Pekannuss Shortbread

Pekannuss ShortbreadIch liebe einfach Shortbread. Dieses Gefühl, wenn die Butter im Mund schmilzt. Shortbread Kekse kann man ganz einfach selber machen. Alles, was man braucht, sind sieben Zutaten.

Ich habe für dieses Rezept Pekannüsse genommen. Sie gehören zur Familie der Walnüsse, schmecken allerdings süßer und aromatischer.

Pekannüsse sind geballte Nährstoff-Päckchen: Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen wirken sich günstig auf die Knochen und auf verschiedene Stoffwechselvorgänge aus. Außerdem enthalten sie das Spurenelement Selen. Dieses bindet beispielsweise Schwermetalle und trägt somit zur Entgiftung des Körpers bei. Der hohe Proteingehalt und verschiedene B-Vitamine sind gut für die Nerven, das Gehirn und die Muskeln. Das ebenfalls reichlich enthaltene Vitamin A schützt Augen und Schleimhäute.

Studien zeigen: Der mäßige, aber regelmäßige Verzehr von Pekannüssen bringt positive Effekte bei erhöhtem Blutdruck und Cholesterinspiegel. Außerdem enthalten Pekannüsse viele Ballaststoffe – 100 g liefern fast ein Drittel der täglich empfohlenen Menge von 30 g. Sie sind die Nüsse mit der größten Menge an Antioxidantien und dem höchsten Fettgehalt aller Nüsse (72 % Fett).

Bereits eine Handvoll Pekannüsse reicht aus, um genügend der für das Herz-Kreislauf-System wichtigen ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen. Besonders empfehlenswert sind Pekannüsse nicht nur bei Bluthochdruck, sondern auch bei Diabetes, da sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken

 

Pekannuss Shortbread

Ergibt 24 Kekse

Zutaten:

  • 2 1/2 Tassen Mandelmehl
  • 1/4 TL Himalaya Salz
  • 1/4 TL Backnatron
  • 1 Tasse gehackte Pekannüsse
  • 1/2 Tasse Weidebutter
  • 1 TL kaltgeschleuderter Honig
  • Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Mit einem Stabmixer die Butter und den Honig gut verrühren.
  2. In einer zweiten Schüssel alle trockenen Zutaten sowie die Pekannüsse mischen.
  3. Die Buttermischung unter die trockenen Zutaten geben.
  4. Rollen Sie den Teig in Backpapier und tun Sie ihn für eine Stunde in den Kühlschrank. Die Rolle sollte einen Durchmesser von ungefähr 6 cm haben.
  5. Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und schneiden Sie ihn in etwa 0,5 cm große Scheiben.
  6. Legen Sie die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  7. Bei 170° C ungefähr 15 Minuten backen bis die Kekse leicht golden sind.
  8. Abkühlen lassen und genießen.

Warum „Bio“ und „Glutenfrei“ nicht gleichbedeutend mit gesund ist

Wir haben in unserem Einkaufszentrum seit einigen Monaten einen Bio-Supermarkt. Das ist natürlich sehr praktisch, weil man nicht lange nach Bio-Produkten suchen muss, sondern alles schön in einem Laden beisammen hat.

Bio ist ja ganz groß in, und jeder weiß, dass Bio-Lebensmittel auch viel gesünder sind als die pestizid- und hormonbelasteten Lebensmittel, die wir sonst so im Supermarktregal antreffen. Und es ist doch toll, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, immer mehr von diesen gesunden „bio“ Lebensmitteln zu kaufen.

Die gleiche Situation haben wir bei glutenfreien Lebensmitteln. Glutenfrei ist der große Trend, und die Nahrungsmittelindustrie ist nur zu gern bereit, die entsprechenden Produkte herzustellen. Sie lieben Pizza und Kekse? Ihnen kann geholfen werden. Schon gibt es ganze glutenfreie Gänge im Supermarkt. Und viele machen mit, obwohl ihnen nicht so ganz klar ist, was dieses Gluten eigentlich ist.

So verwundert es dann auch nur ein bisschen, dass es plötzlich glutenfreies Fleisch gibt oder glutenfreien Salat. Gut, ich gebe zu, dass ich mich ein bisschen auf den Arm genommen fühle, aber nehmen wir das mal nicht als Maßstab. Immerhin wussten bei einer Umfrage über 70 % der Befragten nicht, dass Gluten ein Getreideprotein ist, obwohl sie angaben, sich glutenfrei zu ernähren (??). Ist also schon mal gut zu wissen, dass es selbstverständlich in Fleisch und Gemüse nicht enthalten sein sollte.

„Bio“, „glutenfrei“ = gesund?

Was ich sehr bedenklich finde, ist der Trend, „Bio“ und „glutenfrei“ mit „gesund“ gleichzusetzen. So wurde ein Kuchen, den ich mit zur Arbeit gebracht hatte, sofort als gesund eingestuft, weil die Kollegen wissen, dass ich kein Gluten esse.

Neeeiiin!!

Kuchen ist nicht gesund. Meiner war nur sicherlich nicht ganz so schädlich wie manch ein anderer. Das ist der Unterschied.

Gehen wir mal zurück in meinen Bio-Supermarkt. Ich gebe zu, ich bin da so ein bisschen zwanghaft, aber ich sehe mir immer an, was andere Leute in ihrem Einkaufskorb haben. Dies hier sind immerhin Menschen, die mehr Geld ausgeben, um sich gesund zu ernähren, und die deshalb alle diese „bio“- und „glutenfreien“ Produkte kaufen.

