Soja – ein gar nicht mal so gesundes Lebensmittel

tofu-1478701_1920Wer auf seine Gesundheit achtet trinkt keine Milch, sondern wechselt zu Sojamilch. Und wer noch nicht mitgekriegt hat, dass Fleischkonsum zu Krebserkrankungen führt (sagt die WHO, und die muss es ja wissen…), dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.

Ein gewisser Sarkasmus wird Ihnen jetzt sicher nicht entgangen sein, und das ist auch gut so. Wenn Sie mich fragen, werden wir in absehbarer Zeit feststellen, dass Sojaprodukte unserer Gesundheit schaden. Immerhin liegen ja schon etliche Untersuchungen vor, werden aber bisher von der Hype um den ach so gesunden Tofuburger noch ziemlich in den Hintergrund gedrängt.

Wie kann ich das sagen? Schließlich wird in vielen asiatischen Kulturen seit ewigen Zeiten Soja gegessen und gut vertragen.

Jaaa-nein! Erstens wird dort Soja erst seit ca. 3000 Jahren gegessen (nachdem sie herausgefunden hatten, wie man Soja fermentiert), zweitens nicht als Hauptgericht sondern eher als Gewürz (sie begreifen den Mengenunterschied), und außerdem essen Asiaten fermentiertes Soja in Form von Natto, Tempeh und Miso. Die Menge an Soja, die pro Tag konsumiert wird beträgt in China etwa 10 g (2 TL) und in Japan etwa 30 – 60 g (1 – 2 EL). Und dabei handelt es sich, wie gesagt, um fermentiertes Soja. Und jetzt überlegen Sie mal, wieviel Soja hierzulande konsumiert wird. Einige Personen schaffen es auf bis zu 100 g unfermentiertes Soja.

Bei dem hochgelobten Sojaprotein handelt es sich übrigens nicht um ein komplettes Protein. Ihm fehlen die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein.

Weder der Tofu-Fleischersatz noch die Sojamilch und -milchprodukte werden aus fermentiertem Soja hergestellt, und genau das macht sie dann eben zu eher gesundheitsschädlichen Produkten.

Sehen wir uns einmal an, warum das so ist:

  • Soja enthält große Mengen Phytinsäure. Diese verhindert die Aufnahme vieler Mineralien, unter anderem Calcium, Magnesium, Kupfer, Eisen und Zink. Die Phytinsäure kann durch normale Zubereitungsmethoden wie Einweichen, Keimen lassen und Kochen nicht neutralisiert werden (1). Allein die Fermentation vermindert ihre Konzentration in den Sojabohnen. Vor allem bei Kindern führen Ernährungsformen, die viel Phytinsäure enthalten zu Wachstumsproblemen.
  • Die im Soja enthaltenen Trypsin Inhibitoren behindern die Eiweißverdauung und können eventuell zu Problemen mit der Bauchspeicheldrüse führen (2).
  • Die Phytoöstrogene des Sojas wirken als endokrine Disruptoren und können der Grund für eine Infertilität sein und bei erwachsenen Frauen zu Brustkrebs führen. Außerdem können Phytoöstrogene die Funktion der Schilddrüse empfindlich stören und dadurch eine Schilddrüsenunter-funktion und eventuell sogar Schilddrüsenkrebs verursachen.
  • Soja senkt den Testosteronspiegel (3) (jetzt habe ich die Aufmerksamkeit der Männer). Tatsächlich konsumieren buddhistische Mönche Tofu, um ihre Libido zu unterdrücken.
  • Babies, die mit sojahaltiger Säuglingsnahrung gefüttert werden, entwickeln in späteren Jahren häufiger Autoimmunschilddrüsen-erkrankungen.
  • Die Vitamin B12 Analoge in Soja werden nicht aufgenommen und führen tatsächlich sogar dazu, dass der Körper mehr Vitamin B12 benötigt.
  • Der Verzehr von Sojaprodukten führt dazu, dass der Körper vermehrt Vitamin D3 benötigt. Bei dem Vitamin D, das zur Sojamilch hinzugefügt wird, handelt es sich um Vitamin D2, das toxisch wirkt.
  • Die Herstellung von Sojaproteinisolat (SPI) ist aufwändig. Eine Aufschlämmung von Sojabohnen wird mit einer alkalischen Lösung gemischt, um die Fasern zu entfernen. Dann wird der Brei in einer Säurelösung ausgefällt und getrennt und zum Schluss in einer alkalischen Lösung neutralisiert. Da der Säurewaschgang in Aluminiumtanks vonstatten geht, treten große Mengen Aluminium in das fertige Produkt über. Der daraus resultierende Quark wird bei hohen Temperaturen sprühgetrocknet, um das Proteinpulver herzustellen. Bei der Sprühtrocknung kommt es zur Bildung von Nitriten, die in Nitrosamine umgewandelt Krebs auslösen können (4). Nun folgt ein Hochtemperatur-Hochdruck Extrusionsverfahren des Sojaproteins, um Strukturiertes Pflanzliches Eiweiß (TVP = Textured Vegetable Protein) zu erhalten. Durch die hohen Temperaturen werden die Sojaproteine so denaturiert, dass sie größtenteils keine Wirkung mehr haben. Deshalb müssen Tiere, die mit Soja gefüttert werden als Nahrungsergänzung Lysin zugefüttert bekommen, damit sie normal wachsen.
  • Das in Sojaprodukten enthalte Aluminium entwickelt seine toxischen Effekte im Gehirn, im Nervensystem und an den Nieren. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass bei Alzheimerpatienten größere Mengen Aluminium in den Amyloidplaques im Gehirn zu finden sind.
  • Während der Herstellung von Sojaprodukten kommt es zur Bildung von freier Glutaminsäure (MSG). Glutaminsäure ist ein starkes Nervengift, das bei vielen Menschen zu Kopfschmerzen, Juckreiz und Übelkeit führen kann (Chinarestaurant Syndrom). MSG und andere künstliche Geschmackstoffe werden den Produkten außerdem noch hinzugefügt, um den schlechten Geschmack des Sojas zu kaschieren und ihm einen „Fleischgeschmack“ zu verleihen (5).
  • Wenn Sie kein Bio-Soja kaufen, kann es Ihnen sehr leicht passieren, dass Sie GMO Soja  essen (GMO = Genetically Modified Organisms = genetisch veränderte Organismen). Inzwischen ist der Großteil der Sojabohnen (weit über 90 %) gentechnisch verändert worden, damit er Pestiziden besser standhält. Diese Pflanzen richten im Körper großen Schaden an, nicht zuletzt werden ihnen krebserregende Eigenschaften zugeschrieben. Und sie stecken natürlich voller Pestizide.
  • In Fütterungsversuchen führte die Verwendung von SPI zu erhöhtem Bedarf der Vitamine E, K, D und B12 und führte zu Mangelerscheinungen bei Calcium, Magnesium, Mangan, Molybednum, Kupfer, Eisen und Zink (6).
  • Versuchstiere, die mit SPI gefüttert wurden, entwickelten vergrößerte Organe, vor allem die Bauchspeicheldrüse und die Schilddrüse, und hatten eine vermehrte Fettablagerung in der Leber (7). Nur zur Erinnerung: SPI wird von Menschen, die auf tierisches Protein verzichten, gerne als pflanzlicher Proteinersatz gegessen.

Wenn  ich Ihnen jetzt total den Appetit verdorben habe – super! Sollten Sie aber trotz allem noch Sojaprodukte essen wollen, dann rate ich Ihnen zu den Folgenden:

Tempeh. Ein fermentierter Sojabohnenkuchen mit einer festen Konsistenz und nussigem, pilzähnlichen Geschmack.

Miso. Eine fermentierte Sojabohnenpaste mit einer salzigen, butterähnlichen Textur (wird als Miso Suppe gegessen).

Natto. Fermentierte Sojabohnen mit klebriger Konsistenz und starkem, käseähnlichen Geschmack.

Sojasauce. Nur wenn sie traditionell hergestellt wurde, das heißt aus fermentierten Sojabohnen, Salz und Enzymen. Aber Vorsicht! Viele Sojasaucen, die sie heute kaufen können, wurden in einem künstlichen, chemischen Prozess hergestellt.

Und immer dran denken: Bei Soja ist weniger mehr!

