
19
21
15
18
-68 %
-58 %
-76 %
-65 %
Apfel Vitamin C 5 1 2 -80 % -60 %
Banane Calzium
Folsäure
Magnesium
Vitamin B6
Kalium
8
23
31
330
420
7
3
27
22
327
7
5
24
18
-*
-12 %
-84 %
-13 %
-92 %
-24 %
-12 %
-79 %
-23 %
-95 %
Erdbeeren Calzium
Vitamin C
21
60
18
13
12
8
-14 %
-67 %
-43 %
-87 %

Quellen: 1985 Pharmakonzern Geigy (Schweiz), 1996/2002 Lebensmittellabor Karlsruhe/Sanatorium Oberthal
*nicht untersucht

Wie die  Untersuchungsergebnisse zeigen, gibt es teilweise drastische Nährstoffverluste in Gemüse und Obst.

Einen Beitrag leistet hier auch der vermehrte Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat sowohl im Ackerbau wie auch durchaus im Freizeitbereich (auf einem Golfplatz hier in der Nähe wurde letztens wieder eine satte Dosis verteilt). Da Glyphosat die Aufnahme von Mineralstoffen blockiert, können die Pflanzen weniger Magnesium aufnehmen – und übrigens auch weniger Calcium, Mangan und Eisen (2).

Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel

Selbstverständlich sollten zunächst einmal alle Störungen, die zu einem Magnesiummangel führen, abgestellt werden. Danach sollte über einen sinnvollen Einsatz von Magnesiumpräparaten nachgedacht werden.

Reines Magnesium können Sie nicht kaufen, denn es ist äußerst explosionsfreudig. Sie bekommen also immer eine Magnesiumverbindung.

Für die Supplementation stehen anorganische Mg-Verbindungen (Oxid, Carbonat, Sulfat, Phosphat) und organische Mg-Verbindungen (Citrat, Aspartat, Aspartat-hydrochlorid, Glycinat, Orotat) zur Verfügung. Untersuchungen zeigen, dass bei ihrer Bioverfügbarkeit teilweise erhebliche Unterschiede existieren – das bedeutet, sie werden unterschiedlich gut vom Körper aufgenommen und verwertet.

Aus den bisherigen Untersuchungen, die mit gesunden Probanden durchgeführt wurden, lässt sich ableiten, dass die gut löslichen organischen Magnesiumverbindungen eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit aufweisen als Magnesiumoxid, -hydroxid und -sulfat (3).

Sie können auch einen Teil der Dosis schlucken (orales Magnesium) und einen weiteren Teil über die Haut aufnehmen (= transdermales Magnesium – zum Beispiel in Form eines Epsom Salz Bades oder als Magnesium Öl).

Von vielen Leuten wird angeführt, dass Magnesium die Hautbarriere nicht durchbrechen kann und deshalb gar nicht in den Körper gelangt. Tatsache ist, diese Studien zeigen etwas anderes (4, 5). Eine Wirksamkeit für transdermales Magnesium wurde sogar bei Fibromyalgie Patienten gefunden.

Ich persönlich nehme sowohl Magnesiumcitrat als auch nachts ein Magnesiumöl.

Magnesium ist für gesunde Knochen genauso wichtig wie Calcium, Vitamin D und regelmäßige Bewegung

Schulmediziner schenken dem Magnesiumspiegel häufig nicht viel Beachtung. Aber angesichts dieser Ergebnisse sollte eine Bestimmung des Serum Magnesiums einen festen Platz in Laboruntersuchungen von älteren Menschen haben. Auf dieses Weise können jene herausgefiltert werden, die die größte Gefahr laufen, Knochenbrüche zu erleiden und insgesamt einen größeren Knochenschwund zu haben (6).

Was brauchen Sie noch für gesunde Knochen?

Natürlich das althergebrachte Vitamin D. Dieses kann Ihr Körper im Sommer selbst herstellen, wenn Sie sich nur kurze Zeit (ca. 20 Minuten in der Mittagszeit) ungeschützt in der Sonne aufhalten. Je nach Hauttyp variiert die Dauer, die benötigt wird, damit Sie einen Sonnenbrand bekommen. Sind Sie also rothaarig mit sehr heller Haut, so empfiehlt es sich, den Aufenthalt auf 10 Minuten zu begrenzen. Haben Sie schwarze Haare und werden leicht braun, können es vielleicht auch 30 Minuten sein. Sie sollten unbedingt darauf achten, auf keinen Fall einen Sonnenbrand zu bekommen. Und wenn Ihnen die Sonne gar nicht gefällt – oder eben auch im Winter – kann es durchaus auch ein Vitamin D Supplement sein.

