Dampfen oder nicht dampfen?

Inzwischen trifft man sie fast überall an: E-Zigaretten oder E-Shishas. Die Umsätze von E-Zigaretten gehen steil nach oben. Für das Jahr 2016 erwartete der Verband des E-Zigarettenhandels ein Umsatzwachstum von 45 Prozent auf 400 Millionen Euro. 2015 lag der Gesamtumsatz der Branche bei 275 Millionen Euro. „Die Zahl der E-Zigarettennutzer wird sich von drei Millionen in 2015 auf 3,5 Millionen erhöhen, der Anteil der Gelegenheitsnutzer im Gesamtverhältnis sinken“, so der Verband.

Vernebelte Flüssigkeiten

E-Zigaretten bestehen aus einem Mundstück, einem Akku, einem elektrischen Vernebler und einer Wechsel-Kartusche, in der sich eine Flüssigkeit („Liquid“) befindet. Das Liquid enthält oft Nikotin und wird mit weiteren Chemikalien wie Propylenglykol, Glycerin und Aromastoffen von Wassermelone bis Kaugummi versetzt. Der beim Erhitzen des Liquids entstehende Dampf kann vom Benutzer durch Zug am Mundstück inhaliert werden, was vom Feeling her dem Zug an einer Zigarette entspricht. Raucher brauchen sich also nicht umgewöhnen und Nichtraucher können schon mal ein paar Probezüge nehmen.

Sicherer als Zigaretten?

Von Befürwortern der E-Zigaretten wird ins Feld geführt, dass sie sicherer sind als herkömmliche Zigaretten und Rauchern einen Rauchstopp erleichtern können. Die Gegner sind der Meinung, dass dieser Benefit meistens nicht gegeben ist (das heißt die Raucher rauchen auch weiterhin Zigaretten, wechseln aber mit E-Zigaretten ab) und dass die Gefahr besteht, dass Jugendliche, die niemals geraucht haben, anfangen, E-Zigaretten zu konsumieren, weil sie angeblich nicht schädlich sind.

Welche Inhaltsstoffe haben E-Zigaretten?

Nikotin

Nikotin ist eine suchterzeugende Substanz, und entgegen den Angaben der Hersteller enthält ein Großteil der Liquids Nikotin. Auch solche, die als nikotinfrei deklariert werden. Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigt auf, dass es im Nikotingehalt von E-Zigaretten der selben Marke und Stärke große Schwankungen gibt (1). Zu dem gleichen Ergebnis kam eine weiter Studie. Untersucht wurde der Nikotingehalt von Nachfüllkartuschen. Im Ergebnis zeigte sich, dass diese häufig signifikant von den Angaben auf der Packung abwichen (2).

Außerdem können erfahrene Nutzer ihre E-Zigarette so nutzen, dass sie mehr Nikotin abgibt. Neuere E-Zigaretten – besonders solche mit einem „Tank“ mit höherer Spannung liefern ebenfalls mehr Nikotin. Dies ist wichtig, denn je mehr Nikotin abgegeben wird, desto größer das Suchtpotential.

Nikotin ist, wie wir alle wissen, ein gefährlicher Stoff. Während der Schwangerschaft schädigt es den Fetus, und es verursacht bleibende Schäden am Gehirn und der Lungenfunktion von Neugeborenen. Außerdem führt die Nikotinexposition zu niedrigem Geburtsgewicht, Früh- und Totgeburten. Sie kann auch einen Plötzlichen Kindstod auslösen (3).

Auch die Gehirnentwicklung von Heranwachsenden wird durch Nikotin geschädigt. Die Entwicklung des menschlichen Gehirns dauert sehr viel länger als bisher angenommen wurde, und Nikotinkonsum im Teenager- und jungen Erwachsenenalter wurde mit anhaltenden kognitiven und Verhaltensauffälligkeiten in Zusammenhang gebracht – inclusive Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeit (4).

Andere Chemikalien

Tatsächlich ist nicht bekannt, welche schädlichen Stoffe sich in E-Zigaretten befinden. Eine Übersicht mehrerer Studien zeigte auf, dass die Konzentrationen von Toxinen im Aerosol von E-Zigaretten sich sowohl zwischen den Herstellern als auch in verschiedenen Produkten des selben Herstellers signifikant unterschieden. Gerade E-Zigaretten mit einer höheren Spannung geben mehr Formaldehyd ab. Diese Substanz wird als Karzinogen (Krebsauslöser) klassifiziert. Einige im Labor untersuchte Liquids enthielten geringe Mengen an giftigen Substanzen wie tabakspezifische Nitrosamine und Diethylenglykol (DEG) (5), in Ausnahmefällen wurden sogar verschreibungspflichtige Medikamente gefunden (Wirkstoffe zur Behandlung von Übergewicht / Impotenz).

Aromastoffe in E-Zigaretten sind ein weiterer Grund zur Besorgnis. Die Stoffe zielen darauf ab, Jugendliche zum Konsum zu verleiten. Aber auch die Frage, ob die Stoffe an sich gefährlich sein könnten, ist noch nicht geklärt. Zwar handelt es sich bei den Stoffen um Substanzen, die für die orale Aufnahme als sicher gelten (und schon das möchte ich mit einem großen Fragezeichen versehen), aber ob sie auch inhalativ sicher sind, ist überhaupt noch nicht untersucht worden.

Beispielhaft sei hier nur das Diacetyl erwähnt, eine Chemikalie, die wie Butter schmeckt und oft zu Nahrungsmitteln wie Popcorn, Caramel oder Milchprodukten hinzugefügt wird. Diese Substanz wird teilweise auch in E-Zigaretten verwendet. Diacetyl kann eine ernste und irreversible Lungenerkrankungen hervorrufen, die sogenannte „Popcorn-Lunge“ (6).

E-Zigaretten und Passivrauchen

E-Zigaretten Dampfer sind häufig der Meinung, dass für sie das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Bars und Restaurants nicht gilt. Es stellt sich also die Frage, ob die E-Zigaretten im Gegensatz zu Zigaretten für Passivraucher (oder -dampfer) kein Gesundheitsrisiko darstellen.

E-Zigaretten sind zwar rauchfrei, setzen andere Personen aber trotzdem Emissionen aus. Zwei Studien haben in diesen Emissionen Formaldehyd, Benzol und tabakspezifische Nitrosamine gefunden. Alle diese Stoffe sind krebserregend. Mit dem ausgeatmeten Aerosol gelangen gesundheitsschädliche Substanzen wie Propylenglykol, lungengängige Partikel, Formaldehyd, Acetaldehyd, flüchtige organische Substanzen und Metalle in die Raumluft (7). Zwar ist die Belastung geringer als durch Zigarettenrauch, aber wenn viele E-Zigaretten gleichzeitig konsumiert werden, steigt die Belastung der Raumluft mit Partikeln auf Werte wie in einer verrauchten Bar (8). Das klingt nun wirklich nicht gut.

Wir können also festhalten, dass dieser Dampf gefährliche Stoffe enthält, die zum Schutz von Nichtrauchern durchaus einer Regulierung bedürfen. Meiner Meinung nach sollten E-Zigaretten überall dort verboten sein, wo es normale Zigaretten auch sind.

Können E-Zigaretten beim Rauchstopp helfen?

Viele Hersteller vermarkten ihre E-Zigaretten als Hilfe zur Tabekentwöhnung. Fundierte wissenschaftliche Untersuchungen gibt es dazu zur Zeit noch nicht wirklich. In einer Metaanalyse wurde festgestellt, dass nikotinhaltige E-Zigaretten Raucher womöglich bei der Entwöhnung unterstützen können (9), allerdings war nicht klar, ob sie so effektiv wie Nikotinpflaster sind. In Anlehnung an den vorigen Absatz, kann ich nur sagen: Nikotinpflaster haben keine Emissionen. Und übrigens beinhaltet eine erfolgreiche Tabakentwöhnung eine Verhaltensänderung (eben nicht den automatischen Griff zur Zigarette).

Tatsächlich sieht es so aus, dass viele Raucher einen dualen Konsum betreiben. Laut einer CDC Erhebung waren 2015 58,8 % der Personen, die E-Zigaretten dampften auch noch Zigarettenraucher (10). Zu denken geben sollte aber vor allem der Aspekt, dass in der Gruppe der 18 – 24 Jährigen ein großer Anteil nur E-Zigaretten raucht. Könnte dies darauf zurückzuführen sein, dass diese als unschädlich angesehen werden? Hier ist offenbar Aufklärung nötig.

Die großen Unbekannten

Darüber hinaus sind die Langzeitfolgen von jahrzehntelanger Nikotinzufuhr in vaporisierter Form bisher nicht bekannt, da es E-Zigaretten erst seit etwa 10 Jahren gibt. Es ist auch unklar, ob Propylenglykol, das ein bekannter Reizstoff für die Atemwege ist, eventuell als Spätfolge zu Lungenproblemen führen könnte. Auch die Auswirkungen auf Herz- oder Krebserkrankungen sind unbekannt.

Allerdings wurden schädliche Effekte auf die Atmungsorgane bereits nach 5-minütigem Rauchen einer E-Zigarette (12) nachgewiesen. Dabei handelte es sich um:

  • ausgeprägte Atemwegseinengungen
  • Absinken des Stickoxids in der ausgeatmeten Luft, dies weist auf Entzündungsvorgänge in den Bronchien hin
  • Reizungen in Rachen und Mundraum
  • trockener Husten.

Es ist also wohl von Spätfolgen auszugehen.

Eine weitere nicht beantwortete Frage ist, wie sich die in den Geräten verwendeten Aromastoffe auf die Gesundheit auswirken. Laut American Lung Association gibt es zur Zeit etwa 7700 verschiedene Aromastoffe in E-Zigaretten. Diese große Auswahl verleitet junge Leute zum Dampfen.

Bisher ist es unbekannt, ob diese Aromastoffe, wenn sie inhaliert werden, Auswirkungen auf die Atemwege haben. Auf diesem Gebiet werden deutlich mehr Untersuchungen benötigt. Man weiß auch nicht, ob die Aromastoffe das Suchtpotential von Nikotin in irgendeiner Weise beeinflussen.

Desweiteren fehlen Untersuchungen zur Klärung der Frage, ob E-Zigaretten tatsächlich zur Raucherentwöhnung geeignet sind. Die FDA hat E-Zigaretten bisher jedenfalls nicht für die Tabakentwöhnung genehmigt (und das will schon etwas heißen).

Übrigens gelten in Deutschland die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, die bisher festgelegt wurden, nur für nikotinhaltige E-Zigaretten. Das heißt, das nur der Hersteller von nikotinfreien Liquids weiß, was er tatsächlich hineingemischt hat. Das halte ich im Hinblick auf die vielen Unbkannten für höchst bedenklich.

 

(1) Nicotine content of electronic cigarettes, its release in vapour and its consistency across batches: regulatory implications.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24345184

(2) Variable and potentially fatal amounts of nicotine in e-cigarette nicotine solutions. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23407110

(3) https://e-cigarettes.surgeongeneral.gov/documents/2016_SGR_Full_Report_non-508.pdf

(4) https://www.cdc.gov/tobacco/data_statistics/sgr/50th-anniversary/index.htm

(5) U.S. Food and Drug Administration (2009). Evaluation of e-cigarettes.  http://www.fda.gov/downloads/Drugs/ScienceResearch/UCM173250.pdf

(6) Evaluation of electronic cigarette liquids and aerosol for the presence of selected inhalation toxins.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25180080

(7) Background papers to the WHO report on electronic nicotine delivery systems and electronic non-nicotine delivery systems (ENDS/ENNDS).  http://www.who.int/tobacco/industry/product_regulation/eletronic-cigarettes-report-cop7-background-papers/en/

(8) Soule EK, Maloney SF, Spindle TR, Rudy AK, Hiler MM, Cobb, CO: Electronic cigarette use and indoor air quality in a natural setting. Tob Control 2017; 26: 109–12.  http://tobacco.cleartheair.org.hk/wp-content/uploads/2016/02/Ecig-indoor.pdf

(9) http://www.cochrane.org/CD010216/TOBACCO_can-electronic-cigarettes-help-people-stop-smoking-and-are-they-safe-use-purpose)

(10) https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/65/wr/mm6542a7.htm

(11) Electronic cigarettes: human health effects.  http://tobaccocontrol.bmj.com/content/23/suppl_2/ii36.full

(12) Short-term pulmonary effects of using an electronic cigarette: impact on respiratory flow resistance, impedance, and exhaled nitric oxide.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22194587

Typ II Diabetes – eine reversible Erkrankung

Vom Diabetes mellitus sind mehr als 5 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Davon haben über 90 Prozent einen Typ 2 Diabetes. Allerdings geht man von einer Dunkelziffer von 40 bis 50 % unerkannter Diabetiker aus. Demnach dürfte die tatsächliche Zahl in Deutschland 7 bis 8 Millionen betragen, was bedeutet, dass etwa jeder 10. Bundesbürger betroffen ist.

Wenn Sie einen Typ II Diabetes haben, dann ist Ihnen bei der Diagnosestellung sicherlich von Ihrem Arzt gesagt worden, dass der Diabetes eine langsam fortschreitende Erkrankung ist, die zur Folge hat, dass Sie irgendwann Insulin spritzen müssen, um Ihren Blutzucker unter Kontrolle zu halten. Und das ist auch das, was in Studien immer wieder berichtet wird (1, 2).

Man weiß aber auch, dass eine Gewichtsreduktion den Diabetes beeinflussen und Blutzuckerwerte wieder in den normalen Bereich bringen kann (3).

