Fluorid – unverzichtbare Kariesprophylaxe oder Gift?

Fluorid ZahnpastaWir alle wissen, dass Fluorid unverzichtbar für gesunde Zähne ist. Gehen Sie nur zu irgendeinem Zahnarzt und fast jeder wird Ihnen erzählen, dass Sie unbedingt zweimal täglich Ihre Zähne mit einer fluoridierten Zahncreme putzen sollten. Nur dadurch wird sichergestellt, dass Ihre Zähne gesund bleiben.

Merkwürdig ist nur, dass die amerikanische FDA vor 20 Jahren gefordert hat, dass Zahnpasta einen Warnhinweis enthalten muss, wenn sie Fluorid enthält (1). Dieser Warnhinweis rät dazu, einen Arzt oder die Giftnotrufzentrale zu kontaktieren, wenn Zahnpasta verschluckt wird. Auf deutschen Zahnpastatuben sucht man diesen Hinweis übrigens vergeblich.

Aufgrund ihrer durchschlagenden Giftigkeit wurden Fluoride lange Zeit als Rattengift und als Bestandteil von Pestiziden eingesetzt. Und genau diese Form der Fluorverbindungen werden eingesetzt, wenn Substanzen mit Fluor versetzt werden.

Auch hörte man aufgrund dieser Toxizität immer wieder von Vergiftungsunfällen (vereinzelt sogar mit Todesfolge), die auf die versehentliche Überdosierung von Fluoriden mit beispielsweise Fluorid-Zahngels oder fluoridiertem Wasser zurückzuführen waren. In diesem Zusammenhang schadet es auch nicht, sich das Leid der vielen Millionen Chinesen und Inder in Erinnerung zu rufen, die an Knochenleiden erkrankt sind, weil sie regelmässig fluoridreiches Wasser (ca. 1 – 4 mg Fluorid pro Liter) zu sich genommen hatten.

In Deutschland kommen wir mit Fluorid vor allem in Form von fluoridierten Zahnpflegeprodukten oder fluoridiertem Speisesalz in Kontakt (und überlegen Sie mal kurz, wie viel Salz in Fertiggerichten steckt!). Die Wasserfluoridierung ist hierzulande zum Glück verboten (ganz anders in den USA). In der ehemaligen DDR  wie auch in Teilen der Schweiz wurde das Wasser fluoridiert. Da Spätfolgen auch nach 30 Jahren auftreten können, haben wir immer noch ein großes Kollektiv an Menschen, die betroffen sein können.

Fluorid reichert sich im Körper an, und so machen sich inzwischen viele Wissenschaftler  Gedanken darüber, welche Auswirkungen diese Tatsache auf unsere Gesundheit hat.

Fluoride stecken nicht nur in der Zahnpasta

Das extrem giftige Element Fluor kommt in der Natur nicht elementar, sondern praktisch immer nur gebunden vor, und zwar in Form verschiedenster Fluorverbindungen, die meisten davon als (anorganische) Fluoride (Salze der Fluorwasserstoffsäure). Einige Fluorverbindungen, zum Beispiel Natriumfluorid, Kaliumfluorid, Aluminiumfluorid oder Aminfluorid, begegnen uns täglich. Man kommt heute so gut wie gar nicht mehr um Fluoride herum:

Fluoride stecken nicht nur in den meisten Zahncremes, sondern inzwischen auch in den meisten Speisesalzen. Als natürlicher Bestandteil sind sie in vielen Lebensmitteln sowie in schwarzem und grünem Tee, im Mineralwasser und im Leitungswasser enthalten. Aber auch in Nahrungsergänzungsmitteln, Psychopharmaka, Beruhigungsmitteln und Antibiotika (z. B. Ciprofloxazin) sowie in manchen Cortison-Abkömmlingen findet sich Fluor (an Kohlenstoff gebunden). Nicht zu vergessen die Fluoridtabletten für Kinder oder Fluoridzahnversiegelungen beim Zahnarzt!

Das Problem ist also offensichtlich: Wir haben die „Dosierung“ überhaupt nicht im Griff!

Wissenschaftler warnen vor fluoridiertem Trinkwasser

Schon vor 16 Jahren haben Wissenschaftler der EPA darauf hingewiesen, dass die Fluoridierung des Trinkwassers ein unangemessenes Risiko darstellt.

Als sichere tägliche Höchstmenge gilt für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene 7 mg Fluorid pro Tag. Dieser Wert ist ebenso für Schwangere und Stillende gültig und gilt für Fluorid aus allen Quellen (Trinkwasser, Getränke, Lebensmittel inkl. fluoridiertem Salz, Zahnpflegemittel sowie Supplemente).

Für Kinder gelten aufgrund des geringeren Körpergewichtes andere Höchstmengen. Die sichere tägliche Höchstmenge wurde für 1- bis 3-Jährige auf 1,5 mg, für 4- bis 8-Jährige auf 2,5 mg und für 9- bis 14-Jährige auf 5 mg Fluorid pro Tag festgesetzt

Welche Auswirkungen hat nun eine erhöhte Fluoridaufnahme?

Fluorid wird mit Wahrnehmungsstörungen und einem verminerten IQ in Zusammenhang gebracht

Über 300 Studien belegen, dass Fluorid ein Neurotoxin (Nervengift) ist. Weitere Studien zeigen auf, dass eine moderate Fluoridaufnahme zu einem geringeren IQ führt (2, 3).

In anderen Studien finden sich Hinweise auf Störungen der Hirnentwicklung in der Fetalperiode. Viele Tierversuche, die aufzeigen, dass die Fluoridexposition zu Hirnschäden, kognitiven und Gedächtnisstörungen führt, weisen ebenfalls darauf hin.

Fluorid schädigt die Schilddrüse

Es liegen mehr als genug Hinweise vor, dass eine übermäßige Fluoridaufnahme zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen kann. Tatsächlich wurde noch bis in die 60-ger Jahre die Schilddrüsenüberfunktion mit Fluortyrosin behandelt (4). Das Fluorid führt dazu, dass die Aktivität der Schilddrüse gebremst und die Konzentrationen der Schilddrüsenhormone T3 und T4 vermindert werden. Und man braucht für diesen Effekt noch nicht einmal große Dosen – 2 – 5 mg Fluorid pro Tag reichen schon aus (und erst recht die Höchstdosis von 7 mg, die als sicher angesehen wird).

Einige Menschen haben dann die klassischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion: Konzentrationsschwierigkeiten, Muskel- und Gelenkschmerzen, Depression und Gewichtszunahme. Und wenn sie richtig Pech haben, bekommen sie dann ein Label wie Fibromyalgie aufgeklebt und werden als Psycho abgetan.

Diabetiker sind durch Fluorid besonders gefährdet

Wie gesagt, wird in Deutschland das Wasser nicht fluoridiert. In Amerika werden allerdings Diabetiker als „empfindliche Subpopulation“ betrachtet, was den vermehrten Konsum von Fluorid angeht. Es wurde nachgewiesen, dass Fluorid den Blutzuckerspiegel anhebt, die Produktion von Insulin verhindert und die Glucosetoleranz verschlechtert (5).

