Masernimpfung

Gesundheitsminister Spahn will Masernimpfung verpflichtend einführen

Ich fasse es einfach nicht wie weit die Hysterie über Masernerkrankungen Wellen schlägt. Jetzt will unser medizinisch ja bekanntlich hochgebildeter Gesundheitsminister die Masern komplett ausrotten. Wie er das machen will? Indem er eine Impfpflicht für die Masernimpfung für alle Kinder in Deutschland einführt. Denn wenn die Impfraten über 95 Prozent liegen, dann rotten wir die Masern aus. Unterstützt wird er dabei vom Präsidenten der Bundesärztekammer sowie  den anderen politischen Parteien. Wenn es ums Ausrotten geht, möchten alle dabei sein.

Warum das so einfach nicht gehen wird, möchte ich Ihnen einmal kurz erklären.

Todesfälle durch Masern hatten schon vor Einführung der Masernimpfung um über 90 Prozent abgenommen

Wie kommt es zu dieser absolut überzogenen Reaktion? Nun, es hat dieses Jahr in Deutschland bereits 300 Masernfälle gegeben. Man stelle sich das einmal vor! 300 Fälle einer Masernerkrankung – nicht etwa Todesfälle, sondern Kinder, die einen Ausschlag und Fieber hatten.

Ja, dann ist natürlich alles klar. Das ist wirklich Grund genug, dass wir den Nürnberger Kodex, der nach den Ausschreitungen der Nazis während des zweiten Weltkriegs aufgestellt wurde, außer Kraft setzen. Zum Teufel mit der informierten Einwilligung. Wer behauptet medizinische Eingriffe sind eine Körperverletzung, die der Zustimmung des Betroffenen bedarf. Hier geht es ums Wohl der Gemeinheit, da können wir auf den Einzelnen nun wirklich keine Rücksicht nehmen.  Wenn Politiker und Ärztevertreter der Meinung sind, dass wir eine Masernimpfung brauchen, dann kann man Artikel 2 des Grundgesetzes schon mal außer Kraft setzen (Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit).

Schließlich sind Impfungen effektiv und sicher. Impfungen sind effektiv und sicher. Sie sind effektiv und sicher. Effektiv und sicher.

Tatsache ist, die Maserninfektion hatte schon lange vor der Einführung der Impfung ihren Schrecken verloren. Zurückzuführen war dies auf die deutlich verbesserten Lebensumstände der Bevölkerung und vor allem auf den höheren hygienischen Standard.

Diese Grafik macht das sehr schön deutlich. Die Masern waren schon lange keine tödliche Seuche mehr.

Maserntodesfälle

Laut Angaben des RKI kam es von 2001 – 2012 zu 15 Todesfällen aufgrund von Masern (1). Wollen wir mal nachgucken wie viele Kinder in diesem Zeitraum bei Verkehrsunfällen oder durch Krebserkrankungen zu Tode kamen? Na, lassen wir das lieber.

Wer steckt hier eigentlich wen an?

Kommt es zu Masernausbrüchen, so wird reflektorisch davon ausgegangen, dass es selbstverständlich die Ungeimpften sind, die diesen Ausbruch verursacht haben (wenn schon nicht ungeimpfte Deutsche, dann bestimmt ungeimpfte Flüchtlinge). Tatsache ist aber, dass auch Geimpfte durchaus Masernausbrüche hervorrufen können. Schon vor mehr als 20 Jahren erschien im Journal of Clinical Microbiology eine Studie, die genau auf diese Gefahr hinwies (2).

Weitere Fälle von Erkrankungen nach Masernimpfung  finden sich hier:

  • 2010 Impfmasern bei einem kroatischen Kind (3). In der Veröffentlichung wird darauf hingewiesen, dass dieser Fall womöglich als Röteln diagnostiziert oder überhaupt übersehen worden wäre, wenn nicht eine Laboruntersuchung erfolgt wäre.
  • 2010 werden bei einem Masernausbruch in Alberta, Kanada bei einem Kind Impfmasern als Ursache gefunden (4).
  • 2013 bei einem weiteren Masernausbruch in Kanada, konnte bei einem betroffenen Kind durch Labortest der Impfvirus als Verursacher festgestellt werden (5).

