Was Sie über Nahrungsmittelunverträglichkeiten wissen müssen

Nahrungsmittelunverträglichkeiten, FischEs sollte inzwischen jedem klar sein, dass nicht Jedermann die gleichen Nahrungsmittel verträgt. Einige Reaktionen passieren sofort, bei anderen dauert es etwas länger, bis sie sich entwickeln. Kennn Sie sich mit Nahrungsmittel-unverträglichkeiten aus? Wenn nicht – kein Problem. Ich erkläre Ihnen, was diese Unverträglich-keiten auszeichnet und welche Nahrungsmittel hier die Hauptverdächtigen sind.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien

„Des einen Brot, des anderen Tod“ wurde schon im 1. Jahrhundert vor Christus von Titus Lucretius Carus gesagt. Schon damals haben also wohl nicht alle Menschen das Gleiche gegessen.

Das Problem besteht eigentlich nicht in den Allergien. Diese treten sofort auf, und die meisten Menschen wissen, auf welche Nahrungsmittel sie allergisch reagieren. Häufig sind hier zum Beispiel Erdnuss- oder Fischeiweiß-Allergien. Es gibt aber auch Reaktionen, die nicht sofort sondern mit einer gewissen Latenz auftreten. Da wird es dann schon schwieriger herauszufinden, auf welches Nahrungsmittel Sie reagieren. Diese Art der Reaktion wird als Sensitivität, Unverträglichkeit oder eben auch als Allergie vom Spättyp bezeichnet.

Es ist immer wichtig, an Nahrungsmittelallergien zu denken, aber es ist auch wichtig zu wissen, dass nicht jede Unverträglichkeit eine Allergie ist. Die Laktoseintoleranz, das heißt die Schwierigkeit Milch und Milchprodukte zu verdauen ist hierfür ein Beispiel.

Eine Allergie kann definiert werden als chronische Kondition, die eine anormale Reaktion auf eigentlich harmlose Substanzen beinhaltet. Dabei kann es sich zum Beispiel um folgende Dinge handeln:

  • Hausstaub
  • Schimmel
  • Pollen
  • Nahrungsmittel

Im Gegensatz zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden Nahrungsmittelallergien von IgE-Antikörpern vermittelt. Das bedeutet, dass Ihr Körper bei Kontakt mit einem Allergen (einem allergie-auslösenden Stoff) große Mengen eines Antikörpers mit Namen Immunglobulin E produziert. Diese IgE-Antikörper „bekämpfen“ den „Feind“ – die Nahrungsmittelallergene – indem sie Histamin und andere Substanzen freisetzen, die die Symptome einer allergischen Reaktion hervorrufen. Diese Reaktion tritt (sehr) schnell auf (teilweise innerhalb von Sekunden) und kann bis zum anaphylaktischen Schock gehen, der zum Tode führen kann, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird.

Unverträglichkeiten hingegen werden von anderen Immunglobulinen und ihren Untergruppen verursacht. Es handelt sich dabei um IgA, IgD und IgG. Außerdem können sie durch eine Reaktion der Darmflora auf einzelne Nahrungspartikel und/oder durch neurologische Antworten auf Nahrungsproteine ausgelöst werden.

Problematisch ist, dass Unverträglichkeiten zunächst vielleicht keinen auffälligen Effekt haben. Trotzdem sind sie sehr schädlich. Viele Menschen, die eine Glutenunverträglichkeit haben, die sich aber nicht als Zöliakie manifestiert, haben womöglich keine Symptome. Oder jedenfalls keine, die sie mit Gluten in Verbindung bringen würden (wie zum Beispiel eine Migräne) – sie haben aber trotzdem ein höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken, wenn sie regelmäßig Weizenprodukte essen (1).

Verspätet einsetzende Überempfindlichkeiten verursachen – wie der Name schon sagt – erst nach Stunden oder Tagen Symptome, aber können dann eben zu so unspezifische Erscheinungen wie Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Hautprobleme und Verdauungsprobleme führen. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Symptome auftreten, ist es meist unmöglich eine Zuordnung zu einem bestimmten Nahrungsmittel zu treffen.

Meine Erfahrungen

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der Verzicht auf Nahrungsmittel, auf die ich mit einer Unverträglichkeit reagiere, dazu geführt hat, dass ich eine Menge der daraus resultierenden Symptome nicht mehr habe. Hierzu gehören:

  • Migräne (und die war extrem heftig)
  • Schmerzen in den Sprunggelenken
  • Müdigkeit
  • Heißhungerattacken
  • Haarausfall.