Die Entwicklung einer Insulinresistenz, die dem Typ-2-Diabetes vorangeht, konnte offenbar bei Menschen beobachtet werden, die gerade einmal Fluoridmengen in Höhe von nur 0,07 bis 0,4 mg pro Kilogramm und Tag zu sich genommen haben.

Wer also reichlich fluoridiertes Salz verwendet und evtl. noch ein fluoridreiches Mineralwasser trinkt, kann diese Dosis gut erreichen.

Das Problem wird dadurch verschlimmert, dass Diabetiker eine verminderte Fluoridausscheidung haben.

Fluorid erhöht das Risiko für Herzerkrankungen

Da die Aorta mehr Fluorid speichert als jedes andere Gewebe im Körper, ist das Herz von hohen Fluoridspiegeln besonders betroffen. Fluorid kann oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen hervorrufen und damit zu Arterienverkalkung und Schäden am Herzmuskel führen.

Forscher haben eine Verbindung zwischen erhöhten Fluoridspiegeln im Grundwasser und dem Auftreten von Bluthochdruck gefunden. Dieser erhöht wiederum das Risiko für einen Herzinfarkt (6). Und sogar eine geringgradige Fluoridtoxizität kann zu einer verminderten Elastizität der Aorta führen.

Fluoride schwächen die Knochen

Ganz im Gegensatz zu der Annahme, dass Fluorid „die Knochen stärkt“, haben Versuche mit hohen Dosen Fluorid der Osteoporose entgegen zu wirken dazu geführt, dass vermehrt Knochenbrüche auftraten.

Das Fluoride Action Network berichtet, dass inzwischen Studien am Menschen vorliegen, die aufzeigen, dass es bei einer Fluoridbelastung des Trinkwassers von 4 mg/l zu einer höheren Frakturrate kommt (7). In Tiermodellen war dieser Effekt schon lange bekannt.

Fluoride schädigen die DNA und tragen zur Entstehung von Krebserkrankungen bei

Das National Toxicology Program stuft Fluorid als mutagene Substanz ein – dies bedeutet, dass sie genetische Schäden hervorruft, die zur Entstehung von Krebs beitragen können (8). Eine bahnbrechende Studie der Harvard University zeigte auf, dass Jungen, die in ihrer Kindheit fluoridiertes Wasser tranken, im Jugendalter ein höheres Risiko aufwiesen, ein Osteosarkom (Knochenkrebs) zu entwickeln (9).

Wissenschaftler erklären diesen Zusammenhang damit, dass Fluorid die Proliferation von knochenbildenden Zellen stimuliert und damit das Risiko erhöht, dass diese sich zu Tumorzellen entwickeln.

Auch zwischen Fluoridexposition und Blasen- und Lungenkrebs finden sich Verbindungen.

Hoher Fluoridkonsum führt zur Skelettfluorose

Man weiß seit langem, dass eine langanhaltende, überhöhte Aufnahme von Fluorid zur Skelettfluorose führt (so auch in China und Indien). Sie geht mit einer Erhöhung des Knochenfluoridgehaltes und Anstieg der Knochendichte einher. Im fortgeschrittenen Stadium mit Osteosklerosen (Verdichtung des Knochengewebes mit erhöhter Brüchigkeit infolge verminderter Elastizität), Exostosen (auf der Knochenoberfläche aufsitzende Knochenneubildungen), Muskelschwund und neurologischen Störungen.

Dabei muss man nicht so weit gehen wie eine Engländerin, die täglich einen Tee aus 100 – 150 Teebeuteln zubereitete (10), sondern laut Fluoride Action Network sind Dosierungen von 6 mg pro Tag ausreichend, leichte Formen dieser Erkrankung hervorzurufen. Diese werden aber häufig nicht als Fluorose diagnostiziert, da die Symptome – Schmerzen und Gelenksteife – Knochenerkrankungen wie zum Beispiel einer Gelenkentzündung (Arthritis) sehr ähneln.

 

Fluorid verursacht Magen-Darm Beschwerden

Jährlich gibt es hunderte Anfragen bei den Giftnotrufzentralen, die auf das Verschlucken von Zahnpasta zurückzuführen sind. Es kommt dann zu Symptomen wie Magen-Darm Beschwerden, Übelkeit, Bauchkrämpfe und Erbrechen.

In klinischen Studien hat die Aufnahme von nur 3 mg Fluorid bei Erwachsenen zu einer Schädigung der Magenschleimhaut geführt. 6,8 mg Fluorid reichten aus, um innerhalb von 30 Minuten Erbrechen auszulösen (7 mg täglich sind völlig unbedenklich??) (11).

Fluorid ist ein endokriner Disruptor (hormoneller Schadstoff)

Zusätzlich zu den oben genannten schädlichen Wirkungen ist Fluorid auch ein endokriner Disruptor. Das National Research Council berichtet, dass Fluoride direkt die Hormonsekretion von Insulin (Blutzucker), T3 und T4 (Schilddrüse) und Melatonin (Schlaf/Wach-Zyklus) beeinflussen (12).

Durch diese hormonellen Auswirkungen kommt es in Untersuchungen sowohl beim Menschen als auch beim Tier zu einer Schilddrüsenunterfunktion, verstärkter Calcitonin- und Parathormon-Aktivität, sekundärem Hyperparathyreodismus (u. a. Magen-Darm Beschwerden, Muskelschwäche, Bluthochdruck), gestörter Glucosetoleranz und möglichen Effekten auf den Zeitpunkt der Geschlechtsreife.

Patienten mit Nierenerkrankungen sind durch die Toxizität von Fluoriden besonders gefährdet

Der Grund dafür liegt darin, dass die Nieren normalerweise dafür verantwortlich sind, Fluorid aus dem Körper auszuschwemmen. Bei Personen mit einer Niereninsuffizienz passiert dies nicht, sodass sich die Fluoride in ihren Knochen und anderen Körpergeweben anreichern. Studien zeigen, dass Patienten unter Dialyse ein erhöhtes Rikiso haben an Skelettfluorose und Osteomalazie – einer Krankheit, die die Knochen schwächt -zu erkranken (13).

Fluorid-Toxizität und Gelenkentzündungen

Beunruhigend ist auch die Verbindung zwischen Fluorid und Gelenkentzündungen. Eine geringgradige Vergiftung mit Fluorid kann durch die auftretenden Symptome – Schmerzen und Steifheit – einer Arthritis sehr ähnlich sehen und dadurch zu einer falschen Diagnose führen. Erschwerend kommt noch die Tatsache hinzu, dass Studien aufzeigen, dass Fluorid ein direkter Verursacher der Osteoarthritis sein kann (14).

Fluorid kann bei Männern zur Infertilität (Zeugungsunfähigkeit) führen

Mehr als 60 Tierversuchsstudien legen dar, dass Fluorid negative Auswirkungen auf das männliche Reproduktionssystem hat indem es zu einem verminderten Testosteronspiegel beiträgt, die Spermienanzahl und deren Beweglichkeit herabsetzt und oxidativen Stress verursacht (15).

Auch in einer US amerikanischen Studie an Menschen, die einer Trinkwasserfluoridierung von mehr als 3 ppm Fluorid ausgesetzt waren – einer Konzentration, die von der EPA anfänglich als sicher eingestuft wurde – zeigte sich, dass in diesen Populationen die Fertilitätsraten geringer waren als in Populationen, die weniger Fluorid aufnahmen.

