12 Gründe warum Sie einen leckenden Darm haben könnten

Jede Krankheit beginnt im Darm (Hippocrates)

darmHippocrates hatte Recht, der Darm ist das Tor zur Gesundheit. Wenn Ihr Darm gesund ist, haben Sie gute Chancen auch sonst gesund zu sein.

Heute möchte ich mich mit einem Syndrom beschäftigen, dass unter dem Namen „Leaky Gut“ zusammengefasst wird, und das vielen Menschen eine Menge Ärger bereitet, ohne dass sie überhaupt wissen, dass sie es haben.

Leaky gut, oder in medizinischem Hochdeutsch vermehrte intestinale Permeabilität (= vermehrte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut), ist ein Syndrom, das viele Mediziner für einen Mythos halten. Das verwundert schon sehr, denn eine PubMed Suche ergibt 5119 Ergebnisse für Studien, die nachweisen, dass dieses Syndrom nicht nur absolut real ist, sondern dass es auch vielfältige Auswirkung auf unsere Gesundheit hat.

Im Normalfall lässt die Darmschleimhaut nur sehr kleine Moleküle durch, um lebenswichtige Nährstoffe aufzunehmen. Tatsächlich ist die Regulierung der Durchlässigkeit der Darmschleimhaut eine der wichtigsten Aufgaben der Darmwandzellen. Diese Regulierung erfolgt über sogenannte Tight Junctions, das sind Verbindungen der Epithelzellen der Darmschleimhaut, die eine Barrierefunktion ausüben. Die Tight Junctions werden durch ein Protein namens Zonulin reguliert. Wird Zonulin aktiviert, öfnnen sich die Tight Junctions.

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Durch die Öffnung der Tight Junctions folgt, wie man sich nicht schwer vorstellen kann, eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand, also ein Leaky Gut. Wenn der Darm durchlässig ist, gelangen Dinge in den Blutstrom, die dort eigentlich nicht hingehören. Das sind zum Beispiel Giftstoffe, Mikroben, unverdaute Nahrungsmittel und alles, was sich sonst noch so in Ihrem Darm tummelt. Ihr Immunsystem erkennt nun diese „Eindringlinge“ als Krankheitserreger und greift sie an. Handelt es sich bei diesen „Eindringlingen“ zum Beispiel um unverdaute Nahrungsmittel, dann werden Sie nach einiger Zeit eine Allergie auf diese Nahrungsmittel entwickeln. Und wenn Sie dann statt der betroffenen Nahrungsmittel etwas anderes essen, gelangt dies ebenfalls unverdaut in Ihren Blutstrom, und dann weiten sich die Nahrungsmittelallergien aus. So einfach ist das!

Im Lauf der Jahre entwickeln sich aufgrund des durchlässigen Darms dann ernsthafte Beschwerden. So werden besonders die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht. Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Erkrankungen gelten als unheilbar. Wenn man die Ursache versteht, sind sie aber tatsächlich gut zu behandeln.

Was verursacht einen Leaky Gut?

Die Hauptschuldigen sind Nahrungsmittel, Infektionen und Toxine

  1. Gluten: Ist der Nahrungsbestandteil, der mit Abstand am häufigsten einen Leaky Gut auslöst. Das Gliadin Molekül führt zu einer Freisetzung von Zonulin und damit wie oben erklärt zu einer Öffnung der Tight Junctions. Eine 2006 erschienene Studie zeigt auf, dass dieser Effekt nicht nur bei Zöliakie Patienten auftritt, sondern auch bei einer gesunden Kontrollgruppe (1). Also in anderen Worten, Gluten löst – zumindest vorübergehend – bei jedem Menschen einen Leaky Gut aus.
  2. Lectine und Phytate: Sie kommen ebenfalls in Getreide aber auch in Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Es handelt sich um Antinährstoffe, die die Nährstoffaufnahme verhindern, sich an die Darmschleimhaut anheften und zu Entzündungen führen. Durch richtige Zubereitung können diese Stoffe zum Teil inaktiviert werden. Wenn Sie Nahrungsmittel konsumieren, die diese Substanzen enthalten, so sollten Sie sie auf jeden Fall einweichen und ankeimen oder fermentieren, um den Schaden für die Darmschleimhaut möglichst gering zu halten.
  3. Milchprodukte: Das Milchprotein Casein weist eine große strukturelle Ähnlichkeit zu Gluten auf und kann vom Immunsystem fälschlicherweise mit diesem verwechselt werden. Dies gilt insbesondere für das in Kuhmilch größtenteils vorkommende A1-Casein (2). Das A2-Casein aus Ziegen- oder Schafmilch und einigen Kuhrassen schneidet besser ab.
  4. Alkohol: Schon Alkohol in Maßen (wie auch immer man das definiert) stört die Zonulinproduktion und verändert die Integrität der Darmschleimhaut. Dies führt zu einer Schwächung der Tight Junctions (3).
  5. Zucker: Darf in dieser Sammlung natürlich nicht fehlen. Zucker richtet im gesamten Körper Schaden an, aber vor allem im Darm. Zucker sorgt für vermehrtes Wachstum von Hefen, Pilzen und schlechten Bakterien, die den Darm schädigen.
  6. Infektionen: Die häufigsten infektiösen Ursachen sind Candidabefall, Darmparasiten und eine bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO = Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Sie alle verursachen schwere Schäden in der Darmschleimhaut.
  7. Antibiotika: Längerfristige oder häufige Anwendung von Antibiotika kann sich schädlich auf die Darmflora auswirken, denn Antibiotika unterscheiden nicht zwischen guten und schlechten Bakterien sondern töten einfach alle ab. Dies kann dazu führen, dass die schlechten Bakterien die Oberhand gewinnen und es im Darm zu Entzündungen kommt. Um dies zu verhindern sollten Sie, wenn Sie Antibiotika wirklich einnehmen müssen, immer auch Probiotika einnehmen.
  8. NSAR: Nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Diclofenac sind häufig verwendete Schmerzmittel, die auch entzündungshemmend wirken. Sie sind jedoch schwer abzubauen, irritieren den Dünndarm und führen so zum Leaky Gut. Dieser Effekt tritt bei längerer Anwendung von NSAR auf (4). Unter Aspirin tritt keine erhöhte Permeabilität auf.
  9. Antazida: Medikamente, die die Magensäure hemmen und bei Sodbrennen und Reflux eingesetzt werden. Diese führen bei Langzeitanwendung häufig zu SIBO und Darmentzündungen. Beides Ursachen für einen Leaky Gut.
  10. Steroide: Wie zum Beispiel Prednisolon werden bei chronischen Entzündungen und Schmerzen verschrieben, um die Entzündungsreaktion im Körper abzuschwächen. Gleichzeitig erhöhen sie jedoch den Cortisolspiegel, was zu einer Schädigung der Darmwand führt.
  11. Stress: Chronischer Stress beeinflusst die Darmgesundheit (5). Genau wie bei der Einnahme von Steroiden kommt es auch hierbei zu einer Erhöhung der Cortisolkonzentration. Außerdem schwächt Stress das Immunsystem.
  12. Toxine: Umweltgifte wie zum Beispiel Quecksilber, Pestizide und BPA aus Plastik verursachen Entzündungen im Darm und öffnen die Tight Junctions. Leiden Sie außerdem noch unter Verstopfung, so haben die Toxine noch mehr Zeit ihre schädliche Wirkung zu entfalten.

Wie Sie sehen, führen viele ganz alltägliche Dinge zu einer erhöhten Durchglässigkeit im Darm. Es macht Sinn, gerade bei Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien, Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse), Rheumatoider Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen, Typ I Diabetes, aber auch bei Schizophrenie und Autismus einen sehr genauen Blick auf den Darm zu werfen. Ein Großteil dieser Erkrankungen ist mit einer Darmsanierung zumindest deutlich zu Verbessern, wenn nicht sogar heilbar.