Nehmen Sie Vitamin D als Supplement, dann sollten Sie auch Vitamin K2 einnehmen. Dieses Vitamin sorgt dafür, dass das vermehrt aufgenommene Calcium auch wirklich in Ihren Knochen und nicht in Ihren Gefäßen landet.

Was Sie außerdem tun können

Für gesunde Knochen ist es extrem wichtig, dass Sie immer in Bewegung bleiben. Wenn Sie Krafttraining in Ihre Trainingsroutine mit einbauen, so hilft dieses, Ihren Körper stark und gesund zu erhalten.

High-Intensity Krafttraining hat im Gegensatz zu traditionellen pharmakologischen oder diätetischen Herangehensweisen den Vorteil, dass bei älteren Menschen nicht nur die Knochengesundheit gefördert wird, sondern es zusätzlich viele Risikofaktoren für Osteoporose beeinflusst, denn es sorgt für größerer Stärke, besserer Balance und vermehrter Muskelmasse (7).

Diese neue Studie hat für unsere immer älter werdende Bevölkerung eine große Bedeutung. Jeder von uns sollte aktiv für seine Gesundheit tätig werden, um Probleme wie Osteoporose oder Knochenbrüche gar nicht erst entstehen zu lassen.

Achten Sie auf Ihren Magnesiumspiegel und unternehmen Sie entsprechende Schritte, um den Blutspiegel  immer im optimalen Bereich zu halten. Damit ist schon viel gewonnen, um auch im Alter fit zu bleiben.

 

(1) Low serum magnesium levels are associated with increased risk of fractures: a long-term prospective cohort study. https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-017-0242-2

(2) Glyphosate reduced seed and leaf concentrations of calcium, manganese, magnesium, and iron in non-glyphosate resistant soybean. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1161030109000665

(3) /www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2008/daz-36-2008/magnesium-und-mg-verbindungen-in-supplementen

(4) Effect of transdermal magnesium cream on serum and urinary magnesium levels in humans: A pilot study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28403154

(5) Effects of transdermal magnesium chloride on quality of life for patients with fibromyalgia: a feasibility study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26343101

(6) Magnesium intake from food and supplements is associated with bone mineral density in healthy older white subjects. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16274367?dopt=Abstract

(7) The effects of progressive resistance training on bone density: a review.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9927006

Kokos-Bananen-Kekse

Kokos-Bananen KekseDiese getreidefreien Kokos-Bananen Kekse sind einfach und super schnell gemacht.

Die verwendeten Zutaten machen sie zu einer gesünderen Alternative als die Kekse aus dem Supermarkt. Aber Vorsicht! Es gibt keine gesunden Kekse.

Die Kokosnuss ist eine deutlich gesündere Alternative zu herkömmlichen Getreidemehlen. Ihr Fruchtfleisch enthält viele Ballaststoffe, mittelkettige Triglyceride und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Natrium, Kupfer, Eisen und Phosphor. Durch ihre gesunden Fette wirkt sie sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Positiv ist auch der deutlich geringere Kohlenhydratanteil (4,6 g gegen 70,9 g), der nicht zu einer Wahnsinns Insulinausschüttung führt (und damit bleibt auch der Heißhunger auf weitere Kohlenhydrate aus).

Bananen enthalten unter anderem die Mineralstoffe Kalium und Magnesium, welche für die Funktion von Muskeln und Nerven sowie für die Energiegewinnung und den Elektrolyt-Haushalt wichtig sind. Außerdem enthalten sie Vitamin B6, das eine Rolle im Eiweißstoffwechsel spielt. Sie eignen sich super als natürliches Süßungsmittel.

Ich habe bei diesem Rezept Honig verwendet, da die Kekse auch für Leute, die Zucker essen, süß schmecken sollten. Wer wenig oder keinen Zucker isst, wird sie womöglich ein wenig zu süß finden. In diesem Fall den Honig einfach weglassen. 

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut mischen.
  2. Den Teig mittels eines Eisportionierers (ein Esslöffel geht auch) auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen (die Menge reicht für ca. 20 Kekse).
  3. Die so geformten Häufchen mit der Hand ein wenig platt drücken.
  4. Ofen auf 170° C vorheizen.
  5. Die Kekse ca. 20 Minuten backen. Nach 10 Minuten wenden, da sie sonst von unten zu braun werden.

Abkühlen lassen und genießen.

