Impfen oder nicht impfen?

Impfen, Teddy, SpritzeIm Moment laufen die Impfkampagnen wieder auf Hochtouren. Allen wird geraten, sich möglichst breitflächig impfen zu lassen und ein schlechtes Gewissen eingeredet beziehungsweise Angst eingejagt, sollten sie dies nicht tun.

Nicht das wir uns falsch verstehen, ich bin nicht grundsätzlich gegen Impfungen. Im Gegenteil war ich sogar ein absoluter Impfbefürworter und habe mich und meine Familie so ziemlich gegen alles impfen lassen bis – ja, bis ich dann die tatsächlichen Risiken mancher Impfungen kennengelernt habe. Erschreckend finde ich noch nicht einmal, dass diese Risiken bestehen, denn wie uns immer gesagt wurde „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung“ – nein, wirklich erschreckend finde ich, dass sie abgestritten werden und Wissenschaftler, die auf sie hinweisen, mit einem Berufsverbot belegt und mit Schimpf und Schande vom Platz gejagt werden.

Man muss auch sehen, dass uns immer erzählt wird, dass die großen Infektionskrankheiten durch Impfungen eingedämmt wurden. Die Realität sieht aber so aus, dass diese Infektionskrankheiten schon durch Anwendung hygienischer Maßnahmen und bessere Lebensverhältnisse stark zurückgegangen waren, bevor die erste Impfung durchgeführt wurde (die Lebensverhältnisse im 19. Jahrhundert waren halt alles andere als hygienisch). Sehen Sie sich im Internet mal die entsprechenden Grafiken an.

Um zu beweisen, dass Impfungen tatsächlich einen Vorteil bringen, müsste man eigentlich eine randomisierte Kontrollstudie durchführen, d. h. geimpfte mit ungeimpften Populationen vergleichen. Diese Studie wurde jedoch bisher mit der Begründung verhindert, dass man das der ungeimpften Kontrollgruppe nicht zumuten kann.

Doch jetzt ist im Journal of Translational Science eine Studie von Dr. Anthony Mawson et al. erschienen, und diese Studie zeigt auf, dass man sich um die Kontrollgruppe nun wirklich keine Sorgen machen muss.

Die Studie

Vom Konzept bis zur Ausführung hat die Studie 15 Jahre gedauert. Die Studie heißt „Pilot comparative study on the health of vaccinated and unvaccinated 6- to 12-year-old U.S. children“ (1). In ihr vergleichen die Autoren geimpfte und ungeimpfte Kinder in Bezug auf ein weit gefächertes Spektrum von Erkrankungen.

Es handelt sich um eine Querschnittsbefragung von zuhause unterrichtenden Müttern, die ihre geimpften und ungeimpften biologischen Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren einbezog. Es nahmen die Mütter von 666 Kindern teil. Die Kinder waren voll geimpft, teilweise geimpft und nicht geimpft. Den Müttern wurde ein Fragebogen mit mehr als 40 akuten und chronischen Erkrankungen vorgelegt, und sie wurden gebeten, anzukreuzen für welches Kind oder Kinder ein Arzt eine der aufgeführten Diagnosen gestellt hatte.

Die Ergebnisse

Jetzt wird es richtig interessant.

Es stellte sich heraus, dass die geimpften Kinder eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit hatten, eine der folgenden Diagnosen zu haben:

  • Allergische Rhinitis (Heuschnupfen)
  • Andere Allergien
  • Exeme/Atopische Dermatitis (z. B. Neurodermitis)
  • Lernschwierigkeiten
  • Autismus Spektrum Erkrankung
  • Irgendwelche Nervenentwicklungsstörungen (hierzu gehören Lernschwierigkeiten, ADHS oder Autismus)
  • Chronische Erkrankungen.

Und wie genau sieht die signifikant höhere Wahrscheinlichkeit bei geimpften Kindern aus? Erschreckend!

  • Autismus Spektrum Erkrankung 4,7-fach erhöht
  • ADHS Risiko 4,7-fach erhöht
  • Lernschwierigkeiten 3,7-fach erhöht
  • Die geimpften Kinder in der Studie hatten ein 3,7-fach erhöhtes Risiko für die Diagnose irgendeiner Nervenentwicklungsstörung
  • Bei geimpften ehemaligen Frühgeborenen war das Risiko von Nervenentwicklungsstörungen um das 6,6-fache erhöht.

