Zucchini Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl

Zucchini SpaghettiIch will gar nicht mal unbedingt sagen, dass ich Nudeln vermisse, aber ich bin häufiger auf der Suche nach einer Grundlage zu meinen Saucen. Früher waren das Nudeln und Reis, heute sind es Zucchini Spaghetti und Blumenkohl Reis (in England kann man die tatsächlich im Supermarkt kaufen). Die gute Nachricht ist, dass man durch diese Alternativen eine ganze Menge Kohlenhydrate weniger isst. Und rein nährstofftechnisch haben sie natürlich auch einiges zu bieten. Sie enthalten unter anderem Calcium, Eisen und β-Carotin.

Olivenöl ist natürlich jedermanns Liebling, denn es verfügt über große Mengen von pflanzlichen Antioxidantien, Phytosterolen und Vitaminen. Es schützt die Haut, pflegt die Haare und senkt den Cholesterinspiegel. Die in ihm enthaltenen Antioxidantien, reduzieren zelluläre Entzündungen und die Omega 3 Fettsäuren, schützen das Herz und steigern die Konzentration. Olivenöl hilft auch beim Abnehmen und kann als Hautpflegemittel, in einer natürlichen Haarkur oder eben als Zutat in verschiedenen Gerichten verwendet werden.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie ein hochwertiges Olivenöl bekommen, denn seine Beliebtheit bringt es mit sich, dass sehr gerne gepanscht wird. Und dann essen Sie plötzlich doch ein minderwertiges Raps- oder Sojaöl. Ich bestelle mir inzwischen immer das Öl von Agia Triada im 5 Liter Kanister, da ich auch viele Kosmetikprodukte damit herstelle.

 

Zutaten:

  • 4 Zucchini
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL Olivenöl
  • Petersilie
  • Salz und Pfeffer

 

Zubereitung:

  1. Die Zucchini mit einem Julienne Schäler in Streifen schneiden.
  2. Die Knoblauchzehen schälen und in kleine Stücke schneiden oder durch eine Knoblauchpresse drücken.
  3. Etwas Fett (ich nehme Butter oder Ghee) in einer Pfanne erhitzen und die Zucchini und den Knoblauch bei niedriger Temperatur 3 – 4 Minuten erhitzen.
  4. Pfanne vom Herd nehmen und das Olivenöl unter die Zucchini mischen.
  5. Das ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie garnieren.

Wer Milchprodukte isst, kann frischen Parmesan dazugeben. Sehr lecker ist das Ganze auch mit einem Stück Räucherlachs.

Warum die Schulmedizin chronische Erkrankungen nicht heilen kann

Schulmedizin gegen ErnährungZu den chronischen Krankheiten zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit und Schlaganfall, Diabetes, Krebs und chronische Atemwegs-erkrankungen sowie Allergien.

Sie verkürzen das Leben, zerstören die Lebensqualität, belasten das Gesundheitssystem und bedrohen die Gesundheit kommender Generationen. Leider bietet die Schulmedizin in Bezug auf chronische Krankheiten keine wirkliche Therapie.

Oh ja, sie ist gut darin, Symptome zu unterdrücken, aber sie tut absolut nichts dafür, die Ursachen chronischer Erkrankungen zu behandeln. Und diese sind stark auf dem Vormarsch und betreffen immer jüngere Individuen. Gruselig? Auf jeden Fall!

Ich möchte Ihnen in diesem Blog erklären, warum wir uns momentan in so einer prekären Situation befinden und durch welche Herangehensweise wir der Bedrohung durch chronische Krankheiten entgegentreten können.

Chronische Krankheiten sind mit Abstand die größte Herausforderung im Gesundheitssystem. Betrachten wir uns nur mal folgende Zahlen:

  • Bei den über 65-Jährigen geben über die Hälfte der Männer und 60% der Frauen an, eine chronische Krankheit zu haben (1).
  • Einer von vier Deutschen hat mehrere chronische Krankheiten. Bei den über 65-jährigen steigt dieser Anteil sogar auf nahezu 40 % (2).
  • Unter den 10 häufigsten Todesursachen befinden sich 9 chronische Krankheiten

  •  15 % der Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig, immerhin 6,3 % gelten als adipös. Alarmierend ist die Verdoppelung dieser Zahlen in den vergangenen 10 – 15 Jahren sowie die Zunahme an Typ II Diabetikern im Kindes- und Jugendalter (3).
  • In den USA entfielen 84 % der 3,8 Billionen Dollar, die für Gesundheitskosten ausgegeben werden auf die Behandlung chronischer Krankheiten. In Deutschland sieht dieses Verhältnis wohl ähnlich aus.

Wir sind inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem chronische Krankheiten so alltäglich sind, dass wir sie für normal halten. Es besteht aber ein riesen Unterschied zwischen alltäglich und normal.

Wie es früher aussah

Die Lebensbedingungen im vorindustriellen Europa waren durch häufigen Nahrungsmangel, ansteckende Krankheiten und Seuchen sowie unzureichende hygienische Verhältnisse geprägt. Aufgrund dieser Bedingungen waren infektiöse und parasitäre Erkrankungen die Haupttodesursachen. Genaue Daten für Deutschland und Österreich liegen nicht vor. Aber eine englische Statistik für die Jahre 1848 bis 1854 belegt, dass Infektionskrankheiten für 60 Prozent der Todesfälle verantwortlich waren.

Es wird immer wieder das Argument angeführt, dass die Menschen früher einfach nicht lange genug gelebt haben, um chronische Erkrankungen zu bekommen. Natürlich hat die durchschnittliche Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren deutlich zugenommen, wir müssen aber auch sehen, dass chronische Erkrankungen immer früher im Leben auftreten, und dass heutige Jäger und Sammler, die noch ihren traditionellen Lebensstil haben, nur extrem selten an chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Alzheimer Demenz oder Herzerkrankungen leiden, die in den Industrienationen so weit verbreitet sind.

Nehmen wir zum Beispiel die Tsimané, eine Population von Bauern, Jägern und Sammlern, die in Bolivien lebt. Sie essen Fleisch, Fisch, Früchte, Gemüse, Nüsse, Samen und einige stärkehaltige Pflanzen. Sie laufen täglich durchschnittlich 17.000 Schritte (∼ 8 Meilen), verbringen viel Zeit an der frischen Luft, schlafen viel und sind nachts keinen größeren künstlichen Lichtquellen ausgesetzt.

In einer kürzlich erschienenen Studie fanden die Forscher heraus, dass die Prävalenz der Arteriosklerose bei den Tsimané um 80 Prozent geringer ist als bei der Bevölkerung der USA. Annähernd neun von 10 Tsimané im Alter von 40 – 94 Jahren hatten freie Arterien und praktisch kein Risiko für eine Herzerkrankung. Darüber hinaus wurden in diese Studie auch ältere Individuen einbezogen. Im Vergleich hatte der durchschnittliche 80-jährige in der Tsimané Gruppe das gleiche vaskuläre (Blutgefäß) Alter wie ein Amerikaner in den Fünfzigern (4).

Konsequenzen chronischer Erkrankungen

Chronische Erkrankungen stellen ein großes Problem dar. Die Konsequenzen für die Patienten sind offensichtlich:

  • In Deutschland sind 53 Prozent der Frauen und 67,1 Prozent der Männer übergewichtig. 23,9 Prozent der Frauen und 23,3 Prozent der Männer sind adipös, d. h. ihr Body Mass Index (BMI) ist größer als 30 (5). Nach Einschätzung von Forschern des Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels wird die Zahl der Fettleibigen hierzulande bis 2030 um 80 Prozent steigen (6).
  • In den USA hat sich die Prävalenz von Autismus Spektrum Erkrankungen seit 2000 fast verdoppelt, was nicht nur auf eine bessere Diagnostik zurückzuführen ist (7).
  • Die Anzahl der Autoimmunerkrankungen hat sich in den letzten 50 Jahren mehr als verdoppelt. Es wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet.
  • Mehr als die Hälfte der Erwachsenen nehmen verschreibungsplichtige Arzneimittel ein, und 40 Prozent der Senioren nehmen mehr als fünf verschiedene Medikamente (8). Die Ärzte fangen tatsächlich an, sich über die Interaktionen dieses Medikamentencocktails Gedanken zu machen.

Über die Auswirkungen auf betroffene Individuen hinaus, verursachen chronische Erkrankungen enorme Kosten.

  • In Deutschland belaufen sich die jährlichen Gesundheitsausgaben auf 344.153 Millionen Euro – das sind 4.213 Euro je Einwohner, die einem Anteil von 11,3 Prozent am Bruttoinlandsprodukt entsprechen. Experten gehen davon aus, dass unser Gesundheitssystem ohne grundlegende Änderungen in der Zukunft nicht mehr finanzierbar ist (9).
  • In den USA wird damit gerechnet, dass bei weiterhin steigenden Gesundheitskosten, die Vereinigten Staaten im Jahr 2035 bankrott sein werden.
  • Die weltweiten Ausgaben für chronische Krankheiten werden 2030 47 Billionen USD betragen, ein Betrag, der höher ist als die Bruttosozialprodukte der sechs größten Wirtschaftsnationen der Welt.

Man kann also sicherlich behaupten, dass chronische Krankheiten die Welt in die Knie zwingen und dass unsere Bemühungen, damit umzugehen, nicht so wirklich fruchten.

Aber woran liegt das?

Warum die Schulmedizin keine Lösung für chronische Krankheiten bietet

Es gibt viele Gründe, warum die Schulmedizin keine Lösungen für die Epidemie an chronischen Krankheiten hat, aber zwei Gründe stechen besonders hervor:

1. Die falsche Herangehensweise

Die Schulmedizin entwickelte sich in einer Zeit, in der akute Infektionen die Haupttodesursache waren. Eigentlich waren die meisten Gründe, warum jemand einen Arzt aufsuchte, akuter Natur wie zum Beispiel eine Blinddarmentzündung oder Gallenkoliken.

In diesen Fällen war eine Behandlung relativ einfach: Der Patient hatte eine Infektion, ging zum Arzt, bekam ein Antibiotikum (als diese erfunden worden waren) und erholte sich oder verstarb. Also: ein Problem, ein Arzt, eine Behandlung.

Heute gestaltet sich das Ganze etwas komplizierter. Der Durchschnittspatient kommt nicht wegen eines akuten Problems zum Arzt sondern wegen einer chronischen Erkrankung (oder manchmal auch mehrerer). Chronische Erkrankungen sind schwerer zu behandeln, kosten viel Geld, beschäftigen teilweise mehr als einen Arzt und halten sich normalerweise bis zum Lebensende. Die ein Problem, ein Arzt, eine Behandlung Vorgehensweise der Vergangenheit greift hier also nicht.

Leider hat die Schulmedizin (mit sehr viel Unterstützung der pharmazeutischen Industrie) ein System entwickelt, dass die Betonung der Behandlung darauf legt, Symptome mit Medikamenten (und manchmal Operationen) zu unterdrücken, anstatt die zugrunde liegenden Ursachen zu behandeln.

Wenn ein Patient mit zu hohem Blutdruck oder einem zu hohen Cholesterinwert zum Arzt kommt, bekommt er Medikamente verschrieben, die er normalerweise für den Rest seines Lebens nehmen soll. Das ist nun wirklich keine ernsthafte Bemühung abzuklären, warum der Cholesterinwert oder der Blutdruck zu hoch sind.

Stellen Sie sich mal ein Spektrum vor, bei dem totale Gesundheit auf der linken Seite steht und der Tod auf der rechten Seite. Die Interventionen der Schulmedizin setzen ziemlich weit auf der rechten Seite des Spektrums an.

Was meine ich damit? Nun, ihr Blutzucker ist 120 mg/dl. Super, Sie haben noch keinen Diabetes. Wir beobachten das mal. Oh, jetzt ist er 126 mg/dl, da verschreibe ich Ihnen mal Metformin.

Damit Sie mich richtig verstehen, wenn ich einen Unfall habe, möchte ich sicherlich im Krankenhaus behandelt werden, denn akute Ereignisse sind etwas, das die Schulmedizin richtig gut behandeln kann. Aber chronische Krankheiten – nicht so wirklich.

Dabei wäre es so einfach (wenn auch nicht leicht). Neuere Studien zeigen auf, dass mehr als 85 Prozent der chronischen Krankheiten durch Umweltfaktoren wie Ernährung, Verhalten, Umweltgifte und den Lebensstil verursacht werden (10).

Genau genommen entstehen chronische Erkrankungen durch ein Missverhältnis zwischen unseren Genen und unserer Biologie auf der einen Seite und der modernen Umwelt auf der anderen Seite. Für diese Behauptung gibt es viele Beispiele.

So hatten 1980 nur 1 Prozent der chinesischen Bevölkerung Diabetes. In nur einer Generation stieg dieser Anteil um erstaunliche 1.160 Prozent (11). Und was war passiert? Gab es auf einmal eine Genmutation in einem Großteil der Bevölkerung, die diese Erkrankung hervorrief?

Natürlich nicht. Was tatsächlich passiert war, war dass die Chinesen während dieser Zeitspanne ihre Ernährung von einer traditionellen Diät auf einen mehr westlich orientierten Ernährungsstil (inklusive Softdrinks) umgestellt hatten.

Fazit: Wenn wir chronische Erkrankungen verhindern und heilen wollen, dann brauchen wir ein medizinisches Modell, das das Missverhältnis zwischen unseren Genen und unserer Umwelt als Triebfeder für chronische Erkrankungen versteht und sich darauf konzentriert, die zugrunde liegenden Ursachen zu verhindern oder zu behandeln anstatt nur Symptome zu kaschieren.

 

Ein dominantes Arzt-Patienten Verhältnis

Auch das Verhältnis zwischen Arzt und Patient bereitet Probleme. Warum? Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Auf die wichtigsten Maßnahmen wird gar nicht eingegangen. Wie gesagt, sind die Hauptursachen für chronische Krankheiten nicht genetisch bedingt, sondern liegen in einem falschen Verhalten. Die Leute treffen einfach die falsche Wahl was Essen, körperliche Aktivität, Schlaf und Stressmanagement angeht – und das immer wieder, ihr Leben lang.

Und genau hier müssten Ärzte ansetzen und ihre Patienten dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen. Nicht besonders sexy, ich weiß.

Allerdings macht das System der Schulmedizin dieses Vorgehen auch sehr schwer. Ein Arzt hat pro Patient ungefähr 8 Minuten Zeit. Wenn ein Patient mehrere chronische Krankheiten hat, mehrere Medikamente einnimmt und nun neue Symptome aufweist, dann ist es in der Zeit fast unmöglich, mehr zu tun als ein weiteres Rezept auszuschreiben.

Wie sollte der Arzt auch innerhalb von vielleicht 4 Minuten, die ihm nach der Schilderung der Symptome durch den Patienten noch verbleiben, auch eine detaillierte Diskussion über Ernährung und Lebensstil führen. Und stellen Sie sich mal vor, wie lange er bei durchschnittlich 45 Patienten pro Tag da wohl arbeiten sollte (12).

Und selbst wenn der Arzt dem Patienten beim Hinausgehen noch den Vorschlag macht, die Ernährung oder den Lebensstil umzustellen, glauben Sie das hilft so auf die Schnelle? Wir wissen doch alle, dass Wissen nicht vor schlechten Entscheidungen schützt, oder wie erklären Sie sich rauchende Ärzte und geschiedene Eheberater. Viele Ärzte sind auch einfach frustriert, weil sie genau wissen, dass diese Vorschläge sowieso nicht angenommen werden. Wie könnten sie auch – Patienten brauchen sehr viel Untersützung dabei, wenn sie ihr Leben und ihre Ernährung tatsächlich langfristig und erfolgreich umstellen sollen.

Man muss auch mal überlegen, wenn 90 Prozent des Termins damit zugebracht werden, über Symptome und die entsprechenden Medikamente zu sprechen und vielleicht 10 Prozent für Lebensstil Ursachen und Lösungen übrig bleiben – was glauben Sie nimmt der Patient ernster?