 

(1)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16635908

(2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17666771

(3)http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0107421

(4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3780475

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22314561

Grippeimpfung – überflüssig und gefährlich

vaccination-1215279_1920Es ist wieder diese Zeit des Jahres, wo Haus- und Kinderärzte ganz unruhig werden, und ihren Patienten ans Herz legen, sich doch auf jeden Fall gegen die Grippe impfen zu lassen, damit sie im besten Fall überhaupt nicht erkranken und wenn sie erkranken, sie wenigstens um die teilweise tödlichen Komplikationen herumkommen. Wenn man ihren Aussagen glauben darf, dann ist die Grippeimpfung das einzige Mittel, das kleine Kinder und Senioren eine Grippeepidemie überleben lässt.

Aber ist das tatsächlich so?

Zunächst einmal muss man wissen, dass Grippeviren sich sehr schnell verändern. Die WHO muss aber schon im Frühjahr festlegen, wie der Grippeimpfstoff für den Herbst zusammengesetzt sein soll, denn sonst kommt die Pharmaindustrie mit der Produktion nicht mehr hinterher. Mit etwas Pech enthält dieser Impfstoff also Stämme, die zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell sind.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem.

Im Lancet (keine so ganz unbekannte Medizinische Zeitschrift) stand 2007, dass „kürzlich durchgeführte Mortalitätsuntersuchungen (also Untersuchungen zu tödlich verlaufenden Erkrankungen) keinen Rückgang bei Grippetodesfällen seit 1980 nachweisen konnten, obwohl die Impfraten von 15 % auf 65 % gestiegen waren“ (1). Das ist ja schade, denn gerade die Todesfälle sollen durch die Impfung ja vermieden werden.

In einem weiteren Artikel im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, der 2008 erschienen ist, wurden Statistiken der letzten 20 Jahre untersucht und gefunden, dass es keine Studie gibt, die aufzeigt, dass die Grippeschutzimpfung irgendeinen Mortalitätsvorteil (sprich eine geringere Todesfallrate) aufweist. Ganz im Gegenteil haben sowohl die Grippeinfektionen als auch die Todesfälle bei den über 65-Jährigen zugenommen und nehmen auch noch weiterhin zu, je mehr Menschen sich gegen die Grippe impfen lassen (2).

Auch die Cochrane Database (eine pharmaunabhängige Einrichtung) kommt 2014 in einer Metaanalyse zu dem Schluss, dass Grippeimpfungen einen moderaten Einfluss auf Influenzasymptome und Krankheitstage haben. Auf Komplikationen wie Lungenentzündung und Ansteckungsgefahr scheinen sie überhaupt keine Auswirkung zu haben (3).

Aber Ihr Arzt sagt doch, dass Grippeimpfungen die Grippe verhindern können. Wie kann es sein, dass seine Aussage ganz anders ist als das, was Sie hier lesen. Um das zu erklären, brauchen wir einen kleinen Exkurs.

Wenn aus 1 Prozent 50 Prozent  werden:

1994 wurde im Journal of the American Medical Association eine Studie veröffentlicht, an der 1838 Probanden über 60 Jahre teilnahmen, die entweder eine Grippeimpfung oder eine Kochsalzlösung injiziert bekamen. Das Fazit der Studie war, dass die Grippeimpfung zu einer 50 prozentigen Reduktion der Erkrankungshäufigkeit führte (4).

Na, das klingt doch super, und dann hat Ihr Arzt ja doch Recht, wenn er Ihnen eine Grippeschutzimpfung geben möchte. Aber halt! Gucken wir uns doch mal genau an, was bei der Studie herausgekommen ist.

  • 3 % der Kontrollgruppe erkrankten an der Grippe
  • 2 % der Impfgruppe erkrankten an der Grippe.

Also erkrankten erstens sowieso nur sehr wenige Menschen an der Grippe. Es bedeutet aber zweitens, die absolute Risikoredukion betrug nur 1 %. Ich würde sagen, dass ist nicht besonders beeindruckend. Wie sind die Autoren der Studie aber nun auf 50 % gekommen? Sie haben einfach ein bisschen mit Zahlen getrickst, und das geht so:

Anstatt geimpfte Probanden mit der Kontrollgruppe zu vergleichen, verglichen sie den Unterschied von 1 % in der Erkrankungshäufigkeit mit den Probanden, die geimpft worden waren und erhielten damit 1:2, was 50 Prozent entspricht. Sie haben sich noch nicht einmal mit dem relativen Risiko zufriedengegeben, wie es sonst gerne gemacht wird, denn da wären sie nur bei einer Risikoreduktion von 33,3 % gelandet (2:3). Was in diesem Artikel gemacht wird, ist also nicht nur falsch sondern schlichtweg unmoralisch. Aber es ist genau die Information, auf die Ihr Arzt sich stützt, wenn er Ihnen eine Grippeimfung empfiehlt. Ähnlich gehen Pharmaunternehmen auch vor, um ihre Medikamente effektiver erscheinen zu lassen.

Selbst das Deutsche Ärzteblatt (kein Organ für neueste medizinische Studien) gibt zu, dass der normale trivalente Grippeimpfstoff bei Risikopersonen, älteren Menschen und Kindern unter 8 Jahren eine bestenfalls moderate Wirksamkeit hat. Für Kinder unter 2 Jahren war er sogar nicht besser als ein Placebowirkstoff (5). Sie halten es für fraglich, ob die derzeit zugelassenen nicht adjuvantierten TIV in höherer Dosierung zur Grundimmunisierung immunologisch naiver Personen (also von Patienten, die noch keine vorherige Grippeschutzimpfung erhalten haben) geeignet sind. Es wird daher zur Anwendung von adjuvantierten trivalenten Influenzaimpfstoffen geraten. Diese beinhalten Hilfsmittel (Adjuvantien), die zu einem verstärkten Anspringen des Immunsystems führen sollen.

Squalen ist so ein Adjuvans. Es handelt sich dabei um eine natürlich in Tieren, Pflanzen und Menschen vorkommende Substanz. Sie wird in großen Mengen im gesamten Nervensystem und im Gehirn angetroffen. Tatsächlich ist Squalen ein nützliches Antioxidans, wenn es gegessen wird.

Wird Squalen aber als Adjuvans injiziert ist das eine ganz andere Geschichte. Experten berichten, dass durch die durch Squalen ausgelöste überschießende Immunantwort das Immunsystem getriggert wird, Squalen im gesamten Körper anzugreifen – auch wenn es für das Nervensystem lebenswichtig ist. Und tatsächlich hat sich gezeigt, dass Adjuvantien wie Squalen eine langanhaltende, unablässige Immunantwort hervorrufen kann.

Nebenwirkungen von Squalen:

Berühmt, berüchtigt wurde Squalen als wahrscheinlicher Verursacher des „Golfkriegsyndroms“. Vor dem Einsatz wurden amerikanische Soldaten mit squalenhaltigen Impfseren behandelt. Viele von ihnen litten hinterher an Symptomen wie: Chronische Müdigkeit und Schwäche, Hautausschlägen, chronische Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen,  Haarausfall, Wundheilungsstörungen, schmerzhafte Schleimhautentzündungen, Benommenheit, epileptischen Anfällen, Blutarmut, Lymphknotenschwellungen, Durchfall, Vergesslichkeit, autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen, erhöhter Empfänglichkeit für Autoimmunerkrankungen, Umweltgifte und neurologische Störungen. Auffällig war, dass nur bei Soldaten, die am Golfkriegsyndrom litten, Antikörper gegen Squalen im Blut nachgewiesen werden konnten, während dieses bei gesunden Soldaten nicht der Fall war (6).

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2000 kam zu dem Ergebnis, dass eine einzige Injektion von Squalen bei Ratten zu einer Arthritis führte – einer Autoimmunerkrankung (7).

Im Rahmen der breiten Anwendung der pandemischen H1N1-Impfstoffe kam es in Skandinavien und England zu einem bis zu 17-fachen Anstieg der Fälle von Narkolepsie bei 4- bis 18-Jährigen. Zurückgeführt wird dies auf das im Impfstoff enthaltene AS03 (8). Die Narkolepsie ist eine seltene, lebenslang andauernde neurologische Erkrankung, die zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus führt und  sich durch eine übermäßige Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Betroffene können bis zu 20 Stunden am Tag schlafen und sind schwer erweckbar.