Bei geimpften Kindern wurde auch eher die Diagnose einer Erkrankung, die mit dem Immunsystem zusammenhängt, gestellt. Das Risiko an Heuschnupfen zu erkranken, war für geimpfte Kinder über 30-mal höher als für ungeimpfte Kinder. Das Gesamtallergierisiko war 3,9-fach erhöht und das Risiko für Exeme 2,4-fach.

Was können wir daraus schließen?

Wenn man bedenkt, dass im Editorial des Ärzteblattes Andrew Wakefield (der auf die Risiken der Masern-Mumps-Röteln Impfung hingewiesen hatte) unter dem Titel „Gegen alternative Fakten“ gerade mal wieder als Lügner und Kindermörder verunglimpft wird, dann sollten uns diese Zahlen schon zu denken geben. Es sei denn, die Gehirnwäsche der Pharmaindustrie hat so gut gewirkt, dass wir wirklich glauben, dass nur Chemie unser Überleben sichern kann und wir alle Fakten, die etwas anderes besagen, einfach unter den Tisch fallen lassen.

Die Studienautoren kommen zu den folgenden drei beachtenswerten Feststellungen:

„…die Stärke und Beständigkeit dieser Ergebnisse, die offensichtliche „Dosis-Wirkung“ Beziehung zwischen Impfstatus und einigen Formen chronischer Erkrankungen und die signifikante Verbindung zwischen Impfungen und Nervenentwicklungsstörungen unterstützen alle die Möglichkeit, dass einige Aspekte des zur Zeit gültigen Impfschemas zum Risiko für kindliche Morbidität (Erkrankungen) beiträgt.“

„Impfungen waren immer noch signifikant mit Nervenentwicklungsstörungen assoziiert, auch wenn man andere Fakten kontrollierte…“

„…Frühgeburtlichkeit plus Impfung war mit einem offensichtlich synergistischem Anstieg der Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Nervenentwicklungsstörungen über das durch die Impfung allein angehobene Risiko hinaus assoziiert.“

 

Natürlich sollten alle drei Feststellungen Eltern und im Gesundheitswesen Tätige kräftig aufrütteln, aber besonders in Bezug auf Frühgeborene muss das Impfschema überdacht werden.

Laut STIKO (Ständige Impfkommission) sehen die Impfempfehlungen folgendermaßen aus:

STIKO: „Frühgeborene sollten unabhängig von ihrem Reifealter und ihrem aktuellen Gewicht entsprechend dem empfohlenen Impfalter geimpft werden“ RKI, Epidemiologisches Bulletin 30.08.2010

STIKO: E2 Abschnitt 9 falsche Kontraindikationen: … 9.9 Frühgeborene (Geburt vor vollendeter 37. SSW) und hypotrophe Neugeborene bei normaler Entwicklung, … 9.11 Kinder, die gestillt werden. STIKO, http://www.slaek.de/60infos/infospatient/36impfen/e2.html, 01.11.2003

Diese Empfehlungen werden ausgesprochen, obwohl bei Frühgeborenen Nebenwirkungen von Impfungen häufig auftreten (2). Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass Frühgeborene ein noch unreifes Immunsystem haben und deshalb durch die Impfungen geschützt werden müssen.

Masern in Minnesota – und warum es trotzdem keinen Grund zum Impfen gibt

In Minnesota gab es gerade einen Ausbruch von Masern (4), und nun machen die Impfbefürworter – wie erwartet – einen großen Aufstand, dass sie es ja immer gewusst haben, und dass selbstverständlich mehr geimpft werden muss (also der gleiche Sermon, den wir hier auch hören).

Aber sie irren sich.

Ja, die Masernimpfung ist erfolgreich insofern, als sie das Auftreten von Masern reduziert (wohlgemerkt nur reduziert, denn auch Geimpfte können an Masern erkranken und erkranken an Masern). Zu bedenken ist jedoch, dass die Impfung keine lebenslange Immunität verleiht. Da Masernimpfungen aber im Allgemeinen nicht aufgefrischt werden, ist damit zu rechnen, dass in absehbarer Zeit viele Erwachsene keine Immunität gegen Masern mehr haben.

Und ja, Masern können zu schweren Erkrankungen und sogar zum Tode führen (allerdings eher nicht bei sonst gesunden Menschen). Dasselbe gilt allerdings auch für den Impfstoff. In den letzten zehn Jahren kam es in den USA zu einem Todesfall durch Masern bei einer erwachsene Frau, die immunsupprimierende (das Immunsystem unterdrückende) Medikamente einnahm und andere ernste Erkrankungen hatte (also alles andere als gesund war). Laut VAERS (Vaccine Adverse Event Reporting System) kam es in den USA in der Zeit von 2000 – 2017 zu 156 Todesfällen, die mit der MMR Impfung (Masern-Mumps-Röteln) in Zusammenhang gebracht wurden.

