4 Ursachen warum Ihre guten Darmbakterien geschädigt werden können

Irgendwie haben wir ja schon immer so ein Bauchgefühl gehabt, dass unser Darm wohl ein ganz besonderes Organ ist. Und tatsächlich ist der Darm, bzw. seine Bewohner – das sogenannte Darmmikrobiom ein ganz heißes Forschungsgebiet.

Viele Menschen sind immer noch der Ansicht, dass Bakterien etwas Ekliges sind, das unbedingt bekämpft werden muss (sehen Sie sich nur mal die Reinigungsbomben in Ihrem Drogeriemarkt an). Aber bei Wissenschaftlern setzt sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass diese kleinen Lebewesen für uns extrem wichtig sind und wir uns mit ihnen besser auf sehr guten Fuß stellen sollten.

Diese wuselige Gemeinschaft besteht aus Billionen Mikroben wie Bakterien, Viren und Pilzen. Sie bilden das gastrointestinale Ökosystem, das das Darmmikrobiom (oder einfach Mikrobiom) genannt wird. Im engeren Sinn wird hierdurch die Gesamtheit aller mikrobiellen Gene bzw. Genome (DNA) im menschlichen Organismus bezeichnet und vom Begriff der Mikrobiota unterschieden, die die Gesamtheit aller Mikroorganismen beschreibt.

Das Mikrobiom ist praktisch der Gegenpart zu unserem Genom. Es gibt in unserem Körper 100 mal mehr Bakteriengene als menschliche Gene. Vielleicht denken Sie einmal daran, wenn Sie das nächste Mal wieder die chemische Keule gegen diese wiederlichen Bakterien einsetzen wollen.

Den meisten Leuten ist nicht bewusst, dass zum Beispiel die „Schmetterlinge im Bauch“ eine sehr reale Ursache im Wirken unseres Mikrobioms haben. Tatsächlich ist für Ihre Gesundheit und Ihr allgemeines Wohlbefinden ein intaktes und gut funktionierendes Mikrobiom unumgänglich.

Die Balance Iherer Mikrobiota ist extrem wichtig und betrifft fast jedes System in Ihrem Körper (1). Ein Ungleichgewicht (Dysbiose) im Mikrobiom und den Mikrobiota wird mit vielen Erkrankungen in Verbindung gebracht:

  • Krebserkrankungen (2)
  • Autoimmunerkrankungen (3)
  • Allergien (4)
  • Depression (5)
  • Autismus (6)
  • Adipositas (7)
  • Alzheimer Demenz (8)
  • Verdauungsprobleme (Reflux, Reizdarm) (9)
  • Immunschwäche (10)

Was versteht man unter Dysbiose?

Ein „balanciertes“ Miktobiom bezeichnet eine optimale Zusammenarbeit der Mikroben untereinander, eine gute Funktion jedes Einzelnen und wie diese Prozesse auf Ihren Körper wirken. Im Allgeimeinen wird dies durch eine große Vielfalt in den Mikrobiota und eine optimale Anzahl der einzelnen Mikroben erreicht.

Wenn eine Mikrobenart stark zu oder abnimmt, gibt es Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Ein Zuviel an Hefen kann zu einer Pilzüberwucherung führen. Auf der anderen Seite, kann ein Mangel an Hefen Auswirkungen auf andere Bakterien haben, die sich von Hefen ernähren. So kann es zu einem Enzymmangel kommen oder Nährstoffe werden nicht mehr richtig aufgenommen.

Das Mikrobiom ist ein sehr empfindliches Ökosystem, und so überrascht es nicht, dass eine Dysbiose sehr schnell ausgelöst werden kann. So wurde zum Beispiel im Tierversuch gezeigt, dass eine fett- und zuckerhaltige Ernährung (also genau die, die Menschen in der westlichen Welt haben) die Struktur des Mikrobioms innerhalb eines Tages verändern kann (11).

Es ist immens wichtig, dass wir uns klar machen, welchen Schaden wir anrichten können, wenn wir den falschen Lebensstil verfolgen. Auf der anderen Seite ist es positiv zu wissen, dass angerichteter Schaden rückgängig gemacht werden kann (und auch das geht teilweise sehr schnell).

Wodurch kommt es zur Dysbiose?

Verwendung von Sucralose

Künstliche Süßstoffe sind immer wieder Grund für Diskussionen. Die einen sind begeistert, weil Sie Kalorien sparen können, die anderen (so wie ich) halten sie für absoluten Mist, weil sie extrem schädlich für die Gesundheit sind.

Ich möchte hier Sucralose (Splenda) beleuchten. Bisher war ich immer der Meinung, dass wir Sucralose nur in verarbeiteten Lebensmitteln finden, aber tatsächlich kann man sie bei Amazon auch als Streusüße kaufen. Sucralose wird als „natürlicher“ Zuckerersatz beworben, da sie aus richtigem Zucker hergestellt wird.

