Was Sie über Antibiotika wissen sollten

Antibiotika TablettenWas Antibiotika angeht, so besteht inzwischen Alarmstufe Rot. Zeitungsmeldungen wie „Die Rückkehr der Seuchen“, „Multiresistente Keime nehmen zu“, „Antibiotikaresistenzen“ häufen sich. Der Grund dafür ist, dass Antibiotika sowohl beim Menschen als auch in der Tiermedizin viel zu häufig verordnet werden.

Sie werden für Husten, Schnittwunden, Harnwegsinfekte, vorsorglich bei Operationen und oftmals „für alle Fälle“ verschrieben, selbst bei viralen Infektionen, für die sie überhaupt nicht wirken (denn es könnte ja zu einer bakteriellen Superinfektion kommen). „Infektionen können tödlich sein“ ist das Mantra derjenigen, die immer noch nicht begriffen haben, dass es nicht wir gegen die Bakterien sind, sondern dass wir einen Großteil dieser kleinen Lebewesen tatsächlich brauchen, damit wir überleben.

Es mag Sie jetzt überraschen, aber die wirkliche Gefahr könnte darin bestehen, dass Sie Ihrem Körper eine „gegen das Leben“ (anti bios) gerichtete Chemikalie zuführen, die unbeabsichtigte Kollateralschäden verursachen kann. Einige dieser Schäden sind so schwerwiegend, dass sie Ihr gesamtes Leben verändern können. Klingt dramatisch? Das ist es auch! Und ich bin überzeugt, dass Sie die nächste Einnahme eines Antibiotikums stark überdenken werden, wenn Sie erfahren, dass es sicherere Methoden gibt, mit Infektionen fertig zu werden.

In der Medizin gilt, dass der Patient eine „informierte Einwilligung“ geben muss.  Dies bedeutet, dass Sie rechtmäßig nur dann in eine Behandlung einwilligen können, wenn Sie sämtliche Vor- und Nachteile der Behandlung sowie etwaige Alternativen kennen. Sind Sie schon mal umfassend über die Vor- und Nachteile von Antibiotika aufgeklärt worden? – Dachte ich mir.

In der Regel greifen Ärzte bei Infektionen weiterhin reflexartig zum Rezeptblock, und – seien wir mal ganz ehrlich – ist es auch genau das, was die Patienten erwarten. Schließlich wollen sie sich möglichst schnell wieder besser fühlen und diese lästige Infektion weg haben.

Nun, sehen wir uns doch mal die Vor- und Nachteile einer Antibiotikabehandlung sowie die Alternativen an.

Die Vorteile der Antibiotika

Offensichtlich wirken Antibiotika, oder? Na ja, wir sehen inzwischen, dass unsere Annahmen diese Substanzgruppe betreffend auf sehr wackeligen Füßen stehen. Tatsache ist, dass Infektionen einen natürlichen Verlauf haben. Sicher gibt es Infektionen, die tödlich verlaufen (und in diesem Fall – danke Antibiotikum), aber viele heilen auch ohne Folgen aus (und das auch, wenn man kein Antibiotikum nimmt). Sie wissen schon, der Schnupfen dauert mit Behandlung 2 Wochen und ohne Behandlung 14 Tage (ja, und ich weiß, dass das ein blödes Beispiel ist, weil Antibiotika bei Schnupfen nicht indiziert sind – sie werden aber trotzdem verschrieben).

Mit steigenden Zahlen von Antibiotika resistenten Keimen (durch häufig unnötige Verordnungen) und weniger neu entwickelten Substanzen in der Pipeline (mit anderen Medikamenten lässt sich so viel mehr Geld verdienen), müssen wir uns jetzt ernsthaft fragen, ob das Vorgehen, Leben einfach auf breiter Fläche auszurotten (und genau das tut ein Breitband-Antibiotikum) wirklich der Weg zu mehr Gesundheit ist.

Die Risiken der Antibiotika

Eine Aufklärung über die Risiken der Antibiotikaeinnahme könnte ungefähr so aussehen:

„Sie haben einen oberen Atemwegsinfekt. Ich bin mir nicht sicher, ob der bakteriell bedingt ist, aber nehmen Sie auf jeden Fall mal dieses Antibiotikum, damit Sie nicht womöglich eine Superinfektion bekommen und dann mit einer Lungenentzündung dasitzen… Ach ja, es ist zwar unwahrscheinlich, aber es kann durch dieses Antibiotikum passieren, dass Sie hinterher bettlägerig sind, weil neurologische Schäden aufgetreten sind, Sie könnten auch eine Infektion durch opportunistische Keime (Keime, die die Immunschwäche durch die Infektion ausnutzen, um sich zu vermehren) bekommen und wenn es ganz blöd läuft, dann haben Sie hinterher vielleicht eine brandneue psychiatrische Diagnose wie zum Beispiel eine manisch-depressive Störung. Ich hoffe, es geht Ihnen bald besser.“

Mikrobiom abhängige Risiken

Als das Mikrobiom entdeckt wurde, hätte die Schulmedizin eigentlich ihre therapeutischen Ansätze neu überdenken müssen. Die Ansicht, dass der Körper eine Maschine ist, die nur gut gewartet und geschmiert werden muss, damit sie funktioniert, ist völlig obsolet. Wir wissen jetzt, dass ein inneres Ökosystem unsere Gene an- und abschaltet (epigenetische Expression) und damit Auswirkungen unter anderem auf die Nährstoffproduktion, den Stoffwechsel, die hormonelle Balance, das Immunsystem und entzündliche Reaktionen hat. Es wird höchste Zeit, dass wir uns damit beschäftigen, was unser Mikrobiom gesund erhält und was ihm schadet.

