Schilddrüsenwerte

Was Sie über Schilddrüsenwerte wissen müssen

Schilddrüsenerkrankungen sind deutlich auf dem Vormarsch. Vor allem die Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis nimmt zu.

Leider wird häufig nicht an die Schilddrüse gedacht, wenn Patienten sich mit oft unerklärlichen Symptomen bei ihrem Arzt vorstellen. Und so passiert es leider häufiger, dass etwa eine frischgebackene Mutter mit einer nicht-diagnostizierten Schilddrüsenunterfunktion von ihrem Arzt mit einem Rezept für ein Antidepressivum nach Hause geschickt wird.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich hinter vielen Symptomen verstecken

Hier nur ein paar der häufigsten Symptome einer Hypothyreose. Tatsächlich kann die Liste auf über 300 Symptome verlängert werden.

  1. Müdigkeit
  2. Verstopfung
  3. Trockene Haut
  4. Kalte Hände und Füße
  5. Unerklärliche Gewichtszunahme
  6. Aufgedunsenes Gesicht
  7. Heiserkeit
  8. Muskelschwäche
  9. Erhöhte Serumcholesterinspiegel
  10. Muskelschmerzen
  11. Schmerzen, Steifigkeit oder Schwellungen der Gelenke
  12. Verstärkte oder unregelmäßige Menstruation
  13. Haarausfall
  14. Bradykardie (langsamer Herzschlag)
  15. Depression
  16. Gedächtnisstörungen
  17. Unfruchtbarkeit und Aborte (Fehlgeburten)

Sie sehen schon, es kann der ganze Körper betroffen sein. Und das ist nur natürlich, denn die Schilddrüse reguliert unseren gesamten Stoffwechsel. Jede einzelne Körperzelle hat Rezeptoren für Schilddrüsenhormone.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Schilddrüse nicht 100 %ig arbeitet, dann sollten Sie einige Labortests durchführen lassen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie sich von Ihrem Arzt nicht mit einer einfachen Bestimmung des TSH (= Thyreoidea Stimulierendes Hormon) abspeisen lassen.

Leider glauben viele Ärzte immer noch, dass sie mit Hilfe des TSH eine Aussage über die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse treffen können. Das ist aber falsch, und ich werde Ihnen auch erklären, warum das so ist.

Genaugenommen misst das TSH nur den Regelkreis zwischen Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und Schilddrüse. TSH wird in der Hypophyse gebildet und fördert die Hormonproduktion in der Schilddrüse. Ohne TSH würde kein Jod mehr in die Schilddrüse aufgenommen und kein Thyroxin (T4) oder Trijodthyronin (T3) produziert werden. Ist im Blut genug von diesen Hormonen vorhanden, wird wiederum weniger TSH gebildet, da die Schilddrüse nicht weiter stimuliert werden muss.

Es ist also schon logisch, dass man die Vorstellung hatte, dass TSH ein Marker für die Schilddrüsenfunktion ist. Aber wie gesagt, ist das nur die halbe Wahrheit. Mit einem besseren Verständnis der Funktionsweise der Schilddrüse kommt dann auch schon die Ernüchterung.

Konversionsstörungen

Die Schilddrüse stellt vor allem Thyroxin (T4) her. Dieses ist ein Prohormon. T4 muss dann vom Körper durch Enzyme – sogenannte Dejodasen – in Trijodthyronin (T3), die aktive Form des Hormons umgewandelt werden. Funktioniert diese Umwandlung nicht, so kommt es funktionell zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Als Auslöser für diese Umwandlungsstörung kommen zum Beispiel ein Selenmangel (die Enzyme benötigen Selen), aber auch verschiedene Medikamente bzw. Röntgenkontrastmittel (Zytokine, Propylthiouracil, Iopan-Säure) in Frage. Vereinzelt wird auch von Antikörpern, die sich gegen die Dejodasen richten, berichtet. Fazit: In diesem Fall wäre TSH normal. Nur wenn zusätzlich die Konzentration der Schilddrüsenhormone bestimmt wird, fällt auf, dass freies T4 normal hoch und freies T3 niedrig ist.

Gesamt T3/T4 vs. freies T3/T4

Es gibt in der Schilddrüsendiagnostik jeweils zwei Messwerte für T4 und T3. Zum einen das Gesamt T3 und T4 und dann auch noch das freie T3 und T4 (fT3, fT4).  Was bedeutet das nun schon wieder?

Schilddrüsenhormone sind fettlöslich und das Blut besteht zum größten -Teil aus Wasser. Damit fettlösliche Hormone durch das Blut schwimmen können, werden sie an Proteine gebunden, die sie dann praktisch wie Taxis durch den Blutstrom befördern. Wenn sie die Zellen erreichen, muss das Protein abgespalten werden, damit die „freien“ Hormone tatsächlich in die Zellen gelangen können, um dort ihre Funktion auszuüben. Deshalb ist eine Bestimmung von freiem T4 und vor allem (da es das aktivste Hormon ist) freiem T3 extrem wichtig.

Stress und Schilddrüsenfunktion

Die Schilddrüse managt unseren Stoffwechsel und so verwundert es nicht, dass sie bei chronischem Stress ins Geschehen eingreift. Hierzu ein paar Anmerkungen. Ihr Körper unterscheidet nicht zwischen verschiedenen Stressursachen (Hunger, Krankheit, Operationen, Trennung etc.) und auch nicht zwischen „nur“ eingebildetem oder tatsächlich vorhandenem Stress. Wenn Sie unter Stress stehen, geht Ihr Körper in den Überlebensmodus. Das bedeutet unter anderem, dass Ihre Schilddrüse den Stoffwechsel herunterfährt, damit lebenswichtige Reserven geschont werden.

Soll Energie gespart werden, so bewerkstelligt Ihre Schilddrüse dies, indem sie statt des stoffwechselaktiven T3 ein stoffwechselinaktives reverse T3 (rT3) herstellt. Dieses besetzt die T3 Rezeptoren der Zelle, ohne eine adäquate Aktion in der Zelle auszulösen. Fazit: Sie haben die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, obwohl Ihr TSH normal ist. In diesem Fall kommen Sie nur mit einer Bestimmung des rT3 weiter. Traurige Wahrheit ist, diesen Marker kennen die meisten Ärzte nicht einmal.

Hashimoto Thyreoiditis

Dies ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine Immunabwehr gegen sich selbst richtet und die Schilddrüse angreift. Sie ist inzwischen eine der Hauptursachen für eine Schilddrüsenunter-funktion. Es ist daher eigentlich unbegreiflich, dass normalerweise von Ihrem Arzt Schilddrüsen-Antikörper nicht getestet werden.

Böswillig (aber völlig richtig) wäre es jetzt zu behaupten, dass das nicht getan wird, weil es an der Therapie nichts ändert. Aber genau das ist der Fall. Leider wird dabei völlig übersehen, dass die Hashimoto Thyreoiditis heilbar ist oder zumindest in Remission gebracht werden kann. Das heißt die Zerstörung der Schilddrüse schreitet nicht weiter fort, und Sie behalten ein lebenswichtiges Organ, wenn man die Ursachen abstellt. Ich finde, das ist eine absolut erstrebenswerte Option.

Was aber noch wesentlich schlimmer ist: Wenn die Ursache der Autoimmunerkrankung nicht abgestellt wird, dann besteht ein vierfach erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer zweiten Autoimmunerkrankung. Keine schönen Aussichten, finden Sie nicht?

Bestehen Sie also darauf, dass eine vollständiges Schilddrüsendiagnostik abgenommen wird. Diese besteht aus:

 

Wert Referenzbereich
Freies T4 oder Freies Thyroxin 0.8 – 2.0 ng/dl
Gesamt T3 0,9 – 1,8 ng/ml
Freies T3 oder Freies Trijodthyronin 0,2 – 0,4 ng/dl
Reverse T3 oder rT3 < 15 ng/dl
fT3 zu rT3 Quotient >2
TSH 0,1 – 2,5 mU/l
TPO Antikörper < 20 IU/ml

 

Sie sehen also, eine aussagekräftige Testung geht weit über die Bestimmung des TSH hinaus. Lassen Sie sich nicht mir diesem äußerst unspezifischen Wert abspeisen!

120 Gedanken zu „Was Sie über Schilddrüsenwerte wissen müssen“

  1. Sehr geheerte Frau Dr.Bendig,
    Ich wohne in Deutschland seit fast 9 Jahren,ich war immer eine Fröhlische Frau aber seit ca.3 1/2 muss mit vielen symptomen kämpfen wie zb müdigkeit,antrieblosigkeit,nervosität,gewicht zunahme und abnahme,muskelschmerzen und schwäche,zittrigkeit und ich vertrage keine stress mehr,und noch mehrere andere symptome.
    Hab noch keine diagnose von die Ärtzen gekriegt außerdem alles besstens.Hab eine SD ultraschall im september 2015 gemacht,meine SD war 17.9ml gross,Struma Nodosa et cystica.
    Im April 2018,SD ca.10ml gross,weitgehend echonormal und etwas vergröbert,2knoten (1cm und 3mm),2 lymphknoten(1cm).Struma nodosa grad 0.
    Meine TPO AK’s waren nur einmal leicht erhöht 13.49IU/l (0.0-10.0)
    TSH 1.375 (0.35-4.94)
    Ft4 9.5ng/L (7-14.8) 31.93%
    Ft3 2.48ng/L (1.83-3.18) 46.23%

    Sind meine Befunde echt in ordnung oder gibt hier eine SD problem?

    Liebe grüsse aus Bayern

    1. Im Prinzip haben Sie viele Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion. fT3 und fT4 sind zwar im Normbereich, aber normal bedeutet eben nicht optimal. Insgesamt sind beide Werte zu niedrig. Ihre SD hat im Ultraschall an Volumen abgenommen. Eventuell sollten die Antikörper noch einmal überprüft werden. Außerdem sollte eine Ausreichende Jodversorgung sowie Zink und Selen überprüft werden. Und ganz klar: Wenn Sie bei diesen Werten Symptome haben, dann gibt es ein Problem.

  2. Sehr geehrte Frau Dr. Bendig,

    Ihre Website enthält wirklich viele nützliche und hilfreiche Informationen, vielen Dank dafür. Zu zwei Themen wäre ich an Ihrem Rat interessiert:

    1. Bei mir wurde ein TSH-Wert von 8,36 festgestellt, bei sonstigen Parametern (fT3, fT4, Antikörper) im Referenzbereich des Labors, begleitend von Vitamin D-Mangel. Kann dies Beschwerden wie anhaltende Müdigkeit, Abgeschlagenheit und übermäßige Gewichtszunahme zumindest teilweise erklären? Falls ja, können Levothyroxin und Vitamin D-Supplementierung helfen, diese Beschwerden zu lindern?

    2. Ist begleitendes Krafttraining, wie Sie es in Ihren Artikeln über HIIT beschreiben, anzuraten?

    Besten Dank im voraus für Ihre Antwort!

    1. Ich weiß, dass laut Leitlinien ein TSH von 8,36 durchaus noch als nicht behandlungsbedürftig angesehen wird. Tatsache ist, dass die amerikanische Endokrinologische Gesellschaft inzwischen einen Wert von 2,5 als obere Grenze ansieht. Da liegen Sie ganz offensichtlich weit drüber. Es fällt mir auch immer schwer zu glauben, dass bei so einem Wert die Hormonwerte in Ordnung sind – im Normbereich bedeutet leider überhaupt nicht, dass sie optimal sind. Fazit: Ihre Schilddrüse ist nicht in Ordnung. Frage ist halt: Was stimmt nicht.
      L-Thyroxin und Vitamin D Supplementierung werden Ihre Symptome sicherlich erstmal verbessern. HIIT sollten Sie ausprobieren und sehen, wie es für Sie wirkt. Sind Sie nach dem Training völlig erschossen und können gar nichts mehr machen, dann ist es im Moment für Sie nicht das richtige. Fühlen Sie sich durch das Training energiegeladen, dann machen Sie es weiter.

  3. Hallo Frau Dr. Bendig,
    ich leide an Hashimoto und an einem Progesteronmangel. Mir geht es überhaupt nicht gut, Ängste und Panikattacken begleiten mich jetzt seit über einem Jahr, doch meine Endokrinologin sagte meine Werte sind alle ok. Mein Ft4 Wert liegt bei 37% und der Ft3 bei 45 % TSH liegt bei 1,2. Habe auch ganz schlechte Haare, fallen auch aus, ebenso kann ich nichts an GEwicht abnehmen. Was meinen Sie, können die Panikattacken mit meiner Schilddrüse zusammen hängen? Brauche ich vielleicht mehr L-Thryoxin? Ich nehme 50mg.

