American Heart Association (AHA) warnt – Kokosöl ist ungesund

Kokosöl, Kokosnuss… Und sie haben es wieder getan. Man kommt sich fast vor wie in den 70ger Jahren als gesättigte Fettsäuren plötzlich verteufelt wurden, weil sie angeblich Herz-Kreislauferkrankungen verursachen. Kokosöl wurde damals absolut verteufelt- zusammen mit Butter und anderen tierischen Fetten. Jetzt hat die AHA ein Statement herausgebracht, dass sich in diese Behauptung nahtlos einpasst, obwohl die Wissenschaft ein ganz anderes Bild malt.

In USA Today fand sich am 16. Juni die Überschrift: Kokosöl ist nicht gesund. Es war niemals gesund (1).

Hier läuft doch irgendetwas total verkehrt. Wenn wir uns Völker ansehen, die viel Kokosöl konsumieren, so stellen wir immer wieder fest, dass sie keine Zeichen für Herzerkrankungen aufweisen. Nehmen wir zum Beispiel die Tokelau aus dem Südpazifik, die 50 Prozent ihrer täglichen Kalorien durch den Verzehr von Kokosnüssen erhalten (2).  Diese Population wurde erst fett und herzkrank als sie Weizen, Zucker und Pflanzenöle in ihre Ernährung einführten.

Auch die Kitaver, die gerne als Beispiel für Gesundheit und langes Leben herangezogen werden, essen viel Kokosöl und viele stärkehaltige Gemüse und leben sehr gut damit (3).

Tja, eigentlich ist damit schon alles gesagt, oder? Keine Herzerkrankungen bei Personen, die 50 % ihrer Kalorien durch Kokosöl abdecken? Dafür ein riesiges Ausmaß an Herzerkrankungen bei Menschen, die nicht 50 % ihrer Kalorien durch Kokosöl erhalten…Da hat die AHA doch irgendetwas falsch verstanden.

Na, gucken wir uns mal an, was da gerade wieder abläuft.

Der Kampf gegen gesättigte Fette

Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass die AHA wieder einmal eine Salve gegen den Konsum von gesättigten Fetten feuert. Seit Ancel Keys haben sich ja alle auf gesättigte Fette und Cholesterin eingeschossen. In ihrer Untersuchung stürzen sie sich nur auf den Fakt, dass Kokosöl das LDL Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin) erhöht und ignorieren alles, was es sonst noch tut. Im Gegenteil, sie behaupten sogar, dass Kokosöl keine „ausgleichenden günstigen Eigenschaften“ habe.

Wie bitte?

Okay, LDL hat irgendwie etwas mit Herzerkrankungen zu tun, aber das machen wir bitte nicht an einem Wert fest.

Beim LDL kommt es durchaus auf die Größe an. Wirklich gefährlich ist oxidiertes LDL, während große, fluffige LDL Partikel eher eine schützende Wirkung haben. Geht die AHA auf diesen Unterschied ein. Natürlich nicht!

Es wäre so schön, wenn sie mal von ihrem Kurs abweichen würden. Natürlich ist es peinlich, nach all diesen Jahren zugeben zu müssen, dass man mit seinen Empfehlungen völlig falsch lag (und damit womöglich den Tod von Millionen Menschen verursacht hat), aber ich denke irgendwann wird einfach der Tag kommen, wo sie aus dieser Sache nicht mehr anders rauskommen. Aber bis dahin hängt ihre Existenz davon ab, dass sie die „ausgleichenden günstigen Eigenschaften“ nicht sehen.

Man würde denken, dass die Tatsache, dass Stoffwechselprodukte der PUFAs (mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen) tatsächlich als Biomarker für die nichtalkoholische Fettleberentzündung (also eine Entzündung, die bei der nichtalkoholischen Fettleber auftritt) genutzt werden, bei ihnen den ein oder anderen Gedanken auslösen sollte. Aber vielleicht haben sie diese Studien ja auch gar nicht gesehen…

Positive Effekte von Kokosöl

Sehen wir uns diese fehlenden „ausgleichenden günstigen Eigenschaften“ doch einmal genauer an.