Bei der Herstellung von Sucralose werden OH-Gruppen von Sucrose (Zucker) in einem ganz „natürlichen“ Verfahren durch Chlor ersetzt (12). Das haben Sie jetzt richtig verstanden. Sie essen damit Chlor – ein Zellgift. Wow!

Aber Sucralose enthält nicht nur Chlor, sondern auch noch andere schädliche Chemikalien, die verhindern sollen, dass sich die Chlormoleküle vom Zuckermolekül lösen. Diese Chemikalien stehen nicht auf der Zutatenliste, weil sie eine zu geringe Konzentration haben als dass sie deklarationspflichtig wären. Es handelt sich um (13):

  • Aceton
  • Essigsäure
  • Acetylalkohol
  • Ammoniumchlorid
  • Benzol
  • Ethylalkohol
  • Formaldehyd
  • Chlorwasserstoff
  • Lithiumchlorid
  • Methanol
  • Schwefelsäuredichlorid.

Die chemische Formel von Splenda ist 1,6-dichloro-1, 6-dideoxy-BETA-D-fructofuranosyl-4-chloro-4-deoxy-alpha-D-galactopyranoside. Glauben Sie, dass Ihre Darmbakterien wissen, was sie damit anstellen sollen?

In einer Rattenstudie wurden 2008 deutliche negative Effekte durch den Konsum von Sucralose nachgewiesen (14). Es kam zu einer Reduktion der „guten“ Mikrobiota, die auch nach einer Erholungszeit von 12 Wochen fortbestand. Außerdem kam es zur vermehrten Expression von Enzymen, die die Bioverfügbarkeit von oral aufgenommenen Medikamenten vermindern.

Alkoholkonsum

Natürlich wissen die meisten Menschen, dass Alkohol nicht gerade gesund ist – auch wenn gerne ins Feld geführt wird, dass Rotwein gut fürs Herz ist. Das lassen wir jetzt mal dahingestellt sein (die Mengen Rotwein, die Sie trinken müssten, um eine ausreichende Menge Resveratrol aufzunehmen, ist beträchtlich), aber ganz klar ist, dass Alkohol Ihr Darmmikrobiom schädigt. Er führt zu Schleimhautschäden, quantitativen und qualitativen Änderungen der Darmflora (SIBO und Dysbiose) und vermehrter intestinaler Permeabilität (Leaky Gut), was zu einer Translokation von Bakterienendotoxinen in den Blutstrom der Portalvene (Lebervene) führt (15). Es wird vermutet, dass dieser Mechanismus für die durch Alkoholkonsum auftretenden Leberschäden mitverantwortlich sein könnte.

Eine Studie aus dem Jahr 2009, die sich mit den Auswirkungen von Alkohol auf Mikrobiota beschäftigte, fand eine signifikante Dysbiose bei Ratten, die mit Alkohol gefüttert wurden. Diese Dysbiose konnte durch Zuführung eines Probiotikums (in diesem Fall Lactobacillus rhamnosus) verhindert werden (16). Umgekehrt war die Menge an Lactobacillus im Darm von Personen mit alkoholinduzierten Lebererkrankungen deutlich vermindert (15).

Alkoholkonsum und SIBO

Schon ein mäßiger Alkoholkonsum kann zu einer Erkrankung führen, die als SIBO bezeichnet wird (17) (Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Ein mäßiger Alkoholkonsum ist definiert als:

  • Nicht mehr als zwei alkoholische Getränke für Männer (≅ 24 g Alkohol)
  • Nicht mehr als ein alkoholisches Getränk für Frauen (≅ 12 g Alkohol)
  • Ein alkoholisches Getränk ≅ 300 ml Bier, 150 ml Wein oder 40 ml Spirituosen.

Normalerweise befindet sich der Großteil der Bakterien im Dickdarm und nur sehr wenige siedeln sich im Dünndarm an. Kommt es zu einer bakteriellen Überwucherung des Dünndarms (SIBO), so ist eine Folge davon, dass Nährstoffe, die Ihr Körper eigentlich im Dickdarm aufnehmen sollte, schon von den Bakterien im Dünndarm konsumiert werden, wodurch es dann zu einem Nährstoffmangel kommt. Weitere Symptome sind Flatulenz (Furzen), Blähungen und Bauchkrämpfe.

Mittels H2-Atemtest konnten die Forscher nachweisen, dass ein Großteil der 200 untersuchten Probanden ein positives Testergebnis für das Vorhandensein von SIBO hatten. 95 % der Probanden klassifizierten ihren Alkoholkonsum als leicht bis mäßig. Dies legt nahe, dass schon ein geringer Alkoholkonsum ausreichen kann, eine signifikante Dysbiose auszulösen. Bedinklich ist also nicht nur – wie bisher angenommen – ein hoher Alkoholkonsum.

Und die Moral von der Geschicht‘ (die Takeaway-Message): Wenn Sie Probleme mit Ihrem Darm haben, sollten Sie auch geringe Mengen Alkohol meiden. Außerdem empfiehlt es sich, die Dysbiose mit einer Nahrungsumstellung (Zucker!!!) und dem Einsatz eines Probiotikums zu behandeln.

