Zucchini Chips mit Essig und Salz

Immer wenn ich in England Urlaub gemacht habe, habe ich mich besonders auf die Kartoffelchips mit Essig und Salz gefreut. Man merkt schon, das ist jetzt eine Weile her, denn heute kann man die ja auch hier kaufen.

Nach England fahre ich immer noch, aber die Kartoffelchips esse ich schon lange nicht mehr. Und dafür gibt es gute Gründe – zum Beispiel die krebserregenden Stoffe, die sie beherbergen.

Selbstgemachte Chips sind eine super Alternative.

Sie wissen, was drin ist. Selbst die besseren Chips Varianten – ich spreche hier von Grünkohl oder Roter Bete – beinhalten in der Regel Pflanzenöle. Da diese große Mengen entzündungsauslösende Omega-6 FS enthalten, möchte ich sie lieber nicht essen.

Wenn Sie stärkehaltige Gemüsesorten vermeiden, haben Sie einen kohlenhydratarmen Snack, den Sie sogar im Zuge einer ketogenen Diät (Kohlenhydratanteil 20 – 50 g pro Tag) essen könnten.

Ich persönlich liebe Zucchini. Halt, das stimmt so nicht ganz. Ich liebe eigentlich so ziemlich jedes Gemüse. Aber da die Zucchini so einfach zu verarbeiten ist, bietet sie sich für die Chipsherstellung einfach an. Außerdem wuchert sie gerade in meinem Garten im Hochbeet.

Die Zucchini enthält Mineralstoffe wie Kalzium, das für die Knochen wichtig ist, sowie Spurenelemente wie Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird. In Zucchini findet sich zudem Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das der Körper zum Beispiel für das Sehen braucht. Allerdings sollte sich Ihre Begeisterung hierüber in Grenzen halten – unser Körper ist nicht besonders gut in der Umwandlung von Provitamin A in Vitamin A (also doch lieber Leber essen). Auch Vitamin C ist in Zucchini enthalten.

Zum Olivenöl muss ich wohl nicht viel sagen. Reich in einfach ungesättigten Fettsäuren ist es das Öl der Mediterranen Diät, der ja bekanntermaßen große Vorteile für das Herz-Kreislaufsystem zugesprochen werden.

Apfelessig ist ein ganz besonderer Saft. Hier finden Sie 10 Gründe, warum er in Ihrer Ernährung nicht fehlen sollte.

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Zucchini
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • Himalaya- oder Meersalz

Zubereitung:

  1. Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Ich benutze dafür einen Gemüsehobel, wenn Sie eine Küchenmaschine haben, geht die natürlich auch.
  2. Olivenöl und Essig in einer großen Schüssel vermengen und die Zucchini hinzufügen.
  3. Alle Zutaten gut mischen (ich benutze dazu die Hände).
  4. Zucchini Scheiben in einer Lage auf den Sieben eines Dörrgerätes verteilen.
  5. Die Zucchini mit Salz bestreuen.
  6. Dörrgerät auf 60° C einschalten. Es dauert je nach Gerät zwischen 12 und 16 Stunden bis die Chips gut durchgetrocknet sind.

Richtig getrocknet, sind sie sehr knusprig und extrem lecker!

Vanille Chia-Pudding

Vanille Chia PuddingWenn es schon Pudding sein muss, dann doch bitte einer, der mehr zu bieten hat als nur eine Menge Zucker und Stabilisatoren. Die Lösung ist ganz einfach und der Pudding ist schnell gemacht und wirklich super lecker.

Chia Samen

Wenn man auf das herkömmliche Puddingpulver verzichten möchte, sind Chia Samen einfach die Lösung. In Flüssigkeit eingeweicht, quellen sie sehr schnell auf und verwandeln die Flüssigkeit in eine gelartige Masse – also genau richtig für Pudding.

Die Samen bieten Proteine, gesunde Fette, Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und Antioxidantien. Ihre hohe Konzentration des Omega-3 Fettes α-Linolsäure (ALA) hat sie vor allem bei Vegetariern und Veganern so bekannt gemacht. Chia Samen enthalten bis zu 40 Prozent Fett und davon sind 60 Prozent Omega-3-FS.