Bisher haben wir viele Fragen und nur wenige Antworten (1).

Das Mikrobiom moderner Jäger und Sammler wurde untersucht, denn diese sind in der Regel gesund (solange die Zivilisation sie in Ruhe lässt). Es zeigte sich, dass vor allem die Diversität der Darmbakterien bei ihnen wesentlich höher ist als in der zivilisierten Welt (2). Inzwischen ist man sich einig, dass diese Diversität zur Gesundheit beiträgt. Zu dieser Einsicht passt so gar nicht, dass jede Antibiotikaeinname die Diversität der Bakterien im Darm vermindert. Uups.

Man weiß inzwischen auch, dass Probiotika sich vorteilhaft auf die Gesundheit auswirken, während Chemikalien wie das Ackergift Glyphosat für unsere Darmbakterien ein Desaster sind. Außerdem haben wir erfahren, dass die Übertragung von Bakterien schon vor der Geburt anfängt, bei gestillten Kindern durch die Muttermilch weitergeführt wird und so im Alter von 2 Jahren den Grundstein für die spätere Gesundheit legt. Es ist auch jedem klar, dass das wahllose Abtöten von Bakterien womöglich seinen Preis hat. Die Frage ist nur, ist dieser Preis höher als eine Pilzinfektion oder Durchfall?

Wahrscheinlich schon. Wir haben inzwischen genug Hinweise dafür, dass Antibiotika die „guten“ Darmbakterien genauso wie die „schlechten“ abtöten und dadurch zu einer Dysbiose führen, die den Betroffenen verletzlich macht. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2017 (3) zeigt auf, dass Reisende, die Antibiotika einnahmen, ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelvergiftungen hatten – inklusive Infektionen durch Antibiotika resistente Bakterienstämme. Die Heilungsraten waren nicht vorhersehbar und wurden mit jeder weiteren Antibiotikaeinnahme schlechter.

„Selbst kurzzeitige Antibiotikagaben können das Mikrobiom für ein Jahr oder sogar länger stören. Bei wiederholten Einnahmen scheint eine Wiederherstellung des Mikrobioms nicht mehr statt zu finden.“

In einer weiteren Studie wurde gezeigt, dass selbst nach einem kurzen Einsatz von Ciprobay (häufig verschrieben bei Harnwegsinfekten) das Mikrobiom nach mehr als selchs Monaten noch eine Abnahme der Diversität um ca. ein Drittel aufwies (4).  Schon diese Verminderung der Diversität kann die Ursache einer weiteren Erkrankung sein.

Das Reizdarmsyndrom ist zum Beispiel so eine Erkrankung, die mit einer geringeren Anzahl „guter“ Bakterien in Zusammenhang gebracht wird. Ebenso ist eine Dysbiose der Vorläufer für Autoimmunerkrankungen (5), Adipositas und Gewichtszunahme (6).

Es ist also ziemlich klar, dass wir alle weniger Antibiotika nehmen sollten. Lässt es sich aber trotzdem nicht umgehen, dann sollten Sie wenigstens schon während der Einnahme zusätzlich ein Probiotikum nehmen und fermentierte Lebensmittel essen, um die Darmflora wieder aufzubauen.

Vom Mikrobiom nicht abhängige Risiken

Wenn Sie von den Mikrobiom abhängigen Risiken nicht schon die Nase voll haben, es gibt auch immer mehr Literatur zum Thema von Mikrobiom unabhängigen Antibiotikarisiken.

Diese Risiken gehen von verlangsamter Knochenheilung (7) bis zu akuten Leberschäden (8). Es sind Effekte auf zellulärer Ebene, die weit über das Auslösen einer Dysbiose hinausgehen. Diese Effekte beinhalten auch Veränderungen in den Stoffwechselprodukten der Darmbakterien, Schäden an den Mitochondrien (9) (die Energielieferanten der Zelle) und Schäden an der Darmschleimhaut.

Sehr beunruhigend finde ich auch die gut dokumentierten psychiatrischen Risiken der Antibiotika. Diese treten auf, da Antibiotika in klinisch relevanten Konzentrationen mit den gleichen Molekülen interagieren, die normalerweise für die Wirkung psychotroper Medikamente verantwortlich gemacht werden.