Für Deutschland stellt sich die ganze Sache so dar:

Impfen todesfälle masern deutschland

Quelle: Impfschaden.info

 

Ich bitte mal darum zu beachten, dass die Todesfälle schon weit vor Einführung der Impfung zurückgegangen sind. Weiterhin interessant ist die Spitze in der Zeit von 1914 – 1918. Was war da noch gleich – ach ja, der 1. Weltkrieg mit sicher nicht sehr hygienischen Bedingungen.

Aber kommen wir nochmal zurück nach Minnesota. Der Ausbruch dort betraf vor allem Somalis. Es wird ja nach wie vor darüber gestritten, ob die MMR Impfung zu Autismus führen kann, beziehungsweise von behördlicher und Ärzteseite abgestritten, dass sie es tut (obwohl wir es nach den neuesten Nachrichten besser wissen sollten).

Nun, die Somalis hatten noch nicht viel mit Autismus zu tun gehabt, bevor sie in die USA kamen. Eine Mutter erklärt in einem Interview mit The Globe and Mall:

„In Somalia hatten wir Kinder mit Cerebralparese* und Down Syndrom**, aber niemand hatte von Autismus gehört. Und glauben Sie mir, diese Krankheit können Sie nicht verstecken.“

*Cerebralparese: Bewegungsstörung durch eine frühkindliche Hirnschädigung.

**Down Syndrom: Mongolismus.

In dem Artikel bezeichnen die Somalis Autismus als „westliche Erkrankung“ oder „Rache aus der Fremde“ (5).

Autismusraten in Afrika waren wesentlich niedriger als in Amerika und betrafen vor allem besser gestellte Familien, die Zugang zu westlicher Medizin hatten (6).

Wanderten Somalis aber in die USA aus, änderten sich diese Zahlen plötzlich. Zuerst wurde man in den Jahren 2008 -2009 darauf aufmerksam. Das Minnesota Department of Health stellte in einer Untersuchung fest, dass somalische Vorschulkinder eine 2 – 7-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit hatten in einem Autismus-Programm betreut zu werden (7).

Die Somali Mütter waren schließlich überzeugt, dass die MMR Impfung etwas mit der Erkrankung ihrer Kinder zu tun haben muss und fingen an, die Impfung abzulehnen. Mit dieser Einschätzung hatten sie absolut Recht.

Ein Zusammenhang zwischen der MMR Impfung und Autismus bei afrikanischen Kindern war laut eines Beamten der CDC (Centers for Disease Control = Amerikanische Seuchenschutzbehörde) schon vor drei Jahren aufgefallen. Whistleblower Dr. William Thompson hat unter Eid ausgesagt, dass die CDC Daten vernichtet, versteckt und gefälscht hat, die eine klare Verbindung zwischen der MMR Impfung und Autismus aufgezeigt hätten (7). Und die gefälschten CDC Daten zeigten auf, dass afroamerikanische Jungen am stärksten von diesen Folgen betroffen waren. Soviel zu alternativen Fakten!

Es klafft ein Abgrund zwischen dem herrschenden Dogma, dass Impfungen absolut notwendig sind, damit es nicht zu massenhaften Todesfällen durch Infektionskrankheiten kommt, und dem zunehmenden Bewusstsein von Teilen der Öffentlichkeit, der Wissenschaft und medizinischer Gruppen, dass etwas im argen liegt.

Es wäre immens wichtig, dass in einer offenen Diskussion das Für und Wider von Impfungen angesprochen wird. Eventuell könnte eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema eine von Big Pharma indoktrinierte Ärzteschaft wieder auf den richtigen Weg bringen.

Wenn man sich anguckt, was im Moment passiert, dann könnte die Konsequenz dafür, dass man nicht in den Dialog eintritt sein, dass es zu einer allgemeinen Impfpflicht kommt – wie sie in Amerika schon teilweise eingeführt worden ist, und die auch bei uns schon diverse Befürworter hat – und dazu, dass Nebenwirkungen von Impfungen nur noch mehr unter den Teppich gekehrt werden als ohnehin schon.