Und ich kann Ihnen versichern, wäre ich nicht auf die Paleo Diät gestoßen, dann wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass diese Symptome auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten zurückzuführen waren. Schließlich traten sie ja nicht auf, wenn ich glutenhaltige Nahrungsmittel aß.

Und das ist genau die Antwort, die ich von den meisten Leuten bekomme. Ich habe keine Problem mit Gluten. Ich kann Brot essen und fühle mich wohl dabei. Warum sollte ich darauf wohl verzichten? Damit Sie herausfinden, ob Sie wirklich kein Problem haben – darum!

Und machen Sie sich nichts vor. Unverträglichkeit klingt zwar sehr viel netter als eine ausgewachsene Allergie, das bedeutet aber nicht, dass sie nicht große Probleme bereiten kann. Wenn Sie ein Verständnis dafür entwickeln, welche Nahrungsmittel Ihr Körper nicht so gut verträgt – ob Sie es nun wissen oder nicht – dann können Sie eine Strategie entwickeln wie Sie Ihren Körper unterstützen können, indem Sie diese Nahrungsmittel von Ihrem Speiseplan streichen.

Häufigkeit von Nahrungsmittelallergien

Circa 20 bis 45 Prozent der Bevölkerung vermuten, dass sie eine Nahrungsmittelallergie haben. Sicher diagnostizierte, echte Nahrungsmittelallergien treten im Erwachsenenalter jedoch nur in einer Häufigkeit von ungefähr zwei bis drei Prozent auf (2). Wir sprechen hier von richtigen Allergien, die ausgetestet wurden (mittels IgE). Nehmen wir aber doch mal nur zum Spaß an, dass die 20 – 45 Prozent vielleicht Recht haben und womöglich unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden (die nämlich nicht ausgetestet wird).

Bei Kindern sind Nahrungsmittelallergien häufiger. Je nach Alter sind ca. 4 – 8 Prozent der Kinder betroffen. Im Laufe des Reifungsprozesses von Darm, Verdauungs- und Immunsystem verlieren mehr als 20 bis 50 Prozent der Kinder im weiteren Leben die Nahrungsmittelallergie.

Tatsächlich nehmen Nahrungsmittelallergien seit Jahren zu. Das stelle ich auch in der Klinik immer wieder fest. Eine klare Ursache dafür gibt es nicht. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Mischung aus Umwelteinflüssen, Essgewohnheiten und Toxinen.

Teenager und junge Erwachsene haben das höchste Risiko für das Auftreten von anaphylaktischen Reaktionen. Auch Personen, die zusätzlich unter Asthma leiden, müssen mit ernsteren Reaktionen rechnen.

 

Die häufigsten Nahrungsmittelallergene

Tatsächlich sind es gerade mal acht Nahrungsmittel, die für den Großteil der Allergien verantwortlich sind, und zwar:
  • Milch
  • Eier
  • Erdnüsse
  • Baumnüsse
  • Soja
  • Weizen
  • Fisch
  • Schalentiere.

Selbst minimale Mengen dieser Nahrungsmittel können eine Reaktion hervorrufen, die im schlimmsten Fall tödlich enden kann.

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Gewichtszunahme

Wenn Sie ständig Nahrungsmittel konsumieren, die Sie eigentlich nicht vertragen, so verursacht das in Ihrem Körper eine chronische Entzündung (von der Art, die Sie nicht merken). Durch diese chronische Entzündung steigt Ihr Cortisonspiegel an, eine Insulinresistenz entsteht oder wird verstärkt und Ihr Körper geht in den „Speicher“ (= Überlebens) Modus.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang folgende Studie: Zwei Probandengruppen aßen genau die gleiche Anzahl Kalorien. Eine Gruppe wurde auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersucht und ließ die hierbei festgestellte Nahrungsmittel weg. Die andere Gruppe aß, was immer sie wollte (ohne Testung). Und Überraschung (oder eben auch nicht): Die Gruppe, die auf unverträgliche Nahrungsmittel verzichtete, nahm mehr ab (3).

Für alle, die Diät über Diät probieren und nichts klappt. Ist das nicht ein großartiger Ansatz? Auf diese Weise können Sie abnehmen, ohne lästige Kalorien zu zählen (was sowieso keinen Sinn macht). Sie finden heraus, ob und welche Unverträglichkeiten Sie haben und lassen diese Nahrungsmittel einfach weg. Hurra, einfach, aber nicht leicht. Es ist es aber sicher wert zu überdenken, ob die Sojamilch oder das Vollkornbrot in Ihrem Körper womöglich einen Schaden anrichten, von dem Sie überhaupt nichts ahnen (weil Sie den Zusammenhang nicht sehen).

