Wie Sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten natürlich behandeln

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Fühlen Sie sich durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Ihrer Lebensqualität eingeschränkt? Dann wird es Sie freuen zu hören, dass dieses Problem reversibel ist und sogar leichter als Sie denken.

Allergien und Unverträglichkeiten

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie den Unterschied zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit verstehen. Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, obwohl es in ihrer Pathologie deutliche Unterschiede gibt.

Eine Allergie ist eine spezifische Antwort Ihres Immunsystems auf einen äußeren Reiz (in diesem Fall Nahrungsmittel), die die Produktion von Antikörpern beinhaltet.

Eine Intoleranz oder Unverträglichkeit kann eine Allergie einschließen, aber auch andere auslösende Faktoren. So führen Unverträglichkeiten zu Reaktionen, die von Histamin, Cytokinen und anderen neurologischen Faktoren ausgelöst werden. Sie können auch auf einem Enzymmangel beruhen wie zum Beispiel die Laktoseintoleranz.

Allergien vom Soforttyp – zum Beispiel eine Erdnuss- oder Schalentierallergie – können Sie nicht abstellen. Diese werden Sie in der Regel Ihr Leben lang begleiten. Anders sieht es aber bei Allergien vom verzögerten Typ oder eben auch bei Unverträglichkeiten aus. Hier haben Sie gute Chancen, diese mit einigen Ernährungsumstellungen und einer Darmsanierung in den Griff zu bekommen.

Nahrung und Gesundheit

Schon Hippokrates hat gesagt: „Jede Krankheit beginnt im Darm“. Und so überrascht es nicht wirklich, dass inzwischen immer mehr Studien zeigen, dass Nahrungsmittel einen riesigen Effekt auf unsere Gesundheit haben. Alltägliche Symptome, die durch eine falsche Auswahl von Nahrungsmitteln hervorgerufen werden können, sind zum Beispiel:

  • Blähungen
  • Migräne
  • Akne
  • Müdigkeit und Erschöpfung.

Diese Symptome kommen Ihnen wahrscheinlich sehr bekannt vor, denn es gibt mehr als genug Leute, die ständig unter ihnen leiden. Es können aber auch schwerwiegendere Erkrankungen durch Nahrungsmittel-unverträglichkeiten ausgelöst werden. Das ist der Tatsache geschuldet, dass ein Immunsystem, das ständig auf unverträgliche Stoffe reagieren muss, teilweise auch körpereigene Stoffe angreift. Man bezeichnet dies als Molekulare Mimikry oder auf gut Deutsch ganz einfach als Verwechslung. Wenn es so richtig blöd läuft, kann es dadurch zur Ausbildung von Autoimmunerkrankungen kommen – zum Beispiel einer Hashimoto Thyreoiditis (1).

Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen auch zu einer chronischen Entzündung im Körper, die wiederum in einer Fehlregulation der Nebenniere resultieren kann. Das Endergebnis sind dann Erschöpfungszustände und Gewichtszunahme.

Es ist also ziemlich klar, dass Sie sich darum bemühen sollten, Ihr Immunsystem vor zuviel Stress zu schützen.

 

4 Schritte zur Heilung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Schritt 1: Identifizieren und vermeiden

Um Nahrungsmittelunverträglichkeiten behandeln zu können, müssen Sie natürlich zunächst einmal herausbekommen, welche Nahrungsmittel Sie nicht vertragen. Wenn Dinge, die Sie tagtäglich essen, Ihr Immunsystem anschmeißen, dann hat Ihr Körper nie die Chance, sich selbst zu heilen. Der erste Schritt besteht also darin, verdächtige Nahrungsmittel zu identifizieren.