  • Anhebung von HDL (gutes Cholesterin). Dieser Effekt tritt bei allen Menschen auf, die Kokosöl konsumieren (4). Höhere Konzentrationen an HDL werden allgemein als protektiv gegen Herzerkrankungen angesehen. Es gibt zwei Quotienten, die das Risiko für einen Herzinfarkt anzeigen, Gesamtcholesterin/HDL und LDL/HDL. Je kleiner der Wert für den Gesamtcholesterin/HDL Quotienten, desto geringer das Infarktrisiko. Dieser Quotient schlägt den LDL/HDL Quotienten in seinem Voraussagewert (5).
  • Verbesserter cardiometabolischer Status bei Patienten mit Herzerkrankungen. Huch, genau diese Leute sollten laut AHA um Himmels Willen ja kein Kokosöl essen. Aber bei ihnen führte der Konsum des Öls zu einer Abnahme des Taillenumfangs und einer Zunahme des HDL.
  • Weitere Studien zeigen ebenfalls auf, dass Kokosöl zu einer Abnahme des Taillenumfangs und Körpergewichts führte – sowohl bei Männern (6) als auch bei Frauen (7).

Was man sonst noch so mit Kokosöl machen kann

Immerhin wird in diesem USA Today Artikel ein Arzt zitiert, der sagt

„Sie können es auf Ihren Körper tun, aber tun Sie es nicht in Ihren Körper hinein.“

Sie haben also den Segen der AHA Kokosöl als Lotion, Deodorant, Seife oder Shampoo zu benutzen. Ich darf Ihnen versichern, davon mache ich ausgiebig Gebrauch.

Und auch bei diesen Anwendungen zeigen sich die positiven Eigenschaften von Kokosöl.

  • Als Haarpflegemittel kann das Kokosöl durch seine mittelkettigen Triglyceride leichter zu den Haarproteinen durchdringen. Diese schützen sie vor Schäden durch Sonneneinstrahlung und führen zu geringerem Haarausfall als bei Verwendung von Pflegemitteln auf Basis von Mineralöl oder Sonnenblumenöl (8).
  • Hautpflege. Bei schuppiger Haut sowie bei Patienten mit entzündlichen Veränderungen der Haut wirkt Kokosöl deutlich besser als Mineralöl Produkte (9).
  • Auch zum Ölziehen können Sie Kokosöl verwenden. Dadurch werden Karies-verursachende Bakterien reduziert ebenso wie Bakterien, die in den atherosklerotischen Plaques von Patienten mit Herzinfarkt gefunden werden (10). Aber bitte nicht runterschlucken.
  • Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure wirkt antimikrobiell (11). Diesen Effekt kann ich nur bestätigen. Ich habe meinen Fuß, der nach einer Operation infiziert war, ganz ohne Antibiotikum – einfach nur mit Kokosöl geheilt.

Nachteile

Um fair zu sein, muss man auch anmerken, dass Kokosöl einige Nachteile hat.

Wenn Sie den Geschmack von Kokosnuss nicht mögen, sollten Sie auf keinen Fall Ihre Spiegeleier in diesem Fett braten (Fleisch und Fisch nehmen den Geschmack nicht an).

Man muss sich auch klar darüber sein, dass Kokosöl nicht dasselbe ist wie eine ganze Kokosnuss. Die Bevölkerungen, die infolge des Konsums von Kokosfett so gesund sind, essen natürlich nicht esslöffelweise raffiniertes oder sogar Virgin Kokosöl, sondern essen im Allgemeinen die gesamte Kokosnuss – Fleisch, Saft, Ballaststoffe und alles. Deshalb ist Kokosbutter (oder Kokosmus) vielleicht sogar eine bessere Alternative, denn sie beinhaltet tatsächlich nicht nur das Fett sondern auch das Fleisch und die Ballaststoffe.

Und ja, es erhöht das LDL. Aber ob das tatsächlich schlecht ist, können Sie nur herausfinden, wenn Sie die Partikelgröße bestimmen lassen. Ich persönlich mache mir darüber keine Sorgen, denn es erhöht auch das HDL, und wenn ich mir meine Fettwerte ansehe, dann kann ich trotz (oder gerade wegen) des Konsums gesättigter Fettsäuren sehr zufrieden sein.

Aber Vorsicht, fangen Sie jetzt nicht an Kokosöl oder -butter gleich löffelweise zu essen. Wenn Sie Ihre Ernährung drastisch umstellen, ist es immer eine gute Idee, sich mittels einiger Labortests anzusehen wie Ihr Körper darauf reagiert.

