Vitamin D – auf die richtige Dosierung kommt es an

Vitamin D, Sonne, BlumeWas Vitamin D (Cholecalciferol) angeht sind sich eigentlich alle einig, ob Schulmediziner, Naturheilkundler, Ernährungsberater oder Wissenschaftler. Das „Sonnenschein-Vitamin“ ist unverzichtbar für starke Knochen, gesunde Zähne, ein gut funktionierendes Immunsystem und ein gesundes Herz. Ja, sogar gegen Krebs ist es hilfreich.

Wenn man dann aber wissen möchte, wie viel Vitamin D denn wohl die richtige Menge ist, dann hat jeder seine eigene Meinung. Aber zum Glück gibt uns eine neue Studie Aufschluss darüber, welche Dosierung als Nahrungsergänzung eingenommen werden sollte, um optimale Konzentrationen im Körper zu haben.

Natürlich könnte Vitamin D3 auch in unserer Haut gebildet werden, wenn sie mit UVB Strahlen (Sonne!) in Kontakt käme. Vitamin D ist nämlich gar kein richtiges Vitamin, denn wir können es tatsächlich selber herstellen. Da aber schon seit vielen Jahren davon abgeraten wird, sich in der Sonne aufzuhalten – und wenn doch, dann nur unter Einsatz eines Sonnenschutzmittels mit einem hohen Lichtschutzfaktor (womit die Vitamin D Synthese in der Haut dann unterbunden wird) – sind wir auf die Zuführung dieses Stoffes mit der Nahrung angewiesen.

Derzeitige Empfehlungen zur Vitamin D Supplementierung unterscheiden sich gravierend

Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung reicht das mit der Nahrung aufgenommene Vitamin D3 nicht aus, um eine optimale Blutkonzentration von über 50nmol/l (= 20 ng/ml) zu erreichen. Sie empfiehlt deshalb ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Für Säuglinge bis zu einem Jahr werden 10 μg (400 IE) und für Kinder und Erwachsene 20 μg (800 IE) pro Tag empfohlen (1).

Nur mal so zum Vergleich: Wenn Sie sich 15 – 20 Minuten ohne Sonnenschutz in der Mittagssonne aufhalten, produziert Ihr Körper ca. 10.000 IE Vitamin D. Noch Fragen?

Wie lächerlich diese Empfehlung ist, zeigt der Vergleich mit anderen Organisationen.

Laut Institute of Medicine – einer amerikanischen Non-Profit Organisation – ist eine tolerierbare Höchstdosis im Bereich von 4000 IE pro Tag anzusiedeln. Tolerierbar bedeutet, dass bei dieser Dosierung nicht mit negativen Nebenwirkungen gerechnet werden muss.

Der Vitamin D Council – ebenfalls eine amerikanische Non-Profit Organisation empfiehlt für Erwachsene sogar eine Tagesdosis von 5000 IE.

Die US-amerikanische Fachgesellschaft für Endokrinologie empfiehlt in ihren neuen Leitlinien für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 1500 bis 2000 IE Cholecalciferol zur Vorbeugung eines Mangels. Die maximale Dosierung gemäß der amerikanischen Leitlinie liegt bei 10 000 IE pro Tag. Das wäre dann die zwölffache Menge der von der DGE empfohlenen Tageshöchstdosis.

Es ist also verständlich, dass diese verwirrenden Empfehlungen es nicht leicht machen, die richtige Dosierung zu treffen. Hier kann eine neue Studie Abhilfe schaffen, die im April in der Zeitschrift Dermatoendocrinology erschienen ist (2).

Nicht jeder Körper reagiert auf die gleiche Weise auf Vitamin D

Die ein Jahr dauernde Studie beinhaltete 3882 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren. 27,5 Prozent waren adipös (fettleibig), 37 Prozent waren übergewichtig, 35,5 Prozent hatten einen normalen BMI (Body Mass Index) und weniger als 1 Prozent war untergewichtig – also ungefähr repräsentativ für die normale Bevölkerung.

Die Teilnehmer sollten Cholecalciferol (D3) einnehmen. Dies ist die Form des Vitamin D, das der Körper unter dem Einfluss von Sonnenstrahlen herstellt. Die durchschnittliche Dosis wurde über das Jahr langsam erhöht – von 2.106 IE auf 6.767 IE – wodurch die durchschnittliche Vitamin D3 Konzentration im Blut von 34,8 ng/ml auf 50,4 ng/l anstieg.

Entgegen der Meinung der DGE sollten gesunde Vitamin D Konzentrationen über 40 ng/ml liegen, während Konzentrationen zwischen 50 und 80 ng/ml als optimal angesehen werden (diese Konzentrationen erreichen Sie nie, wenn Sie nur mit 800 IE supplementieren).

Die Untersucher fanden heraus, dass die Konzentrationsänderungen von der Dosierung, dem BMI und der Konzentration des Vitamins am Anfang der Studie abhängig waren. So kamen Sie zum Beispiel zu dem Resultat, dass mit steigendem Körpergewicht, die Reaktion auf zugeführtes Cholecalciferol abnahm. Das heißt in anderen Worten, dass fettleibige Menschen eine deutlich höhere Dosierung benötigen, um ausreichende Blutkonzentrationen zu erreichen, als Menschen mit Normal- oder Untergewicht.

Ein weiteres Ergebnis war, dass Individuen mit einem Vitaminmangel einen deutlicheren Anstieg der Konzentration verzeichneten als Personen, die schon zu Beginn des Versuchs ausreichende Vitamin D Spiegel besaßen.

Welche Dosierungen waren nötig, um die Konzentration von Vitamin D3 im Blut auf über 40 ng/ml anzuheben?

  • Normalgewichtige (BMI < 25): 6000 IE pro Tag
  • Übergewichtige: 7000 IE pro Tag
  • Adipöse (BMI > 30): 8000 IE pro Tag

Übrigens wurden in dieser Studie trotz der hohen Dosierung keine Nebenwirkungen gesehen, die sich zum Beispiel in einem erhöhten Calciumspiegel im Blut (Hypercalcämie), Müdigkeit, Appettitlosigkeit, Bauchschmerzen, häufigem Wasserlassen oder starkem Durst bemerkbar machen würden.

Ein Vitamin D Mangel erhöht das Risiko für Alzheimer

Laut neuester Untersuchungen haben Personen mit einem Vitamin D Spiegel unter 10 ng/ml ein 122 Prozent höheres Risiko für eine Alzheimer Demenz (3). Andere Erkrankungen, die auch mit einem Vitaminmangel zusammenhängen, sind unter anderem:

  • Morbus Parkinson (Schüttellähmung)
  • Multiple Sclerose
  • Krebs
  • Depression
  • Atemwegsinfekte.

Außerdem zeigte eine Studie auf, dass Menschen mit Spiegeln unter 20 ng/ml ein erhöhtes Risiko für Muskelverletzungen aufweisen – inklusive Hernien (Brüchen) und Überlastungen (4).

Auf der anderen Seite kann ein optimaler Vitamin D Spiegel einen protektiven Effekt vor vielen Erkrankungen haben.

So ist zum Beispiel ein Spiegel von über 40 ng/ml verglichen mit einem Spiegel von über 20 ng/ml mit einem 67 Prozent geringeren Krebsrisiko vergesellschaftet. Der empfohlene Spiegel ist also mehr als ungenügend, wenn es um diese doch sehr ernst zu nehmende Erkrankung geht.

Andere Studien zeigen auf, dass das Risiko für Darm- und Prostatakrebs um 30 bis 50 Prozent reduziert wird, wenn der Vitamin D Status verbessert wird.

Vitamin D statt Grippeimpfung

Ich habe schon in einem anderen Post darüber geschrieben, dass Vitamin D die Grippeimpfung allemal schlägt. Dies ist auf seine über 200 antimikrobiellen Peptide zurückzuführen. Für das Immunsystem ist es einfach eine unverzichtbare Stütze.

Im Februar wurde eine Studie der Queen Mary Universität, London im British Medical Journal veröffentlicht, die wieder einmal belegt, dass die Einnahme von Vitamin D3 gegen akute Atemwegsinfekte schützt (5).

Lassen Sie Ihren Vitamin D Spiegel bestimmen

Es ist eine ganz normale Blutentnahme, die Ihnen sagt, ob Sie zu der Hälfte der Deutschen gehören, die an einem Vitaminmangel leiden. Es ist inzwischen tatsächlich jeder zweite betroffen.

Sollte ein Mangel vorliegen, wird es für Sie extrem wichtig, diesen auszugleichen. Und auch wenn Sie sich im Normbereich befinden, aber vielleicht nicht im optimalen Bereich, haben Sie mehrere Möglichkeiten.