 

(1)Ologhobo, A.D. et al., „Distribution of phosphorus and phytate in some Nigerian varieties of legumes and some effects of processing“, Journal of Food Science 49(1):199-201, January/February 1984.

(2)http://www.westonaprice.org/health-topics/tragedy-and-hype-third-international-soy-symposium/

(3)https://www.sciencedaily.com/releases/2013/10/131010091557.htm

(4)Rackis, et al., ibid., p. 22; „Evaluation of the Health Aspects of Soy Protein Isolates as Food Ingredients“, prepared for FDA by Life Sciences Research Office, Federation of American Societies for Experimental Biology (9650 Rockville Pike, Bethesda, MD 20014), USA, Contract No. FDA 223-75-2004, 1979.

(5)Siehe www/truthinlabeling.org.

(6) Rackis, Joseph, J., „Biological and Physiological Factors in Soybeans“, Journal of the American Oil Chemists‘ Society 51:161A-170A, January 1974.

(7)Rackis, Joseph J. et al., „The USDA trypsin inhibitor study“, ibid.

Toxine in Kosmetika

Wenn wir an Umweltgifte denken, dann fallen uns Sachen ein wie Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Quecksilber in Fischen etc. Diese Toxine sind natürlich wichtig, und wir sollten eine Exposition möglichst gering halten. Eine weitere Klasse von Giftstoffen wird aber häufig nicht berücksichtigt. Es handelt sich dabei um Toxine, denen wir uns tagtäglich mehrmals und sogar freiwillig aussetzen. Dies sind die Giftstoffe in Kosmetika und Reinigern.

Zunächst einmal muss man sich klar machen, dass unsere Haut das größte Organ unseres Körpers ist. Alles, was wir auf die Haut aufbringen, wird resorbiert und gelangt wenig später in den Blutkreislauf. Deshalb sollte man bei Kosmetika darauf achten, dass nichts auf die Haut kommt, das man nicht auch essen würde . Ich meine mal wirklich: 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, 5-Bromo-5-Nitro1,3-Dioxane. Was soll ihr Körper damit anfangen?

Was aber ist tatsächlich drin in Seifen und Kosmetika? Hier ist eine Liste, der am häufigsten verwendeten schädlichen Inhaltsstoffe.