Im Allgemeinen wird behauptet, dass Grippeimpfungen gut verträglich sind und nur kurzfristige, leichte Nebenwirkungen haben (z. B. Rötung und Schwellung der Einstichstelle). Die CDC (Centers for Disease Control) führen allerdings als Nebenwirkungen von Grippeimpfungen auch die folgenden Erkrankungen auf:

  • Erkrankungen des Blut- und lymphatischen Systems
  • Cellulitis ähnliche Reaktionen
  • Krämpfe
  • Allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie (lebensbedrohlich!)
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Guillain-Barre Syndrom (aufsteigende Lähmungen durch Schäden an den Myelinscheiden der Nerven).

Sie werden mir zustimmen, dass das alles nicht so wirklich toll klingt. Wir sind aber noch nicht am Ende. Grippeimpfstoffe enthalten nämlich noch ein paar andere wirklich unappetitliche Dinge.

Ein weiteres Adjuvans ist Thiomersal – eine Quecksilberverbindung, die als Konservierungsmittel eingesetzt wird. Es besteht zur Hälfte aus Quecksilber und soll in der Konzentration, wie es in Impfstoffen verwendet wird, unschädlich sein. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelagentur sind bis zu fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Verbindung allergisch. Deutliche Symptome entwickelt jedoch nur jeder Zehnte dieser Gruppe. Tatsächlich ist Quecksilber eines der stärksten Gifte, das wir kennen, und es gibt keinen auch nur einigermaßen logischen Grund anzunehmen, dass es sicher ist, diesen Stoff intramuskulär zu injizieren sodass er in die Blutbahn gelangen kann. Aus Impfseren für Kinder wurde es auch inzwischen entfernt, aber in den Seren für Senioren ist es weiterhin vorhanden (z.B. Grippeimpfstoff Chiron). Das Natural News Forensic Food Lab testete 2014 den GKS Grippeimpfstoff Flulaval und fand dabei Quecksilberkonzentrationen in Höhe von 51000 ppb (9). Diese Konzentration ist 25000 mal höher als der von der FDA erlaubte Quecksilber Höchstwert für Trinkwasser von 2 ppb. Und dieses Quecksilber wird ja wie gesagt nicht oral aufgenommen, sodass der Körper noch eine Chance hätte es über Urin oder Fäces auszuscheiden.

Interessant finde ich die Gefahrenhinweise für Thiomersal (10):

 

Gefahr EG/1272/2008
       Piktogramme GHS06   GHS08   GHS09
       Gefahrenhinweise H300 Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310 Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330 Lebensgefahr bei Einatmen.
H373 ** Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

 

Und wir sollen jetzt ernsthaft glauben, dass dieses Zeug völlig ungefährlich ist? Lebensgefahr bei Hautkontakt, aber injizieren ist in Ordnung?!?

Es gibt zu Thiomersal keine Langzeitstudien am Menschen. In Tierversuchen an Ratten hat man herausgefunden, dass es nur zu einem geringen Grad über die Nieren ausgeschieden wird und sich zum größten Teil im Gehirn anreichert. Es wird immer wieder darüber diskutiert in wieweit Thiomersal für Autismus, ADHS aber auch Multiple Sklerose und Alzheimer verantwortlich ist (11). Whistleblower von den CDC behaupten, dass dementsprechende Hinweise in Untersuchungen von Lobbyisten der Pharmaindustrie sofort unterdrückt werden.

Nur kurz erwähnen möchte ich noch zwei weitere Komponenten, die häufig in Grippeimpfstoffen zu finden sind: Formaldehyd und Antibiotika.

Wie inzwischen bekannt ist, ist Formaldehyd krebserregend, und dazu müssen Sie es nicht in größeren Mengen aufnehmen (was Sie aber womöglich sowieso schon tun, wenn Sie die falschen Kosmetika verwenden). Zusammenhänge zwischen bei Kindern immer häufiger auftretenden Allergien, Autoimmunerkrankungen, Krebsfällen etc. und Formaldehyd in Impfungen werden nicht gesucht. Und selbst wenn man sie suchte, würden Spätfolgen dieser Art grundsätzlich nicht als Impfschäden anerkannt. Denn wer kann schon beweisen, dass die Impfungen aus der Kindheit Jahre später zu diesem oder jenem Gesundheitsproblem führten?

In Impfstoffen finden sich gelegentlich auch Rückstände von Antibiotika, wie zum Beispiel Gentamycin, Streptomycin oder auch Neomycin. Diese Antibiotika können schwere Schäden an Nieren und Gehör auslösen und dürfen auch nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit gegeben werden. Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Nebenwirkungen an den Nieren und am Innenohr kommen. Zwar sind in Impfseren nur Spuren dieser Antibiotika vorhanden, trotzdem sollte man auch die Resistenzentwicklung von Krankheitserregern im Auge behalten, die immer häufiger Schlagzeilen macht.

So, das ist jetzt ein sehr langer – aber wie ich finde- wichtiger Post geworden. Zum Abschluss möchte ich nur sagen: Ich lasse mich nicht gegen Grippe impfen, sondern beuge lieber auf natürliche Weise vor mit Vitamin C und Vitamin D. Es gibt absolut keine Nebenwirkungen außer dass ich seit über 3 Jahren nicht einmal mehr eine Erkältung gehabt habe.

 

(1)Simonson, et al (2007). Lancet Infect Dis 7: 658-66

(2)Eurich, D. et al (2008). Am j Respir Crit Care Med 178: 527-33

(3)Cochrane Database Syst Rev. 2010 Jul 7;(7):CD001269. doi: 10.1002/14651858.CD001269.pub4

(4)Govaert, M.E. et al (1994). J.A.M.A. 272: 1661-65.

(5)http://www.aerzteblatt.de/archiv/149561

(6)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0014480099922955

(7)http://ajp.amjpathol.org/article/S0002-9440(10)65077-8/abstract

(8)https://www.pei.de/DE/arzneimittelsicherheit-vigilanz/archiv-sicherheitsinformationen/narkolepsie/narkolepsie-studien-europa.html

(9)http://www.naturalnews.com/045418_flu_shots_influenza_vaccines_mercury.html

(10)https://www.chemie.uni-hamburg.de/claks/gefahrstoffe/54-64-8.htm

(11)http://www.prnewswire.com/news-releases/new-study-verifies-mercury-in-flu-shots-is-toxic-118432874.html

 

Veganismus – das Geschäft mit dem schlechten Gewissen

vegan-1343429_1920Veganer sind die besseren Menschen, denn sie sind um das Tierwohl bemüht und tragen mit ihrer Ernährung zum Erhalt unseres Planeten bei. Das ist es jedenfalls, was uns die vegane Propaganda weismachen möchte. Wie sieht es aber tatsächlich aus mit der veganen Ernährung. Ist sie ökologisch so viel verträglicher als eine Ernährung, die tierische Produkte beinhaltet?

In der Realität sieht es so aus, dass ca. 2/3 der Landfläche der Welt nicht für den Obst- und Gemüseanbau geeignet sind. Sie können auf Savannen keine Salatköpfe ziehen. Es ist aber wohl möglich, dort Tiere weiden zu lassen. Würde das Land nicht als Weideland genutzt, dann könnte es gar nicht genutzt werden und würde veröden. Denn wie so vieles auf der Welt besteht auch zwischen Bodengesundheit und Tieren ein Kreislauf. Die Tiere brauchen den Boden und was auf ihm wächst für ihre Ernährung, und der Boden braucht die Tiere, damit er mit Mineralstoffen und Dünger versorgt wird.

Weidetiere machen mit ihren Hufen kleine Eindellungen in den Boden, die das Wasser halten. Wenn sie Gras fressen, regt dies neues Wachstum an. Die Tiere verdauen das Gras und scheiden die Reste als Dünger aus, der mit Mikroben versetzt ist, die für ein gutes Bodenklima sorgen. Das hält den Boden gesund. Weidetiere sequestrieren Kohlenstoff in den Boden daraus ergibt sich eine positive Kohlenstoffbilanz (und nicht etwa die negative, die bei Massentierhaltung auftritt). In einer Studie wurde gezeigt, dass sich durch Ackerbau ausgelaugte Böden, die dann als Weideflächen intensiv genutzt wurden, sehr schnell wieder erholten und schon nach drei Jahren wieder eine sehr viel höhere Nährstoffdichte aufwiesen (1). Wir halten also fest: Weidetiere verbessern den Boden und wirken einer Verödung entgegen, Gemüseanbau laugt den Boden aus.