Ein Hinweis – Chia Samen verhalten sich wie Leinsamen, das heißt, damit unser Körper die Nährstoffe aufnehmen kann, müssen die Samen gemahlen sein.

Chia Samen können die Konzentrationen der Omega-3-FS ALA und Eicosapentaensäure (EPA) im Blut erhöhen. Sie erhöhen aber nicht die Konzentration von Docosahexaensäure (DHA), das heißt, es ist nicht möglich mit Chia Samen die tierische FS DHA zu ersetzen.

Bemerkenswert ist der Ballaststoffgehalt der Samen, der bei einer Menge von 2 EL ca. 10 g beträgt. Da die meisten Menschen eine zu Ballaststoff-arme Ernährung haben, ist das ein klarer Pluspunkt.

Kokosmilch

Kokosmilch enthält mittelkettige Triglyceride (MCTs), die vom Körper schnell in Energie umgewandelt werden können und nicht als Fett gespeichert werden. Sie hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren (FS).

Wer jetzt glaubt, dass sie dann doch ungesund sein muss, weil gesättigte FS den Cholesterinspiegel anheben und Herzerkrankungen verursachen, der irrt. Man weiß, dass die FS der Kokosnuss tatsächlich den Cholesterinspiegel anheben, dieser Effekt tritt jedoch auf, weil nicht nur das LDL sondern auch das HDL Cholesterin (das sogenannte „gute“) ansteigt. Dem HDL wird eine cardioprotektive (herzschützende) Wirkung nachgesagt, und so haben Volksgruppen, deren Ernährung viele Kokosprodukte beinhaltet, auch tatsächlich sehr selten Herz-Kreislauferkrankungen. Eine Tatsache, die die American Heart Association (AHA) gerne ignoriert.

Außerdem sorgt der hohe Fettgehalt der Kokosmilch dafür, dass sie lange satt macht und hilft so beim Abnehmen.

Eigelb

Wie Eigelb? Aber das ist doch so schädlich und eine wahre Cholesterinbombe. Immerhin haben Menschen jahrzehntelang tatsächlich Eiweiß-Omelettes (also ohne Eigelb) gegessen (oder runtergewürgt), damit sie ihrem Herzen etwas gutes tun. Vereinzelt soll es auch heute noch Individuen geben, die sich auf diese Art quälen.

Stellt sich heraus, das ist absoluter Quatsch!

Eier sind selbstverständlich Bestandteil einer gesunden Ernährung: Sie enthalten viele Mikronährstoffe, Vitamine (D, B, K), Mineralstoffe und Jod. Ihr hoher Eiweißgehalt unterstützt die Sättigung und so hilft das Frühstücksei sogar beim Abnehmen. Die Nährstoffe befinden sich dabei sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß, wobei der größere Anteil im Eidotter zu finden ist.

Das ebenfalls im Ei enthaltene Lecithin schützt nicht nur die Leber und Dickdarmschleimhaut, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung, sondern stärkt auch die Nerven und hilft bei Stress. Lecithin verhindert übrigens auch die Aufnahme des Cholesterins aus dem Eigelb in die Darmwand.

Honig

Honig enthält unter anderem Kalzium, Eisen, Magnesium und Natrium. Diese Stoffe sind echte Hilfen für unser Immunsystem. Die Glukoseoxydase des Honigs ist ein Enzym, das zu Wasserstoffperoxid umgewandelt wird und dann eine desinfizierende Wirkung hat. So trägt es zur Heilwirkung des Honigs bei. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden hat sich das flüssige Gold bewährt. Merke: Für unseren Körper ist Honig trotzdem Zucker (und führt zur Aktivierung derselben Stoffwechselwege wie Tafelzucker), aber wenigstens besitzt er einige gesunde Nährstoffe.

Durch die in ihm enthaltenen Flavonoide hat Honig eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Flavonoide helfen auch im Kampf gegen Viren. Wichtig: Diese Eigenschaften hat der Honig nur, solange er nicht auf über 40° C erhitzt wird! Deshalb wird er bei diesem Rezept auch erst zugegeben, wenn der Pudding schon abgekühlt ist.

Übrigens: Honig aus Ihrer Region ist ein Bestandteil der natürlichen Behandlung bei Heuschnupfen, da er praktisch eine Desensibilisierung gegen die bei Ihnen vorkommenden Pollen einleitet.