Und das ist gar nicht mal so einfach.
Sie haben vielleicht schon mal davon gehört, dass es sinnvoll ist, Symptome in einem Tagebuch aufzuschtreiben. Eigentlich gut, aber das Problem ist, dass Symptome bei Unverträglichkeiten nicht sofort auftreten (es ist keine Allergie vom Soforttyp), sondern mit einer Latenz von bis zu 72 Stunden. Einige Symptome merken Sie vielleicht nicht einmal (so wie die langsam fortschreitende Arterienverkalkung).
Wenn Sie keine Laborbestimmung durchführen lassen wollen, besteht die Möglichkeit für einige Wochen eine Eliminationsdiät einzuhalten. Hier werden die häufigsten Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten vom Essensplan gestrichen und nach einiger Zeit einzeln wieder eingeführt.
Einen schnelleren Aufschluss über etwaige Unverträglichkeiten gibt eine Laboruntersuchung. Hierbei werden IgG und IgG4 Antikörper untersucht – im Gegensatz zum normalen Allergietest, der nur IgE Antikörper bestimmt. Dieser Allergietest nützt deshalb auch nichts zur Diagnose einer Unverträglichkeit.
Wissen Sie erst einmal, welche Nahrungsmittel Sie nicht vertragen, dann ist es extrem wichtig, diese für 3 – 6 Monate vollständig zu meiden. Das ist manchmal nicht einfach, aber der einzige Weg, der es Ihnen ermöglicht, diese Unverträglichkeiten natürlich zu heilen.

Schritt 2: Therapie chronischer Infektionen

Jetzt wird es Zeit, sich mit Ihrer Flora auseinanderzusetzen. Sie müssen herausfinden, ob Sie irgendwelche unerwünschten „Mitbewohner“ haben, und wenn ja – diese effektiv bekämpfen.

Infektionen, die in diesem Schritt ausgeschlossen werden sollten, sind die folgenden:

  • H. pylori – dieser wird durch Blut- Stuhluntersuchungen oder einen Atemtest diagnostiziert.
  • Pilze – Diagnose durch Stuhluntersuchung oder Hauttest
  • Andere Keime – Diagnose durch Stuhluntersuchung.

Schritt 3: Wiederaufbau der Darmflora

Wenn Sie die ersten beiden Schritte durchgeführt haben, befinden Sie sich schon auf dem besten Weg zum Wiederaufbau der Darmflora. Durch den Verzicht auf unverträgliche Nahrungsmittel  und die Therapie chronischer Infektionen, helfen Sie Ihrem Mikrobiom schon ganz immens.

Sie können Ihre Darmbewohner aber noch weiter unterstützen, und zwar durch den Einsatz von:

  1. Präbiotischen Nahrungsmitteln
  2. Fermentierten Nahrungsmitteln
  3. Polysacchariden
  4. Nahrungsergänzungsmitteln.
Präbiotische Nahrungsmittel

Es handelt sich um Nahrungsmittel, die der Ernährung der Darmbakterien dienen. Präbiotische Nahrungsmittel sind zum Beispiel Inulin, Topinambur aber auch resistente Stärke. Diese Stärke, die unter anderem in gekochten und dann abgekühlten Kartoffeln vorkommt (ich sage nur: Kartoffelsalat) kann von unseren Verdauungsenzymen nicht aufgespalten werden, wohl aber von den Bakterien im Dickdarm (2). Sie sorgt dafür, dass die guten Darmbakterien sich wieder ausbreiten können.

Fermentierte Nahrungsmittel
Diese sorgen dafür, dass die guten Darmbakterien wieder aufgebaut werden. Beispiele hierfür sind:
  • Kimchi
  • Sauerkraut
  • Fermentierte Gemüse
  • Kombucha.

 

Polysaccharide

Polysaccharide (Vielfachzucker oder Glykane) helfen ebenfalls beim Wiederaufbau der Darmflora. Sie finden sich in Nahrungsmitteln wie:

  • Zwiebeln
  • Kohlgemüse
  • Okra
  • Aubergine
  • Aloe vera Gel
Nahrungsergänzungsmittel

Stoffe, die sich positiv auf die Heilung des Darms auswirken, sind:

Wichtig ist eine ausreichende Dosierung. Diese beträgt für:

  • Glutamin mindestens 1200 mg
  • Quercetin mindestens 100 mg
  • DGL mindestens 300 mg
  • NAG mindestens 800 mg.