 

Was bedeutet das für Sie?

Sie fragen sich wahrscheinlich (hoffentlich): Wie soll ich jetzt mit diesem Problem umgehen. Es gibt einige ganz einfach umzusetztende Möglichkeiten, Fluorid aus Ihrem Alltag zu verbannen:

  • Benutzen Sie Zahnpasta, die kein Fluorid enthält. Man muss ein bisschen suchen, aber es gibt inzwischen tatsächlich einige Marken, die auf die Zugabe dieses Gifts verzichten.
  • Sagen Sie Ihrem Zahnarzt, dass Sie nicht mit Fluorid behandelt werden möchten. Häufig wird nach der Zahnreinigung zur Kariesprophylaxe ein Fluoridgel auf die Zähne aufgetragen. Lehnen Sie dies auf jeden Fall ab. Es ist nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich!
  • Tauschen Sie fluoridiertes Speisesalz aus. Am günstigsten ist es, wenn sie auf Speisesalz ganz verzichten und stattdessen Alternativen wie Meersalz oder Himalaya Salz benutzen. Diese enthalten natürliches Fluorid und wesentlich gesünder als Tafelsalz.
  • Und vor allen Dingen – vergiften Sie Ihre Kinder nicht mit Fluoridtabletten!

Es ist erschreckend wie hoch die Ignoranz (oder Gleichgültigkeit) mancher Eltern ist. Solange Kinder weiterhin mit Zuckerwasser in Nuckelflaschen bombardiert werden (sei es Fruchtsaft, Limonade oder der mit Vitaminen angereicherte Kindertee), sie mit Süßigkeiten vollgestopft werden und Eltern das Zähneputzen selbst bei Dreijährigen den Kindern selbst überlassen, müssen wir uns über verfaulte Zähne sicher nicht wundern. Und glauben Sie mir, ich arbeite häufiger bei Kinderzahnärzten und sehe diese Fälle zu Hunderten.

Und ganz ehrlich, eine ordentliche Zahnhygiene hilft bei der Vorbeugung gegen Karies viel mehr als Fluorid wie ein gerade erschienener Artikel im Journal of the American Dental Association bestätigt (16).

Übrigens:

Die Fluoride (Hexafluorokieselsäure), die in der Industrie dem Trinkwasser, der Zahnpasta oder dem Raffinade-Salz zugesetzt werden, sind Abfallprodukte aus der Herstellung von Phosphatdüngern – künstliche und toxische Fluoride.

Die natürlich vorkommenden Formen von Fluorid sind sogar wichtig für die Schilddrüse, Zähne und den Körper insgesamt. Die meisten natürlichen Fluoride kommen in Form der Mineralien Kryolith (Natriumfluorid) und Flussspat (Calciumfluorid) vor.

Diese zuvor genannten natürlichen Mineralien kommen in kleinen Mengen in vielen Nahrungsmitteln, in unbehandelten Wasserquellen und auch in unraffinierten Salzen, wie dem Himalaya-Salz und Meersalz vor. Diese Fluoride sind dafür bestimmt, Leben zu erhalten und nicht zu zerstören.

 

(1) Sec. 355.50 Labeling of anticaries drug products. https://www.accessdata.fda.gov/scripts/cdrh/cfdocs/cfcfr/CFRSearch.cfm?fr=355.50

(2) Effect of fluoridated water on intelligence in 10-12-year-old school children.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28217543

(3) Developmental Fluoride Neurotoxicity: A Systematic Review and Meta-Analysis   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3491930/

(4)Die experimentellen Grundlagen der Behandlung des Morbus Basedow und der Hyperthyreose mittels Fluortyrosin.  https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0028-1121625.pdf

(5) Inhibitory effect of fluoride on the secretion of insulin. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2110856

(6) Sodium fluoride induces hypertension and cardiac complications through generation of reactive oxygen species and activation of nuclear factor kappa beta. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27378751

(7) http://fluoridealert.org/issues/health/bone-fracture/

(8) TOXICOLOGY AND CARCINOGENESIS
STUDIES OF SODIUM FLUORIDE https://ntp.niehs.nih.gov/ntp/htdocs/lt_rpts/tr393.pdf

(9) Age-specific fluoride exposure in drinking water and osteosarcoma (United States). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16596294

(10) Skelettfluorose nach exzessivem
Teekonsum https://master-toxikologie.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/studiengaenge/master-toxikologie/Toxikologie_Aktuell/2013/mobil/ToxikologieAktuell042013_mobil.pdf

(11) http://fluoridealert.org/issues/health/gastrointestinal/

(12) https://www.nap.edu/read/11571/chapter/2#8

(13)Fluoridation of drinking water and chronic kidney disease: absence of evidence is not evidence of absence. https://academic.oup.com/ndt/article/23/1/411/1927240/Fluoridation-of-drinking-water-and-chronic-kidney

(14) Endemic fluorosis in Turkish patients: relationship with knee osteoarthritis. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs002960100132?LI=true

(15) http://fluoridealert.org/studies/fertility03/

(16) Regular oral health education is effective in reducing caries incidence whereas fluoride varnish seems to have no added benefit. http://jada.ada.org/article/S0002-8177(17)30150-2/fulltext

Vitamin D – der Grippeimpfung haushoch überlegen

Manchmal kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Da findet sich im Ärzteblatt vom 3. März 2017 ein Artikel mit dem Titel „Vakzine wirkt nur „suboptimal“. Die Rede ist hier natürlich von der Grippeimpfung, und der Artikel führt aus, dass nur 46,9 % der Menschen zwischen 15 und 64 Jahren, die sich diesen Winter gegen Grippe haben impfen lassen, wirklich vor der aktuell zirkulierenden Influenza geschützt sind; in der Hochrisikogruppe ab 65 Jahren ist der Impfstoff sogar nur bei 23,4 % effektiv (1). Trotzdem wird aber allen geraten, sich gegen die böse, böse Grippe impfen zu lassen. Macht doch nichts, dass wir nur einen Impfstoff haben, der bis auf Nebenwirkungen wenig zu bieten hat.

Ich habe bereits darüber geschrieben, warum man von einer Grippeimpfung nur abraten kann. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Oder vielleicht doch, da die Mär von der Grippeimpfung, die wir alle brauchen, von den Medien ja weiterhin aufrecht gehalten wird.

Um es auf den Punkt zu bringen:

Vitamin D ist effektiver als die
Grippeimpfung

Warum erzählt Ihnen das eigentlich niemand, obwohl es in der medizinischen Literatur wohl bekannt ist (2)? Hmmm… Könnte es womöglich sein, dass das der pharmazeutischen Industrie gar nicht mal so recht wäre, weil ihnen damit ein Milliardengeschäft durch die Lappen ginge?