In einer gerade erschienen Arbeit (10) wird vorgeschlagen, dass Patienten über diese Risiken informiert werden sollten. Es ist also darauf hinzuweisen, dass Antibiotika zu Störungen wie Reizbarkeit, Verwirrung, Enzephalopathie (Hirnerkrankungen), Suizidalität (Selbstmordgefährdung), Psychose und Manie führen können. Die Forscher bemerken abschließend:

„Die neuropsychiatrischen Effekte von antimikrobiell wirksamen Medikamenten sind in der Literatur dokumentiert. Eine Anzahl dieser Substanzen haben das Potential Effekte am ZNS (Zentralnervensystem) auszuüben und viele werden mit stimulierenden, psychotomimetischen* und epileptogenen** Eigenschaften in Verbindung gebracht, die über einen GABA Antagonismus (β-Lactame, Quinolone und Clarithromycin), NMDA Agonismus (D-Cycloserin, Aminoglykoside, evtl. Quinolone), MAO Inhibition (Metronidazol und Isoniazid) ausgeübt werden.“

 *Psychotischen Reaktionen ähnelnd, ** Krampfanfall fördernd

Tatsächlich wird teilweise der Terminus „Antibiomanie“ verwendet, um das Vermögen der Antibiotika zu beschreiben, manische Symptome zu verursachen. Es scheint so als wären Männer häufiger von dieser Nebenwirkung betroffen als Frauen. Es gibt auch Untersuchungen, die einen dosisabhängigen Zusammenhang zwischen einer Antibiotikagabe und dem Auftreten einer Depression sehen (11).

Wenn Sie diese Zusammenhänge nicht kennen, könnten Sie überzeugt sein, dass Ihre neu aufgetretene „psychische Erkrankung“ eine völlig neue Diagnose ist, die eine lebenslange Behandlung bedingt.

Die Alternativen

Glücklicherweise gibt es zum Einsatz eines Antibiotikums aber viele Alternativen. Noch besser – Sie können viele dieser pflanzlichen Therapien täglich in Ihre Mahlzeiten integrieren.

Botanische Kräuter

Schon seit Jahrhunderten werden Kräuter als Antibiotika verwendet. Wenn Sie das Internet durchsuchen, werden Sie für fast alle Beschwerden entsprechende Heilkräuter finden. Ich gebe hier nur einige Beispiele:

  • Inula helenium (Echter Alant) ist 100 Prozent effektiv gegen 200 Isolate von Staphylococcus aureus (verursacht u. a. Furunkel, Abszesse) (12).
  • Alpinia galanga (Thai Ingwer) ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse, die traditionell in asiatischen Ländern benutzt wird. Sie wirkt effektiv gegen Salmonella typhi und E. coli sowie andere Antibiotika resistente Bakterienstämme (13).
  • Nigella sativa (Echter Schwarzkümmel) Extrakt tötet MRSA Bakterien
  • Zimt und Oregano wirken ebenfalls gegen viele resistente Bakterien (14).
  • Kümmel und Rosmarin haben eine starke antibakterielle Wirkung, ebenso wie Holunderbeeren.
  • Nicht zu vergessen Echinacea (Sonnenhut), der das Immunsystem kräftig ankurbelt (15).
Probiotika

Probiotika bieten eine gute Möglichkeit, eine Dysbiose auszugleichen, indem sie die „guten“ Bakterien vermehren. Wenn Sie Probiotika konsumieren, verbessern Sie die Funktion Ihres Stoffwechsels und Ihres Immunsystems und sorgen außerdem dafür, dass unerwünschte Bakterien unterdrückt werden.

Studien haben gezeigt, dass Probiotika bakterielle Infektionen von Zahnfleischentzündungen über durch H. pylori hervorgerufene Infektionen des Magens bis zur bakteriellen Vaginose (Ungleichgewicht der Scheidenflora) bereinigen können.

Natürlich können Sie Probiotika in Pillenform einnehmen, aber fermentierte Nahrungsmittel erledigen den Job eigentlich wesentlich besser (und billiger), da sie sehr viel mehr unterschiedliche Bakterienstämme enthalten. Also essen Sie am besten täglich eine Portion Sauerkraut oder bereiten Sie zuhause Kefir oder Kombucha zu.

Knoblauch

Hippokrates, dem das Zitat „Lass Nahrung deine Medizin sein“ zugesprochen wird, hätte Knoblauch sicherlich als ein medizinisch sehr wertvolles Nahrungsmittel angesehebn. Diverse Studien belegen den antimikrobiellen Effekt von Knoblauch, unter anderem auch eine, in der Knoblauchwasser gegen 133 Bakterienstämme mit Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika getestet wurde, und die aufzeigte, dass das Knoblauchwasser beachtliche antimikrobielle Eigenschaften hat (16).

Eine randomisierte kontrollierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass Knoblauch dem Antibiotikum Metronidazol in der Behandlung der bakteriellen Vaginosis überlegen ist. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Knoblauch sowohl eine bessere therapeutische Effektivität als auch geringere Nebenwirkungen aufwies (17).

Knoblauch stellt eine effektive Therapie für Infektionen durch H. pylori und Clostridium difficile dar. Ebenso kann er für die Therapie der Lungenentzündung eingesetzt werden (18). Und der Konsum von Knoblauch schützt nicht nur vor bakteriellen Infektionen, sondern führt außerdem zu einer Blutdrucksenkung, stabilisiert den Blutzucker und senkt das Krebsrisiko. Das macht Knoblauch zu einem meiner Lieblingsnahrungsmittel.

