Archiv der Kategorie: Toxine

Eine Grippeimpfung während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für eine Fehlgeburt auf das Achtfache

 

Die meisten Schwangeren wissen, dass sie während der Schwangerschaft auf Alkohol, Zigaretten und andere offensichtlich giftige Substanzen verzichten sollten, um das in ihnen wachsende Kind nicht zu gefährden. Aber wie sieht es eigentlich mit der Grippeimpfung aus?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen gesunden Schwangeren die Grippeimpfung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat (1).

„Schwangere mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck sollten sich bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel gegen Grippe impfen lassen.
Die Grippeimpfung für Schwangere bietet nachweislich einen wirksamen Schutz für Mutter und Kind.“

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Wie Östrogene Sie dick machen – und was Sie dagegen tun können

Es ist eine traurige Tatsache, dass in der heutigen Zeit hormonelle Störungen schon fast ein Normalzustand sind. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Unsere Umwelt enthält inzwischen eine große Anzahl Toxine – vor allem auch in der Form von Xenoöstrogenen.
  • Unser Körper kann mit den Östrogenen, die er selbst herstellt, nicht mehr richtig umgehen.

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Wie europäische Behörden das Krebsrisiko durch Glyphosat herunterspielen

Ich gebe zu, wenn Monsanto behauptet, dass ein Krebsrisiko durch Glyphosat nicht besteht, dann kann ich das ja noch verstehen. Diese Menschen machen immerhin durch ihre Skrupellosigkeit massive Gewinne. Man muss sich allerdings schon fragen, welche Vorteile Mitarbeiter von EU-Behörden davon haben, dieses Spielchen mitzumachen.

In den USA gibt es als Belohnung für diese Mitarbeit von Monsanto sehr lukrative Posten. Bisher bin ich – wie blauäugig auch immer – davon ausgegangen, dass das bei uns (noch) nicht der Fall ist – oder jedenfalls nicht so offensichtlich. Es bleibt die Frage, was treibt einen Menschen dazu, dabei mitzuwirken, dass Monsanto durch sein Ackergift die Umwelt, Menschen und Tiere weiterhin vergiften darf? Und wie kommt er auf die abstruse Idee, dass sein Tun für ihn selber keine Auswirkungen hat. Es bleibt dabei, Geld kann man nicht essen.

In Global 2000 (Friends of the Earth, Austria) wurde gerade eine Studie des Toxikologen Dr. Peter Clausing veröffentlicht (1), die aufzeigt, wie EU Behörden ihre eigenen Gesetze mit Füßen treten und Beweise für eine karzinogene (krebserregende) Wirkung von Glyphosat einfach missachten, um weiterhin behaupten zu können, dass diese Substanz keine Karzinogen ist.

Dr. Clausing hat als Abteilungsleiter der Toxikologie in der pharmazeutischen Industrie gearbeitet und ist jetzt Vorstandsmitglied des Pesticide Action-Networks Deutschland. In der ZDF Sendung WISO wurde er Anfang Juli zum Thema Glyphosat interviewt.

 

Wie EU Behörden Risiken durch Glyphosat herunterspielen

Die EU Behörden kamen zu dem Ergebnis, dass Glyphosat nicht krebserregend ist, indem sie Tierexperimente, die die Karzinogenität von Glyphosat bestätigten, einfach nicht zur Kenntnis nahmen oder die Ergebnisse herunterspielten. Sie haben dabei laut Dr. Clausing ihre eigenen Richtlinien verletzt.

Der Report zeigt auf, dass nach EU Standards eigentlich kein Weg darum herum geführt hätte, Glyphosat als Karzinogen einzustufen. Das würde dann ganz automatisch bedeuten, dass Glyphosat in der EU verboten werden müsste. Und damit Zulassungverlängerung ade.

Zu den Ergebnissen seiner Untersuchung befragt, erklärte Dr. Clausing:

„Was mich am meisten überrascht hat, war wie offensichtlich und weitreichend die Behörden ihre eigenen Leitlinien verletzt haben. Das herauszufinden, hat mich sehr wütend gemacht. Die Behörden sollten für ihr Versagen verantwortlich gemacht werden. Die Beweise dafür, dass Glyphosat eine krebserregende Substanz ist, sind so überwältigend, dass es einfach verboten werden müsste.“

Welche Behörden sind involviert?

In der Schusslinie stehen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA).

Die Einschätzung dieser drei Behörden, dass Glyphosat nicht karzinogen ist, steht in klarem Widerspruch zu derjenigen der Weltgesundheits-organisaton (WHO). Die ihr zugeordnete International Agency for Research on Cancer (IARC) klassifizierte Glyphosat 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“. Diese Einstufung basierte auf Ergebnissen von Tierstudien und Hinweisen aus Studien am Menschen. Die IARC ist dafür bekannt, dass sie absolut unabhängig arbeitet und ihre Forschungsarbeit von hoher Qualität ist.

Es zeigt sich, dass die drei oben genannten Behörden, das von sich wohl nicht behaupten können.

Welche Fehler unterliefen BfR, EFSA und ECHA?

Die Untersuchung zeigt, dass relevante Leitlinien der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und der ECHA selbst nicht angewendet wurden. Die OECD erlässt die Standards für chemische Tests. Es finden sich Hinweise darauf, dass die Behörden Fakten und Daten manipuliert haben, um das Krebsrisiko durch Glyphosat zu verschleiern.

Dr. Clausing ist beunruhigt, dass das Vorgehen der Behörden ein großes Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen könnte.

„Die Inzidenz von Krebserkrankungen hat sich in den letzten Jahrzehnten je nach Tumorart verzwei- bis verdreifacht. Ich mache mir Sorgen darüber, dass der explosionsartige Anstieg des Gebrauchs von Glyphosat dazu beigetragen hat und dies auch weiterhin tun wird, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Wir brauchen mehr Transparenz im Zulassungsverfahren. Aber mehr Transparenz ohne nachfolgende Konsequenzen, wenn sich Risiken abzeichnen, ist absolut nutzlos .“

Am 19. und 20. Juli soll auf einer Sitzung des Standing Committee on Plants, Animals, Food and Feed (ScoPAFF) die Neuzulassung von Glyphosat diskutiert werden (Punkt 21 der Agenda – doch so wichtig). Mit seinem Bericht hat Dr. Clausing jetzt die Vertreter der EU Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, sich zu diesem Thema noch einmal Gedanken zu machen.