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und die Schilddrüse

Sollten Sie an Autoimmunkrankheiten der Schilddrüse leiden wie Hashimoto Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung) oder Morbus Basedow (Schilddrüsenüberfunktion), dann sollte unbedingt nach Nahrungsmittel-unverträglichkeiten gesucht werden (4). Und auch hier ist Gluten mal wieder ein Hauptverdächtiger. Und es hilft auch nicht gerade, dass das Glutenmolekül dem Schilddrüsengewebe sehr ähnlich sieht. Sie wissen schon, wenn die Bodyguards viele Angreifer abwehren müssen, dann kann es zu Kollateralschäden an völlig Unbeteiligten kommen.

Leider wissen die meisten Patienten mit Hashimoto über diesen Zusammenhang überhaupt nichts (und ihre Ärzte wohl auch nicht). Das ist bedenklich, da Menschen mit einer Autoimmunerkrankung ein höheres Risiko haben, weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln, wenn die Ursache nicht abgestellt wird.

Kurz zusammengefasst: Nahrungsmittelallergien können im Verdauungstrakt (Hauptsitz des Immunsystems!) eine entzündliche Reaktion auslösen. Hierbei werden Substanzen wie Histamin und Cytokine ausgeschüttet, die im Verdauungstrakt gebildet werden und dann durch den Körper kreisen. Das ist auch der Grund dafür, warum durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten so viele verschiedene Symptome hervorgerufen werden können.

 

Symptome, die auf eine Unverträglichkeit hinweisen können

Da gibt es eine Menge völlig unterschiedlicher Symptome (je nachdem, wo Ihr schwaches Glied sitzt), und sie können unterschiedlich schnell nach Aufnahme des Triggers auftreten. Häufige Symptome sind:

  • Gewichtszunahme
  • Bluthochdruck
  • Magenschmerzen
  • Blähungen, Flatulenz (Furzen)
  • Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen (inklusive Migräne)
  • Reizbarkeit, Nervosität
  • Stimmungsschwankungen
  • Chronische Schmerzen (vor allem – aber nicht nur – Gelenke)
  • Verdauungsbeschwerden
  • Hautausschläge
  • Laufende Nase oder vermehrte Schleimbildung
  • Arthritis (Gelenkentzündung).

Ich komme mir zwar vor wie eine kaputte Schallplatte, aber noch einmal: Diese Reaktionen können mit einer zeitlichen Verzögerung auftreten, sodass Sie überhaupt nicht auf die Idee kommen, sie könnten etwas damit zu tun haben, was Sie vor Tagen gegessen haben. Wichtig ist es, bei diesen Symptomen einfach an die Möglichkeit einer Unverträglichkeitsreaktion zu denken.

 

Wer bekommt Nahrungsmittel-unverträglichkeiten?

Das ist genau das Problem: Jeder kann sie bekommen. Gehäuft treten sie bei folgenden Gruppen auf:

  • Menschen, die schon selber an Allergien leiden oder nahe Verwandte haben, die Allergien oder Autoimmunerkrankungen haben
  • Individuen, die unter entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden
  • Patienten, die über lange Zeit bestimmte Medikamente nehmen – vor allem Antibiotika und orale Kontrazeptiva (Pille). Diese können zu Schleimhautschäden im Darm führen

Wenn die Darmschleimhaut beschädigt ist, können Nahrungspartikel (Proteine) in den Blutstrom gelangen, die von einer intakten Schleimhaut zurückgehalten worden wärden. Das Immunsystem reagiert auf diese „Eindringlinge“ mit einer Abwehrreaktion. Es tut also genau seinen Job, weshalb es auch wenig Sinn macht, das Immunsystem durch Tabletten unschädlich zu machen (das ist so, als würden Sie Ihrem Bodyguard Handschellen anlegen – einfach idiotisch).

Da einige Nahrungsmittelproteine schwerer zu zerlegen sind als andere, gibt es für diese Proteine ein größeres Risiko als Allergen zu fungieren. Weizen (Gluten), Milch (Casein) und Eier (Albumin) sind Beispiele für Nahrungsmittel mit schwer zu zerlegenden Proteinen.

 

Wie häufig sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Es ist davon auszugehen, dass ca. 50 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat (5). Sie sind also um ein vielfaches häufiger als die „richtigen“ Nahrungsmittelallergien. Wenn Sie gerade in geselliger Runde sitzen, können Sie ja mal durchzählen. Erschreckend, oder?

 

Häufige Auslöser einer Nahrungsmittel-unverträglichkeit

Teilweise gibt es Überschneidungen mit Auslösern für Allergien. Achten Sie besonders auf folgende acht Nahrungsmittel:

  • Milch und Milchprodukte
  • Eier
  • Weizen
  • Mandeln
  • Mais
  • Soja
  • Erdnüsse
  • Zucker (UUPS!).