Klingt gut? Dann jetzt das Rezept für einen leckeren Pudding.

Zutaten:

  • 4 Eigelb (von glücklichen, freilaufenden Hennen)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Chiasamen gemahlen
  • 1 – 2 EL kaltgeschleuderter Honig (ich kaufe meinen direkt beim Imker)
  • 1/2 TL Vanillepulver

Zubereitung:

  1. Kokosmilch in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen.
  2. Eigelb in eine Schüssel geben.
  3. Die heiße Milch langsam über das Eigelb geben und dabei kräftig rühren.
  4. Diese Mischung wieder in den Topf geben und weiterhin umrühren.
  5. Vanillepulver untermischen.
  6. Herd auf niedrigste Temperatur stellen und Mischung simmern lassen – nicht kochen. Dabei immer wieder umrühren.
  7. Nach ca. 10 Minuten hat die Mischung sich verdickt. Nehmen Sie sie vom Herd und lassen Sie sie 15 Minuten abkühlen.
  8. Chia Samen und Honig dazugeben und den Pudding auf zwei Schälchen verteilen.
  9. Im Kühlschrank 1 Stunde lang kalt stellen.

 

 

 

Grüner Smoothie

Grüner SmoothieGrüne Smoothies sind in aller Munde, und sie können wirklich gesund sein, wenn man die richtigen Zutaten nimmt. Die selbst hergestellten Smoothies sind unglaublich variabel, denn sie haben unbegrenzte Kombinationsmöglichkeiten von Obst und Gemüse. Mit den richtigen Zutaten haben Sie ein Frühstück voller Vitamine und Spurenelemente, das Ihnen langanhaltende Energie verleiht.

Ich kann nur davor warnen, zu viele Früchte in den Smoothie zu tun, denn die in ihnen enthaltene Fructose kann schnell zum Problem für die Leber werden. Sowohl die Smoothies aus dem Supermarkt als auch die Varianten aus Smoothie Bars enthalten in der Regel viel zu viel Zucker.

Halten wir uns also lieber an grünes Gemüse. Es eignen sich Grünkohl, Salate, Spinat, Löwenzahnblätter, Petersilie aber auch Gurken oder Zucchini.Wer viel Giersch im Garten hat, kann auch den mit in den Smoothie tun.

Für Anfänger ist ein Smoothie aus Salat und Spinat eine gute Wahl, weil beide recht süß sind. Aber Vorsicht, Spinat enthält viel Oxalsäure und sollte deshalb nicht roh in den Smoothie getan werden. Wenn man ihn kurz in Wasser kocht, und dann das Kochwasser wegschüttet, kann man einen Großteil der Oxalate entfernen.

Ich gebe hier nur ein Grundrezept. Sie können die Zutaten je nach eigenem Geschmack austauschen.

Zutaten

  • 1/2 Kopf Salat (Eichblatt, Batavia…)
  • die gleiche Menge Spinat
  • 1/4 Bund Petersilie
  • 1 EL Mandelbutter
  • 20 g Whey Protein Konzentrat
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Vanillepulver
  • 250 ml Kokosmilch
  • 150 – 250 ml Wasser (je nach gewünschter Konsistenz)
  • 1 Banane

Zubereitung:

Die Zubereitung ist natürlich denkbar einfach. Alle Zutaten einfach in den Mixer geben und gut mischen. Fertig.

Die Menge reicht für 1 – 2 Personen.

Da dieser Smoothie ausreichend Fett und Proteine enthält, eignet er sich vorzüglich als richtig gesundes Frühstück. Außerdem sorgt er dafür, dass der Blutzuckerspiegel stabil gehalten wird (vielen Dank auch an den Zimt) und verhindert Hungerattacken.

 

 

Sonnencreme ganz einfach selber machen

SonnencremeEin Sonnenbrand ist nicht gesund und erhöht das Hautkrebsrisiko. Deshalb wird von Hautärzten empfohlen, die Sonne zu meiden und die Haut niemals ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen. Über beide Ansätze kann man diskutieren, und – wie Sie sicher schon vermuten – sieht meine Meinung etwas anders aus.