Okay, die erste hat also Mango, Vollkornnudeln, Brot, Müsli, Kekse, Margarine und Wurst in ihrem Korb. Nun gut. Wie sieht es denn bei der jungen Frau gegenüber aus. Oha, da finden sich Veggie-Burger, Käse (vegan), Seitanwürstchen, ebenfalls Müsli, Sojamilch und tatsächlich auch ein Salatkopf.

Wer mich kennt, weiß schon, worauf ich hinaus will. Bei beiden Kunden besteht der Großteil des Einkaufs aus Fertignahrungsmitteln. Im zweiten Fall sogar noch aus essbaren Dingen, die mit einer normalen menschlichen Ernährung nur noch ansatzweise etwas zu tun haben. Und ich kann mich nur immer wiederholen: Ihr Körper möchte ganz normale Nahrungsmittel, die nicht eine Menge Zusatzstoffe enthalten und eine Haltbarkeit von einem Jahr haben.

Biolachs aus „ökologischer“ Aquakultur bleibt trotzdem ein Fisch, der in Massentierhaltung aufgezogen wurde. Er darf vielleicht nicht mit genmanipuliertem Futter gefüttert werden, aber das bedeutet noch lange nicht, dass er so gesund ist wie ein wild gefangener Fisch, der sein Leben artgerecht verbracht hat (der aber nicht als „bio“ bezeichnet werden darf).

Bio-Müsli enthält zwar weniger Pestizide, dafür aber trotzdem viel zu viel Zucker. Glutenfreies Müsli enthält dann keinen Weizen mehr, aber dafür andere kohlenhydratreiche Getreide (Zucker!) und durch die Verwendung zusätzlicher Nüsse dann auch die dreifache Menge Fett. Und ich sage hier nicht, dass Fett etwas schlechtes ist (jedenfalls nicht, wenn es aus Nüssen kommt), aber die Kombination von einer großen Menge Kohlenhydrate mit einer nicht kleinen Menge Fett ist nicht gesund.

Bio-Müsli                                      Glutenfreies Bio-Müsli

Wie Sie sehen können, hat das glutenfreie Müsli glatte 73 kcal mehr pro 100 g. Der reine Zuckergehalt ist um 19 g höher.

Sie müssen sich entscheiden: Entweder Sie essen ordentlich Kohlenhydrate (und werden dick), oder Sie essen ordentlich Fett, aber wenig Kohlenhydrate (und werden schlank), oder Sie essen ordentlich Fett und Kohlenhydrate (dann werden Sie noch dicker). Und es ist dabei völlig egal, ob auf den Kohlenhydraten „bio“, „glutenfrei“ oder „von Oma in den Schlaf gesungen“ drauf steht.

Was ich damit natürlich sagen will, ist: Junk-Food bleibt Junk-Food auch wenn die Zutaten vielleicht etwas gesünder sind als die der konventionell erzeugten Produkte. So, das musste ich jetzt einfach mal los werden.

Ich kaufe soweit es geht, immer Bio-Produkte, allerdings meistens welche, die nur eine Zutat haben: Gemüse, Milch, Fleisch, Käse (na, bei dem sind es mehrere Zutaten). Aber Sie verstehen, was ich meine. Ich finde bio toll, eben weil ich gerne auf die Zusatzstoffe der industriell gefertigten Lebensmittel verzichten möchte. Ich glaube nicht, dass mein Körper Glyphosat braucht oder Gülle von kranken Tieren aus den Mastställen. Dafür zahle ich dann auch gerne mehr.

Was glutenfreie Lebensmittel angeht, so würde ich Ihnen von sämtlichen glutenfreien Backwaren abraten. Sie haben als Ersatz häufig Reismehl (hohe Arsenbelastung) oder Maismehl (hohe Konzentration von Glutenen anderer Familien als das Gliadin des Weizens mit teils verheerenden Wirkungen) plus eine Menge verschiedener Zucker, um das ganze schmackhafter zu machen.

Wenn Sie meinen, auf Ihr tägliches Brot nicht verzichten zu können, dann backen Sie selber. Sie können es zum Beispiel mal mit meinem Leinsamenbrot versuchen. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, wenn Sie das Brot mal weglassen, haben Sie nach ein paar Tagen gar kein Verlangen mehr danach. Und ich war jemand, der geglaubt hat, auf Brot auf keinen Fall verzichten zu können (die Gluteomorphine lassen grüßen).

Wenn Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch im Supermarkt wieder dabei ertappen, dass Sie die „bio“ Kekse in den Einkaufswagen legen wollen, dann drehen Sie das Produkt mal um und sehen Sie sich die Nährwert-informationen an. Dann fragen Sie sich, ob die enthaltene Menge Kohlenhydrate für Ihren Körper in irgendeiner Weise tatsächlich einen „Nährwert“ hat und gesund sein könnte (Spoiler: Sie ist es nicht). Danach packen Sie dieses essbare Ding einfach wieder in das Regal zurück (und gratulieren sich, dass Sie nicht auf die „bio“ Lüge hereingefallen sind).

Ihr Körper und Ihr Geldbeutel werden es Ihnen danken.