In einfachen Worten herrscht im Moment ein Krieg zwischen Offenheit und Transparenz und dem Schutz von Big Pharmas Geschäftsmodell (das Milliarden einbringt) durch Panikmache und Verschleierung. Es ist wirklich höchste Zeit, dass das Thema Impfungen in den richtigen Zusammenhang gerückt wird. Und auch wenn Sie nicht zur Gruppe der Somalis gehören, ist blindes Vertrauen wohl nicht der richtige Weg.

 

 

(1) http://www.cmsri.org/wp-content/uploads/2017/05/MawsonStudyHealthOutcomes5.8.2017.pdf

(2) Adverse events following vaccination in premature infants. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11529542

(3) CDC Whistleblower to Extend MMR Vaccine Fraud. http://www.greenmedinfo.com/blog/cdc-whistleblower-extend-mmr-vaccine-fraud

(4) http://www.nbcconnecticut.com/news/national-international/Measles-Outbreak-Sickens-Dozens-of-Minnesota-Somalis-421221253.html

(5) https://www.theglobeandmail.com/life/the-somali-autism-puzzle/article4327645/

(6) http://www.ageofautism.com/2008/11/out-of-africa-a.html

(7) https://vaccineimpact.com/tag/william-thompson/

12 Gründe warum Sie einen leckenden Darm haben könnten

Jede Krankheit beginnt im Darm (Hippocrates)

darmHippocrates hatte Recht, der Darm ist das Tor zur Gesundheit. Wenn Ihr Darm gesund ist, haben Sie gute Chancen auch sonst gesund zu sein.

Heute möchte ich mich mit einem Syndrom beschäftigen, dass unter dem Namen „Leaky Gut“ zusammengefasst wird, und das vielen Menschen eine Menge Ärger bereitet, ohne dass sie überhaupt wissen, dass sie es haben.

Leaky gut, oder in medizinischem Hochdeutsch vermehrte intestinale Permeabilität (= vermehrte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut), ist ein Syndrom, das viele Mediziner für einen Mythos halten. Das verwundert schon sehr, denn eine PubMed Suche ergibt 5119 Ergebnisse für Studien, die nachweisen, dass dieses Syndrom nicht nur absolut real ist, sondern dass es auch vielfältige Auswirkung auf unsere Gesundheit hat.

Im Normalfall lässt die Darmschleimhaut nur sehr kleine Moleküle durch, um lebenswichtige Nährstoffe aufzunehmen. Tatsächlich ist die Regulierung der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut eine der wichtigsten Aufgaben der Darmwandzellen. Diese Regulierung erfolgt über sogenannte Tight Junctions, das sind Verbindungen der Epithelzellen der Darmschleimhaut, die eine Barrierefunktion ausüben. Die Tight Junctions werden durch ein Protein namens Zonulin reguliert. Wird Zonulin aktiviert, öfnnen sich die Tight Junctions.

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Durch die Öffnung der Tight Junctions folgt, wie man sich nicht schwer vorstellen kann, eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand, also ein Leaky Gut. Wenn der Darm durchlässig ist, gelangen Dinge in den Blutstrom, die dort eigentlich nicht hingehören. Das sind zum Beispiel Giftstoffe, Mikroben, unverdaute Nahrungsmittel und alles, was sich sonst noch so in Ihrem Darm tummelt. Ihr Immunsystem erkennt nun diese „Eindringlinge“ als Krankheitserreger und greift sie an. Handelt es sich bei diesen „Eindringlingen“ zum Beispiel um unverdaute Nahrungsmittel, dann werden Sie nach einiger Zeit eine Allergie auf diese Nahrungsmittel entwickeln. Und wenn Sie dann statt der betroffenen Nahrungsmittel etwas anderes essen, gelangt dies ebenfalls unverdaut in Ihren Blutstrom, und dann weiten sich die Nahrungsmittelallergien aus. So einfach ist das!

Im Lauf der Jahre entwickeln sich aufgrund des durchlässigen Darms dann ernsthafte Beschwerden. So werden besonders die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht. Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Erkrankungen gelten als unheilbar. Wenn man die Ursache versteht, sind sie aber tatsächlich gut zu behandeln.

Was verursacht einen Leaky Gut?