Wenn wir chronische Erkrankungen wirklich behandeln wollen, dann brauchen wir eine Systemänderung im Gesundheitswesen, die dazu führt dass:

  • Dem Arzt sehr viel mehr Zeit für den einzelnen Patienten gegeben wird, damit er eine detaillierte Anamnese (Krankengeschichte) erheben kann, Zeit hat, diese mit dem Patienten zu besprechen und ihm Chancen für Änderungen aufzuzeigen. Der 8-Minuten Termin mag ja zum Verschreiben von Medikamenten ausreichend sein, aber für eine wirklich ausführliche Erstanamnese können Sie mal locker 1 -2 Stunden veranschlagen.
  • Zwischen Arzt und Patient eine Zusammenarbeit zustande kommt, bei der der Arzt mit dem Patienten als Partner zusammenarbeitet – und der Patient eine sehr aktive Rolle in seiner Genesung übernehmen muss -, anstatt des in unserem Gesundheitssystem vorherrschenden „Expertenmodells“, in dem der Arzt die Marschrichtung bestimmt, und der Patient alles nur passiv mit sich geschehen lässt.
  • Zusätzlich erhält der Patient Zugang zu einem Betreuungsteam aus Arzthelfern, Krankenschwestern, Ernährungsberatern, Gesundheitscoaches und anderen Berufsgruppen, die die Pflege und Unterstützung zwischen den einzelnen Arztbesuchen aufrecht erhalten.

Integrative Medizin in einigen Ländern schon auf dem Vormarsch

Die gute Nachricht ist, dass genau dieses Modell in einigen Ländern schon praktiziert wird. In Amerika werden Abteilungen für Integrative Medizin (oder Funktionelle Medizin) bereits an einigen großen Kliniken betrieben – unter anderem an der Cleveland Clinic, und die ist nicht so ganz unbekannt.

In England hat es die Integrative Medizin sogar schon ins Fernsehen geschafft mit der Dokuserie Doctor in the House der BBC, in der Dr. Rangan Chatterjee zeigt, wie chronische Erkrankungen durch einfache Änderungen der Ernährung und des Lebensstils geheilt werden können.

Es ist wirklich höchste Zeit, dass wir etwas ändern.

 

(1) http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/Geda09/chronisches_kranksein.pdf?__blob=publicationFile

(2) Herausforderungen an die Gesundheitsforschung für eine alternde Gesellschaft am Beispiel „Multimorbidität“ http://edoc.rki.de/oa/articles/re050fIYfPO4E/PDF/21AvGqmVr4ryo.pdf

(3) http://www.bundesaerztekammer.de/aerztetag/beschlussprotokolle-ab-1996/110-daet-2007/punkt-iii/chronische-erkrankungen/

(4) Coronary atherosclerosis in indigenous South American Tsimane: a cross-sectional cohort study http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(17)30752-3/fulltext?elsca1=tlpr

(5) https://de.statista.com/themen/1468/uebergewicht-und-adipositas/

(6) Projections of Trends in Overweight in the Elderly Population in Germany until 2030 and International Comparison https://www.karger.com/Article/FullText/358738

(7) https://www.cdc.gov/ncbddd/autism/data.html

(8) http://www.newsweek.com/prescription-drugs-rise-new-estimates-suggest-60-americans-take-least-one-390354

(9) Neue Wege in der ambulanten Versorgung https://www.kvsh.de/db2b/upload/downloads/nordlicht_04_2013_web.pdf

(10) Genetic Factors Are Not the Major Causes of Chronic Diseases http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0154387

(11) https://medium.com/@drjasonfung/the-deadly-effects-of-fructose-b4d0128f3b39

(12) https://www.tz.de/welt/acht-minuten-patient-596912.html

Was Sie über Antibiotika wissen sollten

Antibiotika TablettenWas Antibiotika angeht, so besteht inzwischen Alarmstufe Rot. Zeitungsmeldungen wie „Die Rückkehr der Seuchen“, „Multiresistente Keime nehmen zu“, „Antibiotikaresistenzen“ häufen sich. Der Grund dafür ist, dass Antibiotika sowohl beim Menschen als auch in der Tiermedizin viel zu häufig verordnet werden.

Sie werden für Husten, Schnittwunden, Harnwegsinfekte, vorsorglich bei Operationen und oftmals „für alle Fälle“ verschrieben, selbst bei viralen Infektionen, für die sie überhaupt nicht wirken (denn es könnte ja zu einer bakteriellen Superinfektion kommen). „Infektionen können tödlich sein“ ist das Mantra derjenigen, die immer noch nicht begriffen haben, dass es nicht wir gegen die Bakterien sind, sondern dass wir einen Großteil dieser kleinen Lebewesen tatsächlich brauchen, damit wir überleben.

Es mag Sie jetzt überraschen, aber die wirkliche Gefahr könnte darin bestehen, dass Sie Ihrem Körper eine „gegen das Leben“ (anti bios) gerichtete Chemikalie zuführen, die unbeabsichtigte Kollateralschäden verursachen kann. Einige dieser Schäden sind so schwerwiegend, dass sie Ihr gesamtes Leben verändern können. Klingt dramatisch? Das ist es auch! Und ich bin überzeugt, dass Sie die nächste Einnahme eines Antibiotikums stark überdenken werden, wenn Sie erfahren, dass es sicherere Methoden gibt, mit Infektionen fertig zu werden.

In der Medizin gilt, dass der Patient eine „informierte Einwilligung“ geben muss.  Dies bedeutet, dass Sie rechtmäßig nur dann in eine Behandlung einwilligen können, wenn Sie sämtliche Vor- und Nachteile der Behandlung sowie etwaige Alternativen kennen. Sind Sie schon mal umfassend über die Vor- und Nachteile von Antibiotika aufgeklärt worden? – Dachte ich mir.

In der Regel greifen Ärzte bei Infektionen weiterhin reflexartig zum Rezeptblock, und – seien wir mal ganz ehrlich – ist es auch genau das, was die Patienten erwarten. Schließlich wollen sie sich möglichst schnell wieder besser fühlen und diese lästige Infektion weg haben.

Nun, sehen wir uns doch mal die Vor- und Nachteile einer Antibiotikabehandlung sowie die Alternativen an.

Die Vorteile der Antibiotika

Offensichtlich wirken Antibiotika, oder? Na ja, wir sehen inzwischen, dass unsere Annahmen diese Substanzgruppe betreffend auf sehr wackeligen Füßen stehen. Tatsache ist, dass Infektionen einen natürlichen Verlauf haben. Sicher gibt es Infektionen, die tödlich verlaufen (und in diesem Fall – danke Antibiotikum), aber viele heilen auch ohne Folgen aus (und das auch, wenn man kein Antibiotikum nimmt). Sie wissen schon, der Schnupfen dauert mit Behandlung 2 Wochen und ohne Behandlung 14 Tage (ja, und ich weiß, dass das ein blödes Beispiel ist, weil Antibiotika bei Schnupfen nicht indiziert sind – sie werden aber trotzdem verschrieben).

Mit steigenden Zahlen von Antibiotika resistenten Keimen (durch häufig unnötige Verordnungen) und weniger neu entwickelten Substanzen in der Pipeline (mit anderen Medikamenten lässt sich so viel mehr Geld verdienen), müssen wir uns jetzt ernsthaft fragen, ob das Vorgehen, Leben einfach auf breiter Fläche auszurotten (und genau das tut ein Breitband-Antibiotikum) wirklich der Weg zu mehr Gesundheit ist.

Die Risiken der Antibiotika

Eine Aufklärung über die Risiken der Antibiotikaeinnahme könnte ungefähr so aussehen:

„Sie haben einen oberen Atemwegsinfekt. Ich bin mir nicht sicher, ob der bakteriell bedingt ist, aber nehmen Sie auf jeden Fall mal dieses Antibiotikum, damit Sie nicht womöglich eine Superinfektion bekommen und dann mit einer Lungenentzündung dasitzen… Ach ja, es ist zwar unwahrscheinlich, aber es kann durch dieses Antibiotikum passieren, dass Sie hinterher bettlägerig sind, weil neurologische Schäden aufgetreten sind, Sie könnten auch eine Infektion durch opportunistische Keime (Keime, die die Immunschwäche durch die Infektion ausnutzen, um sich zu vermehren) bekommen und wenn es ganz blöd läuft, dann haben Sie hinterher vielleicht eine brandneue psychiatrische Diagnose wie zum Beispiel eine manisch-depressive Störung. Ich hoffe, es geht Ihnen bald besser.“

Mikrobiom abhängige Risiken

Als das Mikrobiom entdeckt wurde, hätte die Schulmedizin eigentlich ihre therapeutischen Ansätze neu überdenken müssen. Die Ansicht, dass der Körper eine Maschine ist, die nur gut gewartet und geschmiert werden muss, damit sie funktioniert, ist völlig obsolet. Wir wissen jetzt, dass ein inneres Ökosystem unsere Gene an- und abschaltet (epigenetische Expression) und damit Auswirkungen unter anderem auf die Nährstoffproduktion, den Stoffwechsel, die hormonelle Balance, das Immunsystem und entzündliche Reaktionen hat. Es wird höchste Zeit, dass wir uns damit beschäftigen, was unser Mikrobiom gesund erhält und was ihm schadet.

Bisher haben wir viele Fragen und nur wenige Antworten (1).

Das Mikrobiom moderner Jäger und Sammler wurde untersucht, denn diese sind in der Regel gesund (solange die Zivilisation sie in Ruhe lässt). Es zeigte sich, dass vor allem die Diversität der Darmbakterien bei ihnen wesentlich höher ist als in der zivilisierten Welt (2). Inzwischen ist man sich einig, dass diese Diversität zur Gesundheit beiträgt. Zu dieser Einsicht passt so gar nicht, dass jede Antibiotikaeinname die Diversität der Bakterien im Darm vermindert. Uups.

Man weiß inzwischen auch, dass Probiotika sich vorteilhaft auf die Gesundheit auswirken, während Chemikalien wie das Ackergift Glyphosat für unsere Darmbakterien ein Desaster sind. Außerdem haben wir erfahren, dass die Übertragung von Bakterien schon vor der Geburt anfängt, bei gestillten Kindern durch die Muttermilch weitergeführt wird und so im Alter von 2 Jahren den Grundstein für die spätere Gesundheit legt. Es ist auch jedem klar, dass das wahllose Abtöten von Bakterien womöglich seinen Preis hat. Die Frage ist nur, ist dieser Preis höher als eine Pilzinfektion oder Durchfall?

Wahrscheinlich schon. Wir haben inzwischen genug Hinweise dafür, dass Antibiotika die „guten“ Darmbakterien genauso wie die „schlechten“ abtöten und dadurch zu einer Dysbiose führen, die den Betroffenen verletzlich macht. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2017 (3) zeigt auf, dass Reisende, die Antibiotika einnahmen, ein erhöhtes Risiko für Lebensmittelvergiftungen hatten – inklusive Infektionen durch Antibiotika resistente Bakterienstämme. Die Heilungsraten waren nicht vorhersehbar und wurden mit jeder weiteren Antibiotikaeinnahme schlechter.

„Selbst kurzzeitige Antibiotikagaben können das Mikrobiom für ein Jahr oder sogar länger stören. Bei wiederholten Einnahmen scheint eine Wiederherstellung des Mikrobioms nicht mehr statt zu finden.“

In einer weiteren Studie wurde gezeigt, dass selbst nach einem kurzen Einsatz von Ciprobay (häufig verschrieben bei Harnwegsinfekten) das Mikrobiom nach mehr als selchs Monaten noch eine Abnahme der Diversität um ca. ein Drittel aufwies (4).  Schon diese Verminderung der Diversität kann die Ursache einer weiteren Erkrankung sein.

Das Reizdarmsyndrom ist zum Beispiel so eine Erkrankung, die mit einer geringeren Anzahl „guter“ Bakterien in Zusammenhang gebracht wird. Ebenso ist eine Dysbiose der Vorläufer für Autoimmunerkrankungen (5), Adipositas und Gewichtszunahme (6).

Es ist also ziemlich klar, dass wir alle weniger Antibiotika nehmen sollten. Lässt es sich aber trotzdem nicht umgehen, dann sollten Sie wenigstens schon während der Einnahme zusätzlich ein Probiotikum nehmen und fermentierte Lebensmittel essen, um die Darmflora wieder aufzubauen.

Vom Mikrobiom nicht abhängige Risiken

Wenn Sie von den Mikrobiom abhängigen Risiken nicht schon die Nase voll haben, es gibt auch immer mehr Literatur zum Thema von Mikrobiom unabhängigen Antibiotikarisiken.

Diese Risiken gehen von verlangsamter Knochenheilung (7) bis zu akuten Leberschäden (8). Es sind Effekte auf zellulärer Ebene, die weit über das Auslösen einer Dysbiose hinausgehen. Diese Effekte beinhalten auch Veränderungen in den Stoffwechselprodukten der Darmbakterien, Schäden an den Mitochondrien (9) (die Energielieferanten der Zelle) und Schäden an der Darmschleimhaut.

Sehr beunruhigend finde ich auch die gut dokumentierten psychiatrischen Risiken der Antibiotika. Diese treten auf, da Antibiotika in klinisch relevanten Konzentrationen mit den gleichen Molekülen interagieren, die normalerweise für die Wirkung psychotroper Medikamente verantwortlich gemacht werden.

In einer gerade erschienen Arbeit (10) wird vorgeschlagen, dass Patienten über diese Risiken informiert werden sollten. Es ist also darauf hinzuweisen, dass Antibiotika zu Störungen wie Reizbarkeit, Verwirrung, Enzephalopathie (Hirnerkrankungen), Suizidalität (Selbstmordgefährdung), Psychose und Manie führen können. Die Forscher bemerken abschließend:

„Die neuropsychiatrischen Effekte von antimikrobiell wirksamen Medikamenten sind in der Literatur dokumentiert. Eine Anzahl dieser Substanzen haben das Potential Effekte am ZNS (Zentralnervensystem) auszuüben und viele werden mit stimulierenden, psychotomimetischen* und epileptogenen** Eigenschaften in Verbindung gebracht, die über einen GABA Antagonismus (β-Lactame, Quinolone und Clarithromycin), NMDA Agonismus (D-Cycloserin, Aminoglykoside, evtl. Quinolone), MAO Inhibition (Metronidazol und Isoniazid) ausgeübt werden.“

 *Psychotischen Reaktionen ähnelnd, ** Krampfanfall fördernd

Tatsächlich wird teilweise der Terminus „Antibiomanie“ verwendet, um das Vermögen der Antibiotika zu beschreiben, manische Symptome zu verursachen. Es scheint so als wären Männer häufiger von dieser Nebenwirkung betroffen als Frauen. Es gibt auch Untersuchungen, die einen dosisabhängigen Zusammenhang zwischen einer Antibiotikagabe und dem Auftreten einer Depression sehen (11).

Wenn Sie diese Zusammenhänge nicht kennen, könnten Sie überzeugt sein, dass Ihre neu aufgetretene „psychische Erkrankung“ eine völlig neue Diagnose ist, die eine lebenslange Behandlung bedingt.

Die Alternativen

Glücklicherweise gibt es zum Einsatz eines Antibiotikums aber viele Alternativen. Noch besser – Sie können viele dieser pflanzlichen Therapien täglich in Ihre Mahlzeiten integrieren.

Botanische Kräuter

Schon seit Jahrhunderten werden Kräuter als Antibiotika verwendet. Wenn Sie das Internet durchsuchen, werden Sie für fast alle Beschwerden entsprechende Heilkräuter finden. Ich gebe hier nur einige Beispiele:

  • Inula helenium (Echter Alant) ist 100 Prozent effektiv gegen 200 Isolate von Staphylococcus aureus (verursacht u. a. Furunkel, Abszesse) (12).
  • Alpinia galanga (Thai Ingwer) ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse, die traditionell in asiatischen Ländern benutzt wird. Sie wirkt effektiv gegen Salmonella typhi und E. coli sowie andere Antibiotika resistente Bakterienstämme (13).
  • Nigella sativa (Echter Schwarzkümmel) Extrakt tötet MRSA Bakterien
  • Zimt und Oregano wirken ebenfalls gegen viele resistente Bakterien (14).
  • Kümmel und Rosmarin haben eine starke antibakterielle Wirkung, ebenso wie Holunderbeeren.
  • Nicht zu vergessen Echinacea (Sonnenhut), der das Immunsystem kräftig ankurbelt (15).
Probiotika

Probiotika bieten eine gute Möglichkeit, eine Dysbiose auszugleichen, indem sie die „guten“ Bakterien vermehren. Wenn Sie Probiotika konsumieren, verbessern Sie die Funktion Ihres Stoffwechsels und Ihres Immunsystems und sorgen außerdem dafür, dass unerwünschte Bakterien unterdrückt werden.

Studien haben gezeigt, dass Probiotika bakterielle Infektionen von Zahnfleischentzündungen über durch H. pylori hervorgerufene Infektionen des Magens bis zur bakteriellen Vaginose (Ungleichgewicht der Scheidenflora) bereinigen können.