Sie sollten bei Unverträglichkeiten auch immer im Blick haben, welche Auswirkungen ein Lebensmittel auf Ihren Körper hat. Dies ist besonders im Hinblick auf Zucker wichtig (Neurologische Symptome wie Nervosität, ADS, ADHS).

Wie finden Sie heraus, ob Sie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit haben?

Da gibt es zwei Möglichkeiten. Sie testen selbst oder Sie lassen testen:
Was Sie selbst testen können
1. Nahrungsmitteltagebuch
Sie notieren sich über eine gewisse Zeit täglich, was Sie gegessen haben und achten darauf, ob Sie irgendwelche Symptome bemerken. Dann gilt es, ein wenig Detektivarbeit zu leisten und herauszufinden, welches Nahrungsmittel der Auslöser sein könnte. Dieses Nahrungsmittel essen Sie dann natürlich nicht mehr.
2. Eliminationsdiät

Bei diesem Test verzichten Sie für mindestens 10 Tage auf die häufigsten Allergene. Nach dieser Zeit werden sie jeweils eins zur Zeit und über einen Zeitraum von drei Tagen pro Allergen wieder eingeführt. So können Sie feststellen, ob ein bestimmtes Nahrungsmittel eine Reaktion hervorruft. Sollten in weniger als drei Tagen Symptome auftreten, essen sie das bestimmte Nahrungsmittel natürlich nicht weiter.

Dieses Vorgehen ist ein bisschen schwierig, weil Sie in Ihrer Nahrungsauswahl etwas eingeschränkt sind (obwohl es sehr gute Tauschoptionen gibt, zum Beispiel Kokosmilch gegen Kuhmilch) und die Wiedereinführung je nach Menge suspekter Nahrungsmittel recht lange dauern kann. Außerdem kann es zu falsch positiven Ergebnissen kommen, weil Ihr Darmtrakt sich auf die eingeschränkte Auswahl einstellt und wieder eingeführte Nahrungsmittel vielleicht zunächst nicht so gut verdauen kann, obwohl er unter normalen Umständen kein Problem damit hätte.

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, kommen Sie also um einen Labortest wahrscheinlich nicht rum.

Labortests

1. EAV (Elektroakupunktur nach Voll). Die „EAV“ ist eine biophysikalische
Untersuchungsmethode der modernen kybernetischen und
ganzheitlichen Medizin. Sie wurde in den 50er Jahren durch
Dr. Reinhold Voll entwickelt und 1956 erstmals einem
breiten ärztlichen Publikum vorgestellt. Sie berücksichtigt
und integriert die Erkenntnisse der neuen wissenschaftlichen
Physik, die gegenwärtige „schulmedizinische“ Human- und Zahnmedizin, das Gedankengut der Homöopathie und die Erfahrungen der alten chinesische Heilkunde in der Akupunktur. Sie dient der Feststellung der eigentlichen Ursachen von akuten, vor allem aber chronischen Erkrankungen, wie auch der schwer zugänglichen, so genannten „vegetativen Syndrome“ (6).

2. Haut Pricktest. Werden von Ärzten immer wieder gerne durchgeführt – vor allem um in der Luft befindliche Allergene zu testen. Ein Nachteil besteht darin, dass der Verdauungstrakt andere Immunglobuline besitzt als die Haut, das heißt das Testergebnis kann nicht 1 : 1 übertragen werden. Der Pricktest zeigt sicherlich die schwerwiegendsten Unverträglichkeiten – wie eine Erdnussallergie – an. Da diese aber eh eine sehr bedrohliche Symptomatik hervorruft, brauchen Betroffene in den seltensten Fällen einen Test, der ihnen bestätigt, was sie ohnehin schon wissen.

3. Bluttests. In den meisten Fällen wird hierbei das IgE getestet. Das ist etwas schade, denn gerade die IgE vermittelte Immunantwort ist schwerwiegend und damit dem Patienten meist bekannt. Was Unverträglichkeiten angeht, so ist ein Bluttest auf andere Immunglobuline (IgA, IgD, IgG) und Cytokine deutlich hilfreicher, weil er versteckte Entzündungsreaktionen aufdecken kann. Je nach Labor kann es jedoch zu erheblichen Schwankungen in den Ergebnissen kommen.

