Butterkaffee – Volle Power für den Morgen

 

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Wenn es morgens mal wieder schnell gehen muss, ist ein Kaffee mit Butter und MCT-Öl, der nicht nur stundenlang satt macht, sondern auch noch die Konzentration fördert und Energie verleiht, einfach eine schon fast magische Sache.

Erfinder dieses Kaffeerezeptes ist Dave Asprey, ein Biohacker aus Amerika, der dieses Getränk unter dem Namen Bulletproof Coffee unter die Leute bringt.

Für Bulletproof Coffee benötigt man

Kaffeebohnen (selbstverständlich). Es ist darauf zu achten, dass Biokaffee verwendet wird, der möglichst frei von Schimmelpilzen sein sollte. Schimmelpilzbefall ist bei Kaffeebohnen weit verbreitet und nicht nur unappetitlich sondern auch gesundheitsschädlich (1).

Butter von Weidetieren. Bitte nicht die Billigbutter aus Massentierhaltung kaufen, da diese neben den Hormonen und Antibiotika, mit denen die Tiere häufig gefüttert werden, auch deutlich mehr Omega-6-Fettsäuren enthält (durch die nicht artgerechte Fütterung von Mais und Getreide). Weidebutter enthält sehr viel mehr Omega-3-Fettsäuren, die im Körper antientzündlich wirken (2).

MCT-Öl. Ein Öl, das aus mittelkettigen Fettsäuren (Medium-Chain-Triglycerides) besteht und aus Kokosöl oder Palmöl gewonnen wird. Das MCT-Öl wird in der Leber bevorzugt in Ketonkörper umgewandelt, die vom Körper und vom Gehirn verstoffwechselt werden können ⇒ erhöhte Energie und Konzentrationsfähigkeit.

Zimt (optional). Bei mir gehört Zimt zum Kaffee einfach dazu. Aber Zimt schmeckt nicht nur gut, sondern er hat auch einen sehr günstigen Effekt auf den Blutzuckerspiegel. In diversen Studien wurde nachgewiesen, dass Zimt positive Auswirkungen auf den Kohlenhydratstoffwechsel hat und den Blutzuckerspiegel stabilisiert (3).

So, nun kommen wir aber zum Rezept.

Zutaten:

  • 300 ml Kaffee
  • 2 EL Weidebutter (Kerrygold)
  • 1 EL MCT-Öl

Alle Zutaten in den Mixer geben und für ca. 30 Sekunden mixen. Dadurch wird der Kaffee schön cremig. Nur noch in eine Tasse gießen und genießen.

 

(1)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0956713515002583$

(2)http://www.worldsoffood.de/gesundes-und-bio/item/634-butterstudie-der-universit%C3%A4t-gie%C3%9Fen-butter-aus-weidemilch-am-besten.html

(3)http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1587

Kokos-Latte

 

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Wer wie ich nichts mehr liebt als sich mit einem schönen Latte Macchiato auf’s Sofa zu setzen, der hat im ersten Moment mit einer strikten Paleo-Diät, die ja Milch ausschließt, ein Problem. Dieses ist aber zum Glück schnell lösbar.

Auftritt: Kokosmilch (man kann auch ungesüßte Mandelmilch nehmen), aber Vorsicht Sie wollen eine Milch, die keine zweifelhaften Zutaten wie Verdickungsmittel und Emulgatoren hat. In Kokosmilch gehören nur Kokos und Wasser. Ich persönlich verwende Aroy D Kokosmilch.

Zutaten:
  • 250 ml Kokosmilch (oder 200 ml Kokosmilch + 50 ml Wasser für diejenigen, denen Kokosmilch zu fettig ist)
  • Espresso
  • Zimt und/oder Vanille

Ich bereite die Kokosmilch in einem Milchaufschäumer zu, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass sie nicht so schäumt wie Tiermilch. Das Kokosmilch/Wasser-Gemisch schäumt ein bisschen mehr. Dann noch den Espresso hinzugeben, das Ganze mit Zimt und/oder Vanille garnieren und ab auf’s Sofa.

 

Die Paleo-Diät – Nur eine Modeerscheinung?

 

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Das ist jedenfalls das, was uns die Medien und Konzerne, die gut an unserem Konsumverhalten verdienen, weis machen wollen. In einem Ranking der besten 38 Diäten schneidet die Paleo-Diät als vorletzte ab (1). Den letzten Platz belegt die Whole 30 Diät, die mit der Paleo-Diät verwandt ist, aber noch striktere Vorgaben hat. Und wow: Der Biggest Loser ist auf Platz 11 – eine Diät, bei der die Leute fast verhungern und sich einem massiven Drill unterziehen müssen und bei der nach 3 Jahren fast alle mindestens ihr Ausgangsgewicht wieder auf den Rippen haben. Klingt gut. Noch besser sind die Weight Watchers, die es auf Platz 4 geschafft haben. Wieviel Gehirnwäsche muss man sich unterzogen haben, um tatsächlich zu glauben, dass Süßigkeiten Bestandteil einer Abnehmstrategie sein können, wenn man nur die richtigen Punkte einträgt? Da es viele Menschen gibt, die diesen Wahnsinn immer wieder mitmachen und immer wieder den Zyklus von Diät und Zunehmen durchlaufen, muss diese Geschäftsidee aber wohl aufgehen. Für die Betreiber ist es eine wahre Goldgrube. Vielen ist die Paleo-Diät ja zu restriktiv, deshalb haben es die Veganer auf Platz 21 geschafft (hören Sie da Sarkasmus raus? So war das auch gemeint!).