Natürlich können Sie Probiotika in Pillenform einnehmen, aber fermentierte Nahrungsmittel erledigen den Job eigentlich wesentlich besser (und billiger), da sie sehr viel mehr unterschiedliche Bakterienstämme enthalten. Also essen Sie am besten täglich eine Portion Sauerkraut oder bereiten Sie zuhause Kefir oder Kombucha zu.

Knoblauch

Hippokrates, dem das Zitat „Lass Nahrung deine Medizin sein“ zugesprochen wird, hätte Knoblauch sicherlich als ein medizinisch sehr wertvolles Nahrungsmittel angesehebn. Diverse Studien belegen den antimikrobiellen Effekt von Knoblauch, unter anderem auch eine, in der Knoblauchwasser gegen 133 Bakterienstämme mit Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika getestet wurde, und die aufzeigte, dass das Knoblauchwasser beachtliche antimikrobielle Eigenschaften hat (16).

Eine randomisierte kontrollierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass Knoblauch dem Antibiotikum Metronidazol in der Behandlung der bakteriellen Vaginosis überlegen ist. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Knoblauch sowohl eine bessere therapeutische Effektivität als auch geringere Nebenwirkungen aufwies (17).

Knoblauch stellt eine effektive Therapie für Infektionen durch H. pylori und Clostridium difficile dar. Ebenso kann er für die Therapie der Lungenentzündung eingesetzt werden (18). Und der Konsum von Knoblauch schützt nicht nur vor bakteriellen Infektionen, sondern führt außerdem zu einer Blutdrucksenkung, stabilisiert den Blutzucker und senkt das Krebsrisiko. Das macht Knoblauch zu einem meiner Lieblingsnahrungsmittel.

 Manuka Honig

Manuka Honig ist wahrscheinlich eine der leckersten Möglichkeiten, gesund zu bleiben. Dieser Honig kommt aus Neuseeland und stammt aus den Pollen des Manuka Busches. Er wird schon seit Tausenden von Jahren angewendet.

Dieser Antioxidantien-reiche Honig wird gerne in teurer Kosmetik verwendet, da er eine antientzündliche und antimikrobielle Wirkung hat. Innerlich angewandt kann er Antibiotika-resistente C. difficile Infektionen heilen (19), ebenso Halsentzündungen, Harnwegsinfekte und MRSA (20).

Ein weiterer Bonus, den Sie durch den Verzehr von Honig erhalten, ist, dass er Propolis enthält. Das ist eine Mischung aus Bienenspeichel und Wachs, die als Bienenkittharz, bekannt ist. Es enthält über 300 therapeutische Substanzen, die sowohl schädliche Bakterien als auch Krebszellen bekämpfen (21).

Kolloidales Silber

Bei kolloidalem Silber handelt es sich um äußerst kleine, feine, positiv geladene Silberpartikel, so genannte Nanopartikel, die tief in das Körpergewebe des menschlichen Organismus eindringen und schädliche Krankheitserreger abtöten können. Es wurde bereits in der Antike als „natürliches“ Wunder- und Heilmittel verwendet, um Infektionen und Entzündungen wirksam zu behandeln, die durch schädliche Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze verursacht wurden.

Silber wird häufig in intravenösen Kathetern, Zahnfüllungen, Verbandmatierial und Knochenimplantaten verwendet. Der genaue Mechanismus der amtimikrobiellen Wirkung wird noch diskutiert. Der Wirkmechanismus scheint auf einer Schädigung der Zellmembranen pathogener (krankmachender) Bakterien zu beruhen. Je nach Oberflächenladung der Silber Nanopartikel und der Bakterienart, können die Bakterien durch die Bildung freier Radikale, die Ansammlung von Nanopartikeln in der Bakterienzellwand oder den Verlust von Zellmembrankomponenten getötet werden (22).

Kolloidales Silber kann sowohl als topische Behandlung bei Hautinfektionen wie MRSA angewendet werden als auch als orales Antibiotikum.

Vitamine

Natürlich dürfen auch Vitamine nicht in der Aufzählung fehlen. Hier ist besonders Vitamin C zu nennen, dessen Effektivität sogar bei einer Blutvergiftung (Sepsis) nachgewiesen ist (23). Unverständlich ist nur der Tageshöchstwert den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung angibt. Dieser beträgt zwischen 100 und 150 mg/Tag für einen Erwachsenen. Selbst ein Meerschwein stellt mehr Vitamin C pro Tag her!

Das zweite Vitamin (oder eigentlich besser Hormon), das ich Ihnen ans Herz legen möchte, ist Vitamin D3. Es steuert praktisch das gesamte Immunsystem (24).

Vielleicht ist es Zeit für einen Waffenstillstand

Wir sind alle darauf eingeschworen, dass Bakterien unbedingt bekämpft werden müssen, alles muss klinisch sauber und am besten steril sein. Aber vielleicht ist es Zeit, diesen Kampf zu beenden. Und wenn wir schon dabei sind, sollten wir vielleicht auch Frieden mit unserem Körper schließen. Wie schon öfter gesagt: Unser Körper tut alles, um uns am Leben zu erhalten. Es wäre zur Abwechslung vielleicht einmal ganz nett, ihn dabei zu unterstützen.

Das heißt, dass wir unsere Einstellung überdenken müssen und zu dem Schluss kommen sollten, dass wir nicht die Alleinherrscher sind, die mit der Natur machen können, was sie wollen. Mit dieser Einstellung können wir nur verlieren. Es wird Zeit einzusehen, dass eine natürliche Geburt (im Gegensatz zu einem Kaiserschnitt) und die Ernährung mit Muttermilch (statt industrieller Säuglingsnahrung) der Grundstein für unsere gesundheitliche Widerstandskraft ist und nicht irgendwelche Pillen, die schlau vermarktet werden.

Das Mikrobiom zeigt uns auf, dass wir mit der Natur enger verwoben sind, als es die meisten von uns wahrhaben wollen. Man kann nicht einfach einen Faden aus diesem Netz ziehen und glauben, dass es schon weiterhin halten wird. Denken Sie daran, dass Symptome einfach die Art sind, wie Ihr Körper auf Missstände aufmerksam macht. Es ist allemal besser, die Ursache dieser Missstände abzustellen als blind mit einer Schrotflinte zu schießen und zu hoffen, dass man schon irgendetwas treffen wird.

(1) The effects of antibiotics on the microbiome throughout development and alternative approaches for therapeutic modulation https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4831151/

(2) http://www.iflscience.com/health-and-medicine/tremendously-diverse-microbiome-found-hunter-gatherers-living-amazon/

(3) Effects of short- and long-course antibiotics on the lower intestinal microbiome as they relate to traveller’s diarrhea. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28520993

(4) The pervasive effects of an antibiotic on the human gut microbiota, as revealed by deep 16S rRNA sequencing. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19018661

(5) Commensal bacteria (normal microflora), mucosal immunity and chronic inflammatory and autoimmune diseases. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15158604

(6) An obesity-associated gut microbiome with increased capacity for energy harvest http://www.nature.com/nature/journal/v444/n7122/abs/nature05414.html

(7) A comparison of effects of fluoroquinolones on fracture healing (an experimental study in rats). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15688263

(8) Fluoroquinolone therapy and idiosyncratic acute liver injury: a population-based study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22891208

(9) Bactericidal Antibiotics Induce Mitochondrial Dysfunction and Oxidative Damage in Mammalian Cells https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3760005/

(10) Neuropsychiatric Effects of Antimicrobial Agents. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28197902

(11) Antibiotic exposure and the risk for depression, anxiety, or psychosis: a nested case-control study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26580313

(12) In vitro activity of Inula helenium against clinical Staphylococcus aureus strains including MRSA. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20095126

(13) Antiplasmid activity of 1′-acetoxychavicol acetate from Alpinia galanga against multi-drug resistant bacteria. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19501283

(14) Plant-derived compounds inactivate antibiotic-resistant Campylobacter jejuni strains. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18592739

(15) In vitro effects of echinacea and ginseng on natural killer and antibody-dependent cell cytotoxicity in healthy subjects and chronic fatigue syndrome or acquired immunodeficiency syndrome patients.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9043936

(16) In vitro antimicrobial properties of aqueous garlic extract against multidrug-resistant bacteria and Candida species from Nigeria. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15383227

(17) Comparing the Therapeutic Effects of Garlic Tablet and Oral Metronidazole on Bacterial Vaginosis: A Randomized Controlled Clinical Trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4166107/#A19118R8

(18) Investigation on the antibacterial properties of garlic (Allium sativum) on pneumonia causing bacteria. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12602248

(19) Antibacterial effect of Manuka honey on Clostridium difficile. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23651562

(20) Manuka honey inhibits cell division in methicillin-resistant Staphylococcus aureus.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21903658

(21) In vitro antiproliferative/cytotoxic activity on cancer cell lines of a cardanol and a cardol enriched from Thai Apis mellifera propolis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22458642

(22) Antimicrobial effects of silver nanoparticles. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17379174

(23) Mechanism of action of vitamin C in sepsis. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2767105/

(24) Vitamin D macht das Immunsystem scharf. http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/994522/

ADHS – Es müssen nicht immer Psychopharmaka sein

In Deutschland wird die Diagnose ADHS bei 5% der Kinder und Jugendlichen gestellt, das entspricht ca. 500.000 Betroffenen zwischen 6 und 18 Jahren. Die Tendenz steigt deutlich. Allerdings muss man auch sehen, dass Lehrer und Erzieher heute schnell dieses Etikett für Kinder vergeben, die irgendwie auffällig sind und nicht in die Norm passen.

Der von Wilhelm Busch beschriebene Zappelphilipp ist ein Paradebeispiel für ein Kind mit ADHS, und wir alle erinnern uns wohl an Mitschüler oder Spielgefährten, die in dieses Schema hineinpassen. Der Unterschied ist, vor 40 Jahren wurden diese Kinder nicht mit Amphetaminen und Noradrenalin Wiederaufnahmehemmern behandelt, um sie besser handhaben zu können.

ADHS Statistik

 

Wenn Sie selbst ein Kind haben, dass von dieser Erkrankung betroffen ist, stellt sich die Frage – was können Sie tun? Das Aufmerksamkeitdefizit-syndrom ist die am häufigsten gestellte Diagnose in der Kinderpsychiatrie. In der Vergangenheit wurde diese Erkrankung in den meisten medizinischen Fachzeitschriften als geringfügiger Hirnschaden, hyperaktives Kind Syndrom oder geringfügige cerebrale Fehlfunktion beschrieben.

Typische Symptome des ADHS

  • kurze Aufmerksamkeitsspanne
  • geringe Konzentrationsfähigkeit
  • Schwierigkeiten, Dingen zu folgen
  • Flüchtigkeitsfehler
  • Ungeduld, nicht warten können
  • Vorlaute Art
  • Impulsivität
  • Hyperaktivität
  • Dinge nicht zu Ende bringen können
  • fehlendes Durchhaltevermögen
  • schlechte Organisation.

Diese Symptome führen häufig zu Schulproblemen sowohl beim Lernen als auch durch die Verhaltensauffälligkeiten. Aufgaben, die Konzentration erfordern, sind fast unmöglich zu erfüllen, was bei den Betroffenen zu Frustration, Reizbarkeit, Aufregung und häufig leichtsinnigem Verhalten führt.

Man unterscheidet drei Typen des ADHS:
  1. Unaufmerksam
  2. Vorwiegend hyperaktiv
  3. Kombinierter Typ.

Bei Mädchen kommt vor allem die Unaufmerksamkeit vor, während Jungen eher hyperaktiv sind. Wenn ein Kind mit nicht diagnostiziertem ADHS zum Teenager heranreift, besteht ein erhöhtes Risiko für Drogenmisbrauch und kriminelles Verhalten. Betroffene haben häufig keinen Schulabschluss.

Im Erwachsenenalter sind die vorherrschenden Symptome das Unvermögen, Arbeiten zu beginnen oder zu Ende zu bringen, Desorganisation und Konzentrationsschwäche.

Die konventionelle Behandlung des ADHS

Wird die Diagnose ADHS gestellt, so wird den Eltern in der Regel geraten, die Symptome mittels Tabletten in den Griff zu bekommen. Hierzu werden meist die Psychostimulantien Methylphenidat (Ritalin) und Dexamphetamin (Attentin) oder der Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Atomoxetin (Strattera) verschrieben. Die Substanzen werden als „gut verträglich“ eingestuft, was aufgrund der Tatsache, dass sie ein deutliches Suchtpotential (1) haben, etwas merkwürdig anmutet. Es wird auch diskutiert, ob diese Medikamente mitverantwortlich für ein erhöhtes Suizidrisiko (Selbstmord) bei ADHS Patienten sein könnten (2)

 

ADHS Methylphenidat-Verbrauch

Quelle: www.lehrerfreunde.de

 

Sowohl bei den Amphetaminen als auch bei den Methamphetaminen wird die aufputschende Wirkung durch die verstärkte Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin hervorgerufen. Der Körper wird sozusagen in Alarmbereitschaft versetzt; Funktionen wie Atmung, Puls und Blutdruck stellen sich auf Angriff oder Flucht ein (d. h. er befindet sich in einer Stresssituation). Mit der erhöhten Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft geht ein euphorisches Selbstbewusstsein einher. Von der Pharmakokinetik (Verstoffwechslung) her entspricht Ritalin übrigens genau der Droge Kokain (3).

Sie müssen sich das mal so vorstellen, dass diese Psychostimulantien im Wesentlichen nichts anderes sind als das althergebrachte Speed, das auf der Straße verkauft wird. Als Partydroge ist es illegal, aber Kindern und Jugendlichen kann man es ganz legal verschreiben.

Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt viele Gründe für das Auftreten eines ADHS, und wenn Sie Ihrem Kind etwas Gutes tun wollen, dann sollten Sie nach den Gründen suchen, warum die ADHS Symptome auftreten.

Von ADHS Betroffene haben oft Verdauungsprobleme, Umwelt- und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Nährstoffmängel, Schwermetallbelastungen, Fettsäuren- und Aminosäurenimbalancen, Überempfindlichkeiten auf Lebensmittelzusatzstoffe und Zucker.

Einige Studien geben einen Hinweis auf eine genetische Vorbelastung. Kinder mit ADHS haben in der Anamnese (medizinischen Vorgeschichte) häufige Ohrentzündungen (Otitis media), die zu inflationärem Antibiotikaeinsatz und damit zu einer Schädigung des Darmmikrobioms führen.

Es ist sehr schade, dass die meisten Eltern von Kindern mit ADHS nicht über mehr Optionen als die medikamentöse Behandlung und eventuell noch eine Verhaltenstherapie aufgeklärt werden. Natürlich hat die medikamentöse Therapie eine deutliche – und vor allem schnelle – Auswirkung auf die Symptome, aber zu welchem Preis? Sicher ist es toll, wenn ein Kind, das unaufmerksam war, auf einmal konzentriert arbeiten kann und in der Schule gut mitkommt. Was könnte schöner sein? Aber sind Sie auch über die Langzeitfolgen und Gesundheitsrisiken aufgeklärt worden?

Studien an Kindern, die Ritalin einnehmen, zeigen dass der PET Scan (Positronen-Emissions-Tomographie = bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin) immer noch hoch abnormal war, obwohl die Symptome gebessert waren.

Die meisten Ärzte sind natürlich sehr von der Pharmaindustrie beeinflusst und tendieren deshalb dazu, schnell den Rezeptblock zu zücken. Ärzten, die sich mehr mit den Auswirkungen der Ernährung auseinandersetzen, ist schon seit langer Zeit klar, dass Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten zu den Hauptauslösern eines ADHS gehören.

Und das ist auch keine neue Erkenntnis. Bereits 1985 erschien im Lancet eine Studie, die den Effekt verschiedener Nahrungsmittel auf 76 hyperaktive Kinder untersuchte (4). 79 % der Kinder hatten deutliche Verbesserungen in ihrer mentalen Aktivität, ihrer Impulskontrolle und ihrem Verhalten wenn sie Nahrungsmittel, auf die sie mit Unverträglichkeiten reagierten, nicht mehr aßen, und 28 Kinder zeigten sogar ein ganz normales Verhalten. Als die allergieauslösenden Nahrungsmittel wieder eingeführt wurden, zeigten alle Kinder wieder die hyperaktiven Symptome. Noch Fragen?