So kommt Ihr Vitamin D Spiegel wieder auf die Beine

  • Sonnenlicht. Die absolute Nr. 1. Es braucht gar nicht viel, und natürlich sollten Sie einen Sonnenbrand unbedingt vermeiden. Ca. dreimal die Woche 15 – 20 Minuten in der Mittagszeit reichen schon aus. Im Winter werden Sie aber in den meisten Gegenden in Deutschland nicht um ein Nahrungsergänzungsmittel herumkommen.
  • Vitamin D3 Supplements. Ich nehme am liebsten Tropfen, weil sich in ihnen normalerweise keine unerwünschten Zusatzstoffe verstecken. Bitte immer daran denken, dass ab einer Dosierung von 2000 IE auch immer Vitamin K2 mit eingenommen werden muss, damit das vermehrt aufgenommene Calcium sich nicht in den Arterien ablagert, sondern in den Knochen, wo es hingehört.
  • Nahrungsmittel mit hohem Vitamin D Gehalt. Natürlich kann man Vitamin D auch einfach essen. Die besten Quellen sind Eier von freilaufenden Hühnern, Fisch aus Wildfang, Leber, Pilze und Avocados. Wenn Sie die Sonne vermeiden, werden Sie es aber nicht schaffen, Ihren Vitaminbedarf nur durch diese Lebensmittel zu decken.

Wie die Studie aufzeigt, ist die richtige Dosierung vom Körpergewicht abhängig, aber auch von Lebensstilfaktoren, Ihrer Krankengeschichte und sogar Ihrer genetischen Veranlagung. Sie sollten mit einem Arzt, der sich mit dem Thema auskennt, die für Sie richtige Vorgehensweise erarbeiten.

Fazit

Wie uns neue Studien zeigen ist Vitamin D3 nicht einfach nur irgendein Vitamin, sondern spielt im Körper eine immens wichtige Rolle. Aus diesem Grund sollten Sie auf eine Ausreichende Zufuhr dieses Vitamins achten. Wenn Sie sich wirklich fit fühlen wollen, kommen Sie um eine Einstellung in den optimalen Bereich nicht herum.

 

 

(1) http://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/

(2) Evaluation of vitamin D3 intakes up to 15,000 international units/day and serum 25-hydroxyvitamin D concentrations up to 300 nmol/L on calcium metabolism in a community setting. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28458767

(3) https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/59657/Studie-sieht-Vitamin-D-Mangel-als-Demenzrisiko

(4) More than half of college football athletes have inadequate levels of vitamin D. https://www.sciencedaily.com/releases/2017/03/170317102355.htm

(5) Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data.  http://www.bmj.com/content/356/bmj.i6583

Vitamin K2 – fast unbekannt, aber immens wichtig

Die meisten Leute wissen gar nicht, dass es zwei verschiedene Sorten von Vitamin K gibt. Bei den Nährwertangaben von Lebensmitteln wird normalerweise nicht zwischen Vitamin K1 und K2 unterschieden, obwohl sie im Körper ganz unterschiedliche Wirkungen haben.
Vitamin K1 und K2 haben die gleiche chemische Ringstruktur, aber die Seitenketten unterscheiden sich in ihrer Länge. Vitamin K1 (Phylloquinon) ist pflanzlicher Herkunft und kommt vor allem in grünen (Blatt-) Gemüsearten, Algen und Pflanzenölen vor. Es hat eine einfach ungesättigte Fettsäurenkette mit vier Kohlenstoffgruppen.
Vitamin K2 hat mehrfach ungesättigte Fettsäuren mit 4 – 11 Kohlenstoff-gruppen, die man Menaquinone  nennt (MK4 – MK11). Vitamin K2 stammt aus Bakterien und ist in kleinen Mengen in Fleisch und Eiern (MK-4) und (fermentierten) Milchprodukten wie Käse und Joghurt (MK-8 und MK-9) enthalten. In begrenztem Maße wird es auch von Bakterien im Dickdarm gebildet.
 
Die bei weitem ergiebigste, für die Ernährung genutzte Vitamin-K2-Quelle (MK-7) ist Natto, ein fermentiertes Sojabohnen-produkt aus Japan. Das in den westlichen Nahrungsmitteln enthaltene Vitamin K besteht zu 90% aus dem schlecht resorbierbaren Phylloquinon (hauptsächlich aus grünen Gemüsearten) und zu 10% aus Menaquinon, das hervorragend aufgenommen werden kann.

Vitamin K ist ein Cofaktor des Enzyms Vitamin K Carboxylase. Das bedeutet, dass Vitamin K dabei hilft ein Kohlendioxid (CO2) auf ein Protein zu übertragen. Dadurch bekommt das Protein eine negative Ladung und kann sich so mit positiv geladenem Calcium verbinden.

Vitamin K1 wird bevorzugt in der Leber verstoffwechselt, um die Blutgerinnung zu aktivieren. Das „K“ im Namen steht ursprünglich für Koagulation (Blutgerinnung).

Im Gegensatz dazu wird Vitamin K2 von anderen Geweben benötigt um sicherzustellen, dass Calcium dort abgelagert wird, wo es hingehört – also in Knochen und Knorpel – und um zu verhindern, dass es dort abgelagert wird, wo es nicht hingehört – wie zum Beispiel in Blutgefäßen und den Nieren (wo es sonst zur Bildung von Nierensteinen kommt).

Sie sehen also schon, dass es Sinn macht, zwischen diesen beiden Vitaminen zu unterscheiden.

Gesundheitliche Vorteile von Vitamin K2

Herzerkrankungen

Die Blutgefäße enthalten drei Vitamin K abhängige Proteine (Matrix GLA Protein (MGP), Gas6 und  Protein S), die dafür sorgen, dass die Gefäße gegen Entzündungen und Verkalkungen geschützt werden (1, 2). Es ist also nur logisch, wenn man annimmt, dass Vitamin K das Auftreten von Herzerkrankungen verhindern kann.

Tatsächlich kam die Rotterdam Studie zu diesem Ergebnis (3). Sie untersuchte Männer über einen Zeitraum von 15 Jahren und zeigte auf, dass die höchste Aufnahme von Vitamin K2 mit dem geringsten Risiko für eine schwere Aortenverkalkung, Herzerkrankung und Mortalität (Versterben) an Erkrankungen der Herzkranzgefäße verbunden war. Dieser Effekt trat aber nur bei Vitamin K2 auf. Vitamin K1 hatte keinen Einfluss auf die Inzidenz von Herzerkrankungen, obwohl die Aufnahme von K1 10-fach höher war als die von K2.

Eine weitere Studie, die EPIC-NL Kohortenstudie, mit einem Follow-up von acht Jahren zeigte, dass bei Frauen die Vitamin K2 Aufnahme dosisabhängig mit einem niedrigeren Risiko von Herzerkrankungen vergesellschaftet war. Es kam zu einem additiven Effekt der Senkung des Risikos pro je 10 μg Vitamin K2 mehr, die aufgenommen wurden (4). Eine Studie an Frauen nach der Menopause zeigte, dass eine höhere K2 Augnahme mit geringeren Kalzifizierungen der Herzkranzgefäße in Verbindung stand (5). Auch in diesen Studien zeigte sich, dass Vitamin K1 keine Auswirkung auf cardiovaskuläre Marker hatte.

Gesunde Knochen

Das Vitamin K abhängige Osteocalcin bindet Calcium, um es dann im Knochen abzulagern. MGP begrenzt die Größe der Calciummoleküle, sodass sie genau in die Knochenmatrix hineinpassen. Da die Knochen unser ganzes Leben lang an- und abgebaut werden, sind ausreichende Vitamin K Spiegel für gesunde Knochen notwendig.

In einer japanischen Studie wurde nachgewiesen, dass postmenopausale Frauen, die viel Natto aßen (fermentierte Sojabohnen mit einem hohen Gehalt an MK-7), weniger Knochenmasse abbauten als solche, die wenig oder kein Natto aßen (6). Eine weitere Studie, die über drei Jahre lief, konnte aufzeigen, dass die Gruppe, die 180 μg Vitamin K2 MK-7 bekam, einen signifikant geringeren Knochenabbau aufwies, als die Gruppe, die ein Plazebo bekam (7).

Wir können also festhalten, dass für Frauen nach der Menopause, die Einnahme von Vitamin K2 MK-7 sicherlich eine gute Sache ist. Die übliche Dosierung beträgt 200 μg pro Tag. Übrigens sollte auch bei Einnahme von Vitamin D in höherer Dosierung immer Vitamin K2 zusätzlich eingenommen werden, da es sonst zu Arterienverkalkungen kommen kann.

Gesunde Nieren

Unsere Nieren enthalten normalerweise eine hohe Konzentration an Vitamin K2. Dieses wird gebraucht, um MGP zu aktivieren, das dafür sorgt, dass Calcium aus den Nieren transportiert wird und so die Entstehung von Nierensteinen verhindert. Patienten mit Nierenversagen, die dialysepflichtig sind, haben in der Regel einen Vitamin K Mangel (8). Es gibt neuere Studien, die aufzeigen, dass Dialyse-Patienten deren Vitamin K Mangel ausgeglichen wird,  bessere Überlebensraten haben (9).