Schlechte Ernährung

In gewissem Sinne haben die ersten beiden Punkte es natürlich schon angesprochen, aber nochmal ganz ausdrücklich: Eine schlechte Ernährung ist die Hauptursache für eine Dysbiose.

Und vergessen Sie, was Ihnen Ärzte, Ernährungsberater und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung über gesundes Essen erzählen, denn da landen Sie wieder bei Kohlenhydraten und Raps- oder noch besser Sojaöl.

Schlechte Ernährung bedeutet:

  • Zu viel Zucker und ungesunde Fette
  • Zu viele Kohlenhydrate (inklusive Vollkornbrot und Kartoffeln)
  • Zu wenig entzündungshemmende Nahrungsmittel wie vor allem grünes Blattgemüse, aber auch andere nicht stärkehaltigen Gemüse
  • Verarbeitete Lebensmittel, die Konservierungsstoffe, Chemikalien, Pestizide und Antibiotika enthalten
  • Zu wenig fermentierte Nahrungsmittel, die gesunde Probiotika enthalten (und damit meine ich nicht die süßen schlesischen Gurken in Essig, die Sie im Supermarkt finden) (18)
  • Zu wenig Präbiotika (Stoffe, die die „guten Darmbakterien“ ernähren). Präbiotika sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Meistens handelt es sich dabei um gewisse nicht verdauliche Kohlenhydrate, wie z. B. Inulin. Inulin kommt in großen Mengen beispielsweise in Topinambur, Pastinaken, Chicoree, Artischocken, Schwarzwurzeln oder auch in Löwenzahnwurzeln vor.

Antibiotika

Mit dem neuen Verständnis, das Sie hoffentlich inzwischen für Ihre Darmbakterien haben, muss es Ihnen klar sein, dass Antibiotika den Super-GAU für Ihr Mikrobiom darstellen (19). Sie konkurrieren mit schlechter Ernährung um den Titel Hauptverursacher für eine Dysbiose.

Antibiotika werden insgesamt einfach zu häufig eingesetzt. Nicht nur, dass sie oft auch bei viralen Infektionen verschrieben werden (obwohl sie gegen Viren nicht wirken), Sie bekommen sie prophylaktisch (vorsorglich) bei Operationen und nicht zu vergessen, Sie haben sie täglich auf Ihrem Teller

Nach Angaben der Paul-Ehrlich-Gesellschaft haben deutsche Bauern im Jahr 2012 ihren Tieren mehr als 1600 Tonnen Antibiotika gegeben. Menschen dagegen verbrauchten im gleichen Zeitraum nur 700 Tonnen Antibiotika (20).

Ihre tägliche Dosis Antibiotikum hat auf Ihr Mikrobiom verheerende Auswirkungen. Antibiotika unterscheiden nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien, sie töten wahllos einfach alles ab. So kommt es dazu, dass Ihr Darm nach Abtötung der „guten“ Bakterien von anderen Mikroorganismen überwuchert werden – kann inklusive resistenter Keime (und mit denen haben wir es ja immer mehr zu tun).

Sicherlich haben Sie schon gehört, dass es nach Anwendung eines Antibiotikums häufig zu Pilzüberwucherungen kommt (21). Auch für Pilze gilt: Die richtige Menge brauchen wir, aber zu viele machen uns krank.

4 Strategien, um Ihr Mikrobiom während einer Antibiotika-Therapie zu schützen

Sollten Sie tatsächlich ein Antibiotikum einnehmen müssen, so stellen Sie sicher, dass Ihr Mikrobiom so wenig Schaden nimmt wie möglich. Wie tun Sie das?

  • Nehmen Sie schon während – aber auch noch nach der Therapie mit einem Antibiotikum zusätzlich Probiotika. Diese müssen Sie immer in der Mitte eines Dosierungsintervalls nehmen, weil sie sonst natürlich sofort abgetötet werden. Wenn Sie also das Antibiotikum zum Beispiel morgens und abends einnehmen, dann nehmen Sie das Probiotikum mittags.
  • Verzehr von fermentierten Nahrungsmitteln (Sauerkraut, Kimchi, qualitativ hochwertiger Kefir) versorgt Sie mit hunderten verschiedenen Bakterienstämmen. Achten Sie darauf, dass die Nahrungsmittel nicht erhitzt wurden, ansonsten sind die Bakterien tot.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum, oder verzichten Sie am besten eine Weile ganz auf Alkohol.
  • Stellen Sie Ihre Ernährung um. Essen Sie viel Gemüse und schmeißen Sie verarbeitete Lebensmittel (oder sagen wir besser: essbare Dinge) aus Ihrem Ernährungsplan. Vermeiden Sie vor allem Zucker, weil dieser zusätzlich eine Pilzüberwucherung unterstützt (Hefen lieben Zucker!).