 Ursachen für das Auftreten eines ADHS

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Hier sind vor allem Zucker und Zusatzstoffe zu nennen (5). Manche ADHS-Kinder leiden auch an einer Unverträglichkeit von Milcheiweiß oder Gluten (6), sodass diskutiert wird, ob bei einer ADHS Diagnose eine Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) ausgeschlossen werden muss.
  • Schwermetallbelastung – besonders Blei ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Dr. H.L. Needlemen von der Medizinischen Fakultät der Universität Pittsburgh hat einen klaren Zusammenhang zwischen den Bleikonzentrationen im Blut von Kindern und spezifischen ADHS Symptomen herausgestellt (7). Nachfolgende Studien haben gezeigt, dass diese Effekte häufig im Erwachsenenalter weiter fortbestehen. Auch Quecksilber wird mit ADHS in Zusammenhang gebracht. Es soll vor allem die kognitive Entwicklung bei Kindern verzögern.
  • Umweltgifte u.a. Tabakrauch, Pestizide und polychlorierte Biphenyle (PCB).
  • Mikronährstoffmangel. Schuld daran ist der Trend in Richtung Fertiggerichte und Fast-Food-Erzeugnisse. Ein Mikronährstoffmangel trägt in vielen Fällen dazu bei, die ADHS-Symptomatik zu fördern, da einige der Mikronährstoffe mittelbar und unmittelbar am Botenstoffwechsel beteiligt sind. So ist für die Bildung von Dopamin die Aminosäure Tyrosin erforderlich, und aus Tryptophan entsteht der stimmungsaufhellende Botenstoff Serotonin (8).
  • Fettsäuremangel. Das Nervensystem besteht zu über 50 Prozent aus Fett. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren machen einen großen Anteil des Gehirnfettes aus und beeinflussen damit sogar die Größe des Gehirns. Sie sind maßgeblich am Lernvermögen beteiligt und somit ausschlaggebend für die Fähigkeit zur Konzentration. Von großer Bedeutung sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.
  • Aminosäurenimbalancen. S. Mikronährstoffmangel.
  • Methylierungsstörungen. Das Hinzufügen oder Entfernen von Methylgruppen bewirkt drastische Veränderungen, denn es schaltet wichtige Gene ein und aus. Unter anderem aktivieren Methylgruppen Serotonin (das Glückshormon) und Melatonin (für erholsamen Schlaf) sowie weitere Neurotransmitter (Nervenbotenstoffe), die für ein psychisches Gleichgewicht wichtig sind.
  • Darmdysbiose. Bei der Dysbiose ziehen sich die freundlichen Bakterien (z. B. Laktobakterien und Bifidobakterien) zugunsten der schädlichen Fäulnisbakterien zurück. Da die freundlichen Bakterien in Symbiose mit uns leben, wir also auf sie und ihre Arbeit angewiesen sind, wirkt sich ihr Verschwinden automatisch negativ auf das Befinden aus. Unter anderem kann die Abwesenheit der „guten“ Bakterien zu Nahrungsmittel-unverträglichkeiten und einem Mikronährstoffmangel beitragen.

Fazit

Bei meiner Arbeit treffe ich immer wieder auf Kinder mit der Diagnose ADHS. Die meisten Eltern wollen das Beste für ihr Kind und machen sich Gedanken darüber, ob die Medikation tatsächlich der richtige Weg ist. Und hier beginnt ihr Dilemma. Die meisten Ärzte suchen nicht nach den Ursachen für das ADHS, sondern erklären, dass die Medikation die einzige Chance auf Besserung der Symptomatik ist.

Der steinige Weg ist die Suche nach den Ursachen, aber nur er verspricht tatsächlich Hilfe bei dieser Erkrankung. Wie schon häufiger angemerkt, sind die Tabletten nur ein Herumdoktern an Symptomen, sie verändern nicht den zugrunde liegenden Krankheitsprozess. Und der kann – wie ich aufgezeigt habe – vielfältige Ursachen haben. Wenn Ihr Kind eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat, dann sollte es das betreffende Nahrungsmittel nicht mehr essen und nicht eine Pille nehmen, die in die Reizübertragung im Gehirn hineinpfuscht. Eine Schwermetallbelastung sollte von jemandem, der etwas davon versteht, ausgeleitet werden. Sie verstehen, was ich meine…

Eins ist ganz klar – die Ursache für ein ADHS liegt nicht in einem Ritalin-Mangel.

 

(1) ADHS und Sucht: erste Erfahrungen in der Behandlung mit Atomoxetin.  https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2005-858616

(2) Mortality associated with attention-deficit hyperactivity disorder (ADHD) drug treatment: a retrospective cohort study of children, adolescents and young adults using the general practice research database.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19810780?dopt=Abstract

(3) The Cult of Pharmacology. https://books.google.de/books?id=pil-29J020IC&pg=PA10&lpg=PA10&dq=pet+scan+and+ritalin&source=bl&ots=C7o9kAz9EE&sig=Mf9DAh8GYYd0MFleX7xUXA2b6hI&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwj7mJmRs9nUAhXF7RQKHT5cBvEQ6AEIMTAC#v=onepage&q=pet%20scan%20and%20ritalin&f=false

(4) Controlled trial of oligoantigenic treatment in the hyperkinetic syndrome. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2857900

(5) Foods and additives are common causes of the attention deficit hyperactive disorder in children. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8179235

(6) Association of Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder and Celiac Disease: A Brief Report https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3184556/

(7) LEAD POISONING http://rachel.org/files/document/Lead_Poisoning.pdf

(8) http://www.adhs-ernaehrung.com/fachartikel/adhs-mikronaehrstoffmaengel

Nichtalkoholische Fettleber – essen Sie zu viele Kohlehydrate?

Nichtalkoholische Fettleber, geschwollener BauchMein Medizinstudium ist schon eine Weile her. Damals haben wir gelernt, dass eine Fettleber mit einem zu hohen Alkoholkonsum zusammenhängt. Die Geschichte geht so: Sie trinken zuviel Alkohol, bekommen eine Fettleber (die auf Hochtouren arbeitet), und wenn Sie weiterhin zuviel Alkohol trinken, dann haben Sie irgendwann eine Leberzirrhose (da arbeitet die Leber dann ziemlich schlecht).  Das hat wohl auch noch die Allgemeinheit im Kopf, denn ich höre häufig von Patienten: „Ich habe eine Fettleber, dabei trinke ich gar keinen Alkohol.“ Es gibt aber eben auch eine nichtalkoholische Fettleber.
Der Zusammenhang zwischen einer Fettleber und Kohlenhydraten ist den meisten Menschen (und auch Ärzten) nicht so ganz einsichtig. Und so wird Patienten erzählt, dass sie eine Fettleber unklarer Genese (ungeklärter Ursache) haben. Aber ist die Genese wirklich unklar, oder sollte sie nicht für jeden sichtbar sein?
Haben Sie jemals Foie gras gegessen? Die sogenannte Gänse- oder Enten-Stopfleber ist eine französische Delikatesse, die hergestellt wird, indem man Gänse oder Enten so mit Essen vollstopft, dass sie eine Fettleber entwickeln, was der Leber einen ganz eigenen Geschmack gibt.
Klingt schrecklich, oder? Ich selbst stehe ja nicht wirklich auf Leber (außer auf selbstgemachte Leberwurst), könnte mir aber auch verkneifen, etwas zu essen, das mit soviel Tierleid in Zusammenhang steht.
Aber was genau wird diesen Tieren nun gefüttert, um die Fettleber hervorzurufen? Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass das wohl eine Menge Fett sein muss, denn Alkohol werden sie doch wohl nicht bekommen. Damit liegen sie aber völlig falsch, denn die richtige Antwort lautet natürlich: Zucker, Mais und Stärke.

Kohlenhydrate verursachen eine nichtalkoholische Fettleber

Wenn Ihnen also Ihr Arzt erzählt, dass Sie eine fettarme Ernährung mit einem hohen Anteil an Kohlenhydraten einhalten sollen, dann sollten bei Ihnen alle Alarmglocken losgehen. Der Grund dafür ist, dass Studien inzwischen belegen, dass Kohlenhydrate – und nicht etwa Fett – in der Ernährung zu Fettablagerungen am Bauch (sehr gefährlich) und in der Leber führen.

Das sind ganz schlechte Neuigkeiten, denn genau diese Ernährung wird uns seit Jahrzehnten angeraten (empfohlen sind immerhin bis 60 Prozent der Kalorien durch Kohlenhydrate abzudecken!!). Und das Ergebnis: Sowohl der Bauchumfang der Bevölkerung als auch die Zahl der Personen mit nichtalkoholischer Fettleber steigt seit Jahren dramatisch.

Wie eine nichtalkoholische Fettleber entsteht

Zuckerkonsum führt dazu, dass in der Leber vermehrt Fett hergestellt wird – ein Prozess, der als Lipogenese (Fettsäuresynthese) bezeichnet wird. Diese Reaktion wird durch Zucker – aber vor allem durch  Fructose (Fruchtzucker) ausgelöst. Fructose ist tatsächlich der Hauptverursacher der nichtalkoholischen Fettleber (1). Und warum ist das so? Nun Glucose kann von allen Körperzellen verwertet werden, das ist aber bei Fructose nicht der Fall. Diese kann nur von der Leber abgebaut werden. Das heißt alle Fructose, die Sie aufnehmen, wandert schnurstracks zur Leber (und erhöht deshalb auch nicht den Blutzuckerspiegel) und schmeißt dort die Lipogenese an.

Um gleich ein Missverständnis auszuräumen – ich spreche hier nicht von der Fructose, die Sie konsumieren, wenn Sie ganze Früchte essen. Mit dieser Fructose kommt unser Körper gut zurecht (es sei denn Sie haben eine Fructoseintoleranz), denn sie gelangt nicht in freier Form in den Körper sondern in Kombination mit Ballaststoffen. Also Entwarnung – Früchte sind unbedenklich (und womöglich sogar gesund!), außer Sie stopfen sich wirklich voll.

Die gefährliche Fructose ist diejenige, die Sie als freie Fructose aufnehmen. Diese kommt vor in:

  • Softdrinks
  • Fruchtsäften
  • Tee (wenn er mit Zucker gesüßt wurde)
  • Energy Drinks (Red Bull u. ä.)
  • Starbucks Kaffeespezialitäten
  • Keksen und Kuchen
  • Schokoriegeln
  • Eiscreme und anderen gefrorenen Süßigkeiten inklusive fettarmer Fruchtjoghurt
  • Frühstücksflocken inklusive Corn Flakes, Müsli und Müsli Riegel
  • Gewürze, Salatsaucen, Balsamico Essig
  • Trockenfrüchte (Rosinen, Datteln, Feigen)
  • Dosenfrüchte, Marmeladen
  • Süße asiatische Saucen
  • Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft
  • Brandy und Liköre

Einige Fakten zur nichtalkoholischen Fettleber

Sowohl in Europa als auch in den USA ist die nichtalkoholische Fettleber mittlerweile die am häufigsten diagnostizierte Ursache einer chronischen Lebererkrankung (2).  Etwa 5 bis 20 % der Patienten mit NAFLD entwickeln eine nichtalkoholische Steatohepatitis – NASH (Fettleberentzündung), die in 10 bis 20 % der Fälle in eine höhergradige Fibrose übergeht. Bei < 5 % entwickelt sich aus der Fibrose eine Leberzirrhose. Basierend auf diesen Schätzungen kann von einer Zirrhoseprävalenz von 0,05 bis 0,3 % in der Allgemeinbevölkerung ausgegangen werden. Jährlich erkranken etwa 2 % der Zirrhosepatienten an einem hepatozellulären Karzinom (Leberkrebs). Eine Fettleber kann also einen sehr unschönen Verlauf nehmen. Hinzu kommt, dass die nichtalkoholische Fettleber auch bei Kindern auftritt, sodass der Schaden im Körper schon zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt auftritt.

Außerdem führt NAFLD zu einer chronischen Entzündung, die wiederum Auslöser für eine Insulinresistenz, einen Prädiabetes und die Ausbildung von viszeralem Fett (Fettablagerungen um die inneren Organe im Bauchraum) ist (3).

Das ist aber noch nicht alles, was übermäßiger Zucker- und Stärkekonsum in Ihrem Körper anrichten kann. Zusätzlich kann es zu einer Erhöhung der Triglyzeride und des LDL („schlechtes Cholesterin), einer Erniedrigung des HDL („gutes Cholesterin“) und einem erhöhten Herzinfarktrisiko kommen (4).

Symptome der nichtalkoholischen Fettleber

Eine Fettleber tut nicht weh, und so haben die meisten Leute keine Ahnung, dass sie diese Erkrankung haben könnten. Frühe Warnzeichen sind:

  • Heißhunger auf zuckerhaltige Lebensmittel
  • Hoher Zucker- bzw. Kohlenhydratkonsum (die Pastadiät)
  • Fettpölsterchen über dem Hosenbund.

Wirklich zu denken geben sollten folgende Anzeichen:

  • Geschwollener Bauch
  • Brustvergrößerung bei Männern
  • Milzvergrößerung
  • Rote Handinnenflächen
  • Erweiterte Blutgefäße in der Haut
  • Müdigkeit
  • Gelbfärbung von Haut und Augen (Ikterus).

 

Auswirkung von Nahrungsfetten

Jeder würde denken, dass der Konsum von Fett eine bestehende Fettleber verschlechtert, das ist jedoch absolut nicht der Fall. Im Gegenteil – Nahrungsfette schalten die Fettproduktion in der Leber ab.

Nahrungsfette triggern auch keine Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse (außer Sie essen sie zusammen mit Kohlenhydraten zum Beispiel als Chicken Nuggets – dann haben Sie echt ein Problem). Wenn Sie die richtigen Fette essen, können Sie Ihren Stoffwechsel beschleunigen, die Fettverbrennung anregen und Hungerattacken vorbeugen.

Welche Fette sind gesund

Natürlich haben nicht alle Fette eine positive Auswirkung auf die Leber. Pflanzenöle sollten Sie hier lieber nicht konsumieren, denn Sie haben sowohl aufgrund ihres Herstellungsprozesses als auch durch den hohen Anteil an Omega-6 Fettsäuren eine entzündungsauslösende Wirkung.

Heilsame Fette sind:

  • Kokosöl oder mittelkettige Triglyzeride (MCTs)
  • Gesättigte Fette wie solche, die im Fleisch und der Milch von Weidetieren enthalten sind. Gesunde gesättigte Fettsäuren wirken entzündungshemmend, wenn sie als Teil einer low-carb Ernährung gegessen werden, die sowohl viele Omega-3 Fette als auch viele Ballaststoffe enthält.
  • Omega-3 Fettsäuren vor allem tierischen Ursprungs (Fisch, Krill), aber auch aus Pflanzen (Chia-, Leinsamen). Pflanzen enthalten allerdings nur ALA (Alpha-Liponsäure) und nicht die wichtigen Omega-3 Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure).

 

Vorbeugung und Therapie

Sowohl die Vorbeugung als auch die Therapie bestehen im wesentlichen aus den selben Strategien.

1. Essen Sie mehr Eiweiß

Aber achten Sie darauf, dass Sie hochwertiges Eiweiß essen, also Nüsse, Samen, Eier, Fisch aus Wildfang, Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung (keine Massentierhaltung!). Konsumieren Sie zu jedem Essen eine etwa Handteller große Portion. Besonders wichtig ist das Eiweiß zum Frühstück, denn es hält lange satt und stabilisiert den Blutzucker.

2. Reparieren Sie bereits angerichteten Schaden

Essen Sie entgiftende Nahrungsmittel wie Brokkoli, Blumenkohl und Rosenkohl. Pro Tag sollten Sie ungefähr 1 – 2 Becher Blattgemüse wie zum Beispiel Kohl, Rucola, Salat und Wasserkresse konsumieren. Versuchen Sie auch mehr Knoblauch und Zwiebeln zu essen. Ihr natürlicher Schwefelgehalt unterstützt die Leber dabei, Toxine auszuscheiden. Rote Bete und Karotten sind ebenfalls hilfreich.

3. Nahrungsergänzungsmittel

Die Heilung wird durch Versorgung mit den richtigen Nährstoffen sehr unterstützt. Zur Unterstützung der Leber kommen zum Beispiel folgende Nahrungsergänzungsmittel in Frage:

  • Kräuter wie Mariendistel, Kurkuma und Löwenzahn
  • α-Liponsäure und N-Acetyl-Cystein. Diese erhöhen die Konzentration von Glutathion, dem wichtigsten Antioxidans des Körpers.
  • Vitamine und Mineralien: B-Vitamine und Magnesium sind besonders wichtig.