    1. Panikattacken treten bei Patienten mit Hashimoto häufiger auf – die Antwort ist also ja. Ihre Schilddrüsenwerte sind auch nicht im optimalen Bereich, was die Symptome der Unterfunktion erklärt. Ein Wert im Normalbereich des Labors bedeutet eben nicht, dass es ein optimaler Wert ist. Für Frauen sind Schuhgrößen zwischen 38 und 41 normal, das bedeutet nicht, dass eine Frau mit Schuhgröße 41 sich in Größe 38 wohl fühlt. Das ist aber leider der Ansatz der Schulmedizin.

  4. Guten Tag.

    Ich war heute bei der Nuklearmedizinischen Untersuchung. Da mein Hausarzt meinte, dass ich eine Autoimmunerkrankung haben könnte da die Antikörper zu hoch seien.
    Nun, die Ärztin (nuklear) sagte mir, dass die Werte einfach zu niedrig seien für eine Schilddrüsenerkrankung. Und meine Symptome nicht zur Erkrankung passen (extreme Müdigkeit; Haarausfall; Akne im Gesicht, Dekoltee und Schulter; 11kg zugenommen in 7 Monaten, trotz unveränderten Ernährung (vorwiegend Gesund); Kälte- und Hitzeempfindlichkeit, Wortgulasch) Die Ultraschalluntersuchung ergab auch nichts. Die Schilddrüse wäre vollkommen ok. Daher bin ich verzweifelt, was es sonst sein soll. Und mir geht einfach schlecht, vorallem wegen der ständigen Müdigkeit.
    Meine Werte:

    fT3 3.99
    fT4. 11.6
    TSH. 2.01
    MAK. 56.6
    TAK. 396
    TSH Rezeptor Ak. <0.80

    Bluttfettwerte 228

    Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen

    1. Zunächst einmal passen Ihre Symptome aber völlig zu einer Schilddrüsenerkrankung. Zu den Werten kann ich nichts sagen, weil ich die Normalwerte des Labors nicht kenne, aber ich gehe davon aus, dass die Antikörper-Werte (TAK, MAK) nicht mehr im Normalbereich liegen. Damit spricht dann doch einiges für eine Hashimoto Thyreoiditis.

  5. Hallo noch letztes Mal. Wieder lese ich, dass PatientInnen vom Haus- oder behandelnden Arzt die Ergebnisse der Blutuntersuchung nicht in die Hand bekommen. Das ging mir beim letzten Mal auch so, obwohl ich immer nach einer Kopie frage. Wenn ich telefonisch die Werte abfrage, wird häufig gesagt, die wären normal. Erst, wenn ich x-mal darum bitte, dass ich die genauen Zahlen bekomme, erhalte ich die Werte. Was ist los mit den Ärzten? Haben die Angst, dass man mit den Werten zu anderen Ärzten geht oder alternative Therapeuten mit den Werten Erfolge haben? Ich habe mir angewöhnt, ab jetzt immer um die schriftlichen Befunde zu bitten. Wenn der Arzt oder die Ärztin das ablehnen (weil ihnen aufgeweckte und neugierige Kundschaft lästig ist?), ist doch was faul. Klar, im Alltag hat ein Arzt nur wenig Zeit für ausführliche Gespräche, aber die Werte heraus zu rücken, ist nicht zu viel verlangt..

    Frau Dr. Bendig, wie ist das möglich, dass Ärzte / Hausärzte so wenig über Schilddrüsenwerte wissen bzw die Referenzwerte? Bei uns auf dem Land ist das vermutlich erst richtig schlimm (s. mein Beitrag weiter oben), gibt es dazu so wenig Fortbildung und ist das Interesse an einer so „profanen Krankheit“ nicht so groß? Gut, man kann nicht alles wissen, aber einfach so abtun?

    Ich wünsche allen viel Kraft, sich dagegen zu wehren und dafür, die eigene Gesundheit wieder in die Hand zu nehmen!
    Herzlich, Ihre Karola

    1. Tatsache ist, dass die meisten Ärzte gar nichts dafür können, dass Sie sich mich SD-Werten nicht auskennen. Gerade vor ein paar Monaten wurde im Deutschen Ärzteblatt eine Fortbildung zum Thema Schilddrüse veröffentlicht, in der behauptet wurde, dass der TSH-Wert für die Bestimmung der Schilddrüsenfunktion ausreichend sei, und es keinerlei anderer Werte bedürfe. Das ist das Deutsche Ärzteblatt, das von allen Ärzten in Deutschland gelesen wird (mehr oder weniger). Wenn da in einem Fortbildungsartikel, für den der teilnehmende Arzt Punkte für seine vorgeschriebene Fortbildung bekommt, drinsteht, dass genau ein Wert für die Bestimmung der Funktion der Schilddrüse ausreichend ist, ja, was soll denn da der Kollege, der keine alternativen Quellen liest, bitte noch tun? Und damit sind wir noch nicht mal bei dem Thema der Normalwert-Diskussion.

      1. Sehr geehrte Frau Dr.Bendig,
        ich habe seit Jahren Hashimoto und fühle mich momentan trotz normaler Werte nicht gut. Ich bin andauernd müde, habe einen Ruhepuls von 48- 58 Schläge/Minute, spüre wieder vermehrt das meine Fingergelenke schmerzen, bekomme manchmal Herzrasen, nehme an Gewicht zu und habe eine gedämpfte Stimmung.

        Meine Werte sind
        TSH 1,34
        FT3 2,4 (1,71-3,71)
        FT4 1,2 (0,7-1,48)

        Am 11.5.18 war der TSH bei 0,75 damit ging es mir gut.

        Ich nehme L-Thyroxin 93,75, mein Radiologie sagt die Werte wären okay, aber ich kann das L-Thyroxin gerne auf 100 steigern und schauen ob es mir evtl. wieder besser geht.
        Was meinen Sie dazu ?

        Beste Grüße

        1. Sieht man sich die relativen Werte an, so liegen Sie beim fT3 bei 34,5 % (was Ihre Symptome erklärt) und beim fT4 bei 64,1 %. Wenn Sie die L-Thyroxin Dosis erhöhen, steigt das fT4 an und zieht auch das fT3 eventuell noch ein bisschen hoch. Entscheidender wäre aber eine Abklärung, warum zu wenig fT3 gebildet wird. Hier ist z. B. über einen Nährstoffmangel (Zink, Selen), aber auch über eine Vermehrte Bildung von rT3 nachzudenken.

  6. Hallo Frau Dr. Bendig,
    leider gibt es in unserer Stadt niemanden der sich mit der Schilddrüse richtig auskennt. Ich suche gerade noch nach einer fähigen Hausärztin da mein jetziger Versuch mich auch mit der Aussage „der TSH Wert ist in Ordnung dann wird das auch nicht die Schilddrüse sein“ abgewimmelt hat. Vor 2,5 Jahren hatte ich eine Radiojod-Behandlung und seit Februar diesen Jahres nun viele Symptome und Beschwerden. Mein TSH Wert liegt bei 1,89 und mein ft3 bei 19,5% und ft4 bei 30%. Ist das dann tatsächlich eher eine Unterfunktion? Welche Werte sollte man jetzt mal gucken (für den Fall, dass ich bald eine fähige Hausärztin finde)? Herzlichen Dank vorab.

    1. Im Prinzip haben Sie erstmal alle Werte, die Sie brauchen. Ja, der TSH Wert sieht erst mal okay aus, aber die freien Schilddrüsenhormone sind es nicht. Diese zeigen, dass Sie eine massive Unterfunktion haben.

  7. Hallo Frau Dr. Bendig,

    ich habe seit 15 Jahren eine Unterfunktion, allerdings wohl keine Antikörper, also kein Hashi. Die letzten Jahre hatte ich L-Thyrox 150 ug und mich damit wohl gefühlt.
    Vor ca 8 Monaten habe ich in Absprache mit der Hausärztin erst auf 125, dann auf 100 ug reduziert weil ich einen hohen Puls festgestellt habe und mir sehr warm war. Die Werte habe ich leider nicht vorliegen aber meine Ärztin meinte es ist ok wenn ich reduziere solange ich mich nicht wohl fühle.
    Allerdings habe ich das Hitzegefühl (mit brennen) hauptsächlich im Gesicht, es glüht wie nach einem starken Sonnenbrand ohne dass man irgendwas sehen kann, nur manchmal ist es ganz leicht gerötet und schwitzt hauptsächlich um die Nase und auf den Wangen. Dieses Hitzegefühl kenne ich schon seit ca 20 Jahren, ich habe es nie mit der Schilddrüse in zusammenhang gebracht. Momentan ist es extrem, meistens beginnt es 1 oder 2 Stunden nach dem aufstehen und geht erst spät abends wieder weg. Die Hände und Füsse sind normal bis kalt.
    Seit der Reduktion ist es extrem, dazu komme ich kaum über den Tag, bin nur noch müde, ohne Mittagsschlaf geht es gar nicht, Konzentration nicht möglich. Dazu habe ich diffusen Haarausfall, die verbleibenden Haare sind extrem trocken, das ist mit keiner Pflege zu ändern.
    Nächste Woche habe ich einen Termin zur Blutabnahme, meine Ärztin wird wieder nur den TSH abnehmen wie ich sie kenne. Sie meint sie könne ja die freien Werte nachfordern (hat sie aber noch nie gemacht)
    Ich fühle mich eigentlich eher wie in der Unterfunktion, allerdings spricht doch das Hitzegefühl im Gesicht dagegen?
    Wie kann ich meine Ärztin überzeugen die freien Werte mitzumachen? Ich möchte nicht wechseln weil sie mich mit meinem CRPS sehr gut betreut und hier auf dem Land gibt es auch kaum Alternativen.
    Ich werde auf jeden Fall die Werte mitnehmen, haben Sie noch eine Idee was das Gesichtsglühen auslösen könnte wenn es nicht die Schilddrüse ist?
    Mit freundlichen Grüßen
    Nala

    1. Ihren Symptomen nach zu urteilen, würde ich auch eher eine Unterfunktion vermuten. Um das genau sagen zu können, braucht man halt die freien Werte. Für das Brennen im Gesicht kommen viele Ursachen in Betracht. Das geht über Angststörungen und Allergien bis hin zu Rosacea und Neuropathien.

      1. Hallo Frau Bendig,
        endlich habe ich die Werte, meine Ärztin hat auf meinen Druck hin die freien Werte auch nachgefordert:
        TSH-basal 0,96 mlU/L ( 0,27-4,20)
        FT3 2,55ng/l (1,71-3,71)
        FT4 1,18ng/dl (0,70-1,48)
        Meine Ärztin meint das ist perfekt so, da wird auf keinen Fall irgendwas daran verändert.
        Vermutlich habe ich die Ursache für das Brennen im Gesicht gefunden, der HNO-Arzt hat eine extrem trockene Schleimhaut festgestellt, meint es könnte sein dass der Gesichtsnerv beleidigt ist. Seit ich die Schleimhaut behandle ist das Brennen komplett verschwunden. Hoffentlich bleibt das so.
        Die anderen Symptome sind leider geblieben, ich komme kaum noch aus dem Bett, mir ist auch bei über 30 Grad noch kalt und ich habe nur noch Stroh auf dem Kopf. Von meinem Gefühl her bin ich noch in der Unterfunktion, kann das bei den Werten überhaupt sein?
        Vielen Dank für Ihre Bemühungen
        Nala

  8. Hallo, Frau Dr. Bendig und an alle.

    Großes Lob an Dr. Bendig für Ihre Mühe hier im Blog und die geduldigen Antworten (Ferndiagnosen sind ja auch nicht erlaubt). Mir haben Sie schon sehr geholfen nach nur einem Termin in Hamburg! Immer wieder habe ich selbst erfahren, was hier viele von ihren Ärzten geschildert haben: „Ihre Werte sind im Normbereich, es liegt nicht an der Schilddrüse“. Immer wieder werden wir als PatientInnen damit abgespeist und trauen dann selbst unserer Intuition nicht mehr. Dabei sind die meisten Ärzte über die aktuellen Referenzwerte so wenig informiert wie über eine entsprechende Therapie! Konkret: ein Arztwechsel hat bei mir nichts gebracht, der neue Hausarzt war noch schlimmer: „Suchen Sie in der Psyche nach Ursachen, ich habe selten eine so gesunde Schilddrüse gesehen“.
    Wie oft bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen auf der Suche nach Ursachen für meine Symptomatik, viele Tests (fast alle!) habe ich aus der eigenen Tasche bezahlt, auch nicht unwichtig. Die Schilddrüse ist zwar nur ein Teilproblem, aber doch wichtig. Wenn dann noch Wartezeiten bei Fachärzten wie bei den Endokrinologen von bis zu einem Jahr nerven, verlässt einen schon mal der Mut. Die Kraft sowieso. Ich kann nur jedem hier raten, gut dosiert die Kräfte einzuteilen und sich Ärzte zu suchen, die ihren Eid noch leisten und sich dann noch Zeit nehmen können für Erläuterungen und Therapieansätze. Der Patient/die Patienten müssen trotzdem mitdenken und sollten sich nicht mit Phrasen abspeisen lassen. Pfadfinderarbeit!