Die Hauptschuldigen sind Nahrungsmittel, Infektionen und Toxine

  1. Gluten: Ist der Nahrungsbestandteil, der mit Abstand am häufigsten einen Leaky Gut auslöst. Das Gliadin Molekül führt zu einer Freisetzung von Zonulin und damit wie oben erklärt zu einer Öffnung der Tight Junctions. Eine 2006 erschienene Studie zeigt auf, dass dieser Effekt nicht nur bei Zöliakie Patienten auftritt, sondern auch bei einer gesunden Kontrollgruppe (1). Also in anderen Worten, Gluten löst – zumindest vorübergehend – bei jedem Menschen einen Leaky Gut aus.
  2. Lectine und Phytate: Sie kommen ebenfalls in Getreide aber auch in Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Es handelt sich um Antinährstoffe, die die Nährstoffaufnahme verhindern, sich an die Darmschleimhaut anheften und zu Entzündungen führen. Durch richtige Zubereitung können diese Stoffe zum Teil inaktiviert werden. Wenn Sie Nahrungsmittel konsumieren, die diese Substanzen enthalten, so sollten Sie sie auf jeden Fall einweichen und ankeimen oder fermentieren, um den Schaden für die Darmschleimhaut möglichst gering zu halten.
  3. Milchprodukte: Das Milchprotein Casein weist eine große strukturelle Ähnlichkeit zu Gluten auf und kann vom Immunsystem fälschlicherweise mit diesem verwechselt werden. Dies gilt insbesondere für das in Kuhmilch größtenteils vorkommende A1-Casein (2). Das A2-Casein aus Ziegen- oder Schafmilch und einigen Kuhrassen schneidet besser ab.
  4. Alkohol: Schon Alkohol in Maßen (wie auch immer man das definiert) stört die Zonulinproduktion und verändert die Integrität der Darmschleimhaut. Dies führt zu einer Schwächung der Tight Junctions (3).
  5. Zucker: Darf in dieser Sammlung natürlich nicht fehlen. Zucker richtet im gesamten Körper Schaden an, aber vor allem im Darm. Zucker sorgt für vermehrtes Wachstum von Hefen, Pilzen und schlechten Bakterien, die den Darm schädigen.
  6. Infektionen: Die häufigsten infektiösen Ursachen sind Candidabefall, Darmparasiten und eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO = Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Sie alle verursachen schwere Schäden in der Darmschleimhaut.
  7. Antibiotika: Längerfristige oder häufige Anwendung von Antibiotika kann sich schädlich auf die Darmflora auswirken, denn Antibiotika unterscheiden nicht zwischen guten und schlechten Bakterien sondern töten einfach alle ab. Dies kann dazu führen, dass die schlechten Bakterien die Oberhand gewinnen und es im Darm zu Entzündungen kommt. Um dies zu verhindern sollten Sie, wenn Sie Antibiotika wirklich einnehmen müssen, immer auch Probiotika einnehmen.
  8. NSAR: Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac sind häufig verwendete Schmerzmittel, die auch entzündungshemmend wirken. Sie sind jedoch schwer abzubauen, irritieren den Dünndarm und führen so zum Leaky Gut. Dieser Effekt tritt bei längerer Anwendung von NSAR auf (4). Unter Aspirin tritt keine erhöhte Permeabilität auf.
  9. Antazida: Medikamente, die die Magensäure hemmen und bei Sodbrennen und Reflux eingesetzt werden. Diese führen bei Langzeitanwendung häufig zu SIBO und Darmentzündungen. Beides Ursachen für einen Leaky Gut.
  10. Steroide: Wie zum Beispiel Prednisolon werden bei chronischen Entzündungen und Schmerzen verschrieben, um die Entzündungsreaktion im Körper abzuschwächen. Gleichzeitig erhöhen sie jedoch den Cortisolspiegel, was zu einer Schädigung der Darmwand führt.
  11. Stress: Chronischer Stress beeinflusst die Darmgesundheit (5). Genau wie bei der Einnahme von Steroiden kommt es auch hierbei zu einer Erhöhung der Cortisolkonzentration. Außerdem schwächt Stress das Immunsystem.
  12. Toxine: Umweltgifte wie zum Beispiel Quecksilber, Pestizide und BPA aus Plastik verursachen Entzündungen im Darm und öffnen die Tight Junctions. Leiden Sie außerdem noch unter Verstopfung, so haben die Toxine noch mehr Zeit ihre schädliche Wirkung zu entfalten.

Wie Sie sehen, führen viele ganz alltägliche Dinge zu einer erhöhten Durchglässigkeit im Darm. Es macht Sinn, gerade bei Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien, Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse), Rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Typ I Diabetes, aber auch bei Schizophrenie und Autismus einen sehr genauen Blick auf den Darm zu werfen. Ein Großteil dieser Erkrankungen ist mit einer Darmsanierung zumindest deutlich zu Verbessern, wenn nicht sogar heilbar.