Übrigens sollten Sie diese Tipps nicht nur bei einer Therapie mit einem Antibiotikum anwenden. Auch in der übrigen Zeit, weiß Ihr Mikrobiom eine wirklich gesunde Ernährung unbedingt zu schätzen. Und wenn es Ihrem Mikrobiom gut geht, dann geht es Ihnen auch gut.

 

(1) What is the gut microbiota? What is the human microbiome?  http://www.medicalnewstoday.com/articles/307998.php

(2) Cancer and the gut microbiota: An unexpected linkhttp://stm.sciencemag.org/content/7/271/271ps1

(3) Any role for probiotics in the therapy or prevention of autoimmune diseases? Up-to-date review. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23921494

(4) Allergy and the gastrointestinal system. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2515351/

(5) https://www.nytimes.com/2015/06/28/magazine/can-the-bacteria-in-your-gut-explain-your-mood.html?_r=0

(6) The gut-brain axis: interactions between enteric microbiota, central and enteric nervous systems. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4367209/

(7) https://www.scientificamerican.com/article/how-gut-bacteria-help-make-us-fat-and-thin/

(8) Alzheimer’s Disease Histological and Behavioral Manifestations in Transgenic Mice Correlate with Specific Gut Microbiome State. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27911317

(9) Gut health‘: a new objective in medicine?  https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/1741-7015-9-24

(10) Probiotics as efficient immunopotentiators: Translational role in cancer prevention. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3928711/

(11) The Effect of Diet on the Human Gut Microbiome: A Metagenomic Analysis in Humanized Gnotobiotic Mice. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2894525/

(12) http://sucralose.org/your-questions-answered/

(13) http://www.janethull.com/newsletter/0209/weird_science_how_splenda_was_discovered.php

(14) Splenda alters gut microflora and increases intestinal p-glycoprotein and cytochrome p-450 in male rats. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18800291

(15) Alcohol and gut microbiota – the possible role of gut microbiota modulation in the treatment of alcoholic liver disease. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25809237

(16) Lactobacillus GG treatment ameliorates alcohol-induced intestinal oxidative stress, gut leakiness, and liver injury in a rat model of alcoholic steatohepatitis.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19251117

(17) Moderate alcohol consumption is associated with small intestinal bacterial overgrowth. https://www.sciencedaily.com/releases/2011/10/111031114949.htm

(18) Probiotics in man and animals. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2666378

(19) The pervasive effects of an antibiotic on the human gut microbiota, as revealed by deep 16S rRNA sequencing. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19018661

(20) Antibiotikaverbrauch und die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Human- und Veterinärmedizin in Deutschland. http://www.p-e-g.org/econtext/germap

(21) Antibiotics Cause Health Problems and Candida Overgrowth. http://www.naturalnews.com/027198_candida_antibiotics_health.html

 

12 Gründe warum Sie einen leckenden Darm haben könnten

Jede Krankheit beginnt im Darm (Hippocrates)

darmHippocrates hatte Recht, der Darm ist das Tor zur Gesundheit. Wenn Ihr Darm gesund ist, haben Sie gute Chancen auch sonst gesund zu sein.

Heute möchte ich mich mit einem Syndrom beschäftigen, dass unter dem Namen „Leaky Gut“ zusammengefasst wird, und das vielen Menschen eine Menge Ärger bereitet, ohne dass sie überhaupt wissen, dass sie es haben.

Leaky gut, oder in medizinischem Hochdeutsch vermehrte intestinale Permeabilität (= vermehrte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut), ist ein Syndrom, das viele Mediziner für einen Mythos halten. Das verwundert schon sehr, denn eine PubMed Suche ergibt 5119 Ergebnisse für Studien, die nachweisen, dass dieses Syndrom nicht nur absolut real ist, sondern dass es auch vielfältige Auswirkung auf unsere Gesundheit hat.

Im Normalfall lässt die Darmschleimhaut nur sehr kleine Moleküle durch, um lebenswichtige Nährstoffe aufzunehmen. Tatsächlich ist die Regulierung der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut eine der wichtigsten Aufgaben der Darmwandzellen. Diese Regulierung erfolgt über sogenannte Tight Junctions, das sind Verbindungen der Epithelzellen der Darmschleimhaut, die eine Barrierefunktion ausüben. Die Tight Junctions werden durch ein Protein namens Zonulin reguliert. Wird Zonulin aktiviert, öfnnen sich die Tight Junctions.

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Durch die Öffnung der Tight Junctions folgt, wie man sich nicht schwer vorstellen kann, eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand, also ein Leaky Gut. Wenn der Darm durchlässig ist, gelangen Dinge in den Blutstrom, die dort eigentlich nicht hingehören. Das sind zum Beispiel Giftstoffe, Mikroben, unverdaute Nahrungsmittel und alles, was sich sonst noch so in Ihrem Darm tummelt. Ihr Immunsystem erkennt nun diese „Eindringlinge“ als Krankheitserreger und greift sie an. Handelt es sich bei diesen „Eindringlingen“ zum Beispiel um unverdaute Nahrungsmittel, dann werden Sie nach einiger Zeit eine Allergie auf diese Nahrungsmittel entwickeln. Und wenn Sie dann statt der betroffenen Nahrungsmittel etwas anderes essen, gelangt dies ebenfalls unverdaut in Ihren Blutstrom, und dann weiten sich die Nahrungsmittelallergien aus. So einfach ist das!