Gesundes Gehirn

Der größte Teil des Vitamin K, das man im Gehirn findet, ist Vitamin K2 (10). Außerdem tritt Vitamin K2 in hohen Konzentrationen vor allem in myelinisierten (von Markscheiden umgebenen) Regionen auf, während Vitamin K1 mehr zufällig verteilt auftritt. Vitamin K2 steht mit Fettsäuren im Gehirn in Beziehung, die Sulfatide genannt werden. Eine Abnahme dieser beiden Substanzen steht mit altersbedingten neurologischen Abbauprozessen in Zusammenhang. Bei Personen mit beginnender Alzheimer Demenz ist die Sulfatid-Konzentration bis zu 93 % niedriger als bei gesunden Individuen (11).

Krebsvorbeugung

Die EPIC-Heidelberg Studie untersuchte 25000 Patienten über einen Zeitraum von 8 – 10 Jahren (12). In ihr wurde gezeigt, dass sich die Aufnahme von Vitamin K umgekehrt proportional zum Auftreten von Krebserkrankungen bei Männern – aber nicht bei Frauen – verhält. Insbesondere kommt es bei den Personen, die die höhchste Vitamin K2 Aufnahme hatten, zu einer Abnahme von Prostatakrebs und Lungenkrebs. Wurden diese beiden Krebsarten aus der Gleichung herausgenommen, so zeigte sich immer noch ein insgesamt niedrigeres Risiko, an Krebs zu erkranken.

Krebshemmende Eigenschaften sind für Vitamin K2 in vielen Studien nachgewiesen worden und werden im Allgemeinen auf die Fähigkeit von Menaquinon zurückgeführt, die Genexpression in Krebszelllinien regulieren zu können (also, ob ein Gen an oder abgeschaltet wird). Ziemlich cool, oder? Bei in vitro Versuchen (im Reagenzglas) an Krebszellen führte Vitamin K2 zum Absterben oder vermindertem Wachstum von Brust-, Prostata-, Leber-, Dickdarm-, Blasen- und Eierstockkrebs (13, 14).

Insulinsensitivität

Wenn Knochen abgebaut werden, wird das Vitamin K abhängige Osteocalcin ins Blut abgegeben. Dort verhält es sich wie ein Hormon und bewirkt an vielen Geweben eine Verbesserung der Insulinsensitivität und des Blutzuckerspiegels (15).

Bei Mäusen, die am metabolischen Syndrom leiden, konnte durch eine Behandlung mit Vitamin K2 der Blutzuckerspiegel normalisiert und Ängstlichkeit und Depressionen reduziert werden. Und noch besser: Eine höhere Aufnahme von Vitamin K2 – aber nicht von Vitamin K1 – stand beim Menschen im Zusammenhang mit einer niedrigeren Inzidenz (Auftretenshäufigkeit) des metabolischen Syndroms, das ja unter anderem durch Insulinresistenz und erhöhte Blutzuckerspiegel charakterisiert ist (16).

 

Dies sind nur einige der gesundheitlichen Vorteile von Vitamin K2. Andere beinhalten Dinge wie Zahngesundheit, Wachstum und Entwicklung und gesunde Haut.

Wie unterscheiden sich Phylloquinon (K1) und Menaquinon (K2)

Hinsichtlich der Gamma-Carboxylierung Vitamin-K-abhängiger Proteine sind Phylloquinon und Menaquinon gleichwertig. Darüber hinaus hat Menaquinon aber – wie in den obigen Beispielen aufgeführt – besondere Eigenschaften.

Menaquinon hemmt die Kalkablagerung in den Arterien viel wirksamer als Phylloquinon, ist vorteilhaft für den Cholesterinspiegel, besitzt eine Antitumor-Aktivität in verschiedenen Krebszelllinien und beeinflusst den Steroidhormon-Stoffwechsel. Für Phylloquinon konnten ähnliche Wirkungen nicht nachgewiesen wurden.

Als Antioxidans ist Menaquinon 15-fach stärker als Phylloquinon. In-vitro-Experimente legen zudem nahe, dass nur Menaquinon eine entzündungshemmende Aktivität besitzt und die Synthese von Prostaglandin E2 (Entzündungsmediator) hemmt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Menaquinon für die Gesundheit von Knochen, Knorpeln und Blutgefässen wichtiger ist als Phylloquinon – auch weil sich Menaquinon nach der Aufnahme besser in den Körpergeweben verteilt, während sich Phylloquinon vornehmlich in der Leber akkumuliert und schnell ausgeschieden wird.

K1 kann vom Körper in K2 umgewandelt werden. Die Konversionsrate ist allerdings unbekannt. Außerdem können viele Medikamente die Umwandlung in K2 verhindern, so zum Beispiel:

  • Cholesterinsenkende Medikamente (Statine)
  • Medikamente gegen Osteoporose (Bisphosphonate)
  • Medikamente zur Blutverdünnung (Warfarin).

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin K2?

Besonders viel Vitamin K2 enthalten:

  • Natto (fermentierte Sojabohnen)
  • Gänseleber
  • Käse
  • Eigelb
  • Dunkles Hähnchenfleisch
  • Butter

Aber – wie immer – ist es extrem wichtig, darauf zu achten, woher diese Nahrungsmittel stammen. Die Milch und die Butter von Weidetieren, die eine artgerechte Ernährung haben, enthält deutlich mehr Vitamin K2 als die Milch von Kühen aus Massentierhaltung, die mit Getreide gefüttert werden (also absolut nicht artgerecht!).

Bei Käse ist die K2 Konzentration unterschiedlich, je nachdem was die Käsekulturen produzieren. Und das Gleiche gilt für fermentierte Nahrungsmittel. So produzieren zum Beispiel die Bakterien, die für die Herstellung von Natto verwendet werden, große Mengen K2 MK-7.

Was Sie beim Verzehr von Vitamin K2 beachten sollten

Wie andere Vitamine und Mineralien sollte auch Vitamin K2 als Teil einer nährstoffreichen Vollkost-Diät konsumiert werden. Da es sich bei Vitamin K2 um ein fettlösliches Vitamin handelt, kann es vom Körper nur aufgenommen werden, wenn es zusammen mit Fett gegessen wird (das Gleiche gilt übrigens auch für die Vitamine A, D und E). Dies ist ein weiterer Grund dafür, warum es unter der empfohlenen fettarmen Ernährung so häufig zu Vitamin-Mangelerscheinungen kommt (17).

Die Vitamine A und D werden durch Vitamin K2 aktiviert, sodass sie dann Calcium binden können. Der Zahnarzt Weston A. Price war in den 40ger Jahren des letzten Jahrhunderts der Erste, der die synergistische Wirkung dieser drei Vitamine entdeckte. Zu dieser Zeit war Vitamin K2 noch gar nicht entdeckt (das geschah erst 2007), und er nannte Vitamin K2 einfach „Aktivierungsfaktor X“. Er benutzte eine Kombination aus Lebertran (Vitamine A und D) und Butterfett (Vitamin K2), um eine Reihe moderner Krankheiten zu behandeln.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass Sie genug Vitamin K2 bekommen, dann würde ich Ihnen einfach ein Nahrungsergänzungsmittel – am besten mit MK-7 – empfehlen. Auf jeden Fall benötigen Sie zusätzlich Vitamin K2, wenn Sie Vitamin D einnehmen.

 

 

(1) Spontaneous calcification of arteries and cartilage in mice lacking matrix GLA protein.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9052783

(2) The physiology of vitamin K nutriture and vitamin K-dependent protein function in atherosclerosis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15613016

(3) Dietary intake of menaquinone is associated with a reduced risk of coronary heart disease: the Rotterdam Study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15514282

(4) A high menaquinone intake reduces the incidence of coronary heart disease.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19179058

(5) High dietary menaquinone intake is associated with reduced coronary calcification.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18722618

(6) Intake of fermented soybeans, natto, is associated with reduced bone loss in postmenopausal women: Japanese Population-Based Osteoporosis (JPOS) Study.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16614424

(7) Three-year low-dose menaquinone-7 supplementation helps decrease bone loss in healthy postmenopausal women. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23525894

(8) Effect of vitamin K2 supplementation on functional vitamin K deficiency in hemodialysis patients: a randomized trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22169620

(9) Vitamin K intake and mortality in people with chronic kidney disease from NHANES III.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24745600

(10) Vitamin K status in human tissues: tissue-specific accumulation of phylloquinone and menaquinone-4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8785182

(11) Specific changes of sulfatide levels in individuals with pre-clinical Alzheimer’s disease: an early event in disease pathogenesis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23865640

(12) Dietary vitamin K intake in relation to cancer incidence and mortality: results from the Heidelberg cohort of the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Heidelberg). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20335553

(13) Real-time cell analysis of the inhibitory effect of vitamin K2 on adhesion and proliferation of breast cancer cells. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26082424

(14) Growth inhibitory effects of vitamin K2 on colon cancer cell lines via different types of cell death including autophagy and apoptosis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19424596

(15) Osteocalcin as a hormone regulating glucose metabolism. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4689779/

(16) Association Between Vitamin K and the Metabolic Syndrome: A 10-Year Follow-Up Study in Adults. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25835288

(17) Carotenoid bioavailability is higher from salads ingested with full-fat than with fat-reduced salad dressings as measured with electrochemical detection.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15277161

Bewegungsmangel erhöht das Demenzrisiko ähnlich wie genetische Faktoren

Eine im Januar im Journal of Alzheimer’s Disease erschienene Studie des Department of Kinesiology der McMaster University in Kanada hat gerade aufgezeigt, dass Personen, die sich wenig bewegen, das gleiche Risiko für eine Alzheimer Erkrankung aufweisen wie Personen, die genetisch für diese Krankheit anfällig sind (1).