 Manuka Honig

Manuka Honig ist wahrscheinlich eine der leckersten Möglichkeiten, gesund zu bleiben. Dieser Honig kommt aus Neuseeland und stammt aus den Pollen des Manuka Busches. Er wird schon seit Tausenden von Jahren angewendet.

Dieser Antioxidantien-reiche Honig wird gerne in teurer Kosmetik verwendet, da er eine antientzündliche und antimikrobielle Wirkung hat. Innerlich angewandt kann er Antibiotika-resistente C. difficile Infektionen heilen (19), ebenso Halsentzündungen, Harnwegsinfekte und MRSA (20).

Ein weiterer Bonus, den Sie durch den Verzehr von Honig erhalten, ist, dass er Propolis enthält. Das ist eine Mischung aus Bienenspeichel und Wachs, die als Bienenkittharz, bekannt ist. Es enthält über 300 therapeutische Substanzen, die sowohl schädliche Bakterien als auch Krebszellen bekämpfen (21).

Kolloidales Silber

Bei kolloidalem Silber handelt es sich um äußerst kleine, feine, positiv geladene Silberpartikel, so genannte Nanopartikel, die tief in das Körpergewebe des menschlichen Organismus eindringen und schädliche Krankheitserreger abtöten können. Es wurde bereits in der Antike als „natürliches“ Wunder- und Heilmittel verwendet, um Infektionen und Entzündungen wirksam zu behandeln, die durch schädliche Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze verursacht wurden.

Silber wird häufig in intravenösen Kathetern, Zahnfüllungen, Verbandmatierial und Knochenimplantaten verwendet. Der genaue Mechanismus der amtimikrobiellen Wirkung wird noch diskutiert. Der Wirkmechanismus scheint auf einer Schädigung der Zellmembranen pathogener (krankmachender) Bakterien zu beruhen. Je nach Oberflächenladung der Silber Nanopartikel und der Bakterienart, können die Bakterien durch die Bildung freier Radikale, die Ansammlung von Nanopartikeln in der Bakterienzellwand oder den Verlust von Zellmembrankomponenten getötet werden (22).

Kolloidales Silber kann sowohl als topische Behandlung bei Hautinfektionen wie MRSA angewendet werden als auch als orales Antibiotikum.

Vitamine

Natürlich dürfen auch Vitamine nicht in der Aufzählung fehlen. Hier ist besonders Vitamin C zu nennen, dessen Effektivität sogar bei einer Blutvergiftung (Sepsis) nachgewiesen ist (23). Unverständlich ist nur der Tageshöchstwert den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung angibt. Dieser beträgt zwischen 100 und 150 mg/Tag für einen Erwachsenen. Selbst ein Meerschwein stellt mehr Vitamin C pro Tag her!

Das zweite Vitamin (oder eigentlich besser Hormon), das ich Ihnen ans Herz legen möchte, ist Vitamin D3. Es steuert praktisch das gesamte Immunsystem (24).

Vielleicht ist es Zeit für einen Waffenstillstand

Wir sind alle darauf eingeschworen, dass Bakterien unbedingt bekämpft werden müssen, alles muss klinisch sauber und am besten steril sein. Aber vielleicht ist es Zeit, diesen Kampf zu beenden. Und wenn wir schon dabei sind, sollten wir vielleicht auch Frieden mit unserem Körper schließen. Wie schon öfter gesagt: Unser Körper tut alles, um uns am Leben zu erhalten. Es wäre zur Abwechslung vielleicht einmal ganz nett, ihn dabei zu unterstützen.

Das heißt, dass wir unsere Einstellung überdenken müssen und zu dem Schluss kommen sollten, dass wir nicht die Alleinherrscher sind, die mit der Natur machen können, was sie wollen. Mit dieser Einstellung können wir nur verlieren. Es wird Zeit einzusehen, dass eine natürliche Geburt (im Gegensatz zu einem Kaiserschnitt) und die Ernährung mit Muttermilch (statt industrieller Säuglingsnahrung) der Grundstein für unsere gesundheitliche Widerstandskraft ist und nicht irgendwelche Pillen, die schlau vermarktet werden.

Das Mikrobiom zeigt uns auf, dass wir mit der Natur enger verwoben sind, als es die meisten von uns wahrhaben wollen. Man kann nicht einfach einen Faden aus diesem Netz ziehen und glauben, dass es schon weiterhin halten wird. Denken Sie daran, dass Symptome einfach die Art sind, wie Ihr Körper auf Missstände aufmerksam macht. Es ist allemal besser, die Ursache dieser Missstände abzustellen als blind mit einer Schrotflinte zu schießen und zu hoffen, dass man schon irgendetwas treffen wird.