Aber kommen wir zur Paleo-Diät zurück. Das ist doch diese Diät, wo die Leute Unmengen Speck und anderes Fleisch essen, oder? Überraschung: Nein, ist sie nicht. Es gibt zwar einige Blogger, die diese Meinung vertreten, aber die schreiben nicht über die Paleo-Diät. Es ist die Ernährung, bei der vor allem viel Gemüse gegessen wird. Ja, das ist richtig. Ich gehe jede Wette ein, dass ich deutlich mehr Gemüse esse als die meisten Menschen, die sich Vegetarier nennen. Was die Paleo-Diät ausmacht ist einfach eine Rückkehr zur Ernährungsweise unserer Vorfahren – einer Ernährung, die die Menschheit seit ca. 2 Millionen Jahre gehabt hat, verglichen mit den 10.000 Jahren, die Menschen Ackerbau und Viehzucht betrieben haben und in denen begonnen wurde, größere Mengen Getreide zu essen. Es handelt sich also mitnichten um eine Modeerscheinung, sondern um unsere ganz normale Ernährung, auf die unsere Gene (die immer noch zu 97 % mit denen unserer paleolithischen Vorfahren übereinstimmen) eingestellt sind.

Archäologen haben herausgefunden, dass sich der Gesundheitszustand der Menschen mit Einführung von Getreide in die Ernährung verschlechtert hat. Die Menschen wurden deutlich kleiner (2)(3) und es traten Löcher in den Zähnen auf, was bei Jägern und Sammlern fast nicht vorkam (4). Heutzutage, wo wir Getreide in bisher ungeahnten Mengen essen, läuft unser Gesundheitszustand immer mehr aus dem Ruder: Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Demenz, Depressionen, Zahnverfall und die Liste geht immer weiter. Es ist wirklich höchste Zeit, dass wir überdenken, was wir unserem Körper noch zumuten können.

Was nun macht die Paleo-Diät tatsächlich aus? Der große Brocken, der für die meisten schwer zu verdauen ist (das ist durchaus als Wortspiel gemeint), ist der Verzicht auf alle Getreide. Dies ist nicht nur wegen ihres Glutengehalts eine gute Idee, sondern auch weil Getreide viele Stoffe enthalten, die einer normalen Verdauung sehr abträglich sind (5).

Schwer geschluckt wird von den Meisten auch der Verzicht auf Milch und Milchprodukte. Hier empfiehlt sich immerhin ein zeitweiser Verzicht, um festzustellen, ob Sie persönlich ein Problem mit dieser Nahrungsmittelgruppe haben.

Weiterhin wird bei der Paleo-Diät auf Hülsenfrüchte verzichtet. Dies zum einen weil sie ebenfalls Stoffe enthalten, die die Aufnahme von Nährstoffen behindern können, zum anderen aber auch, weil sie nicht so nährstoffreich sind wie andere Nahrungsmittelgruppen, die im Zuge der Paleo-Diät gegessen werden (z.B. Innereien, Gemüse).

Ein ganz dickes NEIN! steht natürlich vor Zucker. Und das heißt nicht nur Tafelzucker, sondern auch Honig, Agavendicksaft, Trockenfrüchte etc. und künstliche Süßstoffe. Unsere paleolithischen Vorfahren hatten eine Ernährung, die nur einen moderaten Anteil Kohlenhydrate beinhaltete (selbstverständlich gab es Unterschiede im Kohlenhydratanteil abhängig von der Gegend, in der sie lebten). Und ja, sie haben auch sicher mal Honig gegessen, aber doch nicht in den Mengen wie wir das heute tun (haben sie schon mal versucht, Bienen ihren Honig abzunehmen? Gar nicht so einfach!). Aber trösten Sie sich, es dauert nur ein paar Tage und Ihre Geschmacksknospen haben sich umgewöhnt. Sie glauben gar nicht, wie süß auf einmal ein Apfel schmeckt.

Man muss es eigentlich fast nicht sagen, aber natürlich kommen in der Paleo-Diät keine industriell gefertigten Nahrungsmittel vor (oder können Sie sich einen Steinzeitmenschen bei ALDI vorstellen?). Das heißt die ganzen Convenience Lebensmittel sind out. Es darf wieder selbst gekocht werden!

Ganz wichtig sind gesunde Fette. Hier wird für die meisten von Ihnen ein Umdenken erforderlich sein, denn die gesunden Fette sind gerade nicht diejenigen, die uns als so wahnsinnig herzgesund angepriesen werden. Ich spreche hier natürlich vom guten Rapsöl und den anderen Pflanzenölen. Tun Sie sich einen Gefallen, und lassen Sie diese Öle im Supermarkt.   Kaufen Sie stattdessen natives Olivenöl, natives Kokosöl, Butter von Weidekühen (ja, die mit den gesättigten Fettsäuren) oder Ghee, und geben Sie ihren Mahlzeiten mit diesen Fetten wieder richtigen Geschmack. Wir haben ganz vergessen, dass Gemüse mit Butter eine wahre Delikatesse sein kann.

Warum sollten Sie sich überlegen, diese Ernährungsform zu verfolgen? Schließlich sind Höhlenmenschen doch nur 30 Jahre alt geworden. Tatsächlich war die Lebenserwartung in paleolithischen Zeiten 35,4 Jahre (für Männer), man muss aber verstehen, dass die Lebenserwartung eines Volkes extrem nach unten geht, wenn eine hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit vorherrscht. Dies war in der Steinzeit sicher der Fall (dort wurden Frühgeborene nicht auf Säuglingsintensivstationen aufgepäppelt). Die Menschen starben, weil sie von Tieren angegriffen wurden, weil sie Verletzungen oder Infektionen hatten. Sie starben nicht, weil sie chronische Krankheiten hatten, mit denen ihr Körper nicht mehr fertig werden konnte. Wie aus diesen Erklärungen folgt, sind Steinzeitmenschen auch nicht spätestens mit 35 Jahren gestorben, im Gegenteil gibt es Hinweise dafür, dass sie durchaus ein Alter von 60 – 70 Jahren erreichen konnten, wenn sie die oben genannten Gefahren überstanden. Im Gegensatz zu unseren Senioren, waren sie dann aber nicht krank und fragil sondern durchaus in der Lage, ihren Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Man kann dies heute noch in Jäger und Sammler-Gesellschaften sehen.