Wenn Sie mich fragen, ich würde mit dem Nahrungsmitteltagebuch plus Symptomerfassung anfangen und mich von dort aus weiter vorarbeiten. Sie glauben gar nicht, wie erhellend es sein kann, diese Daten einfach mal aufzuschreiben. Was die Eliminationsdiät angeht, so macht sie eigentlich nur Sinn, wenn Sie tatsächlich die häufigsten Allergene auf einmal entfernen, denn sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie Symptom und Ursache nicht genau zuordnen können.

Der größte Pluspunkt ist aber, dass Sie mal ein Gefühl für Ihren Körper bekommen.

 

(1) Risk of colorectal neoplasia in patients with celiac disease: a multicenter study.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23845233

(2) https://www.allum.de/krankheiten/nahrungsmittelallergie/ausloeser-symptome-und-haeufigkeit

(3) https://www.omicsgroup.org/journals/eliminating-immunologically-reactive-foods-from-the-diet-and-its-effect-on-body-composition-and-quality-of-life-in-overweight-persons-2165-7904.1000112.php?aid=3994

(4) Endocrine manifestations in celiac disease. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27784959

(5) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/314821/umfrage/geschaetzte-haeufigkeit-von-lebensmittelunvertraeglichkeit-in-deutschland/

(6) http://www.eav.de/index.php?id=42

10 Nahrungsmittel, die Ihren Blutdruck senken

Aktuell sind in Deutschland etwa 35 Millionen Bundesbürger (knapp 44%) von Bluthochdruck betroffen. Als Bluthochdruck werden Blutdruckwerte bezeichnet, die systolisch über 140 mmHg und diastolisch über 90 mmHg liegen. Rechnet man die unter 20-Jährigen heraus, wären sogar deutlich über 50% der Bundesbürger Hochdruckpatienten.

Bluthochdruck erhöht das Risiko lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Aneurysmen (Aussackungen in Arterienwänden, die platzen können, wodurch es zu einem rapiden Blutverlust kommt) und Nierenerkrankungen.

Risikofaktoren für das Auftreten eines Bluthochdrucks sind:

  • Bewegungsmangel
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Stress
  • Schlechte Ernährung
  • Genetische Veranlagung.

Wir können also festhalten, dass Bluthochdruck im Wesentlichen durch den Lebensstil ausgelöst wird. Wir wissen inzwischen, dass Gene nicht die ausschlaggebende Rolle spielen, die wir ihnen immer zugeschrieben haben. Es redet sich also hier niemand mit einer familiären Veranlagung heraus. Die genetische Komponente kann durch entsprechende Lebensstiländerungen schnell unter Kontrolle gebracht werden. Das Ganze nennt sich dann Epigenetik, aber das wird ein neuer Beitrag.

Trotzdem wird Ihr Arzt Sie nicht darin unterstützen, Ihren Lebensstil so umzugestalten, dass der Bluthochdruck geheilt werden kann, sondern er wird Ihnen Tabletten verschreiben, die das Übel beheben sollen (und schon ist die Warnleuchte abgeklebt, und alle sind ganz beruhigt). Wenn eine Tablette nicht ausreicht, bekommen Sie noch eine zweite.. oder dritte.. oder vierte. Warum tut er das?  Dafür gibt es drei Gründe:

  1. Es geht schnell. Und seien wir mal ehrlich, wie viel Lebensstiländerung wollen Sie einem Patienten innerhalb von 7 – 10 Minuten erklären?
  2. Die meisten Ärzte sind nicht davon überzeugt, dass Lebensstiländerungen tatsächlich so viel bewirken können. Das haben wir an der Uni ganz anders gelernt (mit etwas Unterstützung von der Pharmaindustrie). Da hieß es doch immer Lebensstiländerungen können nebenbei hilfreich sein, aber der große Durchbruch kommt durch Medikamente. BLÖDSINN!!!
  3. Die Patienten erwarten es. Fragen Sie sich mal selbst, was Ihnen für Gedanken durch den Kopf gehen, wenn Ihr Arzt Ihnen erzählt, dass Sie selber aktiv an Ihrer Gesundheit arbeiten müssen. Und seien Sie ehrlich! Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Großteil der Patienten es für wesentlich einfacher hält, einfach eine Tablette zu schlucken und so weiterzumachen wie bisher. Kennen Sie auch so jemanden?

Es gibt einen wesentlich besseren Weg, den Blutdruck zu senken

Und trotzdem können Änderungen in den Lebensgewohnheiten, Ihren Blutdruck wieder in normale Bahnen lenken. Womöglich so normal, dass Sie wesentlich weniger oder sogar überhaupt keine Tabletten mehr brauchen.