Tatsächlich wurde der Diabetes bis in die 1920ger Jahre nur diätetisch behandelt (bis zur Entdeckung des Insulins), und das mit recht gutem Erfolg. Die Patienten wurden auf eine kohlenhydratarme Diät gesetzt und der Anteil an Fett und Protein in der Ernährung wurde erhöht (4).

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber mir erscheint dieser Ansatz sehr sinnvoll. Dem Typ II Diabetes liegt eine Insulinresistenz zugrunde, das heißt, dass die Zellen nicht mehr auf Insulin reagieren und Glucose aus dem Blutstrom aufnehmen, sondern dass dieser Zucker im Blut verbleibt und dort eine Menge Schaden anrichtet. Man kann es auch so sehen, dass diese Personen faktisch eine Glucoseintoleranz haben (denn sie können die Glucose ja nicht adäquat verstoffwechseln).

Übertragen wir dieses Beispiel einfach mal auf eine Erdnussallergie. Ich gebe zu, die Symptome eines Anaphylaktischen Schocks sind wesentlich beeindruckender als ein langsames Abrutschen in die Dialyse, aber egal. Sie würden doch einem Erdnussallergiker nicht sagen: „Hier ist ein Epipen für den Notfall. Iss ruhig die Erdnüsse, du kannst ja dann gegen den allergischen Schock einfach Adrenalin spritzen.

Klingt bescheuert, oder? Aber genau das machen wir mit Diabetikern. Ihnen wird nach wie vor eine Ernährung empfohlen, die 60 % Kohlenhydrate enthält, obwohl ganz klar ist, dass ihr Organismus diese Menge nicht verträgt. Aber das macht ja nichts, denn wir haben ja Insulin und Metformin und weitere Medikamente, die den Blutzuckerspiegel wieder in einen einigermaßen normalen Bereich bringen. Das ist einfach Wahnsinn!

Die diätetische Herangehensweise mit der kohlenhydratarmen Diät wurde nach Entdeckung des Insulins übrigens sehr schnell vergessen – genauso wie die Erkenntnis, dass Diabetiker eine Glucoseintoleranz haben. Vielleicht weil man mit Insulin sehr viel mehr Geld verdienen kann? Heute erzählen wir insulinpflichtigen Diabetikern, dass sie selbstverständlich Kuchen essen können, sie müssen dann nur entsprechende Einheiten Insulin spritzen. Bin das jetzt nur ich, oder würden Sie auch sagen, dass das vielleicht nicht die richtige Herangehensweiser ist?

Wie Sie Ihren Blutzucker in den Griff bekommen

Nahrungsmittel, auf die Sie verzichten sollten

Raffinierter Zucker:

Dieser erhöht sehr schnell den Blutzucker. Softdrinks, Fruchtsaft und andere zuckerhaltige Getränke sind die Hauptschuldigen. Diese Form des Zuckers wird schnell in den Blutstrom aufgenommen und kann zu einem extremen Blutzuckeranstieg führen. Übrigens fallen auch natürliche Süßungsmittel wie Honig und Ahornsirup in diese Kategorie (auch wenn sie etwas bessere Optionen darstellen, da sie im Gegensatz zu Zucker wenigstens noch einige Nährstoffe aufweisen). Wenn Sie auf Zucker nicht verzichten wollen/können, dann wechseln Sie wenigstens zu Stevia.

Getreide:

Getreide enthalten große Mengen Kohlenhydrate (ja, auch das „so gesunde“ Vollkorngetreide), die schon wenige Minuten nach dem Essen in Zuckermoleküle aufgespalten werden. Außerdem enthalten alle Getreide Gluten, welches zu einer Entzündung der Darmschleimhaut führen kann, Hormone wie Cortisol und Leptin beeinflusst und ebenfalls Blutzucker-spitzen verursachen kann.

Auf jeden Fall sollten Sie für die ersten 90 Tage auf Getreide verzichten. Danach können Sie kleine Mengen der alten Getreidesorten (zum Beispiel Emmer) wieder einführen. Aber vielleicht haben Sie bis dahin auch schon festgestellt, dass ein Leben ohne Getreide gar nicht mal so schlecht ist. Ihr Blutzuckerspiegel wird es Ihnen auf jeden Fall danken.

Konventionell erzeugte Kuhmilch:

Gehört vor allem für Typ I Diabetiker sicher nicht auf den Speiseplan. Aber auch Typ II Diabetiker profitieren davon, sie wegzulassen. Dieses gilt für die Kuhmilch, die das Milchprotein A1 Casein enthält (ca. 80 % der Kuhmilch), da dieses dem Glutenmolekül sehr ähnelt. A2 Casein Milch von Schafen, Ziegen und A2 Kühen kann dagegen sogar den Blutzucker ausgleichen. Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass Sie nur Bio-Milchprodukte vorzugsweise von Weidetieren kaufen sollten.

Alkohol:

Kann den Blutzuckerspiegel stark erhöhen und ist – wie wir alle wissen – schädlich für die Leber. Besonders Bier und süße Liköre enthalten viele Kohlenhydrate und sollten nicht konsumiert werden.

Hydrierte Öle

Verzichten Sie unbedingt auf hydrierte Öle wie Margarine und Pflanzenöle (auch auf das so „herzgesunde“ Rapsöl).

Hören Sie auf, Kalorien zu zählen

Wenn Sie auf Fertignahrungsmittel verzichten (und das müssen Sie, wenn Sie Zucker und Pflanzenöle aus Ihrem Speiseplan streichen) und stattdessen auf die Qualität Ihrer Nahrungsmittel achten, dann können Sie sich die ganze Kalorienzählerei sparen.

 

Nahrungsmittel, die Sie essen sollten

Gesunde Fette:

Sie kommen gar nicht darum herum. Wenn Sie die Kohlenhydrate aus Ihrer Ernährung herausnehmen, dann müssen Sie die fehlenden Kalorien mit etwas anderem ersetzen. Da auch größere Mengen Protein letztendlich vom Körper in Zucker umgewandelt werden, bleibt also nur noch Fett. Und seien Sie froh darüber. Zum einen hat Fett überhaupt keinen Effekt auf den Insulinspiegel, zum anderen wird Ihr Essen richtig lecker, wenn Sie die richtigen Fette verwenden.

Die Fette, von denen ich hier spreche, sind natürlich keine Pflanzenöle, die mit ihrem hohen Anteil an Omega-6 Fettsäuren für eine chronische Entzündung im Körper sorgen und Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall auslösen können.

Ich spreche von qualitativ hochwertigen, gesunden, natürlichen Fetten wie Avocados, Kokosöl, Olivenöl, Mandeln, Butter usw. Und machen Sie sich keine Gedanken darüber, dass Sie bei all dem Fett zunehmen werden. Dies ist absolut nicht der Fall. Eine 2003 veröffentlichte Studie zeigte, dass Probanden, die Mandeln aßen, eine größere Gewichtsabnahme hatten als diejenigen, die sogenannte „gesunde“ komplexe Kohlenhydrate aßen (5).

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel:

Diese verlangsamen die Aufnahme der Glucose ins Blut. Konsumieren Sie mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag aus Gemüse, Avocados, Beeren, Nüssen und Samen.

Diese Nahrungsmittel sind auch extrem wichtig für die Gesundheit Ihrer Darmbakterien. Studien zeigen eine Verknüpfung zwischen dem Gesundheitszustand Ihrer Darmbakterien (Ihres Mikrobioms) und der Entstehung eines Typ II Diabetes (6).

Essen Sie fünf Portionen verschiedenfarbener Gemüse pro Tag, um die Gesundheit Ihres Mikrobioms zu verbessern. Die unverdaulichen Fasern des Gemüses sind die bevorzugten Nahrungsmittel unserer Darmbakterien. Und wenn es unseren Darmbakterien gut geht, geht es uns auch gut. Je größer die Farbauswahl in Ihrem Gemüse (essen Sie einen Regenbogen), desto mehr Pflanzennährstoffe bekommen Sie.

Chromhaltige Nahrungsmittel

Diese können den Glucose Toleranz Faktor (GTF) in Ihrem Körper verbessern und so auf natürliche Weise den Blutzuckerspiegel ausgleichen. Brokkoli, Rohkäse, grüne Bohnen und Rindfleisch von Weidetieren enthalten alle viel Chrom.

Mittelkettige Triglyceride (MCTs):

Es handelt sich um Fettsäuren, die vor allem in Kokosöl und rotem Palmöl vorkommen. Sie unterstützen die Blutzuckerkontrolle und werden vom Körper als Brennstoff der Glucose vorgezogen

Fisch aus Wildfang:

Dieser Fisch enthält Omega-3 Fettsäuren. Sie wirken entzündungs-hemmend und können dadurch einige Effekte eines erhöhten Blutzuckerspiegels abmildern. Aber Achtung: Fische aus Aquakultur enthalten mehr Omega-6 Fettsäuren (+ Gifte wie Quecksilber und PCBs) und sind gesundheitlich genauso bedenklich wie Landtiere aus Massen-tierhaltung.

Protein und Fett

Essen Sie zu jeder Mahlzeit qualitativ hochwertiges Protein und Fett. Dadurch wird Ihr Blutzuckerspiegel stabilisiert, und Sie fühlen sich voll und gesättigt. Dies macht es Ihnen wesentlich einfacher, auf ein Dessert zu verzichten.

Snacks:

Idealerweise kommen Sie ohne Zwischenmahlzeit aus. Sollte Ihnen aber doch nach einem Snack sein, dann essen Sie etwas, das gesundes Fett enthält so wie Oliven, Nüsse oder Hummus. Wenn Sie einen Snack essen, der raffinierte Kohlenhydrate beinhaltet (wie Kekse oder Salzgebäck), dann begeben Sie sich auf eine Blutzucker Achterbahnfahrt, die darin resultiert, dass Sie schon nach kurzer Zeit wieder hungrig sind. Im Gegensatz dazu halten Fette Sie wesentlich länger satt.

Intermittierendes Fasten:

Wenn möglich integrieren Sie regelmäßiges Fasten in Ihren Essensplan. Das kann sowohl als Intermittierendes Fasten (zum Beispiel mit dem Wegfall von Frühstück oder Abendessen an 2 – 3 Tagen pro Woche) geschehen oder als zeitlich beschränktes Essen (zum Beispiel an nur 8 Stunden pro Tag, gefolgt von einem 16 stündigen Fasten). Dies ist eine großartige Möglichkeit, den Insulinspiegel zu senken und die Effekte von chronisch erhöhten Insulinkonzentrationen aufzuheben.

Und außerdem:

Generell sollten Sie nur am Esstisch essen. Wenn Sie auf dem Sofa sitzen und fernsehen, dann besteht die Gefahr, dass Sie deutlich mehr essen, weil Sie durch die Ablenkung gar nicht merken, wann Sie satt sind. Wenn Sie am Tisch sitzen und sich auf das konzentrieren, was Sie essen, ist es wahrscheinlicher, dass Sie Ihr Essen genießen, sich gesättigt fühlen und weniger essen.

 

Bewegung und Sport

Viele Untersuchungen zeigen, dass Bewegung für die BZ-Kontrolle eine wichtige Rolle spielt. Gehen Sie jeden Tag mindestens 20 – 30 Minuten in zügigem Tempo spazieren. Besonders vorteilhaft ist dieses Vorgehen direkt nach einer Mahlzeit.

Zusätzlich sollten Sie an 3 – 5 Tagen pro Woche für 20 – 40 Minuten ein Intervalltraining (HIIT) oder Krafttraining durchführen. Durch das HIIT verbrennt Ihr Körper dreimal mehr Körperfett als mit konventionellem Ausdauertraining (bei sehr viel geringerem Zeitaufwand).

Krafttraining mit freien Gewichten oder an Maschinen unterstützt Sie beim Aufbau und Erhalt von Muskelmasse, die für ausgeglichene BZ Werte und den Zuckerstoffwechsel notwendig ist.

Wenn Sie diese Vorschläge befolgen, werden Sie schon innerhalb von Tagen bis Wochen eine deutliche Besserung in Ihren Blutzuckerwerten feststellen. Aber Vorsicht: Wenn Sie Medikamente gegen erhöhte Blutzuckerwerte nehmen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt ab wann und um wie viel Sie diese Medikamente reduzieren können.

 

(1) Follow-up of glycemic control and cardiovascular outcomes in type 2 diabetes. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26039600

(2) Glycemic control with diet, sulfonylurea, metformin, or insulin in patients with type 2 diabetes mellitus: progressive requirement for multiple therapies (UKPDS 49). UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10359389

(3) Association of an intensive lifestyle intervention with remission of type 2 diabetes. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23288372

(4) THE USE OF A HIGH FAT DIET IN THE TREATMENT OF DIABETES MELLITUS. http://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/533583

(5) Almonds vs complex carbohydrates in a weight reduction program.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14574348

(6) Intestinal microbiota and type 2 diabetes: From mechanism insights to therapeutic perspective.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4273124/

Was Sie über Schilddrüsenwerte wissen müssen

Schilddrüsenerkrankungen sind deutlich auf dem Vormarsch. Vor allem die Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis nimmt zu.

Leider wird häufig nicht an die Schilddrüse gedacht, wenn Patienten sich mit oft unerklärlichen Symptomen bei ihrem Arzt vorstellen. Und so passiert es leider häufiger, dass etwa eine frischgebackene Mutter mit einer nicht-diagnostizierten Schilddrüsenunterfunktion von ihrem Arzt mit einem Rezept für ein Antidepressivum nach Hause geschickt wird.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich hinter vielen Symptomen verstecken

Hier nur ein paar der häufigsten Symptome einer Hypothyreose. Tatsächlich kann die Liste auf über 300 Symptome verlängert werden.

