Vanille Chia-Pudding

Vanille Chia PuddingWenn es schon Pudding sein muss, dann doch bitte einer, der mehr zu bieten hat als nur eine Menge Zucker und Stabilisatoren. Die Lösung ist ganz einfach und der Pudding ist schnell gemacht und wirklich super lecker.

Chia Samen

Wenn man auf das herkömmliche Puddingpulver verzichten möchte, sind Chia Samen einfach die Lösung. In Flüssigkeit eingeweicht, quellen sie sehr schnell auf und verwandeln die Flüssigkeit in eine gelartige Masse – also genau richtig für Pudding.

Die Samen bieten Proteine, gesunde Fette, Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und Antioxidantien. Ihre hohe Konzentration des Omega-3 Fettes α-Linolsäure (ALA) hat sie vor allem bei Vegetariern und Veganern so bekannt gemacht. Chia Samen enthalten bis zu 40 Prozent Fett und davon sind 60 Prozent Omega-3-FS.

Ein Hinweis – Chia Samen verhalten sich wie Leinsamen, das heißt, damit unser Körper die Nährstoffe aufnehmen kann, müssen die Samen gemahlen sein.

Chia Samen können die Konzentrationen der Omega-3-FS ALA und Eicosapentaensäure (EPA) im Blut erhöhen. Sie erhöhen aber nicht die Konzentration von Docosahexaensäure (DHA), das heißt, es ist nicht möglich mit Chia Samen die tierische FS DHA zu ersetzen.

Bemerkenswert ist der Ballaststoffgehalt der Samen, der bei einer Menge von 2 EL ca. 10 g beträgt. Da die meisten Menschen eine zu Ballaststoff-arme Ernährung haben, ist das ein klarer Pluspunkt.

Kokosmilch

Kokosmilch enthält mittelkettige Triglyceride (MCTs), die vom Körper schnell in Energie umgewandelt werden können und nicht als Fett gespeichert werden. Sie hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (FS).

Wer jetzt glaubt, dass sie dann doch ungesund sein muss, weil gesättigte FS den Cholesterinspiegel anheben und Herzerkrankungen verursachen, der irrt. Man weiß, dass die FS der Kokosnuss tatsächlich den Cholesterinspiegel anheben, dieser Effekt tritt jedoch auf, weil nicht nur das LDL sondern auch das HDL Cholesterin (das sogenannte „gute“) ansteigt. Dem HDL wird eine cardioprotektive (herzschützende) Wirkung nachgesagt, und so haben Volksgruppen, deren Ernährung viele Kokosprodukte beinhaltet, auch tatsächlich sehr selten Herz-Kreislauferkrankungen. Eine Tatsache, die die American Heart Association (AHA) gerne ignoriert.

Außerdem sorgt der hohe Fettgehalt der Kokosmilch dafür, dass sie lange satt macht und hilft so beim Abnehmen.

Eigelb

Wie Eigelb? Aber das ist doch so schädlich und eine wahre Cholesterinbombe. Immerhin haben Menschen jahrzehntelang tatsächlich Eiweiß-Omelettes (also ohne Eigelb) gegessen (oder runtergewürgt), damit sie ihrem Herzen etwas gutes tun. Vereinzelt soll es auch heute noch Individuen geben, die sich auf diese Art quälen.

Stellt sich heraus, das ist absoluter Quatsch!

Eier sind selbstverständlich Bestandteil einer gesunden Ernährung: Sie enthalten viele Mikronährstoffe, Vitamine (D, B, K), Mineralstoffe und Jod. Ihr hoher Eiweißgehalt unterstützt die Sättigung und so hilft das Frühstücksei sogar beim Abnehmen. Die Nährstoffe befinden sich dabei sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß, wobei der größere Anteil im Eidotter zu finden ist.

Das ebenfalls im Ei enthaltene Lecithin schützt nicht nur die Leber und Dickdarmschleimhaut, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung, sondern stärkt auch die Nerven und hilft bei Stress. Lecithin verhindert übrigens auch die Aufnahme des Cholesterins aus dem Eigelb in die Darmwand.

Honig

Honig enthält unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und Natrium. Diese Stoffe sind echte Hilfen für unser Immunsystem. Die Glukoseoxydase des Honigs ist ein Enzym, das zu Wasserstoffperoxid umgewandelt wird und dann eine desinfizierende Wirkung hat. So trägt es zur Heilwirkung des Honigs bei. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich das flüssige Gold bewährt. Merke: Für unseren Körper ist Honig trotzdem Zucker (und führt zur Aktivierung derselben Stoffwechselwege wie Tafelzucker), aber wenigstens besitzt er einige gesunde Nährstoffe.

Durch die in ihm enthaltenen Flavonoide hat Honig eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Flavonoide helfen auch im Kampf gegen Viren. Wichtig: Diese Eigenschaften hat der Honig nur, solange er nicht auf über 40° C erhitzt wird! Deshalb wird er bei diesem Rezept auch erst zugegeben, wenn der Pudding schon abgekühlt ist.

Übrigens: Honig aus Ihrer Region ist ein Bestandteil der natürlichen Behandlung bei Heuschnupfen, da er praktisch eine Desensibilisierung gegen die bei Ihnen vorkommenden Pollen einleitet.