 

(1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16635908

(2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17666771

(3)http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0107421

(4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3780475

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22314561

Veganismus – das Geschäft mit dem schlechten Gewissen

vegan-1343429_1920Veganer sind die besseren Menschen, denn sie sind um das Tierwohl bemüht und tragen mit ihrer Ernährung zum Erhalt unseres Planeten bei. Das ist es jedenfalls, was uns die vegane Propaganda weismachen möchte. Wie sieht es aber tatsächlich aus mit der veganen Ernährung. Ist sie ökologisch so viel verträglicher als eine Ernährung, die tierische Produkte beinhaltet?

In der Realität sieht es so aus, dass ca. 2/3 der Landfläche der Welt nicht für den Obst- und Gemüseanbau geeignet sind. Sie können auf Savannen keine Salatköpfe ziehen. Es ist aber wohl möglich, dort Tiere weiden zu lassen. Würde das Land nicht als Weideland genutzt, dann könnte es gar nicht genutzt werden und würde veröden. Denn wie so vieles auf der Welt besteht auch zwischen Bodengesundheit und Tieren ein Kreislauf. Die Tiere brauchen den Boden und was auf ihm wächst für ihre Ernährung, und der Boden braucht die Tiere, damit er mit Mineralstoffen und Dünger versorgt wird.

Weidetiere machen mit ihren Hufen kleine Eindellungen in den Boden, die das Wasser halten. Wenn sie Gras fressen, regt dies neues Wachstum an. Die Tiere verdauen das Gras und scheiden die Reste als Dünger aus, der mit Mikroben versetzt ist, die für ein gutes Bodenklima sorgen. Das hält den Boden gesund. Weidetiere sequestrieren Kohlenstoff in den Boden daraus ergibt sich eine positive Kohlenstoffbilanz (und nicht etwa die negative, die bei Massentierhaltung auftritt). In einer Studie wurde gezeigt, dass sich durch Ackerbau ausgelaugte Böden, die dann als Weideflächen intensiv genutzt wurden, sehr schnell wieder erholten und schon nach drei Jahren wieder eine sehr viel höhere Nährstoffdichte aufwiesen (1). Wir halten also fest: Weidetiere verbessern den Boden und wirken einer Verödung entgegen, Gemüseanbau laugt den Boden aus.

In einer Studie, die die Nachhaltigkeit von 10 verschiedenen Ernährungs-formen untersuchte, schnitt die vegane Diät schlechter ab als Lacto-Ovo-Vegetarier und zwei verschiedene omnivore Ernährungsformen (2). Zu diesem Ergebnis kam es, da bei einer veganen Ernährungsform weite Teile des Landes einfach ungenutzt bleiben, die ansonsten für die Erzeugung tierischer Nahrungsmittel genutzt werden könnten, die zudem noch einen höheren Nährwert haben (vor allem, wenn alle Teile des Tieres gegessen werden).

Ich möchte hier ganz klar sagen, dass diese Auswirkungen natürlich nicht zum Tragen kommen, wenn man sich die Massentierhaltung ansieht, in der die Tiere mit Getreide und Soja gefüttert werden, die extra für sie angebaut werden müssen. Ich lehne es auch ab, Fleisch von Tieren zu essen, die ihr (kurzes) Leben lang nur gequält wurden, und die mit Hormonen und Antibiotika vollgepumpt werden, damit sie möglichst viel Fett ansetzen. Diese Tier-KZs müssen abgeschafft werden!

Aber zurück zum Thema. Peta klärt uns auf, dass die Erzeugung von 1 kg Fleisch 4000 l Wasser verbraucht, während die gleiche Menge Wasser dazu genutzt werden könnte, 12 kg Weizen zu ernten (3). Das hört sich erstmal unerhört an, schließlich müssen wir die gesamte Weltbevölkerung satt kriegen. Man muss aber dabei bedenken, dass es sich hier um virtuelles Wasser handelt, also nicht nur das Wasser, dass aus dem Wasser-hahn kommt sondern auch Regenwasser, das sowieso auf den Boden fällt. Es wird übrigens geschätzt, dass bei Weidetieren das kg Fleisch 1750 l Wasser verbraucht, nämlich die Wassermenge, die das Tier tatsächlich trinkt. Und dann mal ganz ehrlich: 1 kg Steak gegen 12 kg Weizen? Wie sieht es denn da mit der Nährstoffdichte aus, mit Antinährstoffen und der Verdaulichkeit der Proteine, mit essentiellen Vitaminen wie Vitamin B12 (jawohl Veganismus führt zu B12-Mangel)? Und treiben wir das Spiel doch mal ein bisschen weiter: Hat mal jemand ausgerechnet, was so ein Tofuburger und all die anderen Sojaprodukte zu unserem ökologischen Disaster beitragen? Konsequenterweise dürften Veganer auch kein Soja essen, denn durch die Abholzung der Regenwälder sterben Millionen Tiere.