Ist die AHA wirklich objektiv?

Was die AHA angeht möchte ich nur noch anmerken, dass wir eine gewisse Voreingenommenheit vielleicht nicht ganz von der Hand weisen können. Immerhin haben sie im März von der Sojabohnen-Industrie eine Spende von USD 500.000,- bekommen (und schon drei Monate später bekommt Kokosöl einen Schuss vor den Bug geknallt) (12).  Und ich wette, Sie sind jetzt auch nicht wirklich überrascht darüber, dass die AHA Sojaöl (das in den USA aus genetisch modifizierten Sojabohnen hergestellt wird) als sehr gesundes Fett einstuft (13).

Ich denke, dazu gibt es dann nichts mehr zu sagen.

 

(1) https://www.usatoday.com/story/news/nation-now/2017/06/16/coconut-oil-isnt-healthy-its-never-been-healthy/402719001/

(2) http://wholehealthsource.blogspot.de/2009/01/tokelau-island-migrant-study-final-word.html

(3) Apparent absence of stroke and ischaemic heart disease in a traditional Melanesian island: a clinical study in Kitava. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8450295

(4) A COCONUT EXTRA VIRGIN OIL-RICH DIET INCREASES HDL CHOLESTEROL AND DECREASES WAIST CIRCUMFERENCE AND BODY MASS IN CORONARY ARTERY DISEASE PATIENTS.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26545671

(5) Total Cholesterol/HDL Cholesterol Ratio vs LDL Cholesterol/HDL Cholesterol Ratio as Indices of Ischemic Heart Disease Risk in Men. http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/752318

(6) An open-label pilot study to assess the efficacy and safety of virgin coconut oil in reducing visceral adiposity. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22164340

(7) Effects of dietary coconut oil on the biochemical and anthropometric profiles of women presenting abdominal obesity. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19437058

(8) Effect of mineral oil, sunflower oil, and coconut oil on prevention of hair damage.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12715094

(9) The effect of topical virgin coconut oil on SCORAD index, transepidermal water loss, and skin capacitance in mild to moderate pediatric atopic dermatitis https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24320105

(10) Oral inflammation and infection, and chronic medical diseases: implications for the elderly. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27501498

(11) Novel antibacterial activity of monolaurin compared with conventional antibiotics against organisms from skin infections: an in vitro study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17966176

(12) https://www.cropscience.bayer.us/news/press-releases/2017/03022017-bayer-and-libertylink-soybeans-help-protect-hearts-in-americas-heartland

(13) https://www.usatoday.com/story/news/nation-now/2017/06/20/coconut-oil-out-these-oils-you-should-using-experts-say/412393001/

10 Gründe warum Sie Apfelessig trinken sollten

Apfelessig ist bei gesundheitsbewussten Menschen extrem populär und wird praktisch als Jungbrunnen angesehen.

Überall auf der Welt wird Apfelessig seit Jahren benutzt, aber die meisten Menschen sind sich gar nicht darüber im Klaren, welche Vorteile der tägliche Genuss dieses Essigs bringen kann. Bio-Apfelessig in seiner reinen Form (nicht erhitzt und naturtrüb) ist bekannt dafür, dass er einen sauren pH-Wert alkalisieren und den Körper entgiften kann. Schon 2 TL Apfelessig pro Tag reichen zur Vorbeugung von Krankheiten aus.

Zu einer Übersäuerung des Körpers kann es kommen, wenn viele säurebildende Nahrungsmittel wie Kaffee, Rotwein, Käse, Getreide und bestimmte Fleischsorten regelmäßig gegessen werden. Zu einer Verschiebung des pH-Wertes in den sauren Bereich kommt es auch, wenn Sie ständig unter Stress stehen.

Und man sieht es Ihnen an: Die Haut sieht trocken und wächsern aus, weil Ihr Körper keine alkalinen Reserven mehr hat. Ihr Körper muss sich in diesem Zustand sehr viel mehr anstrengen, den pH auszugleichen. Eine schwere Übersäuerung kann nach einiger Zeit dazu führen, dass Ihre Organe leichter angreifbar sind. Es kommt zu Problemen wie Adipositas, Nieren- und Blasenerkrankungen, Diabetes und sogar Krebserkrankungen (1).