Zur Zeit gibt es weltweit ca. 47,5 Millionen Menschen, die an Demenz leiden. Im Jahr 2030 könnte diese Zahl bei 75,6 Millionen liegen. Die häufigste Demenzform ist die Alzheimer Demenz. Diese macht ungefähr 60 – 80 % der Fälle aus. In Deutschland sind etwa 1,7 Millionen Menschen betroffen.

Bewegungsmangel ist genauso schädlich wie das Alzheimer Gen

Laut Alzheimer Association ist das APOE4 Gen einer der größten identifizierbaren Risikofaktoren für die Alzheimer Erkrankung (2). Erwachsene, die eine Kopie dieses Gens haben, haben ein dreifach höheres Risiko an Alzheimer zu erkranken als Menschen, die dieses Gen nicht haben. Personen mit zwei Kopien dieses Gens haben ein 8 – 12-fach erhöhtes Risiko.

Die neue Studie zeigt nun, dass Gene aber nicht alles sind. Das Risiko für eine Demenzerkrankung ist für ältere Menschen, die sich nicht genug bewegen womöglich genauso hoch. Tatsächlich kann der Verzicht auf die Vorteile eines Bewegungsprogrammes dazu führen, dass die schützenden Effekte von gesunden Genen negiert werden.

In der Studie wurden 1646 ältere Menschen in Bezug auf die Entwicklung einer Demenz und ihren Grad an körperlicher Aktivität analysiert. Diese Probanden waren Teilnehmer in der kanadischen Studie zu Gesundheit und Älterwerden. Zu Studienbeginn wies kein Teilnehmer eine Demenz auf. Die Probanden wurden dann über 5 Jahre beobachtet.

Die meisten älteren Menschen sitzen 80 Prozent des Tages

Die Forscher fanden heraus, dass bei den Teilnehmern, die kein APOE4 Gen hatten, diejenigen eher eine Demenz entwickelten, die einen vorwiegend sitzenden Lebensstil hatten. Umgekehrt hatten diejenigen Teilnehmer, die das Gen nicht haben aber einen aktiven Lebensstil verfolgten, Vorteile durch die sportliche Betätigung, die ein vermindertes Risiko für eine Alzheimer Demenz einschlossen.

Bei den Teilnehmern mit einem APOE4 Gen gab es zwischen den Teilnehmern, die mehr Zeit sitzend verbrachten und denjenigen, die einer sportlichen Aktivität nachgingen, keine Unterschiede im Risiko an einer Demenz zu erkranken.

Das heißt für Senioren, dass sie sich ein Ziel von 150 Minuten moderater aerober Aktivität oder 75 Minuten einer anstrengenderen Aktivität pro Woche setzen sollten. Wie gesagt sieht die Realität so aus, dass 65 – 80 Prozent der über 60-Jährigen den Großteil des Tages sitzend verbringen. Laut eines Artikels im Journal of Aging and Physical Activity beträgt die Zeit, die ein älterer Mensch täglich sitzt, durchschnittlich 9,4 Stunden (3).

Nur 10 – 15 Minuten sportliche Aktivität pro Tag kann das Demenzrisiko senken

Die gute Nachricht ist, dass die Aufnahme einer sportlichen Aktivität im Bezug auf das Risiko für eine Demenzerkrankung für Individuen, die das APOE4 Gen nicht haben, Wunder wirken kann. Obwohl das Alter natürlich einen Risikofaktor darstellt, zählen Lebensstilfaktoren in großem Maße.

Barbara Fenesi, die Hauptautorin der Studie, stellt fest, dass weitere Studien benötigt werden um herauszufinden, welche Art von Training für die Hirngesundheit am vorteilhaftesten ist:

„Ein körperlich aktiver Lebensstil hilft dem Gehirn effektiver zu arbeiten. Wenn uns heute jedoch ein Arzt fragen würde, welche Art von sportlicher Betätigung er einem Patienten verschreiben soll, um sein Demenzrisiko zu senken, dann ist die ehrliche Antwort „Wir wissen es einfach nicht“.“

 

Bis diese Frage weiter untersucht wird, sollten Sie auf jeden Fall mit einem zügigen 15-minütigen Spaziergang pro Tag anfangen. Und wenn Sie mehr tun, umso besser!

 

(1) Physical Exercise Moderates the Relationship of Apolipoprotein E (APOE) Genotype and Dementia Risk: A Population-Based Study http://content.iospress.com/articles/journal-of-alzheimers-disease/jad160424

(2) http://www.laborundmore.com/archive/591229/APOE4-als-wichtigster-Risikofaktor-der-Alzheimererkrankung.html

(3) How Sedentary Are Older People? http://journals.humankinetics.com/doi/abs/10.1123/japa.2014-0164

Vitamin D – der Grippeimpfung haushoch überlegen

Manchmal kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Da findet sich im Ärzteblatt vom 3. März 2017 ein Artikel mit dem Titel „Vakzine wirkt nur „suboptimal“. Die Rede ist hier natürlich von der Grippeimpfung, und der Artikel führt aus, dass nur 46,9 % der Menschen zwischen 15 und 64 Jahren, die sich diesen Winter gegen Grippe haben impfen lassen, wirklich vor der aktuell zirkulierenden Influenza geschützt sind; in der Hochrisikogruppe ab 65 Jahren ist der Impfstoff sogar nur bei 23,4 % effektiv (1). Trotzdem wird aber allen geraten, sich gegen die böse, böse Grippe impfen zu lassen. Macht doch nichts, dass wir nur einen Impfstoff haben, der bis auf Nebenwirkungen wenig zu bieten hat.

Ich habe bereits darüber geschrieben, warum man von einer Grippeimpfung nur abraten kann. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Oder vielleicht doch, da die Mär von der Grippeimpfung, die wir alle brauchen, von den Medien ja weiterhin aufrecht gehalten wird.

Um es auf den Punkt zu bringen:

Vitamin D ist effektiver als die
Grippeimpfung

Warum erzählt Ihnen das eigentlich niemand, obwohl es in der medizinischen Literatur wohl bekannt ist (2)? Hmmm… Könnte es womöglich sein, dass das der pharmazeutischen Industrie gar nicht mal so recht wäre, weil ihnen damit ein Milliardengeschäft durch die Lappen ginge?

 Tatsächlich hat Dr. John Cannell, der Gründer des Vitamin D Council schon 2006 in einem Artikel in Epidemiology and Infection geschrieben, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass ein Vitamin D Mangel eine Grippeerkrankung verursachen kannn (3). Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Grippe wird auch in einem weiterführenden Artikel, der 2008 in Virology erschien noch weiter beleuchtet (4).
Im Jahr darauf wurde in einer großen repräsentativen US Studie festgestellt, dass tatsächlich die Individuen, die die geringsten Vitamin D Konzentrationen im Blut hatten, berichteten, dass sie deutlich häufiger Erkältungen oder Grippeerkrankungen hatten (5). Zusammenfassend stellte der Hauptautor Dr. Adit Ginde fest:
„Die Ergebnisse unserer Studie unterstützen die Annahme, dass Vitamin D eine wichtige Rolle in der Vorbeugung von Atemwegsinfektionen wie grippalen Infekten und Grippeerkrankungen spielt. Personen mit häufig auftretenden Lungenerkrankungen wie Asthma oder Emphysem könnten besonders anfällig für Atemwegserkrankungen durch Vitamin D Mangel sein.“
Haben Sie niedrige Vitamin D Spiegel, so sollten Sie statt einer Grippeimpfung lieber Vitamin D nehmen.

Seither sind einige Studien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen (6). Zuletzt hat eine Metaanalyse von 25 randomisierten, kontrollierten Studien ergeben, dass die Nahrungsergänzung mit Vitamin D das Immunsystem stärkt und die Erkrankungen an Grippe und grippalen Infekten vermindert (7).

Im einzelnen zeigten die Studien, dass Individuen, die täglich oder wöchentlich Vitamin D als Nahrungsergänzung nahmen, seltener über akute Atemwegsinfekte wie Grippe oder Erkältungen berichteten als solche, die kein Vitamin D einnahmen.

Personen mit signifikantem Vitamin D Mangel (Serumkonzentrationen unter 10 ng/ml) konnten durch Einnahme von Vitamin D ihr Risiko für einen Atemwegsinfekt um die Hälfte reduzieren.

Personen mit höheren Vitamin D Serumspiegeln verzeichneten eine Risikoreduktion um 10 %. Dies entspricht ungefähr dem schützenden Effekt der Grippeimpfung, sagen die Autoren.