(1) The effects of antibiotics on the microbiome throughout development and alternative approaches for therapeutic modulation https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4831151/

(2) http://www.iflscience.com/health-and-medicine/tremendously-diverse-microbiome-found-hunter-gatherers-living-amazon/

(3) Effects of short- and long-course antibiotics on the lower intestinal microbiome as they relate to traveller’s diarrhea. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28520993

(4) The pervasive effects of an antibiotic on the human gut microbiota, as revealed by deep 16S rRNA sequencing. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19018661

(5) Commensal bacteria (normal microflora), mucosal immunity and chronic inflammatory and autoimmune diseases. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15158604

(6) An obesity-associated gut microbiome with increased capacity for energy harvest http://www.nature.com/nature/journal/v444/n7122/abs/nature05414.html

(7) A comparison of effects of fluoroquinolones on fracture healing (an experimental study in rats). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15688263

(8) Fluoroquinolone therapy and idiosyncratic acute liver injury: a population-based study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22891208

(9) Bactericidal Antibiotics Induce Mitochondrial Dysfunction and Oxidative Damage in Mammalian Cells https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3760005/

(10) Neuropsychiatric Effects of Antimicrobial Agents. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28197902

(11) Antibiotic exposure and the risk for depression, anxiety, or psychosis: a nested case-control study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26580313

(12) In vitro activity of Inula helenium against clinical Staphylococcus aureus strains including MRSA. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20095126

(13) Antiplasmid activity of 1′-acetoxychavicol acetate from Alpinia galanga against multi-drug resistant bacteria. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19501283

(14) Plant-derived compounds inactivate antibiotic-resistant Campylobacter jejuni strains. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18592739

(15) In vitro effects of echinacea and ginseng on natural killer and antibody-dependent cell cytotoxicity in healthy subjects and chronic fatigue syndrome or acquired immunodeficiency syndrome patients.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9043936

(16) In vitro antimicrobial properties of aqueous garlic extract against multidrug-resistant bacteria and Candida species from Nigeria. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15383227

(17) Comparing the Therapeutic Effects of Garlic Tablet and Oral Metronidazole on Bacterial Vaginosis: A Randomized Controlled Clinical Trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4166107/#A19118R8

(18) Investigation on the antibacterial properties of garlic (Allium sativum) on pneumonia causing bacteria. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12602248

(19) Antibacterial effect of Manuka honey on Clostridium difficile. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23651562

(20) Manuka honey inhibits cell division in methicillin-resistant Staphylococcus aureus.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21903658

(21) In vitro antiproliferative/cytotoxic activity on cancer cell lines of a cardanol and a cardol enriched from Thai Apis mellifera propolis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22458642

(22) Antimicrobial effects of silver nanoparticles. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17379174

(23) Mechanism of action of vitamin C in sepsis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2767105/

(24) Vitamin D macht das Immunsystem scharf. http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/994522/

4 Ursachen warum Ihre guten Darmbakterien geschädigt werden können

Irgendwie haben wir ja schon immer so ein Bauchgefühl gehabt, dass unser Darm wohl ein ganz besonderes Organ ist. Und tatsächlich ist der Darm, bzw. seine Bewohner – das sogenannte Darmmikrobiom ein ganz heißes Forschungsgebiet.

Viele Menschen sind immer noch der Ansicht, dass Bakterien etwas Ekliges sind, das unbedingt bekämpft werden muss (sehen Sie sich nur mal die Reinigungsbomben in Ihrem Drogeriemarkt an). Aber bei Wissenschaftlern setzt sich inzwischen die Erkenntnis durch, dass diese kleinen Lebewesen für uns extrem wichtig sind und wir uns mit ihnen besser auf sehr guten Fuß stellen sollten.

Diese wuselige Gemeinschaft besteht aus Billionen Mikroben wie Bakterien, Viren und Pilzen. Sie bilden das gastrointestinale Ökosystem, das das Darmmikrobiom (oder einfach Mikrobiom) genannt wird. Im engeren Sinn wird hierdurch die Gesamtheit aller mikrobiellen Gene bzw. Genome (DNA) im menschlichen Organismus bezeichnet und vom Begriff der Mikrobiota unterschieden, die die Gesamtheit aller Mikroorganismen beschreibt.

Das Mikrobiom ist praktisch der Gegenpart zu unserem Genom. Es gibt in unserem Körper 100 mal mehr Bakteriengene als menschliche Gene. Vielleicht denken Sie einmal daran, wenn Sie das nächste Mal wieder die chemische Keule gegen diese wiederlichen Bakterien einsetzen wollen.

Den meisten Leuten ist nicht bewusst, dass zum Beispiel die „Schmetterlinge im Bauch“ eine sehr reale Ursache im Wirken unseres Mikrobioms haben. Tatsächlich ist für Ihre Gesundheit und Ihr allgemeines Wohlbefinden ein intaktes und gut funktionierendes Mikrobiom unumgänglich.

Die Balance Iherer Mikrobiota ist extrem wichtig und betrifft fast jedes System in Ihrem Körper (1). Ein Ungleichgewicht (Dysbiose) im Mikrobiom und den Mikrobiota wird mit vielen Erkrankungen in Verbindung gebracht:

  • Krebserkrankungen (2)
  • Autoimmunerkrankungen (3)
  • Allergien (4)
  • Depression (5)
  • Autismus (6)
  • Adipositas (7)
  • Alzheimer Demenz (8)
  • Verdauungsprobleme (Reflux, Reizdarm) (9)
  • Immunschwäche (10)

Was versteht man unter Dysbiose?