Es gibt inzwischen viele Untersuchungen, die zeigen, dass die Paleo-Diät positive Auswirkungen auf unsere „Zivilisationskrankheiten“ hat. Es konnte nachgewiesen werden, dass sie einen Typ II Diabetes und das Metabolische Syndrom verbessern kann (6). Desweiteren senkt sie den Blutdruck und verbessert die Blutfette (7). Selbst Multiple Sklerose konnte mit einer Paleo-Diät in Remission gebracht werden. Bekannt geworden ist hier Dr. Terry Wahls, die an Multipler Sklerose erkrankt bereits im Rollstuhl saß, und die inzwischen ihre Krankheit soweit unter Kontrolle hat, dass sie wieder Fahrradfahren kann (8).

Wie Sie leicht sehen können, wird eine Paleo-Diät für die meisten Menschen Verbesserungen bringen. Sie haben Ihre Gesundheit in der Hand! Mein Vorschlag: Probieren Sie es einmal 30 Tage lang aus. Das ist eine überschaubare Zeit, aber lang genug, damit Sie tatsächlich schon Unterschiede in Ihrem Wohlbefinden bemerken werden.

Eine letzte Bemerkung noch: Ich habe über die Paleo-Diät geschrieben, aber eigentlich beinhaltet die Paleo-Philosophie nicht nur die Ernährung, sondern einen ganzen Lebensstil. Die weiteren Pfeiler, auf die das Augenmerk gerichtet ist sind: Schlaf, Stressabbau, Bewegung und Sport. Und auch diese werden – Sie haben es schon geahnt – an die Lebensumstände unserer paleolithischen Vorfahren angepasst.

 

(1)http://news.health.com/2016/01/05/38-popular-diets-ranked-from-best-to-worst/

(2)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17003019

(3)http://beyondveg.com/nicholson-w/angel-1984/angel-1984-1a.shtml

(4)Weston A. Price „Nutrition and Physical Degeneration“

(5)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3705319/

(6)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2787021/

(7)http://universityhealthnews.com/daily/heart-health/paleo-diet-benefits-include-improved-cholesterol-triglycerides-blood-pressure-and-insulin-levels-after-only-10-days/

(8)http://www.mindbodygreen.com/0-12809/how-i-beat-progressive-ms-with-a-paleo-diet-functional-medicine.html

Meditation – Stressabbau und Gesundheit

 

balance-110850Da wir heutzutage in einer sehr stressigen Welt leben, müssen wir uns Wege zurechtlegen, mit diesem Stress umzugehen. Eine Möglichkeit besteht darin zu meditieren. Da höre ich immer wieder: „Also weißt du, da habe ich ja nun überhaupt keine Zeit zu, und dieses Rumsitzen macht mich wahnsinnig.“ Hallooo!!?? Das ist genau mein Punkt, und deshalb sage ich auch, dass genau diese Leute von einer täglichen (kurzen) Meditation extrem profitieren würden. Wenn Sie sich nicht die Zeit nehmen, etwas für sich zu tun (nämlich in diesem Falle, mal zur Ruhe zu kommen), dann laufen Sie immer weiter hübsch in Ihrem Hamsterrad herum, bis Sie nicht mehr können und Ihr Körper Sie dann ausbremst.

Meditation – was kann sie für uns tun?

Der wichtigste Faktor ist, dass Meditation Körper und Geist entstresst. Wer täglich meditiert, lernt mit Stress sehr viel besser umzugehen. Sind Meditationsübungen einmal verinnerlicht, so wird man beim Auftreten von Stress zum Beispiel automatisch in eine tiefere Atmung verfallen. Menschen, die meditieren haben insgesamt deutlich erniedrigte Stresslevel (1). Ich persönlich kann sagen, dass ich seit ich meditiere, nicht mehr das Verlangen habe, andere Verkehrsteilnehmer zu beschimpfen, wenn sie mich mit überhöhter Geschwindigkeit überholen, nur um sich dann schnell vor mich zu drängeln. Ein paarmal tief durchatmen, und ich sage mir „Was sind die doch arm dran, dass sie das nötig haben“.

Da bekannt ist, dass Meditation die Stressreaktion vermindert, und wir andererseits wissen, dass viele Krankheiten der modernen Welt durch Stress verursacht werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Meditation in der Prophylaxe und Therapie dieser Krankheiten weiterhelfen könnte.

In vielen Studien wurde gezeigt, dass Meditation den Bluthochdruck günstig beeinflussen kann (2). Dies verwundert natürlich nicht, da Stress ja ein Risikofaktor für einen Hypertonus ist. Es wurde sogar gezeigt, dass Meditation genauso gut wirkt wie eine Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten. Damit hat die Meditation ganz klar die Nase vorn, denn sie hat keine Nebenwirkungen.

Meditation stärkt auch das Immunsystem. Man erklärt sich diesen Effekt durch die Wirkung der Meditation auf das Parasympathische Nervensystem. Dieses Nervensystem ist Gegenspieler des Sympathikus (den wir schon bei der Stressreaktion kennengelernt haben) und ist verantwortlich für Regeneration und Verdauung. In Studien wurde gezeigt, dass durch Meditation pro-inflammatorische Gene heruntergefahren werden (3), das bedeutet, dass im Körper weniger entzündliche Prozesse ablaufen, die zu Krankheiten und vorzeitiger Alterung führen. In einer weiteren Studie erhielten 48 Probanden eine 8 wöchige Unterweisung in Meditation. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe hatten sie nach diesem Zeitraum eine signifikant höhere Antikörperproduktion auf eine Grippeschutzimpfung (4).