Die Therapie sollte drei Monate lang erfolgen.

Schritt 4: Desensibilisierung

Vielleicht kennen Sie die Desensibilisierung oder auch Hyposensibilisierung schon als Behandlung für Allergien wie Heuschnupfen. Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei Nahrungsmitteln (6). Betroffene erhalten die Nahrungsmittel, auf die sie reagieren, in sehr kleinen Mengen, die dann langsam gesteigert werden. Die Idee dahinter ist, dass das Immunsystem an die Stoffe gewöhnt wird und dann nicht mehr darauf reagiert.

Wenn Sie die ersten drei Schritte durchgeführt haben, können Sie über eine Desensibilisierung nachdenken. Auch hier gilt, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie irgendetwas Neues ausprobieren. Und Achtung: Eine Desensibilisierung können Sie nicht bei Nahrungsmitteln durchführen, die anaphylaktische Reaktionen (lebensbedrohlich!) hervorrufen können, wie zum Beispiel Allergien auf Nüsse, Schalen- und Krustentiere. Noch einmal: Sie sollten nicht versuchen Nahrungsmittelallergien alleine zuhause zu behandeln!

 

Desensibilisierung bei Nahrungsmittel-unverträglichkeiten

Für die Behandlung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten stellen Sie sich eine Verdünnung der betreffenden Nahrungsmittel her, die Sie sublingual (unter der Zunge) anwenden können.

So eine Verdünnung hilft natürlich nicht bei essbaren Dingen, die von Natur aus ein Problem für Ihren Körper darstellen – wie Zucker, Konservierungs- und Geschmacksstoffe. Auch Menschen mit einer Zöliakie sollten um Himmels willen keine Desensibilisierung gegen Gluten versuchen.

Durchführung

Die Desensibilisierung läuft über 3 Monate.

  • Wählen Sie bis zu drei Nahrungsmittel aus, auf die Sie besonders reagieren (vielleicht sind es Milchprodukte, Eier und Mandeln).
  • Kochen Sie diese Nahrungsmittel und wiegen Sie von jedem einzelnen mit einer Küchenwaage 1 g ab.
  • Geben Sie die abgewogene Menge in 1 l gefiltertes Wasser
  • Mixen Sie das Ganze 2 Minuten lang in einem Hochleistungsmixer. Sie haben nun eine 1/1000 Verdünnung Ihres Allergens, die 0,001 g des unverträglichen Nahrungsmittels enthält.
  • Füllen Sie diese Verdünnung in einen Glasbehälter. Im Kühlschrank ist sie drei Tage haltbar.
  • Mittels einer Einmalspritze entnehmen Sie zweimal täglich 1 ml dieser Verdünnung und tropfen sie unter Ihre Zunge. Dort behalten Sie sie für 1 Minute und spülen hinterher den Mund aus.
  • Alle drei Tage stellen Sie eine neue Verdünnung her.

Nach 1 Monat stellen Sie die Verdünnung mit 100 ml Wasser her. Es handelt sich dann um eine 1/100 Verdünnung, die 0,01 g des Allergens enthält.

Nach 2 Monaten setzen Sie die Verdünnung mit nur noch 10 ml Wasser an. Sie ahnen es, dies ist eine 1/10 Verdünnung, die 0,1 g des anstößigen Nahrungsmittels enthält.

Ab dem vierten Monat testen Sie, ob Sie immer noch auf die Nahrungsmittel reagieren. Beginnen Sie mit einem Nahrungsmittel zur Zeit, und essen Sie etwas davon. Beobachten Sie, ob irgendwelche Symptome auftreten. Ist das nicht der Fall, können Sie die Menge langsam steigern und weiterhin darauf achten, ob sich Symptome zeigen.

Das zweite Lebensmittel führen Sie 3 Tage später wieder ein und gehen dabei genauso vor. Ist alles in Ordnung folgt wiederum 3 Tage später das dritte Nahrungsmittel.

Worauf warten Sie noch?