    Meine Werte sind jetzt von TSH 3,6 (was alle ja als noch so normal betrachtet hatten) auf TSH 0,01 (!) gesunken (in ca. 8 Wochen!), fT3 von 1,02 auf 4,41 und fT4 auf 22.3 verändert. Die psych-soziale Praxis sieht mich so schnell nicht mehr…

    Apropos: seit wann dürfen Hausärzte Antidepressiva verschreiben? Ist das neu? Wäre mir ein Rätsel. Toi, toi, toi an alle, was ich hier so gelesen habe, erschreckt ja enorm! Da frage ich mich manchmal schon, ob ich nicht bei einem Tierarzt besser aufgehoben wäre (der hat wenigstens Zeit für uns) 🙂

    Beste Grüße
    Karola B.

  9. Hallo Frau Dr. Bendig,
    gibt es einen Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und der Schilddrüse?
    Kann es sein, dass Frau dann auf die SDHormone sensibler reagiert?
    Momentan könnte ich vor Unruhe und Schwindel gerade zu schreien, und diese Beschwerden werden schon kurz nach der Einnahme von 50 t4 und ca 3 t3 für ca 4 Stunden massiv.
    Dabei denke ich von den Werten nicht, dass ich in ÜF bin.
    TSH 0,6
    Ft4 70 %
    Ft3 50 %
    Aber seltsamerweise waren die Werte kürzlich noch bei 30 %?
    MfG
    Blume

  10. Hallo Frau Bendig

    Mir wurde vor 25 Jahren die Schilddrüse entfernt und bei dieser OP wurden meine Neben -Schilddrüsen verletzt so das ich L-Thyroxin 125mg und A.T 10 Perlen (Parathormon) nehmen musste.
    Diese Dosierung war auch gut eingestellt, bis ein neuer Hausarzt nach messen meines TSH Basal wert die Dosierung auf 100mg runter setzte ..Lange Zeit habe ich diese Dosierung genommen und mein Unwohlsein nicht mit meinen SD Werten in Verbindung gebracht.
    STARKER HAARAUSFALL
    SCHWINDEL
    WADENSCHMERZEN
    DEPRESSION
    UND GEWICHTZUNAHME VON ETWA 5- KILOGRAMM BEI GESUNDER ERNÄHRUNG MIT SPORT
    KREISLAUFPROBLEME
    SEHR GEREIZT

    nun habe ich durch viel lesen herausgefunden das all diese Symptome auch durch schlecht eingestellte SD Werte kommen können.

    HIER NUN MEINE AKTUELLEN WERTE:

    TSH-BASAL 0.98 (0.40-4.00)
    FT3 2.7 (2.0-4.0)
    FT4 1.6 (0.8-1.7)

    Sind diese Werte OK…oder würden Sie mein L-Thyroxin Dosis wieder erhöhen…Ich habe mich mit 125mg besser gefühlt.
    Vielen Dank fürs lesen
    Und ich bin gespannt auf Ihre Antwort

    Mfg.Angelika

    1. Hallo Angelika,
      es wundert mich nicht, dass Sie Beschwerden haben. Ihr fT3 liegt bei 35 %, was zur Erklärung Ihrer Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion allemal ausreicht. Sie sollten mit Ihrem Arzt sprechen, ob es nicht besser wäre, die Dosierung wieder hochzusetzten. Alternativ könnte die Zugabe von T3 erwogen werden.
      MfG

      1. Hallo Frau Dr.Bendig
        Danke für Ihre Antwort.
        Ich werde meinen Doktor wieder um eine Erhöhung des L-THYROXIN bitten und hoffe das meine Beschwerde besser werden.

        MfG
        Angelika

  11. Hallo Frau Bendig,

    ich habe Ihren Block gestern entdeckt und bin von Ihrer Leidenschaft und dem Fachwissen total begeistert.

    Vor zwei Tagen wurden erstmalig SD-Werte getestet und Folgendes kam heraus:

    TSH 5,35 µlU/ml bei Ref. 0,27- 4,20
    fT3 4,07 pg/ml bei Ref. 2,00-4,40
    fT4 13,00 ng/l bei Ref. 9,30- 17,00
    AK (TPO,MAK) >600,00 kU/l bei Ref. < 34,0
    AK (TRAK) <0,80 bei Ref. < 1,75

    Leider hat meine Ärztin das Wartezimmer immer voll, so dass wenig Zeit für Erklärungen bleibt- ich habe aber eine Überweisung zum Rötgen bekommen und Montag einen Termin.

    Mich macht der hohe Antikörperwert ein bisschen unsicher und ich weiß gar nicht wie ich mich verhalten soll. Bin ja ganz neu im Thema :/
    Wie schätzen Sie meine Werte ein? Könnten Sie mir ggf. Literatur o.ä. zum Thema empfehlen? Gerne auch dazu, wie es ggf. durch Veränderungen des Lebensstils/ Ernährung in den Griff bekommen werden kann.
    Ich nehme äußerst ungerne Medikamente ein, meine Ärztin meinte aber gleich, dass dieses unumgänglich werde. Ist das wirklich so?

    Macht es vor der Medikamenteneinnahme Sinn, ggf. auch Darm/ Zöliakie/Diabetes oder anderes abzuklären?!

    Ich bin 29, relativ sportlich und versuche mich ausgewogen zu ernähren. Habe allerdings sehr sehr viel Stress im Beruf.

    Ich bin gerade ein bisschen überfordert mit der ,,Sache" weil ich bis dato eigentlich immer gesund und munter war.

    Über eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar 🙂

    Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße

    1. Ihre Laborwerte weisen auf eine Hashimoto Thyreoiditis (eine Autoimmunerkrankung) hin. Eine Zöliakiediagnostik kann hilfreich sein, jedoch besagt ein negativer Befund nicht, dass Sie nicht eine Glutensensitivität haben könnten. Der erste Schritt ist auf jeden Fall der Verzicht auf glutenhaltiges Getreide und eventuell auch Milchprodukte, weil das Milchprotein dem Casein sehr ähnlich ist, und es zu Kreuzallergien kommen kann. Außerdem müssen Sie davon ausgehen, dass Sie einen Leaky Gut haben. Was Sie dagegen tun können, können Sie in diesem Post nachlesen. Und Schließlich, Stress ist ein wichtiger Auslöser für Autoimmunerkrankungen, weshalb Sie unbedingt einen Weg finden müssen, ihn zu managen.

  12. Hallo Frau Dr. Bending.
    Ich bin ziemlich ratlos zur Zeit…und die Ärzte scheinen mir nicht richtig zuzuhören,bzw mangelt es an Fachwissen. Also ich habe seit 2015 eine Schilddrüsenunterfunktion. Ich war eine Zeit lang gut eingestellt,immer Mal wieder wurde erhöht,immer auf meinen Wunsch,da es mir nie richtig gut ging. Letztes Jahr habe ich intensiv mit Sport angefangen und es ging rapide mit mir bergab…alle Symptome der Unterfunktion im vollen Ausmaß. Dann wurde von 75 auf 88 l Thyroxin hochdotiert. Ich habe mit dem Sport aufgehört und es ging mir besser. Seit geraumer Zeit geht es mir immer schlechter,wieder alle Symptome der Unterfunktion, zusätzlich nächtliches einschlafen der Hände und Arme,starke Schweißausbrüche ohne erklärbaren Grund, tägliche Übelkeit,am schlimmstem ist die Müdigkeit und Antriebslosigkeit,und die Erschöpfung nach nur wenig Belastung. Natürlich war ich zur Blutabnahme,aber laut des Arztes ist alles bestens. Könnten sie bitte etwas zu meinen Werten sagen und es sein kann ,das es Hashimoto ist?
    Ft3 2,09 ft4 0,89 TSH 1,99. LG Frau Schulz

    1. Ohne Referenzbereich des Labors lässt sich zu den Werten nichts sagen. Die Frage, ob es sich um Hashimoto handeln könnte, wird durch eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und die Bestimmung von Schilddrüsen Antikörpern abgeklärt.

  13. Guten Tag Frau Dr. Bendig,
    wegen Morbus Basedow, der über Jahre hinweg immer wieder auftrat, habe ich in 2009 eine Radiojodtherapie gemacht. Ein paar Wochen nach dieser Behandlung bekam ich eine Gastritis, die kaum auf Prazole anspricht. Es geht mir jetzt schon seit Jahren schlecht und kein Arzt kann mir einen Rat geben bzw. weiß warum mein Magen so reagiert. Zudem habe ich sehr trockene Schleimhäute bekommen und die Augen sind morgens feuerrot und trocken. Ich benutze ein Augengel zur Nacht und tagsüber Tropfen.
    Vor der Radiojodtherapie war ich gesund, sportlich, schlank und in guter Verfassung. Seitdem geht es mir immer schlechter. Niemand glaubt mir, dass es einen Zusammenhang geben könnte.
    Meine Schilddrüsenwerte von gestern:
    TSH: 0,34, fT3: 2,79, fT4: 1,66
    Kann diese Gastritis mit den Thyroxintabletten zusammenhängen? Oder gibt es sonst einen Gedanken, den Sie zu meinem Problem haben, der noch hilfreich wäre.

    1. Könnte es sich eventuell um eine Autoimmungastritis handeln? Die trockenen Schleimhäute und geröteten, trockenen Augen sind typische Symptome eines Sjögren Syndroms, das ebenfalls eine Autoimmunerkrankung darstellt. Sie sollten ganz dringend auf Ursachensuche gehen (Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stress, Schlafmangel, Toxine).

  14. Hallo Frau Dr. Bendig,

    ich bin vor 8 Tagen von L-Thyroxin 125 auf Prothyrid 100/10 umgestiegen, da ich trotz des L-Thyroxins immer sehr erschöpft war. Beim letzten Bluttest vor dem Wechsel lag mein fT4 bei 92% des Referenzwertes und mein fT3 bei nur 39,9 %, was ja wohl auf eine Konversionsstörung hindeutet. Auch mit 3,8 lag mein TSH-Wert recht hoch, wenn auch innerhalb des Referenzwertes des Labors.

    Nun habe ich leider einen stark juckenden Hautausschlag (kleine Pünktchen über den Körper verteilt, erinnert an Sonnenallergie und Ceterizin hilft). Erste Anzeichen ab Tag 4 der Einnahme von Prothyrid und deutlicher Ausschlag ab Tag 7.

    Kann der Ausschlag durch den (abrupten) Medikamentenwechsel verursacht sein?Sollte ich die Dosis reduzieren?

    Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich mit unseren Fragen beschäftigen!!!!!!!

    Susanne

    1. Das ist jetzt schwierig zu sagen. Dass Cetirizin hilft, spricht eventuell für eine Allergie (womöglich auch auf Zusatzstoffe in der Tablette), aber genauso gut kann es auch sein, dass der Wechsel zu abrupt war. Sie sollten mit Ihrem Arzt besprechen, wie Sie jetzt weiter vorgehen sollen.

  15. Sehr geehrte Frau Dr. Bendig,

    Sie schreiben, dass ein leaky gut die Ursache für Hashimoto sein kann. Wenn ich das abklären lassen möchte (das geht über den Zonulinspiegel?), ist es dann ratsam, eine gewisse Zeit vor der Messung wieder Gluten und Milchprodukte etc. zu sich zu nehmen?

    Ich habe vor einer Woche die Diagnose Hashimoto ohne Antikörper erhalten (da die SD im Ultraschall immer kleiner wird) bei folgenden Werten:

    TSH basal 0,77 µIE/ml (0,35-4,94) im Serum
    fT3 1,9 pg/ml (1,7-3,7) im Serum
    fT4 1,14 ng/ml (0,7-1,48) im Serum

    Ich nehme seit ca. einem Jahr Thyronajod 50 (Henning) und habe auch am Morgen vor der Blutabnahme eine Tablette genommen, da mein Arzt auf Nachfrage sagte, das gehe in Ordnung.