Die Serotoninproduktion (Serotonin = „Glückshormon“) wird durch Meditation gesteigert, indem die Aktivität in den Stress produzierenden Regionen des Gehirns – den Amygdala und dem rechten präfrontalen Cortex (frontale Hirnrinde) gemindert und die Aktivität in der Glück produzierenden Region des Gehirns – dem linken präfrontalen Cortex erhöht wird (5).  Dies führt zu einer ausgeglicheneren Stimmung. Niedrige Serotoninspiegel findet man zum Beispiel bei Menschen mit Depression, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

Meditation stärkt die Konzentration. Das würde man natürlich schon erwarten, da die Meditation an sich ja eine Konzentrationsübung ist. Es gibt einige Untersuchungen zu diesem Thema. Yi-Yuan Tang ließ Probanden fünf Tage lang für je 20 Minuten meditieren und fand heraus, dass schon nach dieser kurzen Intervention die Probanden eine signifikant bessere Konzentrationsfähigkeit im Gegensatz zur Kontrollgruppe aufwiesen (6). Übrigens waren auch ihre Stresslevel geringer – nach nur 5 Tagen!

Meditation muss also weder für Jahre betrieben werden noch Stunden pro Tag in Anspruch nehmen. Fangen Sie langsam an. Für den Anfang genügen 1 – 3 Minuten. Setzen oder legen Sie sich bequem hin, atmen Sie tief in Ihren Bauch ein, halten Sie kurz den Atem an und atmen Sie dann bewusst wieder aus (Zähltechnik: 4 – 7 – 8). Diese Technik ist einfach und kann überall angewandt werden (an der Ampel, in der Warteschlange an der Supermarktkasse – vielleicht wollen Sie sich hier nicht hinlegen, sondern die Atemübung dann einfach im Stehen ausführen). Sie werden nach kurzer Zeit merken, dass Sie deutlich ruhiger auf Ihre Umgebung reagieren.

Die Website calm.com bietet schöne Bilder und Naturgeräusche, die Sie zum Meditieren verwenden können. Es gibt sogar einen Timer, mit dem Sie die Dauer Ihrer Meditation einstellen können. Und auf YouTube.com finden Sie viele geführte Meditationen.

Worauf warten Sie noch?

(1)https://www.welt.de/gesundheit/article119098145/Meditation-die-schaerfste-Waffe-gegen-Stress.html

(2)http://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/bluthochdruck_meditation_statt_medikation/

(3)http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0889159112001894

(4)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12883106

(5)https://www.brainwave-research-institute.com/meditation-increases-serotonin-levels-.html

(6)http://www.pnas.org/content/104/43/17152

Natürliche Vorbeugung gegen Grippe und Erkältung

Bald geht es wieder los mit der Grippezeit.

Wer sich nicht auf die Impfungsmoothie verlassen möchte, hat auch die Möglichkeit der Erkrankung mit natürlichen Mitteln zu Leibe zu rücken – ganz ohne Nebenwirkungen und im Endeffekt wahrscheinlich ebenso wirksam.

Was wir dazu brauchen, sind einige Viren- und Bakterienkiller, die die Natur für uns bereithält.

  • Knoblauch: wirkt antibakteriell und antiviral.
  • Zitronen: helfen durch ihren hohem Vitamin C Gehalt.
  • Kurkuma: wirkt vorbeugend gegen Erkältungen und stärkt das Immunsystem. Für eine bessere Resorption sollte man dem Kurkuma etwas schwarzen Pfeffer zusetzen.
  • Ingwer: stimuliert ebenfalls das Immunsystem.
  • Cayenne Pfeffer: Die enthaltenen Capsaicinoide haben eine antibakterielle Wirkung.
  • Ananas: Das in der Ananas enthaltene Bromelain wirkt antibakteriell, antiviral und stimuliert das Immunsystem.
  • Kaltgeschleuderter Honig: Flavonoide im Honig wirken entzündungshemmend und antiviral. Aber Vorsicht! Bei normalem Honig aus dem Supermarkt handelt es sich meist um Honig, der erhitzt wurde. Am besten finden Sie in Ihrer Gegend einen Imker, der seinen Honig selbst verarbeitet.

Aus diesen natürlichen Powerhouses stellen wir nun einen Smoothie her.

Zutaten:

Saft von 3 Zitronen

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

1/4 TL Kurkuma Pulver + etwas schwarzen Pfeffer

1/2 TL Ingwer (frisch oder als Pulver)

1/8 TL Cayenne Pfeffer

1 Ananas (oder 360 ml Ananassaft)

1 EL kaltgeschleuderter Honig

 

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Wir geben alle Zutaten in den Mixer (die Ananas vorher schälen und das Fruchtfleisch würfeln) und mischen sie gut durch. Wer lieber ein etwas dünnflüssigeres Getränk haben möchte, nimmt statt der ganzen Ananas einfach Ananassaft.

Zur Vorbeugung trinkt man von dem fertigen Smoothie 120 ml/Tag (das ist etwa ein Drittel des fertigen Smoothies). Den Rest kann man im Kühlschrank aufbewahren.

Sind schon erste Krankheitssymptome vorhanden trinkt man therapeutisch den gesamten Smoothie.

 

Warum wir Stress brauchen, aber zuviel Stress nicht gut für uns ist

Kennen Sie das? Sie rufen einen lieben Mitmenschen an, und das Erste, p1080071was Sie zu hören kriegen, ist: „Ich bin so im Stress“. Ich habe in meinem sozialen Umfeld Leute, die ich schon gar nicht mehr anzurufen wage, weil ich sie ja nicht in ihrem Stress störe möchte.

Welche Funktion aber hat Stress genau, und wann wird er gefährlich für uns?