Wie Cannell glauben die Forscher, dass die Schutzwirkung von Vitamin D darauf beruht, dass es antimikrobielle Peptide in der Lunge erhöht, und dass dies der Grund dafür ist, dass Grippeerkrankungen und Erkältungen häufiger im Winter auftreten, wenn die Sonnenlichtexposition am geringsten – und damit die natürliche Vitamin D Produktion des Körpers am niedrigsten – ist (8).

Laut dieses internationalen Forscherteams könnte die Vitamin D Ergänzung mehr als 3,25 Millionen grippale Infekte und Grippeerkrankungen allein im Vereinigten Königreich verhindern (9). Noch interessanter wird es, wenn man sich die Zahl der notwendigen Behandlungen (NNT = Number needed to treat) ansieht.

Insgesamt müssen 33 Personen mit einem Vitamin D Supplement behandelt werden, damit eine Person nicht erkrankt (NNT = 33), während bei der Grippeimpfung 40 Personen behandelt werden müssen, um eine Erkrankung zu verhindern (NNT = 40). Bei Personen, die bei der Ausgangsmessung einen signifikanten Vitamin Mangel aufwiesen, war die NNT = 4. Mit anderen Worten, wenn Sie einen Vitamin D Mangel haben, dann ist die Supplementierung mit Vitamin D zehnmal effektiver als eine Grippeimpfung.

Die Optimierung Ihres Vitamin D Spiegels ist der beste Grippeschutz

Aus dem Gesagten folgt also, dass eine Optimierung Ihres Vitamin D Spiegels der absolut beste Schutz gegen Grippeerkrankungen ist. Ihre Ernährung spielt natürlich auch eine große Rolle, da sie die Basis für eine gute Immunfunktion legt.

Eine zuckerhaltige Ernährung führt todsicher dazu, dass die angeborene Fähigkeit ihres Körpers, Infektionen abzuwehren, durch Schädigung Ihres Immunsystems verhindert wird.

Ich glaube aber nicht, dass die Anreicherung von industriell gefertigten Lebensmitteln mit Vitamin D da so eine tolle Lösung ist, auch wenn man dadurch Menschen erreicht, die sich nicht darüber klar sind, dass Sonnenlicht extrem wichtig für gute Gesundheit ist (also fast jeder, der hier frei rumläuft).

Ich denke, dass vernünftiges Sonnenbaden eine ideale Möglichkeit ist, Ihr Vitamin D zu optimieren. Ein Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel sollte nur in dem Fall zum Einsatz kommen, wenn Sie nicht genug Sonnenlicht bekommen können (z. B. im Winter oder weil Sie nicht nach draußen gehen können).

Ganz entgegen der Meinung, die u. a. von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung vertreten wird, sind 800 IU Vitamin D3 pro Tag sicher nicht ausreichend, Ihre Serumspiegel auf ausreichende Werte zu bringen. Sie sollten Ihren persönlichen Serumspiegel bestimmen lassen und danach die Supplementierung durchführen.

Ist der Spiegel sehr niedrig, benötigen Sie 8000 – 10000 IU Vitamin D3 pro Tag, um einen klinisch optimalen Spiegel von 45 – 80 ng/ml zu erreichen. Grundsätzlich sollte der Vitamin D Spiegel ein- bis zweimal pro Jahr bestimmt werden.

Wenn Sie schon seit einiger Zeit Vitamin D3 ergänzen und trotzdem einen Spiegel unter 45 ng/ml haben, wissen Sie, dass Sie Ihre Dosis erhöhen müssen. Bei Dosierungen über 2000 IU pro Tag sollten Sie außerdem zusätzlich Vitamin K2 einnehmen, damit es nicht zu Kalkablagerungen in den Gefäßen kommt.

Weitere Studien, die die Verbindung zwischen Vitamin D Mangel und Grippeerkrankungen untersuchen

Im Jahr 2010 erschien eine Studie, die den Effekt von Vitamin D auf saisonale Grippeerkrankungen untersuchte (10). Die randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie (also der absolute Goldstandard) beinhaltete 430 Kinder, von denen die Hälfte 1200 IU Vitamin D pro Tag und die andere Hälfte ein Placebo erhielten.

Insgesamt hatten die Kinder in der Verumgruppe ein um 42 % vermindertes Risiko, an einer Grippe zu erkranken. Die Autoren führen dazu aus:

„Die Studienergebnisse legen nahe, dass die Supplementierung mit Vitamin D3 in den Wintermonaten, die Inzidenz (Auftretenshäufigkeit) von Influenza A besonders in der Untergruppe der Schulkinder reduzieren kann.“

Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr kommt zu dem Schluss, dass infektionsabwehrende T-Zellen Vitamin D benötigen, um aktiv zu werden (11). Dies ist ein weiterer Mechanismus, der zur Erklärung beiträgt, warum Vitamin D gegen Infektionen hilft.

Wenn eine T-Zelle einen fremden Eindringling wie Viren oder Bakterien erkennt, sendet sie Aktivierungssignale an das Vitamin D Rezeptor (VDR) Gen. Das VDR Gen produziert daraufhin ein Protein, das Vitamin D an die T-Zelle bindet. Ein nachgeschalteter Effekt hieraus besteht in der Produktion von PLC-Gamma1 Protein, das nachfolgend die T-Zelle in die Lage versetzt, die Infektion zu bekämpfen. Der Forschungsleiter Carsten Geisler erklärt das ein bisschen einfacher (12):

„Wenn eine T-Zelle auf einen fremden Krankheitserreger trifft, dann fährt sie ein Signalgerät oder eine „Antenne“ aus, die als Vitamin D Rezeptor bekannt ist, mit der sie nach Vitamin D sucht. Das heißt, die T-Zelle braucht Vitamin D oder die Aktivierung der T-Zelle hört auf. Kann die T-Zelle nicht genug Vitamin D im Blut finden, fängt sie gar nicht erst mit der Mobilisierung an.“

Wenn man dieses Wissen hat, dann ist es auch nicht schwer zu verstehen, warum die Grippeschutzimpfung nicht wirkt. Die Impfseren verbessern schließlich einen bestehenden Vitamin D Mangel nicht, der aber Ihr Immunsystem daran hindert, adäquat zu arbeiten.

Vitamin D brauchen Sie das ganze Jahr über für optimale Gesundheit und zur Krankheits-vorbeugung

Forscher haben auch herausgefunden, dass Vitamin D gegen altersbedingte Erkrankungen wie Alzheimer Demenz schützen könnte (13). Immer wieder zeigt sich in den Studien, dass an Alzheimer Erkrankte signifikant geringere Vitamin D Spiegel aufweisen als gesunde Kontrollpersonen. Es wurde auch nachgewiesen, dass Vitamin D zur Phagozytose (Aufnahme von Substanzen in Zellen) von β-Amyloid führt und so die Anhäufung von Amyloid-Plaques, die pathognomonisch (krankheitskennzeichnend) für die Alzheimer Erkrankung sind, verhindern und zum Teil sogar umkehren kann (14).

Ich finde, dass auch nur die Idee, dass man womöglich einen Therapieansatz für eine Krankheit wie die Alzheimer Demenz hat, eigentlich über sämtliche Zeitungen verbreitet werden müsste. Aber haben Sie schon davon gehört?

Desweiteren wird ein Vitamin D Mangel mit Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes, Depression, Autoimmunkrankheiten und anderen chronischen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht.

In einem Artikel in Orthomolecular Medicine News (15) wird erklärt, dass „..die Erforschung der gesundheitlichen Auswirkungen von Vitamin D auf vollen Toure läuft. Im Jahr 2015 erschienen 4356 wissenschaftliche Arbeiten, die Vitamin D im Titel oder in der Zusammenfassung hatten. Im Jahr 2016 waren es sogar 4388 Arbeiten…“.

Unter diesen Studien befinden sich zum Beispiel die folgenden:

  • Eine Arbeit zeigte auf, dass Sonnenlicht Exposition unter anderem zu niedrigeren Raten an Krebserkrankungen, Herzerkrankungen, dementiellen Erkrankungen, Kurzsichtigkeit, Maculadegeneration (führt zur Erblindung), Diabetes und Multipler Sklerose führt. Wow, ich würde sagen, das ist eine ganze Menge und passt so überhaupt nicht zu den Empfehlungen der (Haut-)Ärzte ja nicht in die Sonne zu gehen und wenn, dann nur dicht eingepackt und in Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 gebadet.