 Tatsächlich hat Dr. John Cannell, der Gründer des Vitamin D Council schon 2006 in einem Artikel in Epidemiology and Infection geschrieben, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass ein Vitamin D Mangel eine Grippeerkrankung verursachen kannn (3). Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Grippe wird auch in einem weiterführenden Artikel, der 2008 in Virology erschien noch weiter beleuchtet (4).
Im Jahr darauf wurde in einer großen repräsentativen US Studie festgestellt, dass tatsächlich die Individuen, die die geringsten Vitamin D Konzentrationen im Blut hatten, berichteten, dass sie deutlich häufiger Erkältungen oder Grippeerkrankungen hatten (5). Zusammenfassend stellte der Hauptautor Dr. Adit Ginde fest:
„Die Ergebnisse unserer Studie unterstützen die Annahme, dass Vitamin D eine wichtige Rolle in der Vorbeugung von Atemwegsinfektionen wie grippalen Infekten und Grippeerkrankungen spielt. Personen mit häufig auftretenden Lungenerkrankungen wie Asthma oder Emphysem könnten besonders anfällig für Atemwegserkrankungen durch Vitamin D Mangel sein.“
Haben Sie niedrige Vitamin D Spiegel, so sollten Sie statt einer Grippeimpfung lieber Vitamin D nehmen.

Seither sind einige Studien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen (6). Zuletzt hat eine Metaanalyse von 25 randomisierten, kontrollierten Studien ergeben, dass die Nahrungsergänzung mit Vitamin D das Immunsystem stärkt und die Erkrankungen an Grippe und grippalen Infekten vermindert (7).

Im einzelnen zeigten die Studien, dass Individuen, die täglich oder wöchentlich Vitamin D als Nahrungsergänzung nahmen, seltener über akute Atemwegsinfekte wie Grippe oder Erkältungen berichteten als solche, die kein Vitamin D einnahmen.

Personen mit signifikantem Vitamin D Mangel (Serumkonzentrationen unter 10 ng/ml) konnten durch Einnahme von Vitamin D ihr Risiko für einen Atemwegsinfekt um die Hälfte reduzieren.

Personen mit höheren Vitamin D Serumspiegeln verzeichneten eine Risikoreduktion um 10 %. Dies entspricht ungefähr dem schützenden Effekt der Grippeimpfung, sagen die Autoren.

Wie Cannell glauben die Forscher, dass die Schutzwirkung von Vitamin D darauf beruht, dass es antimikrobielle Peptide in der Lunge erhöht, und dass dies der Grund dafür ist, dass Grippeerkrankungen und Erkältungen häufiger im Winter auftreten, wenn die Sonnenlichtexposition am geringsten – und damit die natürliche Vitamin D Produktion des Körpers am niedrigsten – ist (8).

Laut dieses internationalen Forscherteams könnte die Vitamin D Ergänzung mehr als 3,25 Millionen grippale Infekte und Grippeerkrankungen allein im Vereinigten Königreich verhindern (9). Noch interessanter wird es, wenn man sich die Zahl der notwendigen Behandlungen (NNT = Number needed to treat) ansieht.

Insgesamt müssen 33 Personen mit einem Vitamin D Supplement behandelt werden, damit eine Person nicht erkrankt (NNT = 33), während bei der Grippeimpfung 40 Personen behandelt werden müssen, um eine Erkrankung zu verhindern (NNT = 40). Bei Personen, die bei der Ausgangsmessung einen signifikanten Vitamin Mangel aufwiesen, war die NNT = 4. Mit anderen Worten, wenn Sie einen Vitamin D Mangel haben, dann ist die Supplementierung mit Vitamin D zehnmal effektiver als eine Grippeimpfung.

Die Optimierung Ihres Vitamin D Spiegels ist der beste Grippeschutz

Aus dem Gesagten folgt also, dass eine Optimierung Ihres Vitamin D Spiegels der absolut beste Schutz gegen Grippeerkrankungen ist. Ihre Ernährung spielt natürlich auch eine große Rolle, da sie die Basis für eine gute Immunfunktion legt.

Eine zuckerhaltige Ernährung führt todsicher dazu, dass die angeborene Fähigkeit ihres Körpers, Infektionen abzuwehren, durch Schädigung Ihres Immunsystems verhindert wird.

Ich glaube aber nicht, dass die Anreicherung von industriell gefertigten Lebensmitteln mit Vitamin D da so eine tolle Lösung ist, auch wenn man dadurch Menschen erreicht, die sich nicht darüber klar sind, dass Sonnenlicht extrem wichtig für gute Gesundheit ist (also fast jeder, der hier frei rumläuft).

Ich denke, dass vernünftiges Sonnenbaden eine ideale Möglichkeit ist, Ihr Vitamin D zu optimieren. Ein Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel sollte nur in dem Fall zum Einsatz kommen, wenn Sie nicht genug Sonnenlicht bekommen können (z. B. im Winter oder weil Sie nicht nach draußen gehen können).

Ganz entgegen der Meinung, die u. a. von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung vertreten wird, sind 800 IU Vitamin D3 pro Tag sicher nicht ausreichend, Ihre Serumspiegel auf ausreichende Werte zu bringen. Sie sollten Ihren persönlichen Serumspiegel bestimmen lassen und danach die Supplementierung durchführen.

Ist der Spiegel sehr niedrig, benötigen Sie 8000 – 10000 IU Vitamin D3 pro Tag, um einen klinisch optimalen Spiegel von 45 – 80 ng/ml zu erreichen. Grundsätzlich sollte der Vitamin D Spiegel ein- bis zweimal pro Jahr bestimmt werden.

Wenn Sie schon seit einiger Zeit Vitamin D3 ergänzen und trotzdem einen Spiegel unter 45 ng/ml haben, wissen Sie, dass Sie Ihre Dosis erhöhen müssen. Bei Dosierungen über 2000 IU pro Tag sollten Sie außerdem zusätzlich Vitamin K2 einnehmen, damit es nicht zu Kalkablagerungen in den Gefäßen kommt.

Weitere Studien, die die Verbindung zwischen Vitamin D Mangel und Grippeerkrankungen untersuchen

Im Jahr 2010 erschien eine Studie, die den Effekt von Vitamin D auf saisonale Grippeerkrankungen untersuchte (10). Die randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie (also der absolute Goldstandard) beinhaltete 430 Kinder, von denen die Hälfte 1200 IU Vitamin D pro Tag und die andere Hälfte ein Placebo erhielten.

Insgesamt hatten die Kinder in der Verumgruppe ein um 42 % vermindertes Risiko, an einer Grippe zu erkranken. Die Autoren führen dazu aus:

„Die Studienergebnisse legen nahe, dass die Supplementierung mit Vitamin D3 in den Wintermonaten, die Inzidenz (Auftretenshäufigkeit) von Influenza A besonders in der Untergruppe der Schulkinder reduzieren kann.“

Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr kommt zu dem Schluss, dass infektionsabwehrende T-Zellen Vitamin D benötigen, um aktiv zu werden (11). Dies ist ein weiterer Mechanismus, der zur Erklärung beiträgt, warum Vitamin D gegen Infektionen hilft.

