Super einfache Mayonaise

Mayonaise war von meinem Speisezettel eine ganze Weile gestrichen nachdem ich die Paleo Ernährung für mich entdeckt hatte. Sie hat einfach zu viele Zutaten, die nicht gesund sind.

An erster Stelle steht hier natürlich Rapsöl. Von Medizinern gerne als herzgesund eingeschätzt wegen des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren. Aber genau das ist auch das Problem. Diese ungesättigten Fettsäuren sorgen dafür, dass das Öl extrem schnell ranzig wird.

Aber die Nahrungsmittelindustrie weiß Abhilfe zu schaffen. Damit Sie nicht merken, dass Sie völlig vergammeltes Öl konsumieren, wird dieses Produkt im Herstellungsprozess desodoriert. Nicht nur, dass es überhaupt keinen Eigengeschmack mehr hat, der ranzige Geschmack ist auch gleich mit weg. Ich nenne das MAGIC!

Essen möchte ich es aber trotzdem nicht, denn es enthält große Mengen Omega-6 Fettsäuren, die eine proinflammatorische (entzündungsaus-lösende) Wirkung haben. Das braucht kein Mensch!

Natürlich enthält gekaufte Mayonaise auch Zucker. Das ist dann auch schon der zweite Grund, warum ich sie nicht essen möchte. Gefolgt von anderen Zutaten, die auch nicht in die Mayo gehören, aber den Verarbeitungsprozess einfacher machen.

Nun gut. Ich habe nach einiger Zeit ein einfaches Rezept gefunden, in dem ich nur das Öl auswechseln musste und stelle meine Mayo jetzt selbst her. Es ist so einfach, das ist unglaublich. Sie brauchen nur fünf Zutaten.

Zutaten:

  • 200 ml Avocadoöl (oder Olivenöl, aber mir persönlich gefällt der Geschmack in der Mayo nicht so)
  • 1 Ei
  • 1 TL Dijon Senf (achten Sie darauf, dass auch der Senf keinen Zucker enthält)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack.

Ich habe immer die Rezepte gelesen, in denen extra darauf hingewiesen wurde, dass das Öl aber wirklich nur ganz langsam zugegeben werden darf, weil das ganze sonst klumpt und nie eine richtige Mayo ergibt. Aber zum Glück geht es auch viel einfacher.

Zubereitung:

  • Öl, Ei und Senf in einen Mixbecher geben.
  • Einen Stabmixer von unten nach oben durchziehen (natürlich angeschaltet).
  • Fertig!
  • Jetzt nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken, und Sie haben eine total leckere Mayonaise ohne irgendwelche Zusatzstoffe.
  • Bei Bedarf und je nach Geschmack, kann die Mayo auch noch mit 50 ml Wasser versetzt werden, damit sie etwas dünnflüssiger wird (das mache ich zum Beispiel bei Mayo für Kartoffelsalat so).

Was macht Avocadoöl so gesund?

1. Ölsäure

Der Großteil der Fettsäuren im Avocadoöl besteht aus einfach ungesättigter Ölsäure. Es ist die gleiche Omega-9 Fettsäure (FS), die Olivenöl so berühmt gemacht hat.

Ölsäure hat einige positive Effekte im Körper. Dazu gehören (1):

  • Verminderung des Risikos einiger Krebserkrankungen
  • Verhinderung des Aufflammens von bestimmten Autoimmunerkrankungen
  • Schnellere Zellregeneration und Wundheilung
  • Hilft dem Körper mikrobielle Infekte abzuwehren und zu beseitigen
  • Reduzierung von innerlichen und äußerlichen Entzündungen.

Außerdem oxidiert Ölsäure nur sehr schwer, was bedeutet, dass Avocadoöl eben nicht so schnell ranzig wird wie andere Öle, wenn es über längere Zeit gelagert wird. Aufgrund dieser Stabilität kann Avocadoöl auch zum Kochen bei hohen Temperaturen verwendet werden (was Sie zum Beispiel mit Rapsöl unbedingt vermeiden sollten).

2. Herzgesundheit

Avocadoöl hat eine ungewöhnlich hohe Konzentration an β-Sitosterin. Aufgrund seiner cholesterinähnlichen Molekülstruktur dient β-Sitosterin zur natürlichen Senkung der Serum-Cholesterinwerte. Der Pflanzenstoff konkurriert mit dem aufgenommenen Nahrungscholesterin um die Transportwege über die Darmschleimhaut (Resorption) und vermindert dadurch das Gesamt- und LDL-Cholesterin im Blut, wohingegen das förderliche HDL-Cholesterin unberührt bleibt (2).

Da Avocadoöl entzündungshemmend wirkt, kann es Schäden an den Gefäßwänden verhindern und so das Risiko für Herzerkrankungen sennken, die durch die Ablagerung von Plaques entstehen. Außerdem bedeutet weniger Entzündung in den Arterien auch, dass Avocadoöl dabei hilft, den Blutdruck in einem normalen Bereich zu halten.