4. Gesunde Fette

Wie bereits erwähnt, sind gesunde Fette unverzichtbar, wenn Sie eine gesunde Leber haben wollen. Hierbei handelt es sich um:

  • Olivenöl
  • Avocados
  • Kokosöl oder die konzentrierte Form MCT-Öl
  • Butter von Weidetieren (nicht die gute deutsche Markenbutter)
  • Fisch– und Krill-Öl.

Außerdem sollten Sie zuckerarme Früchte wie Beeren essen. Bei sehr zuckerhaltigen Früchten (Banane, Weintrauben) ist eher Zurückhaltung geboten.

Eine Ernährung mit guten Fetten, moderatem Eiweißgehalt – das bedeutet je nach körperlicher Aktivität zwischen 60 – 100 g pro Tag (zuviel Eiweiß wird vom Körper in Zucker umgewandelt) und wenig Kohlenhydraten (100 – 150 g pro Tag) wird Sie dabei unterstützen, Heißhungerattacken auf Zucker zu überwinden und den durch Zucker angerichteten Schaden wieder gut zumachen.

5. Bewegung

Durch Bewegung – und ich spreche hier nicht von einem Marathontraining – verbessern Sie Ihre Stoffwechselleistung und reduzieren eine eventuell vorhandene Insulinresistenz. Wenn Sie damit beginnen, jeden Tag 30 Minuten spazieren zu gehen, haben Sie schon einen guten Anfang. Noch mehr Spaß macht das natürlich mit einem Hund (der ist dann auch noch für die Oxytocin-Ausschüttung gut (Bindungshormon = sehr wichtig).

6. Verabschieden Sie sich von den Kohlenhydraten

Last but not least, ist dies vielleicht der wichtigste Punkt. Wenn Sie von all diesen Vorschlägen nur einen umsetzen können, dann verzichten Sie auf Zucker – und vor allem auf Fructosebomben wie High Fructose Corn Syrup (HFCS) und Agavendicksaft. Auch auf Stärke (wie in Kohlenhydraten, nicht in Muskelkraft) können Sie getrost verzichten. Es gibt essentielle (lebenswichtige) Fette und essentielle Aminosäuren (Proteine). Es gibt keine essentiellen Kohlenhydrate!

Die Leber ist ein sehr regenerationsfähiges Organ. Mit der richtigen Ernährung können Sie sich auch bald von Ihrer Fettleber verabschieden.

 

(1) Carbohydrate intake and nonalcoholic fatty liver disease: fructose as a weapon of mass destruction. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4405421/

(2) Nichtalkoholische Fettlebererkrankung. https://www.aerzteblatt.de/pdf/111/26/m447.pdf

(3) http://www.webmd.com/diabetes/news/20110225/fatty-liver-may-be-linked-to-diabetes-risk#1

(4) Non alcoholic fatty liver disease and metabolic syndrome. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2633261/

Verursacht Ihr Sonnenschutzmittel Hautkrebs

Sonnenschutzmittel, Sonnencreme, StrandSonnenstrahlen sind extrem gefährlich, sodass Sie sich ohne Sonnenschutzmittel ja nicht nach draußen trauen sollten. Das ist es jedenfalls, was die Boulevardpresse, aber leider eben auch die Ärzteschaft uns einreden wollen.

Vergessen Sie einfach, dass die Sonne das Leben auf der Erde erst möglich macht. Sie ist der Feind – der große Killer, der für Hautkrebs sorgt und dem man – wenn irgend möglich – aus dem Weg gehen sollte. Na ja, und wenn man dann schon nach draußen gehen muss, wenn die Sonne scheint, dann aber doch bitte wenigstens eingeweicht in Sonnencreme mit LSF 50 – 100. Lasst diese bösen Strahlen bloß nicht an eure Haut.

Bei der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft liest sich das dann so (1):

Während die Sonne scheint, sollen Sie sich so kurz wie möglich und vor allem nicht zur Mittagszeit im Freien aufhalten. Sie sollen nicht länger im Freien bleiben, als es Ihr Hauttyp erlaubt. Sie sollen an sonnigen Tagen Aktivitäten im Freien auf den Morgen oder Abend verlegen und Schatten aufsuchen. Sie sollen die Haut im Frühjahr und im Urlaub langsam an die Sonne gewöhnen, und Sie sollen auf jeden Fall einen Sonnenbrand vermeiden.

Ich stimme zu: Sie sollen auf jeden Fall einen Sonnenbrand vermeiden. Damit hören die Gemeinsamkeiten dann aber auch schon auf. Sollen wir tatsächlich die Sonne um alle Kosten meiden? Und was genau sind das für Kosten, die wir damit auf uns nehmen? Immerhin zeigen neuere Studien, dass der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln, der in den letzten 30 Jahren so wahnsinnig angepriesen wird, möglicherweise mehr Schaden als Nutzen hat.

Sonnenschutzmittel blockieren die Vitamin D Produktion in der Haut – darauf weist immerhin sogar die Dermatologische Gesellschaft hin. Auf der Sonnencreme selber werden Sie diesen Hinweis eher nicht finden, obwohl er lebenswichtig ist. Warum? Nun, Vitamin D ist ein extrem wichtiges Hormon (es ist nämlich eigentlich kein Vitamin), das für Ihre Gesundheit und bei der Krebsprävention (Vorbeugung) eine Schlüsselrolle spielt. UUPS!

Zudem enthalten viele – auch bekannte – Sonnenschutzmittel giftige Substanzen, die von Ihrer Haut aufgenommen werden, in den Blutstrom und dann weiter in Ihren gesamten Körper gelangen. Die Frage stellt sich: Könnte das Zusammenwirken einer Vitamin D Blockade und die Effekte dieser giftigen Chemikalien womöglich ursächlich an der Entstehung von Hautkrebs beiteiligt sein? Und Sie werden sehen, es ist eine sehr berechtigte Frage.

Welche Hautkrebstypen werden unterschieden?

Die häufigsten Hautkrebsarten sind:

  • der sogenannte schwarze Hautkrebs (malignes Melanom)
  • der helle Hautkrebs. Zu diesem zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzimon.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 22.000 Menschen an einem malignen Melanom. Das maligne Melanom macht 4 % aller bösartigen Neubildungen aus und ist für etwa 1 % aller Krebstodesfälle verantwortlich. Die Fälle von hellem Hautkrebs werden in Deutschland nicht flächendeckend erfasst. Angaben einiger Krebsregister lassen aber darauf schließen, dass es jedes Jahr zu etwa 300 Neuerkrankungen an hellem Hautkrebs pro 100.000 Einwohner kommt. Dies führt dazu, dass in Deutschland jedes Jahr bis zu 170.000 Menschen an invasiven Formen des hellen Hautkrebses erkranken. Davon entfallen rund 80 % auf das Basalzellkarzinom, welches damit der häufigste bösartige Tumor beim Menschen überhaupt ist, und etwa 20 % auf das Plattenepithelkarzinom (2).

Sehen wir uns die einzelnen Hautkrebstypen mal genauer an.

Basalzellkarzinom

Der häufigste Hautkrebs überhaupt. Basalzellkarzinome traten früher typischerweise ab dem mittleren Lebensalter auf. Inzwischen sind auch viele junge Leute von diesem Krebs betroffen. Dieser Krebs wächst sehr langsam und metastasiert in der Regel nicht.

Plattenepithelkarzinom

Dieses wächst auch in tiefere Hautschichten ein und kann Metastasen bilden – allerdings nicht sehr häufig. Interessanterweise treten Plattenepithelkarzinome eher bei dunkelhäutigen Individuen in Hautarealen auf, die eher selten der Sonne ausgesetzt sind so wie die Fußsohlen oder die Handinnenflächen.

Malignes Melanom

Das maligne Melanom macht weniger als 2 Prozent der Hautkrebs-erkrankungen aus. Da es unbehandelt Metastasen bildet, handelt es sich aber auch um die Hautkrebserkrankung mit der höchsten Todesrate. Bei Frauen mittleren Alters entwickeln sich Melanome bevorzugt an den Beinen, bei Männern eher am Rumpf. Grundsätzlich kann ein Melanom jedoch an jeder Körperstelle, auch an Schleimhäuten und am Auge, auftreten.

Ein wichtiger Risikofaktor ist die wiederholte starke UV-Exposition z. B. durch Sonnenbaden. Dazu zählt auch die Nutzung von Solarien! Auch die Anzahl der schweren Sonnenbrände (v. a. in der Kindheit) ist ein Risikofaktor für das spätere Auftreten eines Melanoms.

Bedenklich ist, dass die Inzidenz des malignen Melanoms stark angestiegen ist.  Währen sie in den dreißiger Jahren in Mitteleuropa noch 1-2 pro 100.000 betrug, stieg sie in den sechziger Jahren auf 5 pro 100.000 und in den achtziger Jahren auf 7-14 pro 100.000 Einwohner an (3). In der gleichen Zeit wurde allerdings auch der Einsatz von Sonnencremes stark ausgeweitet. Und wie gesagt, den Menschen wird eher dazu geraten, die Sonne zu meiden und einen Sonnenschutz zu verwenden, als dass sie darauf hingewiesen werden, dass Vitamin D und gesunde Ernährung bei der Vorbeugung von Hautkrebs eine extrem wichtige Rolle spielen.

Verursachen Sonnenschutzmittel Hautkrebs?

Ärzte insgesamt, aber natürlich vor allem Hautärzte, geben der Sonne die Schuld am vermehrten Auftreten von Hautkrebserkrankungen, da sie nun einmal die größte Quelle von UV-Strahlung ist. Allerdings mehren sich – zum Glück – die Stimmen von Ärzten und Gesundheitsexperten, die auf dem neuesten Stand der Forschung sind und diesem Dogma widersprechen.

Tatsächlich sind der Lebensstil und die Ernährung deutlich wichtigere Faktoren bei der Entstehung von Hautkrebs als die Sonnenexposition. Bernard Ackerman, der Gründervater der Dermatopathologie, die sich mit dem Studium von Hauterkrankungen auf dem mikoroskopischen und molekularen Level widmet, hat die Problematik der Hautkrebserkrankung ausführlich untersucht. Er kommt zu dem Schluss, dass die Beweisführung dafür, dass Sonneneinstrahlung zu Hautkrebs führt widersprüchlich und nicht überzeugend ist (4):

„Während einige Studien einen gewissen Zusammenhang zwischen Sonnenexposition und Hautkrebs aufweisen, zeigen andere diesen Zusammenhang überhaupt nicht.“

Einer der weltweit führenden Experten für natürliche Krebsbehandlung, Dr. Leonard Coldwell, bestätigt, dass die Chemikalien in Sonnencremes die meisten Hautkrebserkrankungen hervorrufen und nicht etwa die Sonne (5).

Im Lancet erschien 2004 eine Studie, die aufzeigte, dass Menschen, die in geschlossenen Räumen arbeiten zweimal so häufig an Hautkrebs erkrankten wie Individuen, die mehr Zeit in der Sonne verbrachten (6). Die Autoren stellten fest:

„Paradoxerweise haben Menschen, die im Freien arbeiten ein niedrigeres Risiko an einem malignen Melanom zu erkranken als Menschen, die in geschlossenen Räumen arbeiten. Dies könnte bedeuten, dass chronische Sonneneinstrahlung einen schützenden Effekt haben könnte.“

Und warum genau bekommt die Öffentlichkeit ein ganz anderes Bild gemalt? Wie gesagt – wir streiten uns hier nicht über den Sonnenbrand. Da sollte inzwischen jedem klar sein, dass der nicht gesund ist. Aber es geht hier um die Empfehlung, die Sonne zu meiden und zwar vor allem in der Mittagszeit, wenn sie in den nördlichen Gefilden im Sommer gerade hoch genug steht, um den Körper zu veranlassen, Vitamin D zu produzieren (im Winter haben wir diese Möglichkeit durch die Sonne sowieso nicht, weil sie in unseren Breitengraden viel zu niedrig steht).

Niedrige Vitamin D Spiegel sind mit einer Vielzahl Gesundheitsprobleme assoziiert – inklusive Krebserkrankungen. Ein ausreichender Aufenthalt in der Sonne hilft dabei, die Vitamin D Spiegel zu optimieren. Wer Sonnencreme benutzt, behindert die körpereigene Vitamin D Produktion und könnte dadurch den Weg für eine Hautkrebserkrankung frei machen.

Sind Sonnenschutzmittel an sich gesundheitsschädlich?

Sonnencremes verhindern einen Sonnenbrand indem sie UVB Strahlen blockieren. Dadurch kann man länger in der Sonne bleiben. Der auf den Sonnenschutzprodukten aufgedruckte Lichtschutz- oder Sonnenschutzfaktor gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie lange man sich mit dem Mittel in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Beispiel: Wer ungeschützt nach 15 Minuten eine rote Haut bekommt, soll unter dem Schutz eines Präparats mit Faktor 20 zwanzigmal länger brutzeln dürfen, bis sich der Sonnenbrand einstellt. Klingt theoretisch gut, praktisch wissen wir jedoch alle, dass das so nicht funktioniert.

Aber mal ganz abgesehen davon, dass Sie nicht mit einer Sonnencreme mit LSF 50 eingecremt 12,5 Stunden in der Sonne bleiben dürfen (allein diese Tatsache sollte einem schon klar machen, dass die Werbeversprechen eine einzige Lüge sind), haben wir noch ein paar andere Probleme.

  • Nicht nur der Sonnenbrand wird „blockiert“, sondern eben auch die Vitamin D Produktion, denn die wird durch UVB Strahlung angestoßen.
  • Viele Sonnenschutzmittel behaupten zwar von sich, dass sie auch UVA Strahlung reduzieren, das stellt sich jedoch in den meisten Fällen als Fake heraus. Dummerweise sind es aber gerade die UVA Strahlen, die die meisten Hautschäden hervorrufen. Sie blockieren also mit Sonnencremes das Frühwarnsystem der Haut (die Rötung auf die UVB Strahlen), das Ihnen sagt, Sie sollten mal in den Schatten gehen, und lassen gleichzeitig die schädliche UVA Strahlung (die keine Frühwarnsymptome auslöst) ungehindert mit verlängertet Zeitdauer (schließlich hat Ihre Sonnencreme ja einen hohen LSF) auf Ihre Haut einwirken. Das klingt jetzt wirklich ziemlich bescheuert, finden Sie nicht auch?
  • Viele Sonnenschutzmittel enthalten krebserregende Chemikalien, die wenn Sie gut eingeschmiert in der Sonne liegen, direkt in Ihre Haut eingebrannt werden, in den Blutstrom gelangen und die Leber mit Giftstoffen überschwemmen.

Toxine in Sonnenschutzmitteln

Octylmethoxycinnamat (Octinoxat)

Chemisch handelt es sich um ein Gemisch zweier Zimtsäureester. Octinoxat bietet Schutz vor UVB-Strahlung. Es ist wegen seiner Wirkung als endokriner Disruptor auf das östrogene Hormonsystem umstritten. Bei Sonnenexposition treten toxische Wirkungen vermehrt auf.

Titandioxid

Wird ebenfalls häufig als UV-Blocker verwendet. Das macht auch keine Probleme solange es sich um normal große Titandioxid-Partikel handelt. Da diese aber einen unschönen weißen Film auf der Haut hinterlassen, sind Sonnenschutzproduzenten dazu übergegangen, Nanopartikel zu verwenden. Diese haben den Nachteil, dass sie die Hautbarriere überwinden können und zu Erbgutschädigungen führen (7).

Oxybenzon

Ist nach deutscher Kosmetikverordnung als Sonnenschutz zugelassen, obwohl es genügend Hinweise auf seine krebserregende Wirkung gibt, die besonders unter Sonneneinwirkung auftritt.

Dieser Stoff ist auf der Inhaltsliste unter Benzophenone-3 zu finden. UV-Strahlen werden durch den Filter auf der Hautoberfläche von Licht zu Wärme umgewandelt. Dieser Prozess kann jedoch Hautzellen schädigen. Außerdem kann Oxybenzon Allergien auslösen und den Hormonhaushalt gewaltig durcheinanderbringen.

Besonders gefährlich: Die Chemikalie wirkt sehr stark photosensibilisierend. Die Haut wird durch den UV-Filter immer empfindlicher. Eine geringe Sonnenstrahlung reicht dann meist schon aus, um Rötungen, Jucken oder sogar Hautverbrennungen hervorzurufen. Ergo: Der Filter wirkt kontraproduktiv. Trotzdem ist er nach wie vor in vielen Sonnenschutzprodukten enthalten.