Ein „balanciertes“ Miktobiom bezeichnet eine optimale Zusammenarbeit der Mikroben untereinander, eine gute Funktion jedes Einzelnen und wie diese Prozesse auf Ihren Körper wirken. Im Allgeimeinen wird dies durch eine große Vielfalt in den Mikrobiota und eine optimale Anzahl der einzelnen Mikroben erreicht.

Wenn eine Mikrobenart stark zu oder abnimmt, gibt es Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Ein Zuviel an Hefen kann zu einer Pilzüberwucherung führen. Auf der anderen Seite, kann ein Mangel an Hefen Auswirkungen auf andere Bakterien haben, die sich von Hefen ernähren. So kann es zu einem Enzymmangel kommen oder Nährstoffe werden nicht mehr richtig aufgenommen.

Das Mikrobiom ist ein sehr empfindliches Ökosystem, und so überrascht es nicht, dass eine Dysbiose sehr schnell ausgelöst werden kann. So wurde zum Beispiel im Tierversuch gezeigt, dass eine fett- und zuckerhaltige Ernährung (also genau die, die Menschen in der westlichen Welt haben) die Struktur des Mikrobioms innerhalb eines Tages verändern kann (11).

Es ist immens wichtig, dass wir uns klar machen, welchen Schaden wir anrichten können, wenn wir den falschen Lebensstil verfolgen. Auf der anderen Seite ist es positiv zu wissen, dass angerichteter Schaden rückgängig gemacht werden kann (und auch das geht teilweise sehr schnell).

Wodurch kommt es zur Dysbiose?

Verwendung von Sucralose

Künstliche Süßstoffe sind immer wieder Grund für Diskussionen. Die einen sind begeistert, weil Sie Kalorien sparen können, die anderen (so wie ich) halten sie für absoluten Mist, weil sie extrem schädlich für die Gesundheit sind.

Ich möchte hier Sucralose (Splenda) beleuchten. Bisher war ich immer der Meinung, dass wir Sucralose nur in verarbeiteten Lebensmitteln finden, aber tatsächlich kann man sie bei Amazon auch als Streusüße kaufen. Sucralose wird als „natürlicher“ Zuckerersatz beworben, da sie aus richtigem Zucker hergestellt wird.

Bei der Herstellung von Sucralose werden OH-Gruppen von Sucrose (Zucker) in einem ganz „natürlichen“ Verfahren durch Chlor ersetzt (12). Das haben Sie jetzt richtig verstanden. Sie essen damit Chlor – ein Zellgift. Wow!

Aber Sucralose enthält nicht nur Chlor, sondern auch noch andere schädliche Chemikalien, die verhindern sollen, dass sich die Chlormoleküle vom Zuckermolekül lösen. Diese Chemikalien stehen nicht auf der Zutatenliste, weil sie eine zu geringe Konzentration haben als dass sie deklarationspflichtig wären. Es handelt sich um (13):

  • Aceton
  • Essigsäure
  • Acetylalkohol
  • Ammoniumchlorid
  • Benzol
  • Ethylalkohol
  • Formaldehyd
  • Chlorwasserstoff
  • Lithiumchlorid
  • Methanol
  • Schwefelsäuredichlorid.

Die chemische Formel von Splenda ist 1,6-dichloro-1, 6-dideoxy-BETA-D-fructofuranosyl-4-chloro-4-deoxy-alpha-D-galactopyranoside. Glauben Sie, dass Ihre Darmbakterien wissen, was sie damit anstellen sollen?

In einer Rattenstudie wurden 2008 deutliche negative Effekte durch den Konsum von Sucralose nachgewiesen (14). Es kam zu einer Reduktion der „guten“ Mikrobiota, die auch nach einer Erholungszeit von 12 Wochen fortbestand. Außerdem kam es zur vermehrten Expression von Enzymen, die die Bioverfügbarkeit von oral aufgenommenen Medikamenten vermindern.

Alkoholkonsum

Natürlich wissen die meisten Menschen, dass Alkohol nicht gerade gesund ist – auch wenn gerne ins Feld geführt wird, dass Rotwein gut fürs Herz ist. Das lassen wir jetzt mal dahingestellt sein (die Mengen Rotwein, die Sie trinken müssten, um eine ausreichende Menge Resveratrol aufzunehmen, ist beträchtlich), aber ganz klar ist, dass Alkohol Ihr Darmmikrobiom schädigt. Er führt zu Schleimhautschäden, quantitativen und qualitativen Änderungen der Darmflora (SIBO und Dysbiose) und vermehrter intestinaler Permeabilität (Leaky Gut), was zu einer Translokation von Bakterienendotoxinen in den Blutstrom der Portalvene (Lebervene) führt (15). Es wird vermutet, dass dieser Mechanismus für die durch Alkoholkonsum auftretenden Leberschäden mitverantwortlich sein könnte.