Im Lauf der Jahre entwickeln sich aufgrund des durchlässigen Darms dann ernsthafte Beschwerden. So werden besonders die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht. Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Erkrankungen gelten als unheilbar. Wenn man die Ursache versteht, sind sie aber tatsächlich gut zu behandeln.

Was verursacht einen Leaky Gut?

Die Hauptschuldigen sind Nahrungsmittel, Infektionen und Toxine

  1. Gluten: Ist der Nahrungsbestandteil, der mit Abstand am häufigsten einen Leaky Gut auslöst. Das Gliadin Molekül führt zu einer Freisetzung von Zonulin und damit wie oben erklärt zu einer Öffnung der Tight Junctions. Eine 2006 erschienene Studie zeigt auf, dass dieser Effekt nicht nur bei Zöliakie Patienten auftritt, sondern auch bei einer gesunden Kontrollgruppe (1). Also in anderen Worten, Gluten löst – zumindest vorübergehend – bei jedem Menschen einen Leaky Gut aus.
  2. Lectine und Phytate: Sie kommen ebenfalls in Getreide aber auch in Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Es handelt sich um Antinährstoffe, die die Nährstoffaufnahme verhindern, sich an die Darmschleimhaut anheften und zu Entzündungen führen. Durch richtige Zubereitung können diese Stoffe zum Teil inaktiviert werden. Wenn Sie Nahrungsmittel konsumieren, die diese Substanzen enthalten, so sollten Sie sie auf jeden Fall einweichen und ankeimen oder fermentieren, um den Schaden für die Darmschleimhaut möglichst gering zu halten.
  3. Milchprodukte: Das Milchprotein Casein weist eine große strukturelle Ähnlichkeit zu Gluten auf und kann vom Immunsystem fälschlicherweise mit diesem verwechselt werden. Dies gilt insbesondere für das in Kuhmilch größtenteils vorkommende A1-Casein (2). Das A2-Casein aus Ziegen- oder Schafmilch und einigen Kuhrassen schneidet besser ab.
  4. Alkohol: Schon Alkohol in Maßen (wie auch immer man das definiert) stört die Zonulinproduktion und verändert die Integrität der Darmschleimhaut. Dies führt zu einer Schwächung der Tight Junctions (3).
  5. Zucker: Darf in dieser Sammlung natürlich nicht fehlen. Zucker richtet im gesamten Körper Schaden an, aber vor allem im Darm. Zucker sorgt für vermehrtes Wachstum von Hefen, Pilzen und schlechten Bakterien, die den Darm schädigen.
  6. Infektionen: Die häufigsten infektiösen Ursachen sind Candidabefall, Darmparasiten und eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO = Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Sie alle verursachen schwere Schäden in der Darmschleimhaut.
  7. Antibiotika: Längerfristige oder häufige Anwendung von Antibiotika kann sich schädlich auf die Darmflora auswirken, denn Antibiotika unterscheiden nicht zwischen guten und schlechten Bakterien sondern töten einfach alle ab. Dies kann dazu führen, dass die schlechten Bakterien die Oberhand gewinnen und es im Darm zu Entzündungen kommt. Um dies zu verhindern sollten Sie, wenn Sie Antibiotika wirklich einnehmen müssen, immer auch Probiotika einnehmen.
  8. NSAR: Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac sind häufig verwendete Schmerzmittel, die auch entzündungshemmend wirken. Sie sind jedoch schwer abzubauen, irritieren den Dünndarm und führen so zum Leaky Gut. Dieser Effekt tritt bei längerer Anwendung von NSAR auf (4). Unter Aspirin tritt keine erhöhte Permeabilität auf.
  9. Antazida: Medikamente, die die Magensäure hemmen und bei Sodbrennen und Reflux eingesetzt werden. Diese führen bei Langzeitanwendung häufig zu SIBO und Darmentzündungen. Beides Ursachen für einen Leaky Gut.
  10. Steroide: Wie zum Beispiel Prednisolon werden bei chronischen Entzündungen und Schmerzen verschrieben, um die Entzündungsreaktion im Körper abzuschwächen. Gleichzeitig erhöhen sie jedoch den Cortisolspiegel, was zu einer Schädigung der Darmwand führt.
  11. Stress: Chronischer Stress beeinflusst die Darmgesundheit (5). Genau wie bei der Einnahme von Steroiden kommt es auch hierbei zu einer Erhöhung der Cortisolkonzentration. Außerdem schwächt Stress das Immunsystem.
  12. Toxine: Umweltgifte wie zum Beispiel Quecksilber, Pestizide und BPA aus Plastik verursachen Entzündungen im Darm und öffnen die Tight Junctions. Leiden Sie außerdem noch unter Verstopfung, so haben die Toxine noch mehr Zeit ihre schädliche Wirkung zu entfalten.