 

„Wenn die Vertreter diesen Bericht vor der Diskussion lesen und die wissenschaftlichen Beweise zugrunde legen, dann bleibt ihnen gar nichts anderes übrig als die Neuzulassung von Glyphosat abzulehnen.“

Wie Tatsachen über Glyphosat verdreht werden

Wenn man sich in dem Bericht durchliest, wie Betonungen und Auslassungen verwendet wurden, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, dann kann es einen eigentlich nur noch grausen. Und es macht wirklich wahnsinnig wütend!

Laut EU Pestizidverordnung ist eine Substanz als karzinogen einzustufen, wenn zwei unabhängig voneinander durchgeführte Tierversuchsstudien eine höhere Tumorrate bei Tieren der Verumgruppe (also der Gruppe, die die Substanz erhalten) aufweisen. Im Fall von Glyphosat kamen sieben von zwölf Versuchsreihen zu diesem Ergebnis.

Am Anfang hat das BfR Daten für das Tumorwachstum einfach nicht erkannt, weil nicht die von OECD und ECHA festgelegten statistischen Tests angewendet wurden. Das BfR verließ sich stattdessen auf statistische Testergebnisse, die es von der Industrie erhielt (wahrscheinlich weil die viel unparteiischer sind als die anderen Organisationen). Diese statistischen Verfahren lieferten nur in einer Studie und nur für einen Tumortyp einen Hinweis darauf, dass Glyphosat einen signifikanten karzinogenen Effekt hat.

Aufgrund der IARC Monographie über Glyphosat, die 2015 veröffentlicht wurde, bewertete das BfR dann seine Einschätzung neu und kam zu dem Schluss, dass tatsächlich – wie oben erwähnt – sieben von zwölf Studien einen Zusammenhang aufzeigten.

Und trotzdem haben weder die BfR noch die EFSA und ECHA, die sich auf die grundlegende Arbeit der BfR stützten, weitere acht signifikante Tumoreffekte bemerkt (2), die vor kurzem von Professor Christopher Portier identifiziert wurden, dem ehemaligen Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS) in den USA.

BfR, EFSA und ECHA benutzten nur eine Auswahl von Studien für ihre Einschätzung von Glyphosat. Sie übernahmen zwei Studien zu 100 %, die keinen Hinweis darauf fanden, dass Glyphosat ein malignes Lymphom verursachen kann. Diese Studien weisen so offensichtliche Mängel auf, dass sie eigentlich hätten ausgeschlossen werden müssen.

Aber da minus und plus ja auch irgendwie null ergibt, spielten sie im Gegenzug eine Studie herunter, die aufzeigte, dass Glyphosat ein malignes Lymphom verursacht, indem sie diese Erkrankung auf eine angebliche virale Infektion der Tiere schoben. Für diese virale Infektion gibt es laut ECHA nicht den geringsten Beweis. Der einzige, der jemals von dieser Infektion gesprochen hat, ist Jess Rowland, ein früherer EPA Mitarbeiter, der diese Behauptung in einer Telefonkonferenz mit EFSA Mitarbeitern aufstellte.

Eine Untersuchung bestätigte, dass die EFSA nur Rowlands Bemerkung als Beweis für die Infektion angeben konnte. Nun ist Jess Rowland aber ein ganz besonderer Fall. Monsantos interne Emails, die in einem amerikanischen Gerichtsverfahren offengelegt werden mussten, geben Hinweise darauf, dass Rowland ein fleißiger Helfer des Chemiekonzerns war, der damit angab, dass er „eine Medaille bekommen sollte“, wenn er es schafft, dass die EPA ihre Untersuchung in Bezug auf die gesundheiltichen Effekte von Glyphosat einstellt.

BfR, EFSA und ECHA spielten verschiedene statistische Tests gegeneinander aus und behaupteten, dass Glyphosat nicht karzinogen wirke, weil ein Signifikanzniveau nur in einem statistischen Test erreicht wurde und nicht in beiden. Dies ist eine klare Verletzung der OECD Richtlinien, denn diese besagen, dass ein Signifikanzniveau in einem Test ausreicht, die Vorstellung von einem zufällig auftretenden Krebsereignis von der Hand zu weisen.

Außerdem verstießen die Behörden gegen Einschränkungen für den Gebrauch historischer Kontrolldaten (also der Daten von unbehandelten Kontrolltieren in vorhergehenden Studien), die die OECD vorgibt, um den karzinogenen Effekt von Glyphosat zu minimieren.

Und letztlich haben sie es auch vermieden, Dosis-Wirkungs-Kurven zu veröffentlichen, die den Beweis dafür erbrachten, dass das Tumorwachstum durch Glyphosat verursacht wurde und nicht etwa ein Zufallsbefund war.

Brauchen wir eigentlich noch mehr Beweise dafür, dass die mit unserer Sicherheit beauftragten Behörden versucht haben, eine krebserregende Substanz als völlig harmlos hinzustellen?

 

(1) Glyphosate and cancer: Authorities systematically breach regulations. http://www.gmwatch.org/files/GLO_02_Glyphosat_EN.pdf
(2) Review of the Carcinogenicity of Glyphosate by EChA, EFSA and
BfR.  https://www.nrdc.org/sites/default/files/open-letter-from-dr-christopher-portier.pdf

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Fluorid – unverzichtbare Kariesprophylaxe oder Gift?

Wir alle wissen, dass Fluorid unverzichtbar für gesunde Zähne ist. Gehen Sie nur zu irgendeinem Zahnarzt und fast jeder wird Ihnen erzählen, dass Sie unbedingt zweimal täglich Ihre Zähne mit einer fluoridierten Zahncreme putzen sollten. Nur dadurch wird sichergestellt, dass Ihre Zähne gesund bleiben.