Lieber Herr Spahn, wie wollen Sie die Masern ausrotten, wenn durch die von Ihnen geforderten Impfungen ständig ein Pool an Impfviren in der Bevölkerung grassiert?

Herdenimmunität kann durch Impfungen nicht erreicht werden

In der Regel wird bei Masernausbrüchen nicht untersucht, wie viele der Betroffenen gegen Masern geimpft waren. Wir wissen allerdings, dass es selbst in Bevölkerungen, die zu 99 Prozent geimpft waren (zum Beispiel in China, wo eine Impfpflicht besteht), zu Masernausbrüchen kommen kann ((6). Diese Rate liegt weit über den von Herrn Spahn angestrebten 95 Prozent, mit denen er eine Herdenimmunität erreichen möchte.

Der Grund liegt darin, dass die Impfung keinen 100-prozentigen Schutz bietet, so wie es die Infektion mit dem Wildvirus tut. Zum einen ist dies auf ein primäres Impfversagen zurückzuführen, das heißt, dass von 100 Geimpften nicht alle nach der Impfung nachweisbare Antikörper haben (laut RKI kann dieser Anteil bis zu 21 Prozent ausmachen). Der zweite Grund ist jedoch, dass die Impfung nur eine begrenzte Wirkdauer hat. Je nachdem, wem man glauben möchte, lässt der Impfschutz nach 10 – 30 Jahren nach. Das heißt, wir haben inzwischen viele Jugendliche oder auch Erwachsene in der Bevölkerung, die zwar als Kinder geimpft worden sind, bei denen aber inzwischen kein Impfschutz mehr vorhanden ist. Sie bilden das Reservoir für weitere Masernausbrüche. Aber bei ihnen redet keiner von einer Impfpflicht (aber das kommt sicher noch). Bisher wird nur allen nach 1970 Geborenen geraten, ihre Masernimpfung eventuell auffrischen zu lassen.

Tatsache ist, bei jedem größeren Masernausbruch müsste eigentlich mittels Laboruntersuchung festgestellt werden, ob es sich bei der Erkrankung um Wildmasern oder Impfmasern handelt. Das wird aber nicht gemacht. Stattdessen wird eine Hysterie über die Rückkehr einer tödlichen Seuche inszeniert und die Schuld daran Leuten in die Schuhe geschoben, die nichts weiter tun als ihr Recht auf eine informierte Einwilligung – oder eben Verweigerung – für sich in Anspruch zu nehmen.

Da keine Titerkontrolle (Antikörpermessung) erfolgt, wissen wir nicht, wie viele Erwachsene inzwischen keinen Schutz mehr durch die Impfung haben. Das ist sehr bedenklich, denn bei Erwachsenen haben die Masern einen deutlich schwereren Verlauf als bei Kindern. Bei ihnen kommt es häufiger zu einer Hirnentzündung (Enzephalitis), Leberentzündung (Hepatitis) oder Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) (7).

Säuglingen fehlt der Schutz durch mütterliche Antikörper

Ein zweites großes Problem, das wir schon seit Jahren beobachten, ist die Tatsache, dass immer häufiger Säuglinge von Masern betroffen sind. Das ist bedenklich, denn auch bei ihnen kann es zu schweren Verläufen der Masern kommen. Wer jetzt aber sagt, dann müssen wir eben früher impfen, sieht das Problem nicht.

Das Problem besteht darin, dass Säuglinge heutzutage von ihren geimpften Müttern keinen Nestschutz mehr erhalten. Unter Nestschutz versteht man, dass ein Baby bei der Geburt und durch das Stillen von seiner Mutter Antikörper gegen kursierende Krankheiten geliefert bekommt, wodurch eine Ansteckung mit diesen Krankheiten verhindert wird bis das Immunsystem des Kindes in der Lage ist, mit diesen Krankheiten fertig zu werden (und Kinder in Deutschland währen dazu im Gegensatz zu mangelernährten Kindern, die in Bangladesh 14 Stunden pro Tag unter unmenschlichen Zuständen für H & M arbeiten, durchaus in der Lage).

