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Getreide – worauf Sie beim Etikettenlesen achten müssen

Beim Einkaufen muss man schon sehr aufpassen, wenn man sich glutenfrei ernähren möchte, denn Getreide – vor allem Weizen und Mais – verbergen sich sehr häufig in industriell gefertigten Lebensmitteln. Sie werden nicht nur als Zutaten, sondern oft auch als Zusatzstoffe eingesetzte, so zum Beispiel als Verdickungsmittel, Überzüge oder einfach billige Füllstoffe.

Es kann sich also als extrem schwierig gestalten, Lebensmittel mit verstecktem Getreide zu vermeiden. Erschwerend kommt hinzu, dass Weizen und Mais natürlich nicht einfach mit diesen Namen auf dem Etikett stehen, sondern sich unter einer Vielzahl von Namen verstecken, die Sie so vielleicht gar nicht mit Getreide assoziieren würden.

Industriell gefertigte Nahrungsmittel enthalten sehr häufig Getreide

Sie können mal davon ausgehen, dass die meisten der industriell gefertigten Nahrungsmittel Getreide enthalten. Das geht über Tiefkühlgerichte, Salatsaucen, Ketchup, fertige Salatkräuter- und Gewürzmischungen zu Dosensuppen, Instant Suppen, Schokoriegeln und Lakritz.

Und deshalb ist es so wichtig, dass Sie die Namen kennen, hinter denen Getreide sich versteckt, denn ansonsten haben Sie nicht die geringste Chance, eine glutenfreie Ernährung durchzuführen.

Am besten ist es natürlich, wenn Sie einfach „richtige“ Lebensmittel kaufen – also diejenigen, die nur aus einer Zutat bestehen (Gemüse, Eier, Fleisch etc.). Diese haben in der Regel keine Etiketten, denn Sie können ja sehen, worum es sich handelt. Sollten Sie aber eben doch mal zu Fertignahrung greifen (zum Beispiel Kräuter- oder Gewürzmischungen), dann ist es wichtig, dass Sie sich darüber im Klaren sind, dass diese Getreide enthalten können. Und auch die Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen, sollten Sie auf verstecktes Getreide überprüfen. Hier wird es gerne als Füllstoff verwendet. Besonders ärgerlich ist es dann, wenn plötzlich die Tabletten gegen die Schilddrüsenunterfunktion Gluten enthalten.

Pseudonyme für Weizen

Ich habe hier mal einige nicht so offensichtliche Nahrungsmittel und Inhaltsstoffe zusammengestellt, bei denen es sich in Wahrheit um Weizen handelt. Artikel mit einem Stern bedeuten, es ist je nach Hersteller unterschiedlich, ob sie Weizen enthalten.

  • Caramel coloring*, Caramellfarbe
  • Caramellgeschmack*
  • Emulgatoren
  • Fu (Gluten in asiatischen Lebensmitteln)
  • Bratensauce
  • Hydrolyzed vegetable protein, hydrolysiertes Pflanzenprotein
  • Maltodextrin
  • Modifizierte Stärke*
  • Panko (eine Brotkrumenmischung, die in der japanischen Küche verwendet wird)
  • Seitan (besteht fast ausschließlich aus Gluten)
  • Stabilisatoren
  • Textured vegetable protein*, texturiertes Pflanzenprotein (wird häufig als „Hack“ verwendet).

Pseudonyme für Mais

Es gibt Hunderte ganz normaler Nahrungsmittelzusatzstoffe, die aus Mais hergestellt werden. Hierzu gehören:

  • Dextrose
  • Dextrin
  • Maltodextrin
  • Maissirup (High Fructose Corn Syrup)
  • Maltitol
  • Polydextrose
  • Ethanol
  • Caramellfarbe
  • künstliche Geschmacksstoffe.

Mais wird immer wieder als glutenfrei klassifiziert. Richtig ist jedoch, dass Mais kein α-Gliadin enthält wie Weizen, wohl aber andere Proteine aus der Glutenfamilie (Zein). Sensitive Patienten reagieren auf diese Proteine mit einer erhöhten Antikörperproduktion (1). Da Maisbestandteile sehr häufig in industriell gefertigten Lebensmitteln verarbeitet werden, sollten sehr sensitive Personen besser auf den Konsum verzichten.

 

(1) Maize prolamins resistant to peptic-tryptic digestion maintain immune-recognition by IgA from some celiac disease patients.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22298027

Allergien natürlich bekämpfen

Eigentlich schade: Kaum wird es draußen ein bisschen wärmer, die ersten Blüten sprießen, und schon geht es für viele Menschen los mit Augenjucken, verstopfter Nase und Niesattacken.

Wenn Sie unter Allergien leiden, haben Sie laut Schulmedizin drei Möglichkeiten

  • Allergenkarenz: Das bedeutet, Sie kommen den Stoffen, auf die Sie allergisch reagieren, möglichst nicht zu nahe. Wenn Sie Heuschnupfen haben und im Sommer trotzdem das Haus verlassen möchten, wird das schon schwierig.
  • Medikamente, die die Immunantwort blockieren – wie Antihistaminika und Mastzellstabilisatoren: Abgesehen davon, dass diese durchaus nicht bei allen Patienten helfen, haben sie ernste Nebenwirkungen. Eine Reihe von ihnen können Herzrhythmusstörungen auslösen, die in Einzelfällen zu einem Herzstillstand geführt haben (1).
  • Hyposensibilisierung: Hierbei erhalten Sie in monatlichen Abständen jeweils steigende Dosen der Substanzen, auf die Sie allergisch reagieren, gespritzt. Dies soll das Immunsystem an die Anwesenheit der Allergene gewöhnen und so dazu führen, dass es nicht mehr (so stark) reagiert.

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