Vitamin A Derivate wie Retinol oder Retinylpalmitat

Auch diese Substanzen wandeln sich unter Sonneneinstrahlung in Karzinogene um (8).

Sie sehen also, bei der Anwendung von Sonnenschutzmitteln ist extreme Vorsicht geboten.

Weshalb Vitamin D3 so wichtig ist

Vitamin D ist – da unser Körper es selber herstellen kann – eigentlich kein Vitamin – sondern ein Hormon. Es wird bei genügender Sonnenexposition unter Zuhilfenahme von Cholesterin in der Haut gebildet.

Vitamin D erfüllt eine Menge Aufgaben im Körper. So ist es wichtig für:

  • Aufbau und Erhalt der Knochen
  • Funktion des Immunsystems
  • Schutz vor diversen Krebserkrankungen (u. a. Hautkrebs).

Ein chronischer Vitamin D Mangel (Blutspiegel unter 50 ng/ml) ist in Deutschland häufig (zu wenig Sonne + zu viel Sonnenschutz) und führt zu einer Vielzahl von Erkrankungen – und eben auch Krebs. Lassen Sie sich also unbedingt testen.

Sonnenbaden ohne Reue

Sicheres Sonnenbaden führt nicht zu Hautkrebs. Zwei Studien aus dem Jahr 2005 geben Hinweise darauf, dass „Sonnenstrahlen einen günstigen Einfluss sowohl auf die Inzidenz (Häufigkeit) als auch den Verlauf von Krebserkrankungen haben können“ (9, 10).  Auch sie unterstreichen die Rolle von Vitamin D in der Krebsprävention und Therapie.

Generell wird empfohlen täglich 15 – 30 Minuten in die Sonne zu gehen, um ausreichende Vitamin D Level aufrechtzuerhalten. Dunkelhäutige Menschen müssen sich länger in der Sonne aufhalten, da sie mehr UVB Strahlung absorbierendes Melanin in der Haut haben.

Am besten fangen Sie mit 10 Minuten an und arbeiten sich langsam auf 30 Minuten hoch (es sei denn, Sie haben sehr helle Haut). Achten Sie darauf, dass keine starke Rötung auftritt. Wenn Sie sich länger in der Sonne aufhalten müssen, sollten Sie lieber einen Hut und sonnenprotektive Kleidung tragen als Sonnencreme zu nehmen.

Eine leichte Bräunung ist ein natürlicher Sonnenschutz. Übrigens sollten Sie nach dem Aufenthalt in der Sonne für mindestens 12 Stunden darauf verzichten, die Haut zu waschen, damit der Körper das Vitamin D, das er produziert, auch aufnehmen kann.

Eine schwedische Studie, die im Jahr 2014 im Journal of Internal Medicine erschien, untersuchte fast 30000 Frauen über einen Zeitraum von 20 Jahren (11). Die Forscher stellten fest, dass die Frauen, die sich am wenigsten in der Sonne aufhielten, ein erhöhtes Risiko für Melanome aufwiesen und doppelt so häufig an irgendeiner Krebserkrankung verstarben wie Frauen, die sich häufiger in der Sonne aufhielten. Tja, für Frauen scheinen die populären Empfehlungen ein gewisses Krebsrisiko zu beinhalten.

Wenn Sie Sonnenschutzmittel verwenden wollen, dann achten Sie auf jeden Fall darauf, dass das von Ihnen gewählte Produkt keine krebserregenden Stoffe enthält. Sie können die Inhaltsstoffe in die Datenbank der Environmental Working Group Skin Deep eingeben, um Informationen über eine womögliche Toxizität zu erhalten.

Zinkoxid (nicht als Nanopartikel!) kann in der Sonne sicher angewendet werden und ist bei der EWG die erste Wahl für den Sonnenschutz. Es bietet größeren Schutz gegen UVA Strahlung als andere Substanzen. Natürliche Zutaten wie Kokosöl oder Sheabutter sind ebenfalls sicher. Sie pflegen und schützen die Haut.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass Ihr Sonnenschutz keine schädlichen Substanzen enthält, dann machen Sie ihn doch einfach selbst. Ich benutze schon seit Jahren nur noch selbst hergestellte Sonnencreme und habe damit super Erfahrungen gemacht. Keinen Sonnenbrand – selbst bei einem Sommerurlaub in Kalifornien und häufigen Aufenthalten am Meer. Es geht einfach und schnell. Ein Rezept finden Sie hier.

 

(1) http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-052OLp_S3_Praevention_von_Hautkrebs_2016-09.pdf

(2) https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/malignes-melanom-schwarzer-hautkrebs/definition-und-haeufigke.html

(3) Informationen für Patienten zum Malignen Melanom. http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=3729

(4) Another Dissident Dermatologist. http://chetday.com/sunskincancer.htm

(5) https://www.ihealthtube.com/video/sunscreen-causes-not-prevents-skin-cancer

(6) Is there more than one road to melanoma?http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(04)15649-3/fulltext

(7) Titanium dioxide nanoparticles induce DNA damage and genetic instability in vivo in mice. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3873219/

(8) https://www.ewg.org/skindeep/ingredient/705545/RETINYL_PALMITATE_(VITAMIN_A_PALMITATE)/#

(9) Ultraviolet radiation exposure and risk of malignant lymphomas. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15687363

(10) Sun exposure and mortality from melanoma. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15687362

(11) Avoidance of sun exposure is a risk factor for all-cause mortality: results from the Melanoma in Southern Sweden cohort. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/joim.12251/abstract

Sonnencreme ganz einfach selber machen

SonnencremeEin Sonnenbrand ist nicht gesund und erhöht das Hautkrebsrisiko. Deshalb wird von Hautärzten empfohlen, die Sonne zu meiden und die Haut niemals ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen. Über beide Ansätze kann man diskutieren, und – wie Sie sicher schon vermuten – sieht meine Meinung etwas anders aus.

Die Sonne vermeiden halte ich für eine ausgesprochen blöde Idee, weil wir die UVB-Strahlung nämlich für die Vitamin D Synthese benötigen. Das ist aber nur eine ihrer positiven Wirkungen. Überlegen Sie mal, welchen Einfluss Sonnenstrahlen auf Ihr Wohlbefinden haben. Sicher haben Sie auch schon bemerkt, dass Sonnenschein gute Laune macht.

Zum zweiten Teil der Empfehlung kann ich nur sagen: Sonnenschutz aus dem Laden enthält häufig schädliche Chemikalien und Toxine.

Ich möchte natürlich nicht dazu aufrufen, stundenlang ungeschützt in der Sonne herumzulaufen. Das heißt wir brauchen einen Plan B. Also, warum nicht einfach die Sonnencreme selber machen mit Zutaten, die nachweislich keine schädliche Wirkung haben.

Diese Sonnencreme verhindert nicht nur einen Sonnenbrand, sondern pflegt und versorgt die Haut mit Flüssigkeit. Und sie ist ganz einfach gemacht.

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten außer Zinkoxid in den Behälter geben.
  2. Etwas Wasser in einem Kochtopf erhitzen und den Behälter hineinstellen (praktisch wie zum Schokolade schmelzen)
  3. Inhalt des Behälters umrühren bis die Zutaten schmelzen.
  4. Wenn alle Zutaten gut verrührt sind wird das Zinkoxid dazu gegeben (Pulver nicht einatmen) und alles gut durchgerührt.
  5. Abkühlen lassen und an einem kühlen Platz aufbewahren.

 

Was Sie über Nahrungsmittelunverträglichkeiten wissen müssen

Nahrungsmittelunverträglichkeiten, FischEs sollte inzwischen jedem klar sein, dass nicht Jedermann die gleichen Nahrungsmittel verträgt. Einige Reaktionen passieren sofort, bei anderen dauert es etwas länger, bis sie sich entwickeln. Kennn Sie sich mit Nahrungsmittel-unverträglichkeiten aus? Wenn nicht – kein Problem. Ich erkläre Ihnen, was diese Unverträglich-keiten auszeichnet und welche Nahrungsmittel hier die Hauptverdächtigen sind.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien

„Des einen Brot, des anderen Tod“ wurde schon im 1. Jahrhundert vor Christus von Titus Lucretius Carus gesagt. Schon damals haben also wohl nicht alle Menschen das Gleiche gegessen.

Das Problem besteht eigentlich nicht in den Allergien. Diese treten sofort auf, und die meisten Menschen wissen, auf welche Nahrungsmittel sie allergisch reagieren. Häufig sind hier zum Beispiel Erdnuss- oder Fischeiweiß-Allergien. Es gibt aber auch Reaktionen, die nicht sofort sondern mit einer gewissen Latenz auftreten. Da wird es dann schon schwieriger herauszufinden, auf welches Nahrungsmittel Sie reagieren. Diese Art der Reaktion wird als Sensitivität, Unverträglichkeit oder eben auch als Allergie vom Spättyp bezeichnet.

Es ist immer wichtig, an Nahrungsmittelallergien zu denken, aber es ist auch wichtig zu wissen, dass nicht jede Unverträglichkeit eine Allergie ist. Die Laktoseintoleranz, das heißt die Schwierigkeit Milch und Milchprodukte zu verdauen ist hierfür ein Beispiel.

Eine Allergie kann definiert werden als chronische Kondition, die eine anormale Reaktion auf eigentlich harmlose Substanzen beinhaltet. Dabei kann es sich zum Beispiel um folgende Dinge handeln:

  • Hausstaub
  • Schimmel
  • Pollen
  • Nahrungsmittel

Im Gegensatz zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden Nahrungsmittelallergien von IgE-Antikörpern vermittelt. Das bedeutet, dass Ihr Körper bei Kontakt mit einem Allergen (einem allergie-auslösenden Stoff) große Mengen eines Antikörpers mit Namen Immunglobulin E produziert. Diese IgE-Antikörper „bekämpfen“ den „Feind“ – die Nahrungsmittelallergene – indem sie Histamin und andere Substanzen freisetzen, die die Symptome einer allergischen Reaktion hervorrufen. Diese Reaktion tritt (sehr) schnell auf (teilweise innerhalb von Sekunden) und kann bis zum anaphylaktischen Schock gehen, der zum Tode führen kann, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird.

Unverträglichkeiten hingegen werden von anderen Immunglobulinen und ihren Untergruppen verursacht. Es handelt sich dabei um IgA, IgD und IgG. Außerdem können sie durch eine Reaktion der Darmflora auf einzelne Nahrungspartikel und/oder durch neurologische Antworten auf Nahrungsproteine ausgelöst werden.

Problematisch ist, dass Unverträglichkeiten zunächst vielleicht keinen auffälligen Effekt haben. Trotzdem sind sie sehr schädlich. Viele Menschen, die eine Glutenunverträglichkeit haben, die sich aber nicht als Zöliakie manifestiert, haben womöglich keine Symptome. Oder jedenfalls keine, die sie mit Gluten in Verbindung bringen würden (wie zum Beispiel eine Migräne) – sie haben aber trotzdem ein höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken, wenn sie regelmäßig Weizenprodukte essen (1).

Verspätet einsetzende Überempfindlichkeiten verursachen – wie der Name schon sagt – erst nach Stunden oder Tagen Symptome, aber können dann eben zu so unspezifische Erscheinungen wie Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Hautprobleme und Verdauungsprobleme führen. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Symptome auftreten, ist es meist unmöglich eine Zuordnung zu einem bestimmten Nahrungsmittel zu treffen.

Meine Erfahrungen

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der Verzicht auf Nahrungsmittel, auf die ich mit einer Unverträglichkeit reagiere, dazu geführt hat, dass ich eine Menge der daraus resultierenden Symptome nicht mehr habe. Hierzu gehören:

  • Migräne (und die war extrem heftig)
  • Schmerzen in den Sprunggelenken
  • Müdigkeit
  • Heißhungerattacken
  • Haarausfall.

Und ich kann Ihnen versichern, wäre ich nicht auf die Paleo Diät gestoßen, dann wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass diese Symptome auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten zurückzuführen waren. Schließlich traten sie ja nicht auf, wenn ich glutenhaltige Nahrungsmittel aß.

Und das ist genau die Antwort, die ich von den meisten Leuten bekomme. Ich habe keine Problem mit Gluten. Ich kann Brot essen und fühle mich wohl dabei. Warum sollte ich darauf wohl verzichten? Damit Sie herausfinden, ob Sie wirklich kein Problem haben – darum!

Und machen Sie sich nichts vor. Unverträglichkeit klingt zwar sehr viel netter als eine ausgewachsene Allergie, das bedeutet aber nicht, dass sie nicht große Probleme bereiten kann. Wenn Sie ein Verständnis dafür entwickeln, welche Nahrungsmittel Ihr Körper nicht so gut verträgt – ob Sie es nun wissen oder nicht – dann können Sie eine Strategie entwickeln wie Sie Ihren Körper unterstützen können, indem Sie diese Nahrungsmittel von Ihrem Speiseplan streichen.

Häufigkeit von Nahrungsmittelallergien

Circa 20 bis 45 Prozent der Bevölkerung vermuten, dass sie eine Nahrungsmittelallergie haben. Sicher diagnostizierte, echte Nahrungsmittelallergien treten im Erwachsenenalter jedoch nur in einer Häufigkeit von ungefähr zwei bis drei Prozent auf (2). Wir sprechen hier von richtigen Allergien, die ausgetestet wurden (mittels IgE). Nehmen wir aber doch mal nur zum Spaß an, dass die 20 – 45 Prozent vielleicht Recht haben und womöglich unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden (die nämlich nicht ausgetestet wird).

Bei Kindern sind Nahrungsmittelallergien häufiger. Je nach Alter sind ca. 4 – 8 Prozent der Kinder betroffen. Im Laufe des Reifungsprozesses von Darm, Verdauungs- und Immunsystem verlieren mehr als 20 bis 50 Prozent der Kinder im weiteren Leben die Nahrungsmittelallergie.

Tatsächlich nehmen Nahrungsmittelallergien seit Jahren zu. Das stelle ich auch in der Klinik immer wieder fest. Eine klare Ursache dafür gibt es nicht. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Mischung aus Umwelteinflüssen, Essgewohnheiten und Toxinen.

Teenager und junge Erwachsene haben das höchste Risiko für das Auftreten von anaphylaktischen Reaktionen. Auch Personen, die zusätzlich unter Asthma leiden, müssen mit ernsteren Reaktionen rechnen.

 

Die häufigsten Nahrungsmittelallergene

Tatsächlich sind es gerade mal acht Nahrungsmittel, die für den Großteil der Allergien verantwortlich sind, und zwar:
  • Milch
  • Eier
  • Erdnüsse
  • Baumnüsse
  • Soja
  • Weizen
  • Fisch
  • Schalentiere.

Selbst minimale Mengen dieser Nahrungsmittel können eine Reaktion hervorrufen, die im schlimmsten Fall tödlich enden kann.

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Gewichtszunahme

Wenn Sie ständig Nahrungsmittel konsumieren, die Sie eigentlich nicht vertragen, so verursacht das in Ihrem Körper eine chronische Entzündung (von der Art, die Sie nicht merken). Durch diese chronische Entzündung steigt Ihr Cortisonspiegel an, eine Insulinresistenz entsteht oder wird verstärkt und Ihr Körper geht in den „Speicher“ (= Überlebens) Modus.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang folgende Studie: Zwei Probandengruppen aßen genau die gleiche Anzahl Kalorien. Eine Gruppe wurde auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersucht und ließ die hierbei festgestellte Nahrungsmittel weg. Die andere Gruppe aß, was immer sie wollte (ohne Testung). Und Überraschung (oder eben auch nicht): Die Gruppe, die auf unverträgliche Nahrungsmittel verzichtete, nahm mehr ab (3).

Für alle, die Diät über Diät probieren und nichts klappt. Ist das nicht ein großartiger Ansatz? Auf diese Weise können Sie abnehmen, ohne lästige Kalorien zu zählen (was sowieso keinen Sinn macht). Sie finden heraus, ob und welche Unverträglichkeiten Sie haben und lassen diese Nahrungsmittel einfach weg. Hurra, einfach, aber nicht leicht. Es ist es aber sicher wert zu überdenken, ob die Sojamilch oder das Vollkornbrot in Ihrem Körper womöglich einen Schaden anrichten, von dem Sie überhaupt nichts ahnen (weil Sie den Zusammenhang nicht sehen).