  • Sie sitzen den ganzen Tag? Dann nehmen Sie sich vor, sich regelmäßig zu bewegen. Parken Sie Ihr Auto nicht direkt vor Ihrer Arbeitsstätte, sondern gehen Sie ein Stück des Weges zu Fuß. Machen Sie in Ihrer Mittagspause einen kurzen Spaziergang. Jeder zusätzliche Spaziergang wirkt sich positiv auf Ihren Blutdruck aus (und da habe ich noch gar nicht von Sport gesprochen).
  • Sie fühlen sich ständig gestresst? Dann müssen Sie an Ihrem Stressmanagement arbeiten. Auch wenn es am Anfang schwer fällt, nehmen Sie sich 2 – 5 Minuten Zeit, gehen Sie auf Calm.com, und atmen Sie einfach mal ein paar Minuten ruhig durch.
  • Aber am Wichtigsten: Ändern Sie Ihre Ernährung!

Die unten aufgeführten Nahrungsmittel können dabei helfen, Ihren Blutdruck signifikant zu reduzieren. Tatsächlich können Sie das sogar so gut, dass sie einen Vergleich mit verschreibungspflichtigen Medikamenten nicht scheuen müssen. Aber bitte – wie immer- setzen Sie Ihre Medikamente nicht einfach selbsttätig ab, sondern tun Sie dies nur in Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

10 Nahrungsmittel, die Ihren Blutdruck senken können

Cashewnüsse und Mandeln

Beide enthalten sehr viel Magnesium, das für die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutdrucks essentiell ist. Magnesiummangel steht mit Bluthochdruck in Verbindung, deshalb kann die vermehrte Aufnahme von Magnesium erhöhte Blutdruckwerte reduzieren (1).

Ein einzelner Becher Cashewnüsse und Mandeln liefert Ihnen 360 mg Magnesium. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der „normale“ Tagesbedarf bei 350 – 400 mg Magnesium liegt. Und Sie kriegen sogar noch einen Bonus dazu: Wenn Sie Mandeln essen, steigt die Konzentration von Serotonin, unserem „Glückshormon“. Dieser Neurotransmitter kann die Auswirkungen von Angst und Stress abmildern (und allein damit schon den Blutdruck senken).

Cashewnüsse haben außerdem einen Einfluss auf den Baroreflex (homöostatischer Mechanismus, der den Blutdruck aufrechterhält), wodurch es zu einer Blutdrucksenkung kommen kann (2).  Allerdings gibt es einen kleinen Vorbehalt gegen Cashewnüsse. Sie enthalten relativ viel Kohlenhydrate und sollten deshalb von Personen, die mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel zu tun haben, nicht in Mengen gegessen werden.

Rote Bete

Dieses lila Wurzelgemüse enthält sehr viel Nitrate und Nitrite. Moment mal, das sind doch die Substanzen, die Fleisch- und Wurstwaren so gefährlich machen, oder? Nun, nicht ganz so schnell. Beide Verbindungen kommen natürlicherweise in unserem Körper vor. Es kommt darauf an, in welche Substanz sie umgewandelt werden.

Karzinogene (krebserzeugende) Nitrosamine werden gebildet, wenn Nitrate sehr stark erhitzt werden (wie im Zigarettenrauch oder im gebratenen Schinken). Diese Substanzen sollten wir unbedingt vermeiden.

Werden unbehandelte Nitrate (wie sie in Gemüse vorkommen) aber im Körper in Stickstoffmonoxid umgewandelt, so helfen sie dabei, Blutgefäße offen und entspannt zu halten, was zu einem niedrigeren Blutdruck führt (3). Übrigens ist dieser Effekt bei gekochter Roter Bete  signifikant schlechter (4). Also, roh ist in diesem Fall besser.

Der Effekt kann absolut dramatisch sein. Studien haben gezeigt, dass Rote Bete Saft den Blutdruck um bis zu 10 mmHg senken kann. Wenn Sie jetzt denken: Na, das ist ja nicht viel.. Bedenken Sie, dass ein Abfall des Blutdrucks um nur 5 mmHg zu einer 14 prozentigen Reduktion von Schlaganfällen führt. Das klingt jetzt schon viel besser, oder?

Kurkuma

Kurkuma ist das Gewürz, das Currys ihre leuchtend gelbe Farbe gibt. Es handelt sich um ein sehr potentes Antioxidans mit entzündungs-hemmender Wirkung. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel konsumiert, das im Blut zirkulierende Stickstoffmonoxid innerhalb von vier Wochen um bis zu 40 % steigern kann (5).