In einer Studie, die die Nachhaltigkeit von 10 verschiedenen Ernährungs-formen untersuchte, schnitt die vegane Diät schlechter ab als Lacto-Ovo-Vegetarier und zwei verschiedene omnivore Ernährungsformen (2). Zu diesem Ergebnis kam es, da bei einer veganen Ernährungsform weite Teile des Landes einfach ungenutzt bleiben, die ansonsten für die Erzeugung tierischer Nahrungsmittel genutzt werden könnten, die zudem noch einen höheren Nährwert haben (vor allem, wenn alle Teile des Tieres gegessen werden).

Ich möchte hier ganz klar sagen, dass diese Auswirkungen natürlich nicht zum Tragen kommen, wenn man sich die Massentierhaltung ansieht, in der die Tiere mit Getreide und Soja gefüttert werden, die extra für sie angebaut werden müssen. Ich lehne es auch ab, Fleisch von Tieren zu essen, die ihr (kurzes) Leben lang nur gequält wurden, und die mit Hormonen und Antibiotika vollgepumpt werden, damit sie möglichst viel Fett ansetzen. Diese Tier-KZs müssen abgeschafft werden!

Aber zurück zum Thema. Peta klärt uns auf, dass die Erzeugung von 1 kg Fleisch 4000 l Wasser verbraucht, während die gleiche Menge Wasser dazu genutzt werden könnte, 12 kg Weizen zu ernten (3). Das hört sich erstmal unerhört an, schließlich müssen wir die gesamte Weltbevölkerung satt kriegen. Man muss aber dabei bedenken, dass es sich hier um virtuelles Wasser handelt, also nicht nur das Wasser, dass aus dem Wasser-hahn kommt sondern auch Regenwasser, das sowieso auf den Boden fällt. Es wird übrigens geschätzt, dass bei Weidetieren das kg Fleisch 1750 l Wasser verbraucht, nämlich die Wassermenge, die das Tier tatsächlich trinkt. Und dann mal ganz ehrlich: 1 kg Steak gegen 12 kg Weizen? Wie sieht es denn da mit der Nährstoffdichte aus, mit Antinährstoffen und der Verdaulichkeit der Proteine, mit essentiellen Vitaminen wie Vitamin B12 (jawohl Veganismus führt zu B12-Mangel)? Und treiben wir das Spiel doch mal ein bisschen weiter: Hat mal jemand ausgerechnet, was so ein Tofuburger und all die anderen Sojaprodukte zu unserem ökologischen Disaster beitragen? Konsequenterweise dürften Veganer auch kein Soja essen, denn durch die Abholzung der Regenwälder sterben Millionen Tiere.

Apropos tote Tiere. In Soja- und Getreidefeldern lebende Tiere werden von den Landmaschinen bei der Ernte zerschreddert (ja, auch die niedlichen Kaninchen). Durch Pestizide sterben Bienen und andere Insekten und damit auch die Vögel, die sich von ihnen ernähren. Mal ehrlich: Tod ist Tod, ob selbst hervorgerufen (durch Schlachten) oder zufällig. Es gibt einfach keine Ernährung, die unsere Tiere nicht beeinflusst.

Was ich wirklich bitter finde, ist, dass die Nahrungsmittelindustrie diesen Trend hemmungslos ausnutzt und in Werbekampagnen Veganismus als eine gesunde Ernährung hinstellt, die wesentlich gesünder als omnivore Ernährungsformen ist. Die Absicht dahinter ist nur allzu durchschaubar: Vegane Produkte sind solche, die extrem billig produziert werden können, aber einen gewaltigen Gewinn für die Hersteller abwerfen.

Hier die Zutatenliste eines Tofuburgers:

Zutaten:
Trinkwasser, Sojaproteinkonzentrat (22 %), Rapsöl, Weizengluten, Aroma, Kochsalz, Verdickungsmittel: Methylcellulose, Sojaproteinisolat (1 %), Gewürze, Malzextrakt

Allergiehinweise:
Das Produkt enthält glutenhaltiges Getreide (Weizen), Soja und Sojaerzeugnisse.

Glauben Sie ernsthaft, das soetwas Bestandteil einer gesunden Ernährung sein kann?  Haben Sie sich schonmal gefragt, warum wir so eine starke Zunahme an Nahrungsmittelallergien haben. Oder ist Ihnen vielleicht noch gar nicht aufgefallen, dass Allergien auf dem Vormarsch sind? Und noch ein Tipp: Nahrungsmittelallergien treten auf, wenn der Darm durchlässig wird (sog. Leaky Gut). Gluten und Soja stehen ganz oben auf der Liste, der Nahrungsmittel, die zu dieser Durchlässigkeit führen. Denken Sie mal darüber nach…

 

(1)http://www.nature.com/articles/ncomms7995

(2)https://www.elementascience.org/articles/116

(3)http://www.peta.de/weltwassertag#.WBS4GfmLTIU

Grüne Smoothies – so gesund! Oder etwa doch nicht?

green-422995Sicher haben Sie schon mitbekommen, dass Grüne Smoothies der absolute Renner sind. Die sind ja so gesund! Da ist Grünkohl drin und Spinat oder Superfrüchte wie Acerolabeeren. Und wir alle haben gehört, dass wir fünf Portionen Gemüse und Obst pro Tag essen sollen. Da kommt so ein Smoothie doch gerade recht – viel Obst und Gemüse und wenig Volumen. Viel einfacher als das Ganze auch noch kauen zu müssen…

Aber vielleicht hat die Nahrungsmittelindustrie auch den Hype nur ausgenutzt, um uns wieder einmal an der Nase herumzuführen. Sehen wir uns die Sache doch einmal an.

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Hier haben wir einen Grünen Smoothie Spinat – Grünkohl – Matcha, und vegan ist er auch noch. Das klingt ja super, und die Farbe stimmt auch. Sehen wir uns nun die Zutaten an, so stellen wir fest, dass dieser Smoothie aus 54,9 % Apfelsaft (mehr als die Hälfte!!!), 21 % Bananenpüree, 11 % Spinatpüree,  8 % Birnenpüree, 4 % Grünkohlpüree, 1 % Ingwerpüree und 0,1 % Matcha Tee besteht. Das bedeutet, dass die Zutaten, die auf der Flaschenvorderseite ausgelobt werden, gerade einmal 15,1 % des Smoothies ausmachen (dafür müssen Sie aber das Kleingedruckte lesen). Der Rest besteht vor allem aus einer Menge Fructose, der im Fall von Apfelsaft sämtliche Ballaststoffe fehlen. Das nenne ich einen glatten Etikettenschwindel. Dem Verbraucher wird durch den Namen weisgemacht, dass es sich um einen Gemüsesmoothie handelt, erhalten tut er aber ein Fruchtsaftgetränk oder eigentlich Zuckerwasser.

Als nächstes sehen wir uns dann mal die Nährwertangaben für diesen Smoothie an.