Der Autor der Studie, William Grant, schreibt dazu:

„Die Botschaft, dass Sonnenlicht vermieden werden muss, muss geändert werden. Eine mäßige Sonnenlichtexposition, die nicht zum Sonnenbrand führt, aber ausreichend für die Erzielung von Vitamin D Werten über 30 ng/ml oder höher ist … und der generelle Nutzen einer UV Exposition, der über Vitamin D hinausgeht (zum Beispiel Etablierung eines zirkadianen Rhythmus, der für unseren Körper extrem wichtig ist). Auch wenn (übermäßige) UV Strahlung mit höheren Hautkrebsraten in Zusammenhang steht, ist dieses Risiko verglichen mit dem Nutzen des UV Lichts in der Reduzierung innerer Krebserkrankungen einfach vernachlässigbar klein.“

 

  • Nutzen höherer Vitamin D Spiegel während der Schwangerschaft. Die Forschung zeigt, dass die Frühgeburtlichkeit in einem inversen Verhältnis zum Vitamin D Spiegel der Mutter steht. Das heißt, sie ist umso niedriger, je höher der Vitamin D Spiegel ist. In einer Studie wird berichtet, dass die Anhebung des Vitamin D Spiegels von 20 ng/ml auf 40 ng/ml zu einer Abnahme von Frühgeburten um 59 % führte (16).
  • Wie oben schon angemerkt, führt ein höherer Vitamin D Spiegel zu einem verminderten Auftreten von Krebserkrankungen (17). In einer Metaanalyse kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass Frauen mit höheren Vitamin D Spiegeln ihr Krebsrisiko von 2 % pro Jahr (bei 18 ng/ml) auf 0,4 % pro Jahr (bei 63 ng/ml) absenken können. Die Pharmaindustrie würde das jetzt als 80 prozentige Reduktion anpreisen.

Take-Home Message

Ein Vitamin D Spiegel von 45 – 60 ng/ml scheint eine der effektivsten Maßnahmen zu sein, um Sie vor chronischen Erkrankungen und akuten Infektionen zu schützen. Was Grippeerkrankungen und grippale Infekte angeht, so sind Sie mit einem adäquaten Vitamin D Spiegel besser geschützt als durch eine Grippeimpfung, und Sie brauchen keine Angst vor möglichen Nebenwirkungen zu haben, die bei der Grippeimpfung auch schon mal deutlich ernster sein können, als die Symptome der eigentlichen Erkrankung.

 

(1) https://www.aerzteblatt.de/archiv/186613/Influenzaimpfstoff-2016-2017-Vakzine-wirkt-nur-suboptimal
(2) The seasonality of pandemic and non-pandemic influenzas: the roles of solar radiation and vitamin D. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21036090
(3) Epidemic influenza and vitamin D. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?orig_db=PubMed&db=pubmed&cmd=Search&term=Epidemiology+and+infection%5BJour%5D+AND+1129%5Bpage%5D+AND+2006%5Bpdat%5D
(4) On the epidemiology of influenza
http://virologyj.biomedcentral.com/articles/10.1186/1743-422X-5-29
(5) Association Between Serum 25-Hydroxyvitamin D Level and Upper Respiratory Tract Infection in the Third National Health and Nutrition Examination Survey
http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/414815
(6) Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data.  http://www.bmj.com/content/356/bmj.i6583
(7) http://www.npr.org/sections/health-shots/2017/02/16/515428944/a-bit-more-vitamin-d-might-reduce-winter-colds-and-flu
(8) http://time.com/4672626/vitamin-d-cold-flu/
(9) Vitamin D pills ‚could stop colds or flu‘
http://www.bbc.com/news/health-38988982
(10) Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren
http://ajcn.nutrition.org/content/91/5/1255
(11) Vitamin D controls T cell antigen receptor signaling and activation of human T cells.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20208539
(12) http://www.foodconsumer.org/newsite/Nutrition/Vitamins/vitamin_d_deficiency_is_why_you_get_flu_0703100554.html
(13) http://www.jpreventionalzheimer.com/1232-vitamin-d-and-dementia.html
(14) Vitamin D and Alzheimer’s Disease: Neurocognition to Therapeutics
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4553343/
(15) The Top 18 Vitamin D Papers in 2015-2016
http://www.orthomolecular.org/resources/omns/v13n08.shtml
(16) Post-hoc analysis of vitamin D status and reduced risk of preterm birth in two vitamin D pregnancy cohorts compared with South Carolina March of Dimes 2009-2011 rates.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26554936
(17) 25-hydroxyvitamin D and breast cancer, colorectal cancer, and colorectal adenomas: case-control versus nested case-control studies.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25667506

 

 

Grippeimpfung – überflüssig und gefährlich

vaccination-1215279_1920Es ist wieder diese Zeit des Jahres, wo Haus- und Kinderärzte ganz unruhig werden, und ihren Patienten ans Herz legen, sich doch auf jeden Fall gegen die Grippe impfen zu lassen, damit sie im besten Fall überhaupt nicht erkranken und wenn sie erkranken, sie wenigstens um die teilweise tödlichen Komplikationen herumkommen. Wenn man ihren Aussagen glauben darf, dann ist die Grippeimpfung das einzige Mittel, das kleine Kinder und Senioren eine Grippeepidemie überleben lässt.

Aber ist das tatsächlich so?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Grippeviren sich sehr schnell verändern. Die WHO muss aber schon im Frühjahr festlegen, wie der Grippeimpfstoff für den Herbst zusammengesetzt sein soll, denn sonst kommt die Pharmaindustrie mit der Produktion nicht mehr hinterher. Mit etwas Pech enthält dieser Impfstoff also Stämme, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell sind.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem.

Im Lancet (keine so ganz unbekannte Medizinische Zeitschrift) stand 2007, dass „kürzlich durchgeführte Mortalitätsuntersuchungen (also Untersuchungen zu tödlich verlaufenden Erkrankungen) keinen Rückgang bei Grippetodesfällen seit 1980 nachweisen konnten, obwohl die Impfraten von 15 % auf 65 % gestiegen waren“ (1). Das ist ja schade, denn gerade die Todesfälle sollen durch die Impfung ja vermieden werden.

In einem weiteren Artikel im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, der 2008 erschienen ist, wurden Statistiken der letzten 20 Jahre untersucht und gefunden, dass es keine Studie gibt, die aufzeigt, dass die Grippeschutzimpfung irgendeinen Mortalitätsvorteil (sprich eine geringere Todesfallrate) aufweist. Ganz im Gegenteil haben sowohl die Grippeinfektionen als auch die Todesfälle bei den über 65-Jährigen zugenommen und nehmen auch noch weiterhin zu, je mehr Menschen sich gegen die Grippe impfen lassen (2).

Auch die Cochrane Database (eine pharmaunabhängige Einrichtung) kommt 2014 in einer Metaanalyse zu dem Schluss, dass Grippeimpfungen einen moderaten Einfluss auf Influenzasymptome und Krankheitstage haben. Auf Komplikationen wie Lungenentzündung und Ansteckungsgefahr scheinen sie überhaupt keine Auswirkung zu haben (3).

Aber Ihr Arzt sagt doch, dass Grippeimpfungen die Grippe verhindern können. Wie kann es sein, dass seine Aussage ganz anders ist als das, was Sie hier lesen. Um das zu erklären, brauchen wir einen kleinen Exkurs.

Wenn aus 1 Prozent 50 Prozent  werden:

1994 wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie veröffentlicht, an der 1838 Probanden über 60 Jahre teilnahmen, die entweder eine Grippeimpfung oder eine Kochsalzlösung injiziert bekamen. Das Fazit der Studie war, dass die Grippeimpfung zu einer 50 prozentigen Reduktion der Erkrankungshäufigkeit führte (4).

Na, das klingt doch super, und dann hat Ihr Arzt ja doch Recht, wenn er Ihnen eine Grippeschutzimpfung geben möchte. Aber halt! Gucken wir uns doch mal genau an, was bei der Studie herausgekommen ist.

  • 3 % der Kontrollgruppe erkrankten an der Grippe
  • 2 % der Impfgruppe erkrankten an der Grippe.

Also erkrankten erstens sowieso nur sehr wenige Menschen an der Grippe. Es bedeutet aber zweitens, die absolute Risikoredukion betrug nur 1 %. Ich würde sagen, dass ist nicht besonders beeindruckend. Wie sind die Autoren der Studie aber nun auf 50 % gekommen? Sie haben einfach ein bisschen mit Zahlen getrickst, und das geht so:

Anstatt geimpfte Probanden mit der Kontrollgruppe zu vergleichen, verglichen sie den Unterschied von 1 % in der Erkrankungshäufigkeit mit den Probanden, die geimpft worden waren und erhielten damit 1:2, was 50 Prozent entspricht. Sie haben sich noch nicht einmal mit dem relativen Risiko zufriedengegeben, wie es sonst gerne gemacht wird, denn da wären sie nur bei einer Risikoreduktion von 33,3 % gelandet (2:3). Was in diesem Artikel gemacht wird, ist also nicht nur falsch sondern schlichtweg unmoralisch. Aber es ist genau die Information, auf die Ihr Arzt sich stützt, wenn er Ihnen eine Grippeimfung empfiehlt. Ähnlich gehen Pharmaunternehmen auch vor, um ihre Medikamente effektiver erscheinen zu lassen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt (kein Organ für neueste medizinische Studien) gibt zu, dass der normale trivalente Grippeimpfstoff bei Risikopersonen, älteren Menschen und Kindern unter 8 Jahren eine bestenfalls moderate Wirksamkeit hat. Für Kinder unter 2 Jahren war er sogar nicht besser als ein Placebowirkstoff (5). Sie halten es für fraglich, ob die derzeit zugelassenen nicht adjuvantierten TIV in höherer Dosierung zur Grundimmunisierung immunologisch naiver Personen (also von Patienten, die noch keine vorherige Grippeschutzimpfung erhalten haben) geeignet sind. Es wird daher zur Anwendung von adjuvantierten trivalenten Influenzaimpfstoffen geraten. Diese beinhalten Hilfsmittel (Adjuvantien), die zu einem verstärkten Anspringen des Immunsystems führen sollen.