Von Natur aus ist Apfelessig eine milde Säure. Umso überraschender wird es für viele sein zu erfahren, dass er, wenn wir ihn essen oder trinken tatsächlich in der Lage ist, einen sauren pH im Körper in einen mehr alkalischen Bereich zu verschieben. Der Essig enthält Kalium, Calcium, Natrium und Magnesium, die nach dem Verzehr im Körper alle Substanzen bilden, die saure Flüssigkeiten alkalisieren.

Wenn Ihr Körper in einem alkalischen Zustand ist, ist der pH-Level ausgeglichen. Das ist der Schlüssel für einen gesunden Körper und einen gesunden Lebensstil.

Apfelessig hilft bei folgenden Symptomen:

Sodbrennen und Reflux

Entgegen der bestehenden Meinung kommt es im Regelfall nicht zu Sodbrennen und Reflux, weil zuviel Magensäure vorhanden ist, sondern es befindet sich im Magen in der Regel zu wenig Magensäure. Dies führt dazu, dass der Magen von Bakterien besiedelt wird, der Mageneingang nicht richtig schließt und deshalb Mageninhalt in die Speiseröhre zurücklaufen kann. Hier setzt der Apfelessig an. Er enthält antibiotische Eigenschaften. Trinken Sie einen EL Apfelessig in Wasser gelöst, um Ihre Magensäure auf ein gesundes Niveau anzuheben.

Fördert gesunde Blutfette

Im Tierversuch wurde nachgewiesen, dass der Verzehr von Apfelessig zu einem verbesserten Lipidprofil führte. So kam es zu einem signifikanten Abfall des LDL und gleichzeitig zu einem signifikanten Anstieg des HDL, während die Triglyzeridspiegel anstiegen (2). Das sind genau die Veränderungen, die Ihr Arzt in Ihren Fettwerten sehen möchte (und sie funktionieren ganz ohne Statine).

Unterstützt gesunde Blutzuckerwerte

In der gleichen Studie wurde bei diabetischen Ratten, die Apfelessig konsumierten, ein Abfall des HbA1-Wertes (Langzeit BZ-Wert) festgestellt. Tatsächlich verhindert der Essig, dass ein Teil der aufgenommenen Stärke (Kohlenhydrat) verstoffwechselt wird, so dass es nicht zu einem BZ-Anstieg kommt.

Gewichtsabnahme

Auch beim Abnehmen kann Apfelessig helfen. Die Essigsäure unterdrückt Ihren Appetit, verbessert Ihren Stoffwechsel und reduziert die Speicherung von Wasser in Geweben. Alles zusammen führt – wie man sich gut vorstellen kann – zu einem Gewichtsverlust.

Antioxidative Eigenschaften

In einer 2014 erschienenen Studie wurde nachgewiesen, dass Apfelessig protektiv gegen oxidativen Stress an Erythrocythen (roten Blutkörperchen), Nieren- und Leberzellen wirkt (3). Es wird angenommen, dass Apfelessig die Lipid-Peroxidation hemmen kann. Die Lipid-Peroxidation durch Radikale und hochreaktive Sauerstoff-Spezies (ROS) erzeugt Schänden direkt an den zellulären Membranen. Dies führt dazu, dass Membranen durchlässig werden und membrangebundene Enzymsysteme nicht mehr richtig funktionieren.

Verbesserte Nährstoffaufnahme

Die Essigsäure des Apfelessigs kann die Aufnahme von wichtigen Mineralien aus Ihrer Nahrung verbessern.

Hilfe bei Verdauungsproblemen
Bei einer Magenverstimmung kann es helfen, 1-2 EL Apfelessig in Wasser gelöst zu trinken. Wenn Sie Durchfall haben, der durch Bakterien hervorgerufen wird, so kann Apfelessig hilfreich sein, weil er antibakterielle Eigenschaften hat. Das im Essig enthaltene Pektin kann sogar Darmkrämpfe lindern.
Hilfe bei Halsschmerzen

Sobald Sie ein leichtes Kribbeln im Hals spüren, sollten Sie mit Apfelessig gurgeln, um den Bakterien den Garaus zu machen. Wie sich herausstellt, können die meisten Bakterien in der sauren Umgebung, die der Essig hervorruft, nicht überleben. Mischen Sie Apfelessig und Wasser im Verhältnis 1:1 und gurgeln Sie jede Stunde.