  • Imidazolidinyl Urea. Es handelt sich um einen Konservierungsstoff mit antimikrobieller Wirkung. Er wird häufig zusammen mit Parabenen eingesetzt. Imidazolidinyl Urea bildet Formaldehyd (die Chemikalie, in die Leichen eingelegt werden, um sie zu konservieren). Es kann Allergien verursachen und ist fraglich kanzerogen (krebsauslösend).
  • Formaldehyd freisetzende Chemikalien. Imidazolidinyl Urea ist nicht der einzige Formaldehydabspalter, der in Kosmetika eingesetzt wird. Weitere Chemikalien, die in Formaldehyd umgewandelt werden sind: DMDM Hydantoin, Diazolidinyl Harnstoff, Methenamin und Quarternium 15.
  • Parabene. Auch sie werden als Konservierungsstoffe eingesetzt. Wie man inzwischen weiß, greifen sie in den Hormonhaushalt ein. Fragliche kanzerogene Wirkung.
  • Phthalate. Es handelt sich um Weichmacher für Plastik. Zusätzlich zu den offensichtlichen Anwendungen (Plastikverpackungen und -tüten) werden sie auch in Kosmetika und Spülmitteln angewendet. Sie stehen in Verdacht Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen. Phthalate gehören zur Gruppe der hormonwirksamen Stoffe (auch endokrine Disruptoren (ED) oder hormonelle Schadstoffe genannt). Diese endokrinen Disruptoren greifen in das Hormonsystem ein, das den gesamten Stoffwechsel steuert, und führen so z.B. zur Adipositas (Fettleibigkeit). Sie können Sexualhormone imitieren und dadurch zur Vermännlichung (Frauen) oder Verweiblichung (Männer) führen. Außerdem führen sie bei Mädchen zu verfrühter Pubertät und erhöhen das Brustkrebsrisiko. Bei Kindern kann es zu Entwicklungsverzögerungen kommen, und auch die Entwicklung des Fötus wird durch endokrine Disruptoren nachteilig beeinflusst. Insgesamt gesehen, möchte man diese Stoffe nicht im Körper haben! Kosmetikhersteller behaupten übrigens immer wieder, dass diese Stoffe ja nur in sehr geringer Konzentration in ihren Produkten vorhanden sind. Man weiß allerdings, dass bei endokrinen Disruptoren weniger häufig mehr ist, d. h. der Schaden geht gerade von niedrigen Dosierungen aus.
  • Diethanolamin (DEA)/Triethanolamin(TEA). Wird zur pH Einstellung verwendet. Es kann zu Irritationen der Haut, des Auges und des respiratorischen Systems (der Atumungsorgane) kommen. Zusammen mit anderen chemischen Verbindungen können DEA/TEA Nitrosamine bilden. Nitrosamine sind krebserregend und können die Leber, Nieren und das Erbgut schädigen.
  • Polyethylenglycol (PEG). Wird als Feuchtigkeitsspender, Rückfetter, Tensid und Emulgator eingesetzt wird. Zusammen mit Luftsauerstoff kann PEG Hydroperoxide bilden. Es handelt sich dabei um hochreaktive Verbindungen, die z. B. die Mallorca-Akne hervorrufen. Deshalb sollte man sich nicht der vollen Sonne aussetzen, wenn man PEG-haltige Cremes aufgetragen hat. Im Tierversuch verursachten PEGs, die man auf offene Wunden aufbrachte, akutes Nierenversagen(1).
  • Synthetische Farben. Die Sicherheit ist fraglich. Man vermutet, dass sie allergen wirken und ADHS (Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom) auslösen können.
  • Synthetische Duftstoffe (Perfume, Fragrance). Unter dieser Bezeichnung können sich bis zu 200 Chemikalien verstecken, die von der Firma aufgrund von Eigentumsrechten nicht angegeben werden müssen. Häufig sind darunter auch unsere Freunde, die Phthalate. Grundsätzlich sollte man keine Kosmetika verwenden, die diesen Inhaltsstoff aufweisen. Eine Alternative sind Produkte, bei denen die Duftstoffe aus ätherischen Ölen gewonnen werden.
  • Sodium-lauryl-sulfate (SLS). Wird in vielen Seifen und Shampoos als Schaumbildner eingesetzt. Es gilt als häufiges Hautallergen. Es wird in Auge, Gehirn, Herz und Leber absorbiert und dort gespeichert. Dies kann zu Langzeitschäden führen, u. a. zum Grauen Star bei Erwachsenen und zu Augenfehlentwicklungen bei Kindern. SLS kommt übrigens auch in Garagenbodenreinigern, Autopflegemitteln und Maschinenfetten vor.
  • Sodium-laureth-sulfat. Die ethoxylierte Form von SLS. Beim Ethoxylierungsprozess entsteht 1,4 Dioxan. Klingt nicht gut, ist auch nicht gut. 1,4 Dioxan war Hauptbestandteil von Agent Orange. Es ist ein endokriner Disruptor und steht im Verdacht, zahlreiche Krebserkrankungen auszulösen (wegen seiner östrogenähnlichen Wirkung werden vor allem Brustkrebs und Endometriumkarzinome (Gebärmutterkrebs) diskutiert. Außerdem soll der Stoff zu einer verminderten Spermienzahl führen.
  • Aluminium. Aluminium wird wegen seiner schweißhemmenden und antibakteriellen Wirkung gern in Deos angewendet. Es wird diskutiert inwiefern Aluminium das Alzheimer- und Brustkrebsrisiko erhöht.

Warum werden diese Stoffe in Kosmetika eingesetzt? Weil sie billig sind und Schäden meist erst nach längerer Zeit auftreten, sodass ein Zusammenhang nicht gleich augenfällig ist. Ich bin der Meinung, es lohnt absolut auf Naturkosmetik umzusteigen. Aber auch hier heißt es: Etiketten lesen! Nicht alle Naturkosmetika enthalten nur natürliche Stoffe, und nicht alle natürlichen Stoffe sind auch gesund (Weizenprotein in Shampoo z. b. ist glutenhaltig). Und schließlich gibt es auch noch die Alternative, Kosmetika selbst herzustellen. Das ist meistens kein großer Akt, und man bekommt genau, was man haben möchte.

(1) http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0041008X82900163

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/parabene-100.html