Dummerweise produzieren geimpfte Mütter keine Antikörper, die für einen ausreichenden Nestschutz sorgen würden. Es stellt sich natürlich auch die Frage, ob sie schon für sich selbst eigentlich noch ausreichend Antikörper produzieren, denn die Erkrankungsfälle an Masern bei jungen Erwachsenen nehmen deutlich zu.

Dann müssen wir die Erwachsenen wohl einfach in regelmäßigen Abständen impfen. Die Pharmaunternehmen werden es Ihnen danken. Die Masern werden dadurch trotzdem nicht ausgerottet.

Beweislastumkehr bei Schäden durch die Masernimpfung

Ein weiterer Punkt, der mich wirklich auf die Palme bringt, ist der Hinweis des Herrn Ministers, dass im Falle von Impfschäden ja der Staat eine Entschädigung zahlt. Also stellen Sie sich gefälligst nicht so an, wenn Ihr Kind lebenslang geschädigt ist oder wenn es richtig dumm läuft sogar verstirbt.

Sollte Ihr Kind einen Impfschaden erleiden, dann ist es an Ihnen, diesen Zusammenhang zu beweisen. Ich zitiere hier einmal das Robert-Koch-Institut (RKI):

„Bei den hier zugelassenen Impfstoffen mit dem Mumps-Impfstamm „Jeryl Lynn“ erscheinen gelegentliche Hirnhautentzündungen
(Meningitis) zwar möglich, sind aber bisher virologisch nicht bestätigt worden. Auch bei seltenen Berichten über andere Erkrankungen des Nervensystems, die in zeitlicher Beziehung mit einer MMR-Impfung auftraten, ist ein ursächlicher Zusammenhang fraglich“ (8).

Wow, da weiß das RKI anscheinend mehr als sogar die Hersteller dieser Impfstoffe. Hier mal ein Ausschnitt aus dem Beipackzettel von Priorix :

Masern

Und bei Ohmeda finden Sie in einem Beitrag von Apothekerin Andrea Lubliner folgende Nebenwirkungen für den Impfstoff Priorix (9):

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:

Gehirnhautentzündung ohne Erregernachweis, atypische Masern, Nebenhodenentzündung, Hodenentzündung, Mittelohrentzündung, Speicheldrüsenentzündung, Schnupfen, spezielle Form der Gehirnentzündung (subakute sklerosierende Panenzephalitis), örtliche Lymphknotenschwellung, Mangel an Blutplättchen, allergische Reaktionen, Überempfindlichkeit (mit Blutgefäßschwellung, Schwellungen an Armen und Beinen und im Gesicht), Reizbarkeit, Krampfanfälle ohne Fieber, Gangunsicherheit, Schwindel, Gehirnentzündung, Gehirnleistungsstörungen, Fieberkrämpfe (bei Kindern), spezielle Form der Nervenentzündung (Guillain-Barré-Syndrom), Kopfschmerzen, Masern-Einschlusskörperchen-Enzephalitis (MIBE), Augenmuskellähmungen, Sehnerv-Entzündung, nervliche Missempfindungen, allgemeine Nervenentzündung, allgemeine Nervenerkrankung, Ohnmacht, Bindehautentzündung, Regenbogenhautentzündung, Innenohr-Taubheit, Bronchialkrämpfe, Husten, Lungenentzündung, Halsschmerzen, Übelkeit, örtlich begrenzte Entzündung des Unterhautfettgewebes, Unterhautblutungen, Verhärtung der Haut, Stevens-Johnson-Syndrom, Juckreiz, vorübergehende Gelenkentzündung, vorübergehende Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Fieber (38,5 Grad oder höher) (Anm. das ist eine sehr häufige Nebenwirkung), Unwohlsein, Entzündung des Sehnervs an seiner Austrittsstelle aus dem Augapfel, Wassereinlagerungen in Armen und Beinen .

In der Realität sieht es so aus, dass Impfschäden eher nicht anerkannt werden. Wenn Ihr Kind nach der Impfung plötzlich Symptome hat, die vorher nicht da waren, dann wird Ihnen erklärt, dass es sich dabei um einen puren Zufall handelt. Die Impfung hat auf keinen Fall etwas damit zu tun, denn: Impfungen sind sicher und effektiv.

Deshalb wäre zu fordern, dass es bei der Einführung einer Impfpflicht immerhin zu einer Beweislastumkehr kommen müsste. In diesem Fall müsste der Staat Ihnen nachweisen, dass es absolut auszuschließen ist, dass schwerwiegende Erkrankungen nicht auf den Impfstoff zurückzuführen sind. Es ist zu erwarten, dass der Steuerzahler dann kräftig zur Kasse gebeten wird.

Aber vielleicht schreiben die Hersteller dann auch einfach ihre Beipackzettel um, wer weiß.

 

Und wenn Sie tatsächlich Masern bekommen?

Masern sind eine Erkrankung, die vor allem bei mangelernährten Personen auftritt, die unter suboptimalen hygienischen Umständen leben. Deshalb sind sie in Entwicklungsländern nach wie vor eine ernstzunehmende Bedrohung. Der Normaldeutsche hat deutlich andere Lebensumstände, aber eine Mangelernährung ist auch hier häufig – will sagen, eine Ernährung, die zu Vitaminmangelzuständen führt. Kalorien nehmen hierzulande  alle genug zu sich.

Die WHO gibt folgende Therapieempfehlungen:

Schwerwiegende Komplikationen bei Masern können durch unterstützende Pflege vermieden werden, die eine gute Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr gewährleistet. Empfohlen wird eine orale Rehydrierungslösung gegen Flüssigkeitsverluste. Diese Lösung ersetzt Flüssigkeiten und andere wesentliche Elemente, die durch Durchfall oder Erbrechen verloren gehen.

Alle Kinder, bei denen Masern diagnostiziert werden, sollten zwei Dosen Vitamin-A (je 200000 IU) im Abstand von 24 Stunden erhalten. Diese Behandlung therapiert einen während der Masern Infektion auftretenden Vitamin-A Mangel, der auch bei nicht mangelernährten Kindern vorkommt und zu Augenschäden und Blindheit führen kann. Es wurde gezeigt, dass Vitamin-A-Präparate die Anzahl der Todesfälle durch Masern um 50% reduzieren (wir erinnern uns 15 Todesfälle in 13 Jahren).

Das ist doch mal eine klare Handlungsanweisung.

Fazit:

Uns wird immer wieder gesagt, dass die Masernimpfung der einzige Schutz gegen diese Krankheit ist. Wie ich Ihnen aufgezeigt habe, ist diese Annahme absolut falsch. Der einzige Schutz gegen diese Krankheit ist die Infektion mit einem Masern Wildvirus, denn sie hinterlässt tatsächlich eine lebenslange Immunität. Und wenn Sie genug Leute haben, die tatsächlich immun sind, dann klappt es auch mit der Herdenimmunität.

 

(1) https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Masern.html

(2) Detection of measles virus RNA in urine specimens from vaccine recipients.   https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC228449/

(3) Spotlight on measles 2010: Excretion of vaccine strain measles virus in urine and pharyngeal secretions of a child with vaccine associated febrile rash illness, Croatia, March 2010  https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/ese.15.35.19652-en

(4) Differentiating the wild from the attenuated during a measles outbreak  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3381670/

(5) Case of vaccine-associated measles five weeks post-immunisation, British Columbia, Canada, October 2013  https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES2013.18.49.20649

(6) Difficulties in Eliminating Measles and Controlling Rubella and Mumps: A Cross-Sectional Study of a First Measles and Rubella Vaccination and a Second Measles, Mumps, and Rubella Vaccination  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3930734/

(7) The Clinical Significance of Measles: A Review  https://academic.oup.com/jid/article/189/Supplement_1/S4/823958

(8) https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-MMR/muster-mmr_de.pdf;jsessionid=DCD6DD72F1E62840AF2D6BAC2F20A893.1_cid372?__blob=publicationFile

(9) https://www.onmeda.de/Medikament/Priorix–nebenwirkungen+wechselwirkungen.html

 

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