Schleimhautabschwellende Wirkung

Wenn Sie erkältet sind und eine verstopfte Nase haben, sollten Sie es mal mit Apfelessig versuchen. Das in ihm enthaltene Kalium verflüssigt den Schleim, und die Essigsäure verhindert das Bakterienwachstum, das andernfalls zu Schleimhautschwellung und versopfter Nase führen könnte. Trinken Sie ein Glas Wasser mit einem TL Apfelessig, um die Nebenhöhlen wieder frei zu bekommen.

Mehr Energie

Sportliche Betätigung und extremer Stress können dafür sorgen, dass im Körper Laktat angehäuft wird, was zu Müdigkeit führt. Interessanterweise wirken die im Apfelessig enthaltenen Aminosäuren als Gegenmittel. Auch Kalium und Enzyme des Essigs können die Müdigkeit mildern. Wenn Sie das nächste Mal richtig fertig sind, trinken Sie ein Glas Wasser oder Gemüsesaft mit 1 EL Apfelessig, um Ihre Lebensgeister wieder zu wecken.

 

Apfelessig-Elixier für einen guten Start in den Tag

Hier ist mein Vorschlag, wie Sie Apfelessig ganz einfach und schnell jeden Tag in Ihre Routine einbauen können. Sie können dieses Getränk gleich morgens trinken, um Ihren Stoffwechsel in Schwung zu bringen.

Zutaten:

  • 1 – 2 EL Bio-Apfelessig
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Zimt
  • 0,5 l kochendes Wasser
  • Optional: Stevia zum Süßen

Zubereitung:

  • Rühren Sie alle Zutaten zusammen
  • Entweder heiß trinken oder abkühlen lassen

Probieren Sie es mal aus. Ich kann Ihnen ziemlich sicher versprechen, dass Sie morgens auf dieses Getränk nicht mehr verzichten wollen.

 

(1) Acidic pH enhances the invasive behavior of human melanoma cells.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8605731

(2) Apple cider vinegar attenuates lipid profile in normal and diabetic rats. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19630216

(3) Apple cider vinegar modulates serum lipid profile, erythrocyte, kidney, and liver membrane oxidative stress in ovariectomized mice fed high cholesterol. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24894721

 

 

Transfette – die heimlichen Killer

chicken-nuggets-246179_1920Jeder hat den Begriff schon mal gehört, und die meisten wissen, dass Transfette wohl nicht so gesund sind. In Amerika sind sie inzwischen sogar verboten. Das wäre doch mal eine Maßnahme, die wir uns von den Amerikanern abgucken könnten!

Transfettsäuren entstehen in einem Prozess, den man partielle Hydrierung nennt. Dabei wird ein Wasserstoffatom in einer flüssigen ungesättigten Fettsäure (FS) an eine andere Stelle „verrückt“, sodass eine FS mit mindestens einer trans-konfigurierten Kohlenstoff-Doppelbindung entsteht. Durch die Einbringung von Wasserstoffatomen werden aus flüssigen Pflanzenölen gehärtete streichfähige Fette. Natürliche ungesättigte FS wie beispielsweise die Ölsäure (Oleinsäure) sind bei Raumtemperatur flüssig. Ihnen fehlen an der Stelle, wo die Kohlenstoffatome durch eine Doppelbindung verbunden sind zwei Wasserstoffatome. Die Wassermoleküle an der Doppelbindung befinden sich auf der gleichen Seite (also in cis-Konfiguration). Durch die partielle Hydrierung wird ein Wasserstoffatom auf die andere Seite der Doppelbindung verschoben, und es entsteht die trans-Konfiguration. Zur Bildung von Transfettsäuren kommt es übrigens auch, wenn man Pflanzenöle auf über 130° C erhitzt.

 

Ölsäure                                         Elaidinsäure

cisfett transfett

 

cis-Fettsäure                             trans-Fettsäure

 

In der Lebensmittelindustrie wird dieser Vorgang gerne eingesetzt, um aus flüssigen ungesättigten FS Fettsäuren zu machen, die sich praktisch wie gesättigte FS verhalten, also bei Raumtemperatur fest sind (wie z.B. Butter oder Kokosöl). Die Fette, die durch dieses Verfahren hergestellt werden, sind nicht nur sehr billig sondern auch sehr viel länger haltbar als natürliche Fette.