Die Sonne vermeiden halte ich für eine ausgesprochen blöde Idee, weil wir die UVB-Strahlung nämlich für die Vitamin D Synthese benötigen. Das ist aber nur eine ihrer positiven Wirkungen. Überlegen Sie mal, welchen Einfluss Sonnenstrahlen auf Ihr Wohlbefinden haben. Sicher haben Sie auch schon bemerkt, dass Sonnenschein gute Laune macht.

Zum zweiten Teil der Empfehlung kann ich nur sagen: Sonnenschutz aus dem Laden enthält häufig schädliche Chemikalien und Toxine.

Ich möchte natürlich nicht dazu aufrufen, stundenlang ungeschützt in der Sonne herumzulaufen. Das heißt wir brauchen einen Plan B. Also, warum nicht einfach die Sonnencreme selber machen mit Zutaten, die nachweislich keine schädliche Wirkung haben.

Diese Sonnencreme verhindert nicht nur einen Sonnenbrand, sondern pflegt und versorgt die Haut mit Flüssigkeit. Und sie ist ganz einfach gemacht.

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten außer Zinkoxid in den Behälter geben.
  2. Etwas Wasser in einem Kochtopf erhitzen und den Behälter hineinstellen (praktisch wie zum Schokolade schmelzen)
  3. Inhalt des Behälters umrühren bis die Zutaten schmelzen.
  4. Wenn alle Zutaten gut verrührt sind wird das Zinkoxid dazu gegeben (Pulver nicht einatmen) und alles gut durchgerührt.
  5. Abkühlen lassen und an einem kühlen Platz aufbewahren.

 

Chiapudding mit Rhabarber und Erdbeeren

Diesen Pudding kann man vielseitig verwenden. Er passt sowohl als Frühstück als auch als Dessert, und an warmen Tagen gibt er ein erfrischendes Mittagessen ab.

Wenn man Pudding hört, denkt man natürlich als erstes an Süßspeisen und etwas nicht so wirklich gesundes, aber das trifft für diesen Pudding nun überhaupt nicht zu. Im Gegenteil: Er besteht aus sehr gesunden Zutaten.

Chiasamen

Werden nicht umsonst als Superfood bezeichnet. Mit der wichtigste Grund für den Verzehr von Chiasamen ist ihr hoher Omega-3-Fettsäurengehalt. Sie bestehen zu 18 Prozent aus der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Zudem sind sie sehr ballaststoffreich (34 Prozent). und machen sehr lange satt. Außerdem unterstützen sie die Verdauung und geben Energie. Der Calcium-Gehalt von Chiasamen übertrifft den von Milch um das Fünffache und liegt bei 630 mg pro 100 g Chiasamen. Außerdem enthalten sie etwa doppelt so viel Eiweiss wie Getreide, nämlich über 20 Prozent bei einem Kohlenhydratgehalt von nicht einmal 5 Prozent (also, wer braucht schon Getreide?). Interessant ist am Aminosäureprofil der Chiasamen, dass sie hohe Anteile der Aminosäure Tryptophan enthalten, die den Serotonin-Spiegel und somit die Laune anheben kann.

Ich persönlich liebe Chiasamen, weil sie aufquellen und damit Nahrungsmitteln, denen sie zugesetzt werden, so eine puddingartige Konsistenz verleihen, aber wenn Sie sie nicht mögen, können Sie sie natürlich auch einfach im Smoothie oder in Säften verstecken.

Rhabarber

Rhabarber enthält u. a. Vitamin K (Blutgerinnung) und Vitamine des B-Komplexes (gut für Haut, Haare und Nerven). Er wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Verdauung und gibt dem Pudding seinen säuerlichen Geschmack. Den sauren Geschmack verdankt er Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Außerdem enthält er viel Kalium, das sich positiv auf die Zellen und Nerven auswirkt. Die in ihm enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung.

Übrigens bei Rhabarber immer dran denken, er gehört zu den sehr Oxalat-haltigen Gemüsen. Das bedeutet, das Kochwasser sollte weggeschüttet und nicht weiter verwendet werden (denn darin befinden sich nach dem Kochen die Oxalate).

Kokosmilch

Für mich einfach die Alternative, wenn es milchfrei sein soll. Durch den hohen Fettgehalt trägt die Kokosmilch dazu bei, dass der Pudding lange satt macht, und sie verleiht ihm eine cremige Konsistenz.