Eine Studie aus dem Jahr 2009, die sich mit den Auswirkungen von Alkohol auf Mikrobiota beschäftigte, fand eine signifikante Dysbiose bei Ratten, die mit Alkohol gefüttert wurden. Diese Dysbiose konnte durch Zuführung eines Probiotikums (in diesem Fall Lactobacillus rhamnosus) verhindert werden (16). Umgekehrt war die Menge an Lactobacillus im Darm von Personen mit alkoholinduzierten Lebererkrankungen deutlich vermindert (15).

Alkoholkonsum und SIBO

Schon ein mäßiger Alkoholkonsum kann zu einer Erkrankung führen, die als SIBO bezeichnet wird (17) (Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Ein mäßiger Alkoholkonsum ist definiert als:

  • Nicht mehr als zwei alkoholische Getränke für Männer (≅ 24 g Alkohol)
  • Nicht mehr als ein alkoholisches Getränk für Frauen (≅ 12 g Alkohol)
  • Ein alkoholisches Getränk ≅ 300 ml Bier, 150 ml Wein oder 40 ml Spirituosen.

Normalerweise befindet sich der Großteil der Bakterien im Dickdarm und nur sehr wenige siedeln sich im Dünndarm an. Kommt es zu einer bakteriellen Überwucherung des Dünndarms (SIBO), so ist eine Folge davon, dass Nährstoffe, die Ihr Körper eigentlich im Dickdarm aufnehmen sollte, schon von den Bakterien im Dünndarm konsumiert werden, wodurch es dann zu einem Nährstoffmangel kommt. Weitere Symptome sind Flatulenz (Furzen), Blähungen und Bauchkrämpfe.

Mittels H2-Atemtest konnten die Forscher nachweisen, dass ein Großteil der 200 untersuchten Probanden ein positives Testergebnis für das Vorhandensein von SIBO hatten. 95 % der Probanden klassifizierten ihren Alkoholkonsum als leicht bis mäßig. Dies legt nahe, dass schon ein geringer Alkoholkonsum ausreichen kann, eine signifikante Dysbiose auszulösen. Bedinklich ist also nicht nur – wie bisher angenommen – ein hoher Alkoholkonsum.

Und die Moral von der Geschicht‘ (die Takeaway-Message): Wenn Sie Probleme mit Ihrem Darm haben, sollten Sie auch geringe Mengen Alkohol meiden. Außerdem empfiehlt es sich, die Dysbiose mit einer Nahrungsumstellung (Zucker!!!) und dem Einsatz eines Probiotikums zu behandeln.

Schlechte Ernährung

In gewissem Sinne haben die ersten beiden Punkte es natürlich schon angesprochen, aber nochmal ganz ausdrücklich: Eine schlechte Ernährung ist die Hauptursache für eine Dysbiose.

Und vergessen Sie, was Ihnen Ärzte, Ernährungsberater und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung über gesundes Essen erzählen, denn da landen Sie wieder bei Kohlenhydraten und Raps- oder noch besser Sojaöl.

Schlechte Ernährung bedeutet:

  • Zu viel Zucker und ungesunde Fette
  • Zu viele Kohlenhydrate (inklusive Vollkornbrot und Kartoffeln)
  • Zu wenig entzündungshemmende Nahrungsmittel wie vor allem grünes Blattgemüse, aber auch andere nicht stärkehaltigen Gemüse
  • Verarbeitete Lebensmittel, die Konservierungsstoffe, Chemikalien, Pestizide und Antibiotika enthalten
  • Zu wenig fermentierte Nahrungsmittel, die gesunde Probiotika enthalten (und damit meine ich nicht die süßen schlesischen Gurken in Essig, die Sie im Supermarkt finden) (18)
  • Zu wenig Präbiotika (Stoffe, die die „guten Darmbakterien“ ernähren). Präbiotika sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Meistens handelt es sich dabei um gewisse nicht verdauliche Kohlenhydrate, wie z. B. Inulin. Inulin kommt in großen Mengen beispielsweise in Topinambur, Pastinaken, Chicoree, Artischocken, Schwarzwurzeln oder auch in Löwenzahnwurzeln vor.

Antibiotika

Mit dem neuen Verständnis, das Sie hoffentlich inzwischen für Ihre Darmbakterien haben, muss es Ihnen klar sein, dass Antibiotika den Super-GAU für Ihr Mikrobiom darstellen (19). Sie konkurrieren mit schlechter Ernährung um den Titel Hauptverursacher für eine Dysbiose.

Antibiotika werden insgesamt einfach zu häufig eingesetzt. Nicht nur, dass sie oft auch bei viralen Infektionen verschrieben werden (obwohl sie gegen Viren nicht wirken), Sie bekommen sie prophylaktisch (vorsorglich) bei Operationen und nicht zu vergessen, Sie haben sie täglich auf Ihrem Teller

Nach Angaben der Paul-Ehrlich-Gesellschaft haben deutsche Bauern im Jahr 2012 ihren Tieren mehr als 1600 Tonnen Antibiotika gegeben. Menschen dagegen verbrauchten im gleichen Zeitraum nur 700 Tonnen Antibiotika (20).