Squalen ist so ein Adjuvans. Es handelt sich dabei um eine natürlich in Tieren, Pflanzen und Menschen vorkommende Substanz. Sie wird in großen Mengen im gesamten Nervensystem und im Gehirn angetroffen. Tatsächlich ist Squalen ein nützliches Antioxidans, wenn es gegessen wird.

Wird Squalen aber als Adjuvans injiziert ist das eine ganz andere Geschichte. Experten berichten, dass durch die durch Squalen ausgelöste überschießende Immunantwort das Immunsystem getriggert wird, Squalen im gesamten Körper anzugreifen – auch wenn es für das Nervensystem lebenswichtig ist. Und tatsächlich hat sich gezeigt, dass Adjuvantien wie Squalen eine langanhaltende, unablässige Immunantwort hervorrufen kann.

Nebenwirkungen von Squalen:

Berühmt, berüchtigt wurde Squalen als wahrscheinlicher Verursacher des „Golfkriegsyndroms“. Vor dem Einsatz wurden amerikanische Soldaten mit squalenhaltigen Impfseren behandelt. Viele von ihnen litten hinterher an Symptomen wie: Chronische Müdigkeit und Schwäche, Hautausschlägen, chronische Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,  Haarausfall, Wundheilungsstörungen, schmerzhafte Schleimhautentzündungen, Benommenheit, epileptischen Anfällen, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Vergesslichkeit, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, erhöhter Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und neurologische Störungen. Auffällig war, dass nur bei Soldaten, die am Golfkriegsyndrom litten, Antikörper gegen Squalen im Blut nachgewiesen werden konnten, während dieses bei gesunden Soldaten nicht der Fall war (6).

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2000 kam zu dem Ergebnis, dass eine einzige Injektion von Squalen bei Ratten zu einer Arthritis führte – einer Autoimmunerkrankung (7).

Im Rahmen der breiten Anwendung der pandemischen H1N1-Impfstoffe kam es in Skandinavien und England zu einem bis zu 17-fachen Anstieg der Fälle von Narkolepsie bei 4- bis 18-Jährigen. Zurückgeführt wird dies auf das im Impfstoff enthaltene AS03 (8). Die Narkolepsie ist eine seltene, lebenslang andauernde neurologische Erkrankung, die zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt und  sich durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Betroffene können bis zu 20 Stunden am Tag schlafen und sind schwer erweckbar.

Im Allgemeinen wird behauptet, dass Grippeimpfungen gut verträglich sind und nur kurzfristige, leichte Nebenwirkungen haben (z. B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle). Die CDC (Centers for Disease Control) führen allerdings als Nebenwirkungen von Grippeimpfungen auch die folgenden Erkrankungen auf:

  • Erkrankungen des Blut- und lymphatischen Systems
  • Cellulitis ähnliche Reaktionen
  • Krämpfe
  • Allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie (lebensbedrohlich!)
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Guillain-Barre Syndrom (aufsteigende Lähmungen durch Schäden an den Myelinscheiden der Nerven).

Sie werden mir zustimmen, dass das alles nicht so wirklich toll klingt. Wir sind aber noch nicht am Ende. Grippeimpfstoffe enthalten nämlich noch ein paar andere wirklich unappetitliche Dinge.

Ein weiteres Adjuvans ist Thiomersal – eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Es besteht zur Hälfte aus Quecksilber und soll in der Konzentration, wie es in Impfstoffen verwendet wird, unschädlich sein. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelagentur sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Verbindung allergisch. Deutliche Symptome entwickelt jedoch nur jeder Zehnte dieser Gruppe. Tatsächlich ist Quecksilber eines der stärksten Gifte, das wir kennen, und es gibt keinen auch nur einigermaßen logischen Grund anzunehmen, dass es sicher ist, diesen Stoff intramuskulär zu injizieren sodass er in die Blutbahn gelangen kann. Aus Impfseren für Kinder wurde es auch inzwischen entfernt, aber in den Seren für Senioren ist es weiterhin vorhanden (z.B. Grippeimpfstoff Chiron). Das Natural News Forensic Food Lab testete 2014 den GKS Grippeimpfstoff Flulaval und fand dabei Quecksilberkonzentrationen in Höhe von 51000 ppb (9). Diese Konzentration ist 25000 mal höher als der von der FDA erlaubte Quecksilber Höchstwert für Trinkwasser von 2 ppb. Und dieses Quecksilber wird ja wie gesagt nicht oral aufgenommen, sodass der Körper noch eine Chance hätte es über Urin oder Fäces auszuscheiden.

Interessant finde ich die Gefahrenhinweise für Thiomersal (10):

 

Gefahr EG/1272/2008
       Piktogramme GHS06   GHS08   GHS09
       Gefahrenhinweise H300 Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310 Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330 Lebensgefahr bei Einatmen.
H373 ** Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

Und wir sollen jetzt ernsthaft glauben, dass dieses Zeug völlig ungefährlich ist? Lebensgefahr bei Hautkontakt, aber injizieren ist in Ordnung?!?

Es gibt zu Thiomersal keine Langzeitstudien am Menschen. In Tierversuchen an Ratten hat man herausgefunden, dass es nur zu einem geringen Grad über die Nieren ausgeschieden wird und sich zum größten Teil im Gehirn anreichert. Es wird immer wieder darüber diskutiert in wieweit Thiomersal für Autismus, ADHS aber auch Multiple Sklerose und Alzheimer verantwortlich ist (11). Whistleblower von den CDC behaupten, dass dementsprechende Hinweise in Untersuchungen von Lobbyisten der Pharmaindustrie sofort unterdrückt werden.

Nur kurz erwähnen möchte ich noch zwei weitere Komponenten, die häufig in Grippeimpfstoffen zu finden sind: Formaldehyd und Antibiotika.

Wie inzwischen bekannt ist, ist Formaldehyd krebserregend, und dazu müssen Sie es nicht in größeren Mengen aufnehmen (was Sie aber womöglich sowieso schon tun, wenn Sie die falschen Kosmetika verwenden). Zusammenhänge zwischen bei Kindern immer häufiger auftretenden Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebsfällen etc. und Formaldehyd in Impfungen werden nicht gesucht. Und selbst wenn man sie suchte, würden Spätfolgen dieser Art grundsätzlich nicht als Impfschäden anerkannt. Denn wer kann schon beweisen, dass die Impfungen aus der Kindheit Jahre später zu diesem oder jenem Gesundheitsproblem führten?

In Impfstoffen finden sich gelegentlich auch Rückstände von Antibiotika, wie zum Beispiel Gentamycin, Streptomycin oder auch Neomycin. Diese Antibiotika können schwere Schäden an Nieren und Gehör auslösen und dürfen auch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden. Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Nebenwirkungen an den Nieren und am Innenohr kommen. Zwar sind in Impfseren nur Spuren dieser Antibiotika vorhanden, trotzdem sollte man auch die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern im Auge behalten, die immer häufiger Schlagzeilen macht.

So, das ist jetzt ein sehr langer – aber wie ich finde- wichtiger Post geworden. Zum Abschluss möchte ich nur sagen: Ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen, sondern beuge lieber auf natürliche Weise vor mit Vitamin C und Vitamin D. Es gibt absolut keine Nebenwirkungen außer dass ich seit über 3 Jahren nicht einmal mehr eine Erkältung gehabt habe.

 

(1)Simonson, et al (2007). Lancet Infect Dis 7: 658-66

(2)Eurich, D. et al (2008). Am j Respir Crit Care Med 178: 527-33

(3)Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jul 7;(7):CD001269. doi: 10.1002/14651858.CD001269.pub4

(4)Govaert, M.E. et al (1994). J.A.M.A. 272: 1661-65.

(5)http://www.aerzteblatt.de/archiv/149561

(6)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014480099922955

(7)http://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)65077-8/abstract

(8)https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/narkolepsie/narkolepsie-studien-europa.html

(9)http://www.naturalnews.com/045418_flu_shots_influenza_vaccines_mercury.html

(10)https://www.chemie.uni-hamburg.de/claks/gefahrstoffe/54-64-8.htm

(11)http://www.prnewswire.com/news-releases/new-study-verifies-mercury-in-flu-shots-is-toxic-118432874.html

 

Zucker – die bittere Wahrheit

sugar-1304500_960_720Die meisten Leute werden Ihnen erzählen, dass Sie Zucker brauchen, damit Ihr Körper Energie hat. Besonders Sportler fallen immer wieder auf diesen Mythos herein und stopfen sich mit zuckerhaltigen Energieriegeln voll, um ein Training durchzustehen. Ein weiterer ebenfalls weit verbreiteter Mythos ist, dass Ihr Gehirn Zucker braucht, um optimal arbeiten zu können. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man fast darüber lachen, aber wie bitte sind wir auf die Idee gekommen, dass Nahrungsmittel, die voller Kohlenhydrate stecken, aber wenig Fett enthalten gesund sind (Getreidemüsli mit fettarmer Milch??!!)