Nährwertangaben pro 100 ml:

Brennwert222 kJ, 53 kcal

Protein: 0,8 g
Kohlenhydrate: 11,6 g
davon Zucker: 10,5 g
Fett: 0 g
Ballaststoffe: 1,1 g
Cholesterin: 0 mg
Wassergehalt: 83%
Sehr ernüchternd würde ich sagen. Mit 10,5 g Zucker enthält dieser Smoothie genausoviel Zucker wie eine Cola. Ballaststoffe mit 1,1 g liegen auch deutlich unter dem, was Sie mit dem Verzehr der Früchte erhalten würden. Jetzt könnten Sie sagen, aber er hat ja wenigstens mehr Vitamine als ein Softdrink, aber auch hier muss ich Sie leider enttäuschen. Viele Smoothies werden pasteurisiert, damit sie länger haltbar sind. Das kann in Extremfällen eine Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren sein. Glauben Sie ernsthaft, dass in so einem Getränk noch irgendetwas lebt (von hitze- und lichtempfindlichen Vitaminen mal ganz zu schweigen).
Hinzu kommt wie gesagt, der sehr hohe Apfelsaftanteil. Apfelsaft ist als Süßungsmittel sehr beliebt, er ist billig und leicht verfügbar. Aber wie schon angemerkt enthält Apfelsaft freie Fruktose im Gegensatz zu einem Apfel, in dem die Fruktose zusammen mit Ballaststoffen auftritt, die ihre Resorption im Körper verlangsamen. Bananen- und Birnenpüree sind da schon etwas besser, weil es sich bei ihnen um ganze pürierte Früchte handelt (ist jedenfalls zu hoffen). Aber ich wiederhole es noch einmal. Der Obstpüreeanteil übersteigt den Gemüsepüreeanteil bei weitem, und damit ist die Bezeichnung des Smoothies einfach eine glatte Lüge. Ich habe in den Bewertungen gelesen, dass Personen schrieben, dass sie sich vom Grünkohl etwas abgeschreckt gefühlt haben, man ihn aber gar nicht schmecken könne (kein Wunder bei gerade mal 4 %), und dass der Smoothie super süß ist (liebe Leute, süß ist leider nicht gesund).
Dies ist nur ein Beispiel. Die anderen Smoothies sehen aber auch nicht besser aus. Wenn Sie sich wirklich etwas Gutes tun wollen, dann bereiten Sie sich Ihren Smoothie selber zu. Zum einen wissen Sie dann ganz genau, was drin ist, und zum anderen ist er auf jeden Fall frisch und enthält tatsächlich noch alle Vitamine der Ausgangsstoffe.
Smoothiegrundrezept:
  • 1 Becher Spinat (wenn Sie gefrorenen Spinat nehmen ca. 3 – 4 Kugeln. Spinat ist ein sehr süßes Gemüse, das trotzdem wenig Kohlenhydrate enthält
  • 1 Becher Blattsalat oder Grünkohl oder anderes grünes Blattgemüse. Gerade Blattsalat ist auch ein eher süßes Gemüse, daher für Smoothie-Anfänger zum Eingewöhnen genau das Richtige)
  • 1 Portion Obst (dies entspricht etwa einer Hand voll, also z.B. 1 Apfel, 1 Banane oder 1/2 Becher Beeren)
Als Flüssigkeit:
  • 1 Becher (240 ml) Kokosmilch, Mandelmilch oder Kokosmilch/Wasser im Verhältnis 1 : 1 oder
  • 1 Becher Kokoswasser oder
  • 1 Becher Wasser oder
  • 1 Becher Rohmilch (wenn Sie sie vertragen)

Optional:

  • 1 EL Mandelbutter und/oder
  • 1 EL MCT Öl und/oder
  • 20 g Whey Protein oder 2 – 3 rohe Eier (von frei laufenden, glücklichen       Hennen.
Wenn Sie Ihre Zutaten zusammengesucht haben, kommt alles nur noch in den Mixer und wird püriert. Lassen Sie bei Obst wenn irgend möglich die Schale dran, denn sie enthält viele Vitamine und Antioxidantien.
Dieser Smoothie kann tatsächlich eine gesamte Mahlzeit ersetzen. Ich mache ihn immer dann, wenn es morgens mal schnell gehen muss. Tun Sie sich einen Gefallen und lassen Sie die industriell gefertigten Smoothies im Supermarkt stehen. Und sollten Sie doch einmal der Versuchung nicht widerstehen können, dann wählen Sie wenigstens keine Früchtekalorien-bombe aus. Ihre Leber wird es Ihnen danken.

Gute Mundhygiene – nicht nur für ein strahlendes Lächeln

 

zaehne

Viele wissen wie wichtige gute Mundhygiene ist (eigentlich alle, aber das ist eine ganz andere Geschichte). Schon unseren Kindern sagen wir von klein auf, dass sie sich zweimal täglich die Zähne putzen müssen, damit keine Löcher entstehen. Auch aus Höflichkeit unseren Mitmenschen gegenüber ist eine gute Zahnpflege wichtig. Wir alle kennen Menschen, die unter Parodontitis (Zahnfleischentzündung) leiden und einen entsprechenden Mundgeruch aufweisen. Unschön ist da noch der freundlichste Kommentar.

Neuere Forschung gibt Hinweise darauf, dass mangelnde Mundhygiene nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich zu Problemen führen kann, sondern auch einen nicht mehr von der Hand zu weisenden Einfluss auf die Gesundheit hat. Eine Studie der University of Central Lancashire in Großbritannien zeigte 2013 auf, dass ein Zusammenhang zwischen fehlender Mundhygiene und der Alzheimer Demenz wahrscheinlich ist (1,2). Sie untersuchten Verstorbene, die an Alzheimer Demenz erkrankt waren und fanden in den Amyloid Ablagerungen im Gehirn das Bakterium Prophyromonas Gingivalis. Der gleiche Erreger findet sich bei Patienten mit Parodontose. Man geht davon aus, dass das Bakterium durch alltägliche Verrichtungen wie Kauen und Zähneputzen (Zahnfleischbluten) in den Blutstrom und dann ins Gehirn gelangt. Bei einer Kontrollgruppe, die die Forscher ebenfalls untersuchte, und die keine Alzheimer Erkrankung aufwies, konnte dieser Erreger nicht im Gehirn nachgewiesen werden. Auch 2010 hatte schon eine Studie der NYU unter Leitung von Dr. Angela Kamer auf einen Zusammenhang zwischen Mundhygiene und Alzheimer hingewiesen (3).

Eine weitere Korrelation, die uns aufschrecken sollte, besteht zwischen Zahnfleischentzündungen und atheromatösen Plaques (der sog. Arteriosklerose). In den letzten Jahrzehnten war man davon ausgegangen, dass erhöhtes Cholesterin die Plaques verursacht. Diese Annahme hat sich jedoch als falsch herausgestellt. Nun gibt es immer mehr Hinweise dafür, dass Herzerkrankungen eine entzündliche Genese haben (was dann auch die erhöhten Cholesterinkonzentrationen erklärt, da Cholesterin bei Entzündungen praktisch als „Feuerwehr“ agiert). Neuere Untersuchungen haben nachweisen können, dass in den atheromatösen Plaques der Herzkranzgefäße die gleichen Bakterien gefunden werden können, die auch Patienten mit Parodontitis aufweisen (4). Diese Koronare Herzkrankheit (KHK) kann letzten Endes zum Herzinfarkt führen. Dabei zeigte sich, dass das Maß der Zerstörung des Parodontiums (Zahnhalteapparates) signifikant mit der Schwere der KHK korreliert (5). Das Ausmaß der Entzündung kann übrigens nicht über das CRP bestimmt werden (6), das vom Hausarzt sonst gerne als Entzündungsmarker verwendet wird.

Es werden aber von der Arteriosklerose nicht nur die Herzkranzgefäße angegriffen, sondern auch andere Blutgefäße im Körper wie zum Beispiel die Hirngefäße. Hierdurch kann dann ein Schlaganfall ausgelöst werden (7).

Wohlgemerkt, ich will damit nicht sagen, dass Sie mit optimaler Mundhygiene vor diesen Krankheiten geschützt sind. Schließlich haben alle oben genannten Krankheiten mehrere auslösende Faktoren. Aber einer davon besteht nun mal in der Zahnpflege und ist damit sehr einfach zu ändern. Die anderen Faktoren wie schlechte Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel etc. können Sie nicht so einfach beeinflussen (na ja, den Bewegungsmangel eigentlich schon). Aber jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt, und womöglich sollten Sie Ihre Mundhygiene einmal genauer unter die Lupe nehmen.