Die Stressreaktion ist die Antwort unseres Körpers auf Belastungen. Diese können psychisch oder physisch sein. Zunächst einmal ist Stress eigentlich eine gute Sache. Er hilft uns, uns an neue Anforderungen anzupassen und zu überleben. Wenn Sie von einem Säbelzahntiger gejagt werden, sind Sie sehr froh darüber, dass Ihr Körper Ihnen blitzschnell Energie zum Laufen bereitstellt, die Blutzirkulation nur noch auf überlebenswichtige Organe beschränkt (Sie wollen sich nicht fortpflanzen, wenn Sie die nächsten Minuten womöglich nicht mehr überleben) und Ihr Gehirn nur noch einen Gedanken hat: „Rette sich, wer kann!!“

Unsere paleolithischen Vorfahren kannten den oben genannten Stress nur zu gut. Aber sie hatten in ihrem Leben nach so einem stressigen Ereignis auch wieder Zeit, sich zu entspannen (nämlich wenn sie dem Tiger entkommen waren). Und was haben sie dann gemacht? Tief durchgeatmet, sich gesagt „wow, das ging ja gerade nochmal gut“ und dann weitergemacht. Robert Sapolsky beschreibt diese Art der Stressbewältigung sehr gut in seinem Buch „Why Zebras Don’t Get Ulcers“.

Und damit sind wir auch schon bei der negativen Seite des Stresses. In unserer heutigen Zeit müssen wir nicht mehr vor Säbelzahntigern weglaufen. Anstelle dieser kuscheligen Tiere haben wir einen Chef oder Mitarbeiter, mit denen wir Ärger haben, hohe Anforderungen im Beruf, Hypotheken, eine Reizüberflutung von Lärm, Licht und digitalen Medien, durch Gentechnik erzeugte Lebensmittel und überhaupt industriell erzeugte Lebensmittel mit Zutaten, die unser Körper nicht kennt, und mit denen er nichts anzufangen weiß, und dann der Freizeitstress… Sie verstehen, was ich meine. Bei den meisten Menschen läuft die Stressreaktion inzwischen mehr oder weniger ununterbrochen ab, sie haben (fast) keine Ruhephasen mehr. Wenn der Körper sich aber vom Stress nicht erhohlen kann, dann bricht er irgendwann zusammen.

Sehen wir uns einmal die Stressreaktion an und welche Auswirkungen auf den Körper auftreten, wenn ein Individuum ständig unter Stress steht:

  • Stress aktiviert den Sympathikus (Herzfrequenz und Blutdruck steigen) ⇒ Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Durch die Wirkung von Glucokortikoiden (v.a. Cortisol)  wird die Gluconeogenese in Gang gesetzt und der Blutzuckerspiegel steigt, um genug Energie bereitzustellen ⇒ Diabetes, Leber- und andere Organerkrankungen, Adrenal Fatigue (Nebennierenschwäche), Burnout
  • Die Darmtätigkeit wird reduziert, da Verdauung in einer Stresssitutation keine hohe Priorität hat ⇒ Magen-/Darmerkrankungen
  • Das Blut wird dickflüssiger, um bei Verletzungen den Blutverlust möglichst gering zu halten ⇒ erhöhte Thrombosegefahr
  • Der Muskeltonus steigt, um für Kampf oder Flucht vorbereitet zu sein ⇒ Verspannungen, Spannungskopfschmerz, Haltungs- und Gelenkschäden
  • Auch die Immunantwort wird bei Stress zurückgefahren. Sie brauchen nicht mit einem Infekt fertig zu werden, wenn vor Ihnen ein Tiger steht ⇒ häufige Infekte, Krebs
  • Die chronische Belastung durch Stress führt zu Schlafstörungen, Erschöpfung, Leistungsverlust und chronischen Entzündungen im Körper (⇒ erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko) .

Unserem Gehirn ist es übrigens egal, welcher Stressor für unseren Stress ursächlich ist. Es kann zwischen realer und eingebildeter Bedrohung nicht unterscheiden und sendet an den Körper nur die universelle Meldung: Stressreaktion! Auch wenn Sie einen todtraurigen Film ansehen und sich langsam durch die Kleenex-Packung heulen, wird Ihr Körper mit einer Stressreaktion antworten. Das heißt nicht, dass Sie keine traurigen Filme mehr gucken sollen, sondern dass Sie sich über diese Reaktion im Klaren sein sollten (tief durchatmen hilft).

Ein weiterer Stressor, den kaum jemand in Betracht zieht, sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Im Gegensatz zu Allergien wirken diese meist im Verborgenen und sind häufig nicht so schnell einem bestimmten Nahrungsmittel zuzuordnen (Unverträglichkeiten können bis zu 72 Stunden nach Nahrungsaufnahme auftreten und müssen sich nicht als Magen-/Darmbeschwerden äußern). Übrigens ist auch Schlafentzug ein Stressor. Da gestresste Menschen häufig nicht gut schlafen, kann sich so schnell ein Teufelskreis ergeben, den es zu durchbrechen gilt.

Eine Bestandsaufnahme des Stresslevels ist eine sehr komplexe Aufgabe, die viele Parameter mit einbeziehen muss. Es ist aber auch eine sehr lohnende Aufgabe, da die Minimierung von Stress zu deutlich mehr Lebensqualität und Gesundheit führt.

 

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/STRESS/

http://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/stress/11388

 

 

Kürbispommes

 

p1080832Alle lieben Pommes. Leider sind die normalen aus Kartoffeln aufgrund ihres hohen Kohlenhydratanteils nicht besonders gesund. Eine sehr viel bessere Alternative bieten da z. B. Pommes aus Kürbis.