Merkwürdig ist nur, dass die amerikanische FDA vor 20 Jahren gefordert hat, dass Zahnpasta einen Warnhinweis enthalten muss, wenn sie Fluorid enthält (1). Dieser Warnhinweis rät dazu, einen Arzt oder die Giftnotrufzentrale zu kontaktieren, wenn Zahnpasta verschluckt wird. Auf deutschen Zahnpastatuben sucht man diesen Hinweis übrigens vergeblich.

Aufgrund ihrer durchschlagenden Giftigkeit wurden Fluoride lange Zeit als Rattengift und als Bestandteil von Pestiziden eingesetzt. Und genau diese Form der Fluorverbindungen werden eingesetzt, wenn Substanzen mit Fluor versetzt werden.

Auch hörte man aufgrund dieser Toxizität immer wieder von Vergiftungsunfällen (vereinzelt sogar mit Todesfolge), die auf die versehentliche Überdosierung von Fluoriden mit beispielsweise Fluorid-Zahngels oder fluoridiertem Wasser zurückzuführen waren. In diesem Zusammenhang schadet es auch nicht, sich das Leid der vielen Millionen Chinesen und Inder in Erinnerung zu rufen, die an Knochenleiden erkrankt sind, weil sie regelmässig fluoridreiches Wasser (ca. 1 – 4 mg Fluorid pro Liter) zu sich genommen hatten.

In Deutschland kommen wir mit Fluorid vor allem in Form von fluoridierten Zahnpflegeprodukten oder fluoridiertem Speisesalz in Kontakt (und überlegen Sie mal kurz, wie viel Salz in Fertiggerichten steckt!). Die Wasserfluoridierung ist hierzulande zum Glück verboten (ganz anders in den USA). In der ehemaligen DDR  wie auch in Teilen der Schweiz wurde das Wasser fluoridiert. Da Spätfolgen auch nach 30 Jahren auftreten können, haben wir immer noch ein großes Kollektiv an Menschen, die betroffen sein können.

Fluorid reichert sich im Körper an, und so machen sich inzwischen viele Wissenschaftler  Gedanken darüber, welche Auswirkungen diese Tatsache auf unsere Gesundheit hat.

Fluoride stecken nicht nur in der Zahnpasta

Das extrem giftige Element Fluor kommt in der Natur nicht elementar, sondern praktisch immer nur gebunden vor, und zwar in Form verschiedenster Fluorverbindungen, die meisten davon als (anorganische) Fluoride (Salze der Fluorwasserstoffsäure). Einige Fluorverbindungen, zum Beispiel Natriumfluorid, Kaliumfluorid, Aluminiumfluorid oder Aminfluorid, begegnen uns täglich. Man kommt heute so gut wie gar nicht mehr um Fluoride herum:

Fluoride stecken nicht nur in den meisten Zahncremes, sondern inzwischen auch in den meisten Speisesalzen. Als natürlicher Bestandteil sind sie in vielen Lebensmitteln sowie in schwarzem und grünem Tee, im Mineralwasser und im Leitungswasser enthalten. Aber auch in Nahrungsergänzungsmitteln, Psychopharmaka, Beruhigungsmitteln und Antibiotika (z. B. Ciprofloxazin) sowie in manchen Cortison-Abkömmlingen findet sich Fluor (an Kohlenstoff gebunden). Nicht zu vergessen die Fluoridtabletten für Kinder oder Fluoridzahnversiegelungen beim Zahnarzt!

Das Problem ist also offensichtlich: Wir haben die „Dosierung“ überhaupt nicht im Griff!

Wissenschaftler warnen vor fluoridiertem Trinkwasser

Schon vor 16 Jahren haben Wissenschaftler der EPA darauf hingewiesen, dass die Fluoridierung des Trinkwassers ein unangemessenes Risiko darstellt.

Als sichere tägliche Höchstmenge gilt für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene 7 mg Fluorid pro Tag. Dieser Wert ist ebenso für Schwangere und Stillende gültig und gilt für Fluorid aus allen Quellen (Trinkwasser, Getränke, Lebensmittel inkl. fluoridiertem Salz, Zahnpflegemittel sowie Supplemente).

Für Kinder gelten aufgrund des geringeren Körpergewichtes andere Höchstmengen. Die sichere tägliche Höchstmenge wurde für 1- bis 3-Jährige auf 1,5 mg, für 4- bis 8-Jährige auf 2,5 mg und für 9- bis 14-Jährige auf 5 mg Fluorid pro Tag festgesetzt

Welche Auswirkungen hat nun eine erhöhte Fluoridaufnahme?

Fluorid wird mit Wahrnehmungsstörungen und einem verminerten IQ in Zusammenhang gebracht

Über 300 Studien belegen, dass Fluorid ein Neurotoxin (Nervengift) ist. Weitere Studien zeigen auf, dass eine moderate Fluoridaufnahme zu einem geringeren IQ führt (2, 3).

In anderen Studien finden sich Hinweise auf Störungen der Hirnentwicklung in der Fetalperiode. Viele Tierversuche, die aufzeigen, dass die Fluoridexposition zu Hirnschäden, kognitiven und Gedächtnisstörungen führt, weisen ebenfalls darauf hin.

Fluorid schädigt die Schilddrüse

Es liegen mehr als genug Hinweise vor, dass eine übermäßige Fluoridaufnahme zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen kann. Tatsächlich wurde noch bis in die 60-ger Jahre die Schilddrüsenüberfunktion mit Fluortyrosin behandelt (4). Das Fluorid führt dazu, dass die Aktivität der Schilddrüse gebremst und die Konzentrationen der Schilddrüsenhormone T3 und T4 vermindert werden. Und man braucht für diesen Effekt noch nicht einmal große Dosen – 2 – 5 mg Fluorid pro Tag reichen schon aus (und erst recht die Höchstdosis von 7 mg, die als sicher angesehen wird).

Einige Menschen haben dann die klassischen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion: Konzentrationsschwierigkeiten, Muskel- und Gelenkschmerzen, Depression und Gewichtszunahme. Und wenn sie richtig Pech haben, bekommen sie dann ein Label wie Fibromyalgie aufgeklebt und werden als Psycho abgetan.