    Ich vermute aufgrund der Werte eine Umwandlungsstörung in T3, was auf eine verminderte Aufnahme der Nährstoffe im Darm zusammenhängen kann – also könnte ein leaky gut bei mir vorliegen, der die Aufnahme von Nährstoffen verhindert, die für die Umwandlung in T3 benötigt werden. Habe ich das so richtig zusammengefasst? Für eine kurze Bestätigung / Anmerkung Ihrerseits wäre ich sehr dankbar!

    Viele Grüße
    Selket

    1. Einen Leaky Gut können Sie über den Zonulinspiegel oder auch eine LPS Bestimmung diagnostizieren. LPS steht für Lipopolysaccharide, dies sind Bestandteile der Zellwand gramnegativer Bakterien, die sich normalerweise nicht im Blut befinden sollten (außer eben es liegt ein LG vor). Der Zusammenhang zwischen einem LG und einer Autoimmunerkrankung besteht darin, dass durch die erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand Stoffe in den Blutkreislauf gelangen, die dort eigentlich nicht hingehören. Dadurch wird dann das Immunsystem getriggert. Glutenmoleküle haben eine ähnliche Struktur wie Schilddrüsengewebe, sodass die gegen Gluten gerichteten Antikörper „aus Versehen“ die Schilddrüse angreifen.

  16. Halli Hallo 🙂 ,
    ich (40J alt, Hashimoto- patientin) bräuchte dringend Ihren Rat.
    Meine aktuellen Werte vom 18.06.
    TSH <0,1 (0,27-4,2)
    FT3 74,69% 3,82 (2,02-4,43)
    FT4 69,23% 1,47(0,93-1,71)
    Anti TPO 252 (1300,freien Werte nicht mitgemessen.
    Daraufhin erhöhte ich gleich auf 112,5(vielleicht ein zu grosser Sprung?) und füllte zum ersten Mal mit Selen 200 und Zink 25 auf. Werte lagen im unteren Normbereich.
    Der Haarausfall hat zum Glück danach aufgehört.
    Desweiteren:
    Bei einer Messung der Schilddrüse am 30.5 lag das Gesamtvolumen bei 8ml.20 Tage später am 18.06. Nur noch bei 5,5ml. Die Messungen wurden von zwei unterschiedlichen Nuklearmediziner durchgeführt. Kann die Schilddrüse wirklich so schnell schrumpfen, liegt so etwas an der L thyroxin Erhöhung?
    Über Ihre Antwort bin ich wirklich sehr gespannt.
    Liebe Grüsse
    Adriane

      1. Stimmt, klingt einleuchtend. Danke 🙂
        Ich habe mittlerweile einen supprimierten
        Tsh von <0,03 (0,27-4,20) und
        FT3 3,4 (2,0-4,2) 63,64%
        FT4 1,4 (0,8-1,7) 66,67%
        Der Arzt sagt, ich solle dringend reduzieren auf LT 100. Meine bisherige LT Dosis ist 112,5.Ich fühle mich ganz ok.
        Wie denken Sie darüber ist ein supprimierten Tsh auf langer Sicht gefährlich, obwohl die freien Werte ok sind?
        Liebe Grüße

        1. Da scheiden sich jetzt die Geister. Ihr Arzt hat Bedenken, dass das supprimierte TSH zu einer Osteoporose oder Herzrhythmusstörungen führen kann und möchte deshalb reduzieren. Bei Personen mit einer endogenen Schilddrüsenüberfunktion (also einem Morbus Basedow, bei dem zu viel Schilddrüsenhormon gebildet wird), treten diese Probleme auch tatsächlich auf. Nicht wirklich geklärt ist die Frage, ob dieses auch für Patienten gilt, die ein supprimiertes TSH aufgrund einer Hormongabe haben. Hier wird von holistisch arbeitenden Medizinern eher gesagt, dass es sich um eine normale Reaktion des Körpers auf die exogene Hormongabe handelt. Tatsache ist, dass Ihre freien Hormonwerte gerade im Wohlfühlbereich sind, weshalb ich an Ihrer Stelle wahrscheinlich eher geneigt wäre, die Dosis beizubehalten.

  17. Hallo Frau Dr. Bendig,

    ich bin 51, habe Hashi (aber keine AK) und eine starke Insulinresistenz (PCO-Syndrom). Habe jetzt in den letzten Monaten 8 kg zugenommen, (1,74m und ca. 80 kg).
    Seit Jahren nehme ich Novothyral , vorletztes Jahr 100, jetzt 75
    Meine Werte, mit denen ich mich nur noch bescheiden fühle:
    freies T3 2,9 (2-4,4) = 37,5 Prozent
    freies T4 1,1 (0,9-1,7) = 25 Prozent
    TSH 1,15 (0,27-4,2)

    Die Ärztin meinte gestern Werte wären o.k. Mein T4 hängt schon seit 2 Jahren hinterher.

    Nur noch müde. Das sind doch keine guten Werte, oder?
    (wenn eher mehr Novo oder L-Thyroxin).
    Was würden Sie tun, wenn das Ihre Werte wären?

    LG Kirsten

    1. Nein, Sie haben Recht, das sind keine guten Werte. Wenn ich Sie wäre würde ich mir allerdings keine Gedanken darüber machen, welche Medikamente ich am besten nehmen sollte – klar, das ist der Ansatz der Schulmedizin – , sondern welche Ursachen meine Erkrankungen haben. Bei der Kombination Hashi mit PCOS sollten Sie sich unbedingt Ihre Ernährung ansehen.

      1. Hallo Frau Dr. Bendig,

        ich achte etwas auf Gluten, meide Soja komplett, ohne genügend Kohlenhydrate habe ich keine Energie. Ich habe
        vor einigen Jahren mit Atkins 13 kg abgenommen, war aber täglich unterzuckert. Jetzt esse ich etwas kohlenhydratreduziert.

        In welchem Prozentbereich, auch zueinander, sollten die Werte denn idealerweise liegen. Mein Arzt hat kaum Ahnung von Schilddrüse. Soll ich Novothyral erhöhen oder

        LT dazunehmen?

        LG Kirsten

        1. PS: Ich esse so gut wie kein Fleisch, keinen Fisch und Meeresfrüchte etc, weil ich mich davor ekel. Käse und Eier esse ich gelegentlich.

  18. Hallo Frau Bendig,

    ich hätte eine Frage zu meinen Laborwerten.
    TSH 0,84
    Ft3 bei 2,8 Relativer Wert 26,09 % (2,2-4,5)
    FT4 bei 1,3 Relativer Wert 66,67 % (0,7-1,6)

    habe Hashimoto und habe habe stark an Gewicht zugenommen, leide unter Schwindel, Gedächtnisproblemen, Muskelverspannungen, verschwommene Sicht….
    Wie sind meine Werte einzuordnen?
    Über eine Rückantwort wäre ich dankbar.

  19. Ich war auch bei meinem Hausarzt wegen vieler passender Symptome.

    Dieser hat jedoch nur den TSH bestimmt. Dieser lag bei 3,5 (Normbereich angeblich zwischen 0.2 -4,2 ) und er schickte mich nach hause und meinte alles sei gut.

    Nun mache ich mir Gedanken wegen der vielen Symptome ob ich zu einem zweiten Arzt gehen sollte, der alle anderen Werte auch mal bestimmt und evtl eine Sonographie vornimmt.

    Wäre dies bei einem TSH von 3,5 sinnvoll ?

  20. Liebe Frau Dr. Bendig
    Vielen Dank für Ihre Antwort. Es wäre schön, wenn alle Ärzte darüber Bescheid wüssten. Leider hatte ich da bislang noch kein Glück. Danke dass Sie hier Auskunft geben.
    Freundliche Grüße, Nicole C.

  21. Guten Tag, Frau Dr. Bendig
    Ich habe eine Frage zu Laborwerten. Wie schnell geben diese Werte überhaupt das Befinden wieder?
    Ich war gerade letzte Woche zur Kontrolle, weil ich mich nicht mehr gut eingestellt fühlte. Doch der TSH war bei 1,39, was ich als super erachte. Mein fT3 war bei 39% und T4 bei 24%.
    Wie kann das jetzt sein, dass mein TSH so optimal ist, Befinden und T3/4 aber nicht. Das passt doch gar nicht zusammen.
    Zudem verschlechterte sich mein Befinden diese Woche stark (Müdigkeit, Schlafapnoe, Heiserkeit etc). Wie ist es möglich, dass ich mich mit einem so guten TSH schlecht fühle und eine Woche später noch schlechter? Und warum korrelieren TSH und T3/T4 nicht?
    Vielen herzlichen Dank im Voraus für eine Antwort

    1. Damit bringen Sie genau auf den Punkt, warum der TSH Wert alleine nichts über die Funktion der Schilddrüse aussagt. Tatsächlich kann dieser Wert in einem völlig normalen Bereich liegen, obwohl die Werte der SD-Hormone viel zu niedrig sind. Das TSH ist ein Hypophysenhormon und somit nur ein indirekter Indikator der Versorgung mit den Schilddrüsenhormonen T4 und T3. Auch von den meisten Ärzten wird immer wieder der Fehler begangen, den TSH Wert als Funktionswert für die SD zu sehen. Halten Sie sich also lieber an die Werte der freien Schilddrüsenhormone. Diese liegen bei Ihnen viel zu niedrig.

  22. Guten Tag Frau Dr. Bendig,

    vielen Dank, dass Sie auf unsere Anfragen antworten.

    Mir wurde Anfang März 2018 die SD komplett entfernt. Entlassen wurde ich mit L-Thyroxin 125 – nach 5 Wochen folgende Werte:

    TSH 5,32
    fT3 2,59 (2,0-4,4) 24,58 %
    fT4 1,27 (0,9-2,0) 33,64 %

    Dosis-Erhöhung auf 137,5
    Werte vom 22.05.2018:

    TSH 2,59
    fT3 2,9 37,5 %
    fT4 1,45 50,0 %

    Lt. Internistin alles bestens – super Werte –
    Lt. mir: weiterhin Unterfunktionssymptome z.B. einen Tagespuls von 55….Müdigkeit……Gewichtszunahme….trockene Haut etc etc

    Ich möchte nunmehr auf L-Thyroxin 150 steigern.
    Wie ist Ihre Meinung zu den Werten?

    I

    1. Sie sind sicher alles andere als „super“. Ich kann schon verstehen, dass Sie sich mit diesen Werten weiterhin nicht wohl fühlen. Der „Wohlfühlbereich“ fängt für die meisten Patienten an, wenn sich die Werte bei über 60 % befinden.

  23. Sehr geehrte Frau Dr. Bendig,

    bei mir wurde noch keine Schilddrüse Unterfunktion oder Überfunktion festgestellt aber ich hatte ein großes Gebärmutter Hinterwandmyom. Ein einziger Arzt letztes Jahr hat eine Schilddrüse Unterfunktion bemerkt, weil ich sehr viele Symptome gehabt habe so wie starke Müdigkeit, Gewicht Zunahme, trockene Haut, starke Kompfschmerzen und so weiter, die Hormone ändern sich bei mir ständig. Trotzdem keine Diagnose festgestellt. Ich wurde vor 20 Tage operiert und das Myom wurde problemlos entfernt. Vielleicht nach der Entfernung des Myomes werden sich meine Hormone normalisieren?
    Meine Werte sehen jetzt so aus:

    TSH : 3.41 mU/L
    ft3 : 7.04 pomoI/I
    ft4: 1.24 ng/dl

    Laut Ärzte die Schilddrüse ist unauffällig, aber ich fühle mich nicht so wie früher, mir fehlt die Energie und hab oft starke Kopfschmerzen, Schwindel Gefühl, deswegen möchte ich Sie auch um Ihre Meinung bieten.

    Liebe Grüße und vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort.

  24. Hallo Frau Dr. Bendig,

    Ich habe vor 7 Wochen meine SD Entfernt bekommen und seitdem nehme ich immer mehr zu und bin antriebslos, oft anteilnahmslos und ohne Grund nachdenklich. Ich hatte noch kein vernünftiges Gespräch mit meinem HA nach der Op und die Blutabnahme beschränkte sich nur auf den TSH, was mich alles andere als zufrieden stellt. Glücklicherweise arbeitet eine Freudin im Labor im Kkh und hat mir alle Werte abgenommen. Diese sind wie folgt.

    TSH- 1,79 ( 0,27 – 4,20)
    Ft3 – 2,85 ( 2,50 – 4,30) 19.44%
    Ft4 – 1,47 ( 0.94 – 1,70) 70.13%

    Ich möchte diese Werte meinem Arzt vorlegen. Können Sie mir Tips für die Argumentation geben damit dieser etwas tut? Ich denke ft3 und ft4 liegen zu weit auseinander und der ft3 ist im unteren Normbereich. Es deutet auf eine Unterfunktion evtl. Umwandlungsstörung hin oder? Ich nehme seit der Op 150 L-thyroxin.