Wie Sie sehen, führen viele ganz alltägliche Dinge zu einer erhöhten Durchglässigkeit im Darm. Es macht Sinn, gerade bei Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien, Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse), Rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Typ I Diabetes, aber auch bei Schizophrenie und Autismus einen sehr genauen Blick auf den Darm zu werfen. Ein Großteil dieser Erkrankungen ist mit einer Darmsanierung zumindest deutlich zu Verbessern, wenn nicht sogar heilbar.

 

(1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16635908

(2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17666771

(3)http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0107421

(4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3780475

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22314561

Grippeimpfung – überflüssig und gefährlich

vaccination-1215279_1920Es ist wieder diese Zeit des Jahres, wo Haus- und Kinderärzte ganz unruhig werden, und ihren Patienten ans Herz legen, sich doch auf jeden Fall gegen die Grippe impfen zu lassen, damit sie im besten Fall überhaupt nicht erkranken und wenn sie erkranken, sie wenigstens um die teilweise tödlichen Komplikationen herumkommen. Wenn man ihren Aussagen glauben darf, dann ist die Grippeimpfung das einzige Mittel, das kleine Kinder und Senioren eine Grippeepidemie überleben lässt.

Aber ist das tatsächlich so?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Grippeviren sich sehr schnell verändern. Die WHO muss aber schon im Frühjahr festlegen, wie der Grippeimpfstoff für den Herbst zusammengesetzt sein soll, denn sonst kommt die Pharmaindustrie mit der Produktion nicht mehr hinterher. Mit etwas Pech enthält dieser Impfstoff also Stämme, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell sind.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem.

Im Lancet (keine so ganz unbekannte Medizinische Zeitschrift) stand 2007, dass „kürzlich durchgeführte Mortalitätsuntersuchungen (also Untersuchungen zu tödlich verlaufenden Erkrankungen) keinen Rückgang bei Grippetodesfällen seit 1980 nachweisen konnten, obwohl die Impfraten von 15 % auf 65 % gestiegen waren“ (1). Das ist ja schade, denn gerade die Todesfälle sollen durch die Impfung ja vermieden werden.

In einem weiteren Artikel im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, der 2008 erschienen ist, wurden Statistiken der letzten 20 Jahre untersucht und gefunden, dass es keine Studie gibt, die aufzeigt, dass die Grippeschutzimpfung irgendeinen Mortalitätsvorteil (sprich eine geringere Todesfallrate) aufweist. Ganz im Gegenteil haben sowohl die Grippeinfektionen als auch die Todesfälle bei den über 65-Jährigen zugenommen und nehmen auch noch weiterhin zu, je mehr Menschen sich gegen die Grippe impfen lassen (2).

Auch die Cochrane Database (eine pharmaunabhängige Einrichtung) kommt 2014 in einer Metaanalyse zu dem Schluss, dass Grippeimpfungen einen moderaten Einfluss auf Influenzasymptome und Krankheitstage haben. Auf Komplikationen wie Lungenentzündung und Ansteckungsgefahr scheinen sie überhaupt keine Auswirkung zu haben (3).

Aber Ihr Arzt sagt doch, dass Grippeimpfungen die Grippe verhindern können. Wie kann es sein, dass seine Aussage ganz anders ist als das, was Sie hier lesen. Um das zu erklären, brauchen wir einen kleinen Exkurs.

Wenn aus 1 Prozent 50 Prozent  werden:

1994 wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie veröffentlicht, an der 1838 Probanden über 60 Jahre teilnahmen, die entweder eine Grippeimpfung oder eine Kochsalzlösung injiziert bekamen. Das Fazit der Studie war, dass die Grippeimpfung zu einer 50 prozentigen Reduktion der Erkrankungshäufigkeit führte (4).

Na, das klingt doch super, und dann hat Ihr Arzt ja doch Recht, wenn er Ihnen eine Grippeschutzimpfung geben möchte. Aber halt! Gucken wir uns doch mal genau an, was bei der Studie herausgekommen ist.

  • 3 % der Kontrollgruppe erkrankten an der Grippe
  • 2 % der Impfgruppe erkrankten an der Grippe.