3. Gute Vitamin E Quelle

Avocadoöl gehört zu den Top 5 Nahrungsmitteln, was die Konzentration an Vitamin E angeht. Dieses fettlösliche Vitamin ist dafür bekannt, dass es:

  • das Hautbild verbessert
  • die Augengesundheit stärkt
  • das Immunsystem unterstützt
  • Schutz gegen oxidativen Stress durch freie Radikale bietet
  • das Gedächtnis und die Hirnleistung unterstützt
  • die Effektivität des Verdauungstraktes verbessert.

Da unser Körper Vitamin E (so wie fast alle Nährstoffe) sehr viel besser aus ganzen Nahrungsmitteln aufnimmt als aus Nahrungsergänzungsmitteln in Pulver- oder Tablettenform, ist es eine sehr gute Idee, kaltgepresstes Avocadoöl mit auf Ihre Einkaufsliste zu setzen.

4. Verbesserte Verdauung

Wenn Sie häufig Sodbrennen haben, oft unter Blähungen leiden oder einfach immer müde sind, könnte die Ursache in einer schlechten Verdauung liegen. Wenn Sie Avocadoöl konsumieren, könnten sich diese Probleme von selbst bessern. Die Vitamine, Mineralien und einfach ungesättigten FS des Avocadoöls helfen dabei, dass der Verdauungstrakt die zugeführte Nahrung besser verarbeiten kann.

5. Entgiftung

Avocadoöl enthält viel Chlorophyll. Chlorophyll ist eine sehr gute Quelle für gesundes Magnesium und eine der bekanntesten Substanzen für die Entfernung von Schwermetallen wie Quecksilber und Blei aus den Nieren, der Leber, dem Gehirn und anderen Organen.

Jedes Chlorophyll Molekül enthält in seinem Kern ein Magnesium-Ion, das freigesetzt wird, wenn es mit einer sauren Umgebung in Kontakt kommt (also zum Beispiel unserem Körperinneren). In Abwesenheit des besagten Magnesiums zieht das inkomplette Chlorophyll Molekül andere Metallionen an, um den freien Platz wieder zu besetzen.

Trifft es auf ein Metallion, so wird dieses gebunden. Dadurch wird das toxische Element harmlos und kann über den Stuhl ausgeschieden werden. Wenn Sie Avocadoöl mit Koriander kombinieren, wird dieser Effekt noch verstärkt. Tun Sie dies aber bitte nicht, wenn Sie unter Verstopfung leiden. In diesem Fall würden Sie Ihren Körper mit Giftstoffen überfluten.

Übrigens…

Ich weiß nicht, ob Ihnen Primal Kitchen geläufig ist, aber ich habe gerade gesehen, dass Sie dort Avocadoöl Mayo (340 g) für den Spottpreis von 76,99 € erwerben können. Oder Sie machen sie vielleicht doch einfach selbst.

(1) An overview of the modulatory effects of oleic acid in health and disease.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23278117

(2) http://mit-phytaminen-heilen.com/heilpflanzen/beta-sitosterin.html

Ghee – Lebensmittel und Medizin

Bei Ghee handelt es sich um geklärte Butter, das bedeutet reines Butterfett, dem alle Milchproteine entzogen wurden. Es wird auch als gereinigte Butter oder Butterschmalz bezeichnet. Ghee wird in Indien seit Jahrtausenden nicht nur zum Kochen benutzt sondern findet auch in der ayurvedischen Medizin breite Verwendung.

Hier wird es für nahezu alles eingesetzt. Ein Auszug der Anwendungsgebiete beinhaltet:

  • Zur Verjüngung der Haut
  • Zur Regeneration der Verdauungsfunktionen: Ghee kann das Verdauungsfeuer anheizen. Das Ergebnis ist eine bessere Verdauung und ein schnellerer Stoffwechsel.
  • Zur Stärkung der Abwehrkräfte
  • Zur Reinigung des Blutes
  • Zur Besserung des Schlafs: Abends auf die Fußsohlen aufgetragen soll Ghee einen ruhigen und gesunden Schlaf fördern
  • Zur Harmonisierung des Hormonhaushalts
  • Zur Verbesserung des Erinnerungsvermögens und zur Förderung der Intelligenz
  • Zur Regeneration des Magens bei Magengeschwüren und bei Darmentzündungen
  • Letztendlich sogar zur Verlängerung der Lebenszeit

Das Tolle an Ghee ist, dass es alle Vorzüge der Butter hat, aber auch von Menschen konsumiert werden kann, die eine Allergie gegen Milchproteine und Lactose haben. Ghee ist ohne Kühlung haltbar und damit ein unverzichtbarer Begleiter auf Reisen.