  1. Müdigkeit
  2. Verstopfung
  3. Trockene Haut
  4. Kalte Hände und Füße
  5. Unerklärliche Gewichtszunahme
  6. Aufgedunsenes Gesicht
  7. Heiserkeit
  8. Muskelschwäche
  9. Erhöhte Serumcholesterinspiegel
  10. Muskelschmerzen
  11. Schmerzen, Steifigkeit oder Schwellungen der Gelenke
  12. Verstärkte oder unregelmäßige Menstruation
  13. Haarausfall
  14. Bradykardie (langsamer Herzschlag)
  15. Depression
  16. Gedächtnisstörungen
  17. Unfruchtbarkeit und Aborte (Fehlgeburten)

Sie sehen schon, es kann der ganze Körper betroffen sein. Und das ist nur natürlich, denn die Schilddrüse reguliert unseren gesamten Stoffwechsel. Jede einzelne Körperzelle hat Rezeptoren für Schilddrüsenhormone.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Schilddrüse nicht 100 %ig arbeitet, dann sollten Sie einige Labortests durchführen lassen. Hierbei ist es wichtig, dass Sie sich von Ihrem Arzt nicht mit einer einfachen Bestimmung des TSH (= Thyreoidea Stimulierendes Hormon) abspeisen lassen.

Leider glauben viele Ärzte immer noch, dass sie mit Hilfe des TSH eine Aussage über die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse treffen können. Das ist aber falsch, und ich werde Ihnen auch erklären, warum das so ist.

Genaugenommen misst das TSH nur den Regelkreis zwischen Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und Schilddrüse. TSH wird in der Hypophyse gebildet und fördert die Hormonproduktion in der Schilddrüse. Ohne TSH würde kein Jod mehr in die Schilddrüse aufgenommen und kein Thyroxin (T4) oder Trijodthyronin (T3) produziert werden. Ist im Blut genug von diesen Hormonen vorhanden, wird wiederum weniger TSH gebildet, da die Schilddrüse nicht weiter stimuliert werden muss.

Es ist also schon logisch, dass man die Vorstellung hatte, dass TSH ein Marker für die Schilddrüsenfunktion ist. Aber wie gesagt, ist das nur die halbe Wahrheit. Mit einem besseren Verständnis der Funktionsweise der Schilddrüse kommt dann auch schon die Ernüchterung.

Konversionsstörungen

Die Schilddrüse stellt vor allem Thyroxin (T4) her. Dieses ist ein Prohormon. T4 muss dann vom Körper durch Enzyme – sogenannte Dejodasen – in Trijodthyronin (T3), die aktive Form des Hormons umgewandelt werden. Funktioniert diese Umwandlung nicht, so kommt es funktionell zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Als Auslöser für diese Umwandlungsstörung kommen zum Beispiel ein Selenmangel (die Enzyme benötigen Selen), aber auch verschiedene Medikamente bzw. Röntgenkontrastmittel (Zytokine, Propylthiouracil, Iopan-Säure) in Frage. Vereinzelt wird auch von Antikörpern, die sich gegen die Dejodasen richten, berichtet. Fazit: In diesem Fall wäre TSH normal. Nur wenn zusätzlich die Konzentration der Schilddrüsenhormone bestimmt wird, fällt auf, dass freies T4 normal hoch und freies T3 niedrig ist.

Gesamt T3/T4 vs. freies T3/T4

Es gibt in der Schilddrüsendiagnostik jeweils zwei Messwerte für T4 und T3. Zum einen das Gesamt T3 und T4 und dann auch noch das freie T3 und T4 (fT3, fT4).  Was bedeutet das nun schon wieder?

Schilddrüsenhormone sind fettlöslich und das Blut besteht zum größten -Teil aus Wasser. Damit fettlösliche Hormone durch das Blut schwimmen können, werden sie an Proteine gebunden, die sie dann praktisch wie Taxis durch den Blutstrom befördern. Wenn sie die Zellen erreichen, muss das Protein abgespalten werden, damit die „freien“ Hormone tatsächlich in die Zellen gelangen können, um dort ihre Funktion auszuüben. Deshalb ist eine Bestimmung von freiem T4 und vor allem (da es das aktivste Hormon ist) freiem T3 extrem wichtig.

Stress und Schilddrüsenfunktion

Die Schilddrüse managt unseren Stoffwechsel und so verwundert es nicht, dass sie bei chronischem Stress ins Geschehen eingreift. Hierzu ein paar Anmerkungen. Ihr Körper unterscheidet nicht zwischen verschiedenen Stressursachen (Hunger, Krankheit, Operationen, Trennung etc.) und auch nicht zwischen „nur“ eingebildetem oder tatsächlich vorhandenem Stress. Wenn Sie unter Stress stehen, geht Ihr Körper in den Überlebensmodus. Das bedeutet unter anderem, dass Ihre Schilddrüse den Stoffwechsel herunterfährt, damit lebenswichtige Reserven geschont werden.

Soll Energie gespart werden, so bewerkstelligt Ihre Schilddrüse dies, indem sie statt des stoffwechselaktiven T3 ein stoffwechselinaktives reverse T3 (rT3) herstellt. Dieses besetzt die T3 Rezeptoren der Zelle, ohne eine adäquate Aktion in der Zelle auszulösen. Fazit: Sie haben die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, obwohl Ihr TSH normal ist. In diesem Fall kommen Sie nur mit einer Bestimmung des rT3 weiter. Traurige Wahrheit ist, diesen Marker kennen die meisten Ärzte nicht einmal.

Hashimoto Thyreoiditis

Dies ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine Immunabwehr gegen sich selbst richtet und die Schilddrüse angreift. Sie ist inzwischen eine der Hauptursachen für eine Schilddrüsenunter-funktion. Es ist daher eigentlich unbegreiflich, dass normalerweise von Ihrem Arzt Schilddrüsen-Antikörper nicht getestet werden.

Böswillig (aber völlig richtig) wäre es jetzt zu behaupten, dass das nicht getan wird, weil es an der Therapie nichts ändert. Aber genau das ist der Fall. Leider wird dabei völlig übersehen, dass die Hashimoto Thyreoiditis heilbar ist oder zumindest in Remission gebracht werden kann. Das heißt die Zerstörung der Schilddrüse schreitet nicht weiter fort, und Sie behalten ein lebenswichtiges Organ, wenn man die Ursachen abstellt. Ich finde, das ist eine absolut erstrebenswerte Option.

Was aber noch wesentlich schlimmer ist: Wenn die Ursache der Autoimmunerkrankung nicht abgestellt wird, dann besteht ein vierfach erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer zweiten Autoimmunerkrankung. Keine schönen Aussichten, finden Sie nicht?

Bestehen Sie also darauf, dass eine vollständiges Schilddrüsendiagnostik abgenommen wird. Diese besteht aus:

 

Wert Referenzbereich
Freies T4 oder Freies Thyroxin 0.8 – 2.0 ng/dl
Gesamt T3 0,9 – 1,8 ng/ml
Freies T3 oder Freies Trijodthyronin 0,2 – 0,4 ng/dl
Reverse T3 oder rT3 < 15 ng/dl
fT3 zu rT3 Quotient >2
TSH 0,1 – 2,5 mU/l
TPO Antikörper < 20 IU/ml

 

Sie sehen also, eine aussagekräftige Testung geht weit über die Bestimmung des TSH hinaus. Lassen Sie sich nicht mir diesem äußerst unspezifischen Wert abspeisen!

Natürliche Grippeprophylaxe

Wenn Sie sich umhören, wird man Ihnen sagen, dass die Grippeimpfung die beste Möglichkeit ist, sich vor dieser Erkrankung zu schützen. Aber halt! Die Grippeimpfung hat einige ernste Nebenwirkung, und ist nicht besonders effektiv.

Zunächst einmal will ich feststellen, dass die Anwesenheit oder Abwesenheit von Bakterien, die Außentemperatur und/oder die Leute in Ihrer Umgebung absolut nichts damit zu tun haben, ob Sie die Grippe bekommen oder nicht. Die einzige Frage ist:

Wie fit ist Ihr Immunsystem?

Das ist nämliche genau der Ansatz, der mit der Grippeimpfung verfolgt werden soll. Ihr Immunsystem soll künstlich effektiver gemacht werden. Leider hapert es aber schon daran, dass häufig gar nicht die richtigen Viren im aktuellen Impfserum enthalten sind. Aber laut der Cochrane Database müssen in der wirklichen Welt – also nicht unter Laborbedingungen – etwa 100 Leute geimpft werden, um eine Grippe-erkrankung zu verhindern. Und das unter der Voraussetzung, dass der Impfstoff den zirkulierenden Viren ungefähr entspricht.

Das klingt jetzt nicht besonders toll, und deshalb ist es so wichtig, eine Ausweichstrategie zu haben.

Vitamin D

Es ist Ihnen vielleicht schon einmal aufgefallen, dass Erkältungen und Grippeerkrankungen in den Herbst- und Wintermonaten deutlich häufiger auftreten. Zurückzuführen ist das auf den zu dieser Zeit auftretenden Vitamin D Mangel. Es gibt sogar einige Experten, die glauben, dass der Vitamin D Mangel, der einzige Grund für das Auftreten der Grippe ist.

Ausreichende Vitamin D Konzentrationen stärken unser angeborenes Immunsystem, welches sehr viel effektiver arbeitet als das, welches durch künstliche Mittel wie Medikamente und Impfstoffe aufgebaut wird.

Tatsächlich wurde durch unabhängige Forschergruppen gezeigt, dass Grippeviren bei Menschen durch ausreichende Vitamin-D Speicher inaktiviert werden (1, 2). Statistiken aus Teilen der Welt mit einem tropischen Klima und wenig jahreszeitlichen Veränderungen zeigen eine auffällige Abwesenheit von Grippeerkrankungen.

Die typische Empfehlung 400 (oder sogar 1000) IUs Vitamin D pro Tag zu nehmen, reicht allerdings zur Vorbeugung gegen Erkältung und Grippe nicht aus . Vielmehr werden zwischen 5000 – 10000 IUs pro Tag benötigt. Lassen Sie Ihre Serumkonzentration von Vitamin D bestimmen, und sorgen Sie dafür, dass sie das ganze Jahr über bei 50 – 80 ng/ml liegt.

In der nördlichen Hemisphäre (und da befinden wir uns leider) ist es absolut unmöglich während der Wintermonate genug Vitamin D durch die Sonne aufzunehmen. Von daher ist es unumgänglich, dass jeder Einzelne Vitamin D3 (das vom Körper benötigte Vitamin) als Nahrungsergänzungs-mittel nimmt.

Quercetin

Das im Pflanzenreich weit verbreitete Quercetin ist der in quantitativer Hinsicht bedeutendste Vertreter der Flavonoide. Quercetin ist in vielen häufig verzehrten Nahrungsmitteln enthalten, wie z.B. in Äpfeln, Küchenzwiebeln, Tee, Beeren und Kohlgemüse, sowie in einer Vielzahl von Pflanzensamen, Nüssen, Blüten, Rinden und Blättern.

Im letzten Jahr wurde von chinesischen Wissenschaftlern eine Studie veröffentlich, die aufzeigte, dass der Pflanzenstoff Quercetin in der Lage ist, einen Befall durch Influenzaviren zu blocken (3).

Die zelluläre Invasion durch das Influenzavirus wird durch zwei virale Proteine bewerkstelligt. Zum einen Hämagglutinin (HA oder H wie in H1N1) und Neuraminidase (NA oder N). Das NA Protein räumt Schleim und andere zelluläre Barrieren aus dem Weg, sodass das HA Protein in Kontakt mit der Zelle treten kann. Die Zelle wird überlistet, das Virus hereinzulassen, worauf es seine Attacke beginnen kann.

Die Forscher konnten nun nachweisen, dass Quercetin genau diesen Übertritt des HA Proteins in die Zelle blockiert.

Und das bedeutet für Sie: Essen Sie viel Gemüse, Obst und Nüsse.

Achtung Zucker!

Wenn Sie viel Zucker, Getreide und industriell gefertigte Lebensmittel essen, tun Sie sich während der Grippesaison wirklich keinen Gefallen. Ihr Körper bekommt nicht die Nährstoffe, die er braucht, um optimal zu funktionieren – das heißt gesund genug zu sein, um infektiöse Viren abzuwehren, sondern Sie füttern ihn mit toxischen Substanzen, mit denen er erstmal fertig werden muss, bevor er sich den Viren widmen kann.

Zu viele Kohlenhydrate in Form von Zucker und Getreide bringen Ihre Darmflora aus dem Gleichgewicht. Zucker wirkt für pathogene (krank machende) Bakterien, Hefen und Pilze wie ein Wachstumsbeschleuniger. 80 % Ihres Immunsystems sitzen in Ihrem Darm, wenn Sie dieses durch falsche Ernährung durcheinanderbringen, haben Viren leichtes Spiel. Deshalb ist es unumgänglich, dass Sie Ihren Zuckerkonsum reduzieren, um Ihr Immunsystem fit zu halten.

Fermentierte Nahrungsmittel und Probiotika

Außerdem sollten Sie dafür sorgen, dass Sie mit Ihrer Nahrung viele „gute“ Bakterien aufnehmen. Das ist der Auftritt von fermentierten Lebensmitteln. In einer Studie an 3 – 5 jährigen Kindern, die Probiotika mit einem oder zwei Bakterienstämmen über 6 Monate einnahmen, zeigte sich, dass diese im Vergleich zur Placebogruppe (4):

  • 53 bzw. 73 % weniger an Fieber litten
  • 41 bzw. 62 % weniger Husten hatten
  • 28 bzw. 59 % weniger Schnupfen hatten
  • 68 bzw. 84 % weniger Antibiotika benötigten.