 

Zutaten:

  • 1 Butternut oder Hokkaido Kürbis
  • 1 EL Ghee oder Kokosöl
  • Salz
  • Gewürze nach Geschmack, z. B. Kümmel, Curry, Paprika, Knoblauch
  • Oregano (optional)

Den Kürbis schälen und in Streifen schneiden. Man kann diese Kürbisse auch mit Schale essen, ich mag sie aber ohne lieber. Die Kerne lassen sich übrigens sehr gut rösten und dann als Salatzutat oder auch als Snack zwischendurch verwerten. Die Kürbisstreifen in eine Schüssel tun und die übrigen Zutaten hinzugeben. Jetzt kommt der spaßige Teil. Alles mit den Händen gut verrühren, sodass auch jedes Teil gut eingefettet und mit Gewürzen versorgt ist.

Dann kommt der Kürbis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und wird im Ofen bei 180° C ca. 30 Minuten gebacken. Da jeder Ofen doch eine unterschiedliche Hitze entwickelt, zwischendurch einfach mal kontrollieren und die Kürbisstreifen gegebenenfalls wenden, damit sie von allen Seiten schön braun werden.

Getreidefreies „Porridge“ mit Früchten

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Gerade jetzt, wo es morgens wieder kälter wird, ist dieses Porridge ein leckeres, warmes Frühstück. Traditionell wird Porridge aus Haferflocken gemacht, hier eine getreidefreie Variante, die stattdessen Nüsse und Leinsamen verwendet.

 

Zutaten:

  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 Handvoll Pekannüsse
  • 2 EL geschrotete Leinsamen
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Ingwer
  • 1/4 TL Muskat
  • 1 TL Mandelbutter
  • 1 Banane
  • 3 Eier
  • ca. 60 ml Kokosmilch (je nach angestrebter Konsistenz auch etwas mehr)
  • Beeren zum Garnieren

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Alle Zutaten (bis auf die Beeren) in einen Mixer geben und gut durchmischen. Den Teig in einen Topf umfüllen und auf dem Herd bei mittlerer Hitze unter häufigem Umrühren kochen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Früchten garnieren und warm servieren.

15 Tipps für gesunden Schlaf

 

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Wie ich bereits erklärt habe ist ausreichend Schlaf eine absolute Vorbedingung für Gesundheit. Während des Schlafs laufen Reparatur- und Entgiftungsvorgänge im Körper ab. Im Durchschnitt sollte die Schlafdauer 7 – 8 Stunden betragen.

Unser Schlaf-/Wachrythmus ist ein hormonell geregelter Kreislauf. Die wichtigsten Hormone sind Melatonin (das Schlafhormon), Serotonin (das Glückshormon) und Cortisol (ein Stresshormon). Es ist wichtig, dass man sich klar macht, dass unser heutiger Lebensstil mit all seiner Reizüberflutung (Licht, digitale Medien, Lärm) eine Umgebung schafft, für die unsere Gene nicht ausgelegt sind. Wir tragen in uns immer noch das Erbgut der Steinzeitmenschen, und deren Lebensstil war wie man sich leicht vorstellen kann von der Natur bestimmt, in der sie lebten. Ins Bett ging man kurz nach Sonnenuntergang (also nicht um 2 Uhr morgens) und aufgestanden wurde, wenn die Sonne wieder aufgegangen war (auch hier nicht erst um 14:00).

Wir werden unser Leben nicht auf Steinzeitniveau umstellen können (und wollen!). Aber es gibt einige Tricks, die unserem Körper diesen natürlichen Kreislauf vorgaukeln können.