Wenn eine T-Zelle einen fremden Eindringling wie Viren oder Bakterien erkennt, sendet sie Aktivierungssignale an das Vitamin D Rezeptor (VDR) Gen. Das VDR Gen produziert daraufhin ein Protein, das Vitamin D an die T-Zelle bindet. Ein nachgeschalteter Effekt hieraus besteht in der Produktion von PLC-Gamma1 Protein, das nachfolgend die T-Zelle in die Lage versetzt, die Infektion zu bekämpfen. Der Forschungsleiter Carsten Geisler erklärt das ein bisschen einfacher (12):

„Wenn eine T-Zelle auf einen fremden Krankheitserreger trifft, dann fährt sie ein Signalgerät oder eine „Antenne“ aus, die als Vitamin D Rezeptor bekannt ist, mit der sie nach Vitamin D sucht. Das heißt, die T-Zelle braucht Vitamin D oder die Aktivierung der T-Zelle hört auf. Kann die T-Zelle nicht genug Vitamin D im Blut finden, fängt sie gar nicht erst mit der Mobilisierung an.“

Wenn man dieses Wissen hat, dann ist es auch nicht schwer zu verstehen, warum die Grippeschutzimpfung nicht wirkt. Die Impfseren verbessern schließlich einen bestehenden Vitamin D Mangel nicht, der aber Ihr Immunsystem daran hindert, adäquat zu arbeiten.

Vitamin D brauchen Sie das ganze Jahr über für optimale Gesundheit und zur Krankheits-vorbeugung

Forscher haben auch herausgefunden, dass Vitamin D gegen altersbedingte Erkrankungen wie Alzheimer Demenz schützen könnte (13). Immer wieder zeigt sich in den Studien, dass an Alzheimer Erkrankte signifikant geringere Vitamin D Spiegel aufweisen als gesunde Kontrollpersonen. Es wurde auch nachgewiesen, dass Vitamin D zur Phagozytose (Aufnahme von Substanzen in Zellen) von β-Amyloid führt und so die Anhäufung von Amyloid-Plaques, die pathognomonisch (krankheitskennzeichnend) für die Alzheimer Erkrankung sind, verhindern und zum Teil sogar umkehren kann (14).

Ich finde, dass auch nur die Idee, dass man womöglich einen Therapieansatz für eine Krankheit wie die Alzheimer Demenz hat, eigentlich über sämtliche Zeitungen verbreitet werden müsste. Aber haben Sie schon davon gehört?

Desweiteren wird ein Vitamin D Mangel mit Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes, Depression, Autoimmunkrankheiten und anderen chronischen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht.

In einem Artikel in Orthomolecular Medicine News (15) wird erklärt, dass „..die Erforschung der gesundheitlichen Auswirkungen von Vitamin D auf vollen Toure läuft. Im Jahr 2015 erschienen 4356 wissenschaftliche Arbeiten, die Vitamin D im Titel oder in der Zusammenfassung hatten. Im Jahr 2016 waren es sogar 4388 Arbeiten…“.

Unter diesen Studien befinden sich zum Beispiel die folgenden:

  • Eine Arbeit zeigte auf, dass Sonnenlicht Exposition unter anderem zu niedrigeren Raten an Krebserkrankungen, Herzerkrankungen, dementiellen Erkrankungen, Kurzsichtigkeit, Maculadegeneration (führt zur Erblindung), Diabetes und Multipler Sklerose führt. Wow, ich würde sagen, das ist eine ganze Menge und passt so überhaupt nicht zu den Empfehlungen der (Haut-)Ärzte ja nicht in die Sonne zu gehen und wenn, dann nur dicht eingepackt und in Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 gebadet.

Der Autor der Studie, William Grant, schreibt dazu:

„Die Botschaft, dass Sonnenlicht vermieden werden muss, muss geändert werden. Eine mäßige Sonnenlichtexposition, die nicht zum Sonnenbrand führt, aber ausreichend für die Erzielung von Vitamin D Werten über 30 ng/ml oder höher ist … und der generelle Nutzen einer UV Exposition, der über Vitamin D hinausgeht (zum Beispiel Etablierung eines zirkadianen Rhythmus, der für unseren Körper extrem wichtig ist). Auch wenn (übermäßige) UV Strahlung mit höheren Hautkrebsraten in Zusammenhang steht, ist dieses Risiko verglichen mit dem Nutzen des UV Lichts in der Reduzierung innerer Krebserkrankungen einfach vernachlässigbar klein.“

 

  • Nutzen höherer Vitamin D Spiegel während der Schwangerschaft. Die Forschung zeigt, dass die Frühgeburtlichkeit in einem inversen Verhältnis zum Vitamin D Spiegel der Mutter steht. Das heißt, sie ist umso niedriger, je höher der Vitamin D Spiegel ist. In einer Studie wird berichtet, dass die Anhebung des Vitamin D Spiegels von 20 ng/ml auf 40 ng/ml zu einer Abnahme von Frühgeburten um 59 % führte (16).
  • Wie oben schon angemerkt, führt ein höherer Vitamin D Spiegel zu einem verminderten Auftreten von Krebserkrankungen (17). In einer Metaanalyse kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass Frauen mit höheren Vitamin D Spiegeln ihr Krebsrisiko von 2 % pro Jahr (bei 18 ng/ml) auf 0,4 % pro Jahr (bei 63 ng/ml) absenken können. Die Pharmaindustrie würde das jetzt als 80 prozentige Reduktion anpreisen.

Take-Home Message

Ein Vitamin D Spiegel von 45 – 60 ng/ml scheint eine der effektivsten Maßnahmen zu sein, um Sie vor chronischen Erkrankungen und akuten Infektionen zu schützen. Was Grippeerkrankungen und grippale Infekte angeht, so sind Sie mit einem adäquaten Vitamin D Spiegel besser geschützt als durch eine Grippeimpfung, und Sie brauchen keine Angst vor möglichen Nebenwirkungen zu haben, die bei der Grippeimpfung auch schon mal deutlich ernster sein können, als die Symptome der eigentlichen Erkrankung.

 

(1) https://www.aerzteblatt.de/archiv/186613/Influenzaimpfstoff-2016-2017-Vakzine-wirkt-nur-suboptimal
(2) The seasonality of pandemic and non-pandemic influenzas: the roles of solar radiation and vitamin D. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21036090
(3) Epidemic influenza and vitamin D. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?orig_db=PubMed&db=pubmed&cmd=Search&term=Epidemiology+and+infection%5BJour%5D+AND+1129%5Bpage%5D+AND+2006%5Bpdat%5D
(4) On the epidemiology of influenza
http://virologyj.biomedcentral.com/articles/10.1186/1743-422X-5-29
(5) Association Between Serum 25-Hydroxyvitamin D Level and Upper Respiratory Tract Infection in the Third National Health and Nutrition Examination Survey
http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/414815
(6) Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data.  http://www.bmj.com/content/356/bmj.i6583
(7) http://www.npr.org/sections/health-shots/2017/02/16/515428944/a-bit-more-vitamin-d-might-reduce-winter-colds-and-flu
(8) http://time.com/4672626/vitamin-d-cold-flu/
(9) Vitamin D pills ‚could stop colds or flu‘
http://www.bbc.com/news/health-38988982
(10) Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren
http://ajcn.nutrition.org/content/91/5/1255
(11) Vitamin D controls T cell antigen receptor signaling and activation of human T cells.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20208539
(12) http://www.foodconsumer.org/newsite/Nutrition/Vitamins/vitamin_d_deficiency_is_why_you_get_flu_0703100554.html
(13) http://www.jpreventionalzheimer.com/1232-vitamin-d-and-dementia.html
(14) Vitamin D and Alzheimer’s Disease: Neurocognition to Therapeutics
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4553343/
(15) The Top 18 Vitamin D Papers in 2015-2016
http://www.orthomolecular.org/resources/omns/v13n08.shtml
(16) Post-hoc analysis of vitamin D status and reduced risk of preterm birth in two vitamin D pregnancy cohorts compared with South Carolina March of Dimes 2009-2011 rates.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26554936
(17) 25-hydroxyvitamin D and breast cancer, colorectal cancer, and colorectal adenomas: case-control versus nested case-control studies.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25667506

 

 

Super einfache Mayonaise

Mayonaise war von meinem Speisezettel eine ganze Weile gestrichen nachdem ich die Paleo Ernährung für mich entdeckt hatte. Sie hat einfach zu viele Zutaten, die nicht gesund sind.

