Maskenpflicht

Sinn und Unsinn einer Maskenpflicht

Manchmal muss man sich tatsächlich kneifen um festzustellen, ob man eigentlich gerade einen völlig abstrusen Traum hat und einfach wieder aufwachen sollte. So ging es jedenfalls mir als beschlossen wurde, dass in Hamburg ab 27.04. offiziell eine Maskenpflicht gilt.

Man muss sich das mal vorstellen: Die Erkrankungen durch Sars-CoV-2 sind stark im Rückgang begriffen, seit Wochen wird der Bevölkerung erzählt, dass Masken eigentlich nichts bringen, und jetzt wird auf einmal in vielen Bundesländern eine Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt. Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen.

Die WHO hält den Einsatz von Masken in der Allgemeinbevölkerung für unnütz

Selbst die WHO erklärt in ihren Leitlinien 2020, dass sie das Tragen von Masken in der Allgemeinbevölkerung nicht empfiehlt, da es keine wissenschaftlichen Gründe gebe, die einen Vorteil aufzeigen würden, dafür aber die Gefahr bestünde, dass bei unsachgemäßem Umgang die Maske zur Infektion mit Sars-CoV-2 (und anderen Viren und Bakterien) führen könnte (1).

Unsachgemäßer Umgang – ja, den sehe ich jeden Tag. Da sind die Leute, die die Maske zum Rauchen oder Essen mal eben kurz  abnehmen und sie einfach unter dem Kinn hängen lassen. Natürlich haben sie beim Abnehmen die Maske mit der Hand berührt (nicht etwa nur an den Bändern, sondern an der Vorderfläche). Dann greift man sich mal schnell ins Gesicht, da freuen sich die Viren.

Die WHO schreibt in Ihren Leitlinien ganz unmissverständlich: „Das nicht indizierte Tragen von medizinischen Masken führt zu unnötigen Kosten, Beschaffungsschwierigkeiten und verursacht ein falsche Gefühl der Sicherheit, das dazu führt, dass andere grundlegende Maßnahmen vernachlässigt werden wie z. B. das Händewaschen.“ Sie führt weiterhin aus, dass „..es zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch falsche Anwendung und Abfallentsorgung der Masken kommen könnte.“

Die gleichen Argumente vertritt übrigens auch der Präsident des Weltärztebundes Dr. Frank Ulrich Montgomery (2). Recht hat er. Ein Tuch vor den Mund gezogen ist an Blödsinnigkeit fast nicht mehr zu überbieten.

Okay, aber für alle, die meinen, sie müssten sich dringend an dieser Maskenpflicht beteiligen – ob mit FFP2, normaler OP-Maske oder selbstgenähter Maske – dann gilt es die folgenden Punkte zu beachten:

  1. Setzen Sie die Maske so auf, dass sie Mund und Nase bedeckt und schließen Sie sie fest, damit möglichst keine Lücken zwischen Maske und Gesicht bestehen.
  2. Vermeiden Sie es, die Maske zu berühren, während Sie sie tragen. Benutzen Sie zum Abnehmen die richtige Technik (d. h. berühren Sie nicht die Vorderseite, sondern nur die Bänder an den Ohren oder am Hinterkopf). (Anmerkung: gleiches gilt übrigens auch beim Anlegen der Maske).
  3. Nach dem Ablegen  oder wenn Sie unbeabsichtigt eine getragene Maske berühren, müssen Sie Ihre Hände säubern entweder mit alkoholischem Desinfektionsmittel oder Wasser und Seife.
  4. Tauschen Sie die Maske gegen eine neue, saubere Maske aus sobald sie feucht wird (Anmerkung: also im Schnitt nach ungefähr 20 – 30 Minuten).
  5. Benutzen Sie Einmalmasken nicht wieder.
  6. Entsorgen Sie Einmalmasken nach jedem Gebrauch und werfen Sie sie sofort nach dem Abnehmen weg.
  7. Stoffmasken (Baumwolle oder Gaze) werden auf gar keinen Fall empfohlen.

Tja, soweit die WHO. Schätze, da kommen wir mit den selbstgemachten Masken sowie Schals und Tüchern jetzt wirklich nicht weiter. Wie gesagt, wenn Sie ein Ansteckungsrisiko vermeiden wollen, dann kommt es darauf an,  die richtigen Masken auch noch richtig zu verwenden. Also nehmen Sie sich bitte kein Beispiel an unserem Gesundheitsminister (3).

Klar, die WHO hat ihre Empfehlungen zum richtigen Gebrauch von Masken natürlich auf medizinisches Personal zugeschnitten. Das kann einem Banker oder eben auch dem Otto-Normalbürger schon mal Probleme bereiten. Mal ganz abgesehen davon, dass es in obigen Leitlinien klar geworden sein sollte, dass es mit einer Maske nicht getan ist.