Zucchini Chips mit Essig und Salz

Immer wenn ich in England Urlaub gemacht habe, habe ich mich besonders auf die Kartoffelchips mit Essig und Salz gefreut. Man merkt schon, das ist jetzt eine Weile her, denn heute kann man die ja auch hier kaufen.

Nach England fahre ich immer noch, aber die Kartoffelchips esse ich schon lange nicht mehr. Und dafür gibt es gute Gründe – zum Beispiel die krebserregenden Stoffe, die sie beherbergen.

Selbstgemachte Chips sind eine super Alternative.

Sie wissen, was drin ist. Selbst die besseren Chips Varianten – ich spreche hier von Grünkohl oder Roter Bete – beinhalten in der Regel Pflanzenöle. Da diese große Mengen entzündungsauslösende Omega-6 FS enthalten, möchte ich sie lieber nicht essen.

Wenn Sie stärkehaltige Gemüsesorten vermeiden, haben Sie einen kohlenhydratarmen Snack, den Sie sogar im Zuge einer ketogenen Diät (Kohlenhydratanteil 20 – 50 g pro Tag) essen könnten.

Ich persönlich liebe Zucchini. Halt, das stimmt so nicht ganz. Ich liebe eigentlich so ziemlich jedes Gemüse. Aber da die Zucchini so einfach zu verarbeiten ist, bietet sie sich für die Chipsherstellung einfach an. Außerdem wuchert sie gerade in meinem Garten im Hochbeet.

Die Zucchini enthält Mineralstoffe wie Kalzium, das für die Knochen wichtig ist, sowie Spurenelemente wie Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird. In Zucchini findet sich zudem Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das der Körper zum Beispiel für das Sehen braucht. Allerdings sollte sich Ihre Begeisterung hierüber in Grenzen halten – unser Körper ist nicht besonders gut in der Umwandlung von Provitamin A in Vitamin A (also doch lieber Leber essen). Auch Vitamin C ist in Zucchini enthalten.

Zum Olivenöl muss ich wohl nicht viel sagen. Reich in einfach ungesättigten Fettsäuren ist es das Öl der Mediterranen Diät, der ja bekanntermaßen große Vorteile für das Herz-Kreislaufsystem zugesprochen werden.

Apfelessig ist ein ganz besonderer Saft. Hier finden Sie 10 Gründe, warum er in Ihrer Ernährung nicht fehlen sollte.

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Zucchini
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • Himalaya- oder Meersalz

Zubereitung:

  1. Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Ich benutze dafür einen Gemüsehobel, wenn Sie eine Küchenmaschine haben, geht die natürlich auch.
  2. Olivenöl und Essig in einer großen Schüssel vermengen und die Zucchini hinzufügen.
  3. Alle Zutaten gut mischen (ich benutze dazu die Hände).
  4. Zucchini Scheiben in einer Lage auf den Sieben eines Dörrgerätes verteilen.
  5. Die Zucchini mit Salz bestreuen.
  6. Dörrgerät auf 60° C einschalten. Es dauert je nach Gerät zwischen 12 und 16 Stunden bis die Chips gut durchgetrocknet sind.

Richtig getrocknet, sind sie sehr knusprig und extrem lecker!

Neue Krebsmedikamente sind nicht wirklich effektiv

KrebsmedikamenteEs hat eine wahre Euphorie eingesetzt, was neue Krebsmedikamente betrifft. Die Presse ist voll von Meldungen über neue Therapien, die Krebspatienten Hoffnung auf Heilung geben. Für den einzelnen Betroffenen ist das natürlich ein Lichtblick, aber können die Medikamente tatsächlich halten, was die Pharmaindustrie uns verspricht?

Das Geschäft boomt. Die Preise für Krebsmedikamente sind stark gestiegen. Zur Zeit werden weltweit 100 Milliarden Dollar pro Jahr ausgegeben. Diese Kosten sollen bis zum Jahr 2020 auf 150 Milliarden Dollar steigen. Das ruft bei führenden Wissenschaftlern durchaus Kritik hervor. Die jährlichen Kosten für neue Medikamente liegen zur Zeit bei über 100.000 Dollar. In Amerika sind die Therapiekosten für eine Krebsbehandlung der führende Grund für Konkurse bei Privatleuten, da dort die Krankenversicherungen die Kosten nicht übernehmen und diese durch den Patienten abgedeckt werden müssen (1).

Einige Leute behaupten, dass diese hohen Preise angemessen sind. Schließlich müsse ja die Forschung und Entwicklung bezahlt werden. Es bleibt aber die Tatsache bestehen, dass bei einer Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen die Pharmakonzerne immer noch satte Gewinne einfahren.