Diabetiker sind durch Fluorid besonders gefährdet

Wie gesagt, wird in Deutschland das Wasser nicht fluoridiert. In Amerika werden allerdings Diabetiker als „empfindliche Subpopulation“ betrachtet, was den vermehrten Konsum von Fluorid angeht. Es wurde nachgewiesen, dass Fluorid den Blutzuckerspiegel anhebt, die Produktion von Insulin verhindert und die Glucosetoleranz verschlechtert (5).

Die Entwicklung einer Insulinresistenz, die dem Typ-2-Diabetes vorangeht, konnte offenbar bei Menschen beobachtet werden, die gerade einmal Fluoridmengen in Höhe von nur 0,07 bis 0,4 mg pro Kilogramm und Tag zu sich genommen haben.

Wer also reichlich fluoridiertes Salz verwendet und evtl. noch ein fluoridreiches Mineralwasser trinkt, kann diese Dosis gut erreichen.

Das Problem wird dadurch verschlimmert, dass Diabetiker eine verminderte Fluoridausscheidung haben.

Fluorid erhöht das Risiko für Herzerkrankungen

Da die Aorta mehr Fluorid speichert als jedes andere Gewebe im Körper, ist das Herz von hohen Fluoridspiegeln besonders betroffen. Fluorid kann oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen hervorrufen und damit zu Arterienverkalkung und Schäden am Herzmuskel führen.

Forscher haben eine Verbindung zwischen erhöhten Fluoridspiegeln im Grundwasser und dem Auftreten von Bluthochdruck gefunden. Dieser erhöht wiederum das Risiko für einen Herzinfarkt (6). Und sogar eine geringgradige Fluoridtoxizität kann zu einer verminderten Elastizität der Aorta führen.

Fluoride schwächen die Knochen

Ganz im Gegensatz zu der Annahme, dass Fluorid „die Knochen stärkt“, haben Versuche mit hohen Dosen Fluorid der Osteoporose entgegen zu wirken dazu geführt, dass vermehrt Knochenbrüche auftraten.

Das Fluoride Action Network berichtet, dass inzwischen Studien am Menschen vorliegen, die aufzeigen, dass es bei einer Fluoridbelastung des Trinkwassers von 4 mg/l zu einer höheren Frakturrate kommt (7). In Tiermodellen war dieser Effekt schon lange bekannt.

Fluoride schädigen die DNA und tragen zur Entstehung von Krebserkrankungen bei

Das National Toxicology Program stuft Fluorid als mutagene Substanz ein – dies bedeutet, dass sie genetische Schäden hervorruft, die zur Entstehung von Krebs beitragen können (8). Eine bahnbrechende Studie der Harvard University zeigte auf, dass Jungen, die in ihrer Kindheit fluoridiertes Wasser tranken, im Jugendalter ein höheres Risiko aufwiesen, ein Osteosarkom (Knochenkrebs) zu entwickeln (9).

Wissenschaftler erklären diesen Zusammenhang damit, dass Fluorid die Proliferation von knochenbildenden Zellen stimuliert und damit das Risiko erhöht, dass diese sich zu Tumorzellen entwickeln.

Auch zwischen Fluoridexposition und Blasen- und Lungenkrebs finden sich Verbindungen.

Hoher Fluoridkonsum führt zur Skelettfluorose

Man weiß seit langem, dass eine langanhaltende, überhöhte Aufnahme von Fluorid zur Skelettfluorose führt (so auch in China und Indien). Sie geht mit einer Erhöhung des Knochenfluoridgehaltes und Anstieg der Knochendichte einher. Im fortgeschrittenen Stadium mit Osteosklerosen (Verdichtung des Knochengewebes mit erhöhter Brüchigkeit infolge verminderter Elastizität), Exostosen (auf der Knochenoberfläche aufsitzende Knochenneubildungen), Muskelschwund und neurologischen Störungen.

Dabei muss man nicht so weit gehen wie eine Engländerin, die täglich einen Tee aus 100 – 150 Teebeuteln zubereitete (10), sondern laut Fluoride Action Network sind Dosierungen von 6 mg pro Tag ausreichend, leichte Formen dieser Erkrankung hervorzurufen. Diese werden aber häufig nicht als Fluorose diagnostiziert, da die Symptome – Schmerzen und Gelenksteife – Knochenerkrankungen wie zum Beispiel einer Gelenkentzündung (Arthritis) sehr ähneln.

 

Fluorid verursacht Magen-Darm Beschwerden

Jährlich gibt es hunderte Anfragen bei den Giftnotrufzentralen, die auf das Verschlucken von Zahnpasta zurückzuführen sind. Es kommt dann zu Symptomen wie Magen-Darm Beschwerden, Übelkeit, Bauchkrämpfe und Erbrechen.

In klinischen Studien hat die Aufnahme von nur 3 mg Fluorid bei Erwachsenen zu einer Schädigung der Magenschleimhaut geführt. 6,8 mg Fluorid reichten aus, um innerhalb von 30 Minuten Erbrechen auszulösen (7 mg täglich sind völlig unbedenklich??) (11).

Fluorid ist ein endokriner Disruptor (hormoneller Schadstoff)

Zusätzlich zu den oben genannten schädlichen Wirkungen ist Fluorid auch ein endokriner Disruptor. Das National Research Council berichtet, dass Fluoride direkt die Hormonsekretion von Insulin (Blutzucker), T3 und T4 (Schilddrüse) und Melatonin (Schlaf/Wach-Zyklus) beeinflussen (12).

Durch diese hormonellen Auswirkungen kommt es in Untersuchungen sowohl beim Menschen als auch beim Tier zu einer Schilddrüsenunterfunktion, verstärkter Calcitonin- und Parathormon-Aktivität, sekundärem Hyperparathyreodismus (u. a. Magen-Darm Beschwerden, Muskelschwäche, Bluthochdruck), gestörter Glucosetoleranz und möglichen Effekten auf den Zeitpunkt der Geschlechtsreife.

Patienten mit Nierenerkrankungen sind durch die Toxizität von Fluoriden besonders gefährdet

Der Grund dafür liegt darin, dass die Nieren normalerweise dafür verantwortlich sind, Fluorid aus dem Körper auszuschwemmen. Bei Personen mit einer Niereninsuffizienz passiert dies nicht, sodass sich die Fluoride in ihren Knochen und anderen Körpergeweben anreichern. Studien zeigen, dass Patienten unter Dialyse ein erhöhtes Rikiso haben an Skelettfluorose und Osteomalazie – einer Krankheit, die die Knochen schwächt -zu erkranken (13).