Es gibt keine Beweise für die Effektivität der Maskenpflicht

In der Sun erschien ein Artikel, in dem der Infektionspräventions-Mediziner (also ein Arzt, der sich mit der Vorbeugung gegen Infektionen beschäftigt), Elie Perencevich, ausführt, dass das Tragen von Masken durch ungeschulte Leute das Infektionsrisiko womöglich in die Höhe treibt (4). Er nennt folgende Gründe:

„Die Leute tragen die Masken nicht korrekt und kontaminieren sich damit selbst. Ich habe noch nie gesehen, dass jemand sich die Hände wäscht, bevor er die Maske abnimmt und dann noch einmal, nachdem er die Maske abgenommen hat.“

Seiner Meinung nach braucht ein gesunder Mensch keine Maske, denn „…es gibt keinen Beweis, dass das Tragen einer Maske gesunde Menschen schützen kann. Bei nicht korrektem Umgang besteht aber eine erhöhte Infektionsgefahr, weil die Leute sich häufiger ins Gesicht fassen.“

Auch Studien zum Gebrauch von Masken zum Schutz vor Viren, die ähnlich übertragen werden wie Sars-CoV-2, zum Beispiel Grippeviren zeigen, dass die Effektivität als sehr gering einzuschätzen ist (5).

Wofür sind die Masken sinnvoll?

Wir fassen zusammen: Als Mittel zum Infektionsschutz sollten die Masken nur von kranken Menschen getragen werden. Wer hustet, sollte eine Maske tragen, damit Viren nicht frei in die Umgebung gelangen. In diesem Fall ergibt das Tragen einer Maske wirklich Sinn. Allein schon die Anmerkung, dass auch ein Tuch oder Schal ausreichen, die Mund und Nase bedecken, sollte allerdings jedem denkenden Menschen klar machen, dass es hier nicht um Infektionsschutz geht. Die Devise lautet: Wir halten das Panikniveau hoch, und alle machen mit.

Ich habe keinen Husten und müsste damit auch keine Maske tragen, wenn die Maskenpflicht nicht bestünde. Da ich meine Mitmenschen nicht weiter in Panik versetzen möchte, weil sie denken, dass jetzt ganz viele Leute Angst vor Sars-CoV-2 haben und deshalb die Masken tragen, werde ich mir erlauben, meine Maske mit einer Beschriftung zu versehen, die klar macht, dass ich sie nur trage, weil ich dazu gezwungen werde. Für die Abgabe eines solchen Statements ist die Maske durchaus  sinnvoll. Und das Lustige ist, viele meiner Freunde und Bekannten sind auf die gleiche Idee gekommen. Sie etwa auch?

 

 

(1) World Health Organization. (‎2020)‎. Advice on the use of masks in the community, during home care and in healthcare settings in the context of the novel coronavirus (‎‎‎‎‎2019-nCoV)‎‎‎‎‎ outbreak: interim guidance, 29 January 2020. World Health Organization. https://apps.who.int/iris/handle/10665/330987. License: CC BY-NC-SA 3.0 IGO

(2) https://www.rtl.de/cms/weltaerztepraesident-montgomery-gesetzliche-maskenpflicht-ist-falsch-4528570.html

(3) https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt/corona-spahn-maske-100.html

(4) https://www.thesun.co.uk/news/11079052/face-masks-increase-risk-coronavirus/

(5) The use of masks and respirators to prevent transmission of influenza: a systematic review of the scientific evidence  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5779801/

4 Gedanken zu „Sinn und Unsinn einer Maskenpflicht“

  1. Mittlerweile herrscht der Corona-Karneval seit fast 3 Wochen:
    Diese Maskerade ist wirklich lächerlich und wird leider von noch viel zu vielen leichtgläubigen, vom Mainstream beeinflussten Menschen, viel zu ernst genommen. Ich bin froh, dass bei mir im Laden (ein Fotoladen in einer norddeutschen Kleinstadt) die Menschen durch die Bank dankbar sind, wenn wir die Masken-Absetzpflicht empfehlen. Natürlich zwingen wir niemanden das Ding aufzubehalten, wir halten uns an`s Grundgesetz und jeder hat das Recht auf´s freie Durchatmen ohne CO2-Rückstoß. Genügend Sauerstoffzufuhr dient der allgemeinen Gesundheit ( nicht zu rauchen, sich ausgewogen zu ernähren, entsprechendes Bodymassindex und genügend Bewegung im Freien übrigens auch)
    Wir werden selbstverständlich den Notartzt kontaktieren, falls jemand kollabiert. Ob er im Krankenhaus weiterhin korrekt behandelt wird, das wissen wir nicht. Das können wir nur hoffen….
    Bislang hat sich niemand über unsere Maßnahme beklagt!

    Ach ja, und in den Standesämtern wird ebenfalls momentan „anonym vermählt“

  2. Jetzt muss ich doch noch mal meine Gedanken spielen lassen: wenn ich eine Maske trage, vermittele ich meinem Umfeld, dass ich krank bin und andere vor mir schützen muss? Wenn ich aber gesund bin, was sage ich dann mit der Maske aus? Abgesehen davon, dass ich Maske und entsprechende App als eine strikte Form der Diskriminierung und Freiheitsberaubung empfinde, wie kennzeichne ich dann, dass ich eine Infektion bereits hatte und damit immun bin? Geht das auch mit einer Aufschrift auf einer Maske, die ich dann gar nicht tragen müsste? Langsam ist das für mich alles wirklich lächerlich. Aber sage ich das, bekomme ich von vielen Seiten Gegenwind und werde als asozial betrachtet??? Oder kassiere den Spruch: Hast Du es immer noch nicht verstanden? Nee, hab ich nich

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