Transfette kommen vor allem in teilgehärteten Pflanzenfetten (Backfett), mit ihnen hergestellten Lebensmitteln und frittierten Lebensmitteln vor (Pommes, Chips, Schmalzgebäck). Auch Backwaren enthalten häufig diese schädlichen Fette. Bei industriell gefertigten Lebensmitteln kann man relativ sicher davon ausgehen, dass die meisten Transfette enthalten. Die Hersteller müssen diese übrigens nur bei Lebensmitteln deklarieren, die der Diät-Verordnung unterliegen (z.B. Säuglings- und Diabetikernahrung), ansonsten ist die Deklaration freiwillig.

Unser Körper kann diese Transfette nicht verarbeiten, da sie keine Wasserstoffatome in cis-Kofiguration aufweisen, die für die Bindung in der Zellmembran benötigt werden. So bilden die Transfette eine klebrige Masse und lagern sich an Zellwände, Blutgefäße und Nerven an. Dadurch kommt es zu Fehlfunktionen auf zellulärer Ebene.

Welchen Schaden richten die Transfette nun im Einzelnen an?

  1. Sie wirken sich negativ auf den Cholesterinspiegel aus. Sie erhöhen das „schlechte“ LDL, die Triglyceride und das atherogene (Arteriosklerose auslösende) Lipoprotein (a) und senken das „gute“ HDL.  Es wird empfohlen, nicht mehr als 1 % der täglichen Kalorien in Form von Transfetten aufzunehmen. Das entspricht bei 2000 kcal pro Tag einem Anteil von 2,2 g Transfetten. Wenn Sie viel Fast Food und industriell gefertigte Nahrung essen, kommen Sie da locker drüber. Ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöht sich dabei je nach aufgenommener Menge um das 2,5 – 10-fache.
  2. Transfette stören den Insulinrezeptor in der Zellmembran und führen zu Insulinresistenz. Laut der Nurses Health Study haben Menschen, die viel Fast Food essen, ein 40 % höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken.
  3. Transfette führen verstärkt zur Ansammlung von Bauchfett, also gerade dem Fett, das als besonders gefährlich eingestuft wird (1).  Dieses trifft vor allem bei Frauen zu.
  4. Transfette können das Krebsrisiko erhöhen – vor allem für Darmkrebs. Hier konnte in Untersuchungen gezeigt werden, dass Krebspatienten deutlich höhere Transfettwerte aufweisen (2). Die Fette verhindern, dass Enzyme des Körpers diesen gegen Krebszellen schützen können.
  5. In der Schwangerschaft können Transfettsäuren das ungeborene Kind schädigen. Sie gelangen über die Plazenta in den fetalen Kreislauf und führen zu vermindertem Geburtsgewicht und Motorikstörungen beim Baby. Auch der Gehalt an langkettigen ungesättigten Fettsäuren wie der Arachidonsäure wurde negativ beeinflusst. Ein ausreichender Arachidon-säurestatus wird als wichtig für das normale Wachstum und eine gesunde Entwicklung von Kindern eingeschätzt. Auch die Ausbildung bestimmter Gehirnfunktionen bei Säuglingen scheint abhängig vom Stoffwechsel der Arachidonsäure zu sein.
  6. Sie verursachen Chronische systemische Entzündungen. Die Entzündungsmarker Interleukin-6 und C-reaktives Protein (CRP) steigen unter dem Einfluss der Transfettsäuren an. Weiterhin blockieren Transfette die Produktion antiinflammatorischer langkettiger Omega-3-Fettsäuren und verstärken den oxidativen Stress in den Zellen.
  7. Forscher vom Deutschen Institut für Demenzprävention in Homburg fanden heraus, dass Transfettsäuren zu einer vermehrten Bildung von    β-Amyloid führen und damit das Alzheimerrisiko erhöhen.
  8. Transfettsäuren können bei Frauen zur Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und Endometriose führen (3).
  9. Bei Männern kann die erhöhte Aufnahme von Transfetten zu verminderter Spermienkonzentration führen (4).
  10. Depression: Prof. Miguel Martinez-Gonzalez und Kollegen untersuchten in ihrer SUN-Studie die Essgewohnheiten von 20.000 Probanden. Sie fanden heraus, dass die Personen, die sich mehr im Sinne einer mediterranen Diät ernährten, also viele frische Zutaten, Obst und Gemüse aßen, psychisch stabiler war als die Gruppe, die eher zu Fast Food, Snacks und Süßigkeiten griff. Bei diesen Probanden gab es fünf Prozent Depressionsfälle, die auf den Genuss von Transfetten zurückzuführen waren (5).
  11. Transfette stören sowohl die B- als auch die T-Zellfunktion und führen dadurch zu einer geschwächten Inmunabwehr.
  12. Aufgrund der aufgezeigten negativen Effekte der Transfettsäuren überrascht es nicht, dass Untersuchungen gezeigt haben, dass der Konsum von Transfetten zu einem vorzeitigen Tod führt (6).