 

(1)http://www.medicalnewstoday.com/articles/264164.php

(2)Sim K. Singhrao, Alice Harding, Sophie Poole, Lakshmyya Kesavalu, and StJohn Crean, “Porphyromonas gingivalis Periodontal Infection and Its Putative Links with Alzheimer’s Disease,” Mediators of Inflammation, vol. 2015, Article ID 137357, 10 pages, 2015. doi:10.1155/2015/137357

(3)http://www.medicalnewstoday.com/articles/196804.php

(4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3084572/

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17470018

(6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2812915/

(7)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10539842

 

Was Sie schon immer über Glyphosat wissen wollten, aber Monsanto Ihnen nicht erzählen wird

glyphoasatDie WHO hat Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, und seit Monaten läuft eine Diskussion darüber, ob die Anwendung von Glyphosat in der EU verboten werden soll. Glyphosat ist der aktive Bestandteil in Roundup, einem Unkrautvernichter, der von der amerikanischen Firma Monsanto hergestellt wird. Monsanto behauptet bis heute, dass Roundup für Menschen sicher ist und überhaupt keine Probleme hervorruft. Sie haben auch behauptet, dass Glyphosat im menschlichen Körper nicht gespeichert wird. Diese Aussage wurde inzwischen mehrfach widerlegt. Bei allen Testpersonen, auch solchen, die nur Bioprodukte essen, die nicht mit Glyphosat gespritzt werden dürfen, fanden sich im Urin Spuren dieses Gifts.

Die Frage, ob Glyphosat krebserregend ist, ist eigentlich längst beantwortet. Schon in den 80ger Jahren des letzten Jahrhunderts zeigten Studien diesen Effekt von Glyphosat(1). Für Aufruhr sorgte die Seralini Studie (2). Seralinis Studie, die nach der Veröffentlichung durch den Herausgeber des Magazins Food and Chemical Toxicology auf Druck von GMO-Lobbyisten (GMO = Genetisch Modifiziete – Organismen, z.B. Gengemüse) zurückgezogen wurde, zeigte auf, dass der Verzehr von Glyphosat bei weiblichen Ratten mit einem vermehrten Tumorwachstum in Brustgewebe sowie bei männlichen Ratten mit Nieren- und Leberschäden einhergeht. Bei beiden Geschlechtern kam es zu Funktionsstörungen der Sexualhormone.Dies wird darauf zurückgeführt, dass Glyphosat ein endokriner Disruptor ist, der wie ein künstliches Östrogen wirkt. Besser noch, kombiniert man Glyphosat mit Soja so wird dieser östrogene Effekt sogar noch verstärkt, da Glyphosat mit dem im Soja vorhandenen Genistein – einem Phytoöstrogen (Pflanzenöstrogen) -synergistisch wirkt. Interessant ist, dass die Studie, die von Seralini durchgeführt wurde, einen Zeitraum von einem Rattenleben beinhaltete, während Monsanto, die eine ähnliche Studie durchgeführt hatten, nur Ergebnisse bei einer Fütterung von 3 Monaten vorlegten, einem Zeitpunkt, zu dem noch keine negativen Effekte festgestellt werden konnten. Diese traten bei Seralini erst nach

dem 4. Monat auf. Ein Zufall??

Diskutiert wird auch, inwiefern Glyphosat eine (Mit-)Ursache für immer häufiger auftretende Depressionen sein könnte. Wie das geht? Eigentlich ganz einfach. Monsanto behauptet, dass Glyphosat keine Auswirkungen auf den Menschen hat, da es in den Shikamate-Weg eingreift, der beim Menschen nicht vorkommt sondern nur bei Bakterien. Es handelt sich beim Shikamate-Weg um einen Stoffwechselweg von Bakterien, Pilzen und Algen, der der Bereitstellung der Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan dient. Aus diesen Aminosäuren, die für den Menschen essentiell sind, weil er sie nicht selbst herstellen kann, werden Proteine für viele Körperfunktionen produziert. Warum sollte uns aber ein Stoffwechselweg von einem Bakterium interessieren? Die Antwort ist, dass zwar nicht wir Menschen, schon aber unsere Darmbakterien, den Shikamate-Weg besitzen. Was den meisten Menschen nicht klar ist, ist, dass unsere Darmbakterien für uns diese Aminosäuren bereitstellen. Und wofür brauchen wir diese Aminosäuren? Trommelwirbel: Wir brauchen sie zum Beispiel für die Produktion von Neurotransmittern unter anderem von Serotonin unserem Glückshormon! Wow – noch Fragen? Wir halten fest, Glyphosat hemmt den Shikamate-Weg in Bakterien, was dazu führt, dass diese kein Tryptophan mehr bilden könnnen, das ein Baustein von Serotonin ist. Toll, mit einem niedrigen Serotoninspiegel brauchen wir uns über Depressionen nicht mehr wundern. Brot macht doch eben nur sehr kurz glücklich. Das böse Erwachen sehe ich tagtäglich im OP. 20jährige die Antidepressiva einnehmen. Medikamente, die die Hirnchemie verändern und in vielen Fällen zu Selbsttötungen führen.

Aber das ist ja bei weitem noch nicht alles, was Glyphosat kann. Laut Samsel und Seneff in einer Veröffentlichung in Entropy hat Glyphosat die folgenden vier zentralen Wirkmechanismen (3):

  1. Glyphosat wirkt wie ein Antibiotikum (als das es übrigens auch patentiert wurde). Es tötet gute Bakterien in der Darmflora und führt zu einem vermehrten Wachstum von pathogenen (krankheitserregenden) Bakterien.
  2. Es schädigt CYP Leberenzyme. Dies führt zu verminderter Synthese von Gallensäuren (wichtig für die Fettverdauung) und Vitamin D. Im Ergebnis führt dies dazu, dass der Körper toxische Stoffe nicht mehr entgiften kann.
  3. Die Schädigung der roten Blutzellen führt zu Anämie und durch Freisetzung von Eisen (aus den Erythrozyten) zu erhöhter Toxizität. Auf lange Sicht entwickelt sich daraus eine Sauerstoffunterversorgung und eine subklinische Enzephalopathie (Hirnentzündung).
  4. Es kommt zum Leaky Gut, also zu einer Barrierestörung im Darm. Nachfolgend kommt es auch zum Leaky Brain, das ist eine Barrierestörung der Blut-Hirn-Schranke. So gelangen gefährliche Metalle und Neurotoxine (Nervengifte) ins Gehirn.

Klingt nicht gut? Ist auch nicht gut.

Wir sind aber immer noch nicht am Ende. Untersuchungen zeigen, dass Glyphosat bei Pflanzen die Aufnahme von Eisen, Mangan und Zink verhindert. Das bedeutet Glyphosat behandelte Ernten haben einen deutlich geringeren Mineralstoffgehalt. Und da wundern wir uns, woher die ganzen Mangelerscheinungen kommen. Ein Manganmangel zum Beispiel führt unter anderem zur Schädigung von Mitochondrien (unsere Energielieferanten)und zur verminderten Ausschüttung von TSH und damit zur Schilddrüsenunterfunktion.

Und es geht noch weiter. Glyphosat ist ja nicht der einzige Bestandteil im Roundup, sondern nur die sogenannte aktive Komponente. Hinzu kommen noch Adjuvantien, die zum Beispiel die Handhabung verbessern sollen. Im Allgemeinen werden diese Stoffe als inert bezeichnet, das heißt sie haben keine Wirkung auf den Organismus. Tatsächlich aber könnnen diese Zusatzstoffe, die vom Hersteller nicht deklariert werden müssen (Betriebsgeheimnis) die Giftigkeit von Glyphosat bis zu 1000-fach verstärken (4). Diese synergistischen Effekte sind von Monsanto selbstverständlich nie veröffentlicht worden (vielleicht haben sie sich auch nicht die Mühe gemacht, danach zu suchen?).

Wichtig finde ich auch, dass wir uns nicht nur bei unserer Nahrung Gedanken über den Glyphosatgehalt machen müssen, sondern das Glyphosat inzwischen auch den Weg in Impfstoffe gefunden hat. Es wird immer wieder diskutiert, inwiefern Impfstoffe für die hohe Inzidenz von Autismus in Kindern und Jugendlichen verantwortlich gemacht werden können. Tatsache ist, dass mit Einührung von Glyphosat in die Behandlung von US Mais und Sojaernten die Autismusrate deutlich angestiegen ist. Die Rate weiterer Impfreaktionen wie Krämpfe, Ausschläge, anaphylaktischer Schock sind seitdem ebenfalls signifikant angestiegen. Halten Sie mich für altmodisch, aber dieser neue Kram macht mir Angst.