Ihre tägliche Dosis Antibiotikum hat auf Ihr Mikrobiom verheerende Auswirkungen. Antibiotika unterscheiden nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien, sie töten wahllos einfach alles ab. So kommt es dazu, dass Ihr Darm nach Abtötung der „guten“ Bakterien von anderen Mikroorganismen überwuchert werden – kann inklusive resistenter Keime (und mit denen haben wir es ja immer mehr zu tun).

Sicherlich haben Sie schon gehört, dass es nach Anwendung eines Antibiotikums häufig zu Pilzüberwucherungen kommt (21). Auch für Pilze gilt: Die richtige Menge brauchen wir, aber zu viele machen uns krank.

4 Strategien, um Ihr Mikrobiom während einer Antibiotika-Therapie zu schützen

Sollten Sie tatsächlich ein Antibiotikum einnehmen müssen, so stellen Sie sicher, dass Ihr Mikrobiom so wenig Schaden nimmt wie möglich. Wie tun Sie das?

  • Nehmen Sie schon während – aber auch noch nach der Therapie mit einem Antibiotikum zusätzlich Probiotika. Diese müssen Sie immer in der Mitte eines Dosierungsintervalls nehmen, weil sie sonst natürlich sofort abgetötet werden. Wenn Sie also das Antibiotikum zum Beispiel morgens und abends einnehmen, dann nehmen Sie das Probiotikum mittags.
  • Verzehr von fermentierten Nahrungsmitteln (Sauerkraut, Kimchi, qualitativ hochwertiger Kefir) versorgt Sie mit hunderten verschiedenen Bakterienstämmen. Achten Sie darauf, dass die Nahrungsmittel nicht erhitzt wurden, ansonsten sind die Bakterien tot.
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum, oder verzichten Sie am besten eine Weile ganz auf Alkohol.
  • Stellen Sie Ihre Ernährung um. Essen Sie viel Gemüse und schmeißen Sie verarbeitete Lebensmittel (oder sagen wir besser: essbare Dinge) aus Ihrem Ernährungsplan. Vermeiden Sie vor allem Zucker, weil dieser zusätzlich eine Pilzüberwucherung unterstützt (Hefen lieben Zucker!).

Übrigens sollten Sie diese Tipps nicht nur bei einer Therapie mit einem Antibiotikum anwenden. Auch in der übrigen Zeit, weiß Ihr Mikrobiom eine wirklich gesunde Ernährung unbedingt zu schätzen. Und wenn es Ihrem Mikrobiom gut geht, dann geht es Ihnen auch gut.

 

(1) What is the gut microbiota? What is the human microbiome?  http://www.medicalnewstoday.com/articles/307998.php

(2) Cancer and the gut microbiota: An unexpected linkhttp://stm.sciencemag.org/content/7/271/271ps1

(3) Any role for probiotics in the therapy or prevention of autoimmune diseases? Up-to-date review. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23921494

(4) Allergy and the gastrointestinal system. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2515351/

(5) https://www.nytimes.com/2015/06/28/magazine/can-the-bacteria-in-your-gut-explain-your-mood.html?_r=0

(6) The gut-brain axis: interactions between enteric microbiota, central and enteric nervous systems. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4367209/

(7) https://www.scientificamerican.com/article/how-gut-bacteria-help-make-us-fat-and-thin/

(8) Alzheimer’s Disease Histological and Behavioral Manifestations in Transgenic Mice Correlate with Specific Gut Microbiome State. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27911317

(9) Gut health‘: a new objective in medicine?  https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/1741-7015-9-24

(10) Probiotics as efficient immunopotentiators: Translational role in cancer prevention. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3928711/

(11) The Effect of Diet on the Human Gut Microbiome: A Metagenomic Analysis in Humanized Gnotobiotic Mice. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2894525/

(12) http://sucralose.org/your-questions-answered/

(13) http://www.janethull.com/newsletter/0209/weird_science_how_splenda_was_discovered.php

(14) Splenda alters gut microflora and increases intestinal p-glycoprotein and cytochrome p-450 in male rats. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18800291

(15) Alcohol and gut microbiota – the possible role of gut microbiota modulation in the treatment of alcoholic liver disease. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25809237

(16) Lactobacillus GG treatment ameliorates alcohol-induced intestinal oxidative stress, gut leakiness, and liver injury in a rat model of alcoholic steatohepatitis.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19251117

(17) Moderate alcohol consumption is associated with small intestinal bacterial overgrowth. https://www.sciencedaily.com/releases/2011/10/111031114949.htm

(18) Probiotics in man and animals. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2666378

(19) The pervasive effects of an antibiotic on the human gut microbiota, as revealed by deep 16S rRNA sequencing. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19018661

(20) Antibiotikaverbrauch und die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Human- und Veterinärmedizin in Deutschland. http://www.p-e-g.org/econtext/germap

(21) Antibiotics Cause Health Problems and Candida Overgrowth. http://www.naturalnews.com/027198_candida_antibiotics_health.html