Wenn Sie kein Sauerkraut mögen, ist es also empfehlenswert ein Probiotikum zu nehmen. Aber bedenken Sie, Sauerkraut (und andere fermentierte Lebensmittel) enthalten Billionen CFUs (Colony Forming Units) von hunderten verschiedener Bakterien, während Sie in einem Probiotikum nur Milliarden CFUs von 5 – 20 Stämmen bekommen.

Schlaf und Stress

Achten Sie darauf, dass Sie genug Schlaf bekommen (mindestens sieben Stunden pro Nacht, mehr ist besser) und fahren Sie Ihren Stresslevel runter (Yoga, Meditation, Spaziergang, Lesen).

Genauso wie es für Sie schwierig wird, durch den Tag zu kommen, wenn Sie müde sind, wird Ihr Immunsystem Probleme haben, Grippeviren zu eliminieren, wenn es nicht topfit ist (ihr Immunsystem regeneriert sich, während Sie schlafen – denken Sie mal darüber nach).

Auch chronischer Stress übt einen negativen Einfluss auf Ihre Gesundheit aus, indem er dafür sorgt, dass Gene angeschaltet werden, die Sie krank machen. Einfach mal tief durchatmen, ist schon ein erster Schritt zur Besserung.

Sportliche Betätigung

Wenn Sie regelmäßig Sport treiben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Erkältung und andere virale Erkrankung bekommen, deutlich geringer. Dies wurde in mehreren Studien belegt.

In einer Studie der Appalachian State University in North Carolina wurden Probanden gebeten im Herbst und Winter über eine Zeit von 3 Monaten Erkältungssymptome wie Husten und Schnupfen zu protokollieren. Außerdem sollten sie angeben, wie oft pro Woche sie eine sportliche Betätigung ausführen, die mindestens 20 Minuten dauert und dafür sorgt, dass sie ins Schwitzen kommen.

Abschließend machten sie Angaben zu ihrem Lebensstil, Ernährung und kürzlich aufgetretenen stressigen Vorkommnissen, da diese alle das Immunsystem beeinflussen können.

Ältere, verheiratete Männer hatten demnach weniger häufig Erkältungen sowie Probanden, die viel Obst aßen.

Aber die beiden signifikantesten Faktoren, die zu einer Abnahme von Erkältungen führten, waren, wie viel eine Person sich sportlich betätigte und wie fit sie sich fühlte. Wer sich fit fühlte und sich sportlich betätigte senkte sein Erkrankungsrisiko um fast 50 % (5).

Probanden, die an 5 oder mehr Tagen pro Woche Sport trieben, hatten ca. 5 Krankheitstage in den drei Monaten, während die Probanden ohne oder mit wenig sportlicher Betätigung 9 Krankheitstage im gleichen Zeitraum angaben.

Auch die Erkrankungssymptome waren in der Sportlergruppe geringer. Die Stärke der Symptome fiel um 41 % bei denjenigen, die sich am fittesten fühlten, und um 31 % bei denjenigen, die am aktivsten waren.

Der Forschungsleiter Dr. David Nieman erklärt hierzu, dass die Übungen zu einem temporären Anstieg von Immunzellen führen, die im Körper zirkulieren und fremde Eindringlinge angreifen. Dieser Anstieg hält allerdings nur einige Stunden an.

Vitamine und Mineralien

  • Vitamin C: Stärkt die Fähigkeit des Immunsystems Infektionen zu bekämpfen. In kontrollierten Studien wurde gezeigt, dass Vitamin C zur Grippevorbeugung geeignet ist, die Erkrankungszeit und die Schwere einer bereits bestehenden Erkrankung reduziert (6).
  • Zink: Spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung einer gesunden Immunfunktion. Niedrige Zinkspiegel sind mit einer Abnahme der T-Zell Funktion assoziiert. Dies sind lebenswichtige weiße Blutzellen, die Infektionen bekämpfen (7).
  •  Vitamin A: Ist auch mit der T-Zell Funktion assoziiert. Vitamin A hält die Integrität der Schleimhäute aufrecht, das heißt die erste Verteidigungs-linie gegen virale, bakterielle und parasitäre Infektionen.

Omega-3-Fettsäuren

Essen Sie Fisch oder nehmen Sie ein hochwertiges, tierisches Omega-3 Fett (Fischöl oder Krillöl), da diese Fette für Ihre Gesundheit unabdingbar sind. Im Gegenzug ist es wichtig, dass Sie den Verzehr von Omega-6 Fetten (aus Pflanzenölen) einschränken, da diese Ihr Immunsystem schwächen.

Hygienemaßnahmen

  • Hände waschen. Benutzen Sie hierfür nur normale Seife, da antibakterielle Seifen Ihre guten Hautbakterien schädigen.
  • Bedecken Sie beim Husten und Niesen Ihren Mund mit Ihrer Ellenbeuge
  • Vermeiden Sie engen Kontakt mit bereits Erkrankten.

 

 Botanische Medikamente

  • Holunderbeeren: Studien zeigen, dass Holunderbeerextrakt spezifische immunmodulatorische und antioxidative Wirkungen hat, die die Aktivität von Viren neutralisieren können, sodass sie nicht mehr in die Zelle einwandern und sich vermehren können. Die Beeren enthalten auch die Vitamine A und C und die Flavonoide Quercetin, Anthocyanin und Rutin, die alle die Immunfunktion stärken.
  • Lärchen Arabinogalaktan (LAG): Es handelt sich um Polysaccharide aus dem Holz der Westlichen Lärche (8). Sie stimulieren das Immunsystem, Infektionen abzuwehren. LAG haben in Studien sowohl Effekte bei Erwachsenen wie auch bei Kindern gezeigt, so dass sie sich in der Grippezeit als Vorbeugung für die ganze Familie eignen.
  •  Echinacin: besitzt drei einzigartige Nährstoffe, die synergistisch wirken, um das Immunsystem zu stärken. Diese Nährstoffe beinhalten Polysaccharide, Alkylamide und Cichorsäure, die zusammen weiße Blutzellen aktivieren, damit diese dann Krankheitserreger abtöten (9).Sie sehen also, die Grippeimpfung ist nicht die einzige Möglichkeit, sich gegen Grippe zu schützen und bei weitem nicht die effektivste.

 

(1)  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2870528/

(2) Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20219962

(3)Quercetin as an Antiviral Agent Inhibits Influenza A Virus (IAV) Entry.  http://www.mdpi.com/1999-4915/8/1/6/htm

(4) Probiotic effects on cold and influenza-like symptom incidence and duration in children.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Leyer+G+Pediatrics

(5) Upper respiratory tract infection is reduced in physically fit and active adults.  http://bjsm.bmj.com/content/early/2010/09/30/bjsm.2010.077875.abstract?sid=e6594508-3aaa-4c61-99ba-4ea138580947

(6) The effectiveness of vitamin C in preventing and relieving the symptoms of virus-induced respiratory infections. http://www.jmptonline.org/article/S0161-4754(99)70005-9/abstract

(7) Die Rolle von Zink in der Signaltransduktion von T-Zellen.   http://publications.rwth-aachen.de/record/63968/

(8)Arabinogalactan der Lärche.  https://www.preventnetwork.com/Fachliteratur/Buecher/buchbesprechungen_detail.php?we_objectID=98

(9)http://umm.edu/health/medical/altmed/herb/echinacea

4 Ernährungsmythen, die Sie krank und dick machen

Der größte Feind der Wahrheit ist nicht die Lüge – absichtsvoll, künstlich, unehrlich -, sondern der Mythos – fortdauernd, verführerisch und unrealistisch.

John F. Kennedy

 

 

Der Januar ist traditionell der Monat, in dem alle ein Bündel guter Vorsätze für das neue Jahr gefasst haben. Ein sehr beliebter Vorsatz ist dabei das Abnehmen. Das ist nur natürlich, denn die Weihnachtsfeiertage und Sylvester waren für die meisten Menschen ein absoluter Kalorien-und vor allem Zuckerrausch.

Die Zeitschriften freuen sich, dass sie ihre alten Diätartikel wieder aus der Mottenkiste ausgraben können, und jeder sucht nach einer weiteren Diät, die doch diesmal bitte zu einer bleibenden Gewichtsabnahme führen soll.

Hier liegt aber auch schon das Problem. Es sind im wesentlichen 4 Mythen um die Gewichtsabnahme, die sich standhaft weigern, der Realität zu weichen. Solange Sie auch ein Anhänger dieser absolut falschen Thesen sind, wird ein dauerhaftes Abnehmen für Sie nicht möglich sein

Die Statistik zeigt, dass 96 % der Menschen, die durch eine Diät abgenommen haben, innerhalb von 5 Jahren wieder ihr Ausgangsgewicht vor der Diät erreicht haben bzw. in vielen Fällen sogar noch einige Kilos mehr zugenommen haben. Wenn Sie diesen Zirkel oft genug wiederholen, dann wird leicht verständlich, warum die Menschheit immer dicker wird.

Fallen Sie auch auf diese Mythen herein?

Mythos # 1: Alle Kalorien sind gleich

Eine Kalorie ist eine Kalorie, oder etwa nicht. Ich meine, welchen Sinn macht es schließlich Kalorien zu zählen, wenn unser Körper zwischen Kalorien aus Gemüse und Kalorien aus Cola einen Unterschied macht.

Fragen Sie, wen Sie wollen – Ihren Arzt, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die Weight Watchers… Die Antwort wird sein: Selbstverständlich macht es keinen Unterschied, woher die Kalorien kommen. Jeder wird Ihnen sagen, dass Sie abnehmen werden, wenn Sie mehr Kalorien verbrennen als Sie zu sich nehmen.

Klingt logisch, ist aber falsch. Unser Körper ist kein Bankkonto, und Sie sind kein Bilanzbuchhalter. Natürlich möchte uns die Fitness- und Diätindustrie diese Lüge gerne verkaufen, denn ihr Einkommen hängt zum großen Teil davon ab, dass Sie diesen Schwachsinn tatsächlich glauben. Stellen Sie sich mal vor, Sie würden nach einer Diät nicht mehr zunehmen, sondern einfach Ihr Wunschgewicht halten. Was sollen wir denn dann mit dem ganzen Almased machen?

Der Gedanke, dass sich die Gewichtsabnahme nur um die Energiebilanz oder Kalorien rein/Kalorien raus dreht, vereinfacht sehr komplexe Zusammenhänge viel zu sehr. Die Nahrungsmittelindustrie liebt diese Idee natürlich, denn sie können Ihnen damit immer mehr Junk Food verkaufen und einfach nur behaupten, dass solange Sie nicht zuviel davon essen (alles in Maßen) überhaupt kein Problem besteht. Ihr Brokkoli mit Butter hat die gleichen Kalorien wie ein Snickers? Warum wollen Sie  sich Gemüse antun, wenn sie statt desssen etwas leckeres Süßes haben können, das genau Ihren Bliss Punkt trifft (dieses Gefühl: Mann ist das gut!).

Übrigens sind Sie nach dieser Logik natürlich selbst schuld, wenn Sie zu dick werden. Wer hat denn gesagt, dass Sie die ganze Dose Pringles essen sollen? Damit ist die Nahrungsmittelindustrie, die dieses ganze ungesunde Zeug herstellt, natürlich aus dem Schneider. Hätten Sie halt in Maßen gegessen (genauso wie ein Junkie ja auch Heroin einfach in Maßen spritzen könnte, was heißt da Sucht?).

Tatsache ist, es gibt gute und schlechte Kalorien. Wie gesagt, Ihr Körper ist kein Bankkonto, sondern mehr ein Chemielabor. Wenn wir essen, interagiert die Nahrung mit unserer Biologie, einem komplexen System, dass sofort jeden Bissen umwandelt. Nahrung ist mehr als Geschmack und Kalorien. Sie ist Information, die unseren Körperzellen sagt, was sie tun sollen.

Jeder Bissen, den Sie essen, beeinflusst Ihre Hormone, Ihre Gehirnchemie und Ihren Stoffwechsel. Zuckerkalorien führen zu Fettablagerungen und machen hungrig. Eiweiß- und Fettkalorien steigern die (Körper-)Fettverbrennung. Worauf es ankommt, ist die Qualität der Kalorien und nicht die Quanität (1).

Vollwertkost- das heißt im wesentlichen unverarbeitete Lebensmittel – hat die höchste Qualität. Hochwertige Vollwertkost hat von Natur aus weniger Kalorien als industriell gefertigte Nahrungsmittel. Deshalb brauchen Sie auch keine Kalorien zu zählen. Und übrigens, haben Sie schon mal eine Kuh gesehen, die ihr Gras abwiegt und sich fragt, ob sie sich für das, was sie gefressen hat, wohl genug bewegt hat? Machen wir uns nichts vor, auch wir sind Säugetiere und sollten damit von Natur aus in der Lage sein, unsere Nahrungsaufnahme ohne Hilfsmittel auf unseren Bedarf einstellen zu können.

Gesunde Nahrungsmittel beinhalten: Hochwertiges Eiweiß von Weidetieren (keine Massentierhaltung!), Eier von glücklichen Hühnern, Biogeflügel, kleine Fischarten (z. B. Sardinen), Nüsse und Samen. Außerdem gute Fette wie Olivenöl, Avocado, Weidebutter, Ghee, Kokosöl und Omega-3 Fette von Fischen. Und letztendlich gute Kohlenhydrate aus buntgemischten Gemüsen (je farbenfroher desto besser), Früchten wie wilden Beeren (keine Kulturbeeren, diese sind sehr pestizidbelastet), Zitrusfrüchten und Äpfeln und Superfoods wie Chia- und Hanfsamen.