Eine klinische Studie zeigte, dass 500 mg Kurkuma dreimal täglich eingenommen zu einem signifikanten Blutdruckabfall bei Patienten mit entzündlichen Nierenerkrankungen führte. Diese haben oft einen negativen Einfluss auf den Blutdruck. Durch den Einsatz von Kurkuma konnten systemische Veränderungen in der Niere rückgängig gemacht werden und die Funktion der Mitochondrien (Energielieferanten) erhalten werden (6).

Da Kurkuma vom Körper nur schwer aufgenommen wird, sollte es immer zusammen mit schwarzem Pfeffer eingenommen werden, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen.

Grünkohl

Grünkohl ist im Moment der absolute Superstar. Er enthält nicht nur viel Magnesium sondern auch Kalium, ein weiteres Mineral, das für einen gesunden Blutdruck benötigt wird. Interessant ist, dass die blutdrucksenkende Wirkung des Magnesiums durch Kalium noch verstärkt wird (7). Vitamin C aus dem Grünkohl ist der Dritte im Bunde, der zur blutdrucksenkenden Wirkung beiträgt.

Und auch Grünkohl enthält viel Nitrat, das in Stickstoffmonoxid umgewandelt die Funktion der Gefäßwände verbessert.

Fischöl

Fischöl enthält viele herzgesunde Omega-3 Fettsäuren. Es überrascht also nicht wirklich, dass es eine sehr wirksame natürliche Therapie des hohen Blutdrucks darstellt (8). Der Hauptgrund für diese Wirkung ist die ideale Balance zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren im Fischöl. Unsere normale Ernährung mit vielen Pflanzenölen ist sehr Omega-6 lastig, was zu chronischen Entzündungen im Körper führen kann. Ideal wäre ein Verhältnis von 1 : 4 (Omega-3 : Omega-6). Unsere Ernährung hat eher ein Verhältnis von 1 : 16. Ein Verhältnis von 1 : 4 ist mit einer 70 prozentigen Abnahme an cardiovaskulär bedingten Todesfällen verbunden.

Wenn sie fettigen Fisch essen, während Sie die Aufnahme von Omega-6 beladenen Pflanzenölen begrenzen, kann Ihr Körper eine gesunde Balance aufbauen, Entzündungen reduzieren und den Blutdruck senken.

Knoblauch

Knoblauch wirkt aufgrund des in ihm enthaltenen Allicin, einer Schwefelverbindung, blutdrucksenkend. Dieses wird freigesetzt, wenn eine Knoblauchzehe zerschnitten, zerdrückt oder gekaut wird.

In einer Studie, die im Pakistan Journal of Pharmaceutical Sciences veröffentlicht wurde, haben Forscher herausgefunden, dass ein 6-monatiger Konsum von Knoblauch den gleichen Erfolg bezüglich der Blutdrucksenkung hatte wie verschreibungspflichtige Medikamente (9).

Granatapfel

Die scharlachroten Kerne sind eine exzellente Quelle für antioxidative Polyphenole inclusive Tannine, Anthocyanine und Ellagsäure. Forscher glauben, dass diese der Schlüssel dafür sind, dass Granatäpfel „schlechtes“ LDL blockieren und Bluthochdruck heilen können (10).

In einer in Atherosclerosis veröffentlichten Studie kamen die Untersucher zu dem Ergebnis, dass Granatapfelsaft die „Klebrigkeit“ der Blutplättchen vermindern kann und den Blutdruck senkt. In einer anderen Studie konsumierten Probanden mit einer Carotisstenose (Verengung der Halsschlagader) drei Jahre lang zweimal täglich Granatapfelsaft. Dies resultierte in niedrigeren Blutdruckwerten und einer 30 prozentigen Abnahme der atherosklerotischen Plaques (11).

Extra Virgin Olivenöl

Als reinste, am wenigsten behandelte Form des Olivenöls ist das Extra Virgin Öl eine gute Quelle für einfach ungesättigte Fettsäuren und Antioxidantien.

In einer im Jahr 2000 in Archives of Internal Medicine erschienenen Studie fanden die Untersucher, dass der tägliche Konsum von ca. 4 Esslöffeln Extra Virgin Olivenöl es an Bluthochdruck leidenden Probanden erlaubte, ihre Blutdruckmedikamentendosis auf die Hälfte zu reduzieren. Im Gegensatz dazu konnten Probanden, die Sonnenblumenöl konsumierten, ihre Medikamentendosis nur um 4 Prozent reduzieren (12).

Stevia

An diesen natürlichen Zuckerersatzstoff wird normalerweise in Bezug auf Bluthochdruck nicht gedacht. Aber wenn Sie raffinierten Zucker durch Stevia ersetzen, kann das einen Beitrag zur Gewichtsreduktion leisten. Und da Adipositas den Blutdruck hochtreibt, haben Sie praktisch einen sekundären blutdrucksenkenden Effekt.