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind ein ernsthaftes Problem (auch wenn Sie auf den ersten Blick nicht so lebensbedrohlich erscheinen wie Allergien). Sie können gravierende Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und Ihr Leben haben. Die gute Nachricht ist: Sie könnene kontrollieren, was Sie essen (oder sollten es jedenfalls kontrollieren können), und Entscheidungen treffen, die sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken.

Wie aufgezeigt, müssen Nahrungsmittelallergien nicht grundsätzlich ein Leben lang bestehen. Wenn Sie diesen 4 Schritten folgen, helfen Sie Ihrem Körper dabei, Nahrungmittelunverträglichkeiten abzubauen. Sicher, es dauert etwas, aber es ist eigentlich so einfach. Und das Beste: Es verlässt sich auf die körpereigenen Heilungskräfte – und die sind beträchtlich.

 

 

(1) Celiac Disease and Autoimmune Thyroid Disease  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2111403/

(2) The Impact of Diet and Lifestyle on Gut Microbiota and Human Health  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4303825/

(3) Glutamine and intestinal barrier function.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24965526

(4) Quercetin, Inflammation and Immunity  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4808895/

(5) Protective effect of polyphenols from Glycyrrhiza glabra against oxidative stress in Caco-2 cells.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20041789

(6) A pilot study of N-acetyl glucosamine, a nutritional substrate for glycosaminoglycan synthesis, in paediatric chronic inflammatory bowel disease.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11121904

(7) Oral and sublingual immunotherapy for food allergy  https://waojournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/1939-4551-7-35

12 Schritte wie Sie Ihr Immunsystem wieder unter Kontrolle bringen

Mehr als vier Millionen Deutsche leiden an einer Autoimmunerkrankung, das heißt ihr Immunsystem wendet sich gegen den eigenen Körper. Diabetes Typ I, Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose und Hashimoto Thyreoiditis sind die bekanntesten Autoimmunerkrankungen. Aber auch bei Schizophrenie und Autismus vermutet man inzwischen autoimmune Ursachen.

Wenn Sie ebenfalls betroffen sind, ist es unabdingbar, dass Sie die Ursache für diese Autoimmunerkrankung herausfinden. Diese Ursache muss behandelt werden, damit die Symptome gestoppt und im besten Fall sogar wieder rückgängig gemacht werden können.

Schulmediziner behandeln nur die Symptome – zum Beispiel mit Medikamenten, die entzündungshemmend wirken oder das Immunsystem unterdrücken. In der Regel werden Sie Ihnen erzählen, dass es keine Möglichkeit gibt, diese Erkrankungen zu heilen und dass Sie die Medikamente Ihr Leben lang einnehmen werden müssen.

Das ist aber schlichtweg die falsche Herangehensweise, denn die auslösenden Faktoren werden nicht behandelt. Kurzfristig verschafft Ihnen so eine Therapie vielleicht Erleichterung, aber langfristig hilft sie Ihnen nicht weiter. Wenn Sie nur Symptome behandeln und die Ursache nicht abstellen, laufen Sie Gefahr, noch weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln. Außerdem kann die längerfristige Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten (Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken) dazu führen, dass Sie an schweren Infektionen oder Krebs erkranken.

Es kann ein schwieriger Prozess sein, herauszufinden an welcher Autoimmunerkrankung Sie leiden. Die Symptome können unspezifisch sein – Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Depression, Verdauungsprobleme – und die Schilddrüse, das Gehirn, die Haut oder andere Organe betreffen. Sie und Ihr Arzt müssen eine Menge Detektivarbeit leisten, um die mögliche(n) Ursache(n) herauszufinden. Welche Infektionen, Toxine, Nahrungsmittelallergien könnten ursächlich sein. Und wie sieht es mit einem Leaky Gut aus?