Also erkrankten erstens sowieso nur sehr wenige Menschen an der Grippe. Es bedeutet aber zweitens, die absolute Risikoredukion betrug nur 1 %. Ich würde sagen, dass ist nicht besonders beeindruckend. Wie sind die Autoren der Studie aber nun auf 50 % gekommen? Sie haben einfach ein bisschen mit Zahlen getrickst, und das geht so:

Anstatt geimpfte Probanden mit der Kontrollgruppe zu vergleichen, verglichen sie den Unterschied von 1 % in der Erkrankungshäufigkeit mit den Probanden, die geimpft worden waren und erhielten damit 1:2, was 50 Prozent entspricht. Sie haben sich noch nicht einmal mit dem relativen Risiko zufriedengegeben, wie es sonst gerne gemacht wird, denn da wären sie nur bei einer Risikoreduktion von 33,3 % gelandet (2:3). Was in diesem Artikel gemacht wird, ist also nicht nur falsch sondern schlichtweg unmoralisch. Aber es ist genau die Information, auf die Ihr Arzt sich stützt, wenn er Ihnen eine Grippeimfung empfiehlt. Ähnlich gehen Pharmaunternehmen auch vor, um ihre Medikamente effektiver erscheinen zu lassen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt (kein Organ für neueste medizinische Studien) gibt zu, dass der normale trivalente Grippeimpfstoff bei Risikopersonen, älteren Menschen und Kindern unter 8 Jahren eine bestenfalls moderate Wirksamkeit hat. Für Kinder unter 2 Jahren war er sogar nicht besser als ein Placebowirkstoff (5). Sie halten es für fraglich, ob die derzeit zugelassenen nicht adjuvantierten TIV in höherer Dosierung zur Grundimmunisierung immunologisch naiver Personen (also von Patienten, die noch keine vorherige Grippeschutzimpfung erhalten haben) geeignet sind. Es wird daher zur Anwendung von adjuvantierten trivalenten Influenzaimpfstoffen geraten. Diese beinhalten Hilfsmittel (Adjuvantien), die zu einem verstärkten Anspringen des Immunsystems führen sollen.

Squalen ist so ein Adjuvans. Es handelt sich dabei um eine natürlich in Tieren, Pflanzen und Menschen vorkommende Substanz. Sie wird in großen Mengen im gesamten Nervensystem und im Gehirn angetroffen. Tatsächlich ist Squalen ein nützliches Antioxidans, wenn es gegessen wird.

Wird Squalen aber als Adjuvans injiziert ist das eine ganz andere Geschichte. Experten berichten, dass durch die durch Squalen ausgelöste überschießende Immunantwort das Immunsystem getriggert wird, Squalen im gesamten Körper anzugreifen – auch wenn es für das Nervensystem lebenswichtig ist. Und tatsächlich hat sich gezeigt, dass Adjuvantien wie Squalen eine langanhaltende, unablässige Immunantwort hervorrufen kann.

Nebenwirkungen von Squalen:

Berühmt, berüchtigt wurde Squalen als wahrscheinlicher Verursacher des „Golfkriegsyndroms“. Vor dem Einsatz wurden amerikanische Soldaten mit squalenhaltigen Impfseren behandelt. Viele von ihnen litten hinterher an Symptomen wie: Chronische Müdigkeit und Schwäche, Hautausschlägen, chronische Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,  Haarausfall, Wundheilungsstörungen, schmerzhafte Schleimhautentzündungen, Benommenheit, epileptischen Anfällen, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Vergesslichkeit, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, erhöhter Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und neurologische Störungen. Auffällig war, dass nur bei Soldaten, die am Golfkriegsyndrom litten, Antikörper gegen Squalen im Blut nachgewiesen werden konnten, während dieses bei gesunden Soldaten nicht der Fall war (6).

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2000 kam zu dem Ergebnis, dass eine einzige Injektion von Squalen bei Ratten zu einer Arthritis führte – einer Autoimmunerkrankung (7).

Im Rahmen der breiten Anwendung der pandemischen H1N1-Impfstoffe kam es in Skandinavien und England zu einem bis zu 17-fachen Anstieg der Fälle von Narkolepsie bei 4- bis 18-Jährigen. Zurückgeführt wird dies auf das im Impfstoff enthaltene AS03 (8). Die Narkolepsie ist eine seltene, lebenslang andauernde neurologische Erkrankung, die zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt und  sich durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Betroffene können bis zu 20 Stunden am Tag schlafen und sind schwer erweckbar.

Im Allgemeinen wird behauptet, dass Grippeimpfungen gut verträglich sind und nur kurzfristige, leichte Nebenwirkungen haben (z. B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle). Die CDC (Centers for Disease Control) führen allerdings als Nebenwirkungen von Grippeimpfungen auch die folgenden Erkrankungen auf:

  • Erkrankungen des Blut- und lymphatischen Systems
  • Cellulitis ähnliche Reaktionen
  • Krämpfe
  • Allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie (lebensbedrohlich!)
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Guillain-Barre Syndrom (aufsteigende Lähmungen durch Schäden an den Myelinscheiden der Nerven).

Sie werden mir zustimmen, dass das alles nicht so wirklich toll klingt. Wir sind aber noch nicht am Ende. Grippeimpfstoffe enthalten nämlich noch ein paar andere wirklich unappetitliche Dinge.