Hohe Profite mögen ja auch irgendwie gerechtfertigt sein, wenn die neuen Krebsmedikamente den Patienten signifikante Vorteile bringen oder wenigstens signifikante Fortschritte gegenüber den alten Medikamenten aufweisen – zum Beispiel neue Funktionsweisen.

Sind teure, neue Krebsmedikamente wirklich besser?

Ein Kritiker der neuen Krebsmedikamente ist Dr. Vinay Prasad, Hämatologe und Onkologe an der Oregon Health & Science University (OHSU). Er bestätigt, dass viele neue, teure Krebsmedikamente teilweise nur sehr bescheidene Vorteile bieten und keine Beweise vorliegen, dass sie das Überleben oder die Lebensqualität verbessern.

So zeigt zum Beispiel eine Studie, die in JAMA Otolaryngology – Head and Neck Surgery veröffentlicht wurde, dass innerhalb von 12 Jahren – von 2002 bis 2014 – 72 neue Krebstherapien zugelassen wurden. Alle diese neuen Therapien führten dazu, dass die Lebenserwartung von Krebspatienten um 2,1 Monate anstieg (2). Das finde ich nicht besonders beeindruckend. Sie sicherlich auch nicht.

Tatsächlich hat die American Society of Clinical Oncology für neue Krebsmedikamente als Ziel ausgegeben, dass sie das Leben um 2,5 Monate verlängern müssen oder in dieser Zeit ein Tumorwachstum einschränken sollen (3). 2,5 Monate für Krebsmedikamente, die mit 100.000 Dollar zu Buche schlagen, klingt nach einem wirklich guten Deal für Pharmakonzerne.

Laut Dr. Prasad bieten 2/3 der Krebsmedikamente, die in den letzten zwei Jahren zugelassen wurden, überhaupt keine Überlebensvorteile.

Auch andere kritische Stimmen weisen auf diesen Missstand hin. Diana Zuckerman, Ph.D, Präsidentin des National Center for Health Research in Washington, D.C. veröffentlichte in JAMA Internal Medicine eine Studie, die belegt, dass 18 verschiedene zur Therapie zugelassene Krebsmedikamente, keine Lebensverlängerung erreichen konnten (4). Außerdem zeigte sich, dass nur ein Medikament die Lebensqualität der Patienten verbessern konnte, während zwei andere Medikamente sie sogar verschlechterten indem sie Nebenwirkungen verschlimmerten wie Durchfall, Müdigkeit, Schlafprobleme und Vergesslichkeit.

Übrigens zeigte die Studie auch, dass der Preis eines Medikaments nicht mit der Wirksamkeit zusammenhing. Viele der teuersten Medikationen waren auch die ineffektivsten.

In die Irre führende Werbung und gehypte Studienergebnisse erwecken unrealistische Hoffnungen

Manchen Therapien werden größere Effekte nachgesagt als sie tatsächlich liefern.

Nehmen wir das Beispiel Immuntherapie. Sie soll das Immunsystem des Patienten anregen, den Krebs zu bekämpfen, und wird als absoluter Durchbruch gefeiert. In Wirklichkeit profitieren aber nur 8 Prozent der Patienten von diesem Ansatz (5).

Zu bedenken ist auch, dass die Immuntherapie dazu führen kann, dass das Immunsystem verschiedene körpereigene Organe angreift und zerstört (6). Klingt für mich nicht wie eine „Wundertherapie“.

Ein weiterer neuer Ansatz ist die Präzisionsonkologie – oder auch personalisierte Onkologie. Sie beinhaltet einen genetischen Test und soll dafür sorgen, dass Krebsmedikamente speziell auf die genetischen Mutationen des jeweiligen Patienten zugeschnitten werden können. Klingt in der Theorie gut, funktioniert aber in der Praxis nicht.

In einem 2016 in Nature erschienenen Artikel erklärt Dr. Prasad, dass die personalisierte Onkologie zur Zeit bei etwa 1,5 Prozent der Krebspatienten einen Vorteil zeigt (7). Ein Problem dabei könnte sein, dass Krebs nicht auf einzelne Genmutationen zurückzuführen ist, die man schnell mal eben reparieren kann. Das ist die vereinfachte Erklärung, der alle hinterherjagen.