Apropos tote Tiere. In Soja- und Getreidefeldern lebende Tiere werden von den Landmaschinen bei der Ernte zerschreddert (ja, auch die niedlichen Kaninchen). Durch Pestizide sterben Bienen und andere Insekten und damit auch die Vögel, die sich von ihnen ernähren. Mal ehrlich: Tod ist Tod, ob selbst hervorgerufen (durch Schlachten) oder zufällig. Es gibt einfach keine Ernährung, die unsere Tiere nicht beeinflusst.

Was ich wirklich bitter finde, ist, dass die Nahrungsmittelindustrie diesen Trend hemmungslos ausnutzt und in Werbekampagnen Veganismus als eine gesunde Ernährung hinstellt, die wesentlich gesünder als omnivore Ernährungsformen ist. Die Absicht dahinter ist nur allzu durchschaubar: Vegane Produkte sind solche, die extrem billig produziert werden können, aber einen gewaltigen Gewinn für die Hersteller abwerfen.

Hier die Zutatenliste eines Tofuburgers:

Zutaten:
Trinkwasser, Sojaproteinkonzentrat (22 %), Rapsöl, Weizengluten, Aroma, Kochsalz, Verdickungsmittel: Methylcellulose, Sojaproteinisolat (1 %), Gewürze, Malzextrakt

Allergiehinweise:
Das Produkt enthält glutenhaltiges Getreide (Weizen), Soja und Sojaerzeugnisse.

Glauben Sie ernsthaft, das soetwas Bestandteil einer gesunden Ernährung sein kann?  Haben Sie sich schonmal gefragt, warum wir so eine starke Zunahme an Nahrungsmittelallergien haben. Oder ist Ihnen vielleicht noch gar nicht aufgefallen, dass Allergien auf dem Vormarsch sind? Und noch ein Tipp: Nahrungsmittelallergien treten auf, wenn der Darm durchlässig wird (sog. Leaky Gut). Gluten und Soja stehen ganz oben auf der Liste, der Nahrungsmittel, die zu dieser Durchlässigkeit führen. Denken Sie mal darüber nach…

 

(1)http://www.nature.com/articles/ncomms7995

(2)https://www.elementascience.org/articles/116

(3)http://www.peta.de/weltwassertag#.WBS4GfmLTIU

Gluten – gefährlich nicht nur bei Zöliakie?

Glutenfreie Ernährung ist in aller Munde (wortwörtlich). Aber ist das jetzt eigentlich nur eine Modeerscheinung, etwas, womit die Nahrungsmit-telindustrie wieder ordentlich Geld machen kann, oder sollten wir alle uns tatsächlich Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen der Glutenkonsum für unseren Körper hat?

Aber zunächst einmal: Was ist eigentlich Gluten? Gluten – oder besser gesagt – Glutene, sind eine Familie von Proteinen, die in Getreide vorkommen. Tatsächlich gibt es hunderte verschiedene Glutene, das bekannteste ist jedoch das α-Gliadin, das in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt und der Auslöser für die Zöliakie ist. Neuere Forschungen zeigen aber, dass Glutene, die in anderen Getreiden vorkommen, teilweise noch schwerere Krankheitssymptome auslösen können als α-Gliadin. Wir halten also fest, wirklich glutenfrei bedeutet nicht, auf α-Gliadin zu verzichten, sondern es bedeutet einen Verzicht auf sämtliches Getreide.

Jetzt höre ich schon die Hausärzte aufschreien „so ein Quatsch! Die Zöliakie betrifft nicht mal 1 % der Bevölkerung“. Das ist zwar richtig, jedoch ist eine ausgewachsene Zöliakie nur die Spitze des Eisbergs. Und nur weil die Darmbiopsie negativ ausfällt (d. h. die Darmzotten nicht total zerstört sind), bedeutet das nicht, dass der Mensch Gluten verträgt. Dies wird den Patienten aber leider immer noch von den Kollegen versichert. Tatsache ist, dass der betreffende Patient womöglich unter einer sogenannten Non-Celiac-Gluten-Sensitivity (NCGS) leidet. Von diesem durch Gluten hervorgerufenen Symptomenkomplex sind nach neuesten Schätzungen inzwischen 40 – 60 % der Bevölkerung betroffen – Tendenz steigend.