In Milch und Milchprodukten natürlich vorkommende Transfettsäuren sind übrigens gesundheitlich nicht bedenklich sondern wahrscheinlich im Gegenteil eher gesund. So wurde gezeigt, dass die von Wiederkäuern gebildete trans-Palmitoleinsäure das Auftreten eines Typ II Diabetes senken kann (7). In Metaanalysen wurde festgestellt, dass die natürlichen Transfette im Gegensatz zu den industriell gefertigten Transfetten das cardiovaskuläre Risiko nicht erhöhen (8)(9). In Tierversuchen konnte eine positive Wirkung nicht nur gegen Diabetes sondern auch gegen Krebs und Osteoporose nachgewiesen werden.

Im Endeffekt lässt sich festhalten, dass Sie dem Problem der Transfette nur beikommen, wenn Sie den Verzehr von industriell gefertigter Nahrung stark einschränken. Am besten bereiten Sie sich Ihre Nahrung selber zu, dann wissen Sie, was in Ihrem Körper landet. Ich würde auf jeden Fall davon Abstand nehmen, in Restaurants oder Imbissbuden frittierte Produkte zu essen.

 

(1)http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1451

(2)http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/News/Gesundheit_allgemein/Transfettsaeuren_koennen_das_Risiko_fuer_Darmkrebs_erhoehen.php

(3)http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50751

(4)http://www.springermedizin.at/artikel/31219-ein-loefferl-fuer-den-papa

(5)http://www.unav.edu/departamento/preventiva/sun

(6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9322581

(7)http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44007

(8)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4301193/

(9)http://jn.nutrition.org/content/140/1/18.abstract

Herzinfarktrisiko – Welche Blutwerte helfen wirklich weiter

Inzwischen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass das Gesamtcholesterin ein sehr schlechter Marker zur Vorhersage des Risikos einen Herzinfarkt zu erleiden ist. Tatsächlich sollten ganz andere Parameter zur Risikoabschätzung herangezogen werden. In dieser Hinsicht haben sich die folgenden Bluttests bewährt:

  • LDL Partikelgröße. Nicht jedes LDL-Cholesterin ist automatisch „schlechtes“ Cholesterin. Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an. Beim LDL-Cholesterin unterscheidet man LDL-Muster A, d. h. große, fluffige Teile, die keine negativen Effekte auf die Gefäße haben und nicht zur Arterienverkalkung führen, und LDL-Muster B, bei dem es sich um oxidiertes LDL handelt, das eine sehr viel kleinere Teilchengröße hat und für die Arterienverkalkung verantwortlich gemacht wird. Der LDL Wert allein gibt keine Aussage über die Teilchengröße (d. h. ein hoher LDL Wert muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn es sich dabei um Muster A handelt, während ein niedriger Wert nicht automatisch gut ist).
  • C-Reaktives Protein (CRP). Das CRP ist ein Entzündungsmarker, der in direktem Zusammenhang zum Infarktrisiko steht. Bestimmt werden sollte das hochsensitive-CRP (hs-CRP). Ein optimaler Wert sollte unter 0,8 mg/dl liegen.
  • Fibrinogen. Fibrinogen wird in der Leber synthetisiert und spielt eine zentrale Rolle in der Blutgerinnung. Es ist ein Marker für die Klebrigkeit des Blutes (d. h. es zeigt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Blutgerinnsel ist). Der Fibrinogenspiegel ist bei Frauen, die rauchen, die orale Kontrazeptiva nehmen und bei postmenopausalen Frauen erhöht. Normalwerte liegen bei 200 – 400 mg/dl.
  • Serum Ferritin. Ist ein Messwert, der Aufschluss über die Eisenspeicher des Körpers gibt. Ein Ferritinmolekül speichert etwa 4000 Eisenmoleküle. Eisen wird normalerweise im Körper kumulativ gespeichert und der Eisenspiegel sinkt nur bei Blutverlust, durch Blutspenden oder durch die Regelblutung. D. h. im Laufe des Lebens steigt der Eisenspeicher an. Wichtig wird dieser Marker, weil Untersuchungen gezeigt haben, dass ein Anstieg im Ferritingehalt um 1 % mit einer 4 %igen Zunahme im Herzinfarktrisiko einerhergeht. In der Funktonellen Medizin werden für Frauen Ferritinspiegel unter 80 ng/ml und für Männer unter 90 ng/ml als optimal angesehen.
  • Lp(a). Es gehört zu den LDL und ermöglicht den Fetttransport im Blut. Vom LDL unterscheidet es sich durch das Vorhandensein einer Apolipoprotein-A Kette. Erhöhtes Lp(a) zusammen mit erhöhtem LDL spricht für ein höheres Risiko für das Auftreten von Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Normalwert liegt unter 30 mg/dl.
  • Homocystein. Homocystein ist ein Nebenprodukt, das beim Abbau der Aminosäure Methionin entsteht. Da es sich beim Homocystein um ein giftiges Abfallprodukt handelt, wird es vom Körper normalerweise über Vitamin B6 abgebaut und schnell ausgeschieden oder mittels Vitamin B12 und Folsäure wieder in Methionin umgewandelt. Homocystein aktiviert Blutplättchen und führt damit zur Bildung von Blutgerinnseln. Ein hoher Homocysteinspiegel korreliert also mit einem erhöhten cardiovaskulären Risiko (d.h. Herzinfarkt oder Schlaganfall). Der Homocysteinspiegel kann durch die Einnahme von Vitamin B6, B12 und Folsäure gesenkt werden.
  • Interleukin 6. Gehört zu den proinflammatorischen Zytokinen (entzündungsauslösende Substanzen des Immunsystems). Es stimuliert die Leber zur Synthese von CRP. Als Marker für das cardiovaskuläre Risiko ist Interleukin 6 womöglich sogar noch besser zu gebrauchen als das CRP, da die Serumspiegel früher ansteigen. Optimal sind Spiegel von 0,0 – 12,0 pg/ml.

Zwei wichtige Quotienten, die sich aus dem normalen Cholesterinpanel berechnen lassen, bzw. teilweise auch von den Laboratorien schon berechnet werden, sind:

  • HDL/Gesamtcholesterin. Dieser Quotient erlaubt es, das cardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. Hier gilt: Je höher desto besser. Werte über 0,24 gelten als optimal, Werte unter 0,1 als sehr gefährlich.
  • Tricglyceride/HDL Quotient. Dieser Quotient wird inzwischen als bester Marker für das cardiovaskuläre Risiko angesehen. Normalerweise sind die Level von HDL Cholesterin und Triglyceriden gegenläufig. Sind die einen hoch, sind die anderen niedrig. Man hat festgestellt, dass Individuen mit hohen Triglyceridspiegeln auch vermehrt Gerinnungsfaktoren aufweisen und damit ein höheres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko haben. Dieser Quotient sollte also möglichst niedrig sein. Optimal ist ein Wert von 2 oder niedriger. Ein Wert von 4 wird als hoch und von 6 als viel zu hoch angesehen. Als Nebeneffekt erlaubt dieser Quotient es auch, sich ein Bild über die LDL Partikelgröße zu verschaffen. Ist der Quotient hoch, besteht das LDL aus sehr kleinen Partikeln (also gefährlich!), während bei einem kleinen Quotienten große LDL Partikel vorherrschen, die kein kardiovaskuläres Risiko repräsentieren.

Es lohnt sich also, sich bei der nächsten Blutentnahme mehr als nur den Gesamtcholesterinwert anzusehen. Und vor allem sollte man daran denken, dass gerade für ältere Menschen ein hoher Cholesterinwert wichtig ist! Er sollte aber eben nicht mit Triglyceridwerten von über      300 mg/dl vergesellschaftet sein. Und immer dran denken: Triglyzeride sind zwar Fette, sie haben aber ihre Entstehung der Zufuhr von Kohlenhydraten zu verdanken (es ist die Cola und nicht die fettige Makrele). Also, lassen Sie sich von einem Cholesterinwert von über 200 nicht beirren. Auf das Gesamtbild kommt es an.