An erster Stelle steht hier natürlich Rapsöl. Von Medizinern gerne als herzgesund eingeschätzt wegen des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren. Aber genau das ist auch das Problem. Diese ungesättigten Fettsäuren sorgen dafür, dass das Öl extrem schnell ranzig wird.

Aber die Nahrungsmittelindustrie weiß Abhilfe zu schaffen. Damit Sie nicht merken, dass Sie völlig vergammeltes Öl konsumieren, wird dieses Produkt im Herstellungsprozess desodoriert. Nicht nur, dass es überhaupt keinen Eigengeschmack mehr hat, der ranzige Geschmack ist auch gleich mit weg. Ich nenne das MAGIC!

Essen möchte ich es aber trotzdem nicht, denn es enthält große Mengen Omega-6 Fettsäuren, die eine proinflammatorische (entzündungsaus-lösende) Wirkung haben. Das braucht kein Mensch!

Natürlich enthält gekaufte Mayonaise auch Zucker. Das ist dann auch schon der zweite Grund, warum ich sie nicht essen möchte. Gefolgt von anderen Zutaten, die auch nicht in die Mayo gehören, aber den Verarbeitungsprozess einfacher machen.

Nun gut. Ich habe nach einiger Zeit ein einfaches Rezept gefunden, in dem ich nur das Öl auswechseln musste und stelle meine Mayo jetzt selbst her. Es ist so einfach, das ist unglaublich. Sie brauchen nur fünf Zutaten.

Zutaten:

  • 200 ml Avocadoöl (oder Olivenöl, aber mir persönlich gefällt der Geschmack in der Mayo nicht so)
  • 1 Ei
  • 1 TL Dijon Senf (achten Sie darauf, dass auch der Senf keinen Zucker enthält)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack.

Ich habe immer die Rezepte gelesen, in denen extra darauf hingewiesen wurde, dass das Öl aber wirklich nur ganz langsam zugegeben werden darf, weil das ganze sonst klumpt und nie eine richtige Mayo ergibt. Aber zum Glück geht es auch viel einfacher.

Zubereitung:

  • Öl, Ei und Senf in einen Mixbecher geben.
  • Einen Stabmixer von unten nach oben durchziehen (natürlich angeschaltet).
  • Fertig!
  • Jetzt nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken, und Sie haben eine total leckere Mayonaise ohne irgendwelche Zusatzstoffe.
  • Bei Bedarf und je nach Geschmack, kann die Mayo auch noch mit 50 ml Wasser versetzt werden, damit sie etwas dünnflüssiger wird (das mache ich zum Beispiel bei Mayo für Kartoffelsalat so).

Was macht Avocadoöl so gesund?

1. Ölsäure

Der Großteil der Fettsäuren im Avocadoöl besteht aus einfach ungesättigter Ölsäure. Es ist die gleiche Omega-9 Fettsäure (FS), die Olivenöl so berühmt gemacht hat.

Ölsäure hat einige positive Effekte im Körper. Dazu gehören (1):

  • Verminderung des Risikos einiger Krebserkrankungen
  • Verhinderung des Aufflammens von bestimmten Autoimmunerkrankungen
  • Schnellere Zellregeneration und Wundheilung
  • Hilft dem Körper mikrobielle Infekte abzuwehren und zu beseitigen
  • Reduzierung von innerlichen und äußerlichen Entzündungen.

Außerdem oxidiert Ölsäure nur sehr schwer, was bedeutet, dass Avocadoöl eben nicht so schnell ranzig wird wie andere Öle, wenn es über längere Zeit gelagert wird. Aufgrund dieser Stabilität kann Avocadoöl auch zum Kochen bei hohen Temperaturen verwendet werden (was Sie zum Beispiel mit Rapsöl unbedingt vermeiden sollten).

2. Herzgesundheit

Avocadoöl hat eine ungewöhnlich hohe Konzentration an β-Sitosterin. Aufgrund seiner cholesterinähnlichen Molekülstruktur dient β-Sitosterin zur natürlichen Senkung der Serum-Cholesterinwerte. Der Pflanzenstoff konkurriert mit dem aufgenommenen Nahrungscholesterin um die Transportwege über die Darmschleimhaut (Resorption) und vermindert dadurch das Gesamt- und LDL-Cholesterin im Blut, wohingegen das förderliche HDL-Cholesterin unberührt bleibt (2).

Da Avocadoöl entzündungshemmend wirkt, kann es Schäden an den Gefäßwänden verhindern und so das Risiko für Herzerkrankungen sennken, die durch die Ablagerung von Plaques entstehen. Außerdem bedeutet weniger Entzündung in den Arterien auch, dass Avocadoöl dabei hilft, den Blutdruck in einem normalen Bereich zu halten.

3. Gute Vitamin E Quelle

Avocadoöl gehört zu den Top 5 Nahrungsmitteln, was die Konzentration an Vitamin E angeht. Dieses fettlösliche Vitamin ist dafür bekannt, dass es:

  • das Hautbild verbessert
  • die Augengesundheit stärkt
  • das Immunsystem unterstützt
  • Schutz gegen oxidativen Stress durch freie Radikale bietet
  • das Gedächtnis und die Hirnleistung unterstützt
  • die Effektivität des Verdauungstraktes verbessert.

Da unser Körper Vitamin E (so wie fast alle Nährstoffe) sehr viel besser aus ganzen Nahrungsmitteln aufnimmt als aus Nahrungsergänzungsmitteln in Pulver- oder Tablettenform, ist es eine sehr gute Idee, kaltgepresstes Avocadoöl mit auf Ihre Einkaufsliste zu setzen.

4. Verbesserte Verdauung

Wenn Sie häufig Sodbrennen haben, oft unter Blähungen leiden oder einfach immer müde sind, könnte die Ursache in einer schlechten Verdauung liegen. Wenn Sie Avocadoöl konsumieren, könnten sich diese Probleme von selbst bessern. Die Vitamine, Mineralien und einfach ungesättigten FS des Avocadoöls helfen dabei, dass der Verdauungstrakt die zugeführte Nahrung besser verarbeiten kann.