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und die Schilddrüse

Sollten Sie an Autoimmunkrankheiten der Schilddrüse leiden wie Hashimoto Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung) oder Morbus Basedow (Schilddrüsenüberfunktion), dann sollte unbedingt nach Nahrungsmittel-unverträglichkeiten gesucht werden (4). Und auch hier ist Gluten mal wieder ein Hauptverdächtiger. Und es hilft auch nicht gerade, dass das Glutenmolekül dem Schilddrüsengewebe sehr ähnlich sieht. Sie wissen schon, wenn die Bodyguards viele Angreifer abwehren müssen, dann kann es zu Kollateralschäden an völlig Unbeteiligten kommen.

Leider wissen die meisten Patienten mit Hashimoto über diesen Zusammenhang überhaupt nichts (und ihre Ärzte wohl auch nicht). Das ist bedenklich, da Menschen mit einer Autoimmunerkrankung ein höheres Risiko haben, weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln, wenn die Ursache nicht abgestellt wird.

Kurz zusammengefasst: Nahrungsmittelallergien können im Verdauungstrakt (Hauptsitz des Immunsystems!) eine entzündliche Reaktion auslösen. Hierbei werden Substanzen wie Histamin und Cytokine ausgeschüttet, die im Verdauungstrakt gebildet werden und dann durch den Körper kreisen. Das ist auch der Grund dafür, warum durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten so viele verschiedene Symptome hervorgerufen werden können.

 

Symptome, die auf eine Unverträglichkeit hinweisen können

Da gibt es eine Menge völlig unterschiedlicher Symptome (je nachdem, wo Ihr schwaches Glied sitzt), und sie können unterschiedlich schnell nach Aufnahme des Triggers auftreten. Häufige Symptome sind:

  • Gewichtszunahme
  • Bluthochdruck
  • Magenschmerzen
  • Blähungen, Flatulenz (Furzen)
  • Erbrechen
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen (inklusive Migräne)
  • Reizbarkeit, Nervosität
  • Stimmungsschwankungen
  • Chronische Schmerzen (vor allem – aber nicht nur – Gelenke)
  • Verdauungsbeschwerden
  • Hautausschläge
  • Laufende Nase oder vermehrte Schleimbildung
  • Arthritis (Gelenkentzündung).

Ich komme mir zwar vor wie eine kaputte Schallplatte, aber noch einmal: Diese Reaktionen können mit einer zeitlichen Verzögerung auftreten, sodass Sie überhaupt nicht auf die Idee kommen, sie könnten etwas damit zu tun haben, was Sie vor Tagen gegessen haben. Wichtig ist es, bei diesen Symptomen einfach an die Möglichkeit einer Unverträglichkeitsreaktion zu denken.

 

Wer bekommt Nahrungsmittel-unverträglichkeiten?

Das ist genau das Problem: Jeder kann sie bekommen. Gehäuft treten sie bei folgenden Gruppen auf:

  • Menschen, die schon selber an Allergien leiden oder nahe Verwandte haben, die Allergien oder Autoimmunerkrankungen haben
  • Individuen, die unter entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden
  • Patienten, die über lange Zeit bestimmte Medikamente nehmen – vor allem Antibiotika und orale Kontrazeptiva (Pille). Diese können zu Schleimhautschäden im Darm führen

Wenn die Darmschleimhaut beschädigt ist, können Nahrungspartikel (Proteine) in den Blutstrom gelangen, die von einer intakten Schleimhaut zurückgehalten worden wärden. Das Immunsystem reagiert auf diese „Eindringlinge“ mit einer Abwehrreaktion. Es tut also genau seinen Job, weshalb es auch wenig Sinn macht, das Immunsystem durch Tabletten unschädlich zu machen (das ist so, als würden Sie Ihrem Bodyguard Handschellen anlegen – einfach idiotisch).

Da einige Nahrungsmittelproteine schwerer zu zerlegen sind als andere, gibt es für diese Proteine ein größeres Risiko als Allergen zu fungieren. Weizen (Gluten), Milch (Casein) und Eier (Albumin) sind Beispiele für Nahrungsmittel mit schwer zu zerlegenden Proteinen.

 

Wie häufig sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Es ist davon auszugehen, dass ca. 50 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hat (5). Sie sind also um ein vielfaches häufiger als die „richtigen“ Nahrungsmittelallergien. Wenn Sie gerade in geselliger Runde sitzen, können Sie ja mal durchzählen. Erschreckend, oder?

 

Häufige Auslöser einer Nahrungsmittel-unverträglichkeit

Teilweise gibt es Überschneidungen mit Auslösern für Allergien. Achten Sie besonders auf folgende acht Nahrungsmittel:

  • Milch und Milchprodukte
  • Eier
  • Weizen
  • Mandeln
  • Mais
  • Soja
  • Erdnüsse
  • Zucker (UUPS!).

Sie sollten bei Unverträglichkeiten auch immer im Blick haben, welche Auswirkungen ein Lebensmittel auf Ihren Körper hat. Dies ist besonders im Hinblick auf Zucker wichtig (Neurologische Symptome wie Nervosität, ADS, ADHS).

Wie finden Sie heraus, ob Sie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit haben?

Da gibt es zwei Möglichkeiten. Sie testen selbst oder Sie lassen testen:
Was Sie selbst testen können
1. Nahrungsmitteltagebuch
Sie notieren sich über eine gewisse Zeit täglich, was Sie gegessen haben und achten darauf, ob Sie irgendwelche Symptome bemerken. Dann gilt es, ein wenig Detektivarbeit zu leisten und herauszufinden, welches Nahrungsmittel der Auslöser sein könnte. Dieses Nahrungsmittel essen Sie dann natürlich nicht mehr.
2. Eliminationsdiät

Bei diesem Test verzichten Sie für mindestens 10 Tage auf die häufigsten Allergene. Nach dieser Zeit werden sie jeweils eins zur Zeit und über einen Zeitraum von drei Tagen pro Allergen wieder eingeführt. So können Sie feststellen, ob ein bestimmtes Nahrungsmittel eine Reaktion hervorruft. Sollten in weniger als drei Tagen Symptome auftreten, essen sie das bestimmte Nahrungsmittel natürlich nicht weiter.

Dieses Vorgehen ist ein bisschen schwierig, weil Sie in Ihrer Nahrungsauswahl etwas eingeschränkt sind (obwohl es sehr gute Tauschoptionen gibt, zum Beispiel Kokosmilch gegen Kuhmilch) und die Wiedereinführung je nach Menge suspekter Nahrungsmittel recht lange dauern kann. Außerdem kann es zu falsch positiven Ergebnissen kommen, weil Ihr Darmtrakt sich auf die eingeschränkte Auswahl einstellt und wieder eingeführte Nahrungsmittel vielleicht zunächst nicht so gut verdauen kann, obwohl er unter normalen Umständen kein Problem damit hätte.

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, kommen Sie also um einen Labortest wahrscheinlich nicht rum.

Labortests

1. EAV (Elektroakupunktur nach Voll). Die „EAV“ ist eine biophysikalische
Untersuchungsmethode der modernen kybernetischen und
ganzheitlichen Medizin. Sie wurde in den 50er Jahren durch
Dr. Reinhold Voll entwickelt und 1956 erstmals einem
breiten ärztlichen Publikum vorgestellt. Sie berücksichtigt
und integriert die Erkenntnisse der neuen wissenschaftlichen
Physik, die gegenwärtige „schulmedizinische“ Human- und Zahnmedizin, das Gedankengut der Homöopathie und die Erfahrungen der alten chinesische Heilkunde in der Akupunktur. Sie dient der Feststellung der eigentlichen Ursachen von akuten, vor allem aber chronischen Erkrankungen, wie auch der schwer zugänglichen, so genannten „vegetativen Syndrome“ (6).

2. Haut Pricktest. Werden von Ärzten immer wieder gerne durchgeführt – vor allem um in der Luft befindliche Allergene zu testen. Ein Nachteil besteht darin, dass der Verdauungstrakt andere Immunglobuline besitzt als die Haut, das heißt das Testergebnis kann nicht 1 : 1 übertragen werden. Der Pricktest zeigt sicherlich die schwerwiegendsten Unverträglichkeiten – wie eine Erdnussallergie – an. Da diese aber eh eine sehr bedrohliche Symptomatik hervorruft, brauchen Betroffene in den seltensten Fällen einen Test, der ihnen bestätigt, was sie ohnehin schon wissen.

3. Bluttests. In den meisten Fällen wird hierbei das IgE getestet. Das ist etwas schade, denn gerade die IgE vermittelte Immunantwort ist schwerwiegend und damit dem Patienten meist bekannt. Was Unverträglichkeiten angeht, so ist ein Bluttest auf andere Immunglobuline (IgA, IgD, IgG) und Cytokine deutlich hilfreicher, weil er versteckte Entzündungsreaktionen aufdecken kann. Je nach Labor kann es jedoch zu erheblichen Schwankungen in den Ergebnissen kommen.

Wenn Sie mich fragen, ich würde mit dem Nahrungsmitteltagebuch plus Symptomerfassung anfangen und mich von dort aus weiter vorarbeiten. Sie glauben gar nicht, wie erhellend es sein kann, diese Daten einfach mal aufzuschreiben. Was die Eliminationsdiät angeht, so macht sie eigentlich nur Sinn, wenn Sie tatsächlich die häufigsten Allergene auf einmal entfernen, denn sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie Symptom und Ursache nicht genau zuordnen können.

Der größte Pluspunkt ist aber, dass Sie mal ein Gefühl für Ihren Körper bekommen.

 

(1) Risk of colorectal neoplasia in patients with celiac disease: a multicenter study.  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23845233

(2) https://www.allum.de/krankheiten/nahrungsmittelallergie/ausloeser-symptome-und-haeufigkeit

(3) https://www.omicsgroup.org/journals/eliminating-immunologically-reactive-foods-from-the-diet-and-its-effect-on-body-composition-and-quality-of-life-in-overweight-persons-2165-7904.1000112.php?aid=3994

(4) Endocrine manifestations in celiac disease. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27784959

(5) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/314821/umfrage/geschaetzte-haeufigkeit-von-lebensmittelunvertraeglichkeit-in-deutschland/

(6) http://www.eav.de/index.php?id=42

Ist Bio Lachs seinen Preis wert?

„Bio-Lachs“ wird in Aquakulturen aufgezogen

Bio-LachsFür Menschen, die sich gesund ernähren wollen, hat die Bezeichnung „Bio-Lachs“ einen guten Klang. Lachs ist doch schließlich der Liebling von Ernährungsberatern und Ärzten – und dafür gibt es auch gute Gründe. Dieser Kaltwasser Fisch enthält große Mengen hochwertiges Protein, gesunde Fettsäuren und Vitamine. Na, und wenn er dann noch „Bio“ ist, dann geht’s eigentlich doch gar nicht mehr besser, oder?

Tja, und da liegt – Sie haben es schon vermutet – auch der Knackpunkt. Ein Lachs, der die Bezeichnung „Bio“ trägt, ist definitionsgemäß kein Lachs aus Wildfang. Den darf man nämlich nicht mit dem Bio-Siegel versehen. Stellen Sie sich das mal vor, so ein Fisch, der artgerecht lebt und nur frisst, was so ein Lachs eben frisst (und nicht einmal Getreide!). Ich meine, das geht doch nicht, das kann doch einfach nicht „Bio“ sein. Nun, unsere „Bio“-Wächter sehen das jedenfalls so.

Dummerweise ist aber der „Bio-Lachs“ nicht so gesund wie er klingt. Und ich erkläre Ihnen auch gleich, warum das so ist.

Gibt es einen Unterschied zwischen konventioneller und biologischer Aquakultur?

In der EU gibt es Standards, die bestimmen, unter welchen Umständen aus einem Lachs ein „Bio-Lachs“ wird. Und da ist – wie gesagt – eine ganz große Vorbedingung, dass der Fisch in einer Aquakultur aufgezogen werden muss.

Die Definition der Aquakultur finde ich besonders schön (1):

„Gezielte Aufzucht und Produktion von Wasserorganismen unter kontrollierten Bedingungen mit dem Ziel der Produktionssteigerung über das unter natürlichen Bedingungen mögliche Maß hinaus mit produktionsteigernden Eingriffen von der Eiablage über die Setzlinge bis zur Mast (Besatz, Sortierung, Schutz vor Fraßfeinden, Tiergesundheit).“

Es gibt außerdem Vorgaben zu den Haltungsbedingungen und zum Futter wie bei anderen „Bio“ Tieren auch. Das bedeutet, die Bio-Tiere haben etwas mehr Platz und dürfen zum Beispiel kein gentechnisch verändertes Futter bekommen, damit hören die Unterschiede aber auch schon auf.

Na ja, und durch diese Aktion kommt es dazu, dass „Bio-Lachs“ nicht so gesund ist wie Lachs aus Wildfang, und es kann sogar sein, dass er gegenüber dem Lachs aus konventioneller Aquakultur keine Vorteile mehr aufweist. Sie zahlen also einen hohen Preis für ein relativ ungesundes Produkt.

Was „biologische“ Aufzucht tatsächlich bedeutet

Der „Bio-Lachs“ wird in großen Netzkäfigen gehalten. Während Wildlachs eine sehr abwechslungsreiche Ernährung aus Insekten, kleinen Fischen, Tintenfischen und Garnelen hat, bekommen sowohl konventionell als auch biologisch aufgezogene Lachse ein kommerzielles „Lachsfutter“, das sehr getreide- und Sojaöl-lastig ist und außerdem noch Hefen enthält. Und ganz ehrlich, die Tatsache, dass „Bio-Lachse“ dann mit „Bio-Getreide“ gefüttert werden, ändert nichts daran, dass diese Ernährung für die Fische deutliche negative Effekte hat.

Lachse aus Aquakultur – weniger Nährstoffe, höhere Verschmutzung

Diese unnatürliche Ernährung führt bei beiden – konventionellen und „Bio-Lachsen“ – dazu, dass sie wesentlich ungesündere Fettsäureprofile haben als Wildlachse. Auch die Kulturlachse enthalten noch Omega-3 Fettsäuren (wenn auch deutlich weniger als Wildlachs), die Vorteile dieser Fette werden aber durch die mit ihnen auftretenden höheren Konzentrationen an Omega-6 Fettsäuren (sehr viel höher als bei Wildlachs) zunichte gemacht. Zur Erinnerung – Omega-6 Fettsäuren haben eine entzündliche Wirkung, Sie wollen also nicht zu viele davon in Ihrem Körper haben.

Noch bedenklicher ist allerdings, dass die Lachse aus Aquakultur (egal welcher Art) sehr viel höhere Konzentrationen von schädlichen Polychlorierten Biphenylen (PCBs) enthalten als Wildlachs.

Polychlorierte Biphenyle sind giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermitteln und Kunststoffen verwendet wurden. PCB zählen inzwischen zu den zwölf als dreckiges Dutzend bekannten organischen Giftstoffen, welche durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden. Nicht wirklich etwas, was man im Essen haben möchte.

Und dann kommt noch hinzu, dass die Lachse aus Aquakultur eine synthetische Variante des Stoffes Astaxanthin bekommen. Dieses antioxidative Carotenoid gibt dem Lachs seine leuchtend rote Farbe. In der natürlichen Diät wird Astaxanthin aus Krebstieren und Algen aufgenommen. Durch das synthetische Produkt, soll die Farbe der Lachse aus Aquakultur derjenigen von Lachsen aus Wildfang angeglichen werden, die eine natürliche, gesunde Ernährung haben. Schließlich könnte man sonst schon an der Fleischfarbe sehen, dass mit diesen Lachsen wohl etwas nicht in Ordnung ist.

Weitere Risiken, die Aquakulturen mit sich bringen

Eine Aquakultur (auch wenn es eine biologische ist) bringt es mit sich, dass eine große Menge Fische auf mehr oder weniger beschränktem Raum gehalten werden. Absinkendes Futter und Fäkalien verschmutzen den Meeresboden unter den Gehegen. Durch die Haltung vieler Tiere auf engem Raum können sich Krankheiten unter ihnen schnell verbreiten. Daher werden Antibiotika und Pestizide eingesetzt. Der Boden unter den Käfigen ist oft hoch belastet mit den Rückständen aus den Zuchten.

Die Gehege werden normalerweise in der Nähe von Migrationsrouten platziert. So kann es passieren, dass Wildlachse sich mit parasitischen Fischläusen und Viren anstecken können, die bei Fischen aus Aquakulturen häufig auftreten. Die gezüchteten Arten, die nach ihrer Resistenz ausgewählt werden, überleben diese Situation häufig durch den intensiven Einsatz von Antibiotika und Impfungen, aber im umliegenden natürlichen Lebensraum werden die freien lokalen Arten voll davon betroffen. Tatsächlich ist es durch Krankheiten, die durch Aquakulturen in Norwegen, Schottland und Irland verbreitet wurden, zu einer Dezimierung der atlantischen Wildlachs-Bestände gekommen.