Mythos # 2: Ihre Gene bestimmen Sie und Ihre Gesundheit

Der überwiegende Teil der Schulmediziner glaubt weiterhin, dass es eine genetische Veranlagung gibt, die zu Übergewicht führt. Das heißt auf gut Deutsch: Die Großeltern waren dick, die Eltern waren dick, kein Wunder, dass auch die Kinder dick sind. Das liegt halt in der Familie (und hat um Gottes Willen nichts damit zu tun, dass alle den gleichen Junk essen). Pech gehabt, da haben Sie also die Adipositaskarte oder die Diabeteskarte in der genetischen Lotterie gezogen.

BLÖDSINN!!

Wie ich oben schon erklärt habe, Nahrung ist Information. Es sind nicht unsere Gene, die diktieren, wo es mit unserer Gesundheit hingeht (oder jedenfalls nur zu einem sehr geringen Teil). Sie selber haben die Macht, Ihren Genen vorzugeben, wie sie sich verhalten sollen. Gene kann man an-, aber eben auch abschalten.

In einer gerade in Nature veröffentlichen Untersuchung wurde gezeigt, dass veränderte Muster in der Methylierung der DNA (die Methylierung bewirkt ein An- und Abschalten von Genen) zur Adipositas führen (2).

Nur 2 % unserer Gene ändern sich über einen Zeitraum von 20000 Jahren (deshalb sind wir in unserem Inneren auch immer noch Steinzeitmenschen). Und dann sehen Sie sich mal diese Zahlen an: Die Entwicklung der Adipositasprävalenz zeigt in den letzten 20 Jahren bei Männern eine Zunahme um relative 39 %, bei Frauen um 44 % (3).

Eine weitere Zunahme fand sich in den letzten Jahren vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, während die Zahlen bei älteren Erwachsenen eher stabil sind. Auch der Anteil der extrem Adipösen (BMI ≥ 40) hat in den letzten Jahren in Deutschland weiter zugenommen. Das passt nicht zu einer genetischen Ursache. Kein Genpool ändert sich so schnell.

Nicht unsere Gene haben sich drastisch geändert, sondern unsere Essgewohnheiten. Allein von 1850 – 1975 stieg der pro Kopf Konsum von Zucker von 2 kg pro Jahr auf 37 kg (4). Hinzu kommt noch der gewaltige Anstieg im Getreidekonsum, der pro Kopf mit 121 kg pro Jahr zu Buche schlägt (5). Und bei dieser Zahl ist „Flüssiggetreide“ wie Bier und Spirituosen noch gar nicht eingerechnet. Diese Mengen an Zucker und Mehl machen unseren Stoffwechsel kaputt und uns dadurch krank und dick.

Mythos #3: Sie können schlechte Ernährung mit Sport wieder wettmachen

Der Mythos, dass Sie essen können, was auch immer Sie wollen, wenn Sie nur genug Sport treiben, ist wirklich absolut falsch, und er macht auch überhaupt keinen Sinn, wenn Sie verstehen, wie der menschliche Körper funktioniert.

Wenn Sie glauben, dass Sie durch Sport abnehmen können (und tatsächlich glauben das ärgerlicherweise die meisten Menschen), dann werden Sie sehr enttäuscht sein, wenn Sie meinen, dass Sie nach dem Sport diesen zuckerhaltigen Energy Drink, den Muffin oder einen „gesunden“ Snack verdient haben.

Verlassen Sie sich zum Abnehmen nur auf Sport und Ihre Ernährung bleibt so (schlecht) wie vorher, dann werden Sie keinen Erfolg haben. Im Gegenteil, Sie werden feststellen, dass Sport einen sehr ungünstigen Nebeneffekt hat. Er macht Sie nämlich sehr, sehr hungrig.

Nur um das mal in einen Kontext zu setzen: Wenn Sie 600 ml Cola (oder vergleichbare Getränke) trinken, dann müssen Sie 7,2 km gehen, um die aufgenommenen Kalorien zu verbrennen. Für eine XXL-Fast-Food Mahlzeit müssen Sie eine Woche lang jeden Tag 6 km laufen, um die Kalorien zu verbrennen. Wenn das Ihre tägliche Mahlzeit ist, dann müssen Sie jeden Tag einen Marathon laufen! UUPS.

Und wenn Sie sich auf den Kopf stellen, Sie können eine schlechte Ernährung nicht durch Sport kompensieren. Punkt.

Sport ist natürlich sehr wichtig für das Allgemeinbefinden, aber wenn Sie abnehmen – und vor allem nicht wieder zunehmen – wollen, dann brauchen Sie eine Kombination aus sportlicher Betätigung zusammen mit einer gesunden Ernährung, die viel Gemüse, gesunde Fette und Eiweiß beinhaltet.

Mythos #5: Fett macht dick

Vielleicht der allerschlimmste dieser vier Mythen, und dazu auch derjenige, den die meisten Menschen im Kopf haben. Ist doch klar, Fett wird im Körper abgelagert. Wer Fett isst, der lagert das dann ein und wird dick. Und außerdem führt ein zu hoher Fettkonsum doch zu verstopften Arterien, zu Herzinfarkt und Schlaganfall.

Und noch einmal: ABSOLUTER BLÖDSINN!

Nicht nur, dass man vom Fett essen nicht fett wird (vorausgesetzt, man isst die richtigen Fette), sondern Fett ist für die Gesundheit und das Abnehmen einfach essentiell.

Eine Studie, die 2012 im Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde, verglich eine fettreiche Diät mit einer kohlenhydratreichen Diät, die beide isokalorisch waren  (= die gleiche Kalorienanzahl hatten) und kam zu dem Ergebnis, dass die Auswirkungen dieser Diäten auf den Stoffwechsel völlig unterschiedlich sind (6). Die Gruppe mit der fettreichen Diät verbrannte pro Tag 300 kcal mehr. Dies entspricht dem Kalorienverbrauch von einer Stunde Laufen, ohne dass die Probanden irgendetwas tun mussten.

Nahrungsfett macht Ihren Stoffwechsel schneller, während Zucker ihn verlangsamt. Gesunde Fette wirken antientzündlich, während Zucker zu einer chronischen Entzündung im Körper führt (und das Schlimme ist, Sie merken nichts davon).

In einer Studie an Ratten wurde der Effekt einer kohlenhydratreichen Ernährung und einer fettreichen, proteinreichen Ernährung getestet (wiederum isokalorisch). Es zeigte sich, dass die kohlenhydratreiche Ernährung zu erhöhten Fettablagerungen und Muskelabbau führte, während die fettreiche, proteinreiche Ernährung zu Fettabbau und Muskelaufbau führte (7).

Ihre Zellen bevorzugen tatsächlich die richtigen Fette sogar als Brennstoff, besonders die Mittelkettigen Fettsäuren (MCTs) aus Nahrungsmitteln wie Kokosöl oder Kokosbutter (8). Und Sie werden sich wundern, welchen Turbogang Ihr Gehirn mit diesen Fetten einlegt.

Achten Sie also unbedingt darauf, ausreichend Fette zu essen, aber halten Sie sich von Trans-Fetten und Pflanzenölen fern. Sie werden feststellen, dass fetthaltiges Essen nicht nur besser schmeckt und Sie länger satt macht, sondern es auch als sehr willkommene Nebenwirkung die Pfunde schmelzen lässt. Und das alles übrigens ohne den lästigen Hunger.

(1) Foods, obesity, and diabetes-are all calories created equal?  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28049747

(2) Epigenome-wide association study of body mass index, and the adverse outcomes of adiposity, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28002404

(3) http://www.adipositas-gesellschaft.de/index.php?id=41

(4) http://www.uni-muenster.de/Geschichte/SWG-Online/alltagsgeschichte/quellen/zucker-speisefette.htm

(5) http://www.tag-des-brotes.de/verbrauch-von-getreideprodukten/index.php

(6) Effects of Dietary Composition on Energy Expenditure During Weight-Loss Maintenance,   http://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/1199154

(7) Effects of dietary glycaemic index on adiposity, glucose homoeostasis, and plasma lipids in animals. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15337404

(8) Physiological effects of medium-chain triglycerides: potential agents in the prevention of obesity.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11880549

12 Schritte wie Sie Ihr Immunsystem wieder unter Kontrolle bringen

Mehr als vier Millionen Deutsche leiden an einer Autoimmunerkrankung, das heißt ihr Immunsystem wendet sich gegen den eigenen Körper. Diabetes Typ I, Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose und Hashimoto Thyreoiditis sind die bekanntesten Autoimmunerkrankungen. Aber auch bei Schizophrenie und Autismus vermutet man inzwischen autoimmune Ursachen.

Wenn Sie ebenfalls betroffen sind, ist es unabdingbar, dass Sie die Ursache für diese Autoimmunerkrankung herausfinden. Diese Ursache muss behandelt werden, damit die Symptome gestoppt und im besten Fall sogar wieder rückgängig gemacht werden können.

Schulmediziner behandeln nur die Symptome – zum Beispiel mit Medikamenten, die entzündungshemmend wirken oder das Immunsystem unterdrücken. In der Regel werden Sie Ihnen erzählen, dass es keine Möglichkeit gibt, diese Erkrankungen zu heilen und dass Sie die Medikamente Ihr Leben lang einnehmen werden müssen.

Das ist aber schlichtweg die falsche Herangehensweise, denn die auslösenden Faktoren werden nicht behandelt. Kurzfristig verschafft Ihnen so eine Therapie vielleicht Erleichterung, aber langfristig hilft sie Ihnen nicht weiter. Wenn Sie nur Symptome behandeln und die Ursache nicht abstellen, laufen Sie Gefahr, noch weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln. Außerdem kann die längerfristige Behandlung mit immunsuppressiven Medikamenten (Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken) dazu führen, dass Sie an schweren Infektionen oder Krebs erkranken.

Es kann ein schwieriger Prozess sein, herauszufinden an welcher Autoimmunerkrankung Sie leiden. Die Symptome können unspezifisch sein – Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Depression, Verdauungsprobleme – und die Schilddrüse, das Gehirn, die Haut oder andere Organe betreffen. Sie und Ihr Arzt müssen eine Menge Detektivarbeit leisten, um die mögliche(n) Ursache(n) herauszufinden. Welche Infektionen, Toxine, Nahrungsmittelallergien könnten ursächlich sein. Und wie sieht es mit einem Leaky Gut aus?

12 Schritte zur Diagnose und Therapie einer Autoimmunerkrankung:

  1. Prüfen Sie, ob versteckte Infektionen vorliegen – Pilze, Viren, Bakterien, Borelliose. Hierzu muss Ihr Arzt einige Labortests veranlassen. Bestehende Infektionen müssen natürlich behandelt werden.
  2. Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die Sie nicht vertragen. Entweder lassen Sie einen Allergietest durchführen oder Sie nehmen die Sache selbst in die Hand und machen für 30 Tage eine Eliminationsdiät. Bei dieser Diät verzichten Sie auf 8 Nahrungsmittel, die bei sehr vielen Menschen Unverträglichkeiten hervorrufen. Es handelt sich dabei um: Getreide, Milch und Milchprodukte, Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten, Paprika u.a.), Eier, Soja, Zucker und Süßstoffe, Erdnüsse und Mais. Und keine Angst, es ist noch genug übrig, das Sie essen können.
  3. Lassen Sie sich auf Zöliakie testen. Ein Problem hierbei ist allerdings, dass eigentlich nur ein positiver Test Ihnen wirklich weiterhilft. Ein negativer Test schließt eine Glutenunverträglichkeit nicht aus. Ein Test auf Glutenunverträglichkeit wird nur von Cyrex Labs in den USA angeboten und ist für Deutschland nicht verfügbar. Da Gluten aber einer der Hauptverursacher des Leaky Gut Syndroms ist und dieses eine Vorbedingung für die Entwicklung einer Autoimmunerkrankung darstellt, sollten Sie eh darauf verzichten.
  4. Lassen Sie sich auf Schwermetallvergiftungen untersuchen. Quecksilber (zum Beispiel aus den beliebten Amalgamfüllungen) und andere Schwer-metalle können Autoimmunerkrankungen verursachen.
  5. Sind Sie in Ihrer Wohnung oder an Ihrem Arbeitsplatz Schimmelpilzen ausgesetzt? Auch diese können Autoimmunerkrankungen auslösen.
  6. Heilen Sie Ihre Darmschleimhaut.  Prädestiniert hierfür ist Knochenbrühe, weil Sie sämtliche Bausteine enthält, die Ihr Darm für die Reparatur benötigt. Glutamin (nicht Glutamat) als Nahrungsergänzung ist ebenfalls hilfreich.
  7. Essen Sie vermehrt Nährstoffe, die eine optimale Immunfunktion unterstützen. Hierzu zählen Nahrungsergänzungsmittel wie Fischöl (1 – 3 g DHA und EPA täglich), Vitamin C (2 – 5 g täglich), Vitamin D (5000 – 10000 IE täglich), Selen (200 mcg täglich), Zink (25 mg täglich). Zusätzlich zu hochdosiertem Vitamin D sollten Sie immer auch Vitamin K2 (200 mcg täglich) nehmen, damit es nicht zur Arterienverkalkung kommt.
  8. Essen Sie außerdem Nährstoffe, die ein gesundes Darmmikrobiom (die Bakterien in Ihrem Darm) unterstützen. Hierzu gehören fermentierbare Ballaststoffe aus Obst und Gemüse, die die guten Darmbakterien ernähren sowie fermentierte Nahrungsmittel (zum Beispiel Sauerkraut), die diese guten Bakterien enthalten.
  9. Treiben Sie regelmäßig Sport. Sport wirkt antiinflammatorisch solange Sie es nicht übertreiben. Also besser ein kurzes HIIT Training als langes konventionelles Ausdauertraining. Wichtig ist, dass Sie immer in Bewegung bleiben.
  10. Senken Sie Ihren Stresslevel durch Tiefenentspannung wie Yoga, Tai Chi, Atemübungen, Biofeedback oder Massage.
  11. Gehen Sie in die Sonne, und lassen Sie die Sonne an Ihre Haut. Das verbessert Ihre Versorgung mit Vitamin D , senkt Stress und macht gute Laune.
  12. Stellen Sie sicher, dass Sie rechtzeitig ins Bett gehen und genug Schlaf bekommen. Ihr Körper braucht diese Zeit, um sich zu regenierieren.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, werden Sie feststellen, dass Ihr Gesundheitszustand sich deutlich bessert und Medikamente reduziert oder im günstigsten Fall sogar abgesetzt werden können. Es ist sicherlich mehr Arbeit, als nur schnell eine Pille einzuwerfen. Aber das sollten Sie sich wert sein.