Zudem hat Ghee einen höheren Rauchpunkt als Butter. Durch die Reinheit des Fettes liegt er bei 205° C während er bei Butter bei 170° C liegt. Wollen Sie also etwas bei sehr hoher Temperatur anbraten, rate ich Ihnen, hierfür eher Ghee zu verwenden. Mal ganz abgesehen vom wirklich leckeren Geschmack.

Gesundheitliche Vorteile von Ghee:

  • Ghee wirkt entzündungshemmend, pflegend und verstärkt die Wirkung von Heilkräutern. In einer Studie wurde gezeigt, dass die äußerliche Anwendung bei Psoriasis zu einer deutlichen Besserung führte. Die innere Aufnahme kann die Entzündungsmarker senken.
  • Bei einer Colitis und beim Morbus Crohn führt Ghee ebenfalls zu einer Entzündungshemmung. Außerdem macht es den Darm geschmeidig.
  • Ghee ist leicht verdaulich und wird vollständig aufgenommen. In den Körperzellen werden durch das Butterfett freie Radikale gebunden, also die Stoffe, die für den Alterungsprozess sowie Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und Krebs verantwortlich sind.
  • Menschen mit Leber- und Gallenerkrankungen können Ghee meist besser vertragen als andere Fette und Öle. Zudem hilft die Fähigkeit des Butterfettes zur Toxinbindung dabei, diese Organe zu entlasten.
  • Ghee bindet fettlösliche Schadstoffe, die durch die Nahrung oder durch Umwelteinflüsse in den Körper gelangen. So können Schwermetalle wie Cadmium und Blei, aber auch chemische Stoffe wie PCB und DDT aus dem Körper entfernt werden.
  • Verzehr von Ghee senkt den Cholesterinspiegel. In einer amerikanischen Studie aßen Probanden täglich 60 g Ghee. Entgegen den Erwartungen der Forscher stieg ihr Cholesterinspiegel nicht an (so wie Ancel Keys es uns weismachen wollte), sondern fiel sogar ab, während das „gute“ HDL anstieg.
  • Ghee enthält eine große Menge Buttersäure. Buttersäure ist eine kurzkettige FS, die eine antikanzerogene Wirkung hat. Es wurde gezeigt, dass Buttersäure das Wachstum von Brusttumoren unterbinden kann. Buttersäure unterstützt das Immunsystem in der Abwehr von Innfekten und hat eine heilende Wirkung auf eine geschädigte Darmschleimhaut. Einige unserer „guten“ Darm-bakterien produzieren Buttersäure, und Studien zeigen, dass dieser Stoff möglicherweise zur Behandlung des Reizdarmsyndroms eingesetzt werden kann.

Brauchen Sie noch mehr Gründe, warum Sie unbedingt Ghee verwenden sollten? Der wichtigste von allen ist: Ghee schmeckt unglaublich gut!

Ghee ganz einfach selber herstellen:

Natürlich können Sie Ghee inzwischen in vielen Reformhäusern und Supermärkten kaufen. Es hat aber einen – wie ich finde – unverschämten Preis. Das ist der Grund, warum ich mein Ghee grundsätzlich selber mache. Das Verfahren ist ganz einfach.

Ich nehme zur Herstellung von Ghee meinen Crockpot. Ich kann die Butter dann einfach vor sich hinköcheln lassen und brauche mich nicht darum zu kümmern, dass sie anbrennen könnte.

Wichtig ist natürlich, dass Sie Butter von Weidetieren nehmen (also zum Beispiel Kerrygold). Da sich Schadstoffe vor allem im Fett anreichern, enthält Butter aus Massentierhaltung viele Antibiotika und künstliche Hormone.

 

Die Butter wird einfach in den Crockpot gestapelt. Dann den Deckel draufsetzen und die Temperatur auf Low stellen. Die Butter muss nun 7 Stunden kochen. Während dieser Zeit setzt sich das Milchprotein als Schaum oben auf dem Fett ab. Sie können es immer mal wieder abschöpfen oder es bis zum Schluss drauf lassen.

Das sieht dann so aus.

Das fertige Ghee wird nun durch ein Sieb gegossen, dass Sie vorher noch mit einem Küchentuch ausgelegt haben, damit auch kleine Proteinmoleküle abgefangen werden. Füllen Sie es in Gläser ab, und verschließen Sie diese gut. Heißes Ghee ist eine klare, goldene Flüssigkeit.

Drehen Sie die Gläser einmal auf den Kopf, dadurch entsteht ein Vakuum, dass die Haltbarkeit deutlich erhöht. Ich lagere mein Ghee einfach in einem Kellerregal (es muss nicht extra gekühlt werden).

Auf diese Weise zahle ich pro kg Ghee nur 4,40 Euro im Gegensatz zu den durchschnittlich 25,00 Euro, die ich im Laden dafür bezahlen müsste. Das ist doch ein glattes 1 : 0 für’s Selbermachen.

Verwenden können Sie Ghee zum Kochen, Backen, als Brotaufstrich oder zum Beispiel in Bulletproof Coffee. Guten Appetit!