Fluorid-Toxizität und Gelenkentzündungen

Beunruhigend ist auch die Verbindung zwischen Fluorid und Gelenkentzündungen. Eine geringgradige Vergiftung mit Fluorid kann durch die auftretenden Symptome – Schmerzen und Steifheit – einer Arthritis sehr ähnlich sehen und dadurch zu einer falschen Diagnose führen. Erschwerend kommt noch die Tatsache hinzu, dass Studien aufzeigen, dass Fluorid ein direkter Verursacher der Osteoarthritis sein kann (14).

Fluorid kann bei Männern zur Infertilität (Zeugungsunfähigkeit) führen

Mehr als 60 Tierversuchsstudien legen dar, dass Fluorid negative Auswirkungen auf das männliche Reproduktionssystem hat indem es zu einem verminderten Testosteronspiegel beiträgt, die Spermienanzahl und deren Beweglichkeit herabsetzt und oxidativen Stress verursacht (15).

Auch in einer US amerikanischen Studie an Menschen, die einer Trinkwasserfluoridierung von mehr als 3 ppm Fluorid ausgesetzt waren – einer Konzentration, die von der EPA anfänglich als sicher eingestuft wurde – zeigte sich, dass in diesen Populationen die Fertilitätsraten geringer waren als in Populationen, die weniger Fluorid aufnahmen.

 

Was bedeutet das für Sie?

Sie fragen sich wahrscheinlich (hoffentlich): Wie soll ich jetzt mit diesem Problem umgehen. Es gibt einige ganz einfach umzusetztende Möglichkeiten, Fluorid aus Ihrem Alltag zu verbannen:

  • Benutzen Sie Zahnpasta, die kein Fluorid enthält. Man muss ein bisschen suchen, aber es gibt inzwischen tatsächlich einige Marken, die auf die Zugabe dieses Gifts verzichten.
  • Sagen Sie Ihrem Zahnarzt, dass Sie nicht mit Fluorid behandelt werden möchten. Häufig wird nach der Zahnreinigung zur Kariesprophylaxe ein Fluoridgel auf die Zähne aufgetragen. Lehnen Sie dies auf jeden Fall ab. Es ist nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich!
  • Tauschen Sie fluoridiertes Speisesalz aus. Am günstigsten ist es, wenn sie auf Speisesalz ganz verzichten und stattdessen Alternativen wie Meersalz oder Himalaya Salz benutzen. Diese enthalten natürliches Fluorid und wesentlich gesünder als Tafelsalz.
  • Und vor allen Dingen – vergiften Sie Ihre Kinder nicht mit Fluoridtabletten!

Es ist erschreckend wie hoch die Ignoranz (oder Gleichgültigkeit) mancher Eltern ist. Solange Kinder weiterhin mit Zuckerwasser in Nuckelflaschen bombardiert werden (sei es Fruchtsaft, Limonade oder der mit Vitaminen angereicherte Kindertee), sie mit Süßigkeiten vollgestopft werden und Eltern das Zähneputzen selbst bei Dreijährigen den Kindern selbst überlassen, müssen wir uns über verfaulte Zähne sicher nicht wundern. Und glauben Sie mir, ich arbeite häufiger bei Kinderzahnärzten und sehe diese Fälle zu Hunderten.

Und ganz ehrlich, eine ordentliche Zahnhygiene hilft bei der Vorbeugung gegen Karies viel mehr als Fluorid wie ein gerade erschienener Artikel im Journal of the American Dental Association bestätigt (16).

Übrigens:

Die Fluoride (Hexafluorokieselsäure), die in der Industrie dem Trinkwasser, der Zahnpasta oder dem Raffinade-Salz zugesetzt werden, sind Abfallprodukte aus der Herstellung von Phosphatdüngern – künstliche und toxische Fluoride.

Die natürlich vorkommenden Formen von Fluorid sind sogar wichtig für die Schilddrüse, Zähne und den Körper insgesamt. Die meisten natürlichen Fluoride kommen in Form der Mineralien Kryolith (Natriumfluorid) und Flussspat (Calciumfluorid) vor.

Diese zuvor genannten natürlichen Mineralien kommen in kleinen Mengen in vielen Nahrungsmitteln, in unbehandelten Wasserquellen und auch in unraffinierten Salzen, wie dem Himalaya-Salz und Meersalz vor. Diese Fluoride sind dafür bestimmt, Leben zu erhalten und nicht zu zerstören.

 

(1) Sec. 355.50 Labeling of anticaries drug products. https://www.accessdata.fda.gov/scripts/cdrh/cfdocs/cfcfr/CFRSearch.cfm?fr=355.50

(2) Effect of fluoridated water on intelligence in 10-12-year-old school children.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28217543

(3) Developmental Fluoride Neurotoxicity: A Systematic Review and Meta-Analysis   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3491930/

(4)Die experimentellen Grundlagen der Behandlung des Morbus Basedow und der Hyperthyreose mittels Fluortyrosin.  https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0028-1121625.pdf

(5) Inhibitory effect of fluoride on the secretion of insulin. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2110856

(6) Sodium fluoride induces hypertension and cardiac complications through generation of reactive oxygen species and activation of nuclear factor kappa beta. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27378751

(7) http://fluoridealert.org/issues/health/bone-fracture/

(8) TOXICOLOGY AND CARCINOGENESIS
STUDIES OF SODIUM FLUORIDE https://ntp.niehs.nih.gov/ntp/htdocs/lt_rpts/tr393.pdf

(9) Age-specific fluoride exposure in drinking water and osteosarcoma (United States). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16596294

(10) Skelettfluorose nach exzessivem
Teekonsum https://master-toxikologie.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/studiengaenge/master-toxikologie/Toxikologie_Aktuell/2013/mobil/ToxikologieAktuell042013_mobil.pdf

(11) http://fluoridealert.org/issues/health/gastrointestinal/

(12) https://www.nap.edu/read/11571/chapter/2#8

(13)Fluoridation of drinking water and chronic kidney disease: absence of evidence is not evidence of absence. https://academic.oup.com/ndt/article/23/1/411/1927240/Fluoridation-of-drinking-water-and-chronic-kidney