Laaaangsaaaam, ganz laaaaaaangsaaaaaaam wird jetzt die Öffentlichkeit darüber aufgeklärt, dass die Ernährungsempfehlungen der letzten 40 Jahre vielleicht nicht ganz so günstig gewesen sind. Dies ist aber bei weitem noch nicht bei allen Organisationen angekommen. So wird Ihnen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auch weiterhin erzählen, dass Butter böse und Vollkornweizen gesund ist. Vielleicht sieht es ja in 17 Jahren anders aus; So lange dauert es nämlich im Schnitt bis sich neue Forschungsergebnisse durchsetzen. Wobei, so neu sind diese Erkenntnisse gar nicht. Sie wurden nur lange Zeit unterdrückt. Aber mal sehen.

Damit Sie aber vielleicht schon vorher Ihre Meinung über Zucker ändern können hier einige Denkanstöße:

  1. Zucker macht dick. Haben wir eigentlich immer schon gewusst, aber leider in den letzten Jahrzehnten verdrängt, weil es nicht ins Gesamtbild gepasst hat, dass ja schließlich Cholesterin der Killer ist. Ich kann nur immer wieder betonen, es ist nicht das Fett in Ihrem Essen, das Sie dick macht (außer Sie essen viele „herzgesunde“ Pflanzenöle), sondern die Kohlenhydrate und der Zucker.
  2. Zucker in Softdrinks ist wahrscheinlich noch gefährlicher als Zucker in Süßigkeiten. Dadurch, dass Sie Flüssigkeiten nicht kauen, kommt in Ihrem Gehirn kein Signal an, dass Sie gerade Kalorien zu sich genommen haben. Das heißt die 53 g Zucker, die Sie mit einem halben Liter Cola trinken, nimmt Ihr Gehirn nicht wahr (aber Ihre Fettzellen nehmen diesen Zucker nur allzu gerne auf)(1)
  3. Zucker macht hungrig. Sie kennen das, fangen Sie einmal an, Süßigkeiten zu essen, ist es schwer, damit aufzuhören. Durch die Zuckeraufnahme wird Insulin freigesetzt, dessen Aufgabe es ist, den Blutzucker in einem engen Rahmen zu regulieren. Sowie Insulin den Zucker verräumt hat, kommt die nächste Hungerattacke, weil in Ihrem Blutstrom auf einmal zu wenig Zucker ist. Typischerweise müssen „Zuckerverbrenner“ alle 1,5 – 2 Stunden essen. Man nennt das die Blutzucker-Achterbahn.
  4. Zucker verursacht Stimmungsschwankungen. Diese erklären sich aus dem unter Punkt 3 genannten Mechanismus. Auf das Zucker“high“ folgt ein Zucker“low“, in dem die betroffenen Individuen reizbar und aufbrausend sind (kennt jemand so eine Snickers Diva?). Die Amerikaner bezeichnen diesen Zustand als „hangry“, also eine Verbindung aus hunger und angry(2).
  5. Zucker schädigt unser Immunsystem. Studien haben nachgewiesen, dass durch erhöhten Zuckerkonsum die Zahl der weißen Blutkörperchen abnimmt. Diese sind aber für die Abwehr von Krankheitserregern essentiell (3).
  6. Zucker verursacht chronische Entzündungen im Körper. Im Gegensatz zu akuten Entzündungen machen sich diese nicht durch Schwellung, Schmerzen, Wärme, Rötung und Funktionseinschränkung bemerkbar, so dass die meisten Menschen gar nicht wissen, was der Zucker gerade in ihrem Körper anrichtet. Wichtig zu wissen ist aber, dass sich Wissenschaftler inzwischen immer mehr darauf einigen, dass die meisten chronischen Krankheiten im wesentlichen einen entzündlichen Ursprung haben. Was müssen Sie also tun, wenn Sie keinen Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall oder Diabetes bekommen möchten? Richtig, lassen Sie den Zucker weg!
  7. Zucker führt zu Verdauungsproblemen. Wie ich schon erwähnt habe, ist unser Darmmikrobiom für unsere Gesundheit extrem wichtig. Leider füttert Zucker die schlechten Bakterien, die wir eigentlich gar nicht haben wollen und außerdem noch Hefen und Pilze, sodass es zu bakteriellen Überwucherungen und Pilzbefall im Darm kommen kann (4). Diese Lebewesen zeigen sich dann als wahre Meister des Puppenspiels, indem sie Sie dazu bringen, noch mehr zuckerhaltige Nahrung zu sich zu nehmen, damit sie genug zu fressen haben. Eklig? Allerdings!
  8. Zucker verursacht Löcher in den Zähnen. Das wissen wir alle, und deshalb gibt es beim Zahnarzt auch keine Belohnungsbonbons (beim Kinderarzt allerdings schon).
  9. Typ II Diabetes. Ständig im Steigen. Wie könnte er auch nicht, da ja unsere Nahrung inzwischen zu 60 % aus Kohlenhydraten bestehen soll (um den Mangel an Fett auszugleichen), und unsere Gene mit dieser Menge an Zucker nicht umgehen können. Die Folgen sind Insulinresistenz (der Zucker kann nur noch sehr schwer in die Zellen aufgenommen werden, weil diese nicht mehr auf das Signal vom Insulin reagieren) und zu hohe Blutzuckerspiegel.
  10. Typ III Diabetes. Ich wette, von dem haben die wenigsten gehört. Die Alzheimer Demenz wird inzwischen von einigen Forschern als Typ III Diabetes bezeichnet, weil auch bei ihr ein erhöhter Zuckerkonsum mit entsprechenden Blutzuckerschwankungen letztendlich dazu führt, dass Hirnzellen insulinresistent werden (5). Für jemanden, dessen Gehirn nur daran gewöhnt ist, Zucker zu verbrennen, ist das ein echtes Problem.
  11. Herzerkrankungen, Schlaganfälle. Auch hier ist die Ursache eine chronische Entzündungsreaktion der Gefäße, die durch den Zucker verursacht wird.
  12. Krebszellen leben von Zucker. Diese Einsicht hatte Nobelpreisträger Otto Warburg bereits 1924. Tatsächlich werden radioaktiv markierte Glucose Moleküle benutzt, um Krebszellen aufzuspüren. Unbegreiflich, dass Onkologen Ihre Krebspatienten mit Zuckerlösungen füttern! (6)
  13. Zucker (vor allem Fruchtzucker) ist die Ursache für eine Nicht-Alkoholische Fettleber (NAFLD). Wird Fruchtzucker in großer Menge aufgenommen (z.B. als Agavendicksaft oder High Fructose Corn Syrup), so führt er zu einer Leberzellverfettung, da die Leber das einzige Organ ist, das Fruchtzucker verstoffwechseln kann (7). Da Fruchtzucker keine Insulinausschüttung verursacht und damit einen niedrigen Glykämischen Index aufweist, halten viele Leute ihn immer noch für gesünder als Tafelzucker. Wie oben ausgeführt, geht das total an der Realität vorbei.
  14. Hormonelle Probleme. Weist die Ernährung zu viel Zucker – und auch hier wieder vor allem Fruchtzucker – auf, so kann dies Auswirkungen auf die Geschlechtshormone haben, die zu Unfruchtbarkeit, PCOS (Polyzystisches Ovarien Syndrom) und Endometriose führen.(8)
  15. Zucker führt zu vorzeitiger Alterung. Die Amerikaner haben einen sehr schönen Begriff dafür: AGEs (Advanced Glycation-Endproducts, aber auch AGE wie altern). Es handelt sich dabei um Proteine, die durch den Zucker praktisch karamellisiert werden. AGEs schädigen das Kollagen und Elastin in der Haut und führen zu Elastizitätsverlust und Falten (das nächste Mal bei Starbucks vielleicht doch lieber die Vollmilch mit weniger Zucker statt der fettarmen Milch nehmen).(9)

Fazit: Zucker ist definitiv nicht nur süß! Die American Heart Association hat jetzt ein Limit für den zusätzlichen Zuckerkonsum herausgegeben. Dieses liegt bei 6 TL (24 g) Zucker für Frauen und 9 TL (36 g) Zucker für Männer. Damit fällt dann selbst eine Dose Cola schon mal weg.

(1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3210834/

(2)http://edition.cnn.com/2015/07/20/health/science-behind-being-hangry/+

(3)http://ajcn.nutrition.org/content/26/11/1180.abstract

(4)https://www.liverdoctor.com/is-a-candida-infection-driving-your-sugar-cravings/

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2769828/

(6)http://www.mercola.com/article/sugar/sugar_cancer.htm

(7)http://now.tufts.edu/news-releases/daily-sugar-sweetened-beverage-habit-linked-non-alcoholic-fatty-liver-disease

(8)http://drhyman.com/blog/2014/08/29/killing-sex-drive-one-bite-time-5-surprising-ways-sugar-lowers-libido/

(9)https://www.perriconemd.com/anti-aging-resources/sugar-and-aging.html