 

 

 

 

 

Autoimmunerkrankungen – wenn der Körper Freund und Feind nicht unterscheiden kann

Autoimmunerkrankungen sind chronisch entzündliche Prozesse, bei denen das Immunsystem körpereigene Gewebe angreift und zerstört. Weltweit sind derzeit ca. 5-8% der Bevölkerung von ungefähr 80-100 verschiedenen Autoimmunerkrankungen betroffen. Sie bilden nach Herz-Kreislauf- und Tumorerkrankungen die dritthäufigste Erkrankungsgruppe. Allerdings wurde in den letzten Jahren eine stetige Zunahme der Häufigkeit beobachtet (z.B. Diabetes mellitus Typ 1, Multiple Sklerose, Hashimoto Thyreoiditis).

Einige Fakten zu Autoimmunerkrankungen:

  • Die Symptome einer Autoimmunerkrankung können viele Organsysteme betreffen: Gehirn, Haut, Mund, Lungen, Nasennebenhöhlen, Schilddrüse Gelenke, Muskeln, Nebennieren und Verdauungstrakt.
  • Ein Patient geht im Durchschnitt zu 6 – 10 Ärzten bevor erkannt wird, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handeln könnte.
  • Es vergehen oft bis zu 5 Jahre bis die offizielle Diagnose einer Autoimmunerkrankung gestellt wird.
  • Menschen, die an einer Autoimmunerkrankung leiden, haben ein dreifach höheres Risiko weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln.

Interessanterweise treten Autoimmunerkrankungen fast ausschließlich in Industrienationen auf. In Entwicklungsländern, wo es keine modernen Annehmlichkeiten wie fließendes Wasser, WCs, Waschmaschinen und sterile Hinterhöfe gibt, bekommen die Menschen diese Krankheiten nicht.

Bekannt ist auch, dass Kinder, die auf Bauernhöfen mit vielen Tieren aufwachsen, sehr viel weniger an diesen entzündlichen Erkrankungen leiden. Das Spielen im Dreck, dreckig (und glücklich) sein und Bakterien und Infektionen ausgesetzt zu sein, bringt unserem Immunsystem bei Freund von Feind zu unterscheiden.

Ich kann mich noch erinnern, dass während meines Medizinstudiums die Hashimoto Thyreoiditis diese exotische Krankheit war, die einige Menschen hatten, die man aber nur extrem selten sah. Heute habe ich fast täglich Patienten, die unter dieser Autoimmunerkrankung leiden. Wie kommt es zu diesem plötzlichen Anstieg?

Wie Autoimmunerkrankungen entstehen

Drei Faktoren müssen zusammentreffen, damit es zur Ausbildung einer Autoimmunerkrankung kommt:

  1. Genetische Veranlagung
  2. Trigger (häufig Umweltfaktoren wie Infektionen, Giftstoffe, Nahrungsmittelallergien u.a.)
  3. Leaky Gut.

Sehen wir uns diese drei Faktoren doch mal genauer an.

Faktor 1. Es gibt eine familiäre Häufung von Autoimmunerkrankungen, die darauf schließen lässt, dass das Auftreten dieser Erkrankungen durch gemeinsame genetische Faktoren beeinflusst wird. Dieses wurde in Zwillingsstudien nachgewiesen. Sie zeigten eine höhere Übereinstimmung für eineiige Zwillinge als für zweieiige Zwillinge auf. In einer großen Untersuchung wurde aufgezeigt, dass Patienten mit Multipler Sklerose (MS) oder Rheumatoider Arthritis (RA) wesentlich häufiger weitere Auto-immunerkrankungen aufwiesen (1,2). Die Konkordanzrate beträgt aber für die meisten Autoimmunerkrankungen nur 10 – 40 %. Das bedeutet, dass Umweltfaktoren eine weitaus größere Rolle spielen (3).

Faktor 2. Zu den Umweltfaktoren, die eine Autoimmunerkrankung auslösen können, gehören chemische Giftstoffe, Schwermetalle, Viren, Bakterien, Stress, Drogen und Medikamente. Hilfsstoffe wie Aluminiumhydroxid, das in Impfstoffen verwendet wird, können zum Beispiel Autoimmunerkrankungen wie das Shoenfeld Syndrom (4) oder eine Autoimmunhepatitis (Zerstörung von Leberzellen) (5) hervorrufen.

Auch infektiöse Stoffe wie Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten können Autoimmunerkrankungen auslösen. Dies geschieht durch Mechanismen wie „Molecular Mimicry“ (praktisch eine Verwechslung, wenn diese Stoffe Körpergewebe ähneln), Dysregulation der Immunhomöostase durch chronische Entzündungen, Verbleiben von Viren im Körper oder Aktivierung des angeborenen Immunsystems. Wichtig ist dabei, dass wahrscheinlich nicht eine Erkrankung allein für die Ausbildung einer Autoimmunerkrankung verantwortlich ist, sondern es mehr auf die Krankheitslast an Infektionskrankheiten von Kindheit an ankommt, die dann zur Autoimmunerkrankung führen (6).

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) ist so ein infektiöser Stoff, der zu systemischen Autoimmunerkrankungen (diese betreffen den ganzen Körper, nicht nur ein Organ) wie Systemischem Lupus Erythematosus (SLE), RA, Sjögrens Syndrom und Mischkollagenosen (eine Erkrankung, die einen SLE und eine RA beinhaltet) führt.

Faktor 3. Alessio Fasano veröffentlichte 2012 in Clinical Reviews in Allergy and Immunology eine Studie, die aufzeigte, dass ein Leaky Gut eine Vorbedingung für die Ausbildung von Autoimmunerkrankungen ist (7). Diese Sichtweise wird inzwischen auch von anderen Forschern und Klinikern unterstützt. Der Leaky Gut als Auslöser kann viele Autoimmunerkrankungen ursächlich erklären.

Normalerweise sorgt die Darmschleimhaut dafür, dass nur bestimmte Stoffe in den Blutstrom geraten. Haben Sie aber einen Leaky Gut, so sind die Poren in der Darmwand größer, und es gelangen nur teilweise verdaute Nahrungsbestandteile sowie andere Stoffe in den Blutkreislauf, die dort eigentlich nicht hingehören. Diese werden von Ihrem Immunsystem ganz rechtmäßig angegriffen (dazu ist es schließlich da). Wenn aber diese fremden Eindringlinge Ihren eigenen Körperzellen ähnlich sehen (das ist zum Beispiel bei Gluten und Schilddrüsenzellen der Fall), dann kommt es zur oben beschriebenen Molecular Mimicry, und Ihr Immunsystem greift auf einmal zum Beispiel Ihre Schilddrüse an. Die Folge? Ihr Arzt stellt die Diagnose einer Hashimoto Thyreoiditis. Gluten ist einer der Hauptauslöser für einen Leaky Gut, weshalb Patienten mit einer Autoimmunerkrankung unbedingt eine glutenfreie Ernährung (allerdings ohne glutenfreie Fertigprodukte) einhalten sollten.

Sie haben eine Autoimmunerkrankung – und nun?

Wenn Sie bis hier gekommen sind, sollte es Ihnen inzwischen klar sein, dass eine Autoimmunerkrankung nicht einfach so geschieht, weil Ihr Immunsystem gerade nichts besseres zu tun hat. Es sollte auch klar sein, dass die Therapie nicht darin bestehen kann, das Immunsystem einfach ruhig zu stellen (wie es zum Beispiel im Fall der Rheumatoiden Arthritis gemacht wird), denn es macht schließlich genau das, was es soll. Es schützt Ihren Körper vor Eindringlingen. Dass es dabei Freunde niedermäht, müssen Sie sich vielleicht mal so vorstellen:

Ihr Immunsystem ist der Secret Service, der den Präsidenten (Sie) beschützen soll. Viele Splittergruppen versuchen ihn anzugreifen (Gluten, Schwermetalle, Bakterien u.a.). Der Secret Service ist also sehr nervös und schreckhaft, und die Agenten sagen sich, bevor unserem Präsidenten etwas zustößt, ist das kleinere Übel wahrscheinlich, dass wir einen gewissen Kollateralschaden an Zivilisten (Ihre Organe) in Kauf nehmen. Um den Secret Service davon abzuhalten, im Eifer des Gefechts einmal zu viel zu schießen, wäre es natürlich günstiger, die Angreifer gar nicht erst in die Nähe des Präsidenten zu lassen (dann sind alle gelassener und weniger schießwütig).

Und genau um diesen Status zu erreichen – dass die Eindringlinge vor der Tür bleiben – ist die wichtigste Aufgabe für Patienten mit einer Autoimmunerkrankung, ihren Darm zu heilen. Die Löcher in der Darmwand müssen repariert werden, damit die Eindringlinge nicht in Ihrem Blutstrom, sondern in der Toilettenschüssel landen. Nur so ist eine ursächliche Behandlung möglich, die im Endeffekt immer effektiver sein wird als das medikamentöse Pflaster, das Sie von Ihrem Arzt erhalten.

Dazu kommt natürlich auch eine Expositionsprophylaxe, das heißt, die Ursache für den Leaky Gut muss abgestellt werden. Dies bedeutet in den meisten Fällen ein bisschen Detektivarbeit. Aber die Mühe lohnt sich. Nicht nur, damit Sie Ihre schon bestehende Erkrankung zum Stillstand bringen oder im günstigsten Fall sogar heilen können, sondern auch damit Sie weitere Autoimmunerkrankungen gar nicht erst bekommen.

 

 

(1)Lin J-P, Cash JM, Doyle SZ, et al. Familial clustering of rheumatoid arthritis with other autoimmune diseases. Human Genetics. 1998;103(4):475–482. [PubMed]

(2)Broadley SA, Deans J, Sawcer SJ, Clayton D, Compston DAS. Autoimmune disease in first-degree relatives of patients with multiple sclerosis. A UK survey. Brain. 2000;123(6):1102–1111. [PubMed]

(3)Salvetti M, Ristori G, Bomprezzi R, Pozzilli P, Leslie RDG. Twins: mirrors of the immune system. Immunology Today. 2000;21(7):342–347. [PubMed]

(4)Vera-Lastra O, Medina G, Cruz-Dominguez MDP, et al. Human adjuvant disease induced by foreign substances: a new model of ASIA (Shoenfeld’s syndrome) Lupus. 2012;21(2):128–135. [PubMed]

(5)Hamza H, Cao J, Li X, Li C, Zhu M, Zhao S. Hepatitis B vaccine induces apoptotic death in Hepa1-6 cells. Apoptosis. 2012;17:516–527. [PubMed]

(6)Kivity S, Agmon-Levin N, Blank M, Shoenfeld Y Trends Immunol. 2009 Aug; 30(8):409-14.[PubMed

(7)Leaky Gut and Autoimmune Diseases Clin Rev Allergy Immunol. 2012 Feb;42(1):71-8. doi: 10.1007/s12016-011-8291-x.  ⌊PubMed

 

12 Gründe warum Sie einen leckenden Darm haben könnten

Jede Krankheit beginnt im Darm (Hippocrates)

darmHippocrates hatte Recht, der Darm ist das Tor zur Gesundheit. Wenn Ihr Darm gesund ist, haben Sie gute Chancen auch sonst gesund zu sein.

Heute möchte ich mich mit einem Syndrom beschäftigen, dass unter dem Namen „Leaky Gut“ zusammengefasst wird, und das vielen Menschen eine Menge Ärger bereitet, ohne dass sie überhaupt wissen, dass sie es haben.

Leaky gut, oder in medizinischem Hochdeutsch vermehrte intestinale Permeabilität (= vermehrte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut), ist ein Syndrom, das viele Mediziner für einen Mythos halten. Das verwundert schon sehr, denn eine PubMed Suche ergibt 5119 Ergebnisse für Studien, die nachweisen, dass dieses Syndrom nicht nur absolut real ist, sondern dass es auch vielfältige Auswirkung auf unsere Gesundheit hat.