(14) Endemic fluorosis in Turkish patients: relationship with knee osteoarthritis. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs002960100132?LI=true

(15) http://fluoridealert.org/studies/fertility03/

(16) Regular oral health education is effective in reducing caries incidence whereas fluoride varnish seems to have no added benefit. http://jada.ada.org/article/S0002-8177(17)30150-2/fulltext

Was Sie über Antibiotika wissen sollten

Was Antibiotika angeht, so besteht inzwischen Alarmstufe Rot. Zeitungsmeldungen wie „Die Rückkehr der Seuchen“, „Multiresistente Keime nehmen zu“, „Antibiotikaresistenzen“ häufen sich. Der Grund dafür ist, dass Antibiotika sowohl beim Menschen als auch in der Tiermedizin viel zu häufig verordnet werden.

Sie werden für Husten, Schnittwunden, Harnwegsinfekte, vorsorglich bei Operationen und oftmals „für alle Fälle“ verschrieben, selbst bei viralen Infektionen, für die sie überhaupt nicht wirken (denn es könnte ja zu einer bakteriellen Superinfektion kommen). „Infektionen können tödlich sein“ ist das Mantra derjenigen, die immer noch nicht begriffen haben, dass es nicht wir gegen die Bakterien sind, sondern dass wir einen Großteil dieser kleinen Lebewesen tatsächlich brauchen, damit wir überleben. Was Sie über Antibiotika wissen sollten weiterlesen

Verursacht Ihr Sonnenschutzmittel Hautkrebs

Sonnenstrahlen sind extrem gefährlich, sodass Sie sich ohne Sonnenschutzmittel ja nicht nach draußen trauen sollten. Das ist es jedenfalls, was die Boulevardpresse, aber leider eben auch die Ärzteschaft uns einreden wollen.

Vergessen Sie einfach, dass die Sonne das Leben auf der Erde erst möglich macht. Sie ist der Feind – der große Killer, der für Hautkrebs sorgt und dem man – wenn irgend möglich – aus dem Weg gehen sollte. Na ja, und wenn man dann schon nach draußen gehen muss, wenn die Sonne scheint, dann aber doch bitte wenigstens eingeweicht in Sonnencreme mit LSF 50 – 100. Lasst diese bösen Strahlen bloß nicht an eure Haut. Verursacht Ihr Sonnenschutzmittel Hautkrebs weiterlesen

Gefahren durch elektromagnetische Felder – EMF

Elektromagnetische Felder (Wellen) sind in unserer Umwelt überall vorhanden. Allerdings sind sie für das menschliche Auge unsichtbar. Wie der Name sagt, bestehen elektromagnetische Felder aus elektrischen und magnetischen Feldern. Elektrische Felder existieren in der Atmosphäre generell und werden auf der Erde zum Beispiel bei einem Gewitter sichtbar, wenn Ladungsunterschiede in der Luft in Form von Blitzen abgebaut werden.

Elektromagnetische Felder sind außerdem immer vorhanden, sobald elektrischer Strom zum Einsatz kommt. Sie entstehen beispielsweise bei der Verwendung von elektrischen Küchengeräten (z. B. Mikrowelle), bei Mobiltelefonen, Radio, Fernsehen, Funkmasten und Geräten zur Sicherheitsüberwachung.

Alle diese Geräte sorgen für eine ständige unsichtbare Schadstoff-belastung, die Ihre Körperzellen stressen und sogar vergiften kann. Wenn Sie so gesund wie nur möglich sein wollen, dann ist es wichtig, sich Gedanken über die Probleme zu machen, die von der Strahlung ausgehen, die technische Geräte erzeugen. Gefahren durch elektromagnetische Felder – EMF weiterlesen

Gekaufte Wissenschaft -Monsanto bezahlt Studien, die die Harmlosikgkeit von Glyphosat nachweisen sollen

Na, das war ja dann ein ziemlicher Schlag ins Kontor.  Am 23. März 2017 wurde in Wien der Bericht „Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft“ vorgestellt. Er zeigt auf, wie Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller wissenschaftliche Belege zu Gesundheitsgefahren des Unkrautvernichters manipuliert haben. Damit wollen die Agrar-Konzerne ein Verbot des Wirkstoffs in der EU verhindern (1).

Seit März 2015 hat die WHO-Krebsforschungsagentur (IARC) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ klassifiziert. Dies brachte die Konzerne unter Handlungsdruck. Immerhin wurde die 2016 anstehende Neuzulassung von Glyphosat von 10 Jahren auf erstmal 18 Monate gekürzt, um weitere Belege für oder gegen diese Einstufung zu sammeln. Um nun zu verhindern, dass Glyphosat die Zulassung in der EU verliert, finanzierten die Hersteller eine Reihe von Studien zur Gefährlichkeit von Glyphosat, die in Wissenschaftsjournalen veröffentlicht wurden. Gekaufte Wissenschaft -Monsanto bezahlt Studien, die die Harmlosikgkeit von Glyphosat nachweisen sollen weiterlesen

Die EPA und Monsanto – Ziemlich beste Freunde

Bei meinen Recherchen über Glyphosat bin ich auf diesen Brief von Marion Copley, einer Toxikologin der EPA gestoßen, den sie ein Jahr vor ihrem Tod an ihren Kollegen Jess Rowland geschrieben hat. Dieser soll jetzt in einer Massenklage von Krebspatienten über die Verstrickungen der EPA und Monsanto aussagen.

Ich finde diesen Brief so schockierend, dass ich ihn unbedingt allen Interessierten zum Lesen zur Verfügung stellen wollte. Die EPA und Monsanto – Ziemlich beste Freunde weiterlesen

Welche Gefahren verstecken sich in Plastikflaschen?

Plastikflaschen – ein ökologisches Desaster

Das Geschäft mit dem Flaschenwasser boomt. Laut Verband Deutscher Mineralbrunnen trägt jeder Deutsche rund 144 Liter Flaschenwasser pro Jahr nach Hause (2014). Zu über 75 % wird dieses Wasser in Plastikflaschen abgefüllt.