12 Schritte zur Diagnose und Therapie einer Autoimmunerkrankung:

  1. Prüfen Sie, ob versteckte Infektionen vorliegen – Pilze, Viren, Bakterien, Borelliose. Hierzu muss Ihr Arzt einige Labortests veranlassen. Bestehende Infektionen müssen natürlich behandelt werden.
  2. Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die Sie nicht vertragen. Entweder lassen Sie einen Allergietest durchführen oder Sie nehmen die Sache selbst in die Hand und machen für 30 Tage eine Eliminationsdiät. Bei dieser Diät verzichten Sie auf 8 Nahrungsmittel, die bei sehr vielen Menschen Unverträglichkeiten hervorrufen. Es handelt sich dabei um: Getreide, Milch und Milchprodukte, Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten, Paprika u.a.), Eier, Soja, Zucker und Süßstoffe, Erdnüsse und Mais. Und keine Angst, es ist noch genug übrig, das Sie essen können.
  3. Lassen Sie sich auf Zöliakie testen. Ein Problem hierbei ist allerdings, dass eigentlich nur ein positiver Test Ihnen wirklich weiterhilft. Ein negativer Test schließt eine Glutenunverträglichkeit nicht aus. Ein Test auf Glutenunverträglichkeit wird nur von Cyrex Labs in den USA angeboten und ist für Deutschland nicht verfügbar. Da Gluten aber einer der Hauptverursacher des Leaky Gut Syndroms ist und dieses eine Vorbedingung für die Entwicklung einer Autoimmunerkrankung darstellt, sollten Sie eh darauf verzichten.
  4. Lassen Sie sich auf Schwermetallvergiftungen untersuchen. Quecksilber (zum Beispiel aus den beliebten Amalgamfüllungen) und andere Schwer-metalle können Autoimmunerkrankungen verursachen.
  5. Sind Sie in Ihrer Wohnung oder an Ihrem Arbeitsplatz Schimmelpilzen ausgesetzt? Auch diese können Autoimmunerkrankungen auslösen.
  6. Heilen Sie Ihre Darmschleimhaut.  Prädestiniert hierfür ist Knochenbrühe, weil Sie sämtliche Bausteine enthält, die Ihr Darm für die Reparatur benötigt. Glutamin (nicht Glutamat) als Nahrungsergänzung ist ebenfalls hilfreich.
  7. Essen Sie vermehrt Nährstoffe, die eine optimale Immunfunktion unterstützen. Hierzu zählen Nahrungsergänzungsmittel wie Fischöl (1 – 3 g DHA und EPA täglich), Vitamin C (2 – 5 g täglich), Vitamin D (5000 – 10000 IE täglich), Selen (200 mcg täglich), Zink (25 mg täglich). Zusätzlich zu hochdosiertem Vitamin D sollten Sie immer auch Vitamin K2 (200 mcg täglich) nehmen, damit es nicht zur Arterienverkalkung kommt.
  8. Essen Sie außerdem Nährstoffe, die ein gesundes Darmmikrobiom (die Bakterien in Ihrem Darm) unterstützen. Hierzu gehören fermentierbare Ballaststoffe aus Obst und Gemüse, die die guten Darmbakterien ernähren sowie fermentierte Nahrungsmittel (zum Beispiel Sauerkraut), die diese guten Bakterien enthalten.
  9. Treiben Sie regelmäßig Sport. Sport wirkt antiinflammatorisch solange Sie es nicht übertreiben. Also besser ein kurzes HIIT Training als langes konventionelles Ausdauertraining. Wichtig ist, dass Sie immer in Bewegung bleiben.
  10. Senken Sie Ihren Stresslevel durch Tiefenentspannung wie Yoga, Tai Chi, Atemübungen, Biofeedback oder Massage.
  11. Gehen Sie in die Sonne, und lassen Sie die Sonne an Ihre Haut. Das verbessert Ihre Versorgung mit Vitamin D , senkt Stress und macht gute Laune.
  12. Stellen Sie sicher, dass Sie rechtzeitig ins Bett gehen und genug Schlaf bekommen. Ihr Körper braucht diese Zeit, um sich zu regenierieren.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, werden Sie feststellen, dass Ihr Gesundheitszustand sich deutlich bessert und Medikamente reduziert oder im günstigsten Fall sogar abgesetzt werden können. Es ist sicherlich mehr Arbeit, als nur schnell eine Pille einzuwerfen. Aber das sollten Sie sich wert sein.