Außerdem wurde gezeigt, dass Stevias aktive Bestandteile – Steviosid und Rebaudiosid A – nach 3-monatiger Anwendung den Blutdruck signifikant senkten (13).

Obwohl Stevia keine so dramatischen Resultate erzeugt wie Rote Beete Saft und die Blutdrucksenkung teilweise erst über Monate oder Jahre auftritt, kann es trotzdem von Vorteil sein, wenn Patienten mit Bluthochdruck Stevia an Stelle von Zucker verwenden.

Vitamin K2

Vitamin K2 findet man in Vollmilchprodukten so wie Butter, Käse und Vollmilchjoghurt (nicht in fettarmer Milch). Vitamin K2 unterstützt die Entfernung von Calcium aus den Blutgefäßen und führt so zu flexibleren Gefäßwänden. Untersuchungen laufen noch, aber es gibt schon Hinweise darauf, dass der Konsum von Vollmilchprodukten die Gesundheit der Gefäße verbessern kann, was dann wiederum dem Blutdruck zu Gute kommt (14).

Wenn Sie keine Milchprodukte essen können/wollen, so gibt es das Vitamin auch als Nahrungsergänzungsmittel. Sie benötigen 200 mcg pro Tag.

Grüner Tee

Grüner Tee beinhaltet große Mengen an Katechinen – Polyphenole, die einen gesunden Blutdruck unterstützen. In einer Metaanalyse, die 2014 in Scientific Reports veröffentlicht wurde, schrieben die Autoren Grünem Tee eine signifikante Blutdruckreduktion bei Probanden mit Hypertension zu (15).

Wie Rote Bete Saft und Kurkuma erhöht auch Grüner Tee die Konzentration von Stickstoffmonoxid und führt so zu einer Dilatation (Weitstellung) und Relaxation der Gefäße.

Eine chinesische Studie aus dem Jahr 2004 zeigte auf, dass schon 120 ml Grüner Tee pro Tag das Bluthochdruckrisiko um fast 50 % senken konnte.

Sie sehen also, Medikamente sind nicht die einzige Option, wenn es um Bluthochdruck geht. Die hier vorgestellten natürlichen Möglichkeiten haben alle eins gemeinsam: Sie haben keine Nebenwirkungen (außer Sie zählen bessere Gesundheit und mehr Energie dazu). Vielleicht gucken Sie mal in Ihrer Speisekammer nach, ob Sie nicht das eine oder andere sogar vorrätig haben.

 

(1) Magnesium: its role in nutrition and carcinogenesis.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24325082

(2) Modulation of baroreflex sensitivity by walnuts versus cashew nuts in subjects with metabolic syndrome.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16733237

(3) Food sources of nitrates and nitrites: the physiologic context for potential health benefits.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19439460

(4) Improvement of hypertension, endothelial function and systemic inflammation following short-term supplementation with red beet (Beta vulgaris L.) juice: a randomized crossover pilot study.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27278926

(5) Curcumin supplementation improves vascular endothelial function in healthy middle-aged and older adults by increasing nitric oxide bioavailability and reducing oxidative stress.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28070018

(6) Renoprotective effect of the antioxidant curcumin: Recent findings.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3814973/

(7) Association between intakes of magnesium, potassium, and calcium and risk of stroke: 2 cohorts of US women and updated meta-analyses. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4441806/

(8) Dietary fish oil improves endothelial function and lowers blood pressure via suppression of sphingolipid-mediated contractions in spontaneously hypertensive rats. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4312004/

(9) Effects of Allium sativum (garlic) on systolic and diastolic blood pressure in patients with essential hypertension. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24035939

(10) Potent health effects of pomegranate.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4007340/

(11) Pomegranate juice consumption for 3 years by patients with carotid artery stenosis reduces common carotid intima-media thickness, blood pressure and LDL oxidation. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15158307

(12) Olive Oil and Reduced Need for Antihypertensive Medications.  http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/224842

(13) Antihyperglycemic and Blood Pressure-Reducing Effects of Stevioside in the Diabetic Goto-Kakizaki Rat P.B. Jeppesen, S. Gregersen, S.E.D. Rolfsen, M. Jepsen, M. Colombo, A. Agger, J. Xiao, M. Kruhøffer, T. Ørntoft, and K. Hermansen

(14) Dietary Intake of Menaquinone Is Associated with a Reduced Risk of Coronary Heart Disease: The Rotterdam Study  http://jn.nutrition.org/content/134/11/3100.abstract

(15) Effect of green tea consumption on blood pressure: A meta-analysis of 13 randomized controlled trials.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4150247/