5. Entgiftung

Avocadoöl enthält viel Chlorophyll. Chlorophyll ist eine sehr gute Quelle für gesundes Magnesium und eine der bekanntesten Substanzen für die Entfernung von Schwermetallen wie Quecksilber und Blei aus den Nieren, der Leber, dem Gehirn und anderen Organen.

Jedes Chlorophyll Molekül enthält in seinem Kern ein Magnesium-Ion, das freigesetzt wird, wenn es mit einer sauren Umgebung in Kontakt kommt (also zum Beispiel unserem Körperinneren). In Abwesenheit des besagten Magnesiums zieht das inkomplette Chlorophyll Molekül andere Metallionen an, um den freien Platz wieder zu besetzen.

Trifft es auf ein Metallion, so wird dieses gebunden. Dadurch wird das toxische Element harmlos und kann über den Stuhl ausgeschieden werden. Wenn Sie Avocadoöl mit Koriander kombinieren, wird dieser Effekt noch verstärkt. Tun Sie dies aber bitte nicht, wenn Sie unter Verstopfung leiden. In diesem Fall würden Sie Ihren Körper mit Giftstoffen überfluten.

Übrigens…

Ich weiß nicht, ob Ihnen Primal Kitchen geläufig ist, aber ich habe gerade gesehen, dass Sie dort Avocadoöl Mayo (340 g) für den Spottpreis von 76,99 € erwerben können. Oder Sie machen sie vielleicht doch einfach selbst.

(1) An overview of the modulatory effects of oleic acid in health and disease.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23278117

(2) http://mit-phytaminen-heilen.com/heilpflanzen/beta-sitosterin.html

10 Gründe, warum Ölziehen zu Ihrer täglichen Routine gehören sollte

Ölziehen – oder auf Neuhochdeutsch Oil Pulling ist eine alte Therapie, die ihren Ursprung in Indien und Russland hat.

In der ayurvedischen Heilkunde wird das Ölziehen schon seit tausenden von Jahren bei vielerlei Beschwerden und Symptomen angewendet. In der ältesten ayurvedischen Schrift, der Charaka Samhita, wird schon das Ölziehen unter der Bezeichnung Kavala Gandoosha oder Kavala Graha beschrieben.

Es wurde als altes indisches Volksheilmittel genutzt, um Karies, Mundgeruch und Zahnfleischbluten vorzubeugen und die Zähne und das Zahnfleisch zu stärken (1). Die Heilsamen Eigenschaften, die dem Ölziehen zugesprochen werden, gehen aber weit über die Mundhygiene hinaus und erstrecken sich auf Beschwerden wie:

  • Bronchitis und grippale Infekte
  • Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
  • Erkrankungen des Herzens
  • Erkrankungen des Blutes
  • Erkrankungen der Nieren und der Leber
  • Thrombose
  • Chronische Schlaflosigkeit
  • Ekzeme, Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis
  • Prämenstruelles Syndrom

Wie wird Ölziehen praktiziert?

Jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen sollten Sie das Ölziehen durchführen. Es ist ganz einfach. Sie nehmen einen Esslöffel Bio-Kokkosöl (Bio-Sesam- oder Sonnenblumenöl gehen auch) und spülen damit mindestens 10 aber besser 20 Minuten Ihren Mund aus. Halten Sie das Öl in Ihrem Mund in Bewegung. Spülen Sie es schlürfend und saugend durch Ihre Zähne.

Sie können zwischendurch eine Pause einlegen und das Öl einfach einwirken lassen. Dies ist besonders für Anfänger im Ölziehen eine gute Idee, da es sonst zu einem Muskelkater kommen kann.

Bitte das Öl auf gar keinen Fall runterschlucken, da es voller Bakterien und Toxine ist (und die wollen Sie ja gerade loswerden). Spucken Sie das Öl nicht ins Waschbecken oder die Toilette. Da Kokosöl bei Temperaturen unter 25° C fest wird, könnte es die Rohre verstopfen. Also am Besten ab in den Mülleimer. Danach den Mund einfach mehrmals gut mit Wasser ausspülen und fertig.

Um einen frischen Geschmack im Mund zu bekommen und für gesteigerte antibakterielle Wirkung, können Sie das Öl auch mit 1 – 2 Tropfen eines ätherischen Öls versetzen (z. B. Pfefferminz oder Zitrone).

Warum Kokosöl das beste Öl zum Ölziehen ist

Sollten Sie einen Blick in die Studien werfen, die ich zitiere, so werden Sie feststellen, dass häufig Sesamöl getestet wurde. Tatsächlich ist geröstetes Sesamöl das Öl, das traditionell in der ayurvedischen Medizin eingesetzt wird.

Meiner Meinung nach hat Kokosöl gegenüber Sesamöl folgende Vorteile:

  • Kokosöl enthält weniger entzündliche Omega-6 Fettsäuren als Sesamöl. Es handelt sich hierbei um die Linolsäure, die aber nur in geringer Menge vorhanden ist.
  • Kokosöl hat antibakterielle und antivirale Eigenschaften, das bedeutet es tötet unliebsame Eindringlinge
  • Kokosöl zerstört Candida, den Erreger von Mund-Soor
  • Kokosöl hat einen wesentlich besseren Geschmack als Sesamöl (was ich bei 20 Minuten Spülung nicht unwichtig finde).

 

Gesundheitliche Vorteile

1. Mundgesundheit

Bakterien sind die Hauptursache von Mundgeruch und Zahnkaries. Die Bakterienmembranen sind fettlöslich und werden durch die mechanische Belastung des Saugens und Pressens beim Ölziehen abgebaut. Studien zeigen, dass Ölziehen die Verseifung oder den Abbau von Bakterienmembranen verbessert (2).

Die Anwendung von Kokosöl ist besonders vorteilhaft, weil dieses aus mittelkettigen Triglyceriden besteht und die Vermehrung des Bakteriums Streptococcus mutans aufhalten kann. Dieses Bakterium ist der Hauptverursacher von Karies (3).

Kokosöl schützt auch vor Pilzinfektionen im Mund, die als Soor bezeichnet werden (4). Diese Erkrankung tritt vor allem bei immungeschwächten Personen sowie bei stillenden Müttern und Babies auf.

In einer Studie aus dem Jahr 2011 wurde nachgewiesen, dass Ölziehen mit Sesamöl genauso effektiv ist wie eine Chlorhexidin Mundspülung (5).

2. Macht die Zähne weiß

Zahnbleaching ist ja groß im Trend, und ich bin der Meinung, wenn man auf die Chemie der Bleaching Strips verzichten kann, dann ist das eine tolle Sache. Durch Ölziehen werden Ihre Zähne ebenso weiß, aber ganz ohne Nebenwirkungen.

3. Verhindert Zahnfleischentzündungen

Die Gingivitis oder Zahnfleischentzündung ist eine häufige Form der Zahnfleischerkrankung, die zu einer Irritation, Rötung und Entzündung des Zahnfleisches führt.

In einer Studie wurde gezeigt, dass Ölziehen genauso effektiv Zahnplaques verhindern kann wie ein herkömmliches Mundwasser (6). Diese Zahnplaques führen zur Gingivitis. Nach 10 Tagen hatten die Probanden sowohl weniger Plaque als auch Zahnfleischentzündungen. Auch die Anzahl von Microorganismen im Mund war reduziert.