  1. Schlaf fängt schon am Morgen an. Gesunder Schlaf setzt voraus, dass der Körper einem zirkadianen Rhythmus folgt, d.h. das Gehirn registriert wann Tag und wann Nacht ist. Der wichtigste Resetknopf für diesen Rhythmus ist die Beendigung der Melatoninproduktion. Diese erreicht man, indem man sich morgens möglichst früh natürlichem Licht – am besten natürlich der Sonne – aussetzt. Natürliches Licht enthält viele Blaustufen, die für das Abschalten der Melatoninproduktion verantwortlich sind. Das Gehirn erhält die Meldung: Es ist Tag! Da es in der nördlichen Hemisphäre im Winter morgens lange nicht hell ist, kann man über den Einsatz einer Tageslichtlampe nachdenken. Diese Lampen simulieren das Sonnenlicht und helfen dadurch bei der Hormonumstellung.
  2. Wenn Sie Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke trinken, so tun Sie das vor 16:00. Kaffee hat normalerweise eine Halbwertszeit (HWZ) von    ca. 4 Stunden, und Sie möchten ja nicht, dass das Koffein Ihren Schlaf stört. Bei langsamen Metabolisierern (also bei Leuten, die Koffein verlangsamt abbauen) kann die HWZ bis zu 20 Stunden betragen. Wie man leicht sieht, sollten betroffene Individuen besser gar keinen Kaffee trinken.
  3. Alkohol kann bis zu 3 Stunden vor dem Schlafengehen getrunken werden, ansonsten wird er Ihre Schlafqualität beeinflussen (zum Schlechteren). Also eine gute Ausrede, die Happy Hour um 17:00 zu nutzen.
  4. 1 – 2 Stunden vor dem Schlafengehen werden der Fernseher oder digitale Medien ausgeschaltet (dazu gehört auch der Kindle). Facebook, Twitter und alle anderen können auch bis zum nächsten Morgen warten. Besonders abträglich ist es, wenn vor dem Zubettgehen schnell nochmal die E-mails gecheckt werden. Ihre Lieblingssendung können Sie aufnehmen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt anzusehen. Setzen Sie sich ein festes Zeitlimit und halten Sie sich daran.
  5. Als Erweiterung zu Punkt 2: Ihr Schlafzimmer ist Ihr Schlafzimmer, kein Fernsehzimmer, Büro oder sonst etwas. Entfernen Sie alle elektronischen Geräte aus diesem Zimmer. Haben Sie einen elektrischen Wecker, so sollte er mindestens einen Meter von Ihrem Kopf entfernt stehen. Wenn Sie Ihr Handy als Wecker nutzen, dann schalten Sie es in den Flugmodus. Ein WLAN-Router sollte nach Möglichkeit ausgeschaltet werden. Das Gerede über EMF (Elektromagnetische Frequenzen) ist tatsächlich wahr.
  6. Wenn es draußen dunkel wird, dimmen Sie die Lichter in Ihrer Wohnung. Ihr Körper braucht das Signal, dass es langsam auf die Nacht zugeht. Wenn Sie noch am Computer arbeiten müssen, so installieren Sie die App f.lux. Diese kann auf die Zeitzone eingestellt werden, in der man sich befindet, und filtert nach Sonnenuntergang die Blautöne aus Ihrem Computerbildschirm heraus. Und nein, das ist nicht die Ausrede dafür, den Computer vor dem Schlafengehen zu benutzen.
  7. Wenn man die Scham, sie zu tragen, einmal überwunden hat, sind blaulichtfilternde Brillen (Computerbrillen oder Amber glasses) ein gutes Gadget, sich gegen das blaue Licht zu schützen.
  8. Verdunkeln Sie Ihr Schlafzimmer. Wie oben ausgeführt ist Licht der wichtigste Faktor, der die Melatoninproduktion stoppt. Verdunklungsrollos schaffen hier Abhilfe. Wenn Sie irgendwo schlafen müssen, wo es keine Rollos gibt, so empfiehlt sich die Verwendung einer Schlafbrille. Empfehlenswert ist es auch Leuchtdioden von Geräten (die ja eigentlich nicht im Zimmer sein sollten) abzukleben. Man macht sich gar kein Bild davon, wie hell die Anzeige einer gedimmten Uhr sein kann. Die Idee ist, dass Sie Ihre Hand vor Augen nicht mehr sehen können.
  9. Das Schlafzimmer sollte kühl sein. Sehen wir uns wieder unser paläolytischen Vorfahren an, so könnnen wir uns vorstellen, dass es nachts in den Höhlen, in denen sie schliefen, kälter war als tagsüber draußen. Das erwarten unsere Gene, und es ist auch der Grund dafür, dass wir im Sommer in einem überhitzten Zimmer extrem schlecht schlafen können.
  10. Ein heißes Bad vor dem Schlafengehen kann dafür sorgen, dass der Körper den benötigten Temperaturunterschied bekommt.
  11. Bauen Sie Stress ab. Ein gestresster Mensch schläft schlecht. Wenn Ihnen der Kopf raucht, weil Sie so viel auf dem Zettel haben, machen Sie eine To-Do-List für den nächsten Tag. Bewährt hat sich auch das Schreiben eines Dankbarkeitsjournals vor dem Zubettgehen. Es müssen nur 2 – 3 Sachen sein, für die Sie an diesem Tag dankbar waren. Dankbarkeit entspannt den Körper und sorgt für besseren Schlaf. Wer mag, kann vor dem Schlafen meditieren. Geführte Meditationen haben sich beim Einschlafen sehr bewährt.
  12. White noise (z. B. Regen, Wellen, ein Ventilator) können beim Einschlafen helfen. Sie können auch andere störende Geräusche unterdrücken.
  13. Ätherische Öle, vor allem Lavendel, wirken sehr beruhigend und helfen einzuschlafen. Man kann sich einige Tropfen Lavendelöl unter die Fußsohlen reiben, wo es von der Haut schnell aufgenommen wird, oder man benutzt einen Ölstein oder Diffusor. Da der Ölstein kein elektrisches Gerät ist, halte ich ihn für besser. Man träufelt 3 – 5 Tropfen Lavendelöl auf den Stein und hat die ganze Nacht die beruhigende Wirkung des Lavendels.
  14. Ein Mineral, dem zu Recht eine sehr beruhigende Wirkung zugeschrieben wird, ist Magnesium. Sie können es in einem Epsomsalz Bad, als Magnesiumcreme oder als Bananentee zu sich nehmen.
  15. Und zu guter Letzt: Bleiben Sie tagsüber in Bewegung am besten an der frischen Luft!

Toxine in Kosmetika

Wenn wir an Umweltgifte denken, dann fallen uns Sachen ein wie Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Quecksilber in Fischen etc. Diese Toxine sind natürlich wichtig, und wir sollten eine Exposition möglichst gering halten. Eine weitere Klasse von Giftstoffen wird aber häufig nicht berücksichtigt. Es handelt sich dabei um Toxine, denen wir uns tagtäglich mehrmals und sogar freiwillig aussetzen. Dies sind die Giftstoffe in Kosmetika und Reinigern.

Zunächst einmal muss man sich klar machen, dass unsere Haut das größte Organ unseres Körpers ist. Alles, was wir auf die Haut aufbringen, wird resorbiert und gelangt wenig später in den Blutkreislauf. Deshalb sollte man bei Kosmetika darauf achten, dass nichts auf die Haut kommt, das man nicht auch essen würde . Ich meine mal wirklich: 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, 5-Bromo-5-Nitro1,3-Dioxane. Was soll ihr Körper damit anfangen?

Was aber ist tatsächlich drin in Seifen und Kosmetika? Hier ist eine Liste, der am häufigsten verwendeten schädlichen Inhaltsstoffe.