Damit sind wir auch schon beim allergrößten Knackpunkt. Wie Alessio Fasano, Kindergastroenterologe und Chefarzt des Zentrums für Zöliakieforschung und Behandlung des Massachussetts General Hospitals es ausdrückt: „Kein Mensch kann Gluten verdauen.“ (1) Bei jedem einzelnen verursacht der Verzehr von Gluten einen Schaden in der Darmschleimhaut, der allerdings – da die Darmschleimhaut ein sehr regenerationsfreudiges Gewebe ist – innerhalb einiger Stunden wieder repariert wird. Dummerweise werden wir aber nicht müde, den Glutenvorrat immer wieder aufzustocken: Brot und Müsli zum Frühstück, Salat mit Croutons zum Mittagessen (plus Knobibrot), einen Muffin oder Kekse zum Kaffee, Nudeln oder Pizza zum Abendessen und noch ein paar Chips oder Salzgebäck abends zum Fernsehen. Sie können es sich vorstellen, nicht wahr.

Gluten bewirkt praktisch ein Aufbrechen von Tight Junctions in der Darmschleimhaut. Diese Verbindungen werden physiologischerweise z. B. bei einem Darminfekt geöffnet, um Giftstoffe möglichst schnell aus dem Darm zu entfernen. Werden diese Tight Junctions durch Gluten geöffnet kommt es zum sogenannten Leaky Gut oder in Medizinerhochdeutsch zur Erhöhten Intestinalen Permeabilität. Dies bedeutet, dass die Darmschleimhaut ihre Barrierefunktion verliert und Nahrungsbestandteile und Bakterientoxine ungefiltert in den Blutstrom gelangen. Wie man sich vorstellen kann, ist das keine gute Idee.

Dieser Mechanismus tritt wie gesagt bei jedem Menschen bei jedem Verzehr von Gluten auf. Zu Krankheitssymptomen kommt es, wenn es zu einem Verlust der oralen Toleranz kommt. Dieser Verlust tritt bei jedem Menschen früher oder später auf, wenn er nur genug glutenhaltige Nahrungsmittel zu sich nimmt. Und da Gluten nicht nur in den ganz offensichtlichen Nahrungsmitteln wie Backwaren und Nudeln zu finden ist, sondern die Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie Gluten den meisten Produkten hinzusetzt, werden die Mengen, die wir aufnehmen, täglich größer. Wenn man industriell gefertigte Nahrungsmittel kauft, ist es fast unmöglich Gluten aus dem Weg zu gehen. Leider versteckt es sich unter so vielen Bezeichnungen, das es sehr schwer ist, es gleich zu erkennen, oder hätten Sie gewusst, dass Geschmacksverstärker, Stärke Emulgatoren und natürliche Aromen gerne Gluten enthalten?

Das Perfide an Gluten ist, dass es aber außer bei der Zöliakie nicht unbedingt sofort Symptome hervorruft, die man auf den Verzehr von Gluten zurückführen würde. Was das angeht, sind von Zöliakie Betroffene also sogar im Vorteil, weil schneller eine Verbindung zwischen Erkrankung und Symptomen hergestellt wird. Wie Dr. Tom O’Bryan, Experte für Zöliakie und NCGS, erklärt, bricht die Kette immer in ihrem schwächsten Glied, d. h. nur für einen Teil der Individuen ist es der Darm, andere reagieren mit Migräne, Schizophrenie oder MS, wieder andere mit Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Infertilität. (2)(3)

Nehmen wir all das zusammen, kommt man nicht umhin festzustellen, dass der Verzehr von Gluten eigentlich niemandem anzuraten ist. Oder macht Ihnen Russisches Roulette Spaß? Hält man dagegen, dass Gluten selbst überhaupt keinen Nährwert hat und dass gerade die glutenhaltigen Getreide künstlich mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert werden müssen, damit sie nicht zu einer Mangelernährung führen, dann sollte es eigentlich leicht fallen, auf Getreide zu verzichten. Und wer sich dann über fehlende Ballaststoffe Gedanken macht, sollte es einfach mal mit einem großen Salat versuchen. So viel leckerer und einfach viel gesünder!

 

(1) http://www.massgeneral.org/doctors/doctor.aspx?id=19184#

(2) http://thedr.com/all-about-gluten/articles/the-conundrum-of-gluten-sensitivity-why-the-tests-are-often-wrong-purring-vs-rumbling/

(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26260366