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Strategien zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern (EMFs)

Es wird sicherlich noch eine ganze Weile dauern, bis sich herumgesprochen hat, dass  elektromagnetische Felder (EMFs) für den Menschen alles andere als gesund sind (und wahrscheinlich auch nicht für andere Lebewesen). Umso wichtiger ist es, dass diejenigen, die sich Gedanken über diese Zusammenhänge machen, wissen, wie sie sich vor den schädlichen Auswirkungen dieser Strahlung schützen können.

Machen wir uns nichts vor, es gibt kaum noch Plätze, wo Sie hingehen können, an denen Sie nicht von EMFs umgeben sind. Gerade vorhin fuhr ein Bus der HVV (Hamburger Verkehrs Betriebe) an mir vorbei, der damit warb, dass er freies WLAN an Bord hat. Und ich frage mich immer wieder – wie haben wir eigentlich ohne Smartphone und ständige Online Präsenz überlebt. Und manchmal kommt mir der wirklich dumme Gedanke – deutlich besser als heute.

 

Was passiert in anderen Ländern, um die Bevölkerung vor EMFs zu schützen?

 

Ab September 2018 wird in Frankreich die Nutzung von Handys an Grund- und Mittelschulen komplett verboten (1). Die Schüler sollen nicht einmal in Pausen und der unterrichtsfreien Zeit ihre Handys benutzen dürfen.

In Kalifornien kam ein Leitfaden für Verbraucher heraus, der darüber informiert, wie man sich vor Handystrahlung schützen kann (2). Nur so nebenbei – zu diesem Schritt kam es erst, nachdem vorher alles versucht wurde, diese Schäden unter den Tisch zu kehren.

Auch in Russland gibt es Gesetze, die die Belastung durch WLAN in Kindergärten und Schulen vermindern soll (3). Die Schweiz, Italien, Österreich, Luxemburg, Bulgarien, Polen, Ungarn, Israel und China haben Höchstgrenzen für die Belastung durch Radiofrequenzen festgelegt (4).

Und Deutschland? Na ja, hier ist man sich noch nicht so ganz sicher, ob WLAN Gesundheitsschäden verursachen kann (5). Und an Frankfurter Schulen wird jetzt sogar ein Modellprojekt WLAN gestartet (6).

Ich glaube, dass es inzwischen eigentlich keinen Zweifel mehr daran gibt, dass die Belastung durch elektromagnetische Strahlung zu beträchtlichen Gesundheitsgefahren führt. Und gerade Schulen sollten dieser Tatsache Rechnung tragen, um ihre Schüler zu schützen. Auch ohne WLAN an Schulen ist die Strahlenbelastung bereits hoch genug.

 

14 Strategien, die die Belastung durch EMFs vermindern können

 

Und gerade weil wir konstant von allen Seiten mit EMFs bombardiert werden, ist es so wichtig, die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten. Dafür gibt es einige Möglichkeiten:

  • Betreiben Sie Ihren Router über einen Ein-/Aus-Schalter, dann können Sie ihn einfach abschalten, wenn Sie ihn nicht benötigen. Einen ähnlichen Effekt erzielen Sie durch den Einsatz einer Schaltuhr. Diese kann so eingestellt werden, dass der Router nur zu Zeiten am Netz hängt, wenn er tatsächlich benötigt wird.
  • Benutzen Sie für Ihren Desktop eine LAN Verbindung. Verzichten Sie auch auf kabellose Keyboards, Mäuse und Drucker.
  • Im günstigsten Fall sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung/Ihr Haus verkabelt ist, sodass Sie überhaupt nicht mehr auf WLAN angewiesen sind.
  • Beim Laptop ohne Ethernet Anschluss hilft ein USB Ethernet Adapter weiter, der es Ihnen ermöglicht, das Gerät über ein Kabel an das Ethernet anzuschließen.
  • Auch beim guten alten Telefon ist die Strahlenbelastung deutlich geringer, wenn es sich um ein Modell mit Kabel handelt. Ich gebe zu, das ist ungewohnt, aber die meisten Leute laufen beim Telefonieren sowieso nicht in der Gegend rum, sondern sitzen gemütlich auf dem Sofa. Ansonsten – auch Telefone haben eine Lautsprecherfunktion.
  • Stellen Sie nachts die Sicherung für Ihr Schlafzimmer aus. Hierdurch vermeiden Sie elektrische Felder, die durch die Kabel in den Wänden verursacht werden (und nein – ich bin nicht schizophren. Sie werden gar nicht glauben wie viele Menschen tatsächlich auf diese Felder reagieren).
  • Falls Sie ein Babyphon benutzen, um Ihr Kind zu überwachen, ist es vielleicht sinnvoller, das Baby einfach mit in Ihrem Schlafzimmer schlafen zu lassen (ein netter Nebeneffekt ist häufig, dass das Baby sogar besser schläft).
  • Tauschen Sie Ihr Uhrenradio gegen einen batteriebetriebenen Wecker aus. Wer nachts gerne die Zeit wissen möchte, kann sich auch einen sprechenden Wecker kaufen.
  • Vermeiden Sie es, Ihr Smartphone am Körper zu tragen außer Sie haben den Flugmodus eingeschaltet.
  • Im Prinzip hat ein Smartphone im Schlafzimmer nichts zu suchen, denn Sie sollen dort ja schlafen und nicht Ihre Social Media Accounts checken. Benötigen Sie es als Wecker, dann sollte es sich ebenfalls im Flugmodus befinden.
  • Wenn Sie mit Ihrem Smartphone tatsächlich telefonieren (ich habe schon Leute gesehen, die das tun), dann halten Sie es von Ihrem Kopf fern (sagt selbst Apple). Benutzen Sie stattdessen den Lautsprecher oder Kopfhöhrer
  • Smartphones und Tablets gehören nicht in die Hände von Kleinkindern. Ich gebe zu, es ist praktisch – aber gesundheitsschädlich.
  • Verzichten Sie auf „smarte“ Geräte und Thermostaten, die WLAN benötigen. In diese Kategorie gehören auch die „smart“ TVs. Der Grund, warum sie smart sind, ist, dass sie ein WLAN Signal aussenden. Und dieses Signal können Sie nicht mal abschalten.
  • Und zu guter letzt – verzichten Sie auf Bluetooth Kopfhörer. Klar sind sie praktisch – aber wollen Sie wirklich mit Ihrem Gehirn experimentieren?

 

 

(1)  Können Schüler ohne Smartphone leben?  https://orange.handelsblatt.com/artikel/37912

(2)    https://www.cdph.ca.gov/Programs/CCDPHP/DEODC/EHIB/CDPH%20Document%20Library/Cell-Phone-Guidance.pdf

(3) https://de.scribd.com/document/182641315/RNCNIRP-Russia-Wi-Fi-Regulation-19-06-12-pdf

(4) http://www.parentsforsafetechnology.org/worldwide-countries-taking-action.html

(5) Strahlenbelastung durch drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) http://www.icems.eu/docs/deutscher_bundestag.pdf

(6) http://www.fr.de/frankfurt/wlan-an-schulen-in-frankfurt-raus-aus-der-kreidezeit-a-1381537