Klingt gut? Dann jetzt das Rezept für einen leckeren Pudding.

Zutaten:

  • 4 Eigelb (von glücklichen, freilaufenden Hennen)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Chiasamen gemahlen
  • 1 – 2 EL kaltgeschleuderter Honig (ich kaufe meinen direkt beim Imker)
  • 1/2 TL Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Kokosmilch in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen.
  2. Eigelb in eine Schüssel geben.
  3. Die heiße Milch langsam über das Eigelb geben und dabei kräftig rühren.
  4. Diese Mischung wieder in den Topf geben und weiterhin umrühren.
  5. Vanillepulver untermischen.
  6. Herd auf niedrigste Temperatur stellen und Mischung simmern lassen – nicht kochen. Dabei immer wieder umrühren.
  7. Nach ca. 10 Minuten hat die Mischung sich verdickt. Nehmen Sie sie vom Herd und lassen Sie sie 15 Minuten abkühlen.
  8. Chia Samen und Honig dazugeben und den Pudding auf zwei Schälchen verteilen.
  9. Im Kühlschrank 1 Stunde lang kalt stellen.

 

 

 

Chiapudding mit Rhabarber und Erdbeeren

Diesen Pudding kann man vielseitig verwenden. Er passt sowohl als Frühstück als auch als Dessert, und an warmen Tagen gibt er ein erfrischendes Mittagessen ab.

Wenn man Pudding hört, denkt man natürlich als erstes an Süßspeisen und etwas nicht so wirklich gesundes, aber das trifft für diesen Pudding nun überhaupt nicht zu. Im Gegenteil: Er besteht aus sehr gesunden Zutaten.

Chiasamen

Werden nicht umsonst als Superfood bezeichnet. Mit der wichtigste Grund für den Verzehr von Chiasamen ist ihr hoher Omega-3-Fettsäurengehalt. Sie bestehen zu 18 Prozent aus der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Zudem sind sie sehr ballaststoffreich (34 Prozent). und machen sehr lange satt. Außerdem unterstützen sie die Verdauung und geben Energie. Der Calcium-Gehalt von Chiasamen übertrifft den von Milch um das Fünffache und liegt bei 630 mg pro 100 g Chiasamen. Außerdem enthalten sie etwa doppelt so viel Eiweiss wie Getreide, nämlich über 20 Prozent bei einem Kohlenhydratgehalt von nicht einmal 5 Prozent (also, wer braucht schon Getreide?). Interessant ist am Aminosäureprofil der Chiasamen, dass sie hohe Anteile der Aminosäure Tryptophan enthalten, die den Serotonin-Spiegel und somit die Laune anheben kann.

Ich persönlich liebe Chiasamen, weil sie aufquellen und damit Nahrungsmitteln, denen sie zugesetzt werden, so eine puddingartige Konsistenz verleihen, aber wenn Sie sie nicht mögen, können Sie sie natürlich auch einfach im Smoothie oder in Säften verstecken.

Rhabarber

Rhabarber enthält u. a. Vitamin K (Blutgerinnung) und Vitamine des B-Komplexes (gut für Haut, Haare und Nerven). Er wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Verdauung und gibt dem Pudding seinen säuerlichen Geschmack. Den sauren Geschmack verdankt er Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Außerdem enthält er viel Kalium, das sich positiv auf die Zellen und Nerven auswirkt. Die in ihm enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung.

Übrigens bei Rhabarber immer dran denken, er gehört zu den sehr Oxalat-haltigen Gemüsen. Das bedeutet, das Kochwasser sollte weggeschüttet und nicht weiter verwendet werden (denn darin befinden sich nach dem Kochen die Oxalate).

Kokosmilch

Für mich einfach die Alternative, wenn es milchfrei sein soll. Durch den hohen Fettgehalt trägt die Kokosmilch dazu bei, dass der Pudding lange satt macht, und sie verleiht ihm eine cremige Konsistenz.

Kokosmilch enthält viele mittelkettigen Triglyceride, auch MCTs (Middle Chain Triglycerides) genannt. Die besondere Eigenschaft der MCTs ist, dass sie im Körper schneller als Energie verbrannt werden als andere Arten von Fettsäuren, die eher dazu führen, dass die Fettpölsterchen wachsen.

 

Zutaten

  • 720 ml Kokosmilch
  • 3/4 Becher Chiasamen
  • 1 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 750 g Rhabarber
  • 1 – 1,5 Becher Erdbeeren
  • 1 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 60 ml Wasser
  • als Topping Kokosraspel und/oder Cacao Nibs

Zubereitung

  1. Die ersten drei Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und in den Kühlschrank tun
  2. Rhabarber schälen und kleinschneiden und mit den Erdbeeren in einem Topf bei mittlerer Hitze kochen bis der Rhabarber weich wird (ca. 8 – 10 Minuten)
  3. Dann kommen alle Zutaten in den Mixer und werden gemixt bis sie glatt verrührt sind.
  4. Den Pudding für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit er gut durchkühlt.
  5. Topping der Wahl drauf und einfach nur genießen.