    Danke schon mal für Ihre Antwort

    Liebe Grüße

  25. Hallo Fr Dr Bendig,

    nach einer SD-OP (Struma nodosa mit einem autonomen Adonom nehme ich L-Thyrox 25 ein.

    Die aktuellen Werte:
    TSH: 2,18 mU/l (0,27-4,20)
    FT3: 2,7 ng/l (2,0-4,4) =29,17%
    FT4: 10,1 ng/l (9,3-17,0) =10,39%

    Laut behandelnder Ärztin sind die Werte ok.
    Wohl fühle ich mich allerdings nicht, bin schnell schlapp und nehme immer mehr (und schnell) an Gewicht zu.
    Würde gerne wissen, ob dies mit meiner SD zusammenhängen könnte.

    Stimmt es eigentlich, dass eine SD auch Polyneuropathie und Tinnitus verursachen kann?

    Liebe Grüße und vielen Dank, dass Sie sich die Mühe machen, all die Fragen der Betroffenen zu beantworten.

    1. Das wundert mich nicht, denn die 25 mcg Thyroxin sind – wie Ihre Werte zeigen – alles andere als ausreichend. Am besten schlagen Sie Ihrer Ärztin vor, die Dosierung zu erhöhen.
      Ja, eine Schilddrüsenfunktionsstörung kann zu sehr vielen unterschiedlichen Symptomen führen. Polyneuropathie und Tinnitus gehören auch dazu.

  26. Hallo Fr. Dr. Bendig,

    ich war wegen der SD zur Untersuchung und bin mit den Werten ohne Erklärung wie Aufklärung abgespeist wurden.
    Mir fiehl der ft4-Wert auf und ich wollte dazu gerne mehr wissen, da er so niedrig ist. Zudem empfinde ich als nicht-Medizinier die Unterschiede der % schon komisch. Können Sie mir da weiterhelfen?

    Die Werte waren :

    TSH µIU/ml Norm 0.4-4.0 = 2,75
    ft3 pmol/l 3.4-8.0 = 6,56 umgerechnet in % 68.70
    ft4 pmol/l 11.5-22.7 = 13 umgerechnet in % 13,39

    Leider wurde zuvor nur einmal ein hoher TSH wert ohne ft3+ft4 genommen.
    Liebe Grüße und vielen Dank für Ihre Mühe!

  27. Ich wusste nicht, dass die Schilddrüsenunterfunktion so viel Symptome hatte! Wie viele von diesen muss ich haben, bevor ein Arzt denkt, um meine Schilddrüse zu überprüfen und checken? Oder kann Ich einfach dafür fragen?

    1. Da die Schilddrüse ein so wichtiges Organ ist, kann eine Unterfunktion sich in sehr verschiedenen Symptomen bemerkbar machen. Wenn Sie Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion haben, dann sollten auf jeden Fall die Schilddrüsenwerte bestimmt werden – und darum können Sie Ihren Arzt natürlich bitten. Aber achten Sie darauf, dass nicht nur der TSH Wert bestimmt wird, denn der besagt für sich genommen überhaupt nichts.

  28. Hallo Fr Dr bendig,

    Ich habe vor 3 Monaten hashimoto diagnostiziert bekommen. Ich war sehr antriebslos , müde , schlechte Laune.

    Meine Werte
    Tsh 5.34
    Ft4 1.2 (0.9 -1.7)
    Ft3 2,7 (2-4.4)

    Habe mit lt 75 angefangen. Nach ersten Wochen voller Euphorie und hibbelig sein , stellte es sich auf ein gutes Level ein. Das heisst mir geht es Top..

    Heute nach 3 Monaten sehen meine Werte so aus.

    Tsh 0.08
    Ft4 1.9 (0.93-1.7) 125%
    Ft3 3.4 (2.0-4.4)

    Da es mir sehr gut geht sagt.mein Arzt brauche ich nicht zu senken. Aber 125% ?

    Wie sehen Sie Das?

    1. Ihr fT3 liegt bei 58 % und sollte sicher nicht tiefer liegen. Das fT4 ist nur eine Speicherform und hat nur eine sehr geringe Stoffwechselwirkung. Wenn Sie die Dosierung senken, wird Ihr fT3 wahrscheinlich in die Knie gehen.

  29. Hallo Frau Dr. Bendig,

    mein Sohn (13 J. ) fühlt sich seit ca. 2 Jahren schlapp, antriebslos, manchmal Rückenschmerzen, Kribbeln in der Hand, ihm ist oft schlecht und er hat Kopfschmerzen.
    Diagnostisch ist vieles ohne Befund abgeklärt.
    Er hatte einen Vitamin-D-Mangel, der behandelt wurde, aber die Beschwerden sind nicht besser geworden.

    Auffällig ist nun der ft4-Wert, der seit Juni 2016 bei jeder Blutentnahme zu niedrig war (von 8,1- 8,7 ng /l). Der TSH schwankt gleichzeitig von 1,82 – 4,13 mU/l.

    Aktuelle Werte:
    ft4 7,9 ng /l
    ft3 3,3 ng /l
    TSH 2,68 mU /l

    TPO Ak (MAK) <3
    Thyoreoglobin (TAK) <3
    ANA (IIFT) Titer <1:100

    Nun waren wir bei einem SD-Experten, der die Werte nicht bedenklich findet, alles auf die Pubertät schiebt, uns dringend von Hormongaben abrät und vorschlug, mehr Fisch zu essen, weil ein Jodmangel vorliegen könne.

    Die Beschwerden schränken meinen Sohn sehr ein, daher wäre ich über Ihre Meinung sehr dankbar.

    Vielen Dank
    Sina Stamle

    1. Mir persönlich wäre ein TSH von 2,68 mU/l zu hoch. Wie gesagt hat die amerikanische Endokrinologische Gesellschaft als Grenzwert für eine Schilddrüsenfunktion inzwischen 2,5 mU/l festgelegt. Wenn bei Ihrem Sohn das TSH bis auf 4,13 ansteigt, hat er eine Unterfunktion. Natürlich kann tatsächlich einfach ein Jodmangel vorliegen, der natürlich ausgeglichen werden muss. Einfach so ist es schwierig, Ihnen eine Antwort zu geben, weil für die Beschwerden Ihres Sohnes einfach zu viele Möglichkeiten in Betracht gezogen werden müssen. Grundsätzlich sollten Sie sich aber folgende drei Bereiche ansehen 1. Ernährung – könnten Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorliegen, die nicht offensichtlich sind. Hier hilft ein Ernährungstagebuch. 2. Schläft er ausreichend und wacht morgens ausgeruht auf? 3. Stress psychisch wie körperlich. Wie sieht es in der Schule aus, Verhältnis zu Mitschülern und Lehrern, Lernbelastung? Ich würde allerdings auch dazu tendieren, keine Hormone zu geben, sondern zunächst mit Änderungen in den genannten Bereichen versuchen, die Schilddrüsenfunktion in den Griff zu bekommen.

  30. Guten Tag Frau Dr. Bendig,
    meine Schilddrüse wurde wegen heißen Knoten vor 18 Jahren mit Radiojodtherapie behandelt und ist kaum noch mit Ultraschall zu sehen. Ich nehme L-Thyroxin 125 ein und fühle mich gut. Meine aktuellen Werte:
    TSH 0,264 (Norm 0,27-4,2)
    FT3 4,31 (3,1-6,8)
    FT4 21,24 (12-22)
    2009 hatte ich TRAK 4,6 und ANA 1:320
    Meine Hausärztin möchte nun die L-Thyroxindosis runter setzen wegen dem niedrigen TSH.
    In der Vergangenheit bin ich mit niedrigeren Dosierungen nicht gut zurecht gekommen un deshalb skeptisch.
    Außerdem finde ich den Unterschied von FT3 und FT4 recht hoch. Habe ich evtl. eine Konversionsstörung?
    Freundliche Grüße
    S. Seifert

    1. Wenn Sie sich gut fühlen, sollten Sie die Dosierung des L-Thyroxins nicht reduzieren. Sie haben Recht, die Werte liegen weit auseinander und insgesamt ist der fT3 relativ niedrig, sodass von einer Umwandlungsstörung auszugehen ist.

  31. Hallo Frau Dr. Bendig,
    bei mir wurde nie eine SDU diagnostiziert.
    Aber da ich viele Symptome einer SDU habe und mir das alles sehr befremdlich vorkommt wollte ich gerne mal den Rat von jemandem, der sich besser auskennt, als (scheinbar) mein Hausarzt.
    Mein eigentlicher Hausarzt sagt es sei soweit alles in Ordnung.
    Letzte Woche war ich bei einem anderen Hausarzt, der meinte auch nur, dass die Werte ja alle in der Norm seien und meinte dann, dass ich wahrscheinlich einfach depressiv bin. Was aber eigentlich nicht zu mir passt, weil ich ein immer sehr ausgeglichener, glücklicher und optimistischer Mensch war. Er wollte mich schon auf Antidepressiva einstellen (davon konnte ich ihn glücklicherweise abbringen). Auf meine Frage, warum der T4 so niedrig wäre meinte er, es sei völlig in Ordnung und in der Norm.
    Nun meine Frage: Ist es normal das der fT3 Wert immer deutlich höher ist als der fT4 und das der fT4 auch immer nur bei ca. 15-25% liegt. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir was dazu sagen könnten, weil ich langsam nicht mehr weiter weiß und im Internet auch nichts Genaues dazu finde.
    Es wäre auch ok für mich, wenn die Werte tatsächlich so in Ordnung sind, dann kann ich mir sicher sein und mich auf die weitere Suche machen.

    Die Werte sind folgende:

    12.07.2016 (Hausarzt)
    TSH: 3,85 mU/l (0,35-4,5)
    FT3: 6,15 pmol/l (3,5-6,5) 88.33%
    FT4: 14,98 pmol/l (11,5-24) 27.84%

    22.03.2017 (Hausarzt)
    TSH: 2,33mU/l (0,35-4,5)
    FT3: 4,82 pmol/l (3,5-6,5) 44.00%
    FT4: 14,2 pmol/l (11,5-24) 21.60%

    12.04.2018 (Hausarzt)
    TSH: 1,083mU/l (0,35-4,5)
    FT3: 4,89 pmol/l (3,5-6,5) 46.33%
    FT4: 13,41 pmol/l (11,5-24) 15.28%

    Ich danke Ihnen im Voraus 

    Viele Grüße
    Jessica

    1. Der große Unterschied zwischen Ihren fT3 und fT4 Werten deutet auf eine Umwandlungsstörung hin. Es sieht so aus, als würde Ihr Körper vermehrt T4 in T3 umwandeln, um einen ausreichenden (bzw. wenn Sie Symptome einer Unterfunktion haben auch nicht mehr ausreichenden) Gewebespiegel an Schilddrüsenhormon aufrecht zu erhalten. Im Verlauf befinden sich beide Werte im Sinkflug, und auch wenn sie sich im „normalen“ Bereich befinden, glaube ich, dass Sie eine Unterfunktion aufweisen. Wichtig wäre es jetzt herauszufinden, was der Auslöser ist. Lassen Sie auf jeden Fall Ihre Jodversorgung sowie auch Schilddrüsen Antikörper überprüfen.

  32. Hallo Frau Dr. Bendig,
    nachdem ich vor 8 Wochen meine SD Medikation von 50 t4 auf 50 t4 und zusätzlich 5 t3 verändert habe, sind meine Werte nun folgende:
    TSH 0,8 davor auch 0,8
    Ft3 35% davor unter 5 %
    Ft4 29 % davor 32 %
    Obwohl ich mich nun im Vergleich besser fühle und keine Panikattacken mehr habe, möchte der Endokrinologe, dass ich die Hormone komplett absetze.
    Wäre eine Steigerung nicht viel sinnvoller und richtig?
    Mit freundlichen Grüßen
    H. Blume

    1. Ich kann jetzt auch nicht nachvollziehen, warum Ihr Endokrinologe die Hormone absetzen möchte. Ich würde es eigentlich auch so sehen, dass man versuchen sollte, die Werte entweder medikamentös oder eben durch Lebensstiländerungen (von denen ich natürlich ein großer Fan bin) noch angehoben werden können.