Ein weiteres Adjuvans ist Thiomersal – eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Es besteht zur Hälfte aus Quecksilber und soll in der Konzentration, wie es in Impfstoffen verwendet wird, unschädlich sein. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelagentur sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Verbindung allergisch. Deutliche Symptome entwickelt jedoch nur jeder Zehnte dieser Gruppe. Tatsächlich ist Quecksilber eines der stärksten Gifte, das wir kennen, und es gibt keinen auch nur einigermaßen logischen Grund anzunehmen, dass es sicher ist, diesen Stoff intramuskulär zu injizieren sodass er in die Blutbahn gelangen kann. Aus Impfseren für Kinder wurde es auch inzwischen entfernt, aber in den Seren für Senioren ist es weiterhin vorhanden (z.B. Grippeimpfstoff Chiron). Das Natural News Forensic Food Lab testete 2014 den GKS Grippeimpfstoff Flulaval und fand dabei Quecksilberkonzentrationen in Höhe von 51000 ppb (9). Diese Konzentration ist 25000 mal höher als der von der FDA erlaubte Quecksilber Höchstwert für Trinkwasser von 2 ppb. Und dieses Quecksilber wird ja wie gesagt nicht oral aufgenommen, sodass der Körper noch eine Chance hätte es über Urin oder Fäces auszuscheiden.

Interessant finde ich die Gefahrenhinweise für Thiomersal (10):

 

Gefahr EG/1272/2008
       Piktogramme GHS06   GHS08   GHS09
       Gefahrenhinweise H300 Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310 Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330 Lebensgefahr bei Einatmen.
H373 ** Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

Und wir sollen jetzt ernsthaft glauben, dass dieses Zeug völlig ungefährlich ist? Lebensgefahr bei Hautkontakt, aber injizieren ist in Ordnung?!?

Es gibt zu Thiomersal keine Langzeitstudien am Menschen. In Tierversuchen an Ratten hat man herausgefunden, dass es nur zu einem geringen Grad über die Nieren ausgeschieden wird und sich zum größten Teil im Gehirn anreichert. Es wird immer wieder darüber diskutiert in wieweit Thiomersal für Autismus, ADHS aber auch Multiple Sklerose und Alzheimer verantwortlich ist (11). Whistleblower von den CDC behaupten, dass dementsprechende Hinweise in Untersuchungen von Lobbyisten der Pharmaindustrie sofort unterdrückt werden.

Nur kurz erwähnen möchte ich noch zwei weitere Komponenten, die häufig in Grippeimpfstoffen zu finden sind: Formaldehyd und Antibiotika.

Wie inzwischen bekannt ist, ist Formaldehyd krebserregend, und dazu müssen Sie es nicht in größeren Mengen aufnehmen (was Sie aber womöglich sowieso schon tun, wenn Sie die falschen Kosmetika verwenden). Zusammenhänge zwischen bei Kindern immer häufiger auftretenden Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebsfällen etc. und Formaldehyd in Impfungen werden nicht gesucht. Und selbst wenn man sie suchte, würden Spätfolgen dieser Art grundsätzlich nicht als Impfschäden anerkannt. Denn wer kann schon beweisen, dass die Impfungen aus der Kindheit Jahre später zu diesem oder jenem Gesundheitsproblem führten?

In Impfstoffen finden sich gelegentlich auch Rückstände von Antibiotika, wie zum Beispiel Gentamycin, Streptomycin oder auch Neomycin. Diese Antibiotika können schwere Schäden an Nieren und Gehör auslösen und dürfen auch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden. Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Nebenwirkungen an den Nieren und am Innenohr kommen. Zwar sind in Impfseren nur Spuren dieser Antibiotika vorhanden, trotzdem sollte man auch die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern im Auge behalten, die immer häufiger Schlagzeilen macht.

So, das ist jetzt ein sehr langer – aber wie ich finde- wichtiger Post geworden. Zum Abschluss möchte ich nur sagen: Ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen, sondern beuge lieber auf natürliche Weise vor mit Vitamin C und Vitamin D. Es gibt absolut keine Nebenwirkungen außer dass ich seit über 3 Jahren nicht einmal mehr eine Erkältung gehabt habe.

 

(1)Simonson, et al (2007). Lancet Infect Dis 7: 658-66

(2)Eurich, D. et al (2008). Am j Respir Crit Care Med 178: 527-33

(3)Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jul 7;(7):CD001269. doi: 10.1002/14651858.CD001269.pub4

(4)Govaert, M.E. et al (1994). J.A.M.A. 272: 1661-65.

(5)http://www.aerzteblatt.de/archiv/149561

(6)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014480099922955

(7)http://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)65077-8/abstract

(8)https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/narkolepsie/narkolepsie-studien-europa.html

(9)http://www.naturalnews.com/045418_flu_shots_influenza_vaccines_mercury.html

(10)https://www.chemie.uni-hamburg.de/claks/gefahrstoffe/54-64-8.htm

(11)http://www.prnewswire.com/news-releases/new-study-verifies-mercury-in-flu-shots-is-toxic-118432874.html