 

(1)http://www.i-sis.org.uk/Glyphosate_and_Cancer.php

(2)http://enveurope.springeropen.com/articles/10.1186/s12302-014-0014-5

(3)A Samsel and S Seneff, Entropy 2013, 15(4), 1416-1463

(4)http://www.mdpi.com/1660-4601/13/3/264

(5)http://www.tonu.org/2016/08/31/vaccine-glyphosate-link/

 

Natürliche Vorbeugung gegen Grippe und Erkältung

Bald geht es wieder los mit der Grippezeit.

Wer sich nicht auf die Impfungsmoothie verlassen möchte, hat auch die Möglichkeit der Erkrankung mit natürlichen Mitteln zu Leibe zu rücken – ganz ohne Nebenwirkungen und im Endeffekt wahrscheinlich ebenso wirksam.

Was wir dazu brauchen, sind einige Viren- und Bakterienkiller, die die Natur für uns bereithält.

  • Knoblauch: wirkt antibakteriell und antiviral.
  • Zitronen: helfen durch ihren hohem Vitamin C Gehalt.
  • Kurkuma: wirkt vorbeugend gegen Erkältungen und stärkt das Immunsystem. Für eine bessere Resorption sollte man dem Kurkuma etwas schwarzen Pfeffer zusetzen.
  • Ingwer: stimuliert ebenfalls das Immunsystem.
  • Cayenne Pfeffer: Die enthaltenen Capsaicinoide haben eine antibakterielle Wirkung.
  • Ananas: Das in der Ananas enthaltene Bromelain wirkt antibakteriell, antiviral und stimuliert das Immunsystem.
  • Kaltgeschleuderter Honig: Flavonoide im Honig wirken entzündungshemmend und antiviral. Aber Vorsicht! Bei normalem Honig aus dem Supermarkt handelt es sich meist um Honig, der erhitzt wurde. Am besten finden Sie in Ihrer Gegend einen Imker, der seinen Honig selbst verarbeitet.

Aus diesen natürlichen Powerhouses stellen wir nun einen Smoothie her.

Zutaten:

Saft von 3 Zitronen

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

1/4 TL Kurkuma Pulver + etwas schwarzen Pfeffer

1/2 TL Ingwer (frisch oder als Pulver)

1/8 TL Cayenne Pfeffer

1 Ananas (oder 360 ml Ananassaft)

1 EL kaltgeschleuderter Honig

 

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Wir geben alle Zutaten in den Mixer (die Ananas vorher schälen und das Fruchtfleisch würfeln) und mischen sie gut durch. Wer lieber ein etwas dünnflüssigeres Getränk haben möchte, nimmt statt der ganzen Ananas einfach Ananassaft.

Zur Vorbeugung trinkt man von dem fertigen Smoothie 120 ml/Tag (das ist etwa ein Drittel des fertigen Smoothies). Den Rest kann man im Kühlschrank aufbewahren.

Sind schon erste Krankheitssymptome vorhanden trinkt man therapeutisch den gesamten Smoothie.

 

Herzinfarktrisiko – Welche Blutwerte helfen wirklich weiter

Inzwischen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass das Gesamtcholesterin ein sehr schlechter Marker zur Vorhersage des Risikos einen Herzinfarkt zu erleiden ist. Tatsächlich sollten ganz andere Parameter zur Risikoabschätzung herangezogen werden. In dieser Hinsicht haben sich die folgenden Bluttests bewährt:

  • LDL Partikelgröße. Nicht jedes LDL-Cholesterin ist automatisch „schlechtes“ Cholesterin. Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an. Beim LDL-Cholesterin unterscheidet man LDL-Muster A, d. h. große, fluffige Teile, die keine negativen Effekte auf die Gefäße haben und nicht zur Arterienverkalkung führen, und LDL-Muster B, bei dem es sich um oxidiertes LDL handelt, das eine sehr viel kleinere Teilchengröße hat und für die Arterienverkalkung verantwortlich gemacht wird. Der LDL Wert allein gibt keine Aussage über die Teilchengröße (d. h. ein hoher LDL Wert muss nicht unbedingt schlecht sein, wenn es sich dabei um Muster A handelt, während ein niedriger Wert nicht automatisch gut ist).
  • C-Reaktives Protein (CRP). Das CRP ist ein Entzündungsmarker, der in direktem Zusammenhang zum Infarktrisiko steht. Bestimmt werden sollte das hochsensitive-CRP (hs-CRP). Ein optimaler Wert sollte unter 0,8 mg/dl liegen.
  • Fibrinogen. Fibrinogen wird in der Leber synthetisiert und spielt eine zentrale Rolle in der Blutgerinnung. Es ist ein Marker für die Klebrigkeit des Blutes (d. h. es zeigt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Blutgerinnsel ist). Der Fibrinogenspiegel ist bei Frauen, die rauchen, die orale Kontrazeptiva nehmen und bei postmenopausalen Frauen erhöht. Normalwerte liegen bei 200 – 400 mg/dl.
  • Serum Ferritin. Ist ein Messwert, der Aufschluss über die Eisenspeicher des Körpers gibt. Ein Ferritinmolekül speichert etwa 4000 Eisenmoleküle. Eisen wird normalerweise im Körper kumulativ gespeichert und der Eisenspiegel sinkt nur bei Blutverlust, durch Blutspenden oder durch die Regelblutung. D. h. im Laufe des Lebens steigt der Eisenspeicher an. Wichtig wird dieser Marker, weil Untersuchungen gezeigt haben, dass ein Anstieg im Ferritingehalt um 1 % mit einer 4 %igen Zunahme im Herzinfarktrisiko einerhergeht. In der Funktonellen Medizin werden für Frauen Ferritinspiegel unter 80 ng/ml und für Männer unter 90 ng/ml als optimal angesehen.
  • Lp(a). Es gehört zu den LDL und ermöglicht den Fetttransport im Blut. Vom LDL unterscheidet es sich durch das Vorhandensein einer Apolipoprotein-A Kette. Erhöhtes Lp(a) zusammen mit erhöhtem LDL spricht für ein höheres Risiko für das Auftreten von Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Normalwert liegt unter 30 mg/dl.
  • Homocystein. Homocystein ist ein Nebenprodukt, das beim Abbau der Aminosäure Methionin entsteht. Da es sich beim Homocystein um ein giftiges Abfallprodukt handelt, wird es vom Körper normalerweise über Vitamin B6 abgebaut und schnell ausgeschieden oder mittels Vitamin B12 und Folsäure wieder in Methionin umgewandelt. Homocystein aktiviert Blutplättchen und führt damit zur Bildung von Blutgerinnseln. Ein hoher Homocysteinspiegel korreliert also mit einem erhöhten cardiovaskulären Risiko (d.h. Herzinfarkt oder Schlaganfall). Der Homocysteinspiegel kann durch die Einnahme von Vitamin B6, B12 und Folsäure gesenkt werden.
  • Interleukin 6. Gehört zu den proinflammatorischen Zytokinen (entzündungsauslösende Substanzen des Immunsystems). Es stimuliert die Leber zur Synthese von CRP. Als Marker für das cardiovaskuläre Risiko ist Interleukin 6 womöglich sogar noch besser zu gebrauchen als das CRP, da die Serumspiegel früher ansteigen. Optimal sind Spiegel von 0,0 – 12,0 pg/ml.

Zwei wichtige Quotienten, die sich aus dem normalen Cholesterinpanel berechnen lassen, bzw. teilweise auch von den Laboratorien schon berechnet werden, sind:

  • HDL/Gesamtcholesterin. Dieser Quotient erlaubt es, das cardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. Hier gilt: Je höher desto besser. Werte über 0,24 gelten als optimal, Werte unter 0,1 als sehr gefährlich.
  • Tricglyceride/HDL Quotient. Dieser Quotient wird inzwischen als bester Marker für das cardiovaskuläre Risiko angesehen. Normalerweise sind die Level von HDL Cholesterin und Triglyceriden gegenläufig. Sind die einen hoch, sind die anderen niedrig. Man hat festgestellt, dass Individuen mit hohen Triglyceridspiegeln auch vermehrt Gerinnungsfaktoren aufweisen und damit ein höheres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko haben. Dieser Quotient sollte also möglichst niedrig sein. Optimal ist ein Wert von 2 oder niedriger. Ein Wert von 4 wird als hoch und von 6 als viel zu hoch angesehen. Als Nebeneffekt erlaubt dieser Quotient es auch, sich ein Bild über die LDL Partikelgröße zu verschaffen. Ist der Quotient hoch, besteht das LDL aus sehr kleinen Partikeln (also gefährlich!), während bei einem kleinen Quotienten große LDL Partikel vorherrschen, die kein kardiovaskuläres Risiko repräsentieren.