Eine Sache sollte Ihnen klar geworden sein: „Bio-Lachs“, der häufig genauso viel kostet wie Wildlachs, ist nicht viel besser als konventionell erzeugter Lachs in Bezug auf die Gesundheit der Konsumenten und den Umweltschutz.

Achtung: Wildlachsbetrug!

Wildlachs ist ohne Zweifel optimal was Nährstoffe und Geschmack angeht. Sie sollten aber aufpassen, dass Sie nicht über den Tisch gezogen werden. Die Oceana Gruppe hat eine Untersuchung herausgebracht, die diesen Betrug aufdeckt (2). Die Forscher untersuchten 82 Proben von angeblichem „Wildlachs“ aus Restaurants und Supermärkten und stellten fest, dass 43 % dieser Proben falsch deklariert waren, da es sich bei ihnen häufig um Lachs aus Aquakulturen handelte.

69 % der falsch deklarierten Fische waren Lachse aus atlantischer Aquakultur, bei den übrigen wurden minderwertige Pazifik Lachse – wie Ketalachse – als Sockeye oder Königslachs ausgegeben.

Dieses Problem trat vor allem in Restaurants und bei kleineren Geschäften auf. Überraschenderweise war der Lachs in den großen Supermarktketten richtig ausgezeichnet. Wenn Sie dieses Risiko umgehen wollen, sollten Sie frischen Lachs von April – September kaufen – in diesem Zeitraum ist in Alaska Fangsaison.

Eine weiter Option besteht darin, einfach Alaska Wildlachs in der Dose zu kaufen. Da in Alaska Aquakulturen verboten sind, muss jeder Lachs, der von dort stammt, definitionsgemäß aus Wildfang stammen.

 

(1) http://www.bfr.bund.de/cm/343/lebensmittelsicherheit_bei_aquakulturen_eine_herausforderung_im_zeichen_der_globalisierung.pdf

(2) http://usa.oceana.org/publications/reports/oceana-reveals-mislabeling-americas-favorite-fish-salmon?_ga=2.125502346.1261806430.1495812887-1620288860.1495812852

Impfen oder nicht impfen?

Impfen, Teddy, SpritzeIm Moment laufen die Impfkampagnen wieder auf Hochtouren. Allen wird geraten, sich möglichst breitflächig impfen zu lassen und ein schlechtes Gewissen eingeredet beziehungsweise Angst eingejagt, sollten sie dies nicht tun.

Nicht das wir uns falsch verstehen, ich bin nicht grundsätzlich gegen Impfungen. Im Gegenteil war ich sogar ein absoluter Impfbefürworter und habe mich und meine Familie so ziemlich gegen alles impfen lassen bis – ja, bis ich dann die tatsächlichen Risiken mancher Impfungen kennengelernt habe. Erschreckend finde ich noch nicht einmal, dass diese Risiken bestehen, denn wie uns immer gesagt wurde „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung“ – nein, wirklich erschreckend finde ich, dass sie abgestritten werden und Wissenschaftler, die auf sie hinweisen, mit einem Berufsverbot belegt und mit Schimpf und Schande vom Platz gejagt werden.

Man muss auch sehen, dass uns immer erzählt wird, dass die großen Infektionskrankheiten durch Impfungen eingedämmt wurden. Die Realität sieht aber so aus, dass diese Infektionskrankheiten schon durch Anwendung hygienischer Maßnahmen und bessere Lebensverhältnisse stark zurückgegangen waren, bevor die erste Impfung durchgeführt wurde (die Lebensverhältnisse im 19. Jahrhundert waren halt alles andere als hygienisch). Sehen Sie sich im Internet mal die entsprechenden Grafiken an.

Um zu beweisen, dass Impfungen tatsächlich einen Vorteil bringen, müsste man eigentlich eine randomisierte Kontrollstudie durchführen, d. h. geimpfte mit ungeimpften Populationen vergleichen. Diese Studie wurde jedoch bisher mit der Begründung verhindert, dass man das der ungeimpften Kontrollgruppe nicht zumuten kann.

Doch jetzt ist im Journal of Translational Science eine Studie von Dr. Anthony Mawson et al. erschienen, und diese Studie zeigt auf, dass man sich um die Kontrollgruppe nun wirklich keine Sorgen machen muss.

Die Studie

Vom Konzept bis zur Ausführung hat die Studie 15 Jahre gedauert. Die Studie heißt „Pilot comparative study on the health of vaccinated and unvaccinated 6- to 12-year-old U.S. children“ (1). In ihr vergleichen die Autoren geimpfte und ungeimpfte Kinder in Bezug auf ein weit gefächertes Spektrum von Erkrankungen.

Es handelt sich um eine Querschnittsbefragung von zuhause unterrichtenden Müttern, die ihre geimpften und ungeimpften biologischen Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren einbezog. Es nahmen die Mütter von 666 Kindern teil. Die Kinder waren voll geimpft, teilweise geimpft und nicht geimpft. Den Müttern wurde ein Fragebogen mit mehr als 40 akuten und chronischen Erkrankungen vorgelegt, und sie wurden gebeten, anzukreuzen für welches Kind oder Kinder ein Arzt eine der aufgeführten Diagnosen gestellt hatte.

Die Ergebnisse

Jetzt wird es richtig interessant.

Es stellte sich heraus, dass die geimpften Kinder eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit hatten, eine der folgenden Diagnosen zu haben:

  • Allergische Rhinitis (Heuschnupfen)
  • Andere Allergien
  • Exeme/Atopische Dermatitis (z. B. Neurodermitis)
  • Lernschwierigkeiten
  • Autismus Spektrum Erkrankung
  • Irgendwelche Nervenentwicklungsstörungen (hierzu gehören Lernschwierigkeiten, ADHS oder Autismus)
  • Chronische Erkrankungen.

Und wie genau sieht die signifikant höhere Wahrscheinlichkeit bei geimpften Kindern aus? Erschreckend!

  • Autismus Spektrum Erkrankung 4,7-fach erhöht
  • ADHS Risiko 4,7-fach erhöht
  • Lernschwierigkeiten 3,7-fach erhöht
  • Die geimpften Kinder in der Studie hatten ein 3,7-fach erhöhtes Risiko für die Diagnose irgendeiner Nervenentwicklungsstörung
  • Bei geimpften ehemaligen Frühgeborenen war das Risiko von Nervenentwicklungsstörungen um das 6,6-fache erhöht.

Bei geimpften Kindern wurde auch eher die Diagnose einer Erkrankung, die mit dem Immunsystem zusammenhängt, gestellt. Das Risiko an Heuschnupfen zu erkranken, war für geimpfte Kinder über 30-mal höher als für ungeimpfte Kinder. Das Gesamtallergierisiko war 3,9-fach erhöht und das Risiko für Exeme 2,4-fach.

Was können wir daraus schließen?

Wenn man bedenkt, dass im Editorial des Ärzteblattes Andrew Wakefield (der auf die Risiken der Masern-Mumps-Röteln Impfung hingewiesen hatte) unter dem Titel „Gegen alternative Fakten“ gerade mal wieder als Lügner und Kindermörder verunglimpft wird, dann sollten uns diese Zahlen schon zu denken geben. Es sei denn, die Gehirnwäsche der Pharmaindustrie hat so gut gewirkt, dass wir wirklich glauben, dass nur Chemie unser Überleben sichern kann und wir alle Fakten, die etwas anderes besagen, einfach unter den Tisch fallen lassen.

Die Studienautoren kommen zu den folgenden drei beachtenswerten Feststellungen:

„…die Stärke und Beständigkeit dieser Ergebnisse, die offensichtliche „Dosis-Wirkung“ Beziehung zwischen Impfstatus und einigen Formen chronischer Erkrankungen und die signifikante Verbindung zwischen Impfungen und Nervenentwicklungsstörungen unterstützen alle die Möglichkeit, dass einige Aspekte des zur Zeit gültigen Impfschemas zum Risiko für kindliche Morbidität (Erkrankungen) beiträgt.“

„Impfungen waren immer noch signifikant mit Nervenentwicklungsstörungen assoziiert, auch wenn man andere Fakten kontrollierte…“

„…Frühgeburtlichkeit plus Impfung war mit einem offensichtlich synergistischem Anstieg der Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Nervenentwicklungsstörungen über das durch die Impfung allein angehobene Risiko hinaus assoziiert.“

 

Natürlich sollten alle drei Feststellungen Eltern und im Gesundheitswesen Tätige kräftig aufrütteln, aber besonders in Bezug auf Frühgeborene muss das Impfschema überdacht werden.

Laut STIKO (Ständige Impfkommission) sehen die Impfempfehlungen folgendermaßen aus:

STIKO: „Frühgeborene sollten unabhängig von ihrem Reifealter und ihrem aktuellen Gewicht entsprechend dem empfohlenen Impfalter geimpft werden“ RKI, Epidemiologisches Bulletin 30.08.2010

STIKO: E2 Abschnitt 9 falsche Kontraindikationen: … 9.9 Frühgeborene (Geburt vor vollendeter 37. SSW) und hypotrophe Neugeborene bei normaler Entwicklung, … 9.11 Kinder, die gestillt werden. STIKO, http://www.slaek.de/60infos/infospatient/36impfen/e2.html, 01.11.2003

Diese Empfehlungen werden ausgesprochen, obwohl bei Frühgeborenen Nebenwirkungen von Impfungen häufig auftreten (2). Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass Frühgeborene ein noch unreifes Immunsystem haben und deshalb durch die Impfungen geschützt werden müssen.

Masern in Minnesota – und warum es trotzdem keinen Grund zum Impfen gibt

In Minnesota gab es gerade einen Ausbruch von Masern (4), und nun machen die Impfbefürworter – wie erwartet – einen großen Aufstand, dass sie es ja immer gewusst haben, und dass selbstverständlich mehr geimpft werden muss (also der gleiche Sermon, den wir hier auch hören).

Aber sie irren sich.

Ja, die Masernimpfung ist erfolgreich insofern, als sie das Auftreten von Masern reduziert (wohlgemerkt nur reduziert, denn auch Geimpfte können an Masern erkranken und erkranken an Masern). Zu bedenken ist jedoch, dass die Impfung keine lebenslange Immunität verleiht. Da Masernimpfungen aber im Allgemeinen nicht aufgefrischt werden, ist damit zu rechnen, dass in absehbarer Zeit viele Erwachsene keine Immunität gegen Masern mehr haben.

Und ja, Masern können zu schweren Erkrankungen und sogar zum Tode führen (allerdings eher nicht bei sonst gesunden Menschen). Dasselbe gilt allerdings auch für den Impfstoff. In den letzten zehn Jahren kam es in den USA zu einem Todesfall durch Masern bei einer erwachsene Frau, die immunsupprimierende (das Immunsystem unterdrückende) Medikamente einnahm und andere ernste Erkrankungen hatte (also alles andere als gesund war). Laut VAERS (Vaccine Adverse Event Reporting System) kam es in den USA in der Zeit von 2000 – 2017 zu 156 Todesfällen, die mit der MMR Impfung (Masern-Mumps-Röteln) in Zusammenhang gebracht wurden.

Für Deutschland stellt sich die ganze Sache so dar:

Impfen todesfälle masern deutschland

Quelle: Impfschaden.info

 

Ich bitte mal darum zu beachten, dass die Todesfälle schon weit vor Einführung der Impfung zurückgegangen sind. Weiterhin interessant ist die Spitze in der Zeit von 1914 – 1918. Was war da noch gleich – ach ja, der 1. Weltkrieg mit sicher nicht sehr hygienischen Bedingungen.

Aber kommen wir nochmal zurück nach Minnesota. Der Ausbruch dort betraf vor allem Somalis. Es wird ja nach wie vor darüber gestritten, ob die MMR Impfung zu Autismus führen kann, beziehungsweise von behördlicher und Ärzteseite abgestritten, dass sie es tut (obwohl wir es nach den neuesten Nachrichten besser wissen sollten).

Nun, die Somalis hatten noch nicht viel mit Autismus zu tun gehabt, bevor sie in die USA kamen. Eine Mutter erklärt in einem Interview mit The Globe and Mall:

„In Somalia hatten wir Kinder mit Cerebralparese* und Down Syndrom**, aber niemand hatte von Autismus gehört. Und glauben Sie mir, diese Krankheit können Sie nicht verstecken.“

*Cerebralparese: Bewegungsstörung durch eine frühkindliche Hirnschädigung.

**Down Syndrom: Mongolismus.

In dem Artikel bezeichnen die Somalis Autismus als „westliche Erkrankung“ oder „Rache aus der Fremde“ (5).

Autismusraten in Afrika waren wesentlich niedriger als in Amerika und betrafen vor allem besser gestellte Familien, die Zugang zu westlicher Medizin hatten (6).

Wanderten Somalis aber in die USA aus, änderten sich diese Zahlen plötzlich. Zuerst wurde man in den Jahren 2008 -2009 darauf aufmerksam. Das Minnesota Department of Health stellte in einer Untersuchung fest, dass somalische Vorschulkinder eine 2 – 7-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit hatten in einem Autismus-Programm betreut zu werden (7).

Die Somali Mütter waren schließlich überzeugt, dass die MMR Impfung etwas mit der Erkrankung ihrer Kinder zu tun haben muss und fingen an, die Impfung abzulehnen. Mit dieser Einschätzung hatten sie absolut Recht.

Ein Zusammenhang zwischen der MMR Impfung und Autismus bei afrikanischen Kindern war laut eines Beamten der CDC (Centers for Disease Control = Amerikanische Seuchenschutzbehörde) schon vor drei Jahren aufgefallen. Whistleblower Dr. William Thompson hat unter Eid ausgesagt, dass die CDC Daten vernichtet, versteckt und gefälscht hat, die eine klare Verbindung zwischen der MMR Impfung und Autismus aufgezeigt hätten (7). Und die gefälschten CDC Daten zeigten auf, dass afroamerikanische Jungen am stärksten von diesen Folgen betroffen waren. Soviel zu alternativen Fakten!

Es klafft ein Abgrund zwischen dem herrschenden Dogma, dass Impfungen absolut notwendig sind, damit es nicht zu massenhaften Todesfällen durch Infektionskrankheiten kommt, und dem zunehmenden Bewusstsein von Teilen der Öffentlichkeit, der Wissenschaft und medizinischer Gruppen, dass etwas im argen liegt.

Es wäre immens wichtig, dass in einer offenen Diskussion das Für und Wider von Impfungen angesprochen wird. Eventuell könnte eine objektive Auseinandersetzung mit dem Thema eine von Big Pharma indoktrinierte Ärzteschaft wieder auf den richtigen Weg bringen.

Wenn man sich anguckt, was im Moment passiert, dann könnte die Konsequenz dafür, dass man nicht in den Dialog eintritt sein, dass es zu einer allgemeinen Impfpflicht kommt – wie sie in Amerika schon teilweise eingeführt worden ist, und die auch bei uns schon diverse Befürworter hat – und dazu, dass Nebenwirkungen von Impfungen nur noch mehr unter den Teppich gekehrt werden als ohnehin schon.

In einfachen Worten herrscht im Moment ein Krieg zwischen Offenheit und Transparenz und dem Schutz von Big Pharmas Geschäftsmodell (das Milliarden einbringt) durch Panikmache und Verschleierung. Es ist wirklich höchste Zeit, dass das Thema Impfungen in den richtigen Zusammenhang gerückt wird. Und auch wenn Sie nicht zur Gruppe der Somalis gehören, ist blindes Vertrauen wohl nicht der richtige Weg.

 

 

(1) http://www.cmsri.org/wp-content/uploads/2017/05/MawsonStudyHealthOutcomes5.8.2017.pdf

(2) Adverse events following vaccination in premature infants. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11529542

(3) CDC Whistleblower to Extend MMR Vaccine Fraud. http://www.greenmedinfo.com/blog/cdc-whistleblower-extend-mmr-vaccine-fraud

(4) http://www.nbcconnecticut.com/news/national-international/Measles-Outbreak-Sickens-Dozens-of-Minnesota-Somalis-421221253.html

(5) https://www.theglobeandmail.com/life/the-somali-autism-puzzle/article4327645/

(6) http://www.ageofautism.com/2008/11/out-of-africa-a.html

(7) https://vaccineimpact.com/tag/william-thompson/