  33. Hallo Frau Dr. Bendig.

    Seit Jahren laufe ich mit Probleme von Arzt zu Arzt.
    Angefangen hat es mit herzrasen, Schwindel und seltener Ängsten einhergehend mit einem trägen Darm über mehrere Jahre. Diagnostik Darm angeblich Lesley gut, Schulmedizin sagt alles ok. Seit der Geburt meines Kindes vor 9 Monaten bleibt der Träge Darm, gepaart mit starkem diffusem Haarausfall u seit 2 Monaten kreisrundem Haarausfall, der weit über das hormonelle Maß geht. Eisen wurde nach der Geburt mit Infusionen wieder aufgefüllt.
    Jetzt wurde meine Schilddrüse kontrolliert, werte in der Norm, alles ok laut Arzt. Ft3 und 4 liegen aber mit 30% auseinander.
    Tsh 1,34 (0,4-4)
    Ft3 4,39 (3,1-6,8) 34%
    Ft4 18,37 (12-22) 64%
    Tpo 14,4 (<34)
    Trak <0,9 (<1,5)

    Sollte ich noch einmal zu einem anderen Arzt?

  34. Guten Morgen Frau Dr. Bendig,

    Ich habe am 23.03 die Schilddrüse raus bekommen und hatte vorher folgende Werte.

    FT3 – 3.80
    FT4 – 0.94
    TSH – 1.46

    Was bedeuten diese Werte genau?

    Hatte vorher Symptome von ÜF und UF und einen von außen sichtbaren kalten Knoten und mehrere kleine kalte Knoten.

    Liebe Grüße Christiane Schütz

  35. Hallo Frau Dr Bendig
    Ich lese mit großem Interesse Ihren Blog und habe eine Frage zu Schilddrüsenextrakten. Seit 6 Monaten bin ich wegen herausoperierter Schilddrüse von L Thyroxin auf Thyroid von der Receptura Apotheke umgestiegen und musste langsam bis auf 4,5 Grain steigern um einen ft3 von 3,5 und fT4 von 11 zu erreichen. Meine Morgentemperaturen sind nie über 36.6 gestiegen. Meine Nebenbaustellen sind leaky gut und Nebennierenschwäche. Der Darm wird seit 1 Jahr aufgebaut wobei ich vor 12 Tagen auf Pro Em San pur gewechselt habe.
    Jetzt habe ich nach der Hormoneinnahme ca 3-4 Stunden später ein stärker werdendes Kloßgefühl und aufsteigende Panik. Zudem stechende Kopfschmerzen. Sind das Hinweise auf Überdosierung weil der Darm plötzlich mehr Hormon aufnimmt bzw. das T4 aus dem Extrakt vermehrt umwandelt in T3 .
    Ich habe die Dosis natürlich gleich reduziert.

    Kirsten

    1. Es kann sich durchaus um eine Überdosierung handeln. Wenn Sie eine Nebennierenschwäche haben, sollten Sie diese Baustelle eh bevorzugt angehen. Ansonsten prügeln Sie auf ein halbtotes Pferd ein. Sie können nicht Ihre Schilddrüse voll aufdrehen, wenn die Nebenniere überarbeitet ist.

  36. Guten tag,

    In meiner Schwangerschaft wurde eine Schilddrusenunterfunktion festgestellt. Zum Schluss müsste ich L- Thyroxin 150 nehmen.

    Nun 1 Jahr später habe ich folgende Werte:

    TSH: 4,3 mIu/l (Referenb.0,27-4,2)
    Freies FT3: 3,4 ng/l (RB 2,0 – 4,4)
    Freies FT4: 1,0 ne/dl (RB 0,93 – 1,7)

    Ungewohnte Müdigkeit und Schlappheit habe ich seit längerer Zeit festgestellt. Außerdem plagen mich schon seit langer Zeit eine sehr schlechte Verdauung, schnelle Gewichtszunahme bei normalem Essen. Auffällig ist auch das bei fast allen Blutdruck Untersuchungen mein Blutdruck meist niedriger als die Norm war.

    Noch zu sagen ist das ich nach der Geburt keine Schilddrüsenhormone mehr genommen habe.

    Wie schätzen sie die Werte ein ?

    Vielen Dank ums Voraus.

      1. Vieln Dank für Ihre Antwort. Das werde ich beim nächsten Termin ansprechen.

        Stutzig machte mich nur das mein Arzt noch keinen Grund zur Handlung sah und mich auf einen weitere Untersuchung in 3 Monaten verwies.

        Einen schönen Tag!

  37. Hallo Frau Dr. Bendig,
    Meine Werte von der Messung Ende März sind:

    TSH 4,92
    fT3 37,19%
    fT4 30%

    Symptome sind Schlappheit, Müdigkeit, Gewichtszunahme, starkes Schwitzen, Muskelschwäche & brennen bei nur leichter Anstrengung. Eine Schwäche der Nebennieren und Progesteronmangel wurden durch eine Heilpraktikerin diagnostiziert.
    Können Sie ggf. erkennen, wo die Ursache für diese Konstellation liegen kann? Meist ist ja eher der fT3 niedriger.
    Danke!

      1. Welche Werte sollten Ihrer Ansicht nach zur genaueren Anamnese gemessen werden?
        Morgen wird noch Blut abgenommen für div. Vitamine/Nährstoffe, SD-Antikörper, Zonulin, FSH, LH, Östrogen, Progesteron, DHEA

  38. Hallo Frau Dr.Bendig,
    am 21.12.17 hatte ich eine plötzliche Panikattacke…weitere folgten.Im Januar 2018 hatte dann endlich einen Termin bei einem Neurologen….seit Januar habe ich zwei Antidepressiva durch und nichts hat geholfen.Ich hatte im Dezember 17 einen TSH Wert von 5,96 und im Januar 18 einen TSH Wert von 2,4.Mein Hausarzt fand eine Behandlung für die Schilddrüse nicht nötig.Mir geht es immer noch sehr schlecht Unruhe,massive Schlafstörungen,starkes zittern der Hände,weinerlich und verzweifelt .Meinen Sie ich sollte die Schilddrüse noch mal kontrollieren lassen?

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Auf jeden Fall! Und achten Sie unbedingt darauf, dass nicht nur der TSH Wert bestimmt wird, sondern mindestens noch fT3, fT4 und die Schilddrüsenantikörper. Wenn möglich, sollten Sie zu einem Endokrinologen gehen. Es ist zwar nicht gewährleistet, dass er alle Werte bestimmt, aber erfahrungsgemäß wird doch mehr durchgecheckt als beim Allgemeinmediziner.

  39. Guten Tag.
    Mit großem Interesse lese ich diesen Chat.
    Ich habe aber im Vergleich viel schlimmere Werte.
    Einen total lieben engagierten, aber auch hilflosen Arzt. Wir kämpfen. Aber ich verliere immer mehr Kraft und Hoffnung.
    Ich hab seit etwa 10 Jahren eine bekannte Hashimoto und ein hormoninaktives Hyperphysenadenom.
    Meine Werte sind aber unvergleichbar mit denen hier im Forum. Meine Ärzte kennen keinen Vergleichsfall.
    Mein T3 und T4 sind fast nicht mehr nachweisbar im Blut. TSH ist derzeit 380!!!
    Ich nehme das Hormon oral nicht auf, keiner weiß warum. Wir spritzen es s.c. die komplette Ampulle 3tägig experimentell.
    Alle etwa 3-4 Monate liege ich stationär, weil über die I.v.- Gabe der einzige Weg ist die Werte aufzubessern. Und das nur in winziger Dosis, weil der Körper sonst extrem reagiert und mich die Symptome einer Überfunktion spüren lässt.
    Niemand hat eine Idee.
    Die Muskelschmerzen die ich erleide sind die absolute Hölle.
    Ich kann bald nicht mehr. Niemand hat eine Idee. Kennen Sie ähnlich schlimme Fälle??
    Danke fürs Lesen. Gloria

    1. Liebe Gloria, das hört sich wirklich nicht gut an. Aber auch wenn Ihre Werte massiv erhöht und erniedrigt sind, heißt es bei einer Autoimmunerkrankung immer: Back to the Basics. Das bedeutet in Ihrem Fall: Den Darm in Ordnung bringen (es führt kein Weg daran vorbei, dass Sie einen Leaky Gut haben), die Ernährung aufräumen (auf jeden Fall kein Gluten und keine Milch und Milchprodukte), Stressmanagement (das ist mit starken Schmerzen schwierig, aber auf jeden Fall notwendig). Ohne Hilfe wird das einigermaßen schwierig, aber Sie sollten es auf jeden Fall versuchen.

  40. Hallo Frau Dr. Bending,
    ich habe eine Struma mit einem Umfang von 42cm. Meine Werte:
    TSH 0,353 (0,3-3,6)
    ft3 3,64 (2,2-4,2)
    fT4 0,99 (0,8-1,7)
    Dann laut Blutbild erweiterte Werte:
    TSH 0,49 (0,6-3,6)
    Anti TPO 1,32 (0-16)
    Anti TG 8,02 (0-100)
    Calcitonin <1,00 (0-4,8)
    CEA 2,24 (0-4,0)
    25-OH Vitamin D3 18,9 (20-100)
    Parathormon intact 24,6 (14;5-87,1)
    TG 183 (0-70)
    TRA human 0,1 (0-1,5)
    Meine Frag ich habe wie schon vor 4 Jahren undefinierbare Hüft-und Oberschenkel Schmerzen bis hin zu nicht mehr gehen, stehen können. Vor 4 Jahren hatte ich eine Fistel im Kiefer. Nach dem Eingriff eines Kieferchirugen konnte ich wieder laufen.
    Dieses mal hat mich meine Osteopathin auf die Schilddrüse hingewiesen. Nicht wegen der Größe, sondern als mögliche Ursache der Schmerzen.
    Ich denke über eine OP nach habe aber Sorge um den Stress der Einstellung danach. Ich habe diese Struma seid ich 12 Jahre bin. Jetzt bin ich sweete 52Jahre. In meiner mütterlichen Linie haben alle Frauen eine Schilddrüsen Geschichte.
    Danke im Voraus für Ihren Rat!
    Herzliche Grüsse

    1. Wie immer muss ich Sie darauf hinweisen, dass ich keine Ferndiagnose stellen kann. Abklärungswert ist das erhöhte Thyreoglobulin. Es kann natürlich auch einfach auf die Stuma zurückzuführen sein, aber Sie sollten zumindest ein Ultraschall der Schilddrüse machen lassen. Desweiteren fällt Ihr doch sehr niedriger Vitamin D Spiegel auf (der Referenzbereich ist übrigens zu niedrig, inzwischen geht man bei 40 von einer ausreichenden Versorgung aus). Auch dieser kann zu Knochenschmerzen führen und ist insgesamt alles andere als gesund. Aber der Sommer steht ja vor der Tür, sodass Sie dem niedrigen Wert durch kurze Aufenthalte in der Sonne gut begegnen können.

  41. Hallo Frau Dr. Bendig,
    auch ich habe Hashimoto. Ich sollte nun Eutyrox von 150 auf 125 denken, da der TSH unterdem Referenzbereich la, T3 niedriger im Bereich und T4 eher hoch.
    Seit dem Senken hatte ich Kopfschmerzen tgl und seit langem wieder Panikattacken.
    Kann es auch an einer low carb-Diät mit hohem Kaloriendefizit liegen oder eher eine Umwandlungsstörung?
    Einen Termin beim NUK bekomme ich nicht vor juni und ich hoffe durch Rückkehr zur alten Dosis wieder in die Spur zu kommen.
    Hätten Sie einen Rat?
    Beste Grüsse

  42. Hallo,
    Sie schreiben, dass der Referenzbereich für TSH zwischen 0,1 und 2,5 liegt.
    Mein TSH liegt bei 2,8.
    Wie bekomme ich meinen Arzt dazu, zu verstehen, dass 2,8 zu hoch ist, wenn im Laborbericht der Referenzbereich bis 4,4 geht??
    Bekomme immer und immer wieder das gleiche zu hören, dass ich eine genauere Blutuntersuchung dann selber zahlen muss.
    Ist das richtig?
    LG

    1. Laut neuesten Leitlinien der amerikanischen Endokrinologischen Gesellschaft weist ein TSH > 2,5 auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin. Ich kann Ihnen versicherun, ich bin auch nicht gerade glücklich über die sogenannten „Normalwerte“, die von unseren Labors angegeben werden. Leider weiß ich nicht, welche Schilddrüsenwerte von der Kasse übernommen werden. Im Zweifelsfall rufen Sie Ihre Kasse doch einfach mal an und erkundigen Sie sich. Bei Privatversicherten werden auf jeden Fall fT3, fT4 sowie Schilddrüsen Antikörper bezahlt. Und bevor jetzt wieder Neid aufkommt, die Budgetierung der Kassenleistungen war eine politische Entscheidung, für die Ihr Arzt nichts kann.