Im Normalfall lässt die Darmschleimhaut nur sehr kleine Moleküle durch, um lebenswichtige Nährstoffe aufzunehmen. Tatsächlich ist die Regulierung der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut eine der wichtigsten Aufgaben der Darmwandzellen. Diese Regulierung erfolgt über sogenannte Tight Junctions, das sind Verbindungen der Epithelzellen der Darmschleimhaut, die eine Barrierefunktion ausüben. Die Tight Junctions werden durch ein Protein namens Zonulin reguliert. Wird Zonulin aktiviert, öfnnen sich die Tight Junctions.

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Durch die Öffnung der Tight Junctions folgt, wie man sich nicht schwer vorstellen kann, eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand, also ein Leaky Gut. Wenn der Darm durchlässig ist, gelangen Dinge in den Blutstrom, die dort eigentlich nicht hingehören. Das sind zum Beispiel Giftstoffe, Mikroben, unverdaute Nahrungsmittel und alles, was sich sonst noch so in Ihrem Darm tummelt. Ihr Immunsystem erkennt nun diese „Eindringlinge“ als Krankheitserreger und greift sie an. Handelt es sich bei diesen „Eindringlingen“ zum Beispiel um unverdaute Nahrungsmittel, dann werden Sie nach einiger Zeit eine Allergie auf diese Nahrungsmittel entwickeln. Und wenn Sie dann statt der betroffenen Nahrungsmittel etwas anderes essen, gelangt dies ebenfalls unverdaut in Ihren Blutstrom, und dann weiten sich die Nahrungsmittelallergien aus. So einfach ist das!

Im Lauf der Jahre entwickeln sich aufgrund des durchlässigen Darms dann ernsthafte Beschwerden. So werden besonders die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht. Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Erkrankungen gelten als unheilbar. Wenn man die Ursache versteht, sind sie aber tatsächlich gut zu behandeln.

Was verursacht einen Leaky Gut?

Die Hauptschuldigen sind Nahrungsmittel, Infektionen und Toxine

  1. Gluten: Ist der Nahrungsbestandteil, der mit Abstand am häufigsten einen Leaky Gut auslöst. Das Gliadin Molekül führt zu einer Freisetzung von Zonulin und damit wie oben erklärt zu einer Öffnung der Tight Junctions. Eine 2006 erschienene Studie zeigt auf, dass dieser Effekt nicht nur bei Zöliakie Patienten auftritt, sondern auch bei einer gesunden Kontrollgruppe (1). Also in anderen Worten, Gluten löst – zumindest vorübergehend – bei jedem Menschen einen Leaky Gut aus.
  2. Lectine und Phytate: Sie kommen ebenfalls in Getreide aber auch in Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Es handelt sich um Antinährstoffe, die die Nährstoffaufnahme verhindern, sich an die Darmschleimhaut anheften und zu Entzündungen führen. Durch richtige Zubereitung können diese Stoffe zum Teil inaktiviert werden. Wenn Sie Nahrungsmittel konsumieren, die diese Substanzen enthalten, so sollten Sie sie auf jeden Fall einweichen und ankeimen oder fermentieren, um den Schaden für die Darmschleimhaut möglichst gering zu halten.
  3. Milchprodukte: Das Milchprotein Casein weist eine große strukturelle Ähnlichkeit zu Gluten auf und kann vom Immunsystem fälschlicherweise mit diesem verwechselt werden. Dies gilt insbesondere für das in Kuhmilch größtenteils vorkommende A1-Casein (2). Das A2-Casein aus Ziegen- oder Schafmilch und einigen Kuhrassen schneidet besser ab.
  4. Alkohol: Schon Alkohol in Maßen (wie auch immer man das definiert) stört die Zonulinproduktion und verändert die Integrität der Darmschleimhaut. Dies führt zu einer Schwächung der Tight Junctions (3).
  5. Zucker: Darf in dieser Sammlung natürlich nicht fehlen. Zucker richtet im gesamten Körper Schaden an, aber vor allem im Darm. Zucker sorgt für vermehrtes Wachstum von Hefen, Pilzen und schlechten Bakterien, die den Darm schädigen.
  6. Infektionen: Die häufigsten infektiösen Ursachen sind Candidabefall, Darmparasiten und eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO = Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Sie alle verursachen schwere Schäden in der Darmschleimhaut.
  7. Antibiotika: Längerfristige oder häufige Anwendung von Antibiotika kann sich schädlich auf die Darmflora auswirken, denn Antibiotika unterscheiden nicht zwischen guten und schlechten Bakterien sondern töten einfach alle ab. Dies kann dazu führen, dass die schlechten Bakterien die Oberhand gewinnen und es im Darm zu Entzündungen kommt. Um dies zu verhindern sollten Sie, wenn Sie Antibiotika wirklich einnehmen müssen, immer auch Probiotika einnehmen.
  8. NSAR: Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac sind häufig verwendete Schmerzmittel, die auch entzündungshemmend wirken. Sie sind jedoch schwer abzubauen, irritieren den Dünndarm und führen so zum Leaky Gut. Dieser Effekt tritt bei längerer Anwendung von NSAR auf (4). Unter Aspirin tritt keine erhöhte Permeabilität auf.
  9. Antazida: Medikamente, die die Magensäure hemmen und bei Sodbrennen und Reflux eingesetzt werden. Diese führen bei Langzeitanwendung häufig zu SIBO und Darmentzündungen. Beides Ursachen für einen Leaky Gut.
  10. Steroide: Wie zum Beispiel Prednisolon werden bei chronischen Entzündungen und Schmerzen verschrieben, um die Entzündungsreaktion im Körper abzuschwächen. Gleichzeitig erhöhen sie jedoch den Cortisolspiegel, was zu einer Schädigung der Darmwand führt.
  11. Stress: Chronischer Stress beeinflusst die Darmgesundheit (5). Genau wie bei der Einnahme von Steroiden kommt es auch hierbei zu einer Erhöhung der Cortisolkonzentration. Außerdem schwächt Stress das Immunsystem.
  12. Toxine: Umweltgifte wie zum Beispiel Quecksilber, Pestizide und BPA aus Plastik verursachen Entzündungen im Darm und öffnen die Tight Junctions. Leiden Sie außerdem noch unter Verstopfung, so haben die Toxine noch mehr Zeit ihre schädliche Wirkung zu entfalten.

Wie Sie sehen, führen viele ganz alltägliche Dinge zu einer erhöhten Durchglässigkeit im Darm. Es macht Sinn, gerade bei Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien, Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse), Rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Typ I Diabetes, aber auch bei Schizophrenie und Autismus einen sehr genauen Blick auf den Darm zu werfen. Ein Großteil dieser Erkrankungen ist mit einer Darmsanierung zumindest deutlich zu Verbessern, wenn nicht sogar heilbar.

 

(1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16635908

(2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17666771

(3)http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0107421

(4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3780475

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22314561

Grippeimpfung – überflüssig und gefährlich

vaccination-1215279_1920Es ist wieder diese Zeit des Jahres, wo Haus- und Kinderärzte ganz unruhig werden, und ihren Patienten ans Herz legen, sich doch auf jeden Fall gegen die Grippe impfen zu lassen, damit sie im besten Fall überhaupt nicht erkranken und wenn sie erkranken, sie wenigstens um die teilweise tödlichen Komplikationen herumkommen. Wenn man ihren Aussagen glauben darf, dann ist die Grippeimpfung das einzige Mittel, das kleine Kinder und Senioren eine Grippeepidemie überleben lässt.

Aber ist das tatsächlich so?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Grippeviren sich sehr schnell verändern. Die WHO muss aber schon im Frühjahr festlegen, wie der Grippeimpfstoff für den Herbst zusammengesetzt sein soll, denn sonst kommt die Pharmaindustrie mit der Produktion nicht mehr hinterher. Mit etwas Pech enthält dieser Impfstoff also Stämme, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell sind.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem.

Im Lancet (keine so ganz unbekannte Medizinische Zeitschrift) stand 2007, dass „kürzlich durchgeführte Mortalitätsuntersuchungen (also Untersuchungen zu tödlich verlaufenden Erkrankungen) keinen Rückgang bei Grippetodesfällen seit 1980 nachweisen konnten, obwohl die Impfraten von 15 % auf 65 % gestiegen waren“ (1). Das ist ja schade, denn gerade die Todesfälle sollen durch die Impfung ja vermieden werden.

In einem weiteren Artikel im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, der 2008 erschienen ist, wurden Statistiken der letzten 20 Jahre untersucht und gefunden, dass es keine Studie gibt, die aufzeigt, dass die Grippeschutzimpfung irgendeinen Mortalitätsvorteil (sprich eine geringere Todesfallrate) aufweist. Ganz im Gegenteil haben sowohl die Grippeinfektionen als auch die Todesfälle bei den über 65-Jährigen zugenommen und nehmen auch noch weiterhin zu, je mehr Menschen sich gegen die Grippe impfen lassen (2).

Auch die Cochrane Database (eine pharmaunabhängige Einrichtung) kommt 2014 in einer Metaanalyse zu dem Schluss, dass Grippeimpfungen einen moderaten Einfluss auf Influenzasymptome und Krankheitstage haben. Auf Komplikationen wie Lungenentzündung und Ansteckungsgefahr scheinen sie überhaupt keine Auswirkung zu haben (3).

Aber Ihr Arzt sagt doch, dass Grippeimpfungen die Grippe verhindern können. Wie kann es sein, dass seine Aussage ganz anders ist als das, was Sie hier lesen. Um das zu erklären, brauchen wir einen kleinen Exkurs.

Wenn aus 1 Prozent 50 Prozent  werden:

1994 wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie veröffentlicht, an der 1838 Probanden über 60 Jahre teilnahmen, die entweder eine Grippeimpfung oder eine Kochsalzlösung injiziert bekamen. Das Fazit der Studie war, dass die Grippeimpfung zu einer 50 prozentigen Reduktion der Erkrankungshäufigkeit führte (4).

Na, das klingt doch super, und dann hat Ihr Arzt ja doch Recht, wenn er Ihnen eine Grippeschutzimpfung geben möchte. Aber halt! Gucken wir uns doch mal genau an, was bei der Studie herausgekommen ist.

  • 3 % der Kontrollgruppe erkrankten an der Grippe
  • 2 % der Impfgruppe erkrankten an der Grippe.

Also erkrankten erstens sowieso nur sehr wenige Menschen an der Grippe. Es bedeutet aber zweitens, die absolute Risikoredukion betrug nur 1 %. Ich würde sagen, dass ist nicht besonders beeindruckend. Wie sind die Autoren der Studie aber nun auf 50 % gekommen? Sie haben einfach ein bisschen mit Zahlen getrickst, und das geht so:

Anstatt geimpfte Probanden mit der Kontrollgruppe zu vergleichen, verglichen sie den Unterschied von 1 % in der Erkrankungshäufigkeit mit den Probanden, die geimpft worden waren und erhielten damit 1:2, was 50 Prozent entspricht. Sie haben sich noch nicht einmal mit dem relativen Risiko zufriedengegeben, wie es sonst gerne gemacht wird, denn da wären sie nur bei einer Risikoreduktion von 33,3 % gelandet (2:3). Was in diesem Artikel gemacht wird, ist also nicht nur falsch sondern schlichtweg unmoralisch. Aber es ist genau die Information, auf die Ihr Arzt sich stützt, wenn er Ihnen eine Grippeimfung empfiehlt. Ähnlich gehen Pharmaunternehmen auch vor, um ihre Medikamente effektiver erscheinen zu lassen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt (kein Organ für neueste medizinische Studien) gibt zu, dass der normale trivalente Grippeimpfstoff bei Risikopersonen, älteren Menschen und Kindern unter 8 Jahren eine bestenfalls moderate Wirksamkeit hat. Für Kinder unter 2 Jahren war er sogar nicht besser als ein Placebowirkstoff (5). Sie halten es für fraglich, ob die derzeit zugelassenen nicht adjuvantierten TIV in höherer Dosierung zur Grundimmunisierung immunologisch naiver Personen (also von Patienten, die noch keine vorherige Grippeschutzimpfung erhalten haben) geeignet sind. Es wird daher zur Anwendung von adjuvantierten trivalenten Influenzaimpfstoffen geraten. Diese beinhalten Hilfsmittel (Adjuvantien), die zu einem verstärkten Anspringen des Immunsystems führen sollen.

Squalen ist so ein Adjuvans. Es handelt sich dabei um eine natürlich in Tieren, Pflanzen und Menschen vorkommende Substanz. Sie wird in großen Mengen im gesamten Nervensystem und im Gehirn angetroffen. Tatsächlich ist Squalen ein nützliches Antioxidans, wenn es gegessen wird.

Wird Squalen aber als Adjuvans injiziert ist das eine ganz andere Geschichte. Experten berichten, dass durch die durch Squalen ausgelöste überschießende Immunantwort das Immunsystem getriggert wird, Squalen im gesamten Körper anzugreifen – auch wenn es für das Nervensystem lebenswichtig ist. Und tatsächlich hat sich gezeigt, dass Adjuvantien wie Squalen eine langanhaltende, unablässige Immunantwort hervorrufen kann.

Nebenwirkungen von Squalen:

Berühmt, berüchtigt wurde Squalen als wahrscheinlicher Verursacher des „Golfkriegsyndroms“. Vor dem Einsatz wurden amerikanische Soldaten mit squalenhaltigen Impfseren behandelt. Viele von ihnen litten hinterher an Symptomen wie: Chronische Müdigkeit und Schwäche, Hautausschlägen, chronische Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,  Haarausfall, Wundheilungsstörungen, schmerzhafte Schleimhautentzündungen, Benommenheit, epileptischen Anfällen, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Vergesslichkeit, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, erhöhter Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und neurologische Störungen. Auffällig war, dass nur bei Soldaten, die am Golfkriegsyndrom litten, Antikörper gegen Squalen im Blut nachgewiesen werden konnten, während dieses bei gesunden Soldaten nicht der Fall war (6).