Kokosmilch enthält viele mittelkettigen Triglyceride, auch MCTs (Middle Chain Triglycerides) genannt. Die besondere Eigenschaft der MCTs ist, dass sie im Körper schneller als Energie verbrannt werden als andere Arten von Fettsäuren, die eher dazu führen, dass die Fettpölsterchen wachsen.

 

Zutaten

  • 720 ml Kokosmilch
  • 3/4 Becher Chiasamen
  • 1 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 750 g Rhabarber
  • 1 – 1,5 Becher Erdbeeren
  • 1 EL kaltgeschleuderter Honig
  • 60 ml Wasser
  • als Topping Kokosraspel und/oder Cacao Nibs

Zubereitung

  1. Die ersten drei Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und in den Kühlschrank tun
  2. Rhabarber schälen und kleinschneiden und mit den Erdbeeren in einem Topf bei mittlerer Hitze kochen bis der Rhabarber weich wird (ca. 8 – 10 Minuten)
  3. Dann kommen alle Zutaten in den Mixer und werden gemixt bis sie glatt verrührt sind.
  4. Den Pudding für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, damit er gut durchkühlt.
  5. Topping der Wahl drauf und einfach nur genießen.

Spaghetti mit Tomatensauce

Es muss nicht unbedingt Miracoli sein. Ja, auch dieser Klassiker geht ganz getreidefrei und ohne künstliche Zusatzstoffe. Die Nudeln werden einfach durch Zucchini ersetzt. Im angloamerikanischen Bereich werden diese Zucchini Nudeln als Zoodles bezeichnet. In England habe ich sie sogar im Supermarkt entdeckt (gleich neben dem Blumenkohl-Reis). Die haben uns da tatsächlich was voraus.

Das ich Getreide für gesundheitlich absolut verzichtbar halte, habe ich wohl an der einen oder anderen Stelle schon mal erwähnt. Viel zu viele Kohlenhydrate und damit ein hoher glykämischer Index (Zuckerbelastung des Körpers), vom Gluten und anderen Antinährstoffen ganz zu schweigen.

Die Zucchini ist mit dem Kürbis verwandt. Sie ist ein beliebtes Sommergemüse, das sich für zahlreiche Gerichte und Zubereitungsarten eignet. Als Nudelersatz ist sie meiner Meinung nach einfach ideal, da auch sie keinen so durchdringenden Eigengeschmack hat, und somit gut als Träger für diverse Saucen fungieren kann.

Die kalorienarme Zucchini enthält Mineralstoffe wie Kalzium, das für die Knochen wichtig ist, sowie Spurenelemente wie Eisen, das für die Blutbildung benötigt wird. In Zucchini findet sich zudem Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A, das der Körper zum Beispiel für das Sehen braucht. Allerdings sollte sich Ihre Begeisterung hierüber in Grenzen halten – unser Körper ist nicht besonders gut in der Umwandlung von Provitamin A in Vitamin A. Auch Vitamin C ist in Zucchini enthalten.

Die Tomatensauce wird aus frischen Tomaten zubereitet (frei nach dem Motto: Mehr Gemüse aufs Gemüse) und bietet somit alle gesundheitlichen Vorteile dieser Früchte.

Obwohl Tomaten zu 93 Prozent aus Wasser bestehen haben es die roten Früchte in sich. Sie enthalten dreizehn Vitamine, siebzehn Mineralstoffe, reichlich sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und Fruchtsäuren. Besonders reich sind sie an Kalium, Magnesium, Folsäure, Vitamin C und dem sekundären Pflanzeninhaltsstoff Lycopin.

Lycopin gehört zur Gruppe der Carotinoide und ist für die rote Farbe des Fruchtgemüses mitverantwortlich. Es besitzt antikanzerogene (gegen Krebs) und antioxidative Eigenschaften und ist deshalb für den Menschen von besonderer Bedeutung. Es ist wirksam beim Abbau reaktiver Sauerstoffverbindungen und kann so zum Schutz vor der Entstehung von Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten beitragen.

Und so wird aus dem alten Klassiker ein richtig gesundes Essen.