  43. Sehr geehrte Frau Dr Bending,

    2016 nach dem 2 Jahres Check waren zuerst die Leberwerte erhöht. Danach die Werte nochmals untersucht. Diesmal mit Bestimmung der Schilddrüsenwerte.
    So wurde mir in 07/2016 zum ersten Mal gesagt: Hashimoto-Thyreoiditis mit kalten Knoten. Es erfolgte die Einstellung auf L Thyroxin 25.
    Im August 2017 wurden folgende Werte gemessen und nach einer Mibi-Scintigraphie die OP empfohlen.
    TSH 0,4
    Ft3 3.0 57,69 %
    Ft 4 1.6 80 %
    MAK 800 IU/ml Norm <100 IU/ml
    TAK 6600 IU/ml Norm < 100 IU/ml

    Am 06.12.2017 OP. Es wurde der rechte Schilddrüsenlappen entfernt
    Seit 28.12.2017 Einstellung auf L-Thyroxin 75.
    Am 26.01. 2018 Kontrolltermin beim HA. Es wurden folgende Werte gemessen:
    TSH 0,61
    Ft 3 4,77 30 %
    Ft 4 15,44. 116 %
    TPOAK 16 Norm < 16
    PTH 2,54 Norm 1,70-6,89

    Befinden: Kribbeln und aufsteigendes Brennen/Stechen in den Füßen und Händen, sporadische Schmerzen in den Fuß-, Finger- und Handgelenken, Müdigkeit und Schlafprobleme, trockene Haut.
    Überweisung zum Endokrinologen (meine Nuklearmedizinerin ist selbst krank) Dieser sagt: Hashimoto ist keine Krankheit.
    Auf die ft 3 und ft 4 Werte angesprochen sagte er : es zählt nur der TSH-Wert. Nach dem Befinden wurde nicht gefragt, nur Sonographie und Blutentnahme.
    Heute ist nun der Befund beim HA angekommen.
    Statt L-Thyroxin 75 jetzt Thyronajod 50.
    Meine Frage ist das okay? Ich bin 55 Jahre.

    Vielen Dank
    Biene

    1. Ihr Problem scheint darin zu bestehen, dass das T4 nicht in T3 umgewandelt wird. Das bedeutet, dass die alleinige Einnahme von T4 (Thyroxin) nicht ausreicht. Ganz ehrlich „Hashimoto ist keine Krankheit“ und „es zählt nur das TSH“ – suchen Sie sich einen anderen Endokrinologen!

  44. Sehr geehrte Frau Dr Bendig,

    Im Sommer 2015 habe ich eine Radiojodtherapie durchführen lassen. Ich hatte zwei kalte Knoten und eine Hyperthyreose. Die Therapie habe ich gut vertragen. Mir ging es bis Frühjahr 2017 sehr gut. Dann kamen erste Beschwerden. Sodbrennen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Nackenverspannungen. Die Hausärztin schon es auf Alterserscheinungen (bin 66 Jahre). Sie verschrieb mir Osteopathie, Reha-Sport und Pantoprazol. Im August 2017 erfolgte dann der obligatorische Checkup mit Blutprobe. Siehe da – ich war in eine Hypothyreose gerutscht, was nach Radiojodtherapie gar nicht so selten sein soll. Ich bekam 50 mg T-Thyrox verschrieben. Kurzzeitig ging es mir auch besser. Nach 5 Wochen ein neuer Bluttest und alles war im grünen Bereich. Ende November kamen die Beschwerden wieder, stärker als vorher. Ich fühlte mich schlapp, antriebslos, der Puls ging runter bis auf 55 Schläge pro Minute, ich nahm weiter an Gewicht zu. Seit 2015 plus 8 kg. Im neuen Jahr bin ich wieder zur Hausärztin gegangen, schilderte ihr die Probleme und fragte nach einer Dosiserhöhung auf 75 mg L-Thyrox. Sie veranlasste eine neue Blutuntersuchung. Ich bestand dabei auf die Wertermittlung fT3 und fT4. Zuvor wurde nur der TSH ermittelt. Auch die neuen Werte waren für die Hausärztin normal, so dass keine Dosiserhöhung erfolgte. Mir geht es aber weiter schlecht.
    Hier die Werte.
    TSH: 2,08 mU/l
    fT3: 5,45 pmol/l
    fT4: 12,68 pmol/l
    Das Labor arbeitet jedoch mit ziemlich niedrigen und engen Referenzwerten. Wenn ich die Werte verschiedener Labore betrachte, dann reicht die Spanne beim fT3 von 4,0 pmol/l im Minimum und 12,3 pmol/l im Maximum. Mein relativer fT3-Wert läge da nur bei 18 Prozent. Auch beim fT4 würden relativ 18 Prozent herauskommen, wenn die Referenzwerte 10,0 bis 25,0 pmol/l zugrunde gelegt werden. Ich schließe daraus auf eine trotz T4-Substitution weiter bestehende Unterfunktion. Zumal der TSH von 2,08 auch eher in der Grauzone zu finden ist. Liege ich da falsch? Wozu können Sie mir raten?

  45. Sehr geehrte Frau Dr Bendig,

    Ich nehme zur Zeit L-Thyrox 88 ein und fühle mich damit sehr wohl (9 Monate nach der Geburt meines zweiten Kindes). Nun hat mein Arzt bei den letzten beiden Test behauptet, dass überdosiert wird und auf 75 zu reduzieren zu ist. Beim letzten Test habe ich mich gegen eine Veränderung gewehrt. Meiner Meinung nach wurde nur auf den TSH geschaut. Meine Werte sind:

    FT3 (2-4 pg/ml) 2,91
    FT4 (0,8-1,7 ng/dl) 1,2
    TSH-basal (0,3-3,5 mIU/l) 0,34
    aTPO (<16 IU/ml) 24,1

    Ich halte die derzeitige Dosierung für gut und denke eine Veränderung wird zur Verschlechterung meines Befindens führen.

    Was denken Sie?

    Vor ein paar Jahren, nach der Geburt meines ersten Kindes, wurde diese Reduktion durchgeführt, mit dem Resultat, dass es mir sehr schlecht ging (TSH über 3, starkes Frieren, Lust- und Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung etc). Anschließend wurde wieder erhöht.

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung im Voraus.

  46. Sehr geehrte Frau Bendig, vor 2 Jahren wurde meine SD entfernt, wegen kalter Knoten – Krebsgefahr. Nun ging das Leiden los , wurde mit 125 mg L – Thyroxien von Hennig eingestellt . Nach der ersten BE — TSH zu niedrig also nur noch 100 mg . Meine Beschwerden fingen mit Muskelschmerzen , vor allem mit dem nächtlichen Erwachen mit Hochschrecken und Herzrasen bis zu 5 mal pro Nacht . Ich bekomme dann Angst, bin Herzmässig durchgeschmeckt im KH, Langzeit EKG zeigt es Nachts an, ist aber nicht bedenklich wurde mir gesagt( bis 130 immer kurz und dann langsam über ne 3/4 Stunde runter auf ca. 60 wieder). Es wurde mir noch 1,25 mg Bisoprolol zur Nacht gegeben , was aber nichts bringt. Dann ab auf die Psychoschiene, sollte mal Opipramol Nachts nehmen , auch damit keine Besserung nur NW. Also weg damit wieder. Dann probieren Sie mal paar Tage Lorazepan — na ich und Benzos – Alptraum – ! Na probiert habe ich es wenige Male — aber auch damit die Symtome — Hochschrecken / Herzrasen. Ich war auch schon im Schlaflabor – ohne Erfolg — ! Psychoschiene , HNO wurde empfohlen — meine SD zog man nicht in Betracht , das schließt man aus .So nun zu meinen Werten , wobei der ft3 Wert immer unten dümpelt und der ft4 weit oben und drüber , der TSH im Normbereich unten oder Mittig zu finden ist. Derzeit nehme ich 87,5 mg L- Thyroxien (175 -1/2 ). Werte vom 01.02.2018 TSHB 1,22 ( 0,3-3,5); ft3 3,89 (3,44-6,0); ft4 18,6 (7,7-16,0) , Ich vermute eine Umwandlungstörung , aber wie erkläre ich das dem HA. Weitere Symtome sind schnelle ermüdbarkeit, frieren zu Abend hin, werde schon depressiv , und die Angst vor der nächsten Nacht — mittlerweile bin ich schon gefeilt , aber der Zustand ist unerträglich. Wäre eine Gabe von zusätzlich T3 hilfreich? , Hasi habe ich nicht, ist jedenfalls nicht vor der Extraktion der SD diagnostiziert. Für eine Antwort wäre ich dankbar. Sonstige Medikation Bisiporolol 2,5 -0- 1,25; Candesartan 6-0-0; Vitamin D 1000 morgens , Mit freundlichen Grüßen S.B

    1. Sie haben völlig Recht, Ihre Werte sprechen sehr für eine Umwandlungsstörung. Es wäre sicherlich eine gute Idee, ein Kombinationspräparat oder auch Schilddrüsenextrakt auszuprobieren und zu sehen, ob Ihre Symptome darunter verschwinden. Wenn Ihr Hausarzt sich nicht überzeugen lässt, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich einen neuen Arzt zu suchen.

  47. Sehr geehrte Frau Dr Bendig.
    Ich bin sehr verunsichert bzgl meiner Schilddrüsenwerte und würde mich über eine Einschätzung Ihrerseits sehr freuen.
    Ich muss dazu sagen, dass es mir überhaupt nicht gut geht, ich vor lauter Schwindel und anderer Beschwerdem kaum den Tag überstehe.
    TSH 0,60 mU/l
    Ft3 2,15 (2,04-4,40 ng/l
    Ft4 11,8 (9,3-17,1ng/l)
    MAK 16
    Selen 84
    Ferritin 46
    Lt. HA bemisst die SD 2 +2 ml

    MfG

    1. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zu Ihren Werten nichts sagen kann, ohne Sie und Ihre Geschichte zu kennen. Nur soviel – rechnet man Ihr fT3 und fT4 in relative Werte um, so fällt auf, dass fT3 4,66 % und fT4 32,05 % betragen. Besonders der fT3 Wert ist für einen „Wohlfühlwert“ deutlich zu niedrig (dazu müsste er über 50 % betragen). Auch der relative fT4 ist – wenn auch in geringerem Maß – zu niedrig.

      1. Vielen Dank für Ihre Antwort!
        Ich bin 46 Jahre alt, 163 cm groß und 49 kg schwer.
        Ich nehme seit 10 Jahren L-Thyroxin, nachdem man im Rahmen von Fehlgeburten auf ein Antiphosphorlipidsyndrom und Gelbkörperschwäche und latente SD Unterfunktion gestoßen ist.
        Seitdem bin ich zwischen 25, die letzten Jahre 50 Mikrogramm Lthy „eingestellt“.
        Seit Beginn des Schwindels vor mehr als 2 Jahren habe ich eine traurige Karriere in Psychiatrie und Psychosomatik hingelegt.
        Auch bei mir wurde mit diversen Antidepressiva probiert- bei allen paradoxe Reaktionen.
        Mittlerweile weiß ich, dass ein Teil des Schwindels durch einen Ausfall des Gleichgewichtsorgans verursacht ist.
        Aber ich komme aus der andauernden Anspannung, massiven Unruhe und trotzdem unglaublichen körperlichen und seelischen Schwäche nicht heraus.
        Das bin seitdem nicht mehr ich!
        Traurig, ängstlich, massiv wetterfühlig, ständig am frieren, Kopfdruck, dauernd ist mir übel, nachts schrecke ich 5-6 mal mit Herzrasen und völlig zittrig hoch…..
        Ich habe so einige Ärzte durch und sie immer auf die meiner Meinung nach schlechten SD Werte angesprochen, aber da diese laut Labor im Rahmen sind, heißt es immer: das ist Ihre Psyche.
        Deswegen hoffe ich auf eine Einschätzung Ihrerseits bzgl der Schilddrüse.
        Daß es damit dann nicht getan ist, ist mir auch klar, denn die 2Jahre haben ihre Spuren hinterlassen .
        Mit freundlichen Grüßen
        Blume

  48. Sehr geehrte Frau Dr Bendig,

    bei mir schon vor vielen Jahren Hashimoto diagnostiziert. Zur Zeit nehme ich 100 mg L-Thyroxin.
    Mein gesamtes befinden ist aber sehr schlecht. Hoher Blutdruck, Wassereinlagerung, Unruhe, Angst, Schmerzen sind nur einige Symptome. Mein Hausarzt meint das einmal im Jahr eine Blutuntersuchung ausreichend, wäre da meine Werte ja im Referenzbereich liegen würden.

    Nach langer Diskussion hat er dann doch Blut abnehmen lassen.