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2000 kam zu dem Ergebnis, dass eine einzige Injektion von Squalen bei Ratten zu einer Arthritis führte – einer Autoimmunerkrankung (7).

Im Rahmen der breiten Anwendung der pandemischen H1N1-Impfstoffe kam es in Skandinavien und England zu einem bis zu 17-fachen Anstieg der Fälle von Narkolepsie bei 4- bis 18-Jährigen. Zurückgeführt wird dies auf das im Impfstoff enthaltene AS03 (8). Die Narkolepsie ist eine seltene, lebenslang andauernde neurologische Erkrankung, die zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt und  sich durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Betroffene können bis zu 20 Stunden am Tag schlafen und sind schwer erweckbar.

Im Allgemeinen wird behauptet, dass Grippeimpfungen gut verträglich sind und nur kurzfristige, leichte Nebenwirkungen haben (z. B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle). Die CDC (Centers for Disease Control) führen allerdings als Nebenwirkungen von Grippeimpfungen auch die folgenden Erkrankungen auf:

  • Erkrankungen des Blut- und lymphatischen Systems
  • Cellulitis ähnliche Reaktionen
  • Krämpfe
  • Allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie (lebensbedrohlich!)
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Guillain-Barre Syndrom (aufsteigende Lähmungen durch Schäden an den Myelinscheiden der Nerven).

Sie werden mir zustimmen, dass das alles nicht so wirklich toll klingt. Wir sind aber noch nicht am Ende. Grippeimpfstoffe enthalten nämlich noch ein paar andere wirklich unappetitliche Dinge.

Ein weiteres Adjuvans ist Thiomersal – eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Es besteht zur Hälfte aus Quecksilber und soll in der Konzentration, wie es in Impfstoffen verwendet wird, unschädlich sein. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelagentur sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Verbindung allergisch. Deutliche Symptome entwickelt jedoch nur jeder Zehnte dieser Gruppe. Tatsächlich ist Quecksilber eines der stärksten Gifte, das wir kennen, und es gibt keinen auch nur einigermaßen logischen Grund anzunehmen, dass es sicher ist, diesen Stoff intramuskulär zu injizieren sodass er in die Blutbahn gelangen kann. Aus Impfseren für Kinder wurde es auch inzwischen entfernt, aber in den Seren für Senioren ist es weiterhin vorhanden (z.B. Grippeimpfstoff Chiron). Das Natural News Forensic Food Lab testete 2014 den GKS Grippeimpfstoff Flulaval und fand dabei Quecksilberkonzentrationen in Höhe von 51000 ppb (9). Diese Konzentration ist 25000 mal höher als der von der FDA erlaubte Quecksilber Höchstwert für Trinkwasser von 2 ppb. Und dieses Quecksilber wird ja wie gesagt nicht oral aufgenommen, sodass der Körper noch eine Chance hätte es über Urin oder Fäces auszuscheiden.

Interessant finde ich die Gefahrenhinweise für Thiomersal (10):

 

Gefahr EG/1272/2008
       Piktogramme GHS06   GHS08   GHS09
       Gefahrenhinweise H300 Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310 Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330 Lebensgefahr bei Einatmen.
H373 ** Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

Und wir sollen jetzt ernsthaft glauben, dass dieses Zeug völlig ungefährlich ist? Lebensgefahr bei Hautkontakt, aber injizieren ist in Ordnung?!?

Es gibt zu Thiomersal keine Langzeitstudien am Menschen. In Tierversuchen an Ratten hat man herausgefunden, dass es nur zu einem geringen Grad über die Nieren ausgeschieden wird und sich zum größten Teil im Gehirn anreichert. Es wird immer wieder darüber diskutiert in wieweit Thiomersal für Autismus, ADHS aber auch Multiple Sklerose und Alzheimer verantwortlich ist (11). Whistleblower von den CDC behaupten, dass dementsprechende Hinweise in Untersuchungen von Lobbyisten der Pharmaindustrie sofort unterdrückt werden.

Nur kurz erwähnen möchte ich noch zwei weitere Komponenten, die häufig in Grippeimpfstoffen zu finden sind: Formaldehyd und Antibiotika.

Wie inzwischen bekannt ist, ist Formaldehyd krebserregend, und dazu müssen Sie es nicht in größeren Mengen aufnehmen (was Sie aber womöglich sowieso schon tun, wenn Sie die falschen Kosmetika verwenden). Zusammenhänge zwischen bei Kindern immer häufiger auftretenden Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebsfällen etc. und Formaldehyd in Impfungen werden nicht gesucht. Und selbst wenn man sie suchte, würden Spätfolgen dieser Art grundsätzlich nicht als Impfschäden anerkannt. Denn wer kann schon beweisen, dass die Impfungen aus der Kindheit Jahre später zu diesem oder jenem Gesundheitsproblem führten?

In Impfstoffen finden sich gelegentlich auch Rückstände von Antibiotika, wie zum Beispiel Gentamycin, Streptomycin oder auch Neomycin. Diese Antibiotika können schwere Schäden an Nieren und Gehör auslösen und dürfen auch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden. Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Nebenwirkungen an den Nieren und am Innenohr kommen. Zwar sind in Impfseren nur Spuren dieser Antibiotika vorhanden, trotzdem sollte man auch die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern im Auge behalten, die immer häufiger Schlagzeilen macht.

So, das ist jetzt ein sehr langer – aber wie ich finde- wichtiger Post geworden. Zum Abschluss möchte ich nur sagen: Ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen, sondern beuge lieber auf natürliche Weise vor mit Vitamin C und Vitamin D. Es gibt absolut keine Nebenwirkungen außer dass ich seit über 3 Jahren nicht einmal mehr eine Erkältung gehabt habe.

 

(1)Simonson, et al (2007). Lancet Infect Dis 7: 658-66

(2)Eurich, D. et al (2008). Am j Respir Crit Care Med 178: 527-33

(3)Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jul 7;(7):CD001269. doi: 10.1002/14651858.CD001269.pub4

(4)Govaert, M.E. et al (1994). J.A.M.A. 272: 1661-65.

(5)http://www.aerzteblatt.de/archiv/149561

(6)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014480099922955

(7)http://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)65077-8/abstract

(8)https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/narkolepsie/narkolepsie-studien-europa.html

(9)http://www.naturalnews.com/045418_flu_shots_influenza_vaccines_mercury.html

(10)https://www.chemie.uni-hamburg.de/claks/gefahrstoffe/54-64-8.htm

(11)http://www.prnewswire.com/news-releases/new-study-verifies-mercury-in-flu-shots-is-toxic-118432874.html

 

Veganismus – das Geschäft mit dem schlechten Gewissen

vegan-1343429_1920Veganer sind die besseren Menschen, denn sie sind um das Tierwohl bemüht und tragen mit ihrer Ernährung zum Erhalt unseres Planeten bei. Das ist es jedenfalls, was uns die vegane Propaganda weismachen möchte. Wie sieht es aber tatsächlich aus mit der veganen Ernährung. Ist sie ökologisch so viel verträglicher als eine Ernährung, die tierische Produkte beinhaltet?

In der Realität sieht es so aus, dass ca. 2/3 der Landfläche der Welt nicht für den Obst- und Gemüseanbau geeignet sind. Sie können auf Savannen keine Salatköpfe ziehen. Es ist aber wohl möglich, dort Tiere weiden zu lassen. Würde das Land nicht als Weideland genutzt, dann könnte es gar nicht genutzt werden und würde veröden. Denn wie so vieles auf der Welt besteht auch zwischen Bodengesundheit und Tieren ein Kreislauf. Die Tiere brauchen den Boden und was auf ihm wächst für ihre Ernährung, und der Boden braucht die Tiere, damit er mit Mineralstoffen und Dünger versorgt wird.

Weidetiere machen mit ihren Hufen kleine Eindellungen in den Boden, die das Wasser halten. Wenn sie Gras fressen, regt dies neues Wachstum an. Die Tiere verdauen das Gras und scheiden die Reste als Dünger aus, der mit Mikroben versetzt ist, die für ein gutes Bodenklima sorgen. Das hält den Boden gesund. Weidetiere sequestrieren Kohlenstoff in den Boden daraus ergibt sich eine positive Kohlenstoffbilanz (und nicht etwa die negative, die bei Massentierhaltung auftritt). In einer Studie wurde gezeigt, dass sich durch Ackerbau ausgelaugte Böden, die dann als Weideflächen intensiv genutzt wurden, sehr schnell wieder erholten und schon nach drei Jahren wieder eine sehr viel höhere Nährstoffdichte aufwiesen (1). Wir halten also fest: Weidetiere verbessern den Boden und wirken einer Verödung entgegen, Gemüseanbau laugt den Boden aus.

In einer Studie, die die Nachhaltigkeit von 10 verschiedenen Ernährungs-formen untersuchte, schnitt die vegane Diät schlechter ab als Lacto-Ovo-Vegetarier und zwei verschiedene omnivore Ernährungsformen (2). Zu diesem Ergebnis kam es, da bei einer veganen Ernährungsform weite Teile des Landes einfach ungenutzt bleiben, die ansonsten für die Erzeugung tierischer Nahrungsmittel genutzt werden könnten, die zudem noch einen höheren Nährwert haben (vor allem, wenn alle Teile des Tieres gegessen werden).

Ich möchte hier ganz klar sagen, dass diese Auswirkungen natürlich nicht zum Tragen kommen, wenn man sich die Massentierhaltung ansieht, in der die Tiere mit Getreide und Soja gefüttert werden, die extra für sie angebaut werden müssen. Ich lehne es auch ab, Fleisch von Tieren zu essen, die ihr (kurzes) Leben lang nur gequält wurden, und die mit Hormonen und Antibiotika vollgepumpt werden, damit sie möglichst viel Fett ansetzen. Diese Tier-KZs müssen abgeschafft werden!

Aber zurück zum Thema. Peta klärt uns auf, dass die Erzeugung von 1 kg Fleisch 4000 l Wasser verbraucht, während die gleiche Menge Wasser dazu genutzt werden könnte, 12 kg Weizen zu ernten (3). Das hört sich erstmal unerhört an, schließlich müssen wir die gesamte Weltbevölkerung satt kriegen. Man muss aber dabei bedenken, dass es sich hier um virtuelles Wasser handelt, also nicht nur das Wasser, dass aus dem Wasser-hahn kommt sondern auch Regenwasser, das sowieso auf den Boden fällt. Es wird übrigens geschätzt, dass bei Weidetieren das kg Fleisch 1750 l Wasser verbraucht, nämlich die Wassermenge, die das Tier tatsächlich trinkt. Und dann mal ganz ehrlich: 1 kg Steak gegen 12 kg Weizen? Wie sieht es denn da mit der Nährstoffdichte aus, mit Antinährstoffen und der Verdaulichkeit der Proteine, mit essentiellen Vitaminen wie Vitamin B12 (jawohl Veganismus führt zu B12-Mangel)? Und treiben wir das Spiel doch mal ein bisschen weiter: Hat mal jemand ausgerechnet, was so ein Tofuburger und all die anderen Sojaprodukte zu unserem ökologischen Disaster beitragen? Konsequenterweise dürften Veganer auch kein Soja essen, denn durch die Abholzung der Regenwälder sterben Millionen Tiere.

Apropos tote Tiere. In Soja- und Getreidefeldern lebende Tiere werden von den Landmaschinen bei der Ernte zerschreddert (ja, auch die niedlichen Kaninchen). Durch Pestizide sterben Bienen und andere Insekten und damit auch die Vögel, die sich von ihnen ernähren. Mal ehrlich: Tod ist Tod, ob selbst hervorgerufen (durch Schlachten) oder zufällig. Es gibt einfach keine Ernährung, die unsere Tiere nicht beeinflusst.

Was ich wirklich bitter finde, ist, dass die Nahrungsmittelindustrie diesen Trend hemmungslos ausnutzt und in Werbekampagnen Veganismus als eine gesunde Ernährung hinstellt, die wesentlich gesünder als omnivore Ernährungsformen ist. Die Absicht dahinter ist nur allzu durchschaubar: Vegane Produkte sind solche, die extrem billig produziert werden können, aber einen gewaltigen Gewinn für die Hersteller abwerfen.

Hier die Zutatenliste eines Tofuburgers:

Zutaten:
Trinkwasser, Sojaproteinkonzentrat (22 %), Rapsöl, Weizengluten, Aroma, Kochsalz, Verdickungsmittel: Methylcellulose, Sojaproteinisolat (1 %), Gewürze, Malzextrakt

Allergiehinweise:
Das Produkt enthält glutenhaltiges Getreide (Weizen), Soja und Sojaerzeugnisse.

Glauben Sie ernsthaft, das soetwas Bestandteil einer gesunden Ernährung sein kann?  Haben Sie sich schonmal gefragt, warum wir so eine starke Zunahme an Nahrungsmittelallergien haben. Oder ist Ihnen vielleicht noch gar nicht aufgefallen, dass Allergien auf dem Vormarsch sind? Und noch ein Tipp: Nahrungsmittelallergien treten auf, wenn der Darm durchlässig wird (sog. Leaky Gut). Gluten und Soja stehen ganz oben auf der Liste, der Nahrungsmittel, die zu dieser Durchlässigkeit führen. Denken Sie mal darüber nach…

 

(1)http://www.nature.com/articles/ncomms7995

(2)https://www.elementascience.org/articles/116

(3)http://www.peta.de/weltwassertag#.WBS4GfmLTIU