Zutaten:

  • 2 mittelgroße Bio-Zucchini
  • 4 Bio-Tomaten
  • 50 ml Kokosmilch
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Kräuter der Provence
  • 1 TL Dill
  • 1/2 TL Himalaya Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Zucchini abwaschen und dann mit einem Spiralschneider in Spiralen schneiden. Wer seine Kinder über diese Gemüsenudeln hinwegtäuschen will, sollte die Zucchini vorher schälen, damit die Nudeln nicht grün aussehen.
  2. Die fertigen „Nudeln“ leicht salzen.
  3. Etwas Butter (Kokosöl, Ghee) in einer Pfanne erhitzen und die Zucchini bei geringer Hitze 5 – 10 Minuten anbraten (je nachdem, ob sie al dente oder eher weich sein sollen).
  4. Währenddessen die Tomaten, Kokosmilch, Knoblauch und Gewürze in einen Mixer geben und gut durchmischen.
  5. Diese Sauce in einen Topf geben und erhitzen.

Dann nur noch die „Nudeln“ auf zwei Teller verteilen und mit der Tomatensauce übergießen.

Buon appetito!

 

Paleo „Haferschleim“ – natürlich getreidefrei

Viele Menschen können sich ein Frühstück ohne Porridge gar nicht vorstellen. Als ich jetzt im Urlaub war, beherbergte das Hotel auch die Fußballer von Lokomotive Moskau, die jeden Morgen riesige Töpfe mit Porridge geleert haben (Sportler brauchen viele Kohlenhydrate, oder?).

Dabei handelte es sich natürlich um die Hafer-Variante. Es wird immer gerne angemerkt, dass Hafer ja gar kein Gluten enthält. Das ist so nicht richtig. Hafer enthält zwar nicht das im Weizen vorkommende α-Gliadin, ist deshalb aber nicht glutenfrei (Gluten bezeichbet eine Familie von Getreideproteinen mit mehreren 100 Mitgliedern). Personen mit einer Glutenunverträglichkeit können auch auf Hafer durchaus reagieren.

Außerdem muss man bedenken, dass sich Hafer mit 63,3 g Kohlenhydraten auf 100 g natürlich ganz klar in einem Bereich befindet, der deutliche Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat. Wie gesagt, für Profisportler womöglich kein Problem. Wenn Sie sich nach diesem Frühstück an den Schreibtisch setzen aber schon.

Deshalb kommt hier die Low-Carb Version (außer Sie tun die Banane rein).

Zutaten:

  • 120 ml Kokosmilch (20 % Fett) plus 60 ml Wasser (wer nicht auf die Fettlüge hereinfällt – dass Fett fett macht – kann auch gerne 180 ml Kokosmilch nehmen)
  • 3 EL Kokosmehl
  • 2 EL fein geraspelte Kokosnuss
  • 1 Ei (wer auf Eier verzichtet, kann eine Banane nehmen)
  • Belag nach Geschmack (z.B. Beeren)

Zubereitung:

  1. In einem kleinen Topf wird das Kokosöl mit der Kokosraspel langsam zum Kochen gebracht (die Mischung wird dickflüssig)
  2. Mit einem Deckel abdecken, die Hitze runterdrehen und für 2 – 3 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren
  3. Topf vom Herd nehmen, das Ei zugeben und schnell verrühren, damit das Eiweiß nicht gerinnt
  4. Den Topf wieder auf die Platte stellen und das Porridge nochmal ca. 2 Minuten kochen bis es dickflüssig ist
  5. Für die Ei-freie Variante wird statt des Eis einfach eine gemuste Banane dazugegeben und untergerührt.

Jetzt einfach noch die Lieblingsfrüchte dazu (bei mir waren es Bio-Blaubeeren und Kokosflocken).

Übrigens sieht mein Porridge auf dem Foto so braun aus, weil ich noch einen EL rohes Kakaopulver (ohne Zucker) dazugegeben habe (das gibt eine extra Portion Antioxidantien).

Das Rezept ist ausreichend für 1 Portion.

Zitronen-Mohn-Muffins

Heute ist Ostern, und da habe ich meine Mohn Muffins einfach in einer Osterform gebacken. So machen sie sich auch richtig gut im Osternest.

Aber natürlich kann man sie auch als ganz normale Muffins backen. An der Backzeit ändert sich dabei nichts.

Wie immer gilt, dass Nussmehle 1 : 1 austauschbar sind (außer Kokosmehl). Wer also lieber ein anderes Nussmehl nehmen möchte, immer zu!