    Nun soll wieder alles in Ordnung sein. ❓
    Mein tsh : 1,89
    fT3: 2,86
    fT4: 16,8

    Könnten Sie mir sagen ob meine Werte wirklich gut sind. Bin sehr verunsichert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Alexandra Fleßa

  49. Hallo Dr Bendig, ich habe Werte von TSH 2.76 Freies T4 8.3 Freies T3 5.4 und auch eine Oestrogendominanz, nehme Progesteron laut Gynaekologen.
    Vorher habe ich Euthyrox 75 bekommen und vertrage es einfach nicht

  50. Liebe Fr. Dr Bendig,

    vielen Dank für diese sehr informative Seite.
    Sie geben als Referenzbereich für TSH basal einen viel niedrigen Bereich an, als er mir vom Hausarzt genannt wurde. Mein TSH liegt bei 4,0 und soll laut Arzt völlig in Ordnung sein.
    Könnten Sie mit dazu bitte eine Rückmeldung geben?

    1. Die Werte, die von unseren Labors als „normal“ angegeben werden, liegen tatsächlich zu hoch. Selbst die amerikanische endokrinologische Gesellschaft hat die Normwerte für das TSH inzwischen auf < 2,5 heruntergesetzt (von 4,5). In Deutschland haben wir da leider nicht nachgezogen.

  51. Sehr geehrte Frau Dr. Bendig,

    Ihren Artikel finde ich sehr interessant und aufschlussreich. Seit Ende Juli 2017 habe ich die Diagnose Autoimmun-Thyreoiditis. Ich hatte kürzlich einen erneuten Termin bei meinem SD-Arzt, habe aber das Gefühl, dass er meine noch bestehenden Symptome nicht wirklich ernst nimmt. Alles hat damit angefangen, dass vor ca. 1 Jahr die Beschwerden extrem deutlich wurden, am schlimmsten waren die Gelenk- und Muskelschmerzen. Weiterhin kam die Gewichtszunahme dazu, Müdigkeit etc. Die Gelenk- und Muskelschmerzen wurden mit dem Satz abgetan „das kann nicht von der Schilddrüse kommen“.
    Meine Werte waren Mitte des Jahres:
    TSH 9,5
    FT 3 2,8 (27,77%)
    FT4 0,9 (0,00%)
    Thyreoglobulin-AAK (TAK)27
    TSH-Rezeptor-AAK (TRAK) negativ
    Thyreoperoxidase-AAK (MAK) 1483 (Referenz < 60).
    Gestartet habe ich mit 75 mg L-Thyroxin.

    Eine weitere Blutentnahme Ende September: nur TSH 2,72.
    Seitdem L-Thyroxin 100.

    Bei der jetzigen Untersuchung wurden folgende Werte genommen:
    TSH 0,91
    FT3 2,6 (21,88%)
    FT4 1,4 (62,50%).
    Auf meine noch bestehenden Beschwerden geht er weiter nicht ein. Die Muskel- und Gelenkschmerzen sind nicht mehr so heftig wie im Sommer, aber immer noch da.

    In Ihrem Bericht habe ich über das "Zusammenspiel" von FT3 und FT4 gelesen, aber mein Arzt geht in seinem Bericht in keinster Weise darauf ein. Zumal mein FT3 auch gesunken ist. Sein Fazit ist, dass der Stoffwechsel prinzipiell gut eingestellt ist und ich bei der Dosierung bleiben soll, inkl. Wiedervorstellung in 4-6 Monaten.

    Mein "Bauchgefühl" sagt mir aber etwas anderes.
    Wie würden Sie handeln?
    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße
    Melanie B.

    1. Ich kann leider immer wieder nur sagen, dass „normale Werte“ aber auch so gar keine Aussagekraft haben. Wenn Sie weiterhin Symptome haben, dann ist Ihre Schilddrüsenerkrankung nicht ausreichend behandelt. Bei der Hashimoto Thyreoiditis liegt häufig eine Konversionsstörung von T4 in T3 vor, was man bei Ihren Laborwerten ja auch sehr schön sieht (T4 ist angestiegen, T3 abgefallen). Das bedeutet, dass das eingenommene T4 (Thyroxin) nicht in aktives Schilddrüsenhormon umgewandelt wird. In diesem Fall müsste zumindest ein Kombinationspräparat verordnet werden, dass wahrscheinlich zu einer Symptomreduktion führen würde. Ich würde Ihnen allerdings empfehlen, nach den Ursachen für Ihre Erkrankung zu forschen und diese schnellstmöglich abzustellen.

  52. Sehr geehrte Frau Bendig,
    ich hatte als Kind mal eine Zeit lang Tyroxin bekommen. Irgendwann dann nicht mehr. Ich hatte meinen TSH-Wert von meinem Hausarzt 2015 nochmal bestimmen lassen (damals 3,86). Dieser meinte, es sei alles ok. Ich habe mich damit also nicht mehr beschäftigt. Wegen Stoffwechselbeschwerden besuchte ich eine Heilpraktikerin.
    Meine Heilpraktikerin sagte nun zu mir mit einem TSH-Wert von nun 2,87, dass ich eine latente Unterfunktion habe und riet mir dazu die Aminosäure L-Tyrosin zu nehmen, damit meine Schilddrüse daraus Tyroxin herstellen könne.
    Das habe ich auch gemacht und war jedoch nochmal bei einem Nuklearmediziner in der Hoffnung, dass sich auch meine anderen Beschwerden auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse zurückführen lassen. Dieser nahm nun folgende Werte ab:
    fT3 4,2 pmol/l (Norm: 3,1-7)
    fT4 9,5 pg/ml (Norm: 8-17)
    TSH basal 2,37 qU/ml (Norm 0,3-3,7)
    TG 6,13 ng/ml (Norm: <70)

    Der TSH-Wert ist nun geringer gewesen. Meinen sie das liegt an der Einnahme von dem Tyrosin?
    Ich selbst spüre keine große Veränderung. Die Ärzte sagen, es sei alles ok.
    Mir ist oft kalt und ich neige zu kalten Händen und Füße. Ich schlafe meist 8-9 Stunden und neige zu Übergewicht. Anstriebsschwäche und Konzentrationsdefizite sind meine Begleiter. Ich hatte gehofft nun doch die Ursache für mein Unwohlsein gefunden zu haben. Dem scheint aber nicht so zu sein.
    Sind sie auch der Meinung, dass die Werte so ok sind und meine Schilddrüse normal arbeitet? Meinen Sie ich sollte einfach das Tyrosin weiter nehmen?
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
    Viele Grüße
    Anna L.

    1. Von Ihren Symptomen her haben Sie eine Hypothyreose. Es wäre schön, wenn nicht nur das TG sondern auch entsprechende Antikörper bestimmt worden wären. Tatsache ist, dass die von Ihnen geschilderten Symptome darauf hindeuten, dass das T3 (das aktive Schilddrüsenhormon) nicht die Effekte hat, die es eigentlich haben sollte. Haben Sie mal morgens – gleich nach dem Aufwachen – Ihre Körpertemperatur gemessen? Liegt diese Basaltemperatur unter 36,6° C, dann ist das ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion. Meiner Meinung nach, sollten Sie Ihre Situation so nicht akzeptieren.

  53. Sehr geehrte Frau Bendig, ich möchte mich ganz herzlich, wenn auch erst jetzt, für Ihre ausführliche Antwort bedanken. Ich bin dabei, mich umzuorientieren (was meinen Hausarzt betrifft) und insgesamt nach neuen Lösungsansätzen für meine Ernährung zu suchen. Ihre Artikel habe ich alle sehr aufmerksam gelesen. Noc mals danke.

  54. Sehr geehrte Frau Dr. Bendig, ich habe mit Interesse Ihren Artikel zur Schilddrüse gelesen. Ihr Thema ist Hashi. Es gibt kaum jemanden, der sich mit den Patienten beschäftigt, die keine Schilddrüse, so wie ich, mehr haben (operative Entfernung in 2011-Erhaltung der Neben-Sch.). Ich finde es zum Beispiel sehr abenteuerlich, dass mir mein Hausarzt die fT3 und fT4 Werte und auch die anderen Sch.-Werte verweigert. Ich bekomme nur TSH. Im Mai war ich wegen Gallenkoliken im Krankenhaus und weil es mir insgesmt sehr schlecht ging, wurde mein TSH gemessen = 0,039 µU/ml, also sehr starke Überfunktion, habe in der Zeit 125 er L-Thyroxin genommen. Die Ärzte im Krankenhaus haben mich auf 100 er runtergesetzt, was mir mein Hausarzt auch verweigert hat, jetzt endlich geht es mir etwas besser. Es wurden auch die freien Werte gemessen: fT3- 71,25 % und fT4- 191%; Messwerte: fT3- 3.71 pg/ml = 5.7 pmol/l und fT4 2.4 ng/dl = 30.9 pmol/l = 24.12 pg/ml. Könnte ich hier die Schlussfolgerung ziehen, eine Umwandlungsstörung zu haben? oder einfach nur zuviel von T4. Es könnte aber auch sein das zu viel rT4 die Andockstellen blockiert. Was meinen Sie? Eine Reaktion Ihrerseits würde mich sehr freuen. Ich habe auch einen Diabetes Typ 2 mit einem HbA1c von 6,5 und einen zu hohen Ferritin-Wert von durchschnittlich 800 ng/ml, den ich momentan nicht durch Blutspenden senken kann, da ich am 20. Juni eine Gallenblasen-entfernung hatte. Ein Arzt oder Heilpraktiker, der mich zur Ader lassen kann, ist mir in meiner Nähe nicht bekannt. Eine Untersuchung, dahingehend die Ursachen des hohen Ferritin zu ergründen, bekomme ich auch nicht. Beste Grüße.

    1. Sehr geehrte Frau Baschant,
      das hört sich alles ja wirklich nicht gut an. Nur so ein Gedanke, haben Sie schon mal darüber nachgedacht, den Arzt zu wechseln? Eine alleinige Bestimmung des TSH ist natürlich überhaupt nicht ausreichen. Was Ihr niedriges fT3 angeht, so kann natürlich eine Konversionsstörung vorliegen. Genaueres kann einem die Bestimmung des rT3 sagen. Auch bei zu hohem Cortisolspiegel (Stress) oder Selenmangel kann es zu einer Konversionsstörung kommen.
      Was Ihren Diabetes angeht, so ist ein HbA1c von 6,5 nach schulmedizinischer Meinung gut eingestellt. Ich stimme dieser Meinung nicht zu und übernehme damit die Meinung von Dr. David Perlmutter, eines Neurologen, der darauf hinweist, dass ein HbA1c von über 5,5 mit einem erhöhten Risiko für demenzielle Erkrankungen einhergeht. Wenn man sich die Auswirkungen von Zucker auf das Gehirn bewusst macht, so ergibt das auch sehr viel Sinn. Vielleicht möchten Sie zum Diabetes meinen entsprechenden Post durchlesen.
      Ein erhöhter Ferritinspiegel kann natürlich auch Anzeichen einer Entzündung sein. In diesem Falle sollte man sich die Leukocyten, die Blutsenkungsgeschwindigkeit, das CRP und Homocystein ansehen.
      Was mir zu Ihrem Kommentar noch eingefallen ist. Sie hatten sowohl eine Schilddrüsen- als auch eine Gallenblasenentfernung. Eine Glutenunverträglichkeit ist sehr häufig ursächlich für eine Erkrankung dieser Organe und übrigens auch für systemische Entzündungen im Körper. In Deutschland wird von den Ärzten nur auf eine Zöliakie getestet, nicht auf eine Glutenunverträglichkeit. Aber Sie können schnell feststellen, ob Gluten für Sie ein Thema ist, wenn Sie es für 30 Tage aus Ihrer Ernährung herausnehmen. Sie werden feststellen, ob Sie einen Unterschied in Ihrem Befinden bemerken. Auch über Gluten habe ich an anderer Stelle schon geschrieben. Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.

      1. Hallo, was mir noch fehlt bei Ihren Angaben der SD-Diagnostik sind die Thyreoglobulinantikörper, soviel ich weiß haben 80 % TPO der Rest TAK, oder seronegatives Hashimoto also ohne AK

    2. ich hatte auch zuviel Eisen. Bin vor drei Jahren regelmässig zum Aderlass gegangen bis ich den angestrebten Wert 50ng/ml hatte. Ich nehme zweimal am Tag MSM (Schwefel) und habe seit 2 Jahren keinen Aderlaß mehr nötig. Am Hashi arbeite ich noch. Da haben wir ja in facebook eine tolle Gruppe. Ich stelle jetzt Ernährung um und reduziere den Streß auf ein Minimum durch Meditation.

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