Es lohnt sich also, sich bei der nächsten Blutentnahme mehr als nur den Gesamtcholesterinwert anzusehen. Und vor allem sollte man daran denken, dass gerade für ältere Menschen ein hoher Cholesterinwert wichtig ist! Er sollte aber eben nicht mit Triglyceridwerten von über      300 mg/dl vergesellschaftet sein. Und immer dran denken: Triglyzeride sind zwar Fette, sie haben aber ihre Entstehung der Zufuhr von Kohlenhydraten zu verdanken (es ist die Cola und nicht die fettige Makrele). Also, lassen Sie sich von einem Cholesterinwert von über 200 nicht beirren. Auf das Gesamtbild kommt es an.

Primum Non Nocere

Primum non nocere (lat. erstens nicht schaden) ist ein Grundsatz ärztlichen Handelns, der schon aus den hippokratischen Schriften stammt. Er bedeutet, dass als oberstes Gebot in der Behandlung des
Patienten stehen sollte, diesen nicht noch zusätzlich zu seiner Krankheit weiteren schädigenden Einflüssen auszusetzen.

 
Sicherlich kann man argumentieren, dass es aber manchmal geboten scheint, Therapien anzuwenden, die für den Patienten unangenehme Nebenwirkungen haben können (z.B. Chemotherapie zur Krebsbehandlung), aber auf jeden Fall sollte der Nutzen der Behandlung größer sein als der Schaden, der durch die Behandlung entsteht.
In meiner Arbeit als Anästhesistin werde ich leider tagtäglich mit Patienten konfrontiert, die nicht nach diesem Grundsatz behandelt werden. Hier nur einige Beispiele:

 
Der Typ 2 Diabetiker, dem von seinem Arzt erzählt wird, er solle eine Diät einhalten, die zu einem großen Teil aus Kohlenhydraten besteht (z. B. dem so gesunden Vollkorngetreide und Kartoffeln). Nun ist der Diabetes aber ganz ohne Zweifel eine Kohlenhydratstoffwechselstörung, die mit einer kohlenhydratarmen Diät auch gut in den Griff zu bekommen ist bzw. sogar in Remission gebracht werden kann. Das heißt der Patient braucht dann weniger oder gar keine Medikamente mehr zu nehmen, um den Blutzuckerspiegel in einem normalen Bereich zu halten. Und tatsächlich war das auch die Therapie der Wahl bis die Pharmaindustrie Medikamente entwickelt hat, die den Blutzuckerspiegel senken. Im Hinblick auf die teilweise gravierenden Nebenwirkungen dieser Medikamente, sollten die gegebenen Ernährungsempfehlungen doch noch einmal sehr genau überdacht werden.

 
Der übergewichtige Patient, dem sowohl vom Arzt als auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erzählt wird „Da bist du selbst Schuld. Iss weniger und beweg dich mehr!“ Wenn es so einfach wäre, hätten wir sicherlich keine übergewichtigen Patienten. Schließlich folgen wir dieser Richtlinie seit annähernd 40 Jahren, aber jedes Jahr werden die Menschen (weltweit) immer dicker. Könnte es etwa daran liegen, dass unsere Ernährungsempfehlungen einfach falsch sind, so wie es seit ihrer Einführung von vielen Wissenschaftlern gesehen wurde, die in ihren
Untersuchungen zu einem völlig anderen Ergebnis kamen, was die Ursache der Adipositas angeht. Ist es vielleicht so, dass nicht alle Kalorien gleich sind, und das wir sehr viel mehr darauf achten müssen, woher unsere Kalorien kommen? Ist unsere kohlenhydratreiche, fettarme Ernährung wirklich das Non Plus Ultra? Neuere Erkenntnisse (immerhin der letzten 120 Jahre) zeigen, dass erhöhter Kohlenhydratkonsum zu Fettleibigkeit führt. Na sowas! Warum wird also genau diese Ernährungsform von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und auch von den Ärzten postuliert? Nicht zuletzt natürlich auch von der Nahrungsmittelindustrie, die es auch nicht leid wird, immer wieder zu betonen, dass Kalorien aus Brokkoli und Kalorien aus Schokolade oder süßen Getränken im Körper genau gleich verstoffwechselt werden.

 
Der Patient mit Fettleber. Wenn er nicht trinkt, wird ihm sein Arzt gerne erklären, dass er nicht sagen kann, was die Ursache der Fettleber ist. Tatsächlich nicht? Wie wäre es  z. B. mit den Auswirkungen eines erhöhten Fructosekonsums (Fruchtzucker) auf die Leber. Der Abbauweg der Fructose in der Leber, der ähnlich dem Abbau von Alkohol vonstatten geht, gibt eine nur allzu hinreichende Erklärung dafür, warum es zur
Leberverfettung kommt. Und warum ist das für den Patienten wichtig? Weil er eine einfache Umstellung in seiner Ernährung vornehmen kann, um diesen Vorgang aufzuhalten. Und ich spreche hier nicht davon, kein Obst mehr zu essen, sondern vom Konsum solcher Süßungsmittel wie Agavendicksaft (70 – 95 % Fructose) oder auch High Fructose Corn Syrup (HFCS mit immerhin 55 % Fruchtzucker).

Und schlussendlich die Hashimoto Thyreoiditis, eine utoimmunerkrankung, die zur Zerstörung der Schilddrüse führt. Auch hier werden die Patienten nicht auf die Ursachen dieser Erkrankung aufmerksam gemacht, die in einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut liegt, die häufig durch Gluten (aus Getreide vor allem Weizen) verursacht wird. Muss der Patient das wissen? Ich denke schon. Immerhin hat er mit Auftreten einer Autoimmunerkrankung ein vierfach höheres Risiko eine zweite Autoimmunerkrankung zu bekommen. Das finde ich nicht ganz
unwesentlich, wenn es sich dabei um solche Krankheiten wie eine Multiple Sklerose handelt. Auch bei diesen Patienten ist eine Ernährungsumstellung Teil einer auf die Ursachen gerichteten
Therapie. Und auch bei diesen Patienten ist durch diese Therapie eine Remission der Schilddrüsenerkrankung zu erreichen, d. h. die Schilddrüse bleibt funktionstüchtig.

Dies sind nur einige Beispiele, die mir wie gesagt tagtäglich im OP begegnen. Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass wir als Mediziner umdenken, den Pharmareferenten von unserem Schoß schubsen und uns mit der Frage auseinandersetzen, warum es zu diesen Erkrankungen kommt, anstatt nach Diagnosestellung einfach reflexmäßig den Rezeptblock herauszuholen und ein paar Tabletten zu verschreiben.

Die Amerikaner machen es uns vor mit ihrer Disziplin der Functional oder Integrative Medicine, einem ganzheitlichen Ansatz zum Verständnis von Krankheiten. Sie erzielen damit zum Teil unglaubliche Erfolge, und das können wir auch.

Natürlich bedeutet diese Art der Medizin auch ein Umdenken auf Seiten der Patienten. Es ist eine Medizin, die vom Patienten Eigeninitiative verlangt, er muss an seiner Therapie aktiv mitarbeiten. Das ist schwieriger als einfach eine Pille zu schlucken (oder auch sechs oder acht oder zehn), aber das Outcome und die hierdurch zu erreichende Lebensqualität ist weitaus besser als mit den herkömmlichen Therapien. Und schließlich
wollen wir nicht nur Jahre zu unserem Leben hinzufügen, sondern auch Leben zu unseren Jahren.