4. Unterstützt Ihr Immunsystem

Wenn Sie Ihren Mund minutenlang mit Öl spülen, reinigen Sie die Zahnzwischenräume, Zahnfleischtaschen, die Zunge und die Oberfläche der Zähne von Bakterien. Wenn Sie die Bakterien ausspucken, sind sie nicht mehr in der Lage, bis in Ihren Darm vorzudringen, wo sich 80 % Ihres Immunsystems befinden. Das bedeutet, dass Ihr Immunsystem sich anderen Aufgaben zuwenden kann.

Zudem wird durch die Kau- und Saugbewegungen beim Ölziehen das komplexe periphere Lymphsystem im Kopfbereich angeregt. Das Lymph-System hat eine große Bedeutung für das Immunsystem und bei der Reinigung der Zellen und des Bindegewebes. Das Kauen und Saugen regt Muskelpartien im Schädelbereich an, die sonst nicht so gefordert werden. Das sind die Muskeln an den Schläfen, im Augenbereich, den Ohren und am Hals.

5. Steigert die Energie

Wenn unser Immunsystem die Giftstoffe aus unserem Körper befördern muss, kostet das viel Energie. Werden die schädlichen Stoffe sofort durch Ölziehen entfernt, so muss unser Körper nicht mehr so viel Arbeit aufwenden, um gut zu funktionieren. Wir fühlen uns dadurch sehr viel besser. Diesen Effekt werden Sie schon nach 1 – 2 Wochen bemerken.

6. Entgiftet den Körper

Ölziehen regt die Speicheldrüsen an, und fördert so die Ausscheidung von schädlichen und toxischen Stoffen aus dem Organismus. Der Blutfluss in den Drüsen erhöht sich durch das Ölziehen um das drei- bis vierfache, und bewirkt so eine bessere Durchblutung des Gewebes im Mundraum, was wiederum zu einer besseren Schlackenausscheidung führt. Der Körper befreit sich von den Giften und Säuren über das Ölziehen.

Wenn Sie Öl so lange im Mund bewegen, regt das die Tätigkeit der Speicheldrüsen an. Und Speichel enthält Eiweißkörper, die für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig sind: zum Beispiel Lysozym, das Bakterienhüllen auflöst, oder das Immunglobulin A, das sich an Krankheitskeime aller Art heftet, mit denen der Mensch schon einmal Bekanntschaft gemacht hat.

(Prof. Jürgen Ußmüller, leitender HNO-Arzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)

7. Vermindert Kopfschmerzen

Wenn der Körper durch Gifte gestresst wird, kommt es zu Kopfschmerzen und Migräne. So will uns die Natur darauf aufmerksam machen, dass wir Zeit brauchen, um uns zu erholen. Tatsächlich können Kopfschmerzen vermieden werden, wenn Bakterien durch Ölziehen aus dem Körper entfernt werden.

8. Strahlende Haut

Sogar Ihre haut profitiert vom Ölziehen. Wenn Giftstoffe aus dem Körper entfernt werden, die ansonsten in den Blutstrom gelangen würden, bedeutet das für Ihre Haut, dass sie diese Gifte nicht selbst entfernen muss. Es wird gerne vergessen, aber unsere Haut Ausschlag und  ist wesentlich an der Entgiftung des Körpers beteiligt. Deshalb macht es auch keinen Sinn, Hautausschläge mit Cortison zu behandeln. Die Frage ist immer, worauf reagiert Ihre Haut (und das sind häufig Toxine). Hautprobleme vermindern sich häufig dramatisch oder verschwinden sogar ganz, wenn Sie täglich Ölziehen.

9. Eine gesündere Alternative zu Mundspülungen

Wenn Sie Ölziehen benötigen Sie wie oben ausgeführt kein Mundwasser mehr. Auch wenn diese Produkte dabei helfen können, Zahnfleisch-erkrankungen und Karies zu verhindern, wird eine Verbindung zwischen der Anwendung alkoholhaltiger Mundwasser und Krebserkrankungen im Mund diskutiert.

Im American Journal of Epidemiology erschien 2007 eine Studie, die die Benutzung von Mundwasser als Risikofaktor für das Auftreten von Kopf-, Nacken- und Speiseröhrenkrebs aufdeckte (7). Die Autoren erklärten, dass die Benutzung eines Mundwasser mit 30 % Alkohol zweimal pro Tag ein signifikanter Risikofaktor für das Auftreten dieser Krebserkrankungen darstellte.

Ich denke, wenn wir fragliche Produkte (Chlor ist immer noch ein Zellgift) durch natürliche Produkte ohne Nebenwirkungen ersetzen können, dann ist das selbstverständlich eine gute Sache. Ich selbst verzichte nicht nur auf Mundwasser jeglicher Art, sondern benutze auch DIY Zahnpasta (natürlich ohne Fluorid), um den Toxingehalt in meinen Körperpflegemitteln zu vermindern.

10. Gesunder Mund, gesundes Herz

So merkwürdig es auf den ersten Blick auch ist, aber gute Mundhygiene steht in Zusammenhang mit besserer Herzgesundheit.

Es gibt immer mehr Studien, die einen Zusammenhang zwischen schlechter Mundhygiene und Herzerkrankungen aufzeigen (8). Die Wissenschaftler glauben, dass die Entzündung, die von Zahnfleisch-erkrankungen ausgeht, der verbindende Faktor zwischen diesen beiden Erkrankungen sein könnte (9).

Zuletzt noch ein Tipp

Für die meisten Menschen wird es am Anfang ein komisches – vielleicht sogar unangenehmes – Gefühl sein, einen ganzen Esslöffel Öl im Mund zu bewegen. Fangen Sie also langsam an. Nehmen Sie zunächst nur einen Teelöffel und steigern Sie dann die Menge. Auch von der Zeit her sollten Sie sich nicht überfordern. Wenn Sie am Anfang die 20 Minuten nicht schaffen, dann fangen Sie mit 5 – 10 Minuten an. Wenn Sie während dieser Zeit duschen und Kaffee kochen sind die 20 Minuten schneller rum als Sie denken.

Und noch etwas. Ölziehen ersetzt nicht das Zähneputzen, sondern sollte immer zusätzlich durchgeführt werden.

 

(1) Tooth Brushing, oil pulling and tissue regeneration: A review of holistic approaches to oral health. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3131773/

(2) Mechanism of oil-pulling therapy – in vitro study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21525674

(3) The Effect of Coconut Oil pulling on Streptococcus mutans Count in Saliva in Comparison with Chlorhexidine Mouthwash. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27084861

(4) In Vitro Killing of Candida albicans by Fatty Acids and Monoglycerides. http://aac.asm.org/content/45/11/3209

(5) Comparative efficacy of oil pulling and chlorhexidine on oral malodor: a randomized controlled trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25584309

(6) Effect of oil pulling on plaque induced gingivitis: a randomized, controlled, triple-blind study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19336860

(7) Oral health and risk of squamous cell carcinoma of the head and neck and esophagus: results of two multicentric case-control studies. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1776169

(8) Oral health and coronary heart disease. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27846870

(9) GUM DISEASE AND HEART DISEASE. https://www.perio.org/consumer/heart_disease