 

 

Kritiker bezeichnen Flaschenwasser als einen der besten Marketingtricks unserer Zeit. Denn dass sich hinter der Bezeichnung „Tafelwasser“ ein extrem überteuertes, mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser verbirgt, ahnen die Wenigsten. Und auch die Qualität von Quell- und Mineralwässern ist kaum besser als die von Leitungswasser. Im Gegenteil, Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt und wird auf mehr gesundheitsschädliche Substanzen getestet als Mineral- und Quellwasser, da die Trinkwasserverordnung mehr Grenzwerte als die Mineral- und Tafelwasserverordnung vorschreibt.

Die spezifischen Umweltbelastungen von Mineralwasser wurden in einer Studie des Interessenverbands Schweizer Wasserversorger (SVGW) untersucht und mit der Ökobilanz von Trinkwasser aus dem Hahn verglichen. Gekühltes sprudelndes Mineralwasser in der Einwegflasche hat demnach eine 3,5 mal so hohe Umweltbelastung wie gekühltes sprudelndes Trinkwasser aus dem Hahn. Wesentliche Aspekte sind dabei die Verpackung und der Transport.

Aber zum Glück werden Plastikflaschen ja recycelt

Von wegen. Pfand bei Plastikflaschen bedeutet nicht gleich Recycling. Wie Sie in der Grafik sehen können, machen Plastik-Einwegflaschen 46,7 % der Kunststoffflaschen aus. Und das bedeutet, wir haben ein riesiges Plastikmüllproblem. Denn Plastik verschwindet nicht einfach. Bereits jetzt türmt sich Plastik zu hohen Bergen am Rande der Städte und an Stränden, es schwimmt im Meer und in den Flüssen – mit verheerenden Folgen für Tiere und Ökosystem. Noch in hunderten von Jahren wird jedes Stückchen Plastik, das nicht verbrannt wurde, irgendwo auf der Erde zu finden sein.

Und dann sind da die gesundheitlichen Risiken durch Plastikflaschen

Allein die ökologischen Auswirkungen sollten schon Grund genug sein, nicht aus Plastikflaschen zu trinken. Ich habe aber noch ein paar sehr unappetitliche Fakten. Diese Flaschen beinhalten einige extrem schädliche Substanzen.

1. Bisphenol A (BPA)

BPA wird von der chemischen Industrie verwendet, um Epoxidharze und Polycaronat-Kunststoffe oder Hartplastik zu stabilisieren. In weicheren Plastikarten wird es eingesetzt, um eine Rissbildung zu vermeiden.

Man weiß, dass das BPA aus Plastikflaschen in die darin enthaltenen Getränke freigesetzt werden kann. BPA ist ein bekannter endokriner Disruptor (hormonaktiver Stoff) und führt durch seine östrogenartige Wirkung zur Bildung von Eierstock-, Prostata- und Brustkrebs. BPA Befürworter führen gerne ins Feld, dass nur sehr geringe Mengen dieses Stoffes im Plastik vorhanden sind. Tatsache ist aber, dass endokrine Disruptoren gerade in geringen Dosen gefährlich sind.

Schon 2002 wurde in einer Studie nachgewiesen, dass BPA die Schilddrüsenfunktion stören kann, da es als Antagonist am T3 Rezeptor wirkt (T3 = aktives Schilddrüsenhormon) (1). Die Schilddrüse ist wichtig für den Energiehaushalt und das Wachstum.

Wärme oder Aufheizen sowie Säuren und Laugen begünstigen das Freisetzen von Bisphenol A aus Wasserflaschen. Kochendes Wasser beschleunigt die Rate auf das 55-fache (2). Wenn Sie jetzt sagen, ich koche ja mein Wasser nicht in der Flasche, dann möchte ich nur daran erinnern, dass diese Wasserflaschen häufig in der prallen Sonne stehen. Und es soll auch Leute geben, die ihren Tee in Plastikflaschen kochen.

BPA wird im Fettgewebe gespeichert und ist plazentagängig (das heißt es geht auf den Fetus über). In einer kalifornischen Studie wurde aufgezeigt, dass Blutproben aus der Nabelvene zu 100 % BPA enthielten (3), das bedeutet sämtliche Feten waren diesem Stoff ausgesetzt. Mehr als ein Drittel der Blutproben enthielten Konzentrationen, die im Tierversuch gesundheitsschädliche Auswirkungen hatten. Wenn man bedenkt, dass BPA auch mit der Entwicklung von ADS, ADHS und Aggressivität in Zusammenhang gebracht wird (4), dann ist das schon bedenklich.

Eine andere Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen hohen Konzentrationen an BPA im Urin von Schwangeren und einem niedrigen Geburtsgewicht bei ihren Babies auf (5). Die Untersucher analysierten Urinproben der Mütter nach der Entbindung und sammelten Informationen über die Neugeborenen aus ihren Geburtsurkunden. Insgesamt wurden 452 Mütter und ihre Babies im Zeitraum von 2012 – 2014 untersucht. 113 Babies hatten ein niedriges Geburtsgewicht.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie, die 2015 veröffentlicht wurde (6). Hier wurde ein stärkerer Effekt bei weiblichen Neugeborenen aufgezeigt. Untersucht wurden Blutproben von Müttern während des ersten Trimesters und zur Entbindung, sowie Nabelschnurblut nach der Entbindung. Die Proben wurden auf BPA und konjugiertes BPA untersucht. Es zeigte sich, dass bei jeder Verdoppelung der Konzentration von BPA im mütterlichen Blut die Babies (beiden Geschlechts) im Durchschnitt 55 g weniger wogen. Mädchen hatten jedoch eine Gewichtsreduktion von bis zu 183 g.

Am anderen Ende des Spektrums finden sich Studien, die darauf hinweisen, dass Kinder, die vermehrt BPA ausgesetzt waren, zur Fettleibigkeit neigen (7). Eine 2015 in Environmental Health Perspectives erschienene Studie konnte aufzeigen, dass der Metabolit A β-D-Glucuronid (BPA-G), der bisher als inert angesehen wurde, zu einer Zunahme an Fettzellen führen kann (8).