Da ich keine Bio-Zitronen im Haus hatte und nicht die Schale von gespritzten Zitronen verwenden wollte, habe ich diese einfach durch ätherisches Zitronenöl (100 % ohne Zusätze) ersetzt. Das sind dann praktisch die Inhaltsstoffe der Zitronenschale in konzentrierter Form.

Zutaten:

  • 200 g Mandelmehl
  • 90 g Kokosmehl
  • 1/2 TL Himalaya Salz
  • 1 TL Backnatron
  • 1 (-2) EL kaltgeschleuderter Honig, geschmolzen
  • 2/3 Becher (160 ml) Kokosöl, geschmolzen
  • 4 große Eier
  • 165 ml Kokosmilch (ohne Zusätze, z. B. Aroy D)
  • 2 EL Zitronenextrakt
  • Schale einer Zitrone (alternativ 10 Tropfen Zitronenöl)
  • 1 EL Blaumohn

Zubereitung:

  1. Ofen auf 175° C vorheizen
  2. Mandelmehl, Kokosmehl, Salz und Backnatron in einer großen Schüssel vermischen
  3. Öl und Honig in einem Mixer gut durchmischen (ca. 2 Minuten)
  4. Dann die Eier eins nach dem anderen in den Mixer geben
  5. Nun die restlichen vier Zutaten ebenfalls in den Mixer geben und gut mischen
  6. Formen Sie eine Kuhle in der Mitte der trockenen Zutaten und gießen sie die Mischung aus dem Mixer hinein
  7. Alle Zutaten mit einem Holzlöffel gut verrühren, sodass sich ein glatter Teig formt. Er ist relativ feucht, da das Kokosmehl viel Wasser aufnimmt
  8. Den Teig in die Muffinformen gießen (ca. 12 Stück) und 20 Minuten backen
  9. Aus dem Ofen nehmen, und die Muffins aus der Form entfernen
  10. Vor dem Essen (wenn möglich) erst abkühlen lassen.

Als Muffins sieht das Ganze dann so aus:

 

 

Und nun, guten Appetit!

 

 

Leberwurst – so schmecken Innereien

Leber enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Vor allem der Gehalt an fettlöslichen und B-Vitaminen ist in Leber sehr hoch. Von den enthaltenen Mineralstoffen ist insbesondere Eisen zu nennen. Eisen ist für den Transport von Sauerstoff ins Blut verantwortlich. Eine Portion Leber deckt bereits den notwendigen Tagesbedarf an Eisen, je nach Sorte reichen dafür 100 bis 200 Gramm.

Leber ist außerdem das Lebensmittel mit dem höchsten Gehalt an Vitamin A. Vitamin A ist für das Wachstum, das Immunsystem, den Sehvorgang und die Erneuerung von Haut- und Schleimhautzellen von großer Bedeutung. In einer Portion Leber steckt das 5 bis 20-fache des erforderlichen Tagesbedarfs an Vitamin A. Deshalb wird häufig dazu geraten, nicht öfter als einmal pro Woche Leber zu sich nehmen.

Nur um einmal zu verdeutlichen wie groß die Unterschiede in der Nährstoffdichte zwischen Innereien und Muskelfleisch sind hier einige Werte vom Schweineschnitzel und von der Schweineleber (immer bezogen auf 100 Gramm):

 

Nährstoff Schnitzel Leber
Vitamin A 6 mcg 20.978 mcg
Vitamin B2 0,2 mg 3,7 mg
Eisen 1,7 mg 15,4 mg
Folsäure 9 mcg 141 mcg
Cholesterin 70 mg 331 mg
Kalorien 107 123

 

Ich finde das ziemlich beeindruckend!

Wer diesen Blog schon länger liest, weiß natürlich, dass der höhere Cholesteringehalt nicht bedenklich ist. Cholesterin ist kein Auslöser von Herz-Kreislauferkrankungen.