Tatsache aber ist, dass es eine ganz andere Erklärung für die Krebsentstehung gibt, die in einem veränderten Stoffwechsel der Krebszellen liegt (8). Dieses Phänomen wurde schon vor knapp 100 Jahren von Otto Warburg entdeckt und ist als Warburg Effekt bekannt. Es ist viel geschickter – und die sogenannte Alternativmedizin tut das auch – in diese Stoffwechselprozesse einzugreifen, um den Krebs zu zerstören, anstatt an Genen herumzuschrauben, die in ihrem Zusammenspiel von uns überhaupt nicht verstanden werden.

In diesem Zusammenhang kann ich Ihnen das Buch Paradigmenwandel von Travis Christofferson nur wärmstens empfehlen, in dem er beschreibt, warum die Suche nach mutierten Genen niemals zur Heilung von Krebserkrankungen führen wird.

Der Status Quo, wie er sich zur Zeit darstellt

Die Wahrheit ist – auch wenn wir in der Behandlung früher Krebsformen Fortschritte gemacht haben – werden die meisten Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen am Krebs oder den begleitenden Therapien sterben. Ja, Patienten versterben auch aufgrund der Therapie! Pharmafirmen und Krankenhäuser nutzen die Hoffnungslosigkeit der Krebspatienten aus, indem sie im Endeffekt unwirksame Therapien anbieten, um einen möglichst großen Gewinn einzustreichen.

Man muss aber auch sehen, dass es inzwischen schon einige Wissenschaftler und Ärzte gibt, die auf diese Missstände hinweisen. So erklärte Otis Brawley von der American Cancer Society (9):

„Ich höre immer öfter, dass wir besser sind als ich glaube. Wir fangen an, unsere eigene Sch…e zu glauben.“

Schnellzulassungsverfahren für Medikamente – wie sollte es weitergehen?

Die Pharmafirmen, aber auch einige Ärztevertreter drängen inzwischen darauf, neue Medikamente im Schnellzulassungsverfahren zuzulassen, damit schwerkranke Patienten schneller von ihnen profitieren können. In Amerika ist dies bereits Realität.

Ein Schnellzulassungsverfahren führt dazu, dass Medikamente angewandt werden dürfen, die noch nicht abschließend auf Wirkungen und Nebenwirkungen untersucht worden sind. Da in Europa das Vorsorgeprinzip gilt, stellen sich einige Behörden einem verkürzten Zulassungsverfahren in den Weg.

Das Vorsorgeprinzip ermöglicht eine schnelle Reaktion angesichts möglicher Gefahren für die Gesundheit von Menschen, Tieren oder Pflanzen oder aus Gründen des Umweltschutzes. Insbesondere in den Fällen, in denen die verfügbaren wissenschaftlichen Daten keine umfassende Risikobewertung zulassen, ermöglicht der Rückgriff auf dieses Prinzip beispielsweise die Verhängung eines Vermarktungsverbots oder sogar den Rückruf etwaig gesundheitsgefährdender Produkte.

Mir ist klar, dass es für den einzelnen Krebspatienten eine furchtbare Situation ist, aber in Anbetracht der geringen Wirkung der neuen Krebsmedikamente würde ich doch lieber bei dem Grundsatz „auf jeden Fall nicht schaden“ (Hippokrates) bleiben. Und ganz ehrlich, es gibt deutlich bessere Therapien für Krebs als die von der Pharmaindustrie angebotenen.

 

 

(1) Five Years of Cancer Drug Approvals. Innovation, Efficacy, and Costs http://jamanetwork.com/journals/jamaoncology/fullarticle/2212206

(2) Unintended Consequences of Expensive Cancer Therapeutics—The Pursuit of Marginal Indications and a Me-Too Mentality That Stifles Innovation and Creativity. http://jamanetwork.com/journals/jamaotolaryngology/article-abstract/1891387

(3) Raising the Bar for Clinical Trials by Defining Clinically Meaningful Outcomes.  http://ascopubs.org/doi/full/10.1200/JCO.2013.53.8009

(4) Quality of Life, Overall Survival, and Costs of Cancer Drugs Approved Based on Surrogate Endpoints. http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/2589085

(5) https://www.statnews.com/2017/03/08/immunotherapy-cancer-breakthrough/

(6) http://blog.dana-farber.org/insight/2016/02/what-are-the-side-effects-of-immunotherapy/

(7) Perspective: The precision-oncology illusion. https://www.nature.com/nature/journal/v537/n7619_supp/full/537S63a.htm

(8) http://www.nature.com/oncsis/focus/cm/index.html

(9) http://edition.cnn.com/2017/04/26/health/hope-vs-hype-cancer-treatment-partner/index.html