Auch negative Auswirkungen von BPA auf das Immunsystem werden diskutiert (9). Den EU-Behörden reicht dies jedoch für ein Verbot von BPA noch nicht aus.

 

2. Polyethylene terephthalate (PET)

PET wird häufig in Getränkeflaschen und Gewürzflaschen (Ketchup u.a.) verwendet. Es wird allgemein als „sicheres“ Plastik angesehen und enthält kein BPA. Allerdings kann es – vor allem unter Einwirkung von Wärme – zum Austritt von Antimon kommen (10).

In jeder PET-Getränkeflasche lässt sich Antimon in der Größenordnung von einigen Milligramm je Kilogramm nachweisen. Die Konzentration der Giftabgabe kann sich um ein mehrere Hundertfaches erhöhen – man braucht nur etwas Geduld. Die Antimon-Konzentration des abgefüllten Wassers in PET-Flaschen steigt mit der Zeit deutlich an und erreicht bis zu 630 Nanogramm pro Liter Sb. Ein Vergleich zwischen Glas- und PET-Flaschen zeigte, dass in PET-Flaschen der Antimon-Gehalt bis zu 30-mal höher lag. Vor dem Abfüllen enthielt dieses Wasser nur 4 ng pro Liter Sb.
Antimon ist mit dem Periodennachbarn Arsen verwandt und zehnmal giftiger als Blei. Die Aufnahme von Antimon kann zu Erbrechen, Durchfall und Magengeschwüren führen.
In einer Studie wurde nachgewiesen, dass auch PET Flaschen Xenoöstrogene (Substanzen, die im Körper wie Östrogen wirken) an die in ihnen enthaltenen Flüssigkeiten abgeben (11).
Und noch ein paar unappetitliche Fakten zu PET. Da sie sich schlecht reinigen lassen, enthalten laut einer Untersuchung der University of North Dakota Mehrweg PET Flaschen häufig Verunreinigungen in Form von Fäkalien, Speichel und Nahrungsmittelresten. Sie sollten übrigens nicht in der Spülmaschine gereinigt werden, da sonst alle aus dem Plastik austretenden Substanzen auch gleich noch das restliche Geschirr mit verseuchen.

3. Phthalate

Phthalate werden benutzt, um Plastik (vor allem PVC) flexibel zu machen. In Studien wurde nachgewiesen, dass auch Phthalate von Plastikflaschen abgegeben werden können (12). Phthalate gehören ebenfalls zu den endokrinen Disruptoren und sind damit schon in geringer Dosierung schädlich (13).

Weitere Gesundheitsschäden, die durch Phthalate ausgelöst werden können, sind:

  • Leberkrebs (14)
  • Schrumpfhoden (15)
  • männliche Sterilität (16)

Was sollten Sie tun?

Es ist eigentlich ganz einfach. Getränke aus Glasflaschen schmecken besser. Plastik ist nicht-erneuerbar, die Herstellung verbraucht viel Energie und Rohstoffe, und ist in vielen Fällen sehr giftig. Plastik ist nicht biologisch abbaubar. Die Herstellung und später auch Verbrennung von PVC erzeugt Dioxine, die hochgiftig sind. Plastikflaschen, die über längere Zeit gebraucht werden, können viele Bakterien enthalten (und nicht von der guten Sorte).

Glas ist einfach die bessere Wahl. Und seien wir doch mal ehrlich, in den meisten Fällen brauchen Sie gar keine Plastikflasche. Am Schreibtisch, in der Küche oder sogar wenn Sie zum Sport gehen, können Sie Glasflaschen oder Edelstahlflaschen (kein Aluminium!) benutzen. Es gibt eigentlich überhaupt keinen Grund, warum Sie in Ihrem Alltag Plastikflaschen benutzen sollten.

Statt sich also über Kunststoff-Harze den Kopf zu zerbrechen und zu versuchen, das Zahlengewirr der verschiedenen Substanzen auseinander zu halten (es sind sieben verschiedene Kennzeichnungen). Nehmen Sie einfach ein Material, bei dem Sie sich darüber keine Sorgen machen müssen.

 

 

(1) Thyroid Hormone Action Is Disrupted by Bisphenol A as an Antagonist. https://academic.oup.com/jcem/article-lookup/doi/10.1210/jc.2002-020209

(2) Plastic (Not) Fantastic: Food Containers Leach a Potentially Harmful Chemical.   https://www.scientificamerican.com/article/plastic-not-fantastic-with-bisphenol-a/

(3) Bisphenol-A (BPA), BPA Glucuronide, and BPA Sulfate in Midgestation Umbilical Cord Serum in a Northern and Central California Population. http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es402764d

(4) Association of Bisphenol A exposure and Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder in a national sample of U.S. children. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013935116302110

(5) Maternal urinary bisphenol A levels and infant low birth weight: A nested case–control study of the Health Baby Cohort in China. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160412015300453

(6) Gender-Specific Effects on Gestational Length and Birth Weight by Early Pregnancy BPA Exposure. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26406292

(7) Urinary bisphenol A and obesity in U.S. children. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23558351

(8) In Vitro Effects of Bisphenol A β-D-Glucuronide (BPA-G) on Adipogenesis in Human and Murine Preadipocytes. https://ehp.niehs.nih.gov/1409143/

(9) The Impact of Bisphenol A and Triclosan on Immune Parameters in the U.S. Population, NHANES 2003–2006. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3060004/?tool=pmcentrez

(10) http://faculty.rmu.edu/~short/research/antimony/references/Shotyk-W-et-al-2006.pdf

(11) Endocrine disruptors in bottled mineral water: total estrogenic burden and migration from plastic bottles. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19274472

(12) Phthalates residues in plastic bottled waters. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21804311

(13) Reproductive and developmental toxicity of phthalates. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20183522

(14) Benzyl butyl phthalate induces migration, invasion, and angiogenesis of Huh7 hepatocellular carcinoma cells through nongenomic AhR/G-protein signaling.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25081364

(15) Testicular atrophy produced by phthalate esters.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6776936

(16) Comparative Cytotoxicity and Sperm Motility Using a Computer-Aided Sperm Analysis System (CASA) for Isomers of Phthalic Acid, a Common Final Metabolite of Phthalates. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26252616