Es wird auch gerne darauf hingewiesen, dass die Leber viele Schadstoffe enthält, da sie schließlich den Körper entgiftet. Der zweite Teil dieser Aussage ist zwar richtig, allerdings speichert die Leber diese Schadstoffe nicht, sondern sie werden in der Regel ausgeschieden. Und auch wenn die Leber mit der Entgiftung nicht mehr hinterher kommt, weil zu viele Giftstoffe aufgenommen werden, befindet sich nur ein Teil der Schadstoffe in der Leber. Der überwiegende Teil wird im Fettgewebe gespeichert (deshalb ist es dann auch keine gute Idee, die Fettleber eines Tieres zu essen, das mit Getreide gefüttert wurde).

Und das bedeutet für Sie, dass Sie sich die Leber eines gesunden Tieres besorgen und nicht die Leber eines KZ-Tieres. Ein artgerecht gehaltenes Tier (sprich Weidetier mit artgerechtem Futter) wird auch eine gesunde Leber haben. Bei Tieren aus Massentierhaltung ist das ganz sicher nicht der Fall.

So, nun aber zum Rezept.

 

Zutaten:

  • 250 g Hühnerleber
  • 200 g Ghee
  • 1 Apfel
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Estragon
  • 1 TL Dill
  • 1 TL Basilikum

 

Zubereitung:

  1. Den Apfel und die Zwiebel in etwas Ghee anbraten bis sie glasig sind.
  2. Die Leber hinzugeben und auf mittlerer Flamme braten bis sie durch ist.
  3. Dann kommt der Fun Part.
  4. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Stabmixer gut mischen. Oder Sie geben alles in einen Mixer und lassen den die Arbeit erledigen.

Die Leberwurst im Mixer wird insgesamt feiner. Vom Geschmack her nehmen sie sich natürlich nichts. Im Kühlschrank hält sich die Leberwurst ungefähr eine Woche, eingefroren etwa sechs Monate.

Absolut lecker ist sie auf Leinsamenbrot.

 

Zucchini Lasagne – Low Carb

Nur weil Getreide nicht mehr auf dem Speiseplan steht, muss man natürlich nicht auf eine Lasagne verzichten. Bei dieser Variante werden einfach die Lasagneplatten aus Weizen durch dünn geschnittene Zucchinischeiben ersetzt.

Ich muss zugeben, dass ich finde, dass Nudeln eh keinen großen Eigengeschmack haben und mehr als Transportvehikel für eine Sauce dienen (noch dazu in einer Lasagne). Meiner Meinung nach steht jedenfalls diese hier geschmacklich einer Getreidelasagne in nichts nach (wenn Sie es Ihren Kindern nicht gerade erzählen, merken sie es wahrscheinlich gar nicht).

Beim Käse bevorzuge ich – wenn möglich – Ziegenkäse, da er α-2 Casein enthält, das dem Gluten nicht so ähnlich ist wie das in Kuhmilch enthaltene α-1 Casein (bei Glutenunverträglichkeit bitte immer dran denken). Sollten Sie auf Milchprodukte verzichten, kann man diese auch gut durch Kokosmilch ersetzen. Einfach eine Dose über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann die feste Schicht (die Kokoscreme), die sich oben absetzt, auf der Lasagne verteilen.

Zutaten:

  • 2 Zucchini der Länge nach in dünne Scheiben geschnitten (Bio-Zucchini brauchen nur kurz abgewaschen und nicht geschält zu werden)
  • 600 g Hackfleisch
  • 3 große Tomaten
  • 1 EL Kräuter der Provence (oder andere Kräuter nach Geschmack)
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1/2 TL schw arzer Pfeffer gemahlen
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Kümmel gemahlen
  • 1/2 – 1 TL Himalaya Salz
  • 150 g geriebener Ziegenkäse
  • 2 EL süße Sahne

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180° C vorheizen
  2. Das Hack in der Pfanne anbraten
  3. Alle Zutaten für die Sauce (also Tomaten bis Himalaya Salz) in einen Mixer geben und gut durchmischen.
  4. Die Sauce zu dem Hack in die Pfanne geben und kurz mit erhitzen
  5. In eine Auflaufform werden nun jeweils abwechselnd eine Schicht Hacksauce, Zucchini, Hacksauce, Zucchini, Rest Hacksauce gefüllt
  6. Den Käse mit der Sahne verrühren und auf der Lasagne verteilen (oder eben die Kokoscreme)
  7. Dann kommt das Ganze für ca. 40 Minuten (je nach gewünschter Bräunung) in den Ofen.

Achtung, heiß und lecker!