  • Imidazolidinyl Urea. Es handelt sich um einen Konservierungsstoff mit antimikrobieller Wirkung. Er wird häufig zusammen mit Parabenen eingesetzt. Imidazolidinyl Urea bildet Formaldehyd (die Chemikalie, in die Leichen eingelegt werden, um sie zu konservieren). Es kann Allergien verursachen und ist fraglich kanzerogen (krebsauslösend).
  • Formaldehyd freisetzende Chemikalien. Imidazolidinyl Urea ist nicht der einzige Formaldehydabspalter, der in Kosmetika eingesetzt wird. Weitere Chemikalien, die in Formaldehyd umgewandelt werden sind: DMDM Hydantoin, Diazolidinyl Harnstoff, Methenamin und Quarternium 15.
  • Parabene. Auch sie werden als Konservierungsstoffe eingesetzt. Wie man inzwischen weiß, greifen sie in den Hormonhaushalt ein. Fragliche kanzerogene Wirkung.
  • Phthalate. Es handelt sich um Weichmacher für Plastik. Zusätzlich zu den offensichtlichen Anwendungen (Plastikverpackungen und -tüten) werden sie auch in Kosmetika und Spülmitteln angewendet. Sie stehen in Verdacht Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen. Phthalate gehören zur Gruppe der hormonwirksamen Stoffe (auch endokrine Disruptoren (ED) oder hormonelle Schadstoffe genannt). Diese endokrinen Disruptoren greifen in das Hormonsystem ein, das den gesamten Stoffwechsel steuert, und führen so z.B. zur Adipositas (Fettleibigkeit). Sie können Sexualhormone imitieren und dadurch zur Vermännlichung (Frauen) oder Verweiblichung (Männer) führen. Außerdem führen sie bei Mädchen zu verfrühter Pubertät und erhöhen das Brustkrebsrisiko. Bei Kindern kann es zu Entwicklungsverzögerungen kommen, und auch die Entwicklung des Fötus wird durch endokrine Disruptoren nachteilig beeinflusst. Insgesamt gesehen, möchte man diese Stoffe nicht im Körper haben! Kosmetikhersteller behaupten übrigens immer wieder, dass diese Stoffe ja nur in sehr geringer Konzentration in ihren Produkten vorhanden sind. Man weiß allerdings, dass bei endokrinen Disruptoren weniger häufig mehr ist, d. h. der Schaden geht gerade von niedrigen Dosierungen aus.
  • Diethanolamin (DEA)/Triethanolamin(TEA). Wird zur pH Einstellung verwendet. Es kann zu Irritationen der Haut, des Auges und des respiratorischen Systems (der Atumungsorgane) kommen. Zusammen mit anderen chemischen Verbindungen können DEA/TEA Nitrosamine bilden. Nitrosamine sind krebserregend und können die Leber, Nieren und das Erbgut schädigen.
  • Polyethylenglycol (PEG). Wird als Feuchtigkeitsspender, Rückfetter, Tensid und Emulgator eingesetzt wird. Zusammen mit Luftsauerstoff kann PEG Hydroperoxide bilden. Es handelt sich dabei um hochreaktive Verbindungen, die z. B. die Mallorca-Akne hervorrufen. Deshalb sollte man sich nicht der vollen Sonne aussetzen, wenn man PEG-haltige Cremes aufgetragen hat. Im Tierversuch verursachten PEGs, die man auf offene Wunden aufbrachte, akutes Nierenversagen(1).
  • Synthetische Farben. Die Sicherheit ist fraglich. Man vermutet, dass sie allergen wirken und ADHS (Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom) auslösen können.
  • Synthetische Duftstoffe (Perfume, Fragrance). Unter dieser Bezeichnung können sich bis zu 200 Chemikalien verstecken, die von der Firma aufgrund von Eigentumsrechten nicht angegeben werden müssen. Häufig sind darunter auch unsere Freunde, die Phthalate. Grundsätzlich sollte man keine Kosmetika verwenden, die diesen Inhaltsstoff aufweisen. Eine Alternative sind Produkte, bei denen die Duftstoffe aus ätherischen Ölen gewonnen werden.
  • Sodium-lauryl-sulfate (SLS). Wird in vielen Seifen und Shampoos als Schaumbildner eingesetzt. Es gilt als häufiges Hautallergen. Es wird in Auge, Gehirn, Herz und Leber absorbiert und dort gespeichert. Dies kann zu Langzeitschäden führen, u. a. zum Grauen Star bei Erwachsenen und zu Augenfehlentwicklungen bei Kindern. SLS kommt übrigens auch in Garagenbodenreinigern, Autopflegemitteln und Maschinenfetten vor.
  • Sodium-laureth-sulfat. Die ethoxylierte Form von SLS. Beim Ethoxylierungsprozess entsteht 1,4 Dioxan. Klingt nicht gut, ist auch nicht gut. 1,4 Dioxan war Hauptbestandteil von Agent Orange. Es ist ein endokriner Disruptor und steht im Verdacht, zahlreiche Krebserkrankungen auszulösen (wegen seiner östrogenähnlichen Wirkung werden vor allem Brustkrebs und Endometriumkarzinome (Gebärmutterkrebs) diskutiert. Außerdem soll der Stoff zu einer verminderten Spermienzahl führen.
  • Aluminium. Aluminium wird wegen seiner schweißhemmenden und antibakteriellen Wirkung gern in Deos angewendet. Es wird diskutiert inwiefern Aluminium das Alzheimer- und Brustkrebsrisiko erhöht.

Warum werden diese Stoffe in Kosmetika eingesetzt? Weil sie billig sind und Schäden meist erst nach längerer Zeit auftreten, sodass ein Zusammenhang nicht gleich augenfällig ist. Ich bin der Meinung, es lohnt absolut auf Naturkosmetik umzusteigen. Aber auch hier heißt es: Etiketten lesen! Nicht alle Naturkosmetika enthalten nur natürliche Stoffe, und nicht alle natürlichen Stoffe sind auch gesund (Weizenprotein in Shampoo z. b. ist glutenhaltig). Und schließlich gibt es auch noch die Alternative, Kosmetika selbst herzustellen. Das ist meistens kein großer Akt, und man bekommt genau, was man haben möchte.

